Kapitel 110: upavāsaphalavidhiḥ
Die Fastenvorschrift, die den Opferfrüchten gleichkommt, auch für Arme
Yudhiṣṭhira fragt nach einer Vorschrift, die auch Arme befolgen können und die Opferfrüchten gleichkommt; Bhīṣma legt die von Aṅgiras verkündete Fastenordnung mit ihren Früchten dar.
Yudhiṣṭhira sprach: Vom Großvater, dem hochherzigen, wurden die Opfer der Vorschrift gemäß verkündet, und ihre Vorzüge der Wahrheit gemäß, im Jenseits wie hier, in jeder Hinsicht.
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.)
pitāmahena vidhivad
vom Großvater vorschriftsgemäß (Instr. Sg.; Adv.)
yajñāḥ proktā mahātmanā
die Opfer wurden verkündet vom Hochherzigen (Nom. Pl.; Part. Pass.; Instr. Sg.)
guṇāś ca eṣāṃ
und die Vorzüge von diesen (Nom. Pl.; Gen. Pl.)
yathātattvaṃ pretya ca iha ca sarvaśaḥ
der Wahrheit gemäß, im Jenseits und hier, allseits (Adv.; Absolutiv als Adv.)
na te śakyā daridreṇa yajñāḥ prāptuṃ pitāmaha; bahūpakaraṇā yajñā nānāsaṃbhāravistarāḥ
Nicht können diese Opfer von einem Armen erlangt werden, Großvater; die Opfer haben viele Gerätschaften und sind ausgebreitet in mannigfachen Zurüstungen.
Wort für Wort
na te śakyā daridreṇa
nicht sind sie möglich für einen Armen (Nom. Pl.; Instr. Sg.)
yajñāḥ prāptuṃ pitāmaha
Opfer zu erlangen, Großvater (Nom. Pl.; Inf.; Vok.)
bahūpakaraṇā yajñā
Opfer mit vielen Gerätschaften (Bahuvrīhi, Nom. Pl.)
nānāsaṃbhāravistarāḥ
reich an mannigfachen Zurüstungen (Bahuvrīhi, Nom. Pl.)
Von Königen oder Prinzen können sie erlangt werden, Großvater, nicht von an Vermögen Mangelnden, Eigenschaftslosen, Alleinstehenden, nicht Verbündeten.
Wort für Wort
pārthivai rājaputrair vā
von Fürsten oder Königssöhnen (Instr. Pl.)
śakyāḥ prāptuṃ pitāmaha
sie können erlangt werden, Großvater (Inf.; Vok.)
na arthanyūnair
nicht von an Vermögen Geringen (Instr. Pl.)
avaguṇair ekātmabhir
von Mangelhaften, Alleinstehenden (Instr. Pl.)
asaṃhataiḥ
von Unverbundenen (Instr. Pl.)
Die Aufzählung ist ein Bündel negativer Eigenschaften (Vermögensmangel, Tugendmangel, Vereinzelung); genaue Abgrenzung von avaguṇa unsicher.
bhīṣma uvāca; idam aṅgirasā proktam upavāsaphalātmakam; vidhiṃ yajñaphalais tulyaṃ tan nibodha yudhiṣṭhira
Bhīṣma sprach: Dies wurde von Aṅgiras verkündet, sein Wesen ist die Frucht des Fastens; die Vorschrift, den Opferfrüchten gleich – diese vernimm, Yudhiṣṭhira.
Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
idam aṅgirasā proktam
dies wurde von Aṅgiras verkündet (Part. Pass.; Instr. Sg.)
upavāsaphalātmakam
dessen Wesen die Frucht des Fastens ist (Bahuvrīhi, Nom./Akk. Sg. n.)
vidhiṃ yajñaphalais tulyaṃ
die Vorschrift, den Opferfrüchten gleich (Akk. Sg.; Instr. Pl.)
dvitīye divase yas tu prāśnīyād ekabhojanam; sadā dvādaśamāsāṃs tu juhvāno jātavedasam; yajñaṃ bahusuvarṇaṃ vā vāsavapriyam āharet
Wer aber am zweiten Tag nur eine Mahlzeit einnimmt, stets zwölf Monate lang, dem Jātaveda opfernd, der möge ein Opfer mit viel Gold darbringen [d. h. dessen Frucht erlangen], oder eines, das Vāsava [Indra] lieb ist.
Wort für Wort
dvitīye divase yas tu
wer aber am zweiten Tag (Lok. Sg.)
prāśnīyād ekabhojanam
einnehmen möge eine Mahlzeit (Opt.; Akk.)
sadā dvādaśamāsāṃs tu
stets zwölf Monate (Akk. Pl.)
juhvāno jātavedasam
dem Jātavedas opfernd (Part. Med.; Akk.)
yajñaṃ bahusuvarṇaṃ vā
ein Opfer mit viel Gold oder (Akk. Sg.)
vāsavapriyam āharet
Vāsava-liebes darbringen möge (Akk.; Opt.)
Sinn der Tageszählung (zweiter, dritter … Tag) ist der Rhythmus: eine Mahlzeit je n-tem Tag; āharet im Sinne von „dessen Frucht gewinnen“ unsicher.
satyavāg dānaśīlaś ca brahmaṇyaś cānasūyakaḥ; kṣānto dānto jitakrodhaḥ sa gacchati parāṃ gatim
Wahrhaftig in der Rede, dem Geben zugeneigt, den Brahmanen ergeben und ohne Missgunst, nachsichtig, gebändigt, den Zorn besiegt – der geht zum höchsten Ziel.
Wort für Wort
satyavāg dānaśīlaś ca
wahrhaftig redend und dem Geben zugeneigt (Nom. Sg.)
brahmaṇyaś ca anasūyakaḥ
den Brahmanen ergeben und nicht missgünstig (Nom. Sg.)
agnikāryaparo nityaṃ nityaṃ kalyaprabodhanaḥ; agniṣṭomasya yajñasya phalaṃ prāpnoti mānavaḥ; haṃsasārasayuktaṃ ca vimānaṃ labhate naraḥ; indraloke ca vasate varastrībhiḥ samāvṛtaḥ
Stets dem Feuerdienst ergeben, stets frühmorgens erwachend, erlangt der Mensch die Frucht des Agniṣṭoma-Opfers; er erhält einen Himmelswagen, mit Schwänen und Kranichen bespannt, und weilt in Indras Welt, von erlesenen Frauen umgeben.
Wort für Wort
agnikāryaparo nityaṃ
dem Feuerdienst ergeben, stets (Nom. Sg.)
nityaṃ kalyaprabodhanaḥ
stets frühmorgens erwachend (Nom. Sg.)
agniṣṭomasya yajñasya phalaṃ
die Frucht des Agniṣṭoma-Opfers (Gen. Sg.; Akk.)
prāpnoti mānavaḥ
erlangt der Mensch (3.Sg.)
haṃsasārasayuktaṃ ca vimānaṃ
und einen Wagen, mit Schwänen und Kranichen bespannt (Akk. Sg.)
labhate naraḥ indraloke ca vasate
der Mann erhält; und in Indras Welt weilt er (3.Sg.Med.; Lok.)
varastrībhiḥ samāvṛtaḥ
von erlesenen Frauen umgeben (Instr. Pl.; Part. Pass.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage (*0531), nur in einem Teil der Handschriften.
alubdhaḥ satyavādī ca brahmaṇyaś cāvihiṃsakaḥ; anasūyur apāpastho dvādaśāhaphalaṃ labhet
ohne Gier, wahrhaft redend, den Brahmanen ergeben und nicht verletzend, ohne Missgunst, nicht im Bösen stehend, erlangt die Frucht von zwölf Tagen [Opferzeit].
Wort für Wort
alubdhaḥ satyavādī ca
nicht gierig und wahrhaft redend (Nom. Sg.)
brahmaṇyaś ca avihiṃsakaḥ
den Brahmanen ergeben und nicht verletzend
anasūyur apāpasthaḥ
ohne Missgunst, nicht im Bösen stehend
dvādaśāhaphalaṃ labhet
die Frucht des Zwölftage-Opfers erlangen möge (Akk.; Opt.)
Ein Himmelsgefährt, kreisförmig gewunden und von Wirbeln dicht umgeben, dem Wellengang des Ozeans gleichend, bringt er [als] hervorragendes Fahrzeug zustande.
[Es ist] von bunten Perlenketten geschmückt, erfüllt vom Klang von Muscheln und Pauken, mit Säulen aus Kristall und Diamantkern und mit gut gearbeiteten Altarplätzen; er besteigt das große Fahrzeug, das von Schwänen und Kranichen gezogen wird.
Wort für Wort
vicitramaṇimālābhiḥ nāditam
mit bunten Juwelenketten, erfüllt von Klang (Instr.Pl.; Part.Akk.Sg.n.)
śaṅkapuṣkaraiḥ
von Muscheln und Trommeln (Instr.Pl.)
sphāṭikaiḥ vajrasāraiḥ ca stambhaiḥ
mit kristallenen und diamantkernigen Säulen (Instr.Pl.)
sukṛtavedikam
mit gut gemachten Altären (Bahuvrīhi, Akk.Sg.n.)
ārohati mahat yānam
besteigt das große Fahrzeug (3.Sg.Präs.; Akk.Sg.n.)
haṃsasārasavāhanam
mit Schwänen und Kranichen als Zugtieren (Bahuvrīhi, Akk.Sg.n.)
parastriyo nābhilaṣed vācātha manasāpi vā; anṛtaṃ ca na bhāṣeta mātāpitroḥ kṛte 'pi vā
nach fremden Frauen soll er nicht verlangen, weder mit Worten noch auch nur in Gedanken, und Unwahres soll er nicht sagen, auch nicht um der Mutter und des Vaters willen.
Wort für Wort
parastriyaḥ na abhilaṣet
fremde Frauen soll er nicht begehren (Akk.Pl.; 3.Sg.Opt.)
vācā atha manasā api vā
mit Rede oder mit dem Sinn auch (Instr.Sg.)
anṛtam ca na bhāṣeta
und Unwahres soll er nicht sprechen (Akk.Sg.n.; 3.Sg.Opt.Med.)
mātāpitroḥ kṛte api vā
auch um der Mutter und des Vaters willen (Gen.Du.; Lok.Sg.)
abhigacchen mahādevaṃ vimānasthaṃ mahābalam; svayaṃbhuvaṃ ca paśyeta vimānaṃ samupasthitam
Er soll sich zu Mahādeva begeben, dem großen Mächtigen, der im Himmelsgefährt weilt, und Svayambhū [Brahmā] soll er erblicken, [wie] dessen Himmelswagen bereitsteht.
Wort für Wort
abhigacchet mahādevam
er soll sich begeben zu Mahādeva (3.Sg.Opt.; Akk.Sg.)
vimānastham mahābalam
der im Himmelswagen steht, von großer Kraft (Akk.Sg.m.)
svayaṃbhuvam ca paśyeta
und Svayambhū soll er erblicken (Akk.Sg.; 3.Sg.Opt.Med.)
vimānam samupasthitam
das Himmelsgefährt bereitstehend (Akk.Sg.n.; Part.Perf.Pass.)
Der zweite Halbvers ist unsicher im Bezug: vimānam samupasthitam könnte auch heißen, dass ihm der Wagen bereitsteht.[?]
divase dvādaśe yas tu prāpte vai prāśate haviḥ; sadā dvādaśamāsān vai sarvamedhaphalaṃ labhet
Wer aber am zwölften Tag, wenn er gekommen ist, die Opferspeise isst und dabei stets zwölf Monate lang [Jātaveda opfert], der erlangt die Frucht eines Allopfers (sarvamedha).
Wort für Wort
divase dvādaśe yaḥ tu
am zwölften Tag aber wer (Lok.Sg.; Nom.Sg.)
prāpte vai prāśate haviḥ
wenn er eingetroffen, isst er die Opferspeise (Lok.abs.; 3.Sg.Präs.Med.; Akk.Sg.)
sadā dvādaśamāsān vai
stets zwölf Monate lang (Akk. der Dauer)
sarvamedhaphalam labhet
die Frucht des Sarvamedha möge er erlangen (Akk.Sg.n.; 3.Sg.Opt.Med.)
[Er,] der Jātaveda opfert und mit Selbstzucht [Gelübde] verbunden ist.
Wort für Wort
juhvānaḥ jātavedasam
opfernd Jātaveda (Part.Präs.Med.; Akk.Sg.)
niyamena samāyuktaḥ
mit Gelübde ausgestattet (Instr.Sg.; Part.Nom.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; Halbverse ohne eigenes Prädikat, syntaktisch an die Nachbarverse anzuschließen.
Mit großen Türmen versehen, in der Brahmā-Welt fest gegründet, weilt er dort beständig, o König, umgeben von Männern und Frauen. So hat es der hochbeglückte Ṛṣi Aṅgiras, der das Dharma kennt, verkündet.
Wort für Wort
aṭṭaiḥ mahadbhiḥ saṃyuktam
mit großen Türmen versehen (Instr.Pl.; Part.Nom.Sg.n.)
brahmaloke pratiṣṭhitam
in der Brahmāwelt gegründet (Lok.Sg.; Part.)
nityam āvasate rājan
stets wohnt er, o König (3.Sg.Präs.Med.; Vok.Sg.)
naranārīsamāvṛtam
von Männern und Frauen umgeben (Part.Nom.Sg.n./m.)
trayodaśe tu divase yaḥ prāpte prāśate haviḥ; sadā dvādaśa māsān vai devasatraphalaṃ labhet
Wer aber am dreizehnten Tag, wenn er gekommen ist, die Opferspeise isst und dabei stets zwölf Monate lang [so verfährt], der erlangt die Frucht eines Götteropfers (devasatra).
Wort für Wort
trayodaśe tu divase
am dreizehnten Tag aber (Lok.Sg.)
yaḥ prāpte prāśate haviḥ
wer, wenn er eingetroffen, die Opferspeise isst (Nom.Sg.; Lok.abs.)
sadā dvādaśa māsān vai
stets zwölf Monate lang (Akk. der Dauer)
devasatraphalam labhet
die Frucht der Götter-Opfersitzung möge er erlangen (Akk.Sg.n.; 3.Sg.Opt.)
Von Göttermädchen erfüllt, mit himmlischem Schmuck geziert, [ist es] himmlisch, mit dem Aufsteigen heiligen Duftes, und von Windgefährten (vāyavya) geschmückt.
