Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6

Sūkta 83

apacitaḥ pra patata suparṇo vasater iva sūryaḥ kṛṇotu bheṣajaṃ candramā vo 'pochatu

Apacits (Geschwülste), fliegt davon wie ein Adler aus dem Nest! Die Sonne schaffe das Heilmittel, der Mond vertreibe euch!

Wort für Wort
apacitaḥ
o Apacits/Geschwülste (Vok.Pl.)
pra
fort
patata
fliegt (2.Pl.Imp.)
suparṇo
wie ein Adler (Nom.)
vasater
aus dem Nest (Abl.)
iva
wie
sūryaḥ
die Sonne (Nom.)
kṛṇotu
schaffe (3.Sg.Imp.)
bheṣajaṃ
das Heilmittel (Akk.)
candramā
der Mond (Nom.)
vo
euch (Akk.)
'pochatu
vertreibe (3.Sg.Imp.)

eny ekā śyeny ekā kṛṣṇaikā rohiṇī dve sarvāsām agrabhaṃ nāmāvīraghnīr apetana

Eine ist enī, die rötlich-braune, eine śyenī, die falkenfarbene, eine kṛṣṇā, die schwarze, zwei sind rohiṇī, die roten – von euch allen habe ich den Namen erfasst. Geht fort, ihr, die ihr keine Helden tötet! [Anm.: Unklar, ob sich die Farbbezeichnungen auf Vögel oder auf die angesprochenen Geschwulstarten (apacit) selbst beziehen.]

Wort für Wort
eny
die rötlich-braune (Nom.)
ekā
eine (Nom.)
śyeny
die falkenfarbene (Nom.)
ekā
eine (Nom.)
kṛṣṇaikā
die schwarze, eine (Nom.)
rohiṇī
die rote (Nom.)
dve
zwei (Nom.Du.)
sarvāsām
von euch allen (Gen.Pl.)
agrabhaṃ
ich habe erfasst (1.Sg.Aor.)
nāmāvīraghnīr
nāma 'den Namen' + a 'nicht' + vīra 'Helden' + ghnīḥ 'tötend' → den Namen, [ihr] die keine Helden tötet
apetana
geht fort (2.Pl.Imp.)

asūtikā rāmāyaṇy apacit pra patiṣyati glaur itaḥ pra patiṣyati sa galunto naśiṣyati

Die unfruchtbare, dunkle Apacit wird davonfliegen; die Geschwulst wird von hier fortfliegen, sie wird verschwinden, aus der Kehle entweichend. [Anm.: „galunto“ (aus der Kehle) ist lexikalisch unsicher.]

Wort für Wort
asūtikā
die unfruchtbare (Nom.)
rāmāyaṇy
die dunkle (Nom.)
apacit
die Apacit/Geschwulst (Nom.)
pra
fort
patiṣyati
wird fliegen (3.Sg.Fut.)
glaur
die Geschwulst (Nom.)
itaḥ
von hier
pra
fort
patiṣyati
wird fliegen (3.Sg.Fut.)
sa
sie (Nom.)
galunto
aus der Kehle [?] (unsicher)
naśiṣyati
wird verschwinden (3.Sg.Fut.)

vīhi svām āhutiṃ juṣāno manasā svāhā manasā yad idaṃ juhomi

Nimm dein Opfer an, wohlgefällig im Geiste aufgenommen – svāhā! – was ich hier mit dem Geist darbringe.

Wort für Wort
vīhi
nimm an (2.Sg.Imp.)
svām
dein eigenes (Akk.)
āhutiṃ
Opfer (Akk.)
juṣāno
wohlgefällig aufgenommen (Ptz.Nom.)
manasā
im Geiste (Instr.)
svāhā
svāhā (Opferruf)
manasā
mit dem Geist (Instr.)
yad
was
idaṃ
hier (Akk.)
juhomi
ich darbringe (1.Sg.Präs.)

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