Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.49 Sühne für Verfehlungen gegen die Götter

yad devā devaheḍanaṃ / devāsaś cakṛmā vayam | / ādityās tasmān no yūyam / ṛtasyartena muñcata ||

Was wir, ihr Götter, an Götter-Kränkung / begangen haben, wir Götter – / davon, ihr Ādityas, befreit uns / durch das Ṛta des Ṛta [?].

ṛtasyārtenādityā / yajatrā muñcateha naḥ | / yajñaṃ yad yajñavāhasaḥ / śikṣanta upārima ||

Durch das ‚Ṛta des Ṛta‘, ihr Ādityas, / ihr Verehrungswürdigen, befreit uns hier, / wenn wir, ihr Opfer-Beförderer, / uns beim Opfer mühend, [es] verfehlt haben (upārima).

medasvatā yajamānāḥ / srucājyena juhvataḥ | / akāmā viśve vo devāḥ / śikṣanto nopa śekima ||

Wir Opfernden, mit fettreichem Löffel / Schmalz spendend, [handelten] ohne Wollen; / ihr All-Götter, obwohl wir uns mühten, / gelang es uns nicht.

yad vidvāṃso yad avidvāṃsa / enāṃsi cakṛmā vayam | [Bhatt. enāya / tasmān na iha muñcata / viśve devāḥ sajoṣasaḥ ||

Ob wissend, ob unwissend, / Verfehlungen haben wir begangen – / davon befreit uns hier, / All-Götter, einträchtig.

yadi jāgrad yadi svapann / ena enasyo 'karam | Bhatt. svapannayanenasyokaram / bhūtaṃ mā tasmād bhavyaṃ ca / drupadād iva muñcatām ||

Ob wachend, ob schlafend, / ich als Sünder Sünde begangen habe – / das Gewesene und das Künftige / sollen mich davon lösen wie vom Pfosten (drupada).

drupadād iva mumucānaḥ / svinnaḥ snātvā malād iva | / pūtaṃ pavitreṇājyaṃ / viśvān muñcantu mainasaḥ ||

Wie einer, der sich vom Pfosten löst, / wie ein Schwitzender, nach dem Bad vom Schmutz [befreit], / wie Schmalz, durch das Seihtuch geläutert – / alle sollen mich von der Sünde lösen.

yad yāmaṃ cakrur nikhananto agre / kārṣīvaṇā na vido na vidyayā | / vaivasvate rājani taj juhomy Bhatt. taṃ / adhā yajñiyaṃ madhuman no astu || Bhatt. yajñaṃ

Was für einen Gang/Frevel (yāma) die Grabenden, / die Bauern (kārṣīvaṇa), einst taten, nicht wissend, nicht durch Wissen [?] – / das opfere ich dem König Vaivasvata (Yama); / dann soll das Opferbare für uns honigsüß sein.

vaivasvataḥ kṛṇavad bheṣajāni / madhubhāgo madhunā saṃ sṛjāti | / mātur yad ena iṣitaṃ na āgan / yad vā pitāparāddho jihīḍe ||

Vaivasvata soll Heilmittel bereiten, / der Honigteil-Empfänger mischt [sie] mit Honig. / Was an von der Mutter [herrührender], gesandter Sünde zu uns kam, / oder wenn der beleidigte Vater grollte –

yadīdaṃ mātur yadi vā pitur no / bhrātuḥ putrād reṣata ena āgan | Bhatt. retasa / yāvanto asyāḥ pitaraḥ sacante / teṣāṃ sarveṣāṃ śivo astu manyuḥ ||

Wenn dies von der Mutter, oder von unserem Vater, / von Bruder oder Sohn her schädigende Sünde zu uns kam – / so viele Väter, wie dieser [Sippe] anhängen: / aller Zorn soll gnädig sein.

apamityam apratītaṃ yad asmi / yamasya yena balinā carāmi | / idaṃ tad agne anṛṇo bhavāmi / jīvann enaḥ prati dadāmi sarvam || Bhatt. ena(ḥ)

Das Geliehene, nicht Erstattete, das ich [schulde], / durch das ich unter Yamas Zwang umhergehe – / dies, Agni, tilge ich hier, werde schuldenfrei; / lebend erstatte ich alle Schuld (eṇas) zurück.