Kapitel 106: bhagīrathabrahmasaṃvādaḥ
Bhagīrathas Gespräch mit Brahmā: Fasten ist die höchste Askese
Auf Yudhiṣṭhiras Frage nach dem, was über die Gabe hinausgeht, erzählt Bhīṣma das Gespräch Bhagīrathas mit Brahmā: Bhagīratha zählt seine ungeheuren Gaben und Opfer auf, denen er den Aufstieg nicht verdanke, und nennt das Fasten als höchste Askese.
Yudhiṣṭhira sprach: „Die Gabe von vielerlei Gestalt, die Befriedung, die Wahrheit, die Gewaltlosigkeit und die Zufriedenheit mit der eigenen Gattin sind von dir genannt worden, ebenso die Frucht der Gabe.“
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf. 3.Sg.)
dānaṃ bahuvidhākāraṃ
die Gabe, vielgestaltig (Nom.Sg.n.)
śāntiḥ satyam ahiṃsatā
Befriedung, Wahrheit, Gewaltlosigkeit (Nom.)
svadāratuṣṭiḥ ca uktā te
und Zufriedenheit mit der eigenen Gattin ist genannt von dir (Nom.f., Part.Pass., Instr./Gen. des Pron.)
phalaṃ dānasya ca eva yat
auch die Frucht der Gabe, die [es gibt] (Nom./Gen.Sg., Rel.)
bhīṣma uvāca; tapaḥ pracakṣate yāvat tāval lokā yudhiṣṭhira; mataṃ mama tu kaunteya tapo nānaśanāt param
Bhīṣma sprach: „Soweit man von Askese spricht, so weit [reichen] die Welten [?], Yudhiṣṭhira; meine Ansicht aber, Sohn der Kuntī, ist: Nichts ist höher als die Askese des Fastens.“
Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
tapaḥ pracakṣate yāvat
soweit man Askese nennt (3.Pl.Med.Präs./Adv.)
tāvat lokāḥ yudhiṣṭhira
so weit [reichen] die Welten, Yudhiṣṭhira (Nom.Pl./Vok.)
mataṃ mama tu kaunteya
Ansicht aber [ist] meine, Sohn der Kuntī (Nom.n./Gen./Vok.)
tapaḥ na anaśanāt param
Askese [ist] nicht höher als Fasten (Nom./Abl.)
Der erste Halbvers ist knapp und dunkel; Deutung „so weit man von Askese spricht, reichen die Welten“ ist unsicher.
atītya suralokaṃ ca gavāṃ lokaṃ ca bhārata; ṛṣilokaṃ ca so 'gacchad bhagīratha iti śrutiḥ
Nachdem Bhagīratha die Götterwelt, die Welt der Kühe und die Welt der Weisen durchschritten hatte, gelangte er [dorthin], Bhārata – so lautet die Überlieferung.
Wort für Wort
atītya suralokaṃ ca
nach Überschreiten der Götterwelt und (Abs., Akk.)
Bhagīratha sprach: „Ohne Bedenken gab ich den Brahmanen Speise, hunderttausendfach, und beständig Gaben; wisse, ich hielt stets das brahmanische Gelübde. Aber nicht durch dessen Frucht bin ich hierher gekommen.“
Wort für Wort
bhagīratha uvāca
Bhagīratha sprach
niḥśaṅkam annam adadaṃ brāhmaṇebhyaḥ
ohne Zweifel gab ich Speise den Brahmanen (Adv./Impf.1.Sg./Dat.Pl.)
śataṃ sahasrāṇi sadā eva dānam
hunderttausende, stets Gaben (Akk.)
brāhmaṃ vratam nityam āsthāya viddhi
das brahmanische Gelübde stets haltend – wisse (Abs./Imp.2.Sg.)
na tu eva ahaṃ tasya phalāt ihāgām
aber nicht bin ich durch dessen Frucht hierher gekommen (Abl./Aor.1.Sg.)
