Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.62 Die Burg des Brahman

nainaṃ cakṣur jahāti / na prāṇo jarasaḥ puraḥ | / puraṃ yo brahmaṇo veda / yasmāt puruṣa ucyate ||

Nicht verlässt ihn das Auge, / nicht der Atem vor dem Alter, / wer die Burg des Brahman kennt, / von der her „Puruṣa“ gesagt wird.

yo vai tāṃ brahmaṇo veda- / -amṛtenāvṛtāṃ puram | Bhatt. āmṛtāṃ / tasmai brahma ca brāhmyāś ca- / -āyuṣ prāṇaṃ prajāṃ daduḥ ||

Wer wahrlich jene vom Unsterblichen umhüllte Burg des Brahman kennt – / ihm gaben Brahman und die [Mächte] des Brahman / Lebenskraft, Atem, Nachkommenschaft.

aṣṭācakrā navadvārā / devāṇāṃ pūr ayodhyā | / tasyāṃ hiraṇyayaḥ kośaḥ / svargo jyotiṣāvṛtaḥ ||

Achtspeichig, neuntorig, / der Götter Burg, die Unbezwingbare (Ayodhyā): / in ihr ist ein goldener Schatzbehälter, / der Himmel, von Licht umhüllt.

tasmin hiraṇyaye kośe / tryare tripratiṣṭhite | Bhatt. triyare / tasmin yad antar ātmanvat / tad vai brahmavido viduḥ ||

In diesem goldenen Schatzbehälter, / dreispeichig, dreifach gegründet – / was darin ein Selbsthaftes [Wesen] ist, / das kennen wahrlich die Brahman-Kenner.

prabhrājamānāṃ hariṇīṃ / yaśasā saṃparīvṛtām | / puraṃ hiraṇmayīṃ brahmā / viveśāparājitām ||

Die strahlende, goldgelbe, von Ruhm rings umgebene, / goldene, unbesiegbare Burg / betrat Brahmā.