Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.19 Rätselhymnus: Uṣas, Metren und die Zahlen 3 bis 8

iyam eva sā yā prathamā vyaucchat / sāpsv antaś carati praviṣṭā | / vadhūr jigāya navagaj janitrī / mahānto asyāṃ mahimāno antaḥ ||

Dies ist gewiss jene, die als erste aufleuchtete; sie wandelt, in die Wasser eingetreten, darin umher. / Die Braut hat gesiegt, die neunfach Gehende [navagaj: ‚neunfach schreitend/neun Rinder habend‘ [?]], die Gebärerin; / gewaltige Größen sind in ihr, im Inneren.

chandaḥpakṣe uṣasā pepiśāne / samānīṃ yonim anu saṃ carete | / sūryapatnī saṃ carataḥ prajānatī / ketumatī ajare bhūriretasā ||

Die Metren als Flügel habend, die beiden Morgenröten, die sich farbig schmücken, / wandeln nach demselben Schoß hin zusammen; / als Frauen der Sonne wandeln sie zusammen, wissend, / bannerreich, nicht alternd, reich an Samen.

ṛtasya panthām anu tisra āgus / trayo gharmā anu reta āguḥ | / prajām ekā jinvaty ūrjam ekā / rāṣṭram ekā rakṣati devayūnām ||

Auf dem Pfad des Ṛta kamen drei heran; drei Gharma-Glutspenden kamen dem Samen nach. / Die eine belebt die Nachkommenschaft, die eine die Kraft, / die eine schützt die Herrschaft der götterbegehrenden [Männer].

agnīṣṭomam adadhur yā turīyāsīd / yajñasya pakṣām ṛṣayaḥ kalpayantaḥ | / gāyatrīṃ triṣṭubhaṃ jagatīm anuṣṭubhaṃ / bṛhadarkīṃ yajamānāya svar ābharantaḥ ||

Den Agnīṣṭoma setzten sie ein, der der vierte war, als die Ṛṣis den Flügel des Opfers zurechtmachten: / Gāyatrī, Triṣṭubh, Jagatī, Anuṣṭubh / und das Bṛhat-Arkī-Lied [bṛhadarkī], dem Opferherrn das Himmelslicht herbeitragend.

pañca vyuṣṭīr anu pañca dohā / gāṃ pañcanāmnīm ṛtavo 'nu pañca | Bhatt. ṛtavonu / pañca diśaḥ pañcadaśena kl̥ptās / tā ekamūrdhnīr abhi lokam ekam ||

Nach den fünf Morgenaufhellungen [kamen] fünf Melkungen, die fünfnamige Kuh, nach [ihr] die fünf Jahreszeiten; / die fünf Himmelsrichtungen, durch das Pañcadaśa-Stoma geordnet: / diese, einköpfig, [streben] hin zu einer einzigen Welt.

ṣaḍ jātā bhūtā prathamaja rtasya / ṣaḍ u sāmāni ṣaḍahaṃ vahanti | / ṣaḍyogaṃ sīram anu sāmasāma / ṣaḍ āhur dyāvāpṛthivī ṣaḍ urvīḥ || urvīḥ with ŚS; Bhatt. ūrvī

Sechs Geborene, Seiende, o Erstgeborener des Ṛta; sechs Sāmans tragen die Sechstagefeier (Ṣaḍaha); / den sechsfach angeschirrten Pflug entlang, Sāman um Sāman: / sechs, sagen sie, sind Himmel und Erde, sechs die weiten Räume.

ṣaḍ āhuḥ śītān ṣaḍ u māsa uṣṇān Bhatt. śītāṃ … uṣṇāṃ / ṛtūn no brūta yatamo 'tiriktaḥ | Bhatt. ṛtuṃ … yatamotiriktaḥ / sapta suparṇāḥ kavayo ni ṣeduḥ / sapta chandāṃsy anu sapta dīkṣāḥ ||

Sechs kalte [Monate], sagt man, und sechs Monate heiße; / sagt uns die Jahreszeiten: welche ist die überzählige? / Sieben Adler [suparṇa], die Dichter, ließen sich nieder; / sieben Metren, danach sieben Weihen.

sapta homāḥ samidho ha sapta / madhūni saptartavo nu sapta | / saptājyāni pari bhūtam āyan / sapta hotāra ṛtuthā yajanti / tāḥ saptagṛdhrā iti śuśravāham ||

Sieben Opfergüsse, sieben Brennhölzer, sieben Honigtränke, sieben Jahreszeiten fürwahr, / sieben Schmelzbutter-Arten gingen um das Seiende herum; / sieben Hotṛ-Priester opfern jahreszeitgemäß. / Von ihnen: ‚Sie sind siebengierig‘ – so habe ich gehört.

aṣṭau dhāmāni prathamaja rtasya- / -aṣṭendrartvijo daivyā ye | / aṣṭayonir aditir aṣṭaputrā / aṣṭamīṃ rātrim abhi havyam eti ||

Acht sind die Stätten des Ṛta, o Erstgeborener; / acht sind Indras göttliche Priester; / die achtschößige Aditi, die achtsöhnige, / kommt zur achten Nacht, zur Opfergabe.

itthaṃ śreyo manyamānedam āgāṃ / yuṣmākaṃ sakhye aham asmi śevā | Bhatt. sevā / samānajanmā kratur astu vaḥ śivaḥ / sa naḥ sarvāḥ saṃ carati prajānan ||

So das Bessere meinend, bin ich hierher gekommen; in eurer Freundschaft bin ich hold. / Von gleicher Geburt sei euer Wille, segensreich; / er, wissend, wandelt zu uns allen zusammen [?].