„śataṃ sahasrāṇi“ wörtlich „hundert Tausende“; Deutung als Menge der Gaben.
daśaikarātrān daśa pañcarātrān; ekādaśaikādaśakān kratūṃś ca; jyotiṣṭomānāṃ ca śataṃ yad iṣṭaṃ; phalena tenāpi ca nāgato 'ham
Zehn Eintagesopfer, zehn Fünftagesopfer, elf Elfer-Opfer [?] und Opfer, und was ich an hundert Jyotiṣṭoma-Opfern dargebracht habe – auch durch deren Frucht bin ich nicht gekommen.
Wort für Wort
daśa ekarātrān daśa pañcarātrān
zehn Eintagesopfer, zehn Fünftagesopfer (Akk.Pl.)
ekādaśa ekādaśakān kratūn ca
elf Elfergruppen von Opfern und (Akk.Pl.)
jyotiṣṭomānāṃ ca śataṃ yat iṣṭaṃ
und hundert von Jyotiṣṭomas, was geopfert wurde (Gen.Pl./Part.Pass.)
phalena tena api ca na āgataḥ aham
durch diese Frucht auch nicht bin ich gekommen (Instr./Part.)
„ekādaśaikādaśakān“ nicht sicher gedeutet (elf Opfer mit je elf …).
yac cāvasaṃ jāhnavītīranityaḥ; śataṃ samās tapyamānas tapo 'ham; adāṃ ca tatrāśvatarīsahasraṃ; nārīpuraṃ na ca tenāham āgām
Und dass ich hundert Jahre lang am Ufer der Jāhnavī [Gaṅgā] wohnte, dort Askese übend, und dort tausend Maultierstuten gab sowie die Frauenstadt – auch dadurch bin ich nicht gekommen.
Wort für Wort
yat ca avasam jāhnavītīra-nityaḥ
und dass ich wohnte, am Ufer der Jāhnavī beständig (Impf.1.Sg./Nom.)
śataṃ samāḥ tapyamānaḥ tapaḥ aham
hundert Jahre Askese übend, ich (Akk.Pl./Part.Med.)
adāṃ ca tatra aśvatarī-sahasram
und gab dort tausend Maultierstuten (Aor.1.Sg./Akk.)
nārīpuraṃ na ca tena aham āgām
die Frauenstadt; und dadurch bin ich nicht gekommen (Akk./Instr./Aor.1.Sg.)
suvarṇacandroḍupadhāriṇīnāṃ; kanyottamānām adadaṃ sragviṇīnām; ṣaṣṭiṃ sahasrāṇi vibhūṣitānāṃ; jāmbūnadair ābharaṇair na tena
Sechzigtausend prächtige, bekränzte, mit Schmuck aus Jāmbūnada-Gold geschmückte Mädchen, die goldene Monde und Sterne trugen, gab ich – nicht dadurch [bin ich gekommen].
Wort für Wort
suvarṇa-candra-uḍu-dhāriṇīnām
der goldenen Mond und Sterne Tragenden (Gen.Pl.f.)
kanyā-uttamānām adadaṃ sragviṇīnām
der besten Mädchen, der bekränzten gab ich (Gen.Pl./Impf.1.Sg.)
ṣaṣṭiṃ sahasrāṇi vibhūṣitānām
sechzig Tausend, der geschmückten (Akk./Gen.Pl.)
jāmbūnadaiḥ ābharaṇaiḥ na tena
mit Jāmbūnada-Schmuck; nicht dadurch (Instr.Pl./Instr.Sg.)
daśārbudāny adadaṃ gosavejyāsv; ekaikaśo daśa gā lokanātha; samānavatsāḥ payasā samanvitāḥ; suvarṇakāṃsyopaduhā na tena
Zehn Arbuda [Kühe] gab ich bei den Gosava-Opfern, je zehn Kühe [einzeln], Herr der Welt, mit gleichen Kälbern und mit Milch versehen, mit goldenen Bronzemelkeimern – nicht dadurch.
