Ich schaffe dir Ein- und Ausatem; / [diese beiden] sollen das Alter [zu deinem] Tod machen, langes Leben, Wohlsein. / Die von Vivasvants Sohn ausgesandten Boten Yamas, / die umhergehen, treibe ich alle weit weg.
Weit weg [treibe ich] Ungebühr (arāti), Nirṛti, / ferner den Ergreifer (Grāhi), die Fleischfresser, Piśācas; / jede Rakṣas-Unheilsgestalt / schlagen wir wie Finsternis weg.
agneṣ ṭe prāṇam amṛtād / āyuṣmato manave jātavedasaḥ | corr. vanve / yathā na riṣyā amṛtaḥ sajūr asas / tat te kṛṇomi tad u te sam ṛdhyatām ||
Von Agni, dem lebensvollen Jātavedas, gewinne ich für dich den Lebenshauch, / vom Unsterblichen; [Anm.: Text „manave“, verbessert zu „vanve“] / damit du nicht Schaden nimmst, unsterblich, [mit ihm] vereint bist: / das tue ich dir, das soll dir gelingen.
śive te stāṃ dyāvāpṛthivī / asantāpe adhiśriyau | / śaṃ te sūrya ā tapati Bhatt. sūryā / śaṃ vāto vātu te hṛde | / śivā abhi kṣarantu tvā- / -āpo divyāḥ payasvatīḥ / śivās te santv oṣadhīḥ ||
Heilvoll seien dir Himmel und Erde, / ohne Glut, [dich] stützend [?]; / wohltuend scheine dir die Sonne, / wohltuend wehe der Wind zu deinem Herzen; / heilvoll sollen die himmlischen, milchreichen Wasser / auf dich herabströmen; / heilvoll seien dir die Pflanzen.
yat te vāsaḥ paridhānaṃ / yāṃ nīviṃ kṛṇuṣe tvam | / śivaṃ te tanve tat kṛṇmaḥ / saṃsparśe 'dhrūkṣṇam astu te || Bhatt. dhrūkṣṇam
Das Gewand, das dein Umhang ist, / den Gürtelknoten (nīvi), den du machst: / das machen wir wohltuend für deinen Leib; / bei Berührung soll es dir nicht rau sein.
Womit der Barbier mit schneidendem, gut geschärftem [Messer] / dir Haar und Bart schert: / schön [sei] das Gesicht; raube diesem [Menschen] nicht das Leben!
śivau te stāṃ vrīhiyavāv / abalāsāv adomadhau | / etau yakṣmaṃ vi bādhete / etau muñcato aṃhasaḥ ||
Heilvoll seien dir Reis und Gerste, / ohne Balāsa [Lungenleiden?], ohne [Schaden beim Essen] [?]; / diese beiden drängen den Yakṣma weg, / diese beiden lösen aus der Not.