Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.40 Segen für die neue Halle

agnim antaś chādayasi / puruṣān paśubhiḥ saha | / vijāvati prajāvati / vi te pāśāṃś cṛtāmasi ||

Feuer birgst du im Innern, / Männer samt dem Vieh; / kinderreiche, nachkommenreiche [Halle], / deine Fesseln lösen wir.

ūrjasvatī ghṛtavatī / pṛthivyāṃ nimitā mitā | / viśvānnaṃ bibhratī śālā / mā hiṃsīḥ pratigṛhṇataḥ ||

Kraftvolle, schmalzreiche, auf der Erde / abgemessen Errichtete, Allnahrung tragende Halle – / tu dem nichts zuleide, der [dich] annimmt.

yas tvā pūrvo nimimāya / saṃjabhāra vanaspatīn | / prajāyai cakre tvā śāle / parameṣṭhī prajāpatiḥ ||

Der als Erster dich abgemessen, / die Bäume zusammengetragen hat – / für Nachkommenschaft hat dich, Halle, / der Höchststehende, Prajāpati, gemacht.

namas tasmai namo dātre / śālāpataye ca kṛṇmasi | / namo 'gnaye pracarate Bhatt. namognaye / puruṣāya ca te namaḥ ||

Ihm Verehrung, Verehrung dem Geber / und dem Herrn der Halle erweisen wir; / Verehrung dem Feuer, das [darin] umhergeht, / und dem Mann (Hausherrn) dir [gebührt] Verehrung.

gobhyo aśvebhyo namo / yac chālāyāṃ vijāyate | / antarā dyāṃ ca pṛthivīṃ ca yad vyacas / tena śālāṃ prati gṛhṇāmi ta imām ||

Den Rindern, den Rossen Verehrung, / was in der Halle geboren wird; / was zwischen Himmel und Erde weit ist – / damit nehme ich diese Halle für dich an.

yad antarikṣaṃ rajaso vimānaṃ / tat kṛṇva udaraṃ śevadhibhyaḥ | / yac chālāṃ prati gṛṇāmi tasmai ||

Was der Luftraum, das Ausmaß der Dunstregion ist, / das mache ich zum Fassungsraum für [die] Schätze (śevadhi) [?]; / womit ich die Halle annehme, dafür [sei es].

tṛṇair āvṛtā paladān vasānā / rātrīva śālā jagato niveśanī | / mitā pṛthivyāṃ tiṣṭhati / hastinīva padvatī ||

Mit Gras bedeckt, Strohbündel (palada) als Gewand tragend, / gleich der Nacht die Halle, Ruheplatz der Welt, / bemessen steht sie auf der Erde / wie eine Elefantenkuh, fußbegabt.

yā dvipakṣā catuṣpakṣā / ṣaṭpakṣā yā nimīyate | / aṣṭāpakṣāṃ daśapakṣāṃ / śālāṃ mānasya patnīm / agnir garbha ivā śaye ||

Die zweiseitig, die vierseitig, / die sechsseitig gemessen wird – / die achtseitige, zehnseitige / Halle, Gattin des Māna, / liege ich wie Agni als Keim [in ihr].

iṭasya te vi cṛtāmy / apinaddham aporṇuvan | Bhatt. aporṇuvaṃ / varuṇena samubjitāṃ / mitraḥ prātar vy ubjatu ||

Das Rohrgeflecht (iṭa) an dir, das Verschnürte, / löse ich, [es] ohne zu verhüllen [?]; / die von Varuṇa Zugeschlossene / soll Mitra am Morgen aufschließen.

kulāye 'dhi kulāyāṃ Bhatt. kulāyedhi / kośe kośaḥ samubjitaḥ | / tatra marto vi jāyate / yasmād viśvaṃ prajāyate ||

Im Nest über dem Nest, / in der Hülle [ist] Hülle fest zusammengeschlossen; / dort wird der Sterbliche geboren, / aus dem die Welt entsteht.