Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.98 Der Bock als Gabe an den Brahmanen

jyotiṣmantaṃ sukṛtāṃ lokam īpsan / pañcaudanaṃ brahmaṇe 'jaṃ dadāti | / sa vyāpnuhy abhi lokaṃ jayāsmai / śivo 'smabhyaṃ pratigṛhīta edhi ||

Die lichtvolle Welt der Rechtgetanen begehrend, / gibt er dem Brahmanen den Pañcaudana-Bock. / Durchdringe [ihn], gewinne für ihn die Welt; / freundlich, angenommen, sei uns.

ajas trināke tridive tripṛṣṭhe / sukṛtāṃ loke dadivāṃsaṃ dadhāti | Bhatt. yadivāsaṃ / pañcaudano brahmaṇe dīyamānaḥ / sa dātāraṃ tṛptyā tarpayāsi ||

Der Bock setzt im dreifachen Firmament, dreifachen Himmel, dreifachen Rücken, / in der Welt der Rechtgetanen den Gebenden nieder. / Du, der dem Brahmanen gegebene Pañcaudana, / mögest den Geber mit Sättigung sättigen.

ajo hy agner ajaniṣṭa śokād / vipro viprasya sahaso vayodhāḥ | / hutam iṣṭam abhipūrtaṃ vaṣaṭkṛtaṃ / tad devā ṛtuśaḥ kalpayantu ||

Der Bock ist ja aus Agnis Glut geboren, / ein Weiser, des Weisen [Sohn], aus Kraft, Lebenskraft spendend. / Das Geopferte, Gespendete, das Verdienst, das mit „vaṣaṭ“ Dargebrachte – / das sollen die Götter jahreszeitengerecht zurichten.

amotaṃ vāso dadhyād / dhiraṇyam api dakṣiṇām | / tathā lokān samāpnuyād / ye divyā ye ca pārthivāḥ ||

Ein Gewand [amota – ?] soll er geben, / auch Gold als Opferlohn. / So möge er die Welten erlangen, / die himmlischen und die irdischen.

etās tvāja dhārā upa yantu viśvataḥ Bhatt. tvāda, but with proposal of emend. / somyā devīr ghṛtapṛṣṭhā madhuścutaḥ | / stabhāna pṛthivīṃ divaṃ sacasva / nāke tiṣṭhāsy adhi saptaraśmau ||

Diese Ströme sollen zu dir kommen, Bock, von überallher, / die somischen, göttlichen, ghee-rückigen, honigträufelnden. / Stütze Erde und Himmel, halte dich an [sie]; / im Firmament stehst du, oben im Siebenstrahligen.

pṛṣṭhāt pṛthivyā iti catasraḥ || PS 3.38.8-11 are repeated

[Verweisvers:] „Vom Rücken der Erde“ – die vier [Verse]. (PS 3.38.8–11 werden wiederholt.)

(…) || PS 3.38.9 is repeated

[Wiederholung von PS 3.38.9.]

(…) || PS 3.38.10 is repeated

[Wiederholung von PS 3.38.10.]

(…) || PS 3.38.11 is repeated

[Wiederholung von PS 3.38.11.]

pañcaudanaṃ pañcabhir aṅgulībhir / darvyod dhara pañcadhaudanam etam | / prācīṃ diśaṃ dakṣiṇāṃ pratīcīm / udīcīṃ dhruvām ūrdhvāṃ diśam ā kramasva ||

Den Pañcaudana mit fünf Fingern / hebe mit dem Löffel fünffach heraus, diesen Odana. / Schreite aus in die östliche Richtung, die südliche, die westliche, / die nördliche, die feste und die obere Richtung.