Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.91 Brahmaudana: Himmelsweg und Opferherd

sahasrapṛṣṭhaḥ śatadhāro akṣito / brahmaudano devayānaḥ svargaḥ | / amūṃs ta ā dadhāmi prajayā reṣaya- / -enaṃ balihārāya mṛḍatāṃ mahyam eva || Bhatt. resahainaṃ … kṛṇutāṃ

Tausendrückig, hundertströmig, unvergänglich, / der Brahmaudana, Götterweg, Himmel: / diese [Erde] dir lege ich hin mit Nachkommenschaft [?]; ... / sei gnädig, mir allein, dem Abgabe-Darbringer.

ud ehi vediṃ prajayā vardhayainaṃ / nudasva rakṣaḥ prataraṃ dhehy enam | / śriyā samānān ati sarvānt syāma- Bhatt. sarvāṃ / -adhaspadaṃ dviṣataḥ pādayema ||

Steh auf zum Altar, lass ihn mit Nachkommen wachsen, / stoße die Rakṣas fort, setze ihn weiter hin. / An Glanz übertreffen wir alle Gleichen; / wir wollen die Feinde nach unten fallen lassen.

ṛtena taṣṭā manasā hiteyaṃ Bhatt. tiṣṭhā / brahmaudanasya nihitā vedir agre | / aṃśadhrīṃ śuddhām upa dhehi nāri Bhatt. aśadhrīṃ, misprint? / tatraudanaṃ sādaya daivānām ||

Durch Ṛta gezimmert, im Sinn gelegt ist diese, / des Brahmaudana Altar, zuerst niedergelegt. / Bring den reinen Anteilhalter [aṃśadhrī] her, o Frau, / dort setze den Reis der Göttlichen nieder.

aditer hastāṃ srucam etāṃ dvitīyāṃ / saptarṣayo bhūtakṛto yām akṛṇvan | / sā gātrāṇi viduṣy odanasya / darvir vedyām adhy enaṃ cinotu || Bhatt. enañ

Aditis Hand, diese zweite Opferkelle, / die die sieben Ṛṣis, die Wesen-Schöpfer, machten – / sie, die Glieder des Reisgerichts kennend, / soll die Kelle auf dem Altar ihn aufschichten.

śṛtaṃ tvā havir upa sīdantu daivā / nisṛpyāgne punar enaṃ pra sīda Bhatt. sarpya / somena pūto jaṭhare sīda brahmaṇām / ārṣeyās te mā riṣan prāśitāraḥ ||

Gekocht [sollen] dich, die Opfergabe, die Götter umsitzen; / Agni, kriech hinein, setz dich wieder auf ihn. / Von Soma gereinigt, setz dich in den Leib der Brahmanen; / deine Ṛṣi-Abkömmlinge, die Essenden, sollen nicht Schaden nehmen.

soma rājan saṃjñānam ā vapaibhyaḥ / subrāhmaṇā yatame tvopasīdān | / ṛṣīn ārṣeyāṃs tapaso 'dhi jātān Bhatt. jātāṃ / brahmaudane suhavā johavīmi ||

Soma, König, verleihe Eintracht / diesen guten Brahmanen, die sich dir nähern. / Die Ṛṣis, Ṛṣi-Abkömmlinge, aus Askese Geborenen / rufe ich beim Brahmaudana, gut anrufbar.

imā āpo madhumatīr ghṛtaścyuto / brahmaṇāṃ hasteṣu pra pṛthak sādayāmi | / yatkāma idam abhiṣiñcāmi vo 'ham / indro marutvāṃs tad adād idaṃ me ||

Diese honigreichen, schmalztriefenden Wasser / setze ich in die Hände der Brahmanen einzeln. / Wünschend, was ich euch hiermit übergieße, / soll Indra mit den Maruts das mir geben.

idaṃ me jyotir amṛtaṃ hiraṇyaṃ / pakvaṃ kṣetrāt kāmadughā ma eṣā | / idaṃ dhanaṃ ni dadhe brāhmaṇeṣu / kṛṇve panthāṃ pitṛṣu yaḥ svargaḥ ||

Dies ist mein Licht, Unsterblichkeit, Gold, / vom Feld gereift; diese ist mir die Wunschmelkende. / Diesen Reichtum lege ich bei den Brahmanen nieder; / ich bahne den Weg zu den Vätern, der zum Himmel [führt].

agnau tuṣām̐ ā vapa jātavedasi / paraḥ kambūkān upa mṛḍhy etān | Bhatt. apa … etāṃ / etaṃ śuśruma gṛharājasya bhāgam / atho vidma nirṛter bhāgadheyam ||

Ins Feuer, ins Jātavedas-Feuer wirf die Spelzen; / abseits [wisch] die Kambūkas [?] weg, diese. / Diesen Anteil haben wir vernommen, den des Hausherrn [?], / und wir kennen den Anteil der Nirṛti.

śrāmyataḥ pacata edhi sunvataḥ / svargaṃ lokam adhi rohayainam | / yena rohāt param āpadya yad vayaḥ ||

Dem Müden [Mühenden], dem Kochenden, dem Pressenden sei [gnädig]; / lass ihn in die Himmelswelt aufsteigen, / mit dem er, aufgestiegen, das Höchste erreiche, / was [ihm zusteht als] Lebenskraft.