Paṭala 107: Aṣṭama-praśna: Sāman-Identifikation und Wagen-/Aśvin-Verse (Khaṇḍa 88-90)
8. Praśna: Die Identifikation mit den Sāman-Melodien und Wagen-/Aśvin-Segensverse
8.1.89.1 identifiziert den Verehrer mit den drei klassischen Sāman-Melodien (Rathantara, Vāmadevya, Bṛhat). 8.1.90.7 enthält eine bekannte Bhūta-Bali-Formel (Speiseopfer für umherziehende Geisterwesen). 8.1.90.15 zitiert RV 1.189.1.
Dreimal der Gott… – Bei jedem Joch — uns seien die Göttinnen heilvoll. – Alle durch das Opfer geschützten Götter — daher möge er das Opfer zum Wohlergehen schützen.
aṅkau nyaṅkāv abhito rathaṃ yau dhvāntaṃ vātāgram anu sañcarantau | dūre hetir indriyāvān patatrī te no 'gnayaḥ paprayaḥ pārayantu
Die beiden Räder, die den Wagen ringsum begleiten, die der Dunkelheit, dem Windvorlauf nach wandeln — fern sei das indra-mächtige, geflügelte Geschoss; die feurigen [Rosse] mögen uns hinübertragen.
[Anm.: Vers unsicher [?], Anklang an einen Wagen-/Aśvin-Hymnus.]
Dieser euer Wagen, o Aśvins, möge weder im Leid noch im Glück Schaden nehmen; unversehrt, heilvoll möge er gelangen, die feindlichen Heerscharen überwindend.
Ich rufe den Verehrerliebenden herbei. – Von da an, o Götter, die aufgehende Āditya-[Sonne] — dich, des Gottes — Viṣṇu möge dich beschützen. – Den König Soma — die Maruts, das höchste Selbst.
Die Wesen, die bei Tag und Nacht umherziehen, Opfergaben begehrend, des Zerstörers Diener — ihnen bringe ich, gedeihenbegehrend, Opfergabe dar; mir möge der Herr des Gedeihens Gedeihen verleihen.
[Anm.: bekannte Bhūta-Bali-Formel — Speiseopfer für umherziehende Wesen/Geister.]
Hier möge der Herr des Gedeihens Gedeihen verleihen, hier möge er die Nachkommenschaft erfreuen. – Dem Herrn der Geschöpfe, dem Herrn des Gedeihens, dem Herrn des Feuers, dem Herrn des Reichtums, dem Begehren, der Speise.