Paṭala 130: Litanei der Lebensvollzüge (svāhā-Reihe)
Die svāhā-Litanei sämtlicher Körperzustände und Lebensvollzüge
Khaṇḍa 165-172 (Sutra 8.1.165.1-8.1.172.14) samt Merkvers 8.0.25. Eine geschlossene, hochformelhafte svāhā-Litanei nach dem Muster Futur-/Präsens-/Perfektpartizip, die alle Lebensäußerungen eines Wesens erfasst.
Svāhā dem Laut 'īṅ'! Svāhā dem, der 'īṅ' gemacht hat! Svāhā dem Brüllenden! Svāhā dem Herabbrüllenden! Svāhā dem Schnaubenden! Svāhā dem heftig Schnaubenden! Svāhā dem Geruch! Svāhā dem Gerochenen! Svāhā dem Einatem! Svāhā dem Zwischenatem!
Svāhā dem Ausatem! Svāhā dem sich Bindenden! Svāhā dem Gebundenen! Svāhā dem sich Losbindenden! Svāhā dem Losgebundenen! Svāhā dem, der fliehen wird! Svāhā dem Geflohenen! Svāhā dem, der innehalten wird! Svāhā dem Innegehaltenen! Svāhā dem, der sich niederlegen wird!
Svāhā dem sich Niederlegenden! Svāhā dem Niedergelegten! Svāhā dem, der sich setzen wird! Svāhā dem sich Setzenden! Svāhā dem Gesessenen! Svāhā dem, der sitzen wird! Svāhā dem Sitzenden! Svāhā dem fertig Sitzenden! Svāhā dem, der sich hinlegen wird! Svāhā dem sich Hinlegenden!
Svāhā dem Hingelegten! Svāhā dem, der schlafen wird! Svāhā dem Schlafenden! Svāhā dem Eingeschlafenen! Svāhā dem, der die Augen schließen wird! Svāhā dem die Augen Schließenden! Svāhā dem die Augen Geschlossenen! Svāhā dem, der einschlafen wird! Svāhā dem Schlafenden! Svāhā dem Eingeschlafenen!
Svāhā dem, der erwachen wird! Svāhā dem Erwachenden! Svāhā dem Erwachten! Svāhā dem, der wach sein wird! Svāhā dem Wachenden! Svāhā dem, der wach gewesen ist! Svāhā dem Hörenwollenden! Svāhā dem Hörenden! Svāhā dem Gehörten! Svāhā dem, der blicken wird!
Svāhā dem Blickenden! Svāhā dem Erblickten! Svāhā dem, der lachen wird! Svāhā dem Lachenden! Svāhā dem Auflachenden! Svāhā dem, der sich wenden wird! Svāhā dem sich Wendenden! Svāhā dem Gewendeten! Svāhā dem, der aufstehen wird! Svāhā dem Aufstehenden!
Svāhā dem Aufgestandenen! Svāhā dem, der sich schütteln wird! Svāhā dem sich Schüttelnden! Svāhā dem Geschüttelten! Svāhā dem, der emporschreiten wird! Svāhā dem Emporschreitenden! Svāhā dem Emporgeschrittenen! Svāhā dem, der umherwandeln wird! Svāhā dem Umherwandelnden! Svāhā dem Umhergewandelten!
Svāhā dem, der sich kratzen wird! Svāhā dem sich Kratzenden! Svāhā dem sich Gekratzt-Habenden! Svāhā dem, der sich reiben wird! Svāhā dem sich Reibenden! Svāhā dem sich Gerieben-Habenden! Svāhā dem, was er isst! Svāhā dem, was er trinkt! Svāhā dem, was er ausscheidet! Svāhā dem, was er als Kot ausscheidet! Svāhā dem Samen! Svāhā den Nachkommen! Svāhā der Zeugung! Svāhā dem Ganzen!
[Anm.: Die Verse 8.1.165-172 bilden eine geschlossene svāhā-Litanei, die sämtliche Lebensäußerungen eines Wesens (vermutlich des Opfertieres bzw. übertragen des zu weihenden Gottesbildes im Sinne der Prāṇapratiṣṭhā) durchgeht: Lautäußerungen, Atemarten, Binden/Lösen, Fliehen, Ruhen, Sitzen, Liegen, Schlafen, Erwachen, Hören, Blicken, Lachen, sich Wenden, Aufstehen, Schreiten, Wandeln, sich Kratzen/Reiben, Essen, Trinken, Ausscheiden und Zeugung - im dreifachen Futur-/Präsens-/Perfektpartizip-Muster, das dem Ritual lückenlose Wirksamkeit verleihen soll.]
Stichwort-Merkvers, der die Schlüsselwörter der vorangegangenen Litanei-Abschnitte (Zwischenatem, Niederlegen, Hinlegen, Schlaf, Blicken, Aufstehen, Wandeln, Verrichtung) rekapituliert, und vier weitere.