Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.151 Sonne (Gharma) und Vaiśvānara

vaiśvānaraḥ saṃ tapaty antarikṣaṃ / divaṃ ca samiddho agnir divyas tapojāḥ | / śikṣantv asmā abhi sunvanti soma / ṛtena bhrājann amṛtaṃ vaste atkī ||

Vaiśvānara erhitzt den Luftraum / und den Himmel; entzündet ist Agni, der himmlische, aus Glut geboren. / Sie sollen ihm helfen; sie pressen ihm Soma; / mit Ṛta leuchtend, bekleidet er sich mit Unsterblichem, der Gewandete (atkī).

rārahyete nelayataḥ / śītarūre tanvāv asya bhīme | / rūpāṇy eti bahudhā vasāno / guhā kṛṇvānas tanvaḥ parācīḥ ||

[Die beiden] rārahyete nelayataḥ [?]; / seine beiden Leiber sind kalt-rau (śītarūre), furchtbar. / In vielen Gestalten geht er, sich kleidend, / im Verborgenen seine Leiber abgewandt machend.

pañcāre cakre parivartamāne / samārohanti bhuvanāni viśvā | / tasya nākṣas tapyate bhūribhāraḥ / sanād eva na chidyate sanābhiḥ ||

Auf dem fünfspeichigen, sich drehenden Rad / steigen alle Welten hinauf. / Dessen Achse wird nicht heiß, obwohl sie große Last trägt; / von alters her wird [das Rad] samt der Nabe nicht zerbrochen.

pañcabhis taptas tapaty eṣa etat / sahasradhāmānam anu tiṣṭhanty enam | / sapta tvā sūrya harito vahanti / brahmaṇādityas trivṛtā mukhena ||

Von fünf erhitzt, erhitzt dieser dies; / ihm, dem tausendfach Wirkenden, folgen sie nach. / Sieben Falben tragen dich, Sūrya, / mit dem Brahman, Āditya, mit dreifachem Antlitz.

vi dyotate dyotata ā ca dyotate / apsv antar amṛto gharma udyan | / hantā vṛtrasya haritām anīkam / anādhṛṣṭās tanvaḥ sūryasya ||

Er leuchtet auf, er strahlt und er glänzt: / inmitten der Wasser, unsterblich, Gharma, aufgehend. / Töter des Vṛtra, der Falben Schar; / unangreifbar sind die Leiber Sūryas.

gharmaḥ paścād uta gharmaḥ purastād / ayodaṃṣṭrāya dviṣato 'pi dadhmaḥ | / vaiśvānaraḥ śītarūre vasānaḥ / sapatnān me dviṣato hantu sarvān ||

Gharma hinten und Gharma vorn: / für den Eisenzahnigen blasen wir [das Feuer] an, gegen die Hasser; / Vaiśvānara, in Kälte gekleidet, / soll alle meine Nebenbuhler, die Hasser, töten.

ṛtūn ṛtubhiḥ śrapayati / brahmaṇaikavīro gharmaḥ / śucānaḥ samidhā samiddhaḥ | / brahmā tvā tapati brahmaṇā tejasā ca ||

Die Jahreszeiten kocht er durch Jahreszeiten, / durch Brahman, der einzigheldenhafte Gharma, / leuchtend, mit Brennholz entzündet. / Brahman erhitzt dich mit Brahman und mit Glanz.

brahma jajñānaṃ prathamaṃ / samā dade taj jāyamānaṃ / na bibhide na bhidyate | / tad aṅgamānaṃ pitaraṃ vyāhati Bhatt. ⟨ aṃhamānaṃ? / tasya nāḍya ātatā vitatās tatā u tāḥ ||

Das Brahman, als es zuerst geboren wurde, nahm ich zusammen; / geboren wird es nicht gespalten und wird nicht gespalten. / Dieses, den Vater [an]gehend/bedrängend, trifft [ihn] [?]; / dessen Adern sind gespannt, ausgebreitet und ausgestreckt.

asayajjāna sata ā jabhāra Bhatt. ⟨ asajjajāna? / ya īṃ jajāna sa id asya bhartā | / prajāpatiḥ prajābhiḥ saṃvidānas / trīṇi jyotīṃṣi dadhate na pākaḥ ||

Aus Nichtseiendem erzeugt [?], holte er es vom Seienden herbei; / wer ihn zeugte, der ist sein Erhalter. / Prajāpati, mit den Geschöpfen einig, / trägt drei Lichter, nicht der Einfältige.

prajāpatiś carati garbhe antaḥ / sa jāyamāno bahudhā pra jāyate | / tasya padam abhi paśyanti vedhasas / tasminn ārpitā bhuvanāni viśvā ||

Prajāpati wandelt im Mutterleib; / er, geboren werdend, wird vielfach fortgeboren; / seine Spur schauen die Weisen; / in ihm sind alle Welten befestigt.