dyubhir aktubhiḥ pari pātam asmān ariṣṭebhir aśvinā saubhagebhiḥ / tan no mitro varuṇo māmahantām aditis sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ
Bei Tag und bei Nacht beschützt uns, ihr Aśvins, mit unversehrten, glückverheißenden Kräften; das mögen uns Mitra und Varuṇa gewähren, Aditi, der Strom, die Erde und der Himmel.
Mit welcher Gunst möge uns der Wunderbare, der beständig Mehrende, der Freund, hilfreich zur Seite sein - mit welcher mächtigsten Gunst, eingehüllt in sie?
Die schönbeflügelten Vögel, die Priyamedha-Ṛṣis, setzten sich zu Indra, flehend; enthülle die Finsternis, fülle unser Auge mit Licht, befreie uns, wie Wesen, die durch eine Falle gebunden sind.
[Anm.: Entspricht dem Priyamedha-Hymnus-Umfeld (RV 8.1 u.ä.) mit dem bekannten Motiv der 'schönbeflügelten Vögel' (Priyamedha-Ṛṣis), die um Licht und Befreiung flehen.]
tasmā araṃ gamāma vo yasya kṣayāya jinvatha / āpo janayathā ca naḥ
Zu jenem Ziel mögen wir passend gelangen, zu dessen Wohnstätte ihr uns antreibt; und ihr Wasser, erzeugt uns neu.
[Anm.: Die Verse 8.1.205 entsprechen dem berühmten Āpaḥ-Sūkta RV 10.9 (bzw. der Parallelfassung in Taittirīya-Saṃhitā/Vājasaneyi-Saṃhitā), einem der wichtigsten Wasser-Segenshymnen des Veda, bis heute in zahllosen Reinigungsritualen rezitiert.]