Wort für Wort
devakanyābhiḥ ākīrṇam
von Göttermädchen erfüllt (Instr.Pl.; Part.Nom.Sg.n.)
divyābharaṇabhūṣitam
mit himmlischem Schmuck geziert (Part.)
puṇyagandhodayam divyam
mit heiligem Duft, der aufsteigt, himmlisch (Nom.Sg.n.)
vāyavyaiḥ upaśobhitam
von Windgeschöpfen [?] geschmückt (Instr.Pl.; Part.)
vāyavya unsicher; als Wesen des Windgottes bzw. Windgetriebenes gefasst.[?]
tatra śaṅkupatākaṃ ca yugāntaṃ kalpam eva ca; ayutāyutaṃ tathā padmaṃ samudraṃ ca tathā vaset
Dort weilt er, [begleitet] von Pfahlfahnen, [und zwar] bis zum Ende des Yuga, ja ein Weltzeitalter lang, ebenso eine Myriade von Myriaden [Jahren], einen Padma und einen Ozean [als Zahlmaß].
Wort für Wort
tatra śaṅkupatākam ca
dort, mit Pfahl und Fahne (Adv.; Bahuvrīhi, Akk.Sg.n.)
yugāntam kalpam eva ca
bis zum Yugaende, ein Kalpa eben (Akk. der Dauer)
ayutāyutam tathā padmam
zehntausend mal zehntausend, ebenso einen Padma (Akk.Sg.)
samudram ca tathā vaset
und einen Samudra ebenso möge er weilen (Akk.Sg.; 3.Sg.Opt.)
Zahlwörter (padma, samudra) sind große Zahlbegriffe; Wiedergabe wörtlich.
caturdaśe tu divase yaḥ pūrṇe prāśate haviḥ; sadā dvādaśa māsān vai mahāmedhaphalaṃ labhet
Wer aber am vierzehnten Tag, wenn er voll [erfüllt] ist, die Opferspeise isst und dabei stets zwölf Monate lang [so verfährt], der erlangt die Frucht eines großen Opfers (mahāmedha).
Wort für Wort
caturdaśe tu divase
am vierzehnten Tag aber (Lok.Sg.)
yaḥ pūrṇe prāśate haviḥ
wer am vollen [?] die Opferspeise isst (Nom.Sg.; Lok.Sg.; 3.Sg.Präs.Med.)
sadā dvādaśa māsān vai
stets zwölf Monate lang (Akk. der Dauer)
mahāmedhaphalam labhet
die Frucht des großen Opfers möge er erlangen (Akk.Sg.n.; 3.Sg.Opt.)
pūrṇe wörtlich voll; möglicherweise bezieht es sich auf den Tag (voll, vollendet) oder das Gefäß.[?]
anirdeśyavayorūpā devakanyāḥ svalaṃkṛtāḥ; mṛṣṭataptāṅgadadharā vimānair anuyānti tam
Göttermädchen, deren Alter und Gestalt nicht zu bestimmen ist, gut geschmückt, mit blank poliertem, glühendem [d. h. glänzendem] Armschmuck, folgen ihm in Himmelsgefährten.
Wort für Wort
anirdeśyavayorūpāḥ
deren Alter und Gestalt unbeschreibbar ist (Nom.Pl.f.)
devakanyāḥ svalaṃkṛtāḥ
Göttermädchen, gut geschmückt (Nom.Pl.f.)
mṛṣṭataptāṅgadadharāḥ
mit blanken, geläuterten Armreifen tragend (Nom.Pl.f.)
vimānaiḥ anuyānti tam
in Himmelswagen folgen ihm (Instr.Pl.; 3.Pl.Präs.; Akk.Sg.)
mṛṣṭataptāṅgada eher: mit geglättetem und geläutertem (glühend gemachtem) Armreif.
yas tu pakṣe gate bhuṅkte ekabhaktaṃ jitendriyaḥ; sadā dādaśa māsāṃs tu juhvāno jātavedasam; rājasūyasahasrasya phalaṃ prāpnoty anuttamam
Wer aber nach Ablauf eines Halbmonats einmal [am Tag] isst, mit bezwungenen Sinnen, und dabei stets zwölf Monate lang Jātaveda opfert, der erlangt die unübertreffliche Frucht von tausend Rājasūya-Opfern.
Wort für Wort
yaḥ tu pakṣe gate bhuṅkte
wer aber, wenn ein Halbmonat vergangen, isst (Lok.abs.; 3.Sg.Präs.Med.)
ekabhaktam jitendriyaḥ
eine Mahlzeit [am Tag], mit besiegten Sinnen (Adv.; Nom.Sg.)
sadā dvādaśa māsān tu
stets zwölf Monate lang (Akk. der Dauer)
juhvānaḥ jātavedasam
opfernd Jātaveda (Part.; Akk.)
rājasūyasahasrasya phalam
von tausend Rājasūyas die Frucht (Gen.Sg.; Akk.Sg.)
prāpnoti anuttamam
erlangt er, unübertroffen (3.Sg.Präs.; Akk.Sg.n.)
Im Text dādaśa statt dvādaśa (Schreibfehler, als zwölf gedeutet).
Es ist von herrlichen Frauen, strahlend im himmlischen Schmuck, geziert, mit einer Säule, vier Toren und sieben Stockwerken, sehr glückverheißend, und von tausend Siegesfahnen (vaijayantī) und Gesangsklang verschönt.
Wort für Wort
divyābharaṇaśobhābhiḥ
mit der Pracht himmlischen Schmucks (Instr.Pl.f.)
varastrībhiḥ alaṃkṛtam
mit vorzüglichen Frauen geschmückt (Instr.Pl.; Part.Akk.Sg.n.)
ekastambham caturdvāram
mit einer Säule, vier Toren (Akk.Sg.n.)
saptabhaumam sumaṅgalam
siebenstöckig, sehr glückverheißend (Akk.Sg.n.)
vaijayantīsahasraiḥ ca
und mit tausend Siegesbannern (Instr.Pl.)
śobhitam gītanisvanaiḥ
geschmückt, mit Klängen des Gesangs (Part.Akk.Sg.n.; Instr.Pl.)
divyaṃ divyaguṇopetaṃ vimānam adhirohati; maṇimuktāpravālaiś ca bhūṣitaṃ vaidyutaprabham; vased yugasahasraṃ ca khaḍgakuñjaravāhanaḥ
Er besteigt ein himmlisches, mit himmlischen Vorzügen ausgestattetes Himmelsgefährt, das mit Juwelen, Perlen und Korallen geschmückt ist und blitzgleich glänzt; tausend Yugas lang wird er weilen, mit Schwertern und Elefanten als Gefährt.
Wort für Wort
divyam divyaguṇopetam
himmlisch, mit himmlischen Eigenschaften ausgestattet (Akk.Sg.n.)
vimānam adhirohati
das Himmelsgefährt besteigt er (Akk.Sg.n.; 3.Sg.Präs.)
maṇimuktāpravālaiḥ ca bhūṣitam
und mit Juwelen, Perlen, Korallen geschmückt (Instr.Pl.; Part.)
vaidyutaprabham
blitzgleich strahlend (Akk.Sg.n.)
vaset yugasahasram ca
er möge tausend Yugas weilen (3.Sg.Opt.; Akk. der Dauer)
khaḍgakuñjaravāhanaḥ
mit Nashorn [?] und Elefant als Fahrzeug (Bahuvrīhi, Nom.Sg.)
khaḍgakuñjaravāhana ist unsicher: eventuell ein Wesen, dessen Fahrzeug Nashorn und Elefant sind.[?]
ṣoḍaśe divase yas tu saṃprāpte prāśate haviḥ; sadā dvādaśa māsān vai somayajñaphalaṃ labhet
Wer aber am sechzehnten Tag, wenn er eingetroffen ist, die Opferspeise isst und dabei stets zwölf Monate lang [so verfährt], der erlangt die Frucht eines Soma-Opfers.
Wort für Wort
ṣoḍaśe divase yaḥ tu
am sechzehnten Tag aber wer (Lok.Sg.; Nom.Sg.)
saṃprāpte prāśate haviḥ
wenn er eingetroffen ist, isst er die Opferspeise (Lok.abs.; 3.Sg.Präs.Med.)
sadā dvādaśa māsān vai
stets zwölf Monate lang (Akk. der Dauer)
somayajñaphalam labhet
die Frucht des Somaopfers möge er erlangen (Akk.Sg.n.; 3.Sg.Opt.)
Dort freut er sich mit den trefflichen Frauen der Unsterblichen, frei von Kummer, göttliche Gewänder tragend, glanzvoll, hundert mal zehntausend Jahre lang.
Wort für Wort
tatrāmaravarastrībhir
dort mit den besten Frauen der Unsterblichen (Instr.Pl.)
modate vigatajvaraḥ
freut er sich, frei von Kummer (3.Sg.Med.; Nom.)
divyāmbaradharaḥ śrīmān
göttliche Gewänder tragend, glanzvoll (Nom.Sg.m.)
ayutānāṃ śataṃ samāḥ
hundert [Mal] zehntausend Jahre (Gen.Pl.; Akk.Pl. der Dauer)
Nach Belieben sich bewegend, Nektar speisend, in einen vorzüglichen Luftwagen gestiegen, vergnügt er sich mit Götterjungfrauen, mit göttlichem Schmuck geziert.
Wort für Wort
kāmacārī sudhāhāro
nach Belieben sich bewegend, Nektar zur Speise habend (Nom.Sg.m.)
vimānavaram āsthitaḥ
einen vorzüglichen Luftwagen bestiegen habend (Akk.; Part.Pass.)
ramate devakanyābhir
vergnügt sich mit Götterjungfrauen (3.Sg.Med.; Instr.Pl.)
in einen vorzüglichen Luftwagen gestiegen, der mit zahllosen Vorzügen ausgestattet ist [?], vergnügt er sich mit Götterjungfrauen, mit göttlichem Schmuck geziert.
Wort für Wort
anekaguṇaparyantaṃ
mit unzähligen Vorzügen bis zum Rand [erfüllt] (Akk.Sg.m.) [?]
vimānavaram āsthitaḥ
einen vorzüglichen Luftwagen bestiegen habend (Akk.; Part.Pass.)
ramate devakanyābhir
vergnügt sich mit Götterjungfrauen (3.Sg.Med.; Instr.Pl.)
in einem goldenen, göttlichen, mit Schwänen bespannten, herzerfreuenden Luftwagen vergnügt er sich mit Tausenden und Zehntausenden von Götterjungfrauen.
Wort für Wort
vimāne kāñcane divye
im goldenen, göttlichen Luftwagen (Lok.Sg.n.)
haṃsayukte manorame
mit Schwänen bespannt, herzerfreuend (Lok.Sg.n.)
ramate devakanyānāṃ
vergnügt sich, der Götterjungfrauen (3.Sg.Med.; Gen.Pl.)
sahasrair ayutais tathā
mit Tausenden und ebenso Zehntausenden (Instr.Pl.)
[Von Wagen,] die von Götterjungfrauen bestiegen, silbern, makellos und schön sind; einen vorzüglichen, göttlichen, überaus herzgewinnenden Luftwagen bestiegen habend,
Wort für Wort
devakanyāsamārūḍhai
von Götterjungfrauen bestiegen (Instr.Pl.)
rājatair vimalaiḥ śubhaiḥ
silbern, makellos, schön (Instr.Pl.)
vimānam uttamaṃ divyam
einen vorzüglichen, göttlichen Luftwagen (Akk.Sg.n.)
āsthāya sumanoharam
bestiegen habend, sehr herzgewinnend (Abs.; Akk.Sg.n.)
Die Instrumentale schließen an rathaiḥ des vorigen Verses an.
[Von Frauen] mit mancherlei Wohlgerüchen und mit mancherlei Gewändern und Aufmachungen.
Wort für Wort
nānāvidhasugaṃdhābhiḥ
mit mancherlei schönen Düften (Instr.Pl.f.)
nānāveṣābhir eva ca
und mit mancherlei Gewändern (Instr.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile der kritischen Ausgabe (*0536); setzt Vers 125 fort.
bahubhir niyamair evaṃ māsān aśnāti yo naraḥ; abhrāvakāśaśīlaś ca tasya vāso nirucyate
wer als Mensch so mit vielen Observanzen Monate hindurch [fastend] isst und unter freiem Himmel zu weilen pflegt: für ihn wird dieser Aufenthalt bezeichnet.
Wort für Wort
bahubhir niyamair evam
mit vielen Observanzen, so (Instr.Pl./Adv.)
māsān aśnāti yo naraḥ
Monate isst, wer als Mann (Akk.Pl./3.Sg./Nom.rel.)
abhrāvakāśaśīlaś ca
und Freiluft-Lager-Gewohnheit habend (Nom.)
tasya vāso nirucyate
für ihn wird Wohnung genannt (Gen./Nom./3.Sg.Pass.)
Die Aussage zu māsān aśnāti ist knapp; ‚Monate hindurch [fastend]‘ ergänzt [?].
[Sie gehen] die vaiṣṇava oder die raudra oder die fünfte [Bahn] als Brahmacārins; ein Jahresgelübde haltend, schreiten sie zur höchsten Welt.
Wort für Wort
vaiṣṇavīṃ vātha raudrīṃ vā
die Viṣṇu-[Bahn?] oder die Rudra-[Bahn?] (Akk.f.)
pañcamīṃ brahmacāriṇaḥ
die fünfte, als Brahmacārins (Akk.f./Nom.Pl.)
saṃvatsaravrataṃ kṛtvā
ein Jahresgelübde getan habend (Akk./Abs.)
kramante lokam uttamam
sie schreiten zur höchsten Welt (3.Pl.Präs./Akk.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeilen (*0538); vaiṣṇavīṃ/raudrīṃ/pañcamīṃ ohne Bezugswort (vermutl. tithi oder gati) [?].
dambhadrohanivṛtteṣu kṛtabuddhiṣu bhārata; acaleṣv aprakampeṣu mā te bhūd atra saṃśayaḥ
bei denen, die von Heuchelei und Feindseligkeit abgelassen haben, mit gefasstem Entschluss, unerschütterlich und unbewegt, o Bhārata: dir soll darüber kein Zweifel sein.
