yo vā saṃyogaṃ sañjuṣamānas sandhus sandhukṣaṇānām | saṃyogaṃ sandadhānaḥ puṇyaḥ puṇyānāṃ puṇyāya svāhā
Der die Verbindung liebend, die Fuge der [Feuer-]Anfachungen; die Verbindung stiftend, der Verdienstvolle der Verdienstvollen, dem Verdienst.
Vaikhānasamantrapraśna
Dieser Abschnitt (Khaṇḍa 4.6-5.10) besteht überwiegend aus dichten Paronomasien (Wortspielketten) auf "satya" (Wahrheit) und "satva" (Sein/Wesen) sowie auf "sahasra" (tausend) und "rasa" (Geschmack/Essenz). 7.1.10.1 rekurriert auf die drei Vyāhṛtis (Bhūr-Bhuvaḥ-Svaḥ), 7.1.10.3 auf die Dreiheit der Veden (trayī) und die drei Opferfeuer. Die Verse 7.1.8.4/7.1.9.4/7.1.9.5 bleiben in Details sprachlich sehr unsicher.
yo vā saṃyogaṃ sañjuṣamānas sandhus sandhukṣaṇānām | saṃyogaṃ sandadhānaḥ puṇyaḥ puṇyānāṃ puṇyāya svāhā
Der die Verbindung liebend, die Fuge der [Feuer-]Anfachungen; die Verbindung stiftend, der Verdienstvolle der Verdienstvollen, dem Verdienst.
sahasraṃ vā yasya vai vitānam ādadhāti nas sahasraṃ vā āśiṣasyāsikāḥ sahasrā yasya vai sāśikās sahasra-sahasrāya svāhā
Dessen Ausbreitung tausendfach ist, der uns tausendfach verleiht; tausend sind die Segnungen des Segenswunsches, dessen tausend Segnende sind – dem Tausendmal-Tausendfachen.
[Anm.: Vers unsicher in Details [?].]
svānīkā guptayo guptis satvaṃ satvānāṃ sātvaṃ padam | yat satvaṃ satvam āsīt sātvaṃ sātvaṃ vai satvam ādadhānāya svāhā
Die eigenen Scharen sind Schutzmächte, der Schutz ist das Sein der Seienden, der zum Sein gehörige Zustand; was Sein war, das Sein, das zum Sein Gehörige, dem das Sein Verleihenden.
satvaṃ vā udekam āsīd yat satvam ubhayor anugoptā | tat satvam satvaṃ-vadāya satyāya svāhā
Das Sein war ein Übermaß, das Sein, das beider Welten Beschützer ist; dieses Sein, dem vom Sein Redenden, dem Wahren.
[Anm.: Vers unsicher [?].]
sato jyotis satvāntarātmā satyodyogas satyas sat-karmā | satyaṃ satva-vitānam āsīt satya-satyāya svāhā
Des Seienden Licht, das innere Selbst des Seins, der in Wahrheit Tätige, der Wahrhaftige, dessen Werk wahrhaft ist; die Wahrheit war die Ausbreitung des Seins – dem Wahrhaftigsten der Wahrhaften.
bhūma svāhā satyāya svāhā
[Mnemonische Merkzeile:] "…die Fülle, svāhā" – "…dem Wahren, svāhā".
[Anm.: Liturgische Stichwortformel.]
satyaṃ satvaṃ puṇyam āsīt puṇyo vā daivikaṃ satvaṃ satyam ārṣam satyaṃ satvaṃ sat-pathāya svāhā
Die Wahrheit, das Sein, war Verdienst; der Verdienstvolle ist das göttliche Sein, die Wahrheit das den Sehern Eigene, die Wahrheit, das Sein – dem Pfad des Seienden.
satyodyogas satva-prāṇas satvādhāras satvas sandhānaḥ | satyas satva prakāśayan jyotir jyotiṣe svāhā
Der in Wahrheit Tätige, dessen Atem das Sein ist, dessen Grundlage das Sein ist, das Sein, der Verbindende; der Wahrhaftige, das Sein offenbarend, das Licht – dem Licht.
kāmīm imām īśiṣaṃ satyam īśiṣam īśiṣāṇāṃ tat satvaṃ satya-rūpam | satyāya sandadhānāya svāhā
Diese Begehrende [?] beherrschend, die Wahrheit beherrschend, der Herrschenden Herrschaft; jenes Sein, die Wahrheits-Gestalt – dem Wahren, dem Verleihenden.
