ud u tyaṃ jāta-vedasaṃ devaṃ vahanti ketavaḥ | dṛśe viśvāya sūrya(gg)ṃ svāhā
Empor tragen jenen Jātavedas, den Gott, die Lichtstrahlen, zum Anblick für alle Welt – die Sonne.
[Anm.: RV 1.50.1, Eröffnungsvers des berühmten Sūrya-Hymnus.]
Vaikhānasamantrapraśna
Dieser Abschnitt enthält mehrere sicher identifizierbare klassische Verse: 6.21.1 (RV 1.50.1, Eröffnungsvers des berühmten Sūrya-Hymnus), 6.21.2 (RV 1.115.1, der Sonne als "Seele des Beweglichen und Unbeweglichen"), 6.21.5 (RV 1.1.7 – aus dem allerersten Hymnus des gesamten Ṛgveda) und 6.22.6 (RV 2.23.15, ein bekannter Bṛhaspati-Vers). 6.22.3 wiederholt wortgleich die zweite Vershälfte aus 6.21.2.
ud u tyaṃ jāta-vedasaṃ devaṃ vahanti ketavaḥ | dṛśe viśvāya sūrya(gg)ṃ svāhā
Empor tragen jenen Jātavedas, den Gott, die Lichtstrahlen, zum Anblick für alle Welt – die Sonne.
[Anm.: RV 1.50.1, Eröffnungsvers des berühmten Sūrya-Hymnus.]
citran devānām ud agād anīkaṃ cakṣur mitrasya varuṇasyāgneḥ | āprā dyāvā-pṛthivī antarikṣa(g)ṃ sūrya ātmā jagatas tasthuṣapaś[*399] ca svāhā
Das strahlende Antlitz der Götter ist aufgestiegen, das Auge von Mitra, Varuṇa und Agni; er erfüllte Himmel und Erde und den Luftraum – die Sonne ist die Seele des Beweglichen und Unbeweglichen.
[Anm.: RV 1.115.1.]
mamāgne varco vihaveṣv astu vayan tvendhānās tanuvaṃ puṣema | mahyaṃ namantām pradiśaś catasras tvayādhyakṣeṇa pṛtanā jayema svāhā[*400]
Mein Glanz, o Agni, sei bei den Anrufungen; wir, dich entzündend, mögen unseren Leib nähren. Mir sollen sich die vier Himmelsrichtungen neigen; mit dir als Aufseher mögen wir die Schlachten gewinnen.
[Anm.: Fußnote *400 der Quelle vermerkt hier ausdrücklich, dass die Ausgabe von 1946 die Akzentuierung zuverlässiger als die RV-Textform wiedergibt als die von 1984.]
aham agner agniṃ gṛhṇāmi mamāgne 'gnir mamāntarikṣam | mārgo 'ham asmin pramadān kāmaye tubhyaṃ manasā prajā-pataye svāhā
Ich ergreife das Feuer aus dem Feuer; mein, o Agni, ist das Feuer, mein der Luftraum. Ich bin der Weg [?] – ich begehre in diesem Ritual Freude; dir, o Prajāpati, weihe ich dies mit dem Denksinn.
[Anm.: Vers unsicher in Details [?].]
agna ā yāhi vītaye gṛṇāno havyadātaye | ni hotā sathsi[*401] barhiṣi svāhā
Agni, komm herbei zum Genuss, gepriesen, zur Opfergabendarreichung; als Hotṛ-Priester setze dich auf das Barhis-Gras.
[Anm.: RV 1.1.7 – aus dem allerersten Hymnus des gesamten Ṛgveda (Agni-Sūkta, RV 1.1).]
prabhur devo mando 'sitaś cāvyayaḥ puruṣo viśvāya sūryāya svāhā | grahādhipatiḥ pṛthivī cāntarikṣaṃ ca | sūrya ātmā jagatas tasthuṣaś ca svāhā
Der herrschende Gott, [Beiwort unsicher, 'manda-asita'] [?], der unvergängliche Puruṣa – für die alldurchdringende Sonne. Der Herr der Planeten, die Erde und der Luftraum. Die Sonne ist die Seele des Beweglichen und des Unbeweglichen.
[Anm.: "mando 'sitaś" bleibt unsicher [?]. Der Schlussteil wiederholt wortgleich die zweite Hälfte von Vers 6.21.2 (RV 1.115.1).]
bṛhaspatir devānām imaṃ yajñaṃ bṛhato me dadhātu | bṛhaspati-vītaye svāhā | bṛhaspatis soman dadhātu bṛhaspatir yajñaṃ dadhātu | bṛhaspati-vītaye svāhā
Bṛhaspati, der Priester der Götter, möge mir dieses große Opfer gewähren; zum Genuss für Bṛhaspati. Bṛhaspati möge den Soma gewähren, Bṛhaspati möge das Opfer gewähren; zum Genuss für Bṛhaspati.
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu | yad dīdayac chavasarta-prajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citra(gg)ṃ svāhā
Bṛhaspati, was über den Herrn hinaus verdienstvoll ist und glanzvoll unter den einsichtsvollen Menschen erstrahlt, was durch Kraft leuchtet, aus der kosmischen Ordnung geboren – das verleih uns als glänzenden Reichtum.
[Anm.: RV 2.23.15, bekannter Bṛhaspati-Vers.]