Wort für Wort
dambhadrohanivṛtteṣu
bei von Heuchelei und Feindschaft Abgewandten (Lok.Pl.)
yudhiṣṭhiraḥ; pitāmahena kathitā dānadharmāśritāḥ kathāḥ; mayā śrutā ṛṣīṇāṃ tu saṃnidhau keśavasya ca; punaḥ kautūhalam abhūt tām evādhyātmikīṃ prati; kathāṃ kathaya rājendra tvad anyaḥ ka udāharet; eṣa yādavadāyādas tathānujñātum arhati; jñāte tu yasmiñ jñātavyaṃ jñātaṃ bhavati bhārata; paścāc chroṣyāmahe rājñāṃ śrāvyān dharmān pitāmaha; kautūhalam ṛṣīṇāṃ tu cchettum arhasi sāṃpratam; bhīṣmaḥ; ata ūrdhvaṃ mahārāja sāṃkhyayogobhayaśāstrādhigatayāthātmyadarśanasaṃpannayor ācāryayoḥ saṃvādam anuvyākhyāsyāmaḥ | tad yathābhagavantaṃ sanatkumāram āsīnam aṅguṣṭhaparvamātraṃ mahati vimānavare | yojanasahasramaṇḍale taruṇabhāskarapratīkāśe śayanīye mahati baddhāsanam anudhyāyantam amṛtam anāvartakaram amūrtam akṣayajam athopadiṣṭam upasasarpa bhagavantam ācāryaṃ bhagavān ācāryo rudras taṃ provāca - svāgataṃ maheśvara brahmasuta | etad āsanam āstāṃ bhagavān || ity ukte cāsīno bhagavān anantarūpo rudras taṃ provāca - bhagavān api dhyānam āvartayati | ity ukte cāha bhagavān sanatkumāras tatheti ||; tathety uktaś ca provāca bhagavāñ śaṃkaras tadā; parāvarajñaṃ sarvasya trailokyasya mahāmunim; kiṃ vā dhyānena draṣṭavyaṃ yad bhavān anupaśyati; yac ca dhyātvā na śocanti yatayas tattvadarśinaḥ; kathaya tvam imaṃ devaṃ dehināṃ yatisattama; yac ca tatpuruṣaṃ śuddham ity uktaṃ yogasāṃkhyayoḥ; kim adhyātmādhibhūtaṃ ca tathā cāpy adhidaivatam; kālasaṃkhyā ca kā deva draṣṭavyā tasya brahmaṇaḥ; saṃkhyā saṃkhyādanasyaiva yā proktā paramarṣibhiḥ; śāstradṛṣṭena mārgeṇa yathāvad yatisattama; yac ca tatpuruṣaṃ śuddhaṃ prabuddham ajaraṃ dhruvam; budhyamānāprabuddhābhyāṃ vidyāvedyaṃ tathaiva ca; vimokṣaṃ trividhaṃ caiva brūhi mokṣavidāṃ vara; parisaṃkhyāṃ ca sāṃkhyānāṃ dhyānaṃ yogeṣu cārthavat; ekatvadarśanaṃ caiva tathā nānātvadarśanam; ariṣṭāni ca tattvena tathaivotkramaṇāni ca; daivatāni ca sarvāṇi nikhilenānupūrvaśaḥ; yāny āśritāni deheṣu dehināṃ yatisattama; sarvam etad yathātattvam ākhyāhi munisattama; śreṣṭho bhavān hi sarveṣāṃ brahmajñānām anindita; caturthas tvaṃ trayāṇāṃ tu ye gatāḥ paramāṃ gatim; jñānena ca prākṛtena nirmukto mṛtyubandhanāt; vayaṃ tu vaikṛtaṃ mārgam āśritā vai kṣaraṃ sadā; param utsṛjya panthānam amṛtākṣaram eva tu; nyūne pathi nimagnās tu aiśvarye 'ṣṭaguṇe tathā; mahimānaṃ pragṛhyemaṃ vicarāmo yathāsukham; na caitat sukham atyantaṃ nyūnam etad anantaram; mūrtimat param etat syāt tv idam evaṃ susattama; punaḥ punaś ca patanaṃ mūrtimaty upadiśyate; na punar mṛtyur ity anyaṃ nirmuktānāṃ tu mūrtitaḥ; mṛtyudoṣās tv anantā vai utpadyante kṛtātmanām; martyeṣu nākapṛṣṭheṣu nirayeṣu mahāmune; tatra majjanti puruṣāḥ sukhaduḥkhena ceṣṭitāḥ; sukhaduḥkhavyapetaṃ ca yad āhur amṛtaṃ padam; tad ahaṃ śrotum icchāmi yathāvac chrutidarśanāt; sanatkumāraḥ; yad uktaṃ bhavatā vākyaṃ tattvasaṃjñeti dehinām; caturviṃśatim evātra ke cid āhur manīṣiṇaḥ; ke cid āhus trayoviṃśaṃ yathāśrutinidarśanāt; vayaṃ tu pañcaviṃśaṃ vai tad adhiṣṭhānasaṃjñitam; tattvaṃ samadhimanyāmaḥ sarvatantrapralāpanāt; avyayaś caiva vai vyaktāv ubhāv api pinākadhṛk; saha caiva vinā caiva tāv anyonyaṃ pratiṣṭhitau; hiraṇmayīṃ praviśyaiṣa mūrtiṃ mūrtimatāṃ vara; cakāra puruṣas tāta vikārapuruṣāv ubhau; avyaktād eka evaiṣa mahān ātmā prasūyate; ahaṃkāreṇa lokāṃś ca vyāpya cāhaṃkṛtena vai; vinā sarvaṃ tad avyaktād abhimanyasva śūladhṛk; bhūtasargam ahaṃkārāt tṛtīyaṃ viddhi vai kramāt; ahaṃkārāc ca bhūteṣu caturthaṃ viddhi vaikṛtam; ahaṃkārāc ca jātāni yugapad vibudheśvara; saviśeṣāṇi bhūtāni pañca prāhur manīṣiṇaḥ; caturviṃśāt tu vai proktāt pañcaviṃśo 'dhitiṣṭhati; ete sargā mayā proktāś catvāraḥ prākṛtās tv iha; ahaṃkārāc ca jātāni yugapad vibudheśvara; ahaṃkārāc ca bhūteṣu vividhārthaṃ vyajāyata; indriyair yugapat sarvaiḥ so 'nityaś ca samīkṣyate; maruttvaṃ sattvasargaś ca tuṣṭiḥ siddhis tathaiva ca; vaikṛtāni pravakṣyāmi śṛṇu tāni mahāmate; eṣā tattvacaturviṃśan mayā śāstrānumānataḥ; varṇitā tava deveśa pañcaviṃśasamanvitā; pañcamo 'nugrahaś caiva navaite prākṛtaiḥ saha; aindre 'py aham athāpy anyan mamātmani ca bhāsvaraḥ; yac ca dehamayaṃ kiṃ cit triṣu lokeṣu vidyate; sarvatraivābhimantavyaṃ tvayā tripurasūdana; anyathā ye tu paśyanti te na paśyanti brahmaja; etad avyaktaviṣayaṃ pañcaviṃśasamanvitam; anena kāraṇenaiva tattvam āhur manīṣiṇaḥ; vikāramātram etat tu tattvam ācakṣate param; nistattvaś caiṣa deveśa boddhavyaṃ tu na budhyate; yadi budhyet paraṃ buddhaṃ budhyamānaḥ surarṣabha; sanatkumāraḥ; prabuddho hy abhimanyeta yo 'yaṃ nāham iti prabho; tattvasaṃkhyā śrutā caiṣā yeṣāṃ brahmavidāṃ vara; sargasaṃkhyā mayā proktā navānām anupūrvaśaḥ; pravakṣyāmi tu te 'dhyātmam adhibhūtādhidaivatam; naitad yuktair vedavidbhir gṛhasthair; mānyair ebhis tapasā vābhipannaiḥ; yatnena dṛṣṭaṃ paramātmatattvaṃ; tattvena prāpyaṃ tu yathoktam etat; paraṃ parebhyas tv amṛtārthatattvaṃ; svabhāvasattvastham anīśam īśam; kaivalyatāṃ prāpya mahāsurottama; tavaitad ākhyāmi munīndra vṛttyā; rahasyam evānyad avāpya divyaṃ; pavitrapūtas tava mṛtyujālam; pṛthvīm imāṃ yady api ratnapūrṇāṃ; dadyān na deyaṃ tv aparīkṣitāya; nāśraddadhānāya na cānyabuddher; nājñānayuktāya na vismitāya; svādhyāyayuktāya guṇānvitāya; pradeyam etan niyatendriyāya; saṃkṣepaṃ cāpy athaiteṣāṃ tattvānāṃ vṛṣabhadhvaja; anulomānujātānāṃ pratilomaṃ pralīyatām; pravakṣyāmi tam adhyātmaṃ sādhibhūtādhidaivatam; yathāṃśujālam arkasya tathaitat pravadanti vai; saṃkṣīṇe brahmadivase jagaj jaladhim āviśet; pralīyate jale bhūmir jalam agnau pralīyate; līyate 'gnis tathā vāyau vāyur ākāśa eva tu; manasi pralīyate khaṃ tu mano 'haṃkāra eva ca; ahaṃkāras tathā tasmin mahati pravilīyate; mahān avyakta ity āhus tad ekatvaṃ pracakṣate; avyaktasya mahādeva pralayaṃ viddhi brahmaṇi; evam asyāsakṛt krīḍām āhus tattvavido janāḥ; adhyātmam adhibhūtaṃ ca tathaivāpy adhidaivatam; yathāvad uditaṃ śāstraṃ yoge tu sumahātmabhiḥ; tathaiva ceha sāṃkhye tu parisaṃkhyātmacintakaiḥ; prapañcitārtham etāvan mahādeva mahātmabhiḥ; brahmeti vidyād adhyātmaṃ puruṣaṃ cādhidaivatam; prabhavaṃ sarvabhūtānāṃ rakṣaṇaṃ tatra karma ca; adhyātmaṃ prāṇam ity āhuḥ kratum apy adhidaivatam; rathaṃ ca yajñavāho 'tra karmāhaṃkāra eva ca; adhyātmaṃ tu mano vidyāc candramāś cādhidaivatam; daivaṃ ca prabhavaś caiva karma vyāhṛtayas tathā; vidyāt tu śrotram adhyātmam ākāśam adhidaivatam; sarvabhāvābhidhānārthaṃ śabdaḥ karma sadā smṛtam; tvag adhyātmam atho vidyād vāyur atrādhidaivatam; saṃnipātaya vijñānaṃ sarvakarma ca tatra ha; adhyātmaṃ cakṣur ity āhur bhāskaro 'trādhidaivatam; jñāpanaṃ sarvavarṇānāṃ rūpaṃ karma sadā smṛtam; jihveti vidyād adhyātmam āpaś cātrādhidaivatam; pāyur adhyātmam ity āhur yathāvad yatisattamāḥ; visargam adhibhūtaṃ ca mitraṃ cāpy adhidaivatam; upastho 'dhyātmam ity āhur devadeva pinākadhṛk; anubhāvo 'dhibhūtaṃ tu daivataṃ ca prajāpatiḥ; pādāv adhyātmam ity āhus triśūlāṅka manīṣiṇaḥ; gantavyam adhibhūtaṃ tu viṣṇus tatrādhidaivatam; vāg adhyātmaṃ tathaivāhuḥ pinākiṃs tattvadarśinaḥ; vaktavyam adhibhūtaṃ tu vahnis tatrādhidaivatam; etad adhyātmam atulaṃ sādhibhūtādhidaivatam; mayā tu varṇitaṃ samyag dehinām amararṣabha; etat kīṭapataṃge ca śvapāke śuni hastini; putrikādaṃśamaśake brāhmaṇe gavi pārthive; sarvam eva hi draṣṭavyam anyathā mā vicintaya; ato 'nyathā ye paśyanti na samyak teṣu darśanam; devadānavagandharvayakṣarākṣasakiṃnarāḥ; yan na jānanti ko hy eṣa kuto vā bhagavān iti; om ity ekākṣaraṃ brahma yat tat sadasataḥ param; anādimadhyaparyantaṃ kūṭastham acalaṃ dhruvam; yogeśvaraṃ padmanābhaṃ viṣṇuṃ jiṣṇuṃ jagatpatim; anādinidhanaṃ devaṃ devadevaṃ sanātanam; aprameyam avijñeyaṃ hariṃ nārāyaṇaṃ prabhum; kṛtāñjaliḥ śucir bhūtvā praṇamya prayato 'rcayet; anādyantaṃ paraṃ brahma na devā ṛṣayo viduḥ; eko 'yaṃ veda bhagavāṃs trātā nārāyaṇo hariḥ; nārāyaṇād ṛṣigaṇās tataḥ siddhā mahoragāḥ; devā devarṣayaś caiva yaṃ vidur duḥkhabheṣajam; yam āhur vijitakleśaṃ yasmiṃś ca vihitāḥ prajāḥ; yasmiṃl lokāḥ sphurantīme jāle śakunayo yathā; saptarṣayo manaḥ sapta sāṃkhyās tu munidarśanāt; saptarṣayaś cendriyāṇi pañca buddhīndriyāṇi ca; śrotrayoś ca diśaḥ prāhur manasi tv atha candramāḥ; manaḥ ṣaṣṭhaṃ buddhiḥ saptamī hy ātmani sthāpitāni, śarīreṣu nātmani |; tasya hi kāraṇāni bhavanti | sarvāṇy api sarvakarmasu vā viṣayeṣu vā yuñjanti yathātmani svāni karmāṇi pravṛttāni | saptasv api viṣayāṇāṃ vyāpakāni |; tāny eva svapato bhūtagrāmasyājam ātmānaṃ devalokasthānasaṃmitaṃ dehāntaragāminaṃ mumukṣuṃ vānupraviśanti sūkṣmāṇi pralīyante |; mokṣakāle tam ekaṃ na kaś cid vetti svāparam |; evaṃ praviṣṭeṣu bhūteṣu ko jāgartīty ucyate | nidrāprasupteṣu vātra jāgrat svapnaśīlo 'tra sadane ca devadyotano bhagavāṃś cātra kṣetrajño buddhir vā | sa hi suptasyāpi svapnadarśanāni paśyati |; apratibuddheṣu lokeṣu sa eva pratibudhyate |; sanatkumāraḥ; sa eṣa prājñaḥ | atha taijasaḥ kāyāgniḥ | sa hi suptasyātmā vā | aviduṣo vāpratibudhyamānasyānnaṃ pacatīty ante 'vatiṣṭhate | etad ātmānam adhikṛtyānujñātam iti |; prabhavaś cāpyayas tāta varṇitas te 'nupūrvaśaḥ; tathādhyātmādhibhūtaṃ ca tathaivātrādhidaivatam; nikhilena tu vakṣyāmi daivatānīha dehinām; yāny āśritāni deheṣu yāni pṛcchasi śaṃkara; vācy agnis tv atha jihvāyāṃ somaḥ prāṇe tu mārutaḥ; rūpe cāpy atha nakṣatraṃ jihvāyāṃ cāpa eva tu; nābhyāṃ samudraś ca vibhur nakharoma tathaiva ca; vanaspativanauṣadhyas tv aṅgeṣu marutas tathā; saṃvatsarāḥ parvasu ca ākāśe daivamānuṣe; udāne vidyud abhavad vyāne parjanya eva ca; stanayor eva cākāśaṃ bale cendras tathābhavat; matāv apy atha ceśānas tv apāne rudra eva ca; gandharvāpsaraso vyāne satye mitraś ca śaṃkara; prajñāyāṃ varuṇaś caiva cakṣuṣy āditya eva ca; śarīre pṛthivī caiva pādayor viṣṇur eva ca; pāyau mitras tathopasthe prajāpatir ariṃdama; mūrdhni caiva diśaḥ prāhur buddhau brahmā pratiṣṭhitaḥ; budhyamāno ''tmaniṣṭhaḥ syād adhiṣṭhātā tu śaṃkara; abuddhaś cābhavat tasmād budhyamānān na saṃśayaḥ; ābhyām anyaḥ paro buddho vedavādeṣu śaṃkara; yadāśritāni deheṣu daivatāni pṛthak pṛthak; yo 'gnaye yajate nityam ātmayājī samāhitaḥ; ya evam anupaśyeta daivatāni samāhitaḥ; so 'tra yogī bhavaty eva ya evam anupaśyati; sa sarvayajñayājibhyo hy ātmayājī viśiṣyate; mukhe juhoti yo nityaṃ kṛtsnaṃ viśvam idaṃ jagat; so ''tmavit procyate tajjñair mahādeva mahātmabhiḥ; sarvebhyaḥ paramebhyo vai daivatebhyo hy ātmayājinā; gantavyaṃ param ākāṅkṣan param eva vicintayan; yathā saṃkramate dehād dehī tripurasūdana; tathāsya sthānam ākhyāsye pṛthaktveneha śaṃkara; pādābhyāṃ vaiṣṇavaṃ sthānam āpnoti viniyojanāt; pāyunā mitram āpnoti upasthena prajāpatim; nābhyā ca vāruṇaṃ sthānaṃ stanābhyāṃ tu bhuvo labhet; bāhubhyāṃ vāsavaṃ sthānaṃ śrotrābhyām āpnuyād diśaḥ; ādityaṃ cakṣuṣā sthānaṃ mūrdhnā brahmaṇa eva ca; atha mūrdhasu yaḥ prāṇān dhārayeta samāhitaḥ; buddhyā mānam avāpnoti