Wort für Wort
daśa arbudāni adadaṃ gosava-ijyāsu
zehn Arbuda gab ich bei den Gosava-Opfern (Akk./Impf./Lok.Pl.)
ekaikaśaḥ daśa gāḥ lokanātha
je einzeln zehn Kühe, Herr der Welt (Adv./Akk./Vok.)
samāna-vatsāḥ payasā samanvitāḥ
mit gleichen Kälbern, mit Milch versehen (Nom./Akk.Pl.f.)
suvarṇa-kāṃsya-upaduhāḥ na tena
mit goldenen Bronze-Melkgefäßen; nicht dadurch (Nom.Pl.)
„daśārbudāni“ = zehn Arbuda (je 10 Mio.); Zahlen im Text hyperbolisch. „upaduhāḥ“ als Melkgefäß gedeutet [?].
Herr der Götter, zehntausend Wagen mit goldenen Teilen, mit himmlischem Goldschmuck geschmückt, gab ich, und noch siebzehn andere, bespannt mit geschmückten Rossen.
vājināṃ ca sahasre dve suvarṇaśatabhūṣite; varaṃ grāmaśataṃ cāham ekaikasya tridhādadam; tapasvī niyatāhāraḥ śamam āsthāya vāgyataḥ
Zweitausend Pferde, mit hundert [Stücken] Gold geschmückt, und hundert vorzügliche Dörfer gab ich für jedes einzelne dreifach; [ich war] Asket, maßvoll in der Nahrung, in Ruhe verharrend, das Wort zügelnd.
Wort für Wort
vājinām ca sahasre dve
und zwei Tausend Rosse (Gen.Pl./Akk.Du.)
suvarṇa-śata-bhūṣite
mit hundert Gold geschmückt (Akk.Du.)
varaṃ grāma-śataṃ ca aham
und hundert vorzügliche Dörfer, ich (Akk.)
ekaikasya tridhā adadam
für jedes einzelne dreifach gab ich (Gen./Adv./Impf.)
dīrghakālaṃ himavati gaṅgāyāś ca durutsahām; mūrdhnā dhārāṃ mahādevaḥ śirasā yām adhārayat; na tenāpy aham āgacchaṃ phaleneha pitāmaha
[Ich übte] lange Zeit im Himavat [Askese], um die schwer erträgliche Strömung der Gaṅgā, die Mahādeva mit dem Haupt, auf dem Scheitel trug [aufzufangen] [?] – auch durch diese Frucht bin ich nicht hierher gekommen, Großvater.
Wort für Wort
dīrgha-kālaṃ himavati
lange Zeit im Himavat (Akk./Lok.)
gaṅgāyāḥ ca durutsahām
und der Gaṅgā unerträgliche (Gen./Akk.f.)
mūrdhnā dhārāṃ mahādevaḥ
mit dem Haupt den Strom, Mahādeva (Instr./Akk./Nom.)
śirasā yām adhārayat
mit dem Scheitel, den er trug (Instr./Rel./Impf.3.Sg.)
na tena api aham āgacchaṃ
auch dadurch bin ich nicht gekommen (Impf.1.Sg.)
phalena iha pitāmaha
durch die Frucht hierher, Großvater (Instr./Adv./Vok.)
Satzbau locker; „dīrghakālam … tapas“ ist zu ergänzen: [ich übte Askese].
śamyākṣepair ayajaṃ yac ca devān; sadyaskānām ayutaiś cāpi yat tat; trayodaśadvādaśāhāṃś ca deva; sapauṇḍarīkān na ca teṣāṃ phalena
Dass ich den Göttern mit Śamyā-Würfen geopfert habe und mit zehntausend Sadyaska-Opfern, mit dreizehn- und zwölftägigen [Opfern] samt Pauṇḍarīka, Gott – durch deren Frucht nicht.
