munīndraṃ brahma-nityāya varotkṛṣṭāya | dauvārika-pradhānāya maṇikāya svāhā
Dem Indra der Weisen, dem ewig mit Brahman Verbundenen, dem Vorzüglich-Erhabenen; dem Haupt-Türhüter, dem Juwelengeschmückten.
Vaikhānasamantrapraśna
In 6.15.3 erscheint mit "vaikhānasāya" der namensgebende Weise Vaikhānasa selbst, auf den die gesamte Ritualtradition dieses Werks zurückgeführt wird – eine seltene, direkte Selbstbenennung innerhalb des liturgischen Textes. In 6.15.2 wird Sandhyā, die personifizierte Dämmerung, als "Gattin des Weisen" angerufen. 6.15.5 enthält mit "kiṣkindhāya" eine ungewöhnliche Verwendung des sonst als Name des Affenreichs im Rāmāyaṇa bekannten Ortsnamens als Beiname, deren genauer Bezug unsicher bleibt.
munīndraṃ brahma-nityāya varotkṛṣṭāya | dauvārika-pradhānāya maṇikāya svāhā
Dem Indra der Weisen, dem ewig mit Brahman Verbundenen, dem Vorzüglich-Erhabenen; dem Haupt-Türhüter, dem Juwelengeschmückten.
sandhyāyai muni-patnyai prabhāvatyai dṛḍha-vratāyai svāhā
Der Sandhyā, der personifizierten Dämmerung, der Gattin des Weisen, der Glanzvollen, der Fest-Gelobten.
vaikhānasāyācyuta-sa(gg)ṃśrayāya | tapo-igra-niṣṭhāya ca brahma-darśine svāhā
Dem Vaikhānasa, dem bei Acyuta [Viṣṇu] Zuflucht Nehmenden; dem in strenger Askese Gegründeten und dem Brahman-Schauenden.
[Anm.: Vaikhānasa, der namensgebende Weise der gesamten Ritualtradition dieses Werks, erscheint hier ausdrücklich namentlich – eine seltene direkte Selbstbenennung.]
tāpasāya siddhi-rājāya | sa(g)ṃhitāya sahasrāśvamedhine svāhā
Dem Asketen, dem König der Vollendung; dem mit der Saṃhitā Identischen, dem mit tausend Pferdeopfern.
kiṣkindhāya bahu-mardanāya | bahu-senāya dṛḍha-vratāya svāhā
Dem Kiṣkindha [?], dem Viel-Zermalmer; dem mit vielen Heerscharen, dem Fest-Gelobten.
[Anm.: "Kiṣkindha" ist sonst der Name des Affenkönigreichs aus dem Rāmāyaṇa-Erzählkreis; die Verwendung als Beiname hier bleibt in ihrem genauen Bezug unsicher [?].]
tīrthāya sarva-sukhāvahāya | sarva-yogyāya sarva-darśine svāhā
Dem Tīrtha, der heiligen Furt, dem Bringer allen Glücks; dem für alles Geeigneten, dem Allsehenden.
mahate ca svāhā brahma-sutāya svāhā kauram etā(g)ṃ svāhā mānam etā(g)ṃ svāhā dṛdha-vratāya svāhā dve ca
[Mnemonische Merkzeile:] "…für den Großen, svāhā" – "…dem Sohn Brahmās, svāhā" – "…dieser, svāhā" – "…diese Ehrung, svāhā" – "…dem Fest-Gelobten, svāhā" – und zwei [weitere].
[Anm.: Liturgische Stichwort- und Zählformel, fasst Schlussworte mehrerer vorangegangener Verse zusammen.]