dravyāvasthaṃ na saṃśayaḥ; avyaktāt paramaṃ śuddham aprameyam anāmayam; tam āhuḥ paramaṃ nityaṃ yad yad āpnoti buddhimān; budhyamānāprabuddhābhyāṃ sa buddha iti paṭhyate; budhyamānam abuddhaś ca nityam evānupaśyati; vikārapuruṣas tv eṣa budhyamāna iti smṛtaḥ; pañcaviṃśatitattvaṃ tat procyate tatra saṃśayaḥ; sa eṣa prakṛtisthatvāt tasthur ity upadiśyate; mahān ātmā mahādeva mahān atrādhitiṣṭhati; adhiṣṭhānād adhiṣṭhātā procyate śāstradarśanāt; eṣa cetayate deva mohajālam abuddhimān; avyaktasyaiva sādharmyam etad āhur manīṣiṇaḥ; so 'haṃ so 'ham ato nityād ajñānād iti manyate; yadi budhyati caivāyaṃ manyeyam iti bhāsvaraḥ; na prabuddho na varteta pānīyaṃ matsyako yathā; devatā nikhilenaitāḥ proktās tribhuvaneśvara; yogakṛtyaṃ tu tāvan me tvaṃ nibodhānupūrvaśaḥ; śūnyāgāreṣv araṇyeṣu sāgare vā guhāsu vā; viṣṭambhayitvā trīn daṇḍān avāpto hy advayo bhavet; prāṅmukhodaṅmukho vāpi tathā paścānmukho 'pi vā; dakṣiṇāvadano vāpi baddhvā vidhivad āsanam; svastikenopasaṃviṣṭaḥ kāyam unnāmya bhāsvaram; yathopadiṣṭaṃ guruṇā tathā tad brahma dhārayet; laghvāhāro yato dāntas trikālaparivarjakaḥ; mūtrotsargapurīṣābhyām āhāre ca samāhitaḥ; śeṣakālaṃ tu yuñjīta manasā susamāhitaḥ; indriyāṇīndriyārthebhyo manasā vinivartayet; manas tathaiva saṃgṛhya buddhyā buddhimatāṃ vara; vidhāvamānaṃ dhairyeṇa visphurantam itas tataḥ; nirudhya sarvasaṃkalpāṃs tato vai sthiratāṃ vrajet; ekāgras tad vijānīyāt sarvaṃ guhyatamaṃ param; nivātastha ivālolo yathā dīpo 'tidīpyate; ūrdhvam eva na tiryak ca tathaiva bhrāmyate manaḥ; hṛdisthas tiṣṭhate yo 'sau tathaivābhimukho yadā; mano bhavati deveśa pāṣāṇam iva niścalam; sa nirjane vinirghoṣe saghoṣe cāvasañ jane; yukto yo na vikampeta yogī yogavidhiḥ śrutaḥ; tataḥ paśyati tad brahma jvalad ātmani saṃsthitam; vidyud ambudhare yadvat tadvad ekam anāśrayam; tamasy agādhe tiṣṭhantaṃ nistamaskam acetanam; cetayānam acetaṃ ca dīpyamānaṃ svatejasā; aṅguṣṭhaparvamātraṃ tan naiḥśreyasam aninditam; mahad bhūtam anantaṃ ca svatantraṃ vigatajvaram; jyotiṣāṃ jyotiṣaṃ devaṃ viṣṇum atyantanirmalam; nārāyaṇam aṇīyāṃsam īśvarāṇām adhīśvaram; viśvataḥ paramaṃ nityaṃ viśvaṃ nārāyaṇaṃ prabhum; avijñāya nimajjanti lokāḥ saṃsārasāgare; yaṃ dṛṣṭvā yatayas tāta na śocanti gatajvarāḥ; janmamṛtyubhayān muktās tīrṇāḥ saṃsārasāgaram; aṇimā laghimā bhūmā prāptiḥ prākāmyam eva ca; īśitvaṃ ca vaśitvaṃ ca yatrakāmāvasāyitā; etad aṣṭaguṇaṃ yogaṃ yogānām abhitaḥ smṛtam; dṛṣṭvātmānaṃ nirātmānam aprameyaṃ sanātanam; te viśanti śarīrāṇi yogenānena bhāsvaram; daityadevamanuṣyāṇāṃ balena balavattamāḥ; etat tattvam anādyantaṃ yad bhavān anupṛcchati; nityaṃ vayam upāsyāmo yogadharmaṃ sanātanam; yogadharmān na dharmo 'sti garīyān surasattama; etad dharmaṃ hi dharmāṇām apunarbhavasaṃskṛtam; tattvataḥ param astīti ke cid āhur manīṣiṇaḥ; ke cid āhuḥ paraṃ nāsti ye jñānaphalam āśritāḥ; jñānasthaḥ puruṣas tv eṣa vikṛtaḥ svena varṇitaḥ; yaṃ dhyānenānupaśyanti nityaṃ yogaparāyaṇāḥ; tam eva puruṣaṃ devaṃ ke cid eva maheśvara; nityam anyatamāḥ prāhur jñānaṃ paramakaṃ smṛtam; jñānam eva vinirmuktāḥ sāṃkhyā gacchanti kevalam; cintādhyātmani cānyatra yogāḥ paramabuddhayaḥ; uktam etāvad etat te yogadarśanam uttamam; sanatkumāraḥ; sāṃkhyajñānaṃ pravakṣyāmi parisaṃkhyānidarśanam; indriyebhyo manaḥ pūrvam ahaṃkāras tataḥ param; ahaṃkārāt parā buddhir buddheḥ parataraṃ mahat; mahataḥ param avyaktam avyaktāt puruṣaḥ paraḥ; etāvad etat sāṃkhyānāṃ darśanaṃ devasattama; avyaktaṃ buddhyahaṃkārau mahābhūtāni pañca ca; manas tathā viśeṣāś ca daśa caivendriyāṇi ca; eṣā tattvacaturviṃśan mahāpuruṣasaṃmitā; budhyamānena deveśa cetanena mahātmanā; saṃyogam etayor nityam āhur avyaktapuṃsayoḥ; ekatvaṃ ca bahutvaṃ ca sargapralayakoṭiśaḥ; tamaḥsaṃjñitam etad dhi pravadanti triśūladhṛk; samutpāṭya yathāvyaktāj jīvā yānti punaḥ punaḥ; ādir eṣa mahān ātmā guṇānām iti naḥ prabho; guṇasthatvād guṇaṃ tv enam āhur avyaktalakṣaṇam; etenādhyuṣito vyaktas triguṇaṃ cetayaty atha; acetanaprakṛtyaiṣa na cānyam anubudhyate; budhyamāno hy ahaṃkārī nityaṃ mānāprabodhanāt; vimalasya viśuddhasya nīrujasya mahātmanaḥ; vimalodāraśīlaḥ syād budhyamānāprabuddhayoḥ; draṣṭā bhavaty abhoktā ca sattvamūrtiś ca nirguṇaḥ; budhyamānāprabuddhābhyām anya eva tu nirguṇaḥ; upekṣakaḥ śucis tābhyām ubhābhyām ayutas tathā; budhyamāno na budhyeta buddham evaṃ sanātanam; sa eva buddher avyaktasvabhāvatvād acetanaḥ; so 'ham eva na me 'nyo 'sti ya evam abhimanyate; na manyate mamānyo 'sti yena ceto 'smy acetanaḥ; evam evābhimanyeta budhyamāno 'py anātmavān; aham eva na me 'nyo 'sti na prabuddhavaśānugaḥ; avyaktastho guṇān eṣa nityam evābhimanyate; tenādhiṣṭhitatattvajñair mahadbhir abhidhīyate; ahaṃkāreṇa saṃyuktas tatas tam abhimanyate; kṣetraṃ praviśya durbuddhir budhyamāno hy anātmavān; aham eva sṛjaty anyaṃ dvitīyaṃ lokasārathiḥ; sarvabhāvair ahaṃkārais tṛtīyaṃ sargasaṃjñitam; tato bhūtāny ahaṃkāram ahaṃkāro mano 'sṛjat; sarvasrotasy abhimukhaṃ saṃprāvartata buddhimān; tathaiva yajñe bhūteṣu viṣayārthī punaḥ punaḥ; indriyaiḥ saha śūlāṅka pañcapañcabhir eva ca; mano veda na cātmānam ahaṃkāraṃ prajāpatiḥ; na veda vāpy ahaṃkāro buddhiṃ buddhimatāṃ vara; evam ete mahābhāga netare nayavādinaḥ; ahaṃkāreṇa saṃyuktaḥ srotasy abhimukhaḥ sadā; evam eṣa vikārātmā mahāpuruṣasaṃjñakaḥ; pratanoti jagat kṛtsnaṃ punar ādadate 'sakṛt; saṃsaktatvāj jagat kṛtsnam avyaktasya hṛdi sthitam; saṃviśad rajanīṃ kṛtsnāṃ niśānte divasāgame; punar ātmā vijayate bahavo nirguṇās tathā; ajñānena samāyuktaḥ so 'vyaktena tamotmanā; yadi hy eṣo nu manyeta mamāsti parato 'paraḥ; sa punaḥ punar ātmānaṃ na kuryād ākṣipeta ca; etam avyaktaviṣayaṃ sūkṣmaṃ manyeta buddhimān; pañcaviṃśaṃ mahādeva mahāpuruṣavaikṛtam; prabuddho buddhavān etat sṛjamānam abuddhavān; guṇān punaś ca tān eva so ''tmanātmani nikṣipet; avyaktasya vaśībhūto so 'jñānasya tamotmanaḥ; budhyamāno hy abuddhasya buddhas tad anubhujyate; upekṣakaḥ śucir vyagraḥ so 'liṅgaḥ so 'vraṇo 'malaḥ; ṣaḍviṃśo bhagavān āste buddhaḥ śuddho nirāmayaḥ; avyaktādi viśeṣāntam etad vaidyā vadanty uta; etair eva vihīnaṃ tu ke cid āhur manīṣiṇaḥ; nistattvaṃ budhyamānās tu ke cid āhur mahāmate; ke cid āhur mahātmānas tattvasaṃjñitam eva tu; tattvasya śravaṇād enaṃ tattvam eva vadanti vai; tattvasaṃśrayaṇāc caiva sattvavantaṃ maheśvara; evam eṣa vikārātmā budhyamāno mahābhuja; avyakto bhavate vyaktau sattvaṃ sattvaṃ tathā guṇau; vidyā ca bhavate 'vidyā bhavate grahasaṃjñitam; ya evam anubudhyante yogasāṃkhyāś ca tattvataḥ; te 'vyaktaṃ śaṃkarāgāḍhaṃ muñcante śāstrabuddhayaḥ; teṣām evaṃ tu vadatāṃ śāstrārthaṃ sūkṣmadarśinām; buddhir vistīryate sarvaṃ tailabindur ivāmbhasi; vidyā tu sarvavidyānām avabodha iti smṛtaḥ; yena vidyām avidyāṃ ca vindanti yatisattamāḥ; saiṣā trayī parā vidyā caturthy ānvīkṣikī smṛtā; yāṃ budhyamāno budhyeta buddhyātmani samaṃ gataḥ; aprabuddham athāvyaktam avidyāsaṃjñakaṃ smṛtam; vimohanaṃ tu śokena kevalena samanvitam; etad buddhvā bhaved buddhaḥ kim anyad buddhalakṣaṇam; ye tv etan nāvabudhyante te prabuddhavaśānugāḥ; te punaḥ punar avyaktāj janiṣyanty abudhātmanaḥ; tam eva tulayiṣyanti abuddhavaśavartinaḥ; ye cāpy anye tanmanasas te 'py etatphalabhāginaḥ; viditvaitaṃ na śocanti yogopetārthadarśinaḥ; svātantryaṃ pratilapsyante kevalatvaṃ ca bhāsvaram; ajñānabandhanān muktās tīrṇāḥ saṃsārabandhanāt; ajñānasāgaraṃ ghoram agādhaṃ tam asaṃjñakam; yatra majjanti bhūtāni punaḥ punar ariṃdama; eṣā vidyā tathāvidyā kathitā te mayārthataḥ; yasmin deyaṃ ca no grāhyaṃ sāṃkhyāḥ sāṃkhyaṃ tathaiva ca; tathā caikatvanānātvam akṣaraṃ kṣaram eva ca; nigadiṣyāmi deveśa vimokṣaṃ trividhaṃ ca te; budhyamānāprabuddhābhyām abuddhasya prapañcanam; bhūya eva nibodha tvaṃ devānāṃ devasattama; yac ca kiṃ cic chrutaṃ na syād dṛṣṭaṃ naiva ca kiṃ cana; sanatkumāraḥ; tac ca te saṃpravakṣyāmi ekāgraḥ śṛṇu tatparaḥ; ariṣṭāni pravakṣyāmi tattvena śṛṇu tad bhavān; madhya uttaratas tāta dakṣiṇāmukhaniṣṭhitam; vidyutsaṃsthānapuruṣaṃ yadi paśyeta mānavaḥ; varṣatrayeṇa jānīyād dehanyāsam upasthitam; etat phalam ariṣṭasya śaṃkarāhur manīṣiṇaḥ; śuddhamaṇḍalam ādityam araśmim atha paśyataḥ; varṣārdhakena jānīyād dehanyāsam upasthitam; chidrāṃ candramasaś chāyāṃ pādāv apy anupaśyataḥ; saṃvatsareṇa jānīyād dehanyāsam upasthitam; kanīnikāyām aśiraḥ puruṣaṃ yadi paśyati; jānīyāt ṣaṭsu māseṣu dehanyāsam upasthitam; karṇau pidhāya hastābhyāṃ śabdaṃ na śṛṇuyād yadi; vijānīyāt tu māsena dehanyāsam upasthitam; visragandham upāghrāti surabhiṃ prāpya bhāsvaram; devatāyatanastho 'pi saptarātreṇa mṛtyubhāk; sarvāṅgadhāraṇāvasthāṃ dhārayeta samāhitaḥ; yathā sa mṛtyuṃ jayati nānyatheha maheśvara; yadi jīvitum iccheta cirakālaṃ mahāmune; atha necchec ciraṃ kālaṃ tyajed ātmānam ātmanā; kevalaṃ cintayānas tu niṣkalaṃ sa nirāmayam; atha taṃ nirvikāraṃ tu prakṛteḥ paramaṃ śuciḥ; puruṣaṃ tena sādharmyaṃ dehanyāsam upāśnuyāt; jāgrato hi mayoktāni tavāriṣṭāni tattvataḥ; dhāraṇāc caiva sarvāṅge mṛtyuṃ jīyāt surarṣabha; ekatvadarśanaṃ bhūyo nānātvaṃ ca nibodha me; akṣaraṃ ca kṣaraṃ caiva catuṣṭayavidhānataḥ; avyaktādīni tattvāni sarvāṇy eva mahādyute; āhuś caturviṃśatimaṃ vikāraṃ puruṣānvitam; ekatvadarśanaṃ caiva nānātvenāvaraṃ smṛtam; pañcaviṃśativargaḥ syād apavargo 'jarāmaraḥ; sa nirvikāraḥ puruṣas tattvenaivopadiśyate; sa eva pañcaviṃśas tu vikāraḥ puruṣaḥ smṛtaḥ; yady eṣa nirvikāraḥ syāt tattvaṃ na tu bhaved bhava; vikārā vidyamānās tu tattvasaṃjñaka ucyate; yady eṣo 'vyaktatāṃ naiti vyatirekān na saṃśayaḥ; tathā bhavati nistattvas tathā sattvas tathā guṇaḥ; vikāraguṇasaṃtyāgāt prakṛtyanyatvataḥ śuciḥ; tadā nānātvatām eti sargahīno 'pavargabhāk; bodhyamānaḥ prabudhyeta samo bhavati buddhimān; akṣaraś ca bhavaty eṣa yathā vā cyutavān kṣaṇāt; avyaktā vyaktir uktā syān nirguṇasya guṇākarāt; etad ekatvanānātvam akṣaraḥ kṣara eva ca; vyākhyātaṃ tava śūlāṅka tathāriṣṭāni caiva hi; vimokṣalakṣaṇaṃ śeṣaṃ tad apīha bravīmi te; yaṃ jñātvā yatayaḥ prāptāḥ kevalatvam anāmayam; sāṃkhyāś cāpy atha yogāś ca dagdhapaṅkā gatajvarāḥ; amūrtitvam anuprāptā nirguṇā nirbhayā bhava; vipāpmāno mahādeva muktāḥ saṃsārasāgarāt; saraṇe prajanādāne guṇānāṃ prakṛtiḥ sadā; parā pramattā satatam etāvat kāryakāraṇam; asac caiva ca sac caiva kurute sa punaḥ punaḥ; caitanyena purāṇena cetanācetanāt paraḥ; yas tu cetayate ceto manasā caikabuddhikam; sa naiva san na caivāsat sadasan na ca saṃsmṛtaḥ; vyatiriktaś ca śuddhaś ca so 'nyaś cāprakṛtis tathā; upekṣakaś ca prakṛter vikārapuruṣaḥ smṛtaḥ; vikārapuruṣeṇaiṣā saṃyuktā sṛjate jagat; punar ādadate caiva guṇānām anyathātmani; matsyodakāt sa saṃjñātaḥ prakṛter eva karmaṇaḥ; tadvat kṣetrasahasrāṇi sa eva prakariṣyati; kṣetrapralayatajjñas tu kṣetrajña iti cocyate; saṃyogo nitya ity āhur ye janās tattvadarśinaḥ; evam eṣa hy asat sac ca vikārapuruṣaḥ smṛtaḥ; vikārāpadyamānaṃ tu vikṛtiṃ pravadanti