Wort für Wort
śamyā-kṣepaiḥ ayajaṃ yat ca devān
mit Śamyā-Würfen opferte ich, und den Göttern (Instr.Pl./Impf./Akk.)
sadyaskānām ayutaiḥ ca api yat tat
und mit Zehntausenden von Sadyaskas (Gen.Pl./Instr.Pl.)
ekādaśāhair ayajaṃ sadakṣiṇair; dvirdvādaśāhair aśvamedhaiś ca deva; ārkāyaṇaiḥ ṣoḍaśabhiś ca brahmaṃs; teṣāṃ phaleneha na cāgato 'smi
Mit Elftagesopfern samt Opfergaben opferte ich, mit zweimal-zwölftägigen und Rossopfern, Gott, und mit sechzehn Ārkāyaṇa-Opfern, Brahman – durch deren Frucht bin ich nicht hierher gekommen.
Wort für Wort
ekādaśa-ahaiḥ ayajaṃ sa-dakṣiṇaiḥ
mit Elftagesopfern opferte ich samt Gaben (Instr.Pl.)
dvir-dvādaśa-ahaiḥ aśvamedhaiḥ ca deva
mit doppelt-zwölftägigen und Rossopfern, Gott (Instr.Pl./Vok.)
ārkāyaṇaiḥ ṣoḍaśabhiḥ ca brahman
mit sechzehn Ārkāyaṇas, Brahmā (Instr.Pl./Vok.)
teṣāṃ phalena iha na ca āgataḥ asmi
durch deren Frucht bin ich nicht hierher gekommen (Instr./Part.+ 1.Sg.)
niṣkaikakaṇṭham adadaṃ yojanāyataṃ; tad vistīrṇaṃ kāñcanapādapānām; vanaṃ cūtānāṃ ratnavibhūṣitānāṃ; na caiva teṣām āgato 'haṃ phalena
Ich gab [einen Wald], ein Yojana lang, weit ausgedehnt, mit goldenen Bäumen, einen Hain von Mangobäumen, mit Juwelen geschmückt, [dazu] ein Halsgoldstück je [Baum/Empfänger] [?] – durch deren Frucht bin ich nicht gekommen.
Wort für Wort
niṣka-eka-kaṇṭham adadaṃ
mit einem Niṣka am Hals gab ich (Akk./Impf.)
yojana-āyataṃ tat vistīrṇam
ein Yojana lang, das ausgedehnte (Akk.n.)
kāñcana-pādapānām
der goldenen Bäume (Gen.Pl.)
vanaṃ cūtānāṃ ratna-vibhūṣitānām
einen Wald von Mangobäumen, juwelengeschmückten (Akk./Gen.Pl.)
na ca eva teṣām āgataḥ aham phalena
und nicht durch deren Frucht bin ich gekommen
Sehr knapper, syntaktisch schwieriger Vers; Wiedergabe unsicher [?].
Milchreiche, rötliche [Kühe] und ebenso Zugstiere, Herr der Welt, gab ich beständig den Brahmanen, Herr der Götter – durch diese Frucht bin ich nicht hierher gekommen.
Wort für Wort
payasvinīnām atha rohiṇīnām
der milchreichen, dann der rötlichen (Gen.Pl.f.)
tathā eva ca api anaḍuhām lokanātha
und ebenso der Stiere, Herr der Welt (Gen.Pl./Vok.)
prādāṃ nityaṃ brāhmaṇebhyaḥ sureśa
gab ich stets den Brahmanen, Herr der Götter (Aor./Adv./Vok.)
na iha āgataḥ tena phalena ca aham
nicht bin ich durch diese Frucht hierher gekommen (Part.)
indreṇa guhyaṃ nihitaṃ vai guhāyāṃ; yad bhārgavas tapasehābhyavindat; jājvalyamānam uśanastejaseha; tat sādhayām āsa mahaṃ vareṇyam
Ein Geheimnis, das Indra in einer Höhle verborgen hielt, das der Bhārgava [Uśanas] durch Askese hier fand, hell leuchtend durch Uśanas' Glanz – dieses hohe, erstrebenswerte Fest brachte ich zustande.
