Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.66 Rätselhymnus (Sieben, Rad, Kuh)

asya vāmasya palitasya hotus / tasya bhrātā madhyamo asty aśnaḥ | / tṛtīyo bhrātā ghṛtapṛṣṭho asya- / -atrāpaśyaṃ viśpatiṃ saptaputram ||

Von diesem lieben, greisen Hotṛ – / dessen Bruder, der mittlere, ist der Aśna [Verzehrer]; / der dritte Bruder, der schmalzrückige, sein: / hier sah ich den Herrn der Sippe mit sieben Söhnen.

sapta yuñjanti ratham ekacakram / eko aśvo vahati saptanāmā | / trinābhi cakram ajaram anarvaṃ / yasminn imā viśvā bhuvanāni tasthuḥ ||

Sieben schirren den einrädrigen Wagen an; / ein Ross zieht, siebennamig. / Das dreinabige Rad, unaltrig, ungehemmt, / auf dem alle diese Welten stehen.

imā ratham adhi ye sapta tasthuḥ / saptacakraṃ sapta vahanty aśvāḥ | / sapta svāsaro abhi saṃ navanta / yatra gavāṃ nihitā sapta nāmā ||

Diese sieben, die auf dem Wagen stehen: / siebenräderig ziehen ihn sieben Rosse. / Sieben Schwestern rufen gemeinsam hin, / wo der Kühe sieben Namen niedergelegt sind.

ko dadarśa prathamaṃ jāyamānam / asthanvantaṃ yad anasthā bibharti | / bhūmyā asur asṛg ātmā kva svit / ko vidvāṃsam upa gāt praṣṭum etat ||

Wer sah den Erstgeborenen, als er geboren wurde, / wenn der Knochenlose den Knochenhaften trägt? / Wo ist der Lebenshauch der Erde, das Blut, das Selbst? / Wer ging zu einem Wissenden, dies zu fragen?

pākaḥ pṛcchāmi manasāvijānan / devānām enā nihitā padāni | / vatse baṣkaye 'dhi sapta tantūn / vi tatnire kavaya otavā u ||

Ich, der Unreife, frage mit unwissendem Geist: / Dies sind der Götter niedergelegte Spuren. / Auf dem einjährigen Kalb haben die Seher / sieben Fäden ausgespannt, zum Weben.

acikitvāṃś cikituṣaś cid atra / kavīn pṛcchāmi vidmane na vidvān | / vi yas tastambha ṣaḍ imā rajāṃsy / ajasya rūpe kim api svid ekam ||

Unwissend frage ich hier die Wissenden, die Seher, um zu wissen, nicht als Wissender: / wer stützte diese sechs Räume auseinander / in der Gestalt des Ungeborenen – was ist das wohl, das Eine?

iha bravītu ya īm aṅga veda- / -asya vāmasya nihitaṃ padaṃ veḥ | / śīrṣṇaḥ kṣīraṃ duhrate gāvo asya / vavriṃ vasānā udakaṃ padāpuḥ ||

Hier soll es sagen, wer dies wirklich weiß: / dieses lieben [Geheimnisses] niedergelegte Spur des Vogels. / Aus dem Kopf melken seine Kühe die Milch, / in Hülle gekleidet haben sie mit dem Fuß Wasser erlangt.

mātā pitaram ṛta ā babhāja / dhīty agre manasā saṃ hi jagme | / sā bībhatsur garbharasā nividdhā / namasvanta id upavākam īyuḥ ||

Die Mutter teilte dem Vater im Ṛta zu; / im Gedanken kam sie zuerst mit dem Geist zusammen. / Sie, abgeschreckt, vom Keimsaft durchdrungen – / die Ehrfürchtigen gingen zum Anruf.

yuktā mātāsīd dhuri dakṣiṇāyā / atiṣṭhad garbho vṛjanīṣv antaḥ | / amīmed vatso anu gām apaśyad / viśvarūpyaṃ triṣu yojaneṣu ||

Angeschirrt war die Mutter an der Deichsel der Dakṣiṇā; / der Keim stand in den Bahnen. / Das Kalb brüllte, sah die Kuh, / die Allgestaltige, in drei Anspannungen.

tisro mātṝs trīn pitṝn bibhrad eka / ūrdhvas tasthau nem ava glāpayanti | / mantrayante divo amuṣya pṛṣṭhe / viśvavidaṃ vācam aviśvaminvām ||

Drei Mütter, drei Väter tragend stand der Eine aufrecht; / sie ermatten ihn nicht [?]. / Sie beraten auf dem Rücken jenes Himmels / die allwissende, doch nicht alles bewegende Rede.