naḥ; yadā tv eṣa vikārasya prakṛtānīti manyate; tadā vikāratām eti vikārānyatvatāṃ vrajet; prakṛtyā ca vikāraiś ca vyatirikto yadā bhavet; śuci yat paramaṃ śuddhaṃ pratibuddhaṃ sanātanam; ayuktaṃ niṣkalaṃ śuddham avyayājaram avraṇam; sametya tena śuddhena budhyamānaḥ sa bhāsvaraḥ; vimokṣaṃ bhajate vyaktād aprabuddhād acetanāt; udumbarād vā maśakaḥ pralayān nirgato yathā; tathāvyaktasya saṃtyāgān nirmamaḥ pañcaviṃśakaḥ; yathā puṣkaraparṇastho jalabindur na saṃśliṣet; tathaivāvyaktaviṣaye na lipyet pañcaviṃśakaḥ; ākāśa iva niḥsaṅgas tathāsaṅgas tathā varaḥ; pañcaviṃśatitamo buddho buddhena samatāṃ gataḥ; etad dhi prakṛtaṃ jñānaṃ tattvataś ca samutthitam; pūrvajebhyas tathotpannaṃ brahmajebhyas tato 'nagha; ādisargo mahābāho tāmasenāvṛtaṃ param; praviṣṭāvayavaṃ devam abhedyam ajarāmaram; sanakaḥ sanandanaś caiva tṛtīyaś ca sanātanaḥ; te viduḥ paramaṃ dharmam avyayaṃ vyayadharṣaṇam; avyaktāt paramāt sūkṣmād avraṇān mūrtisaṃjñakāt; kṣetrajño bhagavān āste nārāyaṇaparāyaṇaḥ; asmākaṃ sahajātānām utpannaṃ jñānam uttamam; ete hi mūrtimanto vai lokān pravicarāmahe; punaḥ punaḥ prajātā vai tatra tatra pinākadhṛk; dvaṃdvair virajyamānasya jñānam utpannam uttamam; kapilān mūlaācāryāt tattvabuddhiviniścayam; yogasāṃkhyam avāptaṃ me kārtsnyena munisattamāt; tena saṃbodhitāḥ śiṣyā bahavas tattvadarśinaḥ; tad buddhvā bahavaḥ śiṣyā mayāpy etan nidarśitāḥ; janmamṛtyuharaṃ tathyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sanātanam; yaj jñātvā nānuśocanti tattvajñānān nirindriyāḥ; śuddhabījamalāś caiva vipaṅkā vai nirakṣarāḥ; svatantrās te svatantreṇa saṃmitā niṣkalāḥ smṛtāḥ; śāśvatāś cāvyayāś caiva tamogrāhyāś ca bhāsvarāḥ; vipāpmānas tathā sarve sattvasthāś cāpi nirvraṇāḥ; vimuktāḥ kevalāś caiva vītamohabhayās tathā; amūrtās te mahābhāga sarve ca vigatajvarāḥ; hiraṇyanābhas triśirās tathā prahrādabhāskarau; vasur viśvāvasuś caiva sārdhaṃ pañcaśikhas tathā; gārgyo 'thāsurir āvantyo gautamo 'vrata eva ca; kātyāyano 'tha namucir hariś ca damanaś ca ha; ete cānye ca bahavas tattvam evopadarśitāḥ; ke cin muktāḥ sthitāḥ ke cic chandataś cāpare mṛtāḥ; darśitās trividhaṃ bandhaṃ vimokṣaṃ trividhaṃ tathā; ajñānaṃ caiva rāgaś ca saṃyogaṃ prākṛtaṃ tathā; etebhyo bandhanaṃ proktaṃ vimokṣam api me śṛṇu; paritas tāvatā samyak saṃbandho yāvatā kṛtaḥ; kṛtsnakṣayaparityāgād vimokṣa iti naḥ śrutiḥ; bhīṣmaḥ; nivṛttaḥ sarvasaṅgebhyaḥ kevalaḥ puruṣo 'malaḥ; ity evam uktvā bhagavān īśvarāya mahātmane; sanatkumāraḥ prayayāv ākāśaṃ samupāśritaḥ
Yudhiṣṭhira [sprach]: „Vom Großvater wurden Erzählungen vorgetragen, die sich auf die Pflicht des Gebens gründen; von mir wurden sie im Beisein der Seher und Keśavas gehört. Doch wieder entstand Neugier auf eben jene das Selbst betreffende [Lehre]. Erzähle diese Erzählung, König der Könige; wer sonst außer dir sollte sie vortragen? Auch dieser Yādava-Erbe [Kṛṣṇa] ist geeignet, die Erlaubnis dazu zu geben. Denn ist das zu Wissende gewusst, so ist [alles] gewusst, o Bhārata. Später, Großvater, werden wir die für Könige hörenswerten Pflichten hören; die Neugier der Seher aber solltest du jetzt stillen.“ Bhīṣma [sprach]: „Von nun an, großer König, werden wir das Gespräch zweier Lehrer ausführlich vortragen, die durch die Lehrschriften des Sāṃkhya und des Yoga beide zur Schau der wahren Wirklichkeit gelangt sind.“ Das ist so: Zu dem erhabenen Sanatkumāra, der saß – nur daumengliedgroß – in einem großen, vorzüglichen Luftwagen, auf einem großen Lager von tausend Yojanas Umfang, dem jungen Morgensonnenschein gleich, im festen Sitz sitzend, den Unsterblichen, Nicht-Wiederkehr-Bewirkenden, Gestaltlosen, Unvergänglich-Geborenen betrachtend [?], trat, wie unterwiesen, der erhabene Lehrer Rudra heran. Der erhabene Lehrer [Sanatkumāra] sprach zu ihm: „Willkommen, Maheśvara, Sohn Brahmās. Dieser Sitz stehe [dir] zu, Erhabener.“ [Anm.: Der Prosatext ist hier verworren; die Sprecherzuweisung ist unsicher.] Als dies gesagt war, sprach der erhabene Rudra von unendlicher Gestalt, sitzend, zu ihm: „Auch der Erhabene übt [eben] Meditation.“ Als dies gesagt war, sprach der erhabene Sanatkumāra: „So sei es.“ Und nachdem er ‚So sei es‘ gesagt hatte, sprach damals der erhabene Śaṃkara zu dem großen Weisen, der das Höhere und Niedere des ganzen Dreiweltenraums kennt: „Was ist durch Meditation zu schauen, das Ihr erblickt? Und worüber trauern die Asketen, die die Wahrheit schauen, nicht, wenn sie es meditiert haben? Sprich du, Bester der Asketen, von diesem Gott [?] her, den Verkörperten [zugute]; und was jener reine Puruṣa ist, von dem in Yoga und Sāṃkhya gesprochen wird: Was ist das Selbstbezogene, was das Wesensbezogene und ebenso das Gottheitsbezogene? Und welche Zeitzählung, o Gott, ist bei jenem Brahman zu betrachten? Und [sprich von] der Zählung [saṃkhyādanasya, verderbt: Anm.], die von den höchsten Sehern verkündet wurde, auf dem in der Lehrschrift geschauten Weg, der Wahrheit gemäß, Bester der Asketen; und jenen reinen, erwachten, alterslosen, festen Puruṣa; und das durch Wissen zu Wissende in Bezug auf Erwachende und Nichterwachte; und die dreifache Erlösung sage, Bester der Erlösungskenner; die vollständige Aufzählung der Sāṃkhyas und die sinnvolle Meditation in den Yogas; die Schau der Einheit und ebenso die Schau der Vielheit; die Unheilszeichen der Wahrheit gemäß und ebenso die Aufwärts-Auszüge [beim Tod]; und alle Gottheiten, vollständig der Reihe nach, die in den Körpern der Verkörperten wohnen, Bester der Asketen: dies alles erkläre der Wirklichkeit gemäß, bester Weiser. Denn du bist der Beste aller Brahman-Kenner, Untadeliger; der vierte unter den dreien, die zum höchsten Ziel gegangen sind [?]; und durch das natürliche (prākṛta) Wissen bist du vom Todesband befreit. Wir aber gehen stets den veränderten (vaikṛta) Weg im Vergänglichen; den höchsten Pfad, das Unsterblich-Unvergängliche, aufgebend, sind wir in den geringeren Pfad versunken, in die Herrschaft mit den acht Eigenschaften; diese Größe ergreifend, wandeln wir nach Belieben. Und das ist kein endgültiges Glück; dies ist geringer, ein Nächstes [nur] [?]; das Gestalthafte wäre das Höchste, dies aber [gilt] so, Bester der Guten; und immer wieder wird beim Gestalthaften der Fall gelehrt; keinen erneuten Tod gebe es für die von der Gestalt Erlösten [?]. Unendliche Todesfehler aber entstehen für die Vollendeten unter den Sterblichen, auf den Rücken des Himmels, in den Höllen, großer Weiser; dort versinken die Wesen, von Glück und Leid getrieben. Und den unsterblichen Zustand, den man frei von Glück und Leid nennt: den möchte ich hören, wie er ist, nach der Schau der Offenbarung.“ Sanatkumāra [sprach]: „Das Wort, das du gesprochen hast, ‚Wirklichkeit‘ (tattva) für die Verkörperten: Vierundzwanzig nur nennen hier manche Klugen, manche dreiundzwanzig, nach dem Hinweis der Offenbarung; wir aber halten das Fünfundzwanzigste, das als deren Grundlage bezeichnet wird, für die [eigentliche] Wirklichkeit, weil dort alle Lehrsysteme [ausgeredet/aufgelöst sind] [?]. Und unvergänglich [sind] beide im Manifesten, o Pināka-Träger; mit und ohne einander sind beide begründet. Diese goldene Gestalt betretend, Bester der Gestalthaften, schuf der Puruṣa, Lieber, die beiden [?], den Veränderungs-Puruṣa. Aus dem Unmanifesten allein entsteht dieses große Selbst; nachdem es mit dem Ichbewusstsein die Welten durchdrungen hat und mit dem Ichgemachten: ohne dies alles halte es [dennoch] für [aus] dem Unmanifesten [stammend], Speerträger [?]. Die dritte Schöpfung, die der Elemente, wisse der Reihe nach aus dem Ichbewusstsein; und aus dem Ichbewusstsein bei den Elementen wisse die vierte, die veränderte (vaikṛta). Aus dem Ichbewusstsein entstanden zugleich, Herr der Götter, die Elemente mit Besonderheiten, fünf, sagen die Klugen. Über dem genannten Vierundzwanzigsten steht der Fünfundzwanzigste. Dies sind die vier Schöpfungen, die von mir hier als natürliche (prākṛta) genannt wurden. Aus dem Ichbewusstsein entstanden zugleich, Herr der Götter, [die Dinge]; aus dem Ichbewusstsein wurde bei den Elementen [die Schöpfung] für mannigfachen Zweck geboren; durch alle Sinne zugleich wird er als vergänglich wahrgenommen. Marut-heit und Sattva-Schöpfung, Zufriedenheit und ebenso Vollendung: die veränderten [Schöpfungen] werde ich verkünden, höre sie, Großgesinnter. Diese Vierundzwanzigheit der Wirklichkeit wurde von mir, Götterherr, nach dem Schluss aus den Lehrschriften dargelegt, mit dem Fünfundzwanzigsten verbunden; als fünfte [gilt] die Gnade, und diese neun [gelten] mit den natürlichen. Auch im Indra-Bereich [bin] ich, und wieder ein anderes, in meinem Selbst strahlend [?]. Was immer Körperhaftes in den drei Welten vorhanden ist, überall ist es von dir zu bedenken, Zerstörer der Tripura. Die anders sehen, die sehen nicht, Brahmā-Geborener. Dies, das Unmanifeste zum Gegenstand habend, mit dem Fünfundzwanzigsten verbunden: aus diesem Grunde nennen die Klugen es ‚Wirklichkeit‘; nur eine Veränderung ist dies, [es] nennen sie [die] höchste Wirklichkeit. Ohne Wirklichkeit ist dieser, Götterherr; das zu Erkennende erkennt er nicht; würde er erkennen, das Höchste, Erwachte, als Erkennender, Stier der Götter —“ Sanatkumāra [sprach]: „Der Erwachte würde denken: ‚Dieser [da] bin ich nicht‘, Herr. Diese Wirklichkeitszählung ist von denen, die sie gehört haben, Bester der Brahman-Kenner, [so] gehört; die Zählung der Schöpfung der neun wurde von mir der Reihe nach gesagt. Ich werde dir aber das Selbstbezogene, Wesensbezogene und Gottheitsbezogene erklären. Nicht [erreichbar] ist dies für Yogageübte, Veda-Kundige, Hausväter, die Angesehenen oder die, die durch Askese [dorthin] gelangt sind; mit Mühe [nur] wird das Wesen des höchsten Selbst gesehen; durch Wirklichkeit ist dies zu erlangen, wie gesagt. Das Höhere als das Höchste, die Wirklichkeit des unsterblichen Zwecks, im Eigenwesen-Sattva stehend, nicht beherrscht, [selbst] Herrscher [?]; Alleinheit erlangt habend, o Bester der großen Asuras: dir sage ich dies, Fürst der Weisen, kurz gefasst; ein anderes göttliches Geheimnis erlangt habend, [bist du], durch Reinigung geläutert, [aus] deinem Todesnetz [?]