Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.103 Der eine Gott, Gestalt aller Wesen

śataṃ sahasram ayutaṃ nyarbudam / asaṃkhyeyaṃ svam asmin niviṣṭam | / tad asya ghnanty abhipaśyata eva / tasmād devo rocate sa etat ||

Hundert, tausend, zehntausend, Nyarbuda, / unzählbar: das Eigene ist in diesen hineingesetzt. / Dies schlagen sie ihm, während er [nur] zusieht [?]; / darum leuchtet dieser Gott.

ārāgramātraṃ dadṛśa / utaikaṃ naiva dṛśyate | / tataḥ pariṣvajīyasī / devatā sā mama priyā ||

Nur von der Größe einer Ahlenspitze sah man [ihn], / und das eine sieht man gar nicht. / Umfassender [umarmender] als das – / diese Gottheit ist mir lieb.

iyaṃ kalyāṇy ajarā / martyasyāmṛtā gṛhe | / yasmai kṛtā śaye sa / yaś cakāra tadāra saḥ ||

Diese Glückbringende, Unalternde, Unsterbliche im Haus des Sterblichen – / für wen sie gemacht ist, der liegt [?]; / wer sie gemacht hat, der [?] …

tvaṃ strī tvaṃ pumān asi / tvaṃ kumāry uta vā kumāraḥ | / tvaṃ jīrṇo daṇḍena vañcasi Bhatt. bhajjāsi / tvaṃ jāto bhavasi viśvatomukhaḥ ||

Du bist Frau, du Mann, / du Mädchen oder Knabe; / du als Greis schwankst am Stock, / du, geboren, wirst allseitig gewandt.

utaiṣa jyeṣṭha uta vā kaniṣṭha / utaiṣa bhrātota vā pitaiṣaḥ | / eko devo manasi praviṣṭaḥ / prathamo jātaḥ sa u garbhe antaḥ ||

Ist dieser der Ältere, oder der Jüngere, / ist dieser der Bruder oder der Vater? / Der eine Gott ist in den Geist eingetreten; / der Erstgeborene, er auch im Mutterleib drinnen.

anejaty ejati sarvam asmin / viśvā bhūtāni paryābhṛtasya | / sa pumān puṃso janayann ṛtena / sarvān antān gacchatu tiṣṭhann eva ||

In diesem regt sich, was sich nicht regt, alles; / alle Wesen [sind] im Umschlossenen. / Er, der Mann, der Männer gemäß der Ordnung erzeugt, / gehe zu allen Enden, doch stehend [?].

madhye divo nihitaḥ pṛśniraśmā / vi cakramāṇau rajasasphātyantau | / sa viśvābhir abhi caṣṭe śacībhir / antarā pūrvam aparaṃ ca ketum ||

In der Mitte des Himmels ist der Gescheckt-Strahlige niedergelegt; / zwei auseinandergehende, die des Luftraums Fülle und Ende bilden [?]. / Er überschaut mit allen Kräften / in der Mitte das frühere und das spätere Zeichen.

ye arvāg uta vā purāṇe / vedaṃ vidvāṃsam abhito vadanti | / ādityam eva te pari vadanti sarve / agniṃ dvitīyaṃ trivṛtaṃ ca haṃsam ||

Die, die diesseits oder im Alten / einen des Veda Kundigen ringsum ansprechen – / die alle nennen nur Āditya, / Agni als zweiten und den dreifachen Haṃsa.

ekām ṛcaṃ sam indhate / dvādaśabhir agnibhiḥ | / tasyām āpas tasyāṃ gāvas / tasyām oṣadhayaḥ śritāḥ ||

Eine einzige Ṛc entzünden sie / mit zwölf Feuern. / In ihr sind die Wasser, in ihr die Kühe, / in ihr die Pflanzen gegründet.

sapta suparṇā upa dhamanta bāṇam / anuṣṭubhā saṃbhṛtaṃ vāyum etam | / tam ātataṃ vitataṃ tantum ātataṃ / manaḥ punātu salilasya pṛṣṭhe ||

Sieben Adler blasen den Pfeil [den Ton] an, / diesen mit der Anuṣṭubh zusammengefügten Vāyu; / ihn, den ausgedehnten, ausgespannten, den ausgedehnten Faden – / der Geist soll [ihn] reinigen auf dem Rücken der Flut [?].

sapta ṛṣayaḥ pratihitāḥ śarīre / sapta rakṣanti sadam apramādam | / saptāpaḥ svapato lokam īyus / tatra jāgṛto asvapnajau satrasadau ca devau ||

Sieben Ṛṣis sind in den Körper gesetzt, / sieben bewachen stets ohne Nachlässigkeit; / sieben Wasser gingen im Schlaf zur Welt: / dort sind die Wachen, die Nicht-Schlaf-Geborenen, und die beiden Götter, die im Satra sitzen.