Paṭala 25: Pañcama-praśna, Prathamānuvāka (Fortsetzung): Die svāhā-Opferlitanei (Teil 1) – von Viṣṇu bis zur erneuten Vikhanasa-Anrufung
5. Praśna, 1. Anuvāka (Fortsetzung): Die svāhā-Opferlitanei (Teil 1) – von Viṣṇu bis zur erneuten Vikhanasa-Anrufung
Ab 5.1.157 wechselt die Anrufungsform: statt āvaha/āvāhayāmi ("bringe herbei") folgt nun durchgehend eine Feueropfer-Formel im Dativ mit svāhā ("[Trankopfer] für X!"), die weitgehend dieselben und weitere Gottheiten in fortlaufenden Zehnergruppen adressiert. Bemerkenswert ist die erneute, hier noch pointiertere Anrufung des Schulgründers Vikhanasa in 5.1.163.2, unmittelbar im Kontext von Askese- und Vollkommenheits-Epitheta.
Oṃ, svāhā für: Viṣṇu; den Puruṣa; die Wahrheit; den Unfehlbaren; den Ungehinderten; Śrī; die Standhaftigkeit; die Reinigende; die Freudenspenderin; die Goldgelbe [Hariṇī].
Svāhā für: die Pūṣan-Zugehörige; die Erde [Kṣoṇī]; die Große [Mahī]; Mārkaṇḍeya; den Heiligen [Puṇya]; den Uralten [Purāṇa]; den Unermesslichen [Amita]; den Vater der Padmā [Lakṣmī]; den Herrn des Ordners [?]; den Herrn des Ruhms [?].
Svāhā für: Bhṛgu; Brahmā; Prajāpati; den Großvater [Pitāmaha]; den Goldkeim [Hiraṇyagarbha]; den Gaṅgā-Träger [Śiva]; den auf dem Stier Reitenden [Śiva]; den Achtgestaltigen [Śiva]; den Gatten der Umā [Śiva]; den Ordner [Dhātṛ].
Svāhā für: den Trugreichen [?, Daṃbhin]; den [?, Sanila]; den Duft-Gebenden; den Anordner [Vidhātṛ]; den Ackersmann [Kīnāśa, Beiname Yamas]; den [?, Muruṇḍa]; den [?, Nyarṇa]; den Erhalter [Bhṛti]; den Erd-Bewohner [?, Bhuvaṅga]; den Schoß [?, Utsaṅga].
[Anm.: Mehrere Namen (Sanila, Muruṇḍa, Nyarṇa) sind lexikalisch nicht sicher zu deuten und mit [?] markiert.]
Svāhā für: den Sitz/Altar [Pīṭha]; den Vogel/die Sonne [Pataṅga]; den Aufhäufer [?, Utkara]; die Tat [?, Apadāna]; den Zopfträger [Śiva]; den Herrn [?, Patira]; den [?, Ballida]; den in der Mitte Gehenden; den [?, Vaṅghana]; Varuṇa.
Svāhā für: den Glanzvollen; den Kraftvollen [?, Daṃśin]; den Schnellen; den Juwel-Artigen [Maṇika]; den Starken; den Reinen [Vimala]; den Torwächter; die Dämmerung [Sandhyā]; die Glanzreiche; die Lichtgestaltige.
Svāhā für: die Fest-Gelobte; Vaikhanasa [den Schulgründer]; den Askese-Verbundenen; den Vollkommenheit-Gebenden; den Brahman-Schauenden; den Asketen; den König der Vollkommenheit; den von allem Makel Freien; den mit tausend Pferdeopfern [Verehrten]; Kiṣkindha.
[Anm.: Auch hier wird Vikhanasa/Vaikhānasa, der Schulgründer, erneut ausdrücklich unter den angerufenen Gestalten genannt, eingebettet in eine Reihe von Askese- und Vollkommenheits-Epitheta.]
Svāhā für: den Viel-Zermalmenden; den mit vielem Heer; den Fest-Gelobten; die heilige Furt [Tīrtha]; den Emportragenden [?]; den zu Allem Tauglichen; den Wohl-Tragenden [?]; Indra; den Gatten der Śacī [Indra]; den Vielgerufenen [Indra].
Svāhā für: den Burgenzerstörer [Indra]; Agni; den Wesenskundigen [Agni]; den Reinigenden [Agni]; den Opfer-Verzehrer [Agni]; Yama; den Dharma-König [Yama]; den Herrn der Verstorbenen [Yama]; den in der Mitte Stehenden; den Herrn des Beginns.
Svāhā für: Nirṛti; den Dunklen; den Herrn aller Rākṣasas [Nirṛti]; Varuṇa; den Einsichtigen [Varuṇa]; den Rotgewandeten; den Herrn der Wassertiere [Varuṇa]; Vāyu; den Schnellen [Vāyu]; den Wesenhaften.