Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.138 Glieder der Śataudanā, Wasserspende an Brahmanen

yau ta ūrū aṣṭhīvantau Bhatt. ūru / ye śroṇī yā ca te bhasat | / (…) || see 16.137.3cd

Was deine beiden Schenkel mit den Kniescheiben (aṣṭhīvantau), was die Hüften, was dein Gesäß [ist]: / Sie sollen dem Geber Quarkmilch melken, Milch, Schmelzbutter und Honig.

yat te pucchaṃ ye te bālā Bhatt. ye bālā / yad ūdho ye ca te stanāḥ | / (…) || see 16.137.3cd

Was dein Schwanz, was die Schwanzhaare, was das Euter und was deine Zitzen [sind]: / Sie sollen dem Geber Quarkmilch melken, Milch, Schmelzbutter und Honig.

yās te jaṅghā yāḥ kuṣṭhikā / ṛtsarā ye ca te śaphāḥ | Bhatt. hritsarā / (…) || see 16.137.3cd

Was deine Unterschenkel, was die Fesselteile (kuṣṭhikā), die ṛtsarā [Fußteile, unsicher], was deine Hufe [sind]: / Sie sollen dem Geber Quarkmilch melken, Milch, Schmelzbutter und Honig.

yat te carma śataudane / yāni lomāny aghnye | / āmikṣāṃ duhratāṃ dātre / kṣīraṃ sarpir atho madhu ||

Was dein Fell, Śataudanā, was die Haare, Aghnyā [sind]: / sie sollen dem Geber Quarkmilch melken, Milch, Schmelzbutter und Honig.

ayaṃ te stana āmikṣām / ayaṃ sarpir ayaṃ madhu | / ayaṃ te sarvān kāmān / duhāṃ devi śataudane ||

Dies ist dein Euter: Quarkmilch; dies Schmelzbutter, dies Honig. / Dies soll dir alle Wünsche melken, Göttin Śataudanā.

kroḍau te stāṃ puroḍāśāv / ājyenābhighāritau | / tau pakṣau devi kṛtvā / sā dātāraṃ divaṃ vaha ||

Deine beiden Brustflanken (kroḍa) seien die Puroḍāśa-Kuchen, mit Schmalz übergossen; / diese beiden zu Flügeln machend, trage du, Göttin, den Geber zum Himmel.

ulūkhale musale ye ca carmaṇi / ye vā śūrpe taṇḍulāḥ kaṇāḥ | / yad vā vāto mātariśvā mamātha- / -agniṣ ṭad dhotā suhutaṃ kṛṇotu ||

Was im Mörser, im Stößel und was im Fell (?Getreide-Unterlage) oder auf dem Worfelkorb an Reiskörnern und Bruchkörnern [liegt], / oder was der Wind, Mātariśvan, verwirbelt hat: das soll Agni, der Hotṛ, wohlgeopfert machen.

apo devīr madhumatīr ghṛtaścuto / brahmaṇāṃ hasteṣu prapṛthak sādayāmi | / yatkāma idam abhiṣiñcāmi vo 'haṃ / tan no astu / vayaṃ syāma patayo rayīṇām ||

Die Wasser, die göttlichen, honigreichen, schmalztriefenden, / setze ich in die Hände der Brahmanen einzeln nieder. / Mit welchem Wunsch ich euch hier besprenge: das soll uns [zuteilwerden]; / wir wollen Herren der Reichtümer sein.