Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.101 Skambha, das Rad und das All

skambheneme viṣkabhite / dyauś ca bhūmiś ca tiṣṭhataḥ | / skambha idaṃ sarvam ārpitam ejad / yat prāṇan nimiṣac ca yat || Bhatt. ejat prāṇaṃ

Durch Skambha (die Stütze) sind diese beiden auseinandergestützt: / Himmel und Erde stehen. / In Skambha ist dieses All eingefügt, / was sich regt, was atmet und was blinzelt.

ekacakraṃ vartata ekanemi / sahasrākṣaraṃ pra puro ni paścāt | / ardhenedaṃ pari babhūva viśvaṃ / yad asyārdhaṃ katamaḥ sa ketuḥ ||

Einrädrig rollt es, einfelgig, / tausendsilbig, nach vorn hin, nach hinten hinab [?]. / Mit der [einen] Hälfte hat es dieses All umfasst; / was seine [andere] Hälfte ist – welches Zeichen ist das?

pañcavāhi vahaty agram asya / pṛṣṭayo yuktā anusaṃvahanti | / ayātam asya dadṛśe na yātaṃ / paraṃ nedīyo 'varaṃ davīyaḥ ||

Fünffach gezogen fährt seine Spitze; / die angeschirrten Flanken fahren hinterher. / Sein Nicht-Gefahrenes wurde gesehen, nicht das Gefahrene; / das Fernere [ist] näher, das Nähere ferner.

idaṃ savitar vi jānīhi Bhatt. savitur / ṣaḍ yamā eka ekajaḥ | / tasmin hāpitvam icchante / ya eṣām eka ekajaḥ ||

Erkenne dies, Savitar: / sechs Zwillinge [Paare] und einer, der einzeln geboren ist. / Bei diesem suchen sie Verwandtschaft, / der von diesen der eine Einzelgeborene ist.

tiryagbilaś camasa ūrdhvabudhno / yasmin yaśo nihitaṃ viśvarūpam | / atrāsata ṛṣayaḥ sapta sākaṃ / ye asya gopā mahato babhūvuḥ ||

Ein Becher mit seitlicher Öffnung, mit nach oben gerichtetem Boden, / in dem Ruhm, allgestaltig, niedergelegt ist; / dort saßen die sieben Ṛṣis beisammen, / die dessen Hüter des Großen wurden.

tisro ha prajā atyāyam āyan / ny anyā arkam abhito +'viśanta | Bhatt. viśantu / bṛhan ha tasthau rajaso vimāno / harito hariṇīr ā viveśa ||

Drei Geschlechter sind darüber hinaus gegangen; / ein anderes trat rings um den Arka [Strahl/Sonne] ein [?]. / Ein Großer stand da, der Vermesser des Raumes; / die Gelben traten in die Gelben ein.

dvādaśa pradhayaś cakram ekaṃ / trīṇi nabhyāni ka u tac ciketa | Bhatt. naddhāni / tatrāhatās trīṇi śatāni śaṅkavaḥ / ṣaṣṭiś ca khīlā avicācalā ye ||

Zwölf Radkränze, ein Rad, / drei Naben – wer hat das erkannt? / Darin sind dreihundert Keile eingeschlagen / und sechzig Pflöcke, die nicht wackeln.

anantaṃ vitataṃ purutrā anantam / antavac cā samakte | / te nākapālaś carati prajānan / vidvān bhūtaṃ yad u bhavyam asya ||

Das Unendliche, weit ausgespannt an vielen Orten, / [und] das Unendliche und das Endliche verbinden sich [?]. / Der Himmelshüter geht dabei umher, wissend, / kundig dessen, was von ihm gewesen ist und sein wird.

āviḥ san nihitaṃ guhā / jaran nāma mahat padam | Bhatt. caran / tatraidaṃ sarvam ārpitam / ejat prāṇan nimiṣac ca yat || Bhatt. prāṇaṃ

Sichtbar, [doch] im Verborgenen niedergelegt, / „Alternd“ mit Namen, großer Standort. / Darin ist dies alles eingefügt, / was sich regt, was atmet und was blinzelt.

ūrdhvaṃ bharantam udakaṃ / kumbhenevodahāryam | / paśyanti sarve cakṣuṣā / na sarve manasā viduḥ ||

Aufwärts trägt er Wasser, / wie mit einem Krug das Wasserzutragbare. / Alle sehen es mit dem Auge, / nicht alle kennen es mit dem Geist.