. Selbst wenn einer diese Erde, voll von Juwelen, gäbe: dem Ungeprüften soll man es nicht geben; nicht dem Glaubenslosen, nicht dem Andersgesinnten, nicht dem Unwissenden, nicht dem Verwirrten; dem im Selbststudium Geübten, mit Tugenden Begabten, dem, dessen Sinne gebändigt sind, ist dies zu geben. In Kürze aber, Stierbannerträger, [gilt] von diesen Wirklichkeiten, die in geordneter Folge entstanden sind: sie sollen sich in umgekehrter Folge auflösen. Ich werde jenes Selbstbezogene samt Wesens- und Gottheitsbezug darlegen; wie das Strahlennetz der Sonne, so sagen sie, ist dies. Ist der Tag Brahmās erschöpft, so tritt die Welt in den Ozean; die Erde löst sich im Wasser auf, das Wasser im Feuer; das Feuer löst sich im Wind, der Wind aber im Raum; im Manas löst sich der Raum, das Manas und auch das Ichbewusstsein; das Ichbewusstsein löst sich dann im Mahat vollständig auf; das Mahat [und] das Unmanifeste, sagen sie, das nennen sie Einheit. Wisse, Mahādeva, die Auflösung des Unmanifesten in Brahman. So, sagen die Wahrheitskenner, ist dessen wiederholtes Spiel. Das Selbstbezogene, Wesensbezogene und ebenso Gottheitsbezogene: wie es in der Lehre im Yoga von den Hochgesinnten richtig gesagt ist, so auch hier im Sāṃkhya von den im Aufzählen Selbstbesinnenden; so weit ist der Gegenstand, Mahādeva, von den Großen ausgeführt. ‚Brahman‘ wisse als das Selbstbezogene, den Puruṣa als das Gottheitsbezogene; Ursprung aller Wesen, Schutz und das Wirken dabei [sind das Wesensbezogene]. Den Lebensatem (prāṇa) nennen sie selbstbezogen, das Opfer (kratu) aber gottheitsbezogen; und den Wagen, der das Opfer trägt, hier Wirken und Ichbewusstsein. Das Manas wisse als selbstbezogen, den Mond als gottheitsbezogen; das Göttliche und der Ursprung, das Wirken, die Vyāhṛtis [sind das Wesensbezogene]. Das Ohr wisse als selbstbezogen, den Raum als gottheitsbezogen; zur Bezeichnung aller Dinge gilt der Laut als das stete Wirken. Sodann wisse die Haut als selbstbezogen, der Wind ist hier das Gottheitsbezogene; Zusammentreffen, Erkennen und alles Wirken dort [?]. Das Auge nennen sie selbstbezogen, Bhāskara [die Sonne] ist hier das Gottheitsbezogene; das Kenntlichmachen aller Farben, die Gestalt, gilt als das stete Wirken. Die Zunge wisse als selbstbezogen, die Wasser sind hier das Gottheitsbezogene; den After nennen sie selbstbezogen, wie es recht ist, beste der Asketen; die Ausscheidung [ist] das Wesensbezogene, Mitra die Gottheit. Das Genital nennen sie selbstbezogen, Gott der Götter, Pināka-Träger; das Erleben [ist] das Wesensbezogene, die Gottheit Prajāpati. Die Füße nennen die Klugen selbstbezogen, Dreizack-Gezeichneter; das zu Gehende [ist] das Wesensbezogene, Viṣṇu ist hier die Gottheit. Die Rede nennen sie ebenso selbstbezogen, Pinākin, Wahrheitsschauer; das zu Sagende [ist] das Wesensbezogene, Vahni [Agni] ist hier die Gottheit. Dies ist das unvergleichliche Selbstbezogene samt Wesens- und Gottheitsbezug, von mir richtig für die Verkörperten dargelegt, Bester der Unsterblichen. Dies [gilt] im Wurm, im Vogel, im Hundeesser, im Hund, im Elefanten, in Ameise, Bremse und Mücke, im Brahmanen, in der Kuh, im Fürsten: alles ist so zu sehen; denke nicht anders. Die von hier an anders sehen, deren Einsicht ist nicht recht. Götter, Dānavas, Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas, Kiṃnaras: [es ist etwas,] was sie nicht wissen – ‚Wer ist dieser, oder woher [kommt] der Erhabene?‘ ‚Om‘ – das einsilbige Brahman, das jenseits von Seiendem und Nichtseiendem ist, ohne Anfang, Mitte und Ende, unveränderlich-feststehend, unbeweglich, fest; den Herrn des Yoga, den Lotusnabligen, Viṣṇu, den Siegreichen, den Herrn der Welt; ohne Anfang und Ende, den Gott, den Gott der Götter, den Ewigen; den Unermesslichen, Unerkennbaren, Hari, Nārāyaṇa, den Herrn: mit gefalteten Händen, rein geworden, sich verneigend, gesammelt, soll man [ihn] verehren. Das anfangs- und endlose höchste Brahman kennen weder Götter noch Seher; dieser Eine kennt [es], der erhabene Schützer Nārāyaṇa Hari. Von Nārāyaṇa [stammen] die Scharen der Seher, dann die Siddhas, die großen Schlangen; und die Götter und Götterseher, die ihn als Arznei gegen das Leid kennen; den sie den Leidbezwinger nennen und in dem die Geschöpfe geordnet sind; in dem diese Welten zucken wie Vögel im Netz. Die sieben Seher, das Manas [als] sieben [?], die Sāṃkhyas nach der Schau der Weisen; sieben Seher und die Sinne: fünf, und die Erkenntnissinne. In den Ohren, sagen sie, sind die Himmelsrichtungen, im Manas aber der Mond; das Manas als sechstes, der Verstand als siebter: im Selbst festgesetzt, in den Körpern, nicht im Selbst [?] [Anm.: Text verderbt]. Denn diese sind seine Ursachen. Alle diese verbinden sich, sei es bei allen Handlungen oder bei den Sinnesgegenständen, wie die eigenen Handlungen im Selbst in Gang gekommen sind; in sieben Sinnesgegenständen sind sie durchdringend. Eben diese dringen, wenn die Schar der Wesen schläft, in das ungeborene Selbst ein, das dem Maß der Götterwelt-Stätten entspricht, in einen anderen Körper geht oder erlösungswillig ist; [dann] lösen sie sich, fein geworden, auf [?]. Zur Zeit der Erlösung kennt keiner jenen Einen, weder Eigenes noch Fremdes. Wenn so die Wesen eingegangen sind, wer wacht dann, fragt man; oder in den Schlafversunkenen hier: der, dessen Art Wachen und Traum ist, im Haus [des Körpers], der Gott, der Leuchtende, und hier der Erhabene, der Kṣetrajña oder die Buddhi? Denn er sieht auch beim Schlafenden Traumbilder. Wenn die Welten nicht erwacht sind, erwacht eben er.“ Sanatkumāra [sprach]: „Dieser ist der Weise (prājña). Sodann der Glänzende (taijasa), das Körperfeuer. Denn er ist beim Schlafenden das Selbst [?]; beim Unwissenden, nicht Erwachenden kocht er die Speise; am Ende bleibt [er] bestehen. Im Hinblick auf das Selbst ist dies [so] zugestanden [?]. Ursprung und Vergehen, Lieber, sind dir der Reihe nach dargelegt, ebenso das Selbstbezogene und Wesensbezogene und hier das Gottheitsbezogene. Vollständig aber werde ich die Gottheiten nennen, die in den Verkörperten sind, die in den Körpern wohnen, nach denen du fragst, Śaṃkara: Im Sprechen Agni, in der Zunge aber Soma, im Atem der Wind; in der Gestalt das Gestirn, und in der Zunge die Wasser; im Nabel der Ozean, der Allmächtige, ebenso in Nägeln und Haaren; Bäume, Wälder und Kräuter in den Gliedern, so auch die Maruts; die Jahre in den Gelenken, im Raum das Göttliche und Menschliche; im Aufwärtsatem (udāna) entstand der Blitz, im Zwischenatem (vyāna) Parjanya; in den Brüsten der Raum, in der Kraft entstand Indra; im Denken Īśāna, im Abwärtsatem (apāna) Rudra; Gandharven und Apsaras im Zwischenatem, in der Wahrheit Mitra, Śaṃkara; in der Einsicht Varuṇa, im Auge Āditya; im Körper die Erde, in den Füßen Viṣṇu; im After Mitra, im Genital Prajāpati, Bezwinger der Feinde; im Haupt, sagen sie, die Himmelsrichtungen, in der Buddhi ist Brahmā gegründet. Der Erwachende möge im Selbst gegründet sein, Śaṃkara, [er ist] der Beherrscher; und der Nichterwachte entstand daraus; über die Erwachenden besteht kein Zweifel. Anders als diese beiden ist der höchste Erwachte, Śaṃkara, [so heißt es] in den Vedaaussagen, [er, auf den sich] die in den Körpern wohnenden Gottheiten, je einzeln, stützen. Wer ständig dem Feuer opfert, [ist] ein Selbstopferer, gesammelt; wer so die Gottheiten gesammelt betrachtet, der ist hier ein Yogin, wer so betrachtet; der Selbstopferer ist vor allen Opferern der Opfer ausgezeichnet. Wer im Mund stets diese ganze Welt opfert, der wird von den Kennern, Mahādeva, den Hochgesinnten, als Selbstkenner bezeichnet. Der Selbstopferer, der ein Ziel jenseits aller höchsten Gottheiten erstrebt und nur Höchstes bedenkt: wie der Verkörperte vom Körper hinübergeht, Zerstörer der Tripura, so werde ich dessen Stätte einzeln hier erklären, Śaṃkara. Mit den Füßen erlangt er durch Verwendung die Viṣṇu-Stätte; mit dem After erlangt er Mitra, mit dem Genital Prajāpati; mit dem Nabel die Varuṇa-Stätte, mit den Brüsten gewinne er die der Erde; mit den Armen die Stätte Vāsavas [Indras], mit den Ohren erlange er die Himmelsrichtungen; mit dem Auge die Āditya-Stätte, mit dem Haupt die Brahmās. Wer aber die Lebenshauche in den Häuptern [?] gesammelt hält, erlangt durch die Buddhi das Maß, das im Stofflichen begründet ist, ohne Zweifel. Das über das Unmanifeste hinaus Reine, Unermessliche, Leidfreie: das nennen sie das Höchste, Ewige, was immer der Einsichtige erlangt. Als ‚erwacht‘ wird er gelesen im Hinblick auf Erwachende und Nichterwachte; der Nichterwachte sieht stets den Erwachenden. Dieser Veränderungs-Puruṣa gilt als der Erwachende; ‚die Fünfundzwanzig-Wirklichkeit‘ wird jener genannt; darüber besteht dort Zweifel. Dieser, weil er in der Prakṛti steht, wird ‚der Stehende‘ genannt; das große Selbst, Mahādeva, herrscht hier als das große; wegen der Grundlage wird [er] der Grundlagen-Inhaber genannt, nach der Schau der Lehrschrift. Dieser sinnt, o Gott, das Verblendungsnetz, [der] Unverständige; das Gleichartige des Unmanifesten nur, das sagen die Klugen. ‚Ich bin er, ich bin er‘, so denkt er aus dem ewigen Nichtwissen. Wenn dieser erwacht, [dächte er:] ‚Ich [wäre] der Strahlende‘; nicht erwacht würde er nicht bestehen, wie der Fisch nicht im Trinkwasser [?]. Diese Gottheiten sind vollständig genannt, Herr der drei Welten. Die Yoga-Übung aber vernimm nun von mir der Reihe nach: In leeren Häusern, in Wäldern, am Meer oder in Höhlen, drei Stäbe [?] festmachend [Anm.: unklar], würde er das Nicht-Zweifache erlangen; nach Osten oder nach Norden gewandt, ebenso nach Westen oder nach Süden gewandt, den Sitz vorschriftsmäßig gebunden, im Svastika-Sitz sitzend, den Körper strahlend aufrichtend, soll er, wie vom Lehrer unterwiesen, jenes Brahman festhalten. Leicht essend, gebändigt, die drei [Tages]zeiten meidend [?], bei Ausscheidung von Harn und Kot und beim Essen gesammelt, soll er die übrige Zeit mit dem Manas wohlgesammelt üben. Die Sinne soll er mit dem Manas von den Sinnesgegenständen abwenden; ebenso das Manas fassen mit der Buddhi, Bester der Einsichtigen, das mit Standhaftigkeit umherlaufende, hierhin und dorthin zuckende; alle Absichten zurückhaltend, gelange er dann zur Festigkeit. Einspitzig möge er jenes erkennen, das höchste Geheimste von allem: wie eine windgeschützte Lampe, unbewegt, hell brennt, so schweift das Manas nur aufwärts und nicht seitwärts. Wenn es im Herzen weilt und ebenso zugewandt ist, wird das Manas, Götterherr, unbeweglich wie ein Stein. Wer in der Einsamkeit, in der Stille oder unter lautem Volk weilend, gesammelt nicht schwankt, von dem gilt: ein Yogin, so ist die Yoga-Regel überliefert. Dann erblickt er jenes Brahman, im Selbst gegründet, leuchtend; wie Blitz in der Wolke, so ist das Eine, ohne Stütze; in unergründlicher Finsternis stehend, ohne Finsternis [selbst], bewusstlos [?], bewusstmachend und unbewusst, in eigenem Glanz strahlend; daumengliedgroß, das Heilsame, Untadelige; das große Wesen, unendlich, unabhängig, fieberfrei; das Licht der Lichter, den Gott Viṣṇu, überaus rein; Nārāyaṇa, feiner als das Feinste, Herrn der Herren; höchst über allem, ewig, das All, Nārāyaṇa, den Herrn. Ohne ihn zu kennen versinken die Welten im Meer des Saṃsāra; ihn geschaut habend, Lieber, trauern die Asketen nicht, fieberfrei; von der Furcht vor Geburt und Tod befreit, haben sie das Meer des Saṃsāra durchquert. Aṇimā, Laghimā, Bhūmā, Prāpti und Prākāmya, Īśitva und Vaśitva, und wo die Wunscherfüllung: dieser Yoga der acht Eigenschaften gilt ringsum unter den Yogas. Das Selbst als selbstlos geschaut habend, unermesslich, ewig, dringen sie durch diesen Yoga strahlend in Körper ein, [sie,] durch die Kraft der Daityas, Götter und Menschen die Kraftvollsten. Dies ist die anfangs- und endlose Wirklichkeit, nach der du fragst; wir verehren stets die ewige Yoga-Pflicht; eine Pflicht, die höher wäre als die Yoga-Pflicht, gibt es nicht, bester der Götter. Diese Pflicht unter den Pflichten ist durch das Nicht-Wiedergeboren-Werden geweiht. Manche Klugen sagen, es gebe der Wahrheit nach ein Höheres; manche sagen, es gebe nichts Höheres, die sich auf die Frucht des Wissens stützen. Dieser im Wissen stehende Puruṣa, verändert, wurde von sich selbst beschrieben [?]; den sie in Meditation stets schauen, dem Yoga Ergebene: eben diesen Puruṣa-Gott [nennen] manche, Maheśvara; andere nennen stets das Wissen das Höchste. Nur durch Wissen erlöst gehen die Sāṃkhyas zur Alleinheit; Nachsinnen über das Selbst und anderswo sind die Yogas höchster Einsicht. So viel ist dir gesagt, dies die höchste Yoga-Schau.