Paṭala 83: Saptama-praśna: Die Pāramātmikā-Upaniṣad (10) – Die drei Guṇas und das Unmanifeste (Avyakta)
7. Praśna: Die Pāramātmikā-Upaniṣad (10) – Die drei Guṇas und das Unmanifeste
Dieser Abschnitt (Khaṇḍa 10.1-10.10) greift erneut die Sāṃkhya-Terminologie auf: die drei Guṇas Sattva-Rajas-Tamas (7.1.20.1) und das "Unmanifeste" (avyakta, 7.1.20.5) als unentfaltete Urmaterie. 7.1.20.2 enthält eine kosmogonische Anspielung auf das primordiale Wasser, vgl. bereits die Prajāpati-Urmeer-Passage in Kapitel 62.
Welche Kühe die vorzüglichsten, kraftvollen, der Erdenträgerin, wohnend, wohnend, mit Gütern hier, die Glücklichen; leckend, das Silberne, erzittern sie.
O Vāyu, das innere Selbst, trägt alles, "der hoch verdienstvolle Gott" – so heißt der durch Weise Befreite; der Weise der Weisen, wohlschmeckend, auch der Lebensgeber, versammelnd – jenem Gott, dem Gaben-Gebenden, dem Vater.
Die Finsternis aller Wesen erschütterte der Erwählte, du, die Sein-Gestalt, alles offenbarend; bedrängend zum Zweck der Schöpfung – jenem höchsten Brahman, dem höchsten Licht.
Licht, Licht der Lichter, Licht, Kraft, Stärke herbeibringend; das Sein, aus dem Sein bestehend, mit Licht versehen wird es genannt – jenem Feinsten der Feinen, dem Glanz.
Das Sein, aus dem Sein bestehend, die Leidenschaft, aus der Leidenschaft bestehend, die Finsternis, die Grundlage der Finsternis; das Gemachte, jenen Herrscher – dem Herrscher.
[Anm.: Bezug auf die drei Guṇas (Sattva-Rajas-Tamas) der Sāṃkhya-Philosophie.]
yasyecchā loke vā prajā yateta lokaṃ dhatte vāsī tan na cāsīt | yad vā saṃjātaṃ yat sarvam īśam īśiṣe svāhā
Dessen Wille in der Welt, die Geschöpfe mögen sich mühen, die Welt hält er, der Bewohner – dies war nicht; was auch immer entstanden ist, was alles ist, den Herrscher beherrschst du.
Der der Anfang der Veden, der Höchste, das höhere Brahman, das Maß der Dreiheit, die Gestalt der Dreiheit; der Klang, der Anfang des Klangs – dem höchsten Brahman, dem höchsten Licht.