Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.133 Virāj: Entstehung, Niederlassung, Melken

virāḍ vā idam agre 'jāyata / tasyā jātāyā abibhet sarvam | / iyam evedaṃ bhaviṣyati na vayam iti ||

Virāj entstand wahrlich zuerst hier; / vor ihr, als sie geboren war, fürchtete sich alles: / „Diese hier wird dies [alles] werden, nicht wir.“

sod akrāmat sā dakṣiṇāgnau ny akrāmat | / yajñarto vāsateyo bhavati ya evaṃ veda ||

Sie ging hinauf, sie ließ sich im Dakṣiṇa-Feuer nieder. / Er wird ein „yajñarta“ [?] und „vāsateya“ [?], wer so weiß.

(…) sā gārhapatye ny akrāmat | see 2a / gṛhamedhī gṛhapatir bhavati (…) || see 2b

[Sie ging hinauf,] sie ließ sich im Gārhapatya nieder. / Er wird einer, der Haushaltsopfer darbringt, ein Hausherr, [wer so weiß.]

(…) sāhavanīye ny akrāmat | see 2a / yanty asya devā devahūtiṃ priyo devānāṃ bhavati (…) || see 2b; Bhatt. devahetiṃ

[Sie ging hinauf,] sie ließ sich im Āhavanīya nieder. / Zu seinem Götterruf kommen die Götter, er wird den Göttern lieb, [wer so weiß.]

(…) sā sabhāyāṃ ni (…) | see 2a / yanty asya sabhāṃ sabhyo bhavati (…) || see 2b

[Sie ging hinauf,] sie ließ sich in der Versammlung (sabhā) nieder. / Zu seiner Versammlung kommen sie, er wird ein Versammlungsmitglied (sabhya), [wer so weiß.]

(…) sā samitau ni (…) | see 2a / yanty asya samitiṃ sāmityo bhavati (…) || see 2b

[Sie ging hinauf,] sie ließ sich in der Volksversammlung (samiti) nieder. / Zu seiner Volksversammlung kommen sie, er wird ein Teilnehmer der Samiti (sāmitya), [wer so weiß.]

(…) sāmantraṇe ny akrāmat | see 2a / yanty asyāmantraṇam āmantraṇīyo bhavati ya evaṃ veda ||

[Sie ging hinauf,] sie ließ sich in der Einladung/Beratung (āmantraṇa) nieder. / Zu seiner Einladung kommen sie, er wird einer, der einzuladen ist, wer so weiß.

(…) sāntarikṣe caturdhā vikrāntātiṣṭhat see 2a / tāṃ devamanuṣyā abruvann / iyaṃ tad veda yad ubhaya upajīvema- / -imām upa hvayāmahā iti tām upahvāyanta | / ūrja ehi svadha ehi sūnṛta ehīrāvaty ehīti | / tasyā agnir vatsa āsīd gāyatry abhidhāny abhram ūdhaḥ ||

[Sie ging hinauf,] sie stand im Luftraum, vierfach ausgeschritten. / Zu ihr sagten die Götter und Menschen: / „Diese kennt das, wovon wir beide leben; / diese wollen wir herbeirufen.“ Sie riefen sie herbei: / „Komm, Kraft (ūrj)! Komm, Svadhā! Komm, Sūnṛtā (Freundliche Rede)! Komm, Irāvatī (Labung)!“ / Ihr Kalb war Agni, das Gāyatrī-Metrum das Halfter, die Wolke das Euter.

tasyā bṛhac ca rathantaraṃ ca dvau stanāv āstāṃ / yajñāyajñiyaṃ ca vāmadevyaṃ ca dvau | / oṣadhīr vai rathantaraṃ / devā aduhran vyaco bṛhad Bhatt. aduhraṃ / apo vāmadevyaṃ yajñaṃ yajñāyajñiyam || Bhatt. yajñiyāyajñam

Ihre beiden Zitzen waren Bṛhat und Rathantara, / und Yajñāyajñiya und Vāmadevya, die [anderen] beiden. / Die Pflanzen [molken] die Götter als Rathantara, / den [weiten] Raum (vyacas) als Bṛhat, / die Wasser als Vāmadevya, das Opfer als Yajñāyajñiya.

ete vai virājaḥ kāmadugha stanāḥ | / kāmaṃkāmaṃ virājaṃ duhe ya evaṃ veda ||

Diese sind wahrlich die wunscherfüllenden Zitzen der Virāj. / Wunsch um Wunsch melkt er aus Virāj, wer so weiß.