Quellen der Menschheit

Vaikhānasamantrapraśna

Paṭala 65: Ṣaṣṭha-praśna: Die Göttin Jyeṣṭhā-Nandinī und die "Blitzhafte" (Vidyutā) 6. Praśna: Die Göttin Jyeṣṭhā-Nandinī und die "Blitzhafte"

Dieser Abschnitt (6.27.1-5) ist sprachlich außergewöhnlich schwierig und in weiten Teilen unsicher. Er beginnt mit einer Anrufung einer Göttin unter mehreren Namen (Nandinī, Jyeṣṭhā, Mūlavatī, Dharitrī) – "Jyeṣṭhā" ("die Ältere") erscheint hier erneut, möglicherweise identisch mit der bereits in Praśna 5 (Fußnote *296, Kontroverse zwischen Marīci und Atri über ihre Namen-Mantras) erwähnten eigenständigen Göttin Jyeṣṭhā, jedenfalls klar unterschieden vom gleichnamigen Unglücks-Epitheton der Alakṣmī im Śrī-Sūkta (6.6.3). Die folgenden Verse sind grammatisch und lexikalisch dicht verrätselt; sie werden mit zahlreichen [?]-Markierungen wörtlich wiedergegeben, ohne eine gesicherte Gesamtdeutung zu suggerieren, die der Text selbst nicht hergibt.

nandinyā mūlavatyā jagato vasatyā jyeṣṭhāyā astu suhuta(g)ṃ hutam | svasur devyā dharitryā rajata-priyāyās svāhā

Der Nandinī, der Wurzelhaften, der Wohnstätte der Welt, der Jyeṣṭhā [der Älteren] sei die wohldargebrachte Opfergabe dargebracht; der Schwester-Göttin, der Erdenträgerin, der Silber-Liebenden.

[Anm.: "Jyeṣṭhā" erscheint hier als eigenständige Göttin – möglicherweise identisch mit der bereits in Praśna 5 (Fußnote *296) erwähnten Göttin Jyeṣṭhā, jedenfalls klar unterschieden vom Unglücks-Epitheton der Alakṣmī im Śrī-Sūkta (6.6.3).]

āpo viveśa prajayā brahma-dārās skanda-prabarhaṃ bharaṇe vidma devyāḥ | veginī devī śarma deyāt sadā nas svāhā

Er drang mit seiner Nachkommenschaft in die Wasser ein, der Brahman-Gatte; wir kennen die Skanda-Vorbereitung im Erhalten der Göttin. Die eilende Göttin möge uns immerdar Schutz gewähren.

[Anm.: Vers unsicher in Details [?].]

śākhā-bhūta suśākhayā divo bhettum ayūyujat | dhātā devyā yajāma homāgryāṃ tatra vāhiny udetu svāhā

Der Zweig-Gewordene, mit dem gutbezweigten Ast, spannte an, den Himmel zu spalten; dem Ordner opfern wir mit der Göttin, der Opfer-Vorzüglichen – dort möge die Strömende aufsteigen.

[Anm.: Vers unsicher [?].]

devī pravāhiny aniśaṃ pāti-bhūta(g)ṃ sarvaṃ chando vikīrayan | bhajato me śivaṃ dhattāṃ jayā vṛttaṃ jarayatv ādhim eṣā svāhā

Die Göttin Pravāhinī, die Weiterströmende, schützt unablässig alles Gewordene, indem sie das Versmaß ausstreut; dem, der sie verehrt, gewähre sie mir Glück; die Siegreiche möge das Verhalten altern lassen, diese Göttin den seelischen Schmerz.

[Anm.: Vers unsicher in Details [?].]

bisinī bhūtā jananīvā sṛjanty utāvanītā brahmaṇy adhy upāste | tāṃ vidyutā(g)ṃ samyag u tarpayāmi svāhā

Die Lotosstängel-Habende, geworden, wie eine Mutter erschaffend, und die Herabgestiegene, sitzt dem Brahman zugewandt; sie, die Blitzhafte, erquicke ich vollständig.

[Anm.: Vers unsicher [?], wörtlich wiedergegeben.]

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