namo brahmaṇe / namas te vāyo / tvam eva pratyakṣaṃ brahmāsi / tvām eva pratyakṣaṃ brahma vadiṣyāmi / ṛtaṃ vadiṣyāmi / satyaṃ vadiṣyāmi / tan mām avatu / tad vaktāram avatu / avatu mām / avatu vaktāram / oṃ śāntiś śantiś śāntiḥ
Verehrung dem Brahman. Verehrung dir, o Vāyu. Du allein bist das unmittelbar wahrnehmbare Brahman. Dich allein werde ich als das unmittelbar wahrnehmbare Brahman bezeichnen. Die kosmische Ordnung werde ich sprechen. Die Wahrheit werde ich sprechen. Das möge mich schützen. Das möge den Sprecher schützen. Es möge mich schützen. Es möge den Sprecher schützen. Oṃ, Friede, Friede, Friede.
[Anm.: Entspricht fast wortgleich dem berühmten Śāntipāṭha der Kena-Upaniṣad (4.7-9: 'tvaṃ hi naḥ pratyakṣaṃ brahmāsi... ṛtaṃ vadiṣyāmi satyaṃ vadiṣyāmi').]
iḍāyai vāstv asi vāstumad vāstumanto bhūyāsma mā vāstoś cith sma hy avāstus sa bhuyād yo 'smān dveṣṭi yañ ca vayaṃ dviṣmaḥ
Du bist die Wohnstätte für die Iḍā, wohnstättenreich - mögen wir wohnstättenreich werden; nicht ohne Wohnstätte, denn wohnstättenlos möge der werden, der uns hasst und den wir hassen.
dvāv imau vātau vāta ā sindhor ā parāvataḥ / dakṣaṃ me anya ā vātu parānyo vātu yad rapaḥ
Diese beiden Arten von Winden wehen, o Wind, vom Indus her und von der Ferne - der eine wehe mir Kraft zu, der andere wehe hinweg, was Übel ist.
[Anm.: Die Verse 8.1.202-203 entsprechen weitgehend dem berühmten Vāta-Sūkta RV 10.186 sowie eng verwandten Formeln der Vājasaneyi-Saṃhitā, traditionell als Heilungs- und Segensformeln verwendet.]
Zur Erde nehme ich Zuflucht, zur Luftwelt nehme ich Zuflucht, zum Himmel nehme ich Zuflucht, zu Erde, Luftwelt und Himmel nehme ich Zuflucht; zu Vāyu nehme ich Zuflucht, zur alldurchdringenden Gottheit [?] nehme ich Zuflucht; zum unzerstörbaren Fels nehme ich Zuflucht; zur Brahman-Schatzkammer des Prajāpati, zum Brahman nehme ich Zuflucht; zu Oṃ nehme ich Zuflucht.
antarikṣaṃ ma urv antaraṃ bṛhad agnayaḥ parvatāś ca yayā vātas svastyā svastimān tayā svastyā svastimān asāni
Der Zwischenraum sei mir weit, das Innere groß, wie die Feuer und die Berge; mit demjenigen Wohlergehen, mit welchem der Wind wohlergehensreich ist, möge ich mit diesem Wohlergehen wohlergehensreich werden.
In mir lege Weisheit, in mir Nachkommenschaft, in mir lege Agni den Glanz nieder; in mir Weisheit, in mir Nachkommenschaft, in mir lege Indra die Indra-Kraft nieder; in mir Weisheit, in mir Nachkommenschaft, in mir lege Sūrya den Schimmer nieder.