Paṭala 40: Pañcama-praśna, Dvitīyānuvāka (Fortsetzung): Agastya, die fünf Lebenshauche und die hundert Rudras
5. Praśna, 2. Anuvāka (Fortsetzung): Agastya, die fünf Lebenshauche und die hundert Rudras
In 5.2.72.7 erscheint mit "kumbha-sambhavāya" ("dem aus dem [Wasser-]Krug Entstandenen") das klassische Geburts-Epitheton des Weisen Agastya (der der Legende nach aus einem Gefäß entsprang). Ab 5.2.73 werden die fünf vitalen Lebenshauche (Prāṇa, Apāna, Vyāna, Udāna, Samāna) als eigenständige Gottheiten verehrt, gefolgt von den Maruts und einer Reihe von Rudra-Epitheta, darunter die beiden klassischen Ekādaśa-Rudra-Namen Ajaikapād ("der einfüßige Ziegenbock") und Ahirbudhnya ("der Meeresschlangen-Grund").
Svāhā für: den Lenker [Niyāmaka]; den Lehrer des Wahrheits-Auges [?]; den Gatten der Anasūyā [Atri]; Agastya; den besten Weisen; den Herrn der Standhaftigkeit; den aus dem [Wasser-]Krug Entstandenen [Agastyas Geburts-Epitheton]; den Jahren; den Söhnen der Vasus; den Schätzen.
[Anm.: "kumbha-sambhava" ist das klassische Epitheton des Weisen Agastya, der der Legende nach aus einem Gefäß entsprang.]
Svāhā für: die Söhne des Dharma; den Einatem [Prāṇa]; den Ausatem [Apāna]; den Rückstoß-Atem [Vyāna]; den Aufwärts-Atem [Udāna]; den Gleich-Atem [Samāna]; die Maruts; die Welt-Träger; die siebenmal-sieben-Scharen; die Söhne der Marudvatī.
[Anm.: Hier erscheinen die fünf vitalen Lebenshauche (Prāṇa/Apāna/Vyāna/Udāna/Samāna) als eigenständig verehrte Gottheiten, unmittelbar gefolgt von den Maruts.]
Svāhā für: die hundert Rudras; die Kräuterherren; die Dreiäugigen; die Schädelschalen-Träger; den Einfüßigen Ziegenbock [Ajaikapād, Rudra-Name]; den Meeresschlangen-Grund [Ahirbudhnya, Rudra-Name]; den Pināka-Träger [Śiva]; den Unbesiegten; den Wildjäger [Mṛgavyādha]; Śarva.
[Anm.: Ajaikapād und Ahirbudhnya gehören zu den elf klassischen Rudra-Namen (Ekādaśa-Rudra) der puranischen Tradition.]