Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 16

Hymne 16.9 Indra und Soma gegen Rakṣas und Verleumder

indrāsomā tapataṃ rakṣa ubjataṃ / ny arpayataṃ vṛṣaṇā tamovṛdhaḥ | / parā śṛṇīhi tam acito ny oṣataṃ / hataṃ nudethāṃ ni śiśītam atriṇaḥ || Bhatt. atriṇaḥ+

Indra und Soma, brennt, zwingt die Rakṣas nieder; / stoßt sie hinab, ihr Bullen, die durch Finsternis Wachsenden; / zerschlagt den Unverständigen, verbrennt [ihn]; / schlagt, stoßt, wetzt gegen die Fresser.

indrāsomā sam aghaśaṃsam abhy aghaṃ / tapur yayastu carur agnivām̐ iva | / brahmadviṣe kravyāde ghoracakṣase / dveṣo dhattam anavāyaṃ kimīdine ||

Indra und Soma, gegen den Unheilverkünder [wendet] das Unheil; / die Glut soll [ihn] erreichen wie den Kessel mit Feuer [?]; / dem Brahmanen-Hasser, dem Fleischfresser mit schrecklichem Blick / legt Hass auf, unabwendbaren, dem Kimīdin.

indrāsomā duṣkṛto vavre antar / anārambhaṇe tamasi pra vidhyatam | / yathaiṣāṃ nātaḥ punar ekaś canodayat / tad vām astu sahase manyumac chavaḥ ||

Indra und Soma, den Übeltäter stoßt in die Höhle / hinein, in die halt-lose Finsternis; / so dass von diesen nicht einer mehr von dort wieder aufsteigt; / das sei eure zornerfüllte Kraft zum Überwältigen.

indrāsomā vartayataṃ divas pary / agnitaptebhir yuvam aśmahanmabhiḥ | / tapurvadhebhir ajarebhir atriṇo / ni parśāne vidhyataṃ yantu nisvaram ||

Indra und Soma, wälzt vom Himmel her / mit euren feuer-erhitzten, steinschlagenden [Waffen], / mit den glühend-tötenden, unalternden [Waffen] die Fresser; / stoßt [sie] in die Schlucht; sie sollen lautlos dahingehen.

indrāsomā pra harataṃ divo vadhaṃ / saṃ pṛthivyā aghaśaṃsāya tarhaṇam | / ut takṣataṃ svaryaṃ parvatebhyo / yena rakṣo vavṛdhānaṃ nijūrvathaḥ ||

Indra und Soma, schleudert vom Himmel die Waffe / und von der Erde dem Unheilwünschenden den Untergang; / zimmert aus den Bergen das Schallende (svarya) heraus [?], / womit ihr den wachsenden Rakṣas niederwerft.

indrāsomā pari vāṃ bhūtu viśvata / iyaṃ matiḥ kakṣyāśveva vājinā | / yāṃ vāṃ hotrāṃ pari hiṇomi medhayā- / -imā brahmāṇi nṛpatīva jinvatam ||

Indra und Soma, ringsum von euch soll allseits / dieses Lied sein wie der Gurt beim Streitross; / die Anrufung, die ich für euch mit Einsicht umherschicke, / diese Sprüche erquickt wie zwei Männerherrscher.

prati smarethāṃ tujayadbhir evair / hataṃ druho rakṣaso bhaṅgurāvataḥ | / indrāsomā duṣkṛte mā sugaṃ bhūd / yo mā kadā cid abhidāsati druhuḥ ||

Gedenkt [dessen] mit eilenden Gängen; / schlagt die Trugwesen, die Rakṣas, die Zerstörerischen; / Indra und Soma, dem Übeltäter soll es nicht leicht gangbar sein, / dem Trugwesen, das mich je zu vernichten sucht.

yo mā pākena manasā carantam / abhicaṣṭe anṛtebhir vacobhiḥ | / āpa iva kāśinā saṃgṛbhītā / asann astv asata indra vaktā || Bhatt. astāsata

Wer mich, der ich mit arglosem [?] Sinn wandle, / mit lügnerischen Worten bezichtigt: / wie Wasser, mit der Faust gefasst, / soll er ein Nichts sein, der Redner des Nichtseienden, Indra.

ye pākaśaṃsaṃ viharanta evair / ye vā bhadraṃ dūṣayanti svadhābhiḥ | / ahaye vā tān pradadātu soma / ā vā dadhātu nirṛter upasthe ||

Die, die den Arglosen-Preisenden auf ihren Wegen zerren, / oder die das Gute durch ihre Eigenwilligkeiten verderben: / der Schlange soll Soma sie übergeben, / oder in Nirṛtis Schoß legen.

yo no rasaṃ dipsati pitvo agne / yo aśvānāṃ yo gavāṃ yas tanūnām | / ripu stena steyakṛd dabhram etu Bhatt. abhram / ni ṣa hīyatāṃ tanvā tanā ca ||

Wer uns den Saft der Nahrung zu schädigen trachtet, Agni, / wer den der Rosse, der Kühe, der Leiber: / der Feind, Dieb, Diebstahlstäter soll als Geringer [?] davongehen; / er soll verlustig gehen an Leib und Nachkommen.