Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.10 Wahrheit und Trug; Indra gegen Rakṣas

paraḥ so astu tanvā tanā ca / tisraḥ pṛthivīr adho astu viśvāḥ | / prati śuṣyati yaśo asya devā / yo mā divā dipsati yaś ca naktam ||

Fern soll er sein, samt Leib und Nachwuchs; / unterhalb aller drei Erden soll er sein; / es vertrocknet, ihr Götter, seine Herrlichkeit, / der mich tags zu schädigen sucht und wer nachts.

suvijñānaṃ cikituṣe janāya / sac cāsac ca vacasī paspṛśāte | / tayor yat satyaṃ yatarad ṛjīyas / tad it somo 'vati hanty āsat ||

Leicht erkennbar ist für den wissenden Menschen: / wahres und unwahres Wort messen sich miteinander; / von beiden – was wahr ist, was das Geradere, / das beschützt Soma, das Unwahre zerschlägt er.

na vā u somo vṛjinaṃ hinoti / na kṣatriyaṃ mithuyā dhārayantam | / hanti rakṣo hanty āsad vadantam / ubhāv indrasya prasitau śayāte ||

Nicht wahrlich fördert Soma das Krumme (den Trug), / nicht den Kṣatriya, der Falsches hegt [?]; / er erschlägt den Rakṣas, erschlägt den Unwahr-Redenden; / beide liegen in Indras Fangnetz.

yadi vāham anṛtadevo asmi / moghaṃ vā devām̐ apyūhe agne | / kim asmabhyaṃ jātavedo hṛṇīṣe / droghavācas te nirṛthaṃ sacantām ||

Wenn ich einer bin, dessen Götter Trug sind, / oder vergeblich Götter [zu Hilfe] ziehe, Agni: / was, Jātavedas, zürnst du uns? / Die Lügenredner sollen dem Verderben [?] verfallen.

adyā murīya yadi yātudhāno asmi / yadi vāyus tatapa pūruṣasya | Bhatt. tadapa / adhā sa vīrair daśabhir vi yūyā / yo mā moghaṃ yātudhānety aha ||

Heute möge ich sterben, wenn ich ein Yātudhāna bin, / oder wenn ich eines Menschen Leben ausgebrannt habe; / dann soll der von zehn Söhnen getrennt werden, / der zu mir vergeblich „Yātudhāna“ sagt.

yo māyātuṃ yātudhānety āha / yo mā rakṣāḥ śucir asmīty āha | / indras taṃ hantu mahatā vadhena / viśvasya jantor adhamas padīṣṭa ||

Wer mich, den Nicht-Zauberer, „Yātudhāna“ nennt, / wer mich „Rakṣas“ nennt [und von sich] sagt: „Ich bin rein“: / Indra soll ihn mit gewaltiger Waffe erschlagen; / der Niedrigste aller Geschöpfe soll er fallen.

pra yā jigāti khargaleva naktam / apa druhus tanvaṃ gūhamānā | / vavrām̐ anantām̐ ava sā padīṣṭa / grāvāṇo ghnantu rakṣasa upabdaiḥ ||

Die [Druh], die nachts wie eine Eule dahinstreicht, / den Leib verbergend, das Trugwesen: / in die endlosen Höhlen soll sie hinabfallen; / die Presssteine sollen die Rakṣas mit Lärm erschlagen.

vi tiṣṭhadhvaṃ maruto vikṣv icchata Bhatt. vikṣvītsata / gṛbhāyata rakṣasaḥ saṃ pinaṣṭana | / vayo ye bhūtvā patayanti naktabhir / ye vā ripo dadhire deve adhvare ||

Stellt euch auseinander, Maruts; sucht unter den Stämmen; / greift die Rakṣas, zermahlt sie; / die als Vögel geworden nachts umherfliegen, / oder die als Widersacher im göttlichen Opfer sich eingenistet haben.

eta u tye patayanti śvayātava / indraṃ dipsanti dipsavo 'dābhyam | Bhatt. dipsavodābhyam / śiśīte śakraḥ piśunebhyo vadhaṃ / nūnaṃ sṛjad aśaniṃ yātumadbhyaḥ ||

Diese da fliegen, die hundeartigen Unholde; / sie trachten, den unbezwingbaren Indra zu schädigen; / Śakra wetzt für die Verräter die Waffe; / jetzt wird er die Keule gegen die Yātu-Besitzenden schleudern.

pra vartaya divo aśmānam / indra somaśitaṃ maghavan saṃ śiśādhi | / prākto apākto adharād udakto / abhi jahi rakṣasaḥ parvatena || Bhatt. 'bhi

Rolle den Stein vom Himmel her, Indra, / den soma-gewetzten, Maghavan, wetze zusammen; / von Osten, von Westen, von unten, von Norden: / erschlage die Rakṣas mit dem Berg.