Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.124 Beschaffenheit der Speise und ihre Gottheiten

yac chukro bhavaty / ādityānām eva priyaṃ dhāmopaiti | / sa yaḥ śukraṃ prāśnīyād / ādityānāṃ tvā priyeṇa dhāmnā prāśnāmīty enaṃ prāśnīyāt | / tataś cainam anyena dhāmnā prāśnāty / ādityebhyaś cā vṛścate ||

Wenn [die Speise] hell/rein (śukra) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) der Ādityas. / Wer Helles essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman der Ādityas esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für die Ādityas abgeschnitten.

yat phalīkṛto bhavati / viśveṣām eva devānāṃ priyaṃ (…) | see 1b / sa yaḥ phalīkṛtaṃ prāśnīyād / viśveṣāṃ tvā devānāṃ priyeṇa dhāmnā (…) | see 1d / (…) prāśnāti see 1e / viśvebhyo devebhyaś cā vṛścate || Bhatt. devebhya ā

Wenn [die Speise] enthülst (phalīkṛta) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) aller Götter (Viśve Devāḥ). / Wer Enthülstes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman aller Götter (Viśve Devāḥ) esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für die Allgötter abgeschnitten.

yad aphalīkṛto bhavati / marutām eva priyaṃ (…) | see 1b / sa yo 'phalīkṛtaṃ prāśnīyān / marutāṃ tvā priyeṇa (…) | / (…) prāśnāti see 1e / marudbhyaś cā vṛścate || Bhatt. marudbhya ā

Wenn [die Speise] unenthülst (aphalīkṛta) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) der Maruts. / Wer Unenthülstes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman der Maruts esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für die Maruts abgeschnitten.

yad avakṣāmo bhavaty / agner eva (…) | see 1b / sa yo 'vakṣāmaṃ prāśnīyād / agnes tvā priyeṇa (…) | see 1d / (…) prāśnāty see 1e / agnaye cā vṛścate || Bhatt. agnaya ā

Wenn [die Speise] angesengt/verbrannt (avakṣāma) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) Agnis. / Wer Angesengtes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman Agnis esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für Agni abgeschnitten.

yad anavakṣāmo bhavati / mitrāvaruṇayor eva (…) | see 1b / sa yo 'navakṣāmaṃ prāśnīyān / mitrāvaruṇayos tvā priyeṇa (…) | see 1d / (…) prāśnāti see 1e / mitrāvaruṇābhyāṃ cā vṛścate || Bhatt. mitrāvaruṇābhyām ā

Wenn [die Speise] nicht angesengt (anavakṣāma) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) des Mitra und Varuṇa. / Wer Nicht-Angesengtes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman des Mitra und Varuṇa esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für Mitra und Varuṇa abgeschnitten.

yad aklinno bhavati- / -indrasyaiva (…) | see 1b / sa yo 'klinnaṃ prāśnīyād / indrasya tvā (…) | see 1d / (…) prāśnāti- see 1e / -indrāya cā vṛścate || Bhatt. -indrāyā

Wenn [die Speise] nicht durchfeuchtet (aklinna) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) Indras. / Wer Nicht-Durchfeuchtetes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman Indras esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für Indra abgeschnitten.

yat klinno bhavati / pitṝṇām eva (…) | see 1b / sa yaḥ klinnaṃ prāśnīyāt / pitṝṇāṃ tvā (…) | see 1d / (…) prāśnāti see 1e / pitṛbhyaś cā vṛścate || Bhatt. pitṛbhya ā

Wenn [die Speise] durchfeuchtet/weich (klinna) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) der Väter. / Wer Durchfeuchtetes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman der Väter esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für die Väter abgeschnitten.

yat kṣudro bhavaty / apām eva (…) | see 1b / sa yaḥ kṣudraṃ prāśnīyād / apāṃ tvā priyeṇa (…) | see 1d / (…) prāśnāty see 1e / adbhyaś cā vṛścate || Bhatt. adbhya cā

Wenn [die Speise] zerkleinert/fein (kṣudra) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) der Wasser. / Wer Zerkleinertes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman der Wasser esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für die Wasser abgeschnitten.

yac chithiro bhavati / diśām eva (…) | see 1b / sa yaḥ śithiraṃ prāśnīyād / diśāṃ tvā (…) | [see 1d / (…) prāśnāti see 1e / digbhyaś cā vṛścate || Bhatt. digbhya ā

Wenn [die Speise] locker (śithira) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) der Himmelsrichtungen. / Wer Lockeres essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman der Himmelsrichtungen esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für die Himmelsrichtungen abgeschnitten.

yad gulantī bhavati / prajāpater eva (…) | see 1b / sa yo gulantinaṃ prāśnīyāt / prajāpateṣ ṭvā (…) | see 1d / (…) prāśnāti see 1e / prajāpataye cā vṛścate || Bhatt. prajāpataya ā

Wenn [die Speise] „gulantī“ [?] ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) Prajāpatis. / Wer „Gulantī“-Beschaffenes [?] essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman Prajāpatis esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für Prajāpati abgeschnitten.

yac chuṣko bhavaty / ūrdhvanabhasa eva priyaṃ dhāmopaiti | / sa yaḥ śuṣkaṃ prāśnīyād / ūrdhvanabhasas tvā priyeṇa dhāmnā prāśnāmīty enaṃ prāśnīyāt | / tataś cainam anyena dhāmnā prāśnāty / ūrdhvanabhase cā vṛścate || Bhatt. ūrdhvanabhasa ā

Wenn [die Speise] trocken (śuṣka) ist, / [so] geht [sie] ein zum lieben Wesen (dhāman) des „Oberhimmels“ (Ūrdhvanabhas). / Wer Trockenes essen will, der soll es [so] essen: / „Mit dem lieben Dhāman des „Oberhimmels“ (Ūrdhvanabhas) esse ich dich.“ / Wenn er es aber danach mit einem anderen Dhāman isst, / so wird für den Ūrdhvanabhas abgeschnitten.