Wort für Wort
indreṇa guhyaṃ nihitaṃ vai guhāyām
von Indra ein Geheimnis niedergelegt in einer Höhle (Instr./Nom./Part.Pass./Lok.)
yat bhārgavaḥ tapasā iha abhyavindat
das der Bhārgava durch Askese hier fand (Rel./Nom./Instr./Impf.)
jājvalyamānam uśanaḥ-tejasā iha
hell strahlend durch Uśanas' Glanz hier (Part.Med./Instr.)
tat sādhayām āsa mahaṃ vareṇyam
dieses brachte ich zustande, ein Fest, erstrebenswert (Perf.periphr./Akk.)
Dunkle Stelle; „mahaṃ“ (Fest/Opfer) und Subjekt von „sādhayām āsa“ unsicher [?]; Subjektwechsel möglich (Uśanas?).
kāmaṃ yathāvad vihitaṃ vidhātrā; pṛṣṭena vācyaṃ tu mayā yathāvat; tapo hi nānyac cānaśanān mataṃ me; namo 'stu te devavara prasīda
Nach Belieben ist es von der Schicksalsmacht nach Ordnung bestimmt; ich, gefragt, muss aber der Wahrheit gemäß antworten: Nichts anderes als Fasten gilt mir als Askese. Ehrerbietung sei dir, bester der Götter, sei gnädig.
Wort für Wort
kāmaṃ yathāvat vihitaṃ vidhātrā
freilich ordnungsgemäß bestimmt vom Schöpfer (Adv./Part./Instr.)
pṛṣṭena vācyaṃ tu mayā yathāvat
von mir, dem Gefragten, ist zu antworten der Wahrheit gemäß (Instr./Gerundiv/Instr.)
tapaḥ hi na anyat ca anaśanāt mataṃ me
Askese, denn nichts anderes außer Fasten gilt mir (Abl./Part./Gen.)
namaḥ astu te devavara prasīda
Verehrung sei dir, bester der Götter, sei gnädig (Imp./Vok./Imp.)
Erster Halbvers dunkel [?]: „vihitaṃ vidhātrā“ möglicherweise als „vom Schöpfer eingerichtet ist [dass es so sei]“.
tasmād anaśanair yukto viprān pūjaya nityadā; viprāṇāṃ vacanāt sarvaṃ paratreha ca sidhyati; vāsobhir annair gobhiś ca śubhair naiveśikair api; śubhaiḥ surakṣaṇaiś cāpi toṣyā eva dvijās tvayā; etad eva paraṃ guhyam alobhena samācara
Darum sei stets dem Fasten ergeben, ehre die Brahmanen allezeit; durch das Wort der Brahmanen gelingt alles, im Jenseits und hier. Mit Gewändern, Speisen, Kühen und schönen Ausstattungen sowie mit guten Schutzgaben sind die Zweimalgeborenen von dir zufriedenzustellen. Dies eben ist das höchste Geheimnis: Übe es ohne Gier aus.
Wort für Wort
tasmāt anaśanaiḥ yuktaḥ
darum dem Fasten verbunden (Abl./Instr.Pl./Part.)
viprān pūjaya nityadā
ehre die Brahmanen stets (Akk.Pl./Imp.)
viprāṇāṃ vacanāt sarvaṃ paratra iha ca sidhyati
durch das Wort der Brahmanen gelingt alles, drüben und hier (Abl./3.Sg.Präs.)
vāsobhiḥ annaiḥ gobhiḥ ca śubhaiḥ naiveśikaiḥ api
mit Gewändern, Speisen, Kühen und schönen Haushaltsgaben (Instr.Pl.)
śubhaiḥ su-rakṣaṇaiḥ ca api toṣyāḥ eva dvijāḥ tvayā
auch mit guten Schutzgaben sind die Zweimalgeborenen zu befriedigen von dir (Instr./Gerundiv/Nom.Pl./Instr.)
etat eva param guhyam alobhena samācara
dies eben [ist] das höchste Geheimnis; ohne Gier übe es aus (Nom./Instr./Imp.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; „naiveśikaiḥ“ und „surakṣaṇaiḥ“ unsicher [?].