Paṭala 44: Pañcama-praśna, Dvitīyānuvāka (Schluss): Sugrīva der Affenkönig, Pūtanā und der Abschluss des gesamten fünften Praśna
5. Praśna, 2. Anuvāka (Schluss): Sugrīva der Affenkönig, Pūtanā und der Abschluss des gesamten fünften Praśna
Der letzte Abschnitt des Āvaraṇa-Homa enthält mit Sugrīva (5.2.90.9) den Affenkönig aus dem Rāmāyaṇa-Erzählkreis und mit Pūtanā (5.2.92.15) die kindstötende Dämonin aus der Kṛṣṇa-Legende, unmittelbar gefolgt von einer "Sünden-Rākṣasī" – ein Hinweis darauf, dass gegen Ende dieser Litanei auch feindliche/dämonische Mächte rituell einbezogen (nicht notwendig verehrt, sondern eher besänftigt/gebannt) werden. Mit "hariḥ oṃ tat sat" schließt danach der gesamte 5. Praśna.
Svāhā für: die Wohlreine; die Liebliche; die Geliebte [Kāntā]; die Schöngliedrige; die Makellose; die Mondglänzende; die Schlankgliedrige; die Weißgestaltige; die Fest-Gelobte; den Schönen.
Svāhā für: den Götter-Lieben; den Wohlfreudigen; den Sanften; Brahmā; Aryaman; den Stab-Träger [Yama]; den Fessel-Träger [Varuṇa]; den Reichtum-Gebenden; Savitṛ; den Sāvitra-Zugehörigen.
Svāhā für: Indra; den Indra-Geborenen; Rudra; den Rudra-Geborenen; die Wasser; das Wasser-Kind [?]; Īśāna; Parjanya; den Siegreichen [Jayanta]; den großen Indra [Mahendra].
[Anm.: Quellenfußnoten verweisen auf eine fast wortgleiche Formulierung ganz am Anfang des Anrufungskorpus (5.1.21.1: rudrā-jam, māhendram) — ein möglicher ringkompositorischer Bezug zwischen Anfang und Ende der großen Litanei.]
Svāhā für: das Schlangenwesen; das Wesen [Bhūta]; den Yakṣa; Āditya; den Wahrhaften [Satyaka]; den Heftig-Endenden [?]; den Luftraum; Durgā; die Pferdemäulige [?]; die Amme [Dhātrī].
Svāhā für: den Hummel-König [?]; den [?, Suruṇḍa]; den Ṛṣi; Śiva; den Lebenshauch; den Seher [Kavi]; Nirṛti; den Türhüter [Dauvārika]; Sugrīva; den Blütenzahnigen [Puṣpadanta].
[Anm.: Sugrīva, der Affenkönig aus dem Rāmāyaṇa-Erzählkreis, erscheint hier namentlich.]
Svāhā für: Śakra; den Vielgerufenen; das Wissen [Vidyā]; den Herrn der Flüsse [Ozean]; den Asura; den Austrocknenden; die Leidenschaft [Rāga]; den Ruhm; die Glückliche [Bhadrā]; den Veda-Träger.
Svāhā für: den Asketen; den Schnellen; das Schlangenwesen; den Vorzüglichen; den [?, Bhallāṭa]; den [?, Sandhuṣa]; den [?, Viṃdya]; den Unermesslichen; Soma; den Türriegel [Argala]; Aditi; den Weisen-Gott [?]; die Wandernde [Carakī]; die Götter-Feindin [?]; Pūtanā; die Sünden-Rākṣasī; den aus den fünf Elementen Bestehenden. — "Hari, Oṃ, das ist wahr."
[Anm.: Pūtanā, die kindstötende Dämonin aus der Kṛṣṇa-Legende, erscheint hier namentlich unter den letzten, teils feindlichen/dämonischen Wesen dieser sehr langen Litanei. Mit dem abschließenden Segensformel "hariḥ oṃ tat sat" endet hier der gesamte 5. Praśna des Werks (Anuvāka 1: 5.1.1-192; Anuvāka 2: 5.2.1-92).]