[Anm.: "kāmīm" unsicher [?]; eine Textvariante (bestätigt in der Parallelrezension 7.2.9.3) liest zusätzlich "umām" – möglicher, wenn auch unsicherer, Bezug auf die Göttin Umā.]
āraṇī vā āranda āvārando āranda | ayaṃ māran-damam ārandam āśiṣe svāhā
Die Feuerhölzer [Araṇi], der Frohlockende, der Erfreuende; dieser, der Tod-Bezähmende, der Frohlockende, dem Segenswunsch.
[Anm.: Vers sprachlich sehr unsicher, zahlreiche obskure Wortformen [?] durchgehend.]
tat satvo vā viṣṇur udyogas sūryo go vā viṣṇuṃ viśann | viśvaṃ viśvaṃ sandadhānas tad viśvaṃ viṣṇave viśva-rūpāya svāhā
Dieses Sein ist Viṣṇu, der Tätige, die Sonne, das Licht, in Viṣṇu eingehend; alles und alles verbindend, dieses All – dem Viṣṇu, dem Allgestaltigen.
tad bhūr bhūs tad bhū-stho vā viśva-rūpas tad bhūḥ prāṇas saṅkhyātaḥ | bhūr bhuvas suvar asi bhūr asi bhuvo 'si suvar asi bhūr bhūtaye svāhā
Das ist die Erde, die Erde, das auf der Erde Stehende, das Allgestaltige; das ist die Erde, der Atem, der Gezählte; Bhūḥ, Bhuvaḥ, Svaḥ bist du; du bist Bhūḥ, du bist Bhuvaḥ, du bist Svaḥ – der Erde zum Wohlergehen.
[Anm.: Bezug auf die drei Vyāhṛtis (Bhūr-Bhuvaḥ-Svaḥ).]
āpo vā āpa āpo 'ntarātmā yo vedo vedānām ādhāraḥ | vedāntarātmā sa-raso rasa-saṅkhyāto rasaṃ rasam āsīd rasāya svāhā
Die Wasser, das innere Selbst der Wasser, der Veda, die Grundlage der Veden; das innere Selbst des Veda, geschmackvoll, der als Geschmack gezählte, der Geschmack war Geschmack – dem Geschmack.
trayī vā kāmaṃ trayī-mayaṃ tri-guṇaṃ tredhātmakam | trayī vā jyotis trī-guṇan tri-guṇātmakan tasmai tredhāgnaye tri-guṇāya svāhā
Die Dreiheit [der Veden] nach Belieben, aus der Dreiheit bestehend, dreieigenschaftlich, dreifach an Wesen; die Dreiheit ist das Licht, dreieigenschaftlich – ihm, dem dreifachen Feuer, dem Dreieigenschaftlichen.
[Anm.: "tredhāgni" bezieht sich wahrscheinlich auf die drei vedischen Opferfeuer (Āhavanīya, Gārhapatya, Dakṣiṇāgni).]
dvau vā mukhyau mukhyādhārau sa-sukhau sānandau | sa-smerau smerāyatau sānandam ānanda-dau svāhā
Die beiden Vornehmsten, die vornehmste Grundlage, wonnevoll, voller Wonne; lächelnd, sich zum Lächeln ausdehnend, wonnevoll – den beiden Wonne-Gebenden.
sa ekaikas sādhāras sādhiṣṭhāno 'nādhāraḥ | kaṃ kaṃ kasmai pade pātaḥ pādayati pādite svāhā
Er, jeder Einzelne, mit Grundlage, mit höchstem Stand, ohne Grundlage; wem auch immer er den Schritt an jeder Stelle gewährt, dem Beschrittenen.
[Anm.: Vers unsicher [?].]
rūpāya svāhā pādite svāhā
[Mnemonische Merkzeile:] "…der Gestalt, svāhā" – "…dem Beschrittenen, svāhā".
[Anm.: Liturgische Stichwortformel.]