Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.25 Preis des Opferstiers (Ṛṣabha) II: Verteilung der Glieder

ya indra iva deveṣv / eti goṣu vivāvadat | / tasya ṛṣabhasyāṅgāni / brahmā saṃ stautu bhadrayā ||

Der wie Indra unter den Göttern / unter den Rindern einherzieht, laut brüllend: / dieses Stieres Glieder / soll der Brahman-Priester mit heilvollem Segensspruch preisen.

pārśve āstām anumatyā / bhagasyāstām anūvṛjau | Bhatt. anuvṛjau / aṣṭhīvantāv abravīn mitro / mamaitau kevalāv iti || Bhatt. mamaito

Zu seinen Seiten standen Anumati, / Bhagas waren die beiden Anūvṛj- [?]; / die beiden Knie-/Knöchelteile [aṣṭhīvantau] – so sprach Mitra: / ‚Diese beiden gehören mir allein.‘

bhasad āsīd ādityānāṃ / śroṇī āstāṃ bṛhaspateḥ | / pucchaṃ vātasya devasya / tena dhūnoty oṣadhīḥ ||

Das Hinterteil war der Ādityas, / die beiden Hüften Bṛhaspatis; / der Schwanz [gehört] dem Gott Wind; / damit schüttelt er die Pflanzen.

kroḍa āsīj jāmiśaṃsasya Bhatt. āsīrjāmisaṃsasya / somasya kalaśo dhṛtaḥ | Bhatt. dṛtaḥ / utthātur abruvan pado / yad ṛṣabhaṃ vyakalpayan ||

Die Brust war des Jāmiśaṃsa [Verwandtenverleumders]; / der Soma-Krug wurde hingestellt. / Dem Aufstehenden sprachen sie die Füße zu, / als sie den Stier zurechtlegten [zerteilten].

gudā āsan sinīvālyāḥ / sūryāyās tvacam abruvan | / devāḥ saṃgatya yat sarva / ṛṣabhaṃ vyakalpayan ||

Die Därme waren der Sinīvālī; / der Sūryā sprachen sie die Haut zu, / als die Götter, zusammengekommen, / den ganzen Stier zurechtlegten.

te kuṣṭhikāḥ saramāyai Bhatt. svaramāyai / kūrmebhyo adadhuḥ śaphān | Bhatt. śaphāṃ / ūbadhyam asya kīṭebhyaś / śvavartebhyo adhārayan || Bhatt. śaparttebhyo

Diese gaben der Saramā die Kuṣṭhikās [?], / den Schildkröten setzten sie die Hufe zu; / den Mageninhalt [ūbadhya] von ihm hielten sie / für die Würmer, für die Śvavartas [?].

śṛṅgābhyāṃ rakṣa ṛṣaty / arātiṃ hanti cakṣuṣā | / śṛṇoti bhadraṃ karṇābhyāṃ / gavāṃ yaḥ patir aghnyaḥ ||

Mit beiden Hörnern stößt er die Rakṣas fort, / mit dem Blick erschlägt er die Missgunst (Arāti); / mit beiden Ohren hört er Gutes – / der, der der Herr der Rinder ist, der Aghnya.

śatayājaṃ sa yajate Bhatt. śatayātaṃ sejate / nainaṃ dunvanty agnayaḥ | Bhatt. nṛṇvanty / jinvanti sarve taṃ devā / yo brāhmaṇa ṛṣabham ā juhoti ||

Ein Opfer mit Hunderten [an Gaben] bringt der dar; / ihn bedrängen die Feuer nicht; / ihn erquicken alle Götter, / der als Brāhmaṇa den Stier darbringt.

brāhmaṇāya vṛṣabhaṃ dattvā Bhatt. brāhmaṇa ṛṣabhaṃ / varīyaḥ kṛṇute manaḥ | / puṣṭiṃ so aghnyānāṃ / sve goṣṭhe vi paśyatu || Bhatt. aghnyānāsme

Wenn er einem Brāhmaṇa den Stier gegeben hat, / macht er den Sinn weiter; / das Gedeihen der Aghnyā-Kühe / soll er im eigenen Kuhstall erblicken.

gāvaḥ santu prajāḥ santv / atho astu tanūbalam | / sarvaṃ tad anu manyantāṃ / devā ṛṣabhadāyine ||

Rinder sollen sein, Nachkommen sollen sein, / und auch Körperkraft soll sein; / all dem sollen zustimmen / die Götter dem, der den Stier gibt.