Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.76 Kāma-Zauber gegen die Nebenbuhler

sapatnahanam ṛṣabhaṃ ghṛtena / kāmaṃ śikṣāmi haviṣājyena | / nīcaiḥ sapatnān mama pādaya / tvam abhiṣṭuto mahatā vīryeṇa ||

Den Rivalentöter, den Stier, mit Schmalz, / den Kāma (Verlangen) bitte ich [zu Diensten sein] mit Opferspeise, mit Schmalz. / Nach unten lass meine Rivalen fallen, / du, gepriesen mit großer Manneskraft.

yan me manaso na priyaṃ na cakṣuṣo / yan me hṛdaye nābhinandati | / tad duṣvapnyaṃ prati muñcāmi sapatne / kāmaṃ tuṣṭuvān ud ahaṃ bhideyam ||

Was meinem Sinn nicht lieb ist, nicht meinem Auge, / was mir im Herzen nicht gefällt – / diesen Unheilstraum hefte ich dem Rivalen an. / Den Kāma preisend möchte ich [ihn] zerschmettern.

duṣvapnyaṃ kāma duritaṃ ca kāma- / -aprajastām asvakṛtām avartim | Bhatt. kāmāprayastām / ugra īśānaḥ prati muñca tasmin / yo asmabhyam aṃhūraṇā cikitsāt || Bhatt. aṃhuraṇā

Den Unheilstraum, o Kāma, und das Unheil, o Kāma – / [den Zustand] ohne Nachkommen, ohne Eigenwerk, ohne Bahn [?] – / heftig, als Herrscher, hefte ihn dem an, / der uns Bedrängnis [aṃhūraṇā] antun will [cikitsāt].

sā te kāma duhitā dhenur ucyate / yām āhur vācaṃ kavayo virājam | / tayā sapatnān pari vṛṅdhi ye mama / pary enān prāṇaḥ prajāḥ paśavo jīvanaṃ vṛṇaktu ||

Sie, o Kāma, gilt als deine Tochter, die Kuh, / die die Seher die Rede, die Virāj, nennen. / Mit ihr schneide die Rivalen ab, die mir [feind sind]; / ringsum soll der Lebenshauch, Nachkommen, Vieh, ihr Leben von ihnen abtrennen.

kāmasyendrasya varuṇasya rājño / viṣṇor balena savituḥ savena | / agner hotreṇa pra ṇuda sapatnān / śambīva nāvam udakeṣu dhīraḥ || Bhatt. chambīva

Mit der Kraft des Kāma, Indras, des Königs Varuṇa, / Viṣṇus, mit dem Antrieb Savitars, / mit dem Opferdienst Agnis stoße die Rivalen fort, / wie ein Besonnener ein Boot mit der Stange im Wasser.

adhyakṣo vājī mama kāma ugraḥ / kṛṇotu mahyam asapatnam eva | / viśve devā mama nāthaṃ bhavantu / sarve devā havam ā yantu ma imam ||

Der Aufseher, der Renner, mein gewaltiger Kāma, / soll mir [einen Zustand] ohne Rivalen schaffen. / Alle Götter sollen mein Beistand sein, / alle Götter sollen zu diesem meinem Ruf kommen.

idam ājyaṃ ghṛtavaj juṣāṇāḥ / kāmajyeṣṭhā iha mādayantām | / kṛṇvantu mahyam asapatnam eva ||

Dieses Schmalz, schmalzreich genießend, / sollen die, die Kāma zum Ältesten haben, hier sich berauschen. / Sie sollen mir [einen Zustand] ohne Rivalen schaffen.

indrāgnī kāma sarathaṃ hi bhūtvā / nīcaiḥ sapatnān mama pādayātha | / teṣāṃ pannānām adhamā tamāṃsy / agne vāstūny anunirdahā tvam || Bhatt. vastūni nirdahā

Indra und Agni, o Kāma, seid im gleichen Wagen / und lasst meine Rivalen nach unten fallen. / Von ihnen, die gefallen sind, [mache] die Niedrigsten [zu] Finsternissen; / Agni, brenne ihre Wohnstätten hinterher nieder, du.

jahi tvaṃ kāma mama ye sapatnā / andhā tamāṃsy ava pādayainān | Bhatt. sapatnāndhā tamāsyava pādayaināṃ / anindriyā arasāḥ santu sarve / yathā na jivāt katamac canaiṣām ||

Erschlage, Kāma, meine Rivalen, / lass sie in blinde Finsternisse fallen. / Ohne Kraft, saftlos sollen sie alle sein, / so dass keiner von ihnen mehr lebt.

avadhīt kāmo mama ye sapatnā / uruṃ lokam akaran mahyam edhatum | / mahyaṃ namantāṃ pradiśaś catasro / mahyaṃ ṣaḍ urvīr ghṛtam ā vahantu || Bhatt. urvī

Kāma hat meine Rivalen erschlagen, / er hat mir weiten Raum geschaffen, dass ich gedeihe. / Die vier Himmelsrichtungen sollen sich mir beugen, / die sechs Weiten sollen mir Schmalz herbeibringen.