Paṭala 35: Pañcama-praśna, Dvitīyānuvāka (Fortsetzung): Die vedischen Mondphasen-Göttinnen Rākā und Sinīvālī; Viṣṇus Keule Kaumodakī
5. Praśna, 2. Anuvāka (Fortsetzung): Die vedischen Mondphasen-Göttinnen Rākā und Sinīvālī; Viṣṇus Keule Kaumodakī
In 5.2.49 erscheinen mit Rākā und Sinīvālī zwei der vier klassischen vedischen Mondphasen-Göttinnen (die anderen beiden, Kuhū und Anumati, folgen später in 5.2.60). In 5.2.51.9 wird mit "kaumodakyai svāhā" ausdrücklich Kaumodakī, der Eigenname von Viṣṇus Keule (Gadā), als eigenständig verehrte Gottheit angerufen.
Svāhā für: die Schönhüftige; die [?, Māyāṅgī]; die [?, Mudvarthinī]; Rākā [Vollmondtag-Göttin]; die Vorzügliche; die Rotgliedrige; die Schönantlitzige; Sinīvālī [Neumondtag-Göttin]; die Strahlenreiche [Gabhastinī]; die Wohltat-Gebende.
[Anm.: Rākā und Sinīvālī sind zwei der vier klassischen vedischen Mondphasen-Göttinnen.]
Svāhā für: die Heiligkeit-Gebende; den Opfergaben-Hüter; den Agni-Zugehörigen; den Schauspieler/Tänzer [?]; den Reifenden; den Blüten-Hüter; den Grünlichen; den Einwohnenden; den Aufgeblühten; den Puruṣa.
Svāhā für: den höchsten Puruṣa; den Puruṣa-Wesenhaften; den aus Dharma Bestehenden; Tvaṣṭṛ [den Bildner-Gott]; den Gestalt-Geborenen; den Schatz-Geborenen; den Herrn des [?, Plota]; die Keule [Gadā]; Kaumodakī [Eigenname von Viṣṇus Keule]; die Heilige.
[Anm.: Kaumodakī ist der Eigenname von Viṣṇus Keule, hier als eigenständige Gottheit personifiziert verehrt — parallel zu den bereits bekannten Waffen-Personifikationen Śārṅga (Bogen), Nandaka (Schwert) und Pāñcajanya (Muschel).]
Svāhā für: die Übermächtige; den Allherrscher; den Weltenherrn; Cāmuṇḍā; den Überallhin-Wandelnden; den Bali-Hüter; den Strafenden; den Allwissenden; den Gleichen; den nach Licht Strebenden [?].
[Anm.: Quellenfußnote bestätigt Parallele zu 5.1.188.3.]