Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.77 Kāma, Fortstoßen der Rivalen

yat te kāma śarma trivarūtham udbhid Bhatt. udbhir / brahma varma vitatam anativyādhyaṃ kṛtam | / tena sapatnān pari vṛṅdhi ye mama / pary enān prāṇaḥ prajāḥ paśavo jīvanaṃ vṛṇaktu ||

Dein Schutz, o Kāma, der dreifach schirmende, aus der Erde brechende [?], / das Brahman, der ausgebreitete, nicht zu durchbohrende Panzer – / damit schneide die Rivalen ab, die mir [feind sind]; / ringsum soll der Lebenshauch, Nachkommen, Vieh, ihr Leben von ihnen abtrennen.

adharāñcaḥ pra plavantāṃ / chinnā naur iva bandhanāt | / na sāyakapraṇuttānāṃ / punar asti nivartanam ||

Nach unten sollen sie davonschwimmen, / wie ein Boot, das vom Halteseil gelöst ist. / Von denen, die vom Pfeil fortgestoßen sind, / gibt es keine Rückkehr mehr.

agnir yava indro yavaḥ somo yavaḥ | / yavayāvāno deva yāvayantv amum / āmuṣyāyaṇam amuṣyāḥ putraṃ / jīvalokān mṛtalokaṃ gatāsum ||

Agni ist Gerste, Indra Gerste, Soma Gerste; / ihr gerstenvertreibenden Götter, sollt diesen vertreiben, / den Sohn des N.N., der Mutter N.N., / aus den Welten der Lebenden in die Welt der Toten, den Entseelten.

asarvavīraś carati praṇutto / mitrāṇāṃ dveṣyaḥ parivargyaḥ svānām | Bhatt. pariviṣyaḥ / uta pṛthivyām ava syanti vidyuta / ugro devaḥ pra mṛṇat sapatnān || Bhatt. pramṛṇan

Ohne männliche Nachkommen [asarvavīra] geht er umher, fortgestoßen, / den Freunden verhasst, von den Seinen gemieden. / Auch auf der Erde lassen die Blitze [ihn] los [?]; / der gewaltige Gott zerschmettere die Rivalen.

cyutā ceyaṃ bṛhaty acyutā ca / vidyud bibharti stanayitnūṃś ca sarvān | Bhatt. bhavanti stanayitnuṃś / teṣām ādityo draviṇena tejasā- / -udyan sapatnān nudatāṃ me sahasvān ||

Gefallen [cyutā] und ungefallen ist diese Große, / die Blitzgöttin trägt alle Donner. / Deren [Kraft] soll die aufgehende Sonne, der Āditya, / mit Glanz und Stärke, der Übermächtige, meine Rivalen forttreiben.

yathā devā asurān prāṇudanta yena- Bhatt. prāṇadanta / -indro dasyūn adhamaṃ tamo babādhe | Bhatt. tamopavādhe / tathā tvaṃ kāma mama ye sapatnās Bhatt. sapatnāṃs / tān asmāl lokāt pra ṇudasva sarvān ||

Wie die Götter die Asuras fortstießen, wodurch / Indra die Dasyus, die niedrigste Finsternis, niederdrückte – / so stoße du, Kāma, meine Rivalen / alle aus dieser Welt fort.

yena devā asurān prāṇudanta viśvahā / yenendro dasyūn adhamaṃ tamo babādhe | Bhatt. tamopavādhe / tena tvaṃ kāma mama ye sapatnās / tān asmāl lokāt pra ṇudasva dūram ||

Wodurch die Götter die Asuras fortstießen, allezeit, / wodurch Indra die Dasyus, die niedrigste Finsternis, niederdrückte – / damit stoße du, Kāma, meine Rivalen, / sie [alle] aus dieser Welt weit fort.

kāmo jajñe prathamo nānyat purā / nainaṃ devā āpuḥ pitaro nota martyāḥ | / tatas tvam asi jyāyān viśvahā mahāṃs Bhatt. jyāyāṃ / tasmai te kāma nāma it kṛṇomi ||

Kāma wurde als Erster geboren; nichts anderes [war] vorher. / Ihn haben die Götter nicht erreicht, nicht die Väter, nicht die Sterblichen. / Deshalb bist du größer, allezeit groß; / vor dir, o Kāma, mache ich nur Verneigung.

na vai vātaś cana kāmam āpa / nāgniḥ sūryo nota candramāḥ | / (…) || see 8cd

Nicht hat je der Wind den Kāma erreicht, / nicht Agni, Sonne, noch der Mond – / (deshalb bist du größer, allezeit groß; / vor dir, o Kāma, mache ich nur Verneigung).

na vā āpaś cana kāmam āpur / nāhorātrāṇi vihitāni yanti | / (…) || || see 8cd

Nicht haben je die Wasser den Kāma erreicht, / nicht Tag und Nächte, die angeordneten, [erreichen ihn] – / (deshalb bist du größer, allezeit groß; / vor dir, o Kāma, mache ich nur Verneigung).