“ Sanatkumāra [sprach]: „Das Sāṃkhya-Wissen werde ich verkünden, die Darlegung der vollständigen Aufzählung: Vor den Sinnen das Manas, danach das Ichbewusstsein; über dem Ichbewusstsein die Buddhi, höher als die Buddhi das Mahat; höher als das Mahat das Unmanifeste, höher als das Unmanifeste der Puruṣa. So viel ist die Schau der Sāṃkhyas, bester der Götter. Das Unmanifeste, Buddhi und Ichbewusstsein, die fünf großen Elemente, ebenso das Manas, die Besonderheiten und die zehn Sinne: dies ist die Vierundzwanzigheit der Wirklichkeit, dem großen Puruṣa gemäß gemessen [?], durch das erwachende, bewusste große Selbst, Götterherr. Die Verbindung dieser beiden, sagen sie, ist ewig: des Unmanifesten und des Puruṣa. Einheit und Vielheit, Schöpfung und Auflösung, zu Zehnmillionen; dies nennen sie ‚Tamas‘ genannt, Dreizackträger; wie sie aus dem Unmanifesten herausgerissen [werden], gehen die Lebewesen wieder und wieder [?]. Der Anfang ist dieses große Selbst der Guṇas, so [gilt] uns, Herr; weil er in den Guṇas steht, nennen sie ihn ‚Guṇa‘, mit dem Merkmal des Unmanifesten. Von diesem bewohnt, macht das Manifeste das Dreiguṇige bewusst; dieser hat eine unbewusste Natur und erkennt keinen anderen. Als Erwachender ist er ichbewusst, weil er stets durch Maß [und] Erwecken [?] [Anm.: unsicher]; für den Makellosen, Gereinigten, Gesunden, Hochgesinnten: makellos, edlen Wesens möge er sein unter Erwachenden und Nichterwachten. Er wird zum Schauenden, Nicht-Genießenden, sattva-gestaltig und ohne Guṇas; anders als die Erwachenden und Nichterwachten ist der Guṇa-lose, der Gleichmütige, Reine, mit beiden unverbunden. Der Erwachende würde den Erwachten, so, den Ewigen, nicht erkennen; eben er ist wegen der Unmanifest-Natur der Buddhi bewusstlos. ‚Ich bin es, und niemand anders ist für mich‘, wer so denkt; nicht denkt er: ‚Ein anderer ist für mich da, durch den ich bewusst bin oder unbewusst.‘ So möge auch der Erwachende, [wenn] selbstlos, denken: ‚Ich allein [bin es], niemand anders ist für mich‘ — [nicht] dem Erwachten folgend; im Unmanifesten stehend, denkt dieser die Guṇas stets als sich; daher wird er von den großen Wirklichkeitskennern, die ihn beaufsichtigen, [so] bezeichnet. Mit dem Ichbewusstsein verbunden, hält er sich dann für jenes. In den Körper (kṣetra) eingetreten, der Unverständige, der erwachende Nicht-Selbst-Habende: ‚Ich allein schaffe ein Zweites, ein Anderes‘, der Wagenlenker der Welt; mit allen Zuständen und Ichbewusstseinen [entsteht] als drittes das ‚Schöpfung‘ Genannte. Dann [schuf] das Ichbewusstsein die Elemente, das Ichbewusstsein das Manas; auf alle Strömungen hin zugewandt, kreiste der Einsichtige; ebenso im Opfer, unter den Elementen, nach Sinnesdingen strebend, immer wieder; mit den Sinnen, Speerzeichner, mit fünfmal fünf zugleich; das Manas kennt nicht das Selbst, [noch] das Ichbewusstsein [und] Prajāpati; auch das Ichbewusstsein kennt nicht die Buddhi, Bester der Einsichtigen. So [halten] diese, Hochbeglückter, nicht die anderen, die Logik-Redner [?]; mit dem Ichbewusstsein verbunden, stets der Strömung zugewandt; so breitet dieser Veränderungs-Selbst, ‚großer Puruṣa‘ genannt, die ganze Welt aus und nimmt sie wieder zurück, immer wieder. Aus Anhaftung [liegt] die ganze Welt im Herzen des Unmanifesten; sie geht ein die ganze Nacht, am Nachtende, bei Tagesanbruch; wieder siegt das Selbst, und viele Guṇa-lose [Selbste], mit Nichtwissen verbunden, mit dem Unmanifesten, dessen Wesen Tamas ist. Wenn dieser denken würde: ‚Über mir ist ein Höheres und Niederes [?]‘, so würde er wieder und wieder [sich] nicht als Selbst machen [?] und [sich] beschuldigen [?]. Der Einsichtige möge das Unmanifeste als Gegenstand denken, das Feine: das Fünfundzwanzigste, Mahādeva, die Veränderung des großen Puruṣa. Der Erwachte, Wissende [erkennt] dies als das Schaffende, der Nichterwachte [nicht]; die Guṇas wieder wirft er dann durch das Selbst ins Selbst. Dem Unmanifesten unterworfen, ist dieser, dessen Wesen Tamas [und] Nichtwissen ist, [gebunden]; der Erwachende erfährt [es] als des Nichterwachten [Sache], der Erwachte genießt jenes. Gleichgültig, rein, unzerstreut, ohne Merkmal, ohne Wunde, makellos: als Sechsundzwanzigster weilt der erhabene Erwachte, rein, leidfrei. Vom Unmanifesten bis zu den Besonderheiten [reichend]: dies sagen die Kundigen. Ohne eben diese, sagen manche Klugen; als ohne Wirklichkeit, [ihn] erwachend, sagen manche, Großgesinnter; manche Hochgesinnte sagen, [er sei] eben als ‚Wirklichkeit‘ bezeichnet. Weil man von der Wirklichkeit hört, nennen sie ihn nur Wirklichkeit; und wegen des Zuflusses zur Wirklichkeit [nennen sie ihn], Maheśvara, sattva-begabt. So, Großarmiger, wird dieser Veränderungs-Selbst, erwachend, im Manifesten unmanifest; Sattva [wird] Sattva, und die Guṇas; Wissen und Nichtwissen entsteht, das ‚Ergreifer‘ Genannte entsteht [?]. Die so der Wahrheit gemäß erwachen, die Yogins und Sāṃkhyas, diese lassen das unergründliche Unmanifeste los, Śaṃkara, mit von den Lehrschriften geleiteter Einsicht. Deren Einsicht, die so das Ziel der Lehrschrift sagen, feinsichtig, breitet sich über alles aus wie ein Öltropfen auf Wasser. Wissen aber unter allen Wissen wird das Erwachen genannt, wodurch die besten Asketen Wissen und Nichtwissen gewinnen. Dies ist das höchste Wissen der Dreifachen [Veda-]Lehre, als viertes gilt die Ānvīkṣikī; [das Wissen], durch das der Erwachende erwacht, in der Buddhi im Selbst gleich geworden. Das Nichterwachte und Unmanifeste, ‚Nichtwissen‘ genannt, gilt als das, [das] verblendet, nur mit Kummer verbunden. Dies erkannt habend, würde man erwacht sein; was sonst ist das Merkmal des Erwachten? Die dies aber nicht erkennen, die folgen dem Nichterwachten; sie werden wieder und wieder aus dem Unmanifesten geboren werden, die, deren Selbst unerwacht ist; eben dies werden die abwägen, die der Nichterwachung unterworfen sind. Und die anderen, die darauf ihr Denken richten, haben auch an dieser Frucht teil. Dies erkannt habend, trauern sie nicht, die mit Yoga verbundenen Wahrheitsschauer; Selbständigkeit werden sie erlangen und strahlende Alleinheit; vom Band des Nichtwissens befreit, sind sie vom Band des Saṃsāra hinübergelangt; das Meer des Nichtwissens, furchtbar, unergründlich, ‚jenes Namenlose‘ genannt, in dem die Wesen wieder und wieder versinken, Bezwinger der Feinde. Dieses Wissen und ebenso das Nichtwissen ist dir dem Sinn nach dargelegt; [die Lehre,] in der das zu Gebende und nicht zu Nehmende [?], die Sāṃkhyas und Sāṃkhya ebenso, und Einheit und Vielheit, das Unvergängliche und das Vergängliche [behandelt sind]: ich werde dir, Götterherr, auch die dreifache Erlösung sagen. Das Ausbreiten des Nichterwachten durch die Erwachenden und Nichterwachten: höre wieder, bester der Götter; und was etwa nicht gehört sein sollte, noch im mindesten gesehen [?].“ Sanatkumāra [sprach]: „Auch das werde ich dir vortragen; höre einspitzig, aufmerksam. Die Unheilszeichen (ariṣṭa) werde ich dir der Wahrheit gemäß sagen; höre sie. In der Mitte, im Norden, nach Süden gerichtet stehend, wenn ein Mensch die Gestalt eines Blitzes als Person sieht, so soll er nach drei Jahren wissen, dass das Ablegen des Körpers bevorsteht; dies ist die Frucht des Unheilszeichens, Śaṃkara, sagen die Klugen. Wer die Sonne als reinen Kreis, ohne Strahlen, sieht: nach einem halben Jahr soll er wissen, dass das Ablegen des Körpers bevorsteht. Wer den Schatten des Mondes durchlöchert sieht und auch die Füße [so?]: nach einem Jahr soll er wissen, dass das Ablegen des Körpers bevorsteht. Wer in der Pupille eine kopflose Person sieht, soll nach sechs Monaten wissen, dass das Ablegen des Körpers bevorsteht. Wenn er, die Ohren mit den Händen verschließend, den Laut nicht hört, soll er nach einem Monat wissen, dass das Ablegen des Körpers bevorsteht. Wer einen Fleischgeruch riecht, obwohl er Wohlgeruch erlangt hat, glänzend: auch wenn er in einem Götterschrein weilt, ist er nach sieben Nächten dem Tod verfallen. Die Verfassung des Festhaltens in allen Gliedern möge er gesammelt festhalten; so besiegt er den Tod, nicht anders hier, Maheśvara. Wenn er lange Zeit leben will, großer Weiser — wenn er aber nicht lange Zeit leben will, möge er sich selbst durch sich selbst aufgeben; nur nachsinnend über das Teillose, Leidfreie; dann [über] jenes Unveränderliche, höher als die Prakṛti, rein: dem Puruṣa dadurch gleichartig, erlange er das Ablegen des Körpers. Im Wachen, wahrlich, habe ich dir die Unheilszeichen der Wahrheit nach gesagt; durch Festhalten in allen Gliedern möge man den Tod besiegen, bester der Götter. Die Schau der Einheit und der Vielheit vernimm wieder von mir: das Unvergängliche und das Vergängliche, nach vierfacher Anordnung. Die Wirklichkeiten, das Unmanifeste usw., alle, Großglänzender: [sie] nennen [es] die vierundzwanzigste Veränderung, mit dem Puruṣa verbunden; und die Schau der Einheit gilt als die niedrigere gegenüber der Vielheit. Der Fünfundzwanziger-Bereich mag sein, das Freisein [apavarga] ist alterslos und todlos; jener unveränderliche Puruṣa wird der Wahrheit gemäß bezeichnet; eben der Fünfundzwanzigste gilt als der veränderte Puruṣa. Wenn dieser unveränderlich wäre, wäre er