Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.36 Gegen Kṛtyā II: Lösung und Rücksendung

yat te pitṛbhyo dadato / yajñe vā nāma jagṛhuḥ | / saṃdeśyāt sarvasmāt pāpād / imā muñcantu tvauṣadhīḥ ||

Was an dir, unter denen, die den Vätern gaben, / oder beim Opfer [man] deinen Namen ergriff: / von jeder Verwünschung, von allem Übel / sollen dich diese Pflanzen lösen.

devainasāt pitryān nāmagrāhāt / saṃdeśyād abhiniṣkṛtāt | / muñcantu tvā vīrudho vīryeṇa / brahmaṇa ṛgbhiḥ payasa ṛṣīṇām ||

Von Götterschuld, vom Namennennen von den Vätern her, / von Verwünschung, von dem durch Zauber Bewirkten [?] / sollen dich die Pflanzen lösen mit Kraft, / mit dem Brahman, mit Ṛc-Versen, mit der Milch der Ṛṣis.

yathā vātaś cyāvayati bhūmyā / reṇum antarikṣāc cābhram | / evāsmat sarvaṃ durbhūtaṃ / brahmanuttam apāyati || Bhatt. brahmanuktamupāyati

Wie der Wind vom Erdboden Staub / und aus der Luft die Wolke wegtreibt, / so weicht alles Unheil von uns, / vom Brahman fortgestoßen.

apa krāma nānadatī / vinaddhā gardabhīva | / kartṝn nakṣasveto nuttā Bhatt. ṛcchasveto / brahmaṇā vīryāvatā ||

Geh weg, nicht brüllend, / gebunden wie eine Eselin; / die Täter suche auf, von hier fortgestoßen / durch das kraftvolle Brahman.

ayaṃ panthāpi nayāmi tvā kṛtye / prahitāṃ prati tvā pra hiṇmaḥ | / tenābhi yāhi bhuñjaty anasvatīva / vāhinī viśvarūpā kurūṭinī ||

Auf diesem Weg führe ich dich, Kṛtyā, hin; / die Ausgesandte senden wir zurück. / Zieh damit los gegen den, der [davon] genießt, / wie eine wagenreiche Zugtierin, allgestaltig, Kurūṭinī [?].

parāk te jyotir apathaṃ te arvāg / anyatrāsmad ayanā kṛṇuṣva | / pareṇehi navatiṃ nāvyā ati / durgā srotyā mā kṣaniṣṭhāḥ parehi ||

Fern sei dein Licht, pfadlos das Herwärts; / anderswohin von uns mache deine Gänge. / Geh weiter, über neunzig schiffbare [Gewässer] hinaus, / über schwer passierbare Ströme; verletze uns nicht; geh weg.

vāta iva vṛkṣaṃ ni mṛṇīhi pādaya / mā gām aśvaṃ puruṣam uc chiṣa eṣām | / kartṝn nivṛtyetaḥ kṛtye / aprajāstvāya bodhaya || Bhatt. kṛtyeprajāstvāya

Wie der Wind einen Baum, wirf nieder, lass fallen; / nicht Rind, Pferd, Mann lass von ihnen übrig; / die Täter von hier aufsuchend, Kṛtyā, / wecke [sie] zur Kinderlosigkeit.

yāṃ te cakrur barhiṣi yāṃ śmaśāne / kṛtyāṃ kṣetre valagaṃ vā nicakhnuḥ | / agnau vā tvā gārhapatye 'bhiceruḥ Bhatt. vāktvā gārhapatyebhiceruḥ / pākaṃ santaṃ dhīratarā anāgasaṃ / tad ito nāśayāmasi ||

Die sie dir im Barhis gemacht haben, die im Leichenfeld, / die Kṛtyā im Feld oder als Valaga [vergrabenes Zaubermittel] vergruben; / oder im Hausfeuer [Gārhapatya] dich behext haben – / den arglosen, unschuldigen Einfältigen die Klügeren: / das vertreiben wir von hier.

upāhṛtam anubuddhaṃ nikhātaṃ / vairaṃ tsāry anv avidāma kartṝn | Bhatt. tsāryaṃnavidāma / tad etu yata āgataṃ tatrāśva iva / vartatāṃ hantu kṛtyākṛtaḥ prajām ||

Das Herbeigebrachte, Aufgespürte, Vergrabene, / die Feindschaft [?], wir haben die Täter aufgespürt. / Das soll dorthin gehen, woher es kam, dort wie ein Ross sich wenden; / es erschlage die Nachkommenschaft des Zauber-Machers.

svāyasā asayaḥ santi no gṛhe Bhatt. svāyasāsayaḥ / vidma te kṛtye yatidhā parūṃṣi ||

Eiserne Messer sind in unserem Haus; / wir kennen dich, Kṛtyā, / wie vielfach deine Gelenke sind.