Paṭala 24: Pañcama-praśna, Prathamānuvāka (Fortsetzung): Die Agni-Epitheta-Litanei (TS 2.5.9.1-4) und die Herbeirufung Viṣṇus und Śrīs
5. Praśna, 1. Anuvāka (Fortsetzung): Die Agni-Epitheta-Litanei (TS 2.5.9.1-4) und die Herbeirufung Viṣṇus und Śrīs
Ab 5.1.152.5 folgt eine Reihe von Bahuvrīhi-Epitheta für Agni, die laut Quellenfußnote wörtlich der Taittirīya-Saṃhitā (TS 2.5.9.1-4) entnommen sind und dort jeweils mit einer erklärenden Begründungsformel verbunden sind ("X, sagt er, denn er ist ja X"); die Epitheta selbst werden hier direkt aus dem Sanskrit übersetzt. Ab 5.1.154 folgt erneut die vertraute Herbeirufungsformel (āyātu bhagavān), diesmal für Viṣṇu und die Göttin Śrī in ihren verschiedenen Namensformen, mit dem charakteristischen Bildrepertoire aus Lotos-Thron, Lotos-Hand und Vogel-Reittier.
Der von den Göttern Entzündete, der von Manu Entzündete; der von den Ṛṣis Gepriesene, der von den Weisen Bejubelte, der von den Dichtern Gerühmte, der durch das Brahman [heilige Wort] Geschärfte, der mit Schmalz-Guss [Verehrte]; der Leiter der Opfer; der Wagenlenker der Riten; der unübertroffene Hotṛ; der schnelle Opfergaben-Träger; das Opfergefäß, der Opferlöffel der Götter; die Schale, aus der die Götter trinken. Wie die Felge die Speichen, so umgibst du, Agni, die Götter.
āvaha devān yajamānāya | idaṃ viṣṇuḥ | āyātu bhagavān puruṣas sa-gaṇas sa-sainyas sa-śrī-sahāyas saha-devatābhir anumanyatām | yas tu garuḍa-ratho nityam ṛṣibhiś cānugāminaṃ tam ajaṃ puṇḍarīkākṣaṃ bhagavantam om
Bringe die Götter herbei zum Opferherrn. "Dies [ist] Viṣṇu" [Pratīka, RV 1.22.17]. Es komme der Erhabene, der Puruṣa, mit seiner Schar, mit seinem Heer, mit Śrī als Begleiterin; zusammen mit den Gottheiten möge er zustimmen. Der, dessen Wagen Garuḍa ist, stets von den Ṛṣis begleitet — jenen Ungeborenen, den Lotusäugigen, den Erhabenen — oṃ.
"Zum Glück geboren" [Pratīka]. Es komme die Erhabene Śrī, goldfarben, mit ihrer Schar, mit ihrem Heer, in Begleitung des höchsten Puruṣa der Śrī; zusammen mit den Gottheiten möge sie zustimmen. Die auf dem Lotos Thronende, die Lotos in der Hand Haltende, die vom [Vogel] Haṃsa Gefahrene, stets von den Ṛṣis begleitet — jene Ungeborene, die Lotusäugige, die Erhabene Śrī.
Bringe herbei: Śrī; die Standhaftigkeit [Dhṛti]; die Reinigende [Pavitrī]; die Freudenspenderin [Pramodāyinī]. "Die Erdgöttin [Medinī]" [Pratīka]. Es komme die Erhabene Hariṇī, dunkelfarben, mit ihrer Schar, mit ihrem Heer, in Begleitung des höchsten Puruṣa der Śrī; zusammen mit den Gottheiten möge sie zustimmen. Die auf der blauen Lotusblume Thronende, die blaue Lotusblume in der Hand Haltende, vom großen Cātaka-Vogel Gefahrene, stets von den Ṛṣis begleitet — jene Ungeborene, die Blaulotus-Äugige, die Erhabene [Silbe] laṃ.
[Anm.: Die 1984er Edition vermerkt für "lam" eine Lesart-Variante "glām".]
Dem Viṣṇu spende ich das Wohlgefällige [als Opfergabe]; dem Puruṣa spende ich das Wohlgefällige; der Wahrheit ...; dem Unfehlbaren ...; dem Ungehinderten ...; der Śrī ...; der Dhṛti ...; der Pavitrī ...; der Pramodāyinī ...; der Hariṇī ...; der Pauṣṇī ...; der Kṣoṇī ...; der Mahī spende ich das Wohlgefällige.
[Anm.: Fußnote der Quelle ergänzt hier zusätzlich: "rufe Mārkaṇḍeya und alle übrigen Götter herbei, rufe Dhātṛ und die übrigen Großelemente herbei" — ein redaktioneller Hinweis auf weitere, hier nicht ausgeschriebene Anrufungen.]
[Gedächtnisvers, der die Schlussworte der vorangehenden Zehnergruppen auflistet:] "o Bhārata" – "du umgibst" – "bringe Aniruddha herbei" – "die Erhabene laṃ" – "der Śrī spende ich das Wohlgefällige" – und sieben.