Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.18 Rätselhymnus über Virāj

kutas tau jātau katamaḥ so ardhaḥ / kasmāl lokāt katarasyāḥ pṛthivyāḥ | / vatsau virājaḥ salilād udaitāṃ / tau tvā pṛcchāmi katareṇa dugdhā || Bhatt. taṃ tvā, drugdhā

Woher wurden diese beiden geboren, welches ist jene Hälfte, / aus welcher Welt, aus welcher Erde? / Die beiden Kälber der Virāj stiegen aus dem Salzwasser empor; / dich frage ich nach diesen beiden: mit welchem [Kalb] wurde gemolken? [?]

yo 'krandayat salilaṃ mahitvā Bhatt. yokrandayat / yoniṃ kṛtvā tribhujaṃ śayānam | Bhatt. śayānā / vatsaḥ kāmadugho virājo / guhā cakre tanvaḥ parācīḥ ||

Der die Flut durch seine Größe zum Brüllen brachte, / der den Schoß dreiseitig machte, liegend [?], / das Kalb, der Wunschmilch-Geber der Virāj, / hat in der Höhle die Leiber abgewandt gemacht.

yāni catvāri bṛhanti / yeṣāṃ caturthaṃ viyunakti vācam | / brahmainad vidyāt tapasā vipaścid / yasminn ekaṃ yujyate yasminn ekam ||

Die vier großen [Dinge], / deren viertes das Wort abtrennt; / Brahman soll dies wissen, der Weise, durch Askese, / in dem eines verbunden wird, in dem eines.

bṛhataḥ pari sāmāni / ṣaṣṭhāt pañcādhi nirmitā | / bṛhad bṛhatyā nirmitaṃ / kuto 'dhi bṛhatī mitā || Bhatt. kutodhi

Vom Bṛhat her die Sāmans, / vom Sechsten her das Fünf[fache] gebildet [?]; / das Bṛhat ist aus der Bṛhatī gebildet; / woher ist die Bṛhatī gemessen?

bṛhatī pari mātrāyā / mātur mātrādhi nirmitā | / māyā hi jajñe māyāyā / māyāyā mātalī pari ||

Die Bṛhatī ist vom Maß her, / von der Mutter, dem Maß gebildet [?]; / Māyā wurde aus Māyā geboren, / aus Māyā [ging] Mātali ringsum [hervor].

vaiśvānarasya pratimopari dyaur / yāvad rodasī vibabādhe agniḥ | / tataḥ ṣaṣṭhād āmuto yanti stomā / ud ito yanty abhi ṣaṣṭham ahnaḥ ||

Vaiśvānaras Abbild ist oben der Himmel, / soweit Agni die beiden Welten auseinanderdrängte; / von dort, vom Sechsten, gehen von jenseits die Lobgesänge, / von hier steigen sie empor zum Sechsten des Tages.

ṣaṭ ṭvā pṛcchāma ṛṣayaḥ kaśyapedaṃ / tvaṃ hi yuktaṃ yuyukṣe yogyaṃ ca | / virājam āhur brahmaṇaḥ pitaraṃ / tāṃ no vi dhehy ṛtuthā sakhibhyaḥ || Bhatt. ṛtathā

Wir sechs Ṛṣis fragen dich, Kaśyapa, dies: / denn du hast das Angespannte und das Anzuspannende angespannt; / Virāj nennt man den Vater des Brahman; / diese ordne für uns, die Freunde, der Ordnung gemäß an.

yāṃ pracyutām anu yajñāḥ pracyuvanta / upatiṣṭhanta upatiṣṭhamānām | / tasyā vraje prasave yakṣam ejati / sā virāḍ ṛṣayaḥ parame vyoman ||

Der [Virāj], als sie hervorgetreten war, traten die Opfer hervor, / sie, wenn sie da ist, aufsuchend; / in ihrer Weide, bei ihrer Geburt regt sich das Wunderwesen; / sie ist Virāj, ihr Ṛṣis, im höchsten Himmelsraum.

aprāṇaiti prāṇena prāṇatīnāṃ / virāṭ svarājam abhy eti paścāt | / viśvaṃ mṛśantīm abhirūpāṃ virājaṃ Bhatt. mṛṣantīm / paśyanti tve na tve paśyanty enām ||

Ohne Atem geht sie durch den Atem der Atmenden; / Virāj geht hinterher zu Svarāj; / die alles berührende, gestaltgemäße Virāj: / die einen sehen sie, die anderen sehen sie nicht [?].

ko virājo mithunatvaṃ pra veda / ka ṛtūn ka u kalpam asyāḥ | / kramān ko asyā bahudhā vidugdhān / ko asyā dhāma katidhā vyuṣṭīḥ ||

Wer kennt die Paarung/ Zwiefalt der Virāj? / Wer die Jahreszeiten, wer ihre Ordnung? / Wer ihre Schritte, vielfach gemolken? / Wer ihre Stätte, wie viele Tagesanbrüche?