ya imāṃ devo mekhalām ābabandha yaḥ saṃnanāha ya u no yuyoja yasya devasya praśiṣā carāmaḥ sa pāram ichāt sa u no vi muñcāt
Der Gott, der diese Gürtelschnur band, der sie geknüpft, der uns damit verband – nach wessen göttlichem Gebot wir wandeln, der möge das andere Ufer suchen, der möge uns auch wieder lösen.
mṛtyor ahaṃ brahmacārī yad asmi niryācan bhūtāt puruṣaṃ yamāya tam ahaṃ brahmaṇā tapasā śrameṇānayainaṃ mekhalayā sināmi
Des Todes Brahmacārin bin ich, aus dem Sein um Loslösung bittend; den Menschen für Yama – ihn binde ich mit heiligem Wort, mit Glut, mit Mühe, mit dieser Gürtelschnur. [Anm.: „niryācan bhūtāt“ gehört zu den dunkelsten Stellen des Mekhalā-Hymnus; die Übersetzung folgt einer gängigen, aber nicht gesicherten Deutung.]
śraddhāyā duhitā tapaso 'dhi jātā svasā ṛṣīṇāṃ bhūtakṛtāṃ babhūva sā no mekhale matim ā dhehi medhām atho no dhehi tapa indriyaṃ ca
Der Śraddhā (Glaube) Tochter, aus Glut geboren, ist die Schwester der weltschaffenden Ṛṣis geworden; du, Gürtelschnur, verleih uns Einsicht und Weisheit, und verleih uns auch Glut und Indra-Kraft.
Wort für Wort
śraddhāyā
der Śraddhā/des Glaubens (Gen.)
duhitā
Tochter (Nom.)
tapaso
aus Glut (Abl.)
'dhi
heraus
jātā
geboren (Nom.Ptz.f.)
svasā
Schwester (Nom.)
ṛṣīṇāṃ
der Ṛṣis (Gen.Pl.)
bhūtakṛtāṃ
bhūta 'Wesen, Welt' + kṛtāṃ 'schaffend (Gen.Pl.)' → der weltschaffenden