Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.14 Heilpflanzen zur Rettung des Kranken

tasyāmṛtasyemaṃ balaṃ / puruṣaṃ pārayāmasi | / atho kṛṇomi bheṣajaṃ / yathāsac chatahāyanaḥ ||

Durch die Kraft jenes Unsterblichen / bringen wir diesen Menschen hinüber; / und ich mache ein Heilmittel, / damit er hundertjährig sei.

varāho veda vīrudhaṃ / nakulo veda bheṣajīḥ | / gandharvāḥ sarpā yā vidus / tā ihā yantv oṣadhīḥ ||

Der Eber kennt die Pflanze, / der Mungo kennt die Heilkräuter; / was Gandharvas, Schlangen kennen: / diese Pflanzen sollen hierher kommen.

yāḥ suparṇā āṅgirasīr / divyā yā raghaṭo viduḥ | / vayāṃsi haṃsā yā vidur / yāś ca sarve patatriṇaḥ | / mṛgā yā vidur oṣadhīs / tā asmā avase huve ||

Die Āṅgirasī-Pflanzen, die die Suparṇas kennen, / die himmlischen, die die Raghaṭas kennen [?]; / die die Vögel, die Gänse kennen, / und alle Geflügelten; / die das Wild kennt: / diese Pflanzen rufe ich ihm zur Hilfe.

yāvatīnām oṣadhīnāṃ / gāvaḥ prāśnanty aghnyā / yāvatīnām ajāvayaḥ | / tāvatīr viśvabheṣajīr / ā bharāmi tvām abhi ||

Von wie vielen Pflanzen / die Kühe, die Unantastbaren, fressen, / und von wie vielen Schafe und Ziegen: / so viele allheilende / bringe ich zu dir herbei.

yāvatīṣu manuṣyā / bheṣajaṃ bhiṣajo viduḥ | / tāvatīs tubhyam ābhṛtāḥ / śarma yacchantv oṣadhīḥ ||

In wie vielen [Pflanzen] die Menschen, / die Ärzte das Heilmittel kennen: / so viele, zu dir herbeigebracht, / sollen dir Schutz gewähren, die Pflanzen.

puṣpavatīḥ prasūmatīḥ / phalinīr aphalā uta | / saṃmātara iva duhrām / asmā ariṣṭatātaye ||

Blütenreiche, sprossenreiche, / fruchttragende und fruchtlose: / wie gemeinsame Mütter sollen sie [Milch] geben / diesem zur Unversehrtheit.

ut tvāhārṣaṃ pañcaśalād / ut tvā daśaśalād uta | / ut tvā yamasya paḍvīśād / oṣadhībhir apīparam ||

Empor habe ich dich aus dem Fünf-Zackigen [?], / empor aus dem Zehn-Zackigen, / empor aus Yamas Fußfessel / mit den Pflanzen hinübergeführt.