Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.68 Rätselhymnus: Metren und die Kuh

yad gāyatre adhi gāyatram āhitaṃ / traiṣṭubhād vā traiṣṭubhaṃ niratakṣata | / yad vā jagaj jagaty āhitaṃ padaṃ / ya it tad vidus te amṛtatvam ānaśuḥ ||

Wenn Gāyatra auf Gāyatra gelegt ist, / oder das Traiṣṭubha aus dem Traiṣṭubha herausgehauen wurde, / oder was im Jagatī der Jagat-Vers als Pāda gelegt ist – / die, die dies wissen, haben Unsterblichkeit erreicht.

gāyatreṇa prati mimīte arkam / arkeṇa sāma traiṣṭubhena vākam | / vākena vākaṃ dvipadā catuṣpadā- / -akṣareṇa mimate sapta vāṇīḥ ||

Mit dem Gāyatra misst man die Strophe (arka), / mit der Strophe das Sāman, mit dem Traiṣṭubha den Zuruf; / mit dem Zuruf den Zuruf, mit Zweifüßigem, Vierfüßigem, / mit der Silbe messen sie die sieben Rhythmen.

jagatā sindhuṃ divy askabhāyad / rathantare sūryaṃ pary apaśyat | / gāyatrasya samidhas tisra āhus / tato mahnā pra ririce mahitvā ||

Mit dem Jagat stützte er den Strom im Himmel, / im Rathantara sah er die Sonne ringsum. / Des Gāyatra drei Feuerholzscheite nennen sie; / darüber hinaus übertraf er an Größe.

upa hvaye sudughāṃ dhenum etāṃ / suhasto godhug uta dohad enām | / śreṣṭhaṃ savaṃ savitā sāviṣan / no 'bhīddho gharmas tad u ṣu pra vocam ||

Ich rufe diese gute Milchkuh; / ein geschickthändiger Melker soll sie melken. / Bestes Pressen soll Savitṛ uns antreiben; / das entzündete Gharma – das will ich wohl verkünden.

hiṃkṛṇvatī vasupatnī vasūnāṃ / vatsam icchantī manasābhy āgāt | / duhām aśvibhyāṃ payo aghnyeyaṃ / sā vardhatāṃ mahate saubhagāya ||

Muhend, Herrin der Güter, Gattin der Vasus, / das Kalb suchend, kam sie im Geist herbei. / Die Nichttötbare hier soll den Aśvins Milch melken; / sie soll zu großem Glück wachsen.

gaur amīmed abhi vatsaṃ miṣantaṃ / mūrdhānaṃ hiṅṅ akṛṇon mātavā u | / sṛkvāṇaṃ gharmam abhi vāvaśānā / mimāti māyuṃ payate payobhiḥ ||

Die Kuh brüllte zum blinzelnden Kalb hin, / machte „hiṅ“ am Kopf, um zu muhen. / Nach dem zischenden Gharma verlangend, / brüllt sie und spendet mit Milchströmen.

ayaṃ sa śiṅkte yena gaur abhīvṛtā / mimāti māyuṃ dhvasanāv adhi śritā | / sā cittibhir ni cakāra martyaṃ / vidyud bhavantī prati vavrim auhata ||

Dies ist der, nach dem sie schnaubt, von dem umgeben die Kuh brüllt, / an den Nüstern angelehnt [?]. / Sie machte mit Einsichten den Sterblichen … / als Blitz werdend rief sie der Hülle gegenüber.

vidyud dadrāṇāṃ salilasya pṛṣṭhe / yuvānaṃ santaṃ palito jagāra | / devasya paśya kāvyaṃ mahitvādyā / mamāra sa hyaḥ sam āna ||

Der Blitz, auf dem Rücken des Wassers schimmernd – / den Jugendlichen verschlang der Greis. / Sieh des Gottes Dichtung in ihrer Größe: / heute starb er, der gestern atmete.

anac chaye turagātu jīvam Bhatt. anacchraye / ejad dhruvaṃ madhya ā pastyānām | / jīvo mṛtasya carati svadhābhir / amartyo martyenā sayoniḥ ||

Der Nichtruhende, Rasche, Lebendige, / bebend, doch fest inmitten der Wohnstätten: / das Leben des Toten wandelt mit Eigenkräften, / unsterblich, dem Sterblichen von gleichem Schoß.

apaśyaṃ gopām anipadyamānam / ā ca parā ca pathibhiś carantam | / sa sadhrīcīḥ sa viṣūcīr vasāna / ā varīvarti bhuvaneṣv antaḥ ||

Ich sah den Hirten, der sich nicht niederlässt, / auf Wegen hin und her wandelnd. / Er, die zusammen- und auseinanderlaufenden [Räume] tragend, / rollt hin und her in den Welten.