Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.67 Rätselhymnus (Rad, Vögel, Vater)

dvādaśāraṃ nahi taj jarāya / varvarti cakraṃ pari dyām ṛtasya | / ā putrā agne mithunāso atra / sapta śatāni viṃśatiś ca tasthuḥ ||

Zwölfspeichig – nicht zum Altern rollt das Rad der Ordnung um den Himmel. / Auf ihm, Agni, stehen paarweise Söhne, / siebenhundertzwanzig.

pañcapādaṃ pitaraṃ dvādaśākṛtiṃ / diva āhuḥ pare ardhe purīṣiṇam | / atheme anya upari vicakṣaṇaṃ / saptacakre ṣaḍara āhur arpitam ||

Den fünffüßigen Vater, zwölfgestaltig, / nennen sie in der oberen Hälfte des Himmels regenreich. / Andere aber [nennen] hier unten den Weitsichtigen / auf dem siebenrädrigen, sechsspeichigen [Wagen] gestellt.

pañcāre cakre parivartamāne / tasminn ā tasthur bhuvanāni viśvā | / tasya nākṣas tapyate bhūribhāraḥ / sanād eva na chidyate sanābhiḥ ||

Auf dem fünfspeichigen, sich drehenden Rad / stehen alle Welten. / Seine Achse erhitzt sich nicht trotz der großen Last; / von alters her reißt sie nicht mit der Nabe.

sanemi cakram ajaraṃ vi vāvṛta / uttānāyāṃ daśa yuktā vahanti | / sūryasya cakṣū rajasaity āvṛtaṃ / yasminn ā viśvā bhuvanāny ārpitā ||

Das Rad mit Felge, unalternd, hat sich abgerollt; / auf der Ausgestreckten ziehen zehn Angeschirrte. / Der Sonne Auge geht vom Dunst umhüllt dahin, / auf dem alle Welten gestellt sind.

sākaṃjānāṃ saptatham āhur ekajaṃ / ṣaḍ id yamā ṛṣayo devajā iti | / teṣām iṣṭāni vihitāni dhāmaśaḥ / sthātre rejante vikṛtāni rūpaśaḥ ||

Den siebten der Zusammengeborenen nennen sie den Einzelgeborenen; / sechs sind Zwillinge, die Ṛṣis, götterentsprungen. / Deren Wunschgaben sind je nach Sitz verteilt; / dem Stehenden zittern sie, nach Gestalt verwandelt.

striyaḥ satīs tām̐ u me puṃsa āhuḥ / paśyad akṣaṇvān na vi cetad andhaḥ | Bhatt. akṣanvāṃ / kavir yaḥ putraḥ sa īm ā ciketa / yas tā vijānāt sa pituṣ pitāsat ||

Sie, die Frauen sind, nennen sie mir Männer; / der Sehende sieht, der Blinde begreift nicht. / Der weise Sohn, der begreift es; / wer sie erkennt, wäre der Vater seines Vaters.

avaḥ pareṇa para enāvareṇa / padā vatsaṃ bibhratī gaur ud asthāt | / sā kadrīcī kaṃ svid ardhaṃ parāgāt / sā kva svit sūte nahi yūthe asmin ||

Unten durch das Obere, oben durch das Untere – / die Kuh stand auf, das Kalb mit dem Fuß tragend. / Wohin ging sie, in welche Hälfte gewendet? / Wo gebiert sie? Nicht in dieser Herde.

avaḥ pareṇa pitaraṃ yo asya- / -anuveda para enāvareṇa | / kavīyamānaḥ ka iha pra vocad devaṃ / manaḥ kuto adhi prajātam ||

Unten durch das Obere: wer diesen Vater von ihm kennt, / oben durch das Untere – / als Seher: wer wird hier verkünden, / woher der göttliche Geist geboren ist?

ye arvāñcas tām̐ u parāca āhur / ye parāñcas tām̐ u arvāca āhuḥ | / indraś ca yā cakrathuḥ soma tāni / dhurā ni yuktā rajaso vahanti ||

Die Diesseitigen nennen sie Jenseitige, / die Jenseitigen nennen sie Diesseitige. / Und was ihr beide getan habt, Indra und Soma – / das ziehen, an der Deichsel angeschirrt, aus dem Dunstraum.

dvā suparṇā sayujā sakhāyā / samānaṃ vṛkṣaṃ pari ṣasvajāte | / tayor anyaḥ pippalaṃ svādv atty / anaśnann anyo abhi cākaśīti ||

Zwei Vögel, zusammengeschirrt, Gefährten, / umklammern denselben Baum. / Von ihnen isst der eine die süße Beere, / der andere blickt, ohne zu essen, hin.

yasmin vṛkṣe madhvadaḥ suparṇā / niviśante suvate cādhi viśve | / tasyed āhuḥ pippalaṃ svādv agre / tan non naśad yaḥ pitaraṃ na veda ||

Auf dem Baum, wo die Honig essenden Vögel / sich niederlassen und alle sich erzeugen – / von dessen Spitze sagen sie, die Beere sei süß; / die erreicht der nicht, der den Vater nicht kennt.

yatrā suparṇā amṛtasya bhakṣam / animeṣaṃ vidathābhisvaranti | / ino viśvasya bhuvanasya gopāḥ / sa mā dhīraḥ pākam atrā viveśa ||

Wo die Vögel unablässig die Speise des Unsterblichen / im Lied [?] antönen: / der Herr (Ina), der Hüter der ganzen Welt, / der Weise trat hier bei mir, dem Unreifen, ein.