Den fünffüßigen Vater, zwölfgestaltig, / nennen sie in der oberen Hälfte des Himmels regenreich. / Andere aber [nennen] hier unten den Weitsichtigen / auf dem siebenrädrigen, sechsspeichigen [Wagen] gestellt.
Auf dem fünfspeichigen, sich drehenden Rad / stehen alle Welten. / Seine Achse erhitzt sich nicht trotz der großen Last; / von alters her reißt sie nicht mit der Nabe.
Das Rad mit Felge, unalternd, hat sich abgerollt; / auf der Ausgestreckten ziehen zehn Angeschirrte. / Der Sonne Auge geht vom Dunst umhüllt dahin, / auf dem alle Welten gestellt sind.
Den siebten der Zusammengeborenen nennen sie den Einzelgeborenen; / sechs sind Zwillinge, die Ṛṣis, götterentsprungen. / Deren Wunschgaben sind je nach Sitz verteilt; / dem Stehenden zittern sie, nach Gestalt verwandelt.
striyaḥ satīs tām̐ u me puṃsa āhuḥ / paśyad akṣaṇvān na vi cetad andhaḥ | Bhatt. akṣanvāṃ / kavir yaḥ putraḥ sa īm ā ciketa / yas tā vijānāt sa pituṣ pitāsat ||
Sie, die Frauen sind, nennen sie mir Männer; / der Sehende sieht, der Blinde begreift nicht. / Der weise Sohn, der begreift es; / wer sie erkennt, wäre der Vater seines Vaters.
avaḥ pareṇa para enāvareṇa / padā vatsaṃ bibhratī gaur ud asthāt | / sā kadrīcī kaṃ svid ardhaṃ parāgāt / sā kva svit sūte nahi yūthe asmin ||
Unten durch das Obere, oben durch das Untere – / die Kuh stand auf, das Kalb mit dem Fuß tragend. / Wohin ging sie, in welche Hälfte gewendet? / Wo gebiert sie? Nicht in dieser Herde.
avaḥ pareṇa pitaraṃ yo asya- / -anuveda para enāvareṇa | / kavīyamānaḥ ka iha pra vocad devaṃ / manaḥ kuto adhi prajātam ||
Unten durch das Obere: wer diesen Vater von ihm kennt, / oben durch das Untere – / als Seher: wer wird hier verkünden, / woher der göttliche Geist geboren ist?
ye arvāñcas tām̐ u parāca āhur / ye parāñcas tām̐ u arvāca āhuḥ | / indraś ca yā cakrathuḥ soma tāni / dhurā ni yuktā rajaso vahanti ||
Die Diesseitigen nennen sie Jenseitige, / die Jenseitigen nennen sie Diesseitige. / Und was ihr beide getan habt, Indra und Soma – / das ziehen, an der Deichsel angeschirrt, aus dem Dunstraum.
Zwei Vögel, zusammengeschirrt, Gefährten, / umklammern denselben Baum. / Von ihnen isst der eine die süße Beere, / der andere blickt, ohne zu essen, hin.
yasmin vṛkṣe madhvadaḥ suparṇā / niviśante suvate cādhi viśve | / tasyed āhuḥ pippalaṃ svādv agre / tan non naśad yaḥ pitaraṃ na veda ||
Auf dem Baum, wo die Honig essenden Vögel / sich niederlassen und alle sich erzeugen – / von dessen Spitze sagen sie, die Beere sei süß; / die erreicht der nicht, der den Vater nicht kennt.
Wo die Vögel unablässig die Speise des Unsterblichen / im Lied [?] antönen: / der Herr (Ina), der Hüter der ganzen Welt, / der Weise trat hier bei mir, dem Unreifen, ein.