nicht Wirklichkeit, Bhava [?]; ‚Wirklichkeit‘ heißt das, wobei Veränderungen vorhanden sind. Wenn dieser nicht zur Unmanifestheit geht wegen der Verschiedenheit, kein Zweifel; so wird er ohne Wirklichkeit, so sattva, so Guṇa; durch Aufgabe der Veränderung und der Guṇas, rein wegen der Andersheit von der Prakṛti, geht er dann in die Vielheit ein, schöpfungsfrei, teilhaft der Erlösung. Der Belehrte möge erwachen; der Einsichtige wird gleichmütig; und dieser wird unvergänglich oder wie einer, der im Augenblick gefallen ist. Das Unmanifeste [als] Manifestes wäre [dann] gesagt vom Guṇa-losen, aus der Guṇa-Quelle. Dies ist Einheit und Vielheit, das Unvergängliche und das Vergängliche; es ist dir dargelegt, Speerzeichner, und die Unheilszeichen ebenso. Das Merkmal der Erlösung, der Rest, auch das sage ich dir hier: [wer es] erkannt hat, die Asketen erlangten die leidfreie Alleinheit; die Sāṃkhyas und auch die Yogas, mit verbranntem Schlamm, fieberfrei; zur Gestaltlosigkeit gelangt, sei frei von Guṇas, furchtlos; sündenlos, Mahādeva, erlöst vom Meer des Saṃsāra. Im Gehen, Gebären und Empfangen ist die Prakṛti der Guṇas stets die Höchste, unablässig tätig; so viel ist Wirkung und Ursache. Sie schafft immer wieder Seiendes und Nichtseiendes. Durch uraltes Bewusstsein ist [er] höher als Bewusstes und Unbewusstes; der aber durch das Manas Bewusstsein macht, einsinnig: der ist weder seiend noch nichtseiend, noch als seiend-nichtseiend erinnert; abgesondert, rein, jener andere, nicht-prakṛtisch; und ein Gleichgültiger gilt der Veränderungs-Puruṣa in Bezug auf die Prakṛti. Von dem Veränderungs-Puruṣa verbunden schafft sie die Welt und nimmt sie wieder zurück, die Guṇas ineinander [?]. Vom Fisch-Wasser her ist er benannt, von der Handlung der Prakṛti selbst; so wird er tausende Felder [Körper] erwirken. Der Kenner des Aufgehens und Unterganges der Felder wird ‚Kṣetrajña‘ genannt. Die Verbindung sei ewig, sagen die Menschen, die Wahrheitsschauer. So gilt dieser, seiend und nichtseiend, als Veränderungs-Puruṣa; den in Veränderung Geratenden nennen sie ‚Vikṛti‘. Wenn dieser aber [sich] für Veränderungen für ‚prakṛtisch‘ hält, dann geht er zur Veränderlichkeit, würde zur Andersheit von Veränderung gelangen. Wenn er von Prakṛti und Veränderungen verschieden ist: das Reine, Höchste, Klare, Erwachte, Ewige; das Unverbundene, Teillose, Reine, Unvergängliche, Alterslose, Wundenlose: mit jenem Reinen vereint, wird der Erwachende strahlend; er erlangt Erlösung vom Manifesten, Nichterwachten, Bewusstlosen. Wie eine Mücke aus einem Udumbara-Feigenbaum beim Zerfall herauskommt, so wird durch Aufgabe des Unmanifesten der Fünfundzwanzigste ohne Ichbezug. Wie ein Wassertropfen auf dem Lotusblatt nicht haftet, so möge der Fünfundzwanzigste im Bereich des Unmanifesten nicht haften. Wie der Raum ungebunden, so [ist er] anhanglos, vorzüglich; der Fünfundzwanzigste, der Erwachte, ist dem Erwachten gleichgeworden. Dieses Wissen wurde vorgetragen und ist aus der Wahrheit heraus entstanden; von den Früheren so hervorgebracht, von den Brahmā-Geborenen, dann, Sündloser; als Ur-Schöpfung, Großarmiger, [war] vom Tamas umhüllt das Höchste; den Gott, in den die Teile eingegangen sind, den nicht zu spaltenden, alterslosen, todlosen [?]. Sanaka, Sanandana und als dritter Sanātana; sie kannten die höchste, unvergängliche Pflicht, die das Vergehen [Vergängliche] bezwingt. Aus dem Unmanifesten, dem Höchsten, Feinen, Wundenlosen, ‚Gestalt‘ genannt [?], weilt der Kṣetrajña, der erhabene, ganz Nārāyaṇa ergeben. Uns, den Mitgeborenen, entstand das höchste Wissen; diese sind ja Gestalthafte, wir durchwandern die Welten. Immer wieder geboren, hier und dort, Pinākaträger; [von] den Paaren [Gegensatzpaaren] Ablösung erlangend entstand [mir] das höchste Wissen. Von Kapila, dem Ur-Lehrer, [empfing ich] die Entscheidung der wahren Einsicht; das Yoga-Sāṃkhya wurde von mir in Vollständigkeit vom besten der Weisen erlangt. Durch ihn wurden viele Schüler, Wahrheitsschauer, unterwiesen; nachdem sie es erkannt hatten, wurde von mir dies vielen Schülern auch dargelegt. Das geburts- und todvernichtende, wahre, ewige zu wissende Wissen: wenn erkannt, trauern sie nicht, durch Wirklichkeitswissen sinnesfrei; [mit] reiner Samen-Unreinheit, schlammlos, unvergänglich [?]; selbständig, durch das Selbständige gemessen, teillos gelten sie; ewig und unvergänglich, vom Tamas nicht zu greifen, strahlend; sündenlos und alle im Sattva stehend, wundenlos; erlöst, allein, frei von Verblendung und Furcht; gestaltlos, Großbeglückter, alle fieberfrei. Hiraṇyanābha, Triśiras, ebenso Prahrāda und Bhāskara; Vasu, Viśvāvasu und zusammen Pañcaśikha; Gārgya, Āsuri, Āvantya, Gautama Avrata; Kātyāyana, Namuci, Hari und Damana: diese und viele andere wurden nur die Wirklichkeit gelehrt; manche sind erlöst, manche stehen [noch], andere sind nach Wunsch gestorben. Gezeigt wurde die dreifache Bindung und die dreifache Erlösung: Nichtwissen und Leidenschaft und die natürliche Verbindung. Daraus wurde die Bindung genannt; höre nun auch die Erlösung von mir: ringsum, soweit Verbindung zustande kam, [dann] durch das Aufgeben ganzer Vernichtung [?] ist Erlösung – so [lautet] unsere Überlieferung.“ Bhīṣma [sprach]: „Abgelöst von allen Bindungen [ist] der allein[e], makellose Puruṣa.“ Nachdem der erhabene Sanatkumāra so zu dem hochgesinnten Īśvara gesprochen hatte, ging er, den Himmelsraum erreichend, davon.
Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ; pitāmahena kathitā dānadharmāśritāḥ kathāḥ; mayā śrutā ṛṣīṇāṃ tu saṃnidhau keśavasya ca; punaḥ kautūhalam abhūt tām evādhyātmikīṃ prati; kathāṃ kathaya rājendra tvad anyaḥ ka udāharet; eṣa yādavadāyādas tathānujñātum arhati; jñāte tu yasmiñ jñātavyaṃ jñātaṃ bhavati bhārata; paścāc chroṣyāmahe rājñāṃ śrāvyān dharmān pitāmaha; kautūhalam ṛṣīṇāṃ tu cchettum arhasi sāṃpratam;
śreṣṭho bhavān hi sarveṣāṃ brahmajñānām anindita; caturthas tvaṃ trayāṇāṃ tu ye gatāḥ paramāṃ gatim; jñānena ca prākṛtena nirmukto mṛtyubandhanāt; vayaṃ tu vaikṛtaṃ mārgam āśritā vai kṣaraṃ sadā; param utsṛjya panthānam amṛtākṣaram eva tu; nyūne pathi nimagnās tu aiśvarye 'ṣṭaguṇe tathā; mahimānaṃ pragṛhyemaṃ vicarāmo yathāsukham; na caitat sukham atyantaṃ nyūnam etad anantaram; mūrtimat param etat syāt tv idam evaṃ susattama; punaḥ punaś ca patanaṃ mūrtimaty upadiśyate; na punar mṛtyur ity anyaṃ nirmuktānāṃ tu mūrtitaḥ; mṛtyudoṣās tv anantā vai utpadyante kṛtātmanām; martyeṣu nākapṛṣṭheṣu nirayeṣu mahāmune; tatra majjanti puruṣāḥ sukhaduḥkhena ceṣṭitāḥ; sukhaduḥkhavyapetaṃ ca yad āhur amṛtaṃ padam; tad ahaṃ śrotum icchāmi yathāvac chrutidarśanāt;
Rudras Selbstdarstellung und Bitte um die Lehre vom todlosen Zustand
sanatkumāraḥ; yad uktaṃ bhavatā vākyaṃ tattvasaṃjñeti dehinām; caturviṃśatim evātra ke cid āhur manīṣiṇaḥ; ke cid āhus trayoviṃśaṃ yathāśrutinidarśanāt; vayaṃ tu pañcaviṃśaṃ vai tad adhiṣṭhānasaṃjñitam; tattvaṃ samadhimanyāmaḥ sarvatantrapralāpanāt; avyayaś caiva vai vyaktāv ubhāv api pinākadhṛk; saha caiva vinā caiva tāv anyonyaṃ pratiṣṭhitau; hiraṇmayīṃ praviśyaiṣa mūrtiṃ mūrtimatāṃ vara; cakāra puruṣas tāta vikārapuruṣāv ubhau; avyaktād eka evaiṣa mahān ātmā prasūyate; ahaṃkāreṇa lokāṃś ca vyāpya cāhaṃkṛtena vai; vinā sarvaṃ tad avyaktād abhimanyasva śūladhṛk;
Sanatkumāra: 24 oder 25 Wirklichkeiten; das große Selbst aus dem Unmanifesten
bhūtasargam ahaṃkārāt tṛtīyaṃ viddhi vai kramāt; ahaṃkārāc ca bhūteṣu caturthaṃ viddhi vaikṛtam; ahaṃkārāc ca jātāni yugapad vibudheśvara; saviśeṣāṇi bhūtāni pañca prāhur manīṣiṇaḥ; caturviṃśāt tu vai proktāt pañcaviṃśo 'dhitiṣṭhati; ete sargā mayā proktāś catvāraḥ prākṛtās tv iha; ahaṃkārāc ca jātāni yugapad vibudheśvara; ahaṃkārāc ca bhūteṣu vividhārthaṃ vyajāyata; indriyair yugapat sarvaiḥ so 'nityaś ca samīkṣyate; maruttvaṃ sattvasargaś ca tuṣṭiḥ siddhis tathaiva ca; vaikṛtāni pravakṣyāmi śṛṇu tāni mahāmate;
Schöpfungen aus dem Ichbewusstsein (natürliche und veränderte)
eṣā tattvacaturviṃśan mayā śāstrānumānataḥ; varṇitā tava deveśa pañcaviṃśasamanvitā; pañcamo 'nugrahaś caiva navaite prākṛtaiḥ saha; aindre 'py aham athāpy anyan mamātmani ca bhāsvaraḥ; yac ca dehamayaṃ kiṃ cit triṣu lokeṣu vidyate; sarvatraivābhimantavyaṃ tvayā tripurasūdana; anyathā ye tu paśyanti te na paśyanti brahmaja; etad avyaktaviṣayaṃ pañcaviṃśasamanvitam; anena kāraṇenaiva tattvam āhur manīṣiṇaḥ; vikāramātram etat tu tattvam ācakṣate param; nistattvaś caiṣa deveśa boddhavyaṃ tu na budhyate; yadi budhyet paraṃ buddhaṃ budhyamānaḥ surarṣabha;
Zusammenfassung der 24/25 Prinzipien; Veränderung und ‚Wirklichkeit‘
sanatkumāraḥ; prabuddho hy abhimanyeta yo 'yaṃ nāham iti prabho; tattvasaṃkhyā śrutā caiṣā yeṣāṃ brahmavidāṃ vara; sargasaṃkhyā mayā proktā navānām anupūrvaśaḥ; pravakṣyāmi tu te 'dhyātmam adhibhūtādhidaivatam;
Ankündigung der Lehre von adhyātma, adhibhūta, adhidaivata
naitad yuktair vedavidbhir gṛhasthair; mānyair ebhis tapasā vābhipannaiḥ; yatnena dṛṣṭaṃ paramātmatattvaṃ; tattvena prāpyaṃ tu yathoktam etat; paraṃ parebhyas tv amṛtārthatattvaṃ; svabhāvasattvastham anīśam īśam; kaivalyatāṃ prāpya mahāsurottama; tavaitad ākhyāmi munīndra vṛttyā; rahasyam evānyad avāpya divyaṃ; pavitrapūtas tava mṛtyujālam; pṛthvīm imāṃ yady api ratnapūrṇāṃ; dadyān na deyaṃ tv aparīkṣitāya; nāśraddadhānāya na cānyabuddher; nājñānayuktāya na vismitāya; svādhyāyayuktāya guṇānvitāya; pradeyam etan niyatendriyāya;
Schwierigkeit der Schau des höchsten Selbst; wem die Lehre zu geben ist
saṃkṣepaṃ cāpy athaiteṣāṃ tattvānāṃ vṛṣabhadhvaja; anulomānujātānāṃ pratilomaṃ pralīyatām; pravakṣyāmi tam adhyātmaṃ sādhibhūtādhidaivatam; yathāṃśujālam arkasya tathaitat pravadanti vai; saṃkṣīṇe brahmadivase jagaj jaladhim āviśet; pralīyate jale bhūmir jalam agnau pralīyate; līyate 'gnis tathā vāyau vāyur ākāśa eva tu; manasi pralīyate khaṃ tu mano 'haṃkāra eva ca; ahaṃkāras tathā tasmin mahati pravilīyate; mahān avyakta ity āhus tad ekatvaṃ pracakṣate; avyaktasya mahādeva pralayaṃ viddhi brahmaṇi; evam asyāsakṛt krīḍām āhus tattvavido janāḥ; adhyātmam adhibhūtaṃ ca tathaivāpy adhidaivatam; yathāvad uditaṃ śāstraṃ yoge tu sumahātmabhiḥ; tathaiva ceha sāṃkhye tu parisaṃkhyātmacintakaiḥ; prapañcitārtham etāvan mahādeva mahātmabhiḥ;
Umgekehrte Auflösung der Prinzipien (pralaya) bis ins Brahman
brahmeti vidyād adhyātmaṃ puruṣaṃ cādhidaivatam; prabhavaṃ sarvabhūtānāṃ rakṣaṇaṃ tatra karma ca; adhyātmaṃ prāṇam ity āhuḥ kratum apy adhidaivatam; rathaṃ ca yajñavāho 'tra karmāhaṃkāra eva ca; adhyātmaṃ tu mano vidyāc candramāś cādhidaivatam; daivaṃ ca prabhavaś caiva karma vyāhṛtayas tathā; vidyāt tu śrotram adhyātmam ākāśam adhidaivatam; sarvabhāvābhidhānārthaṃ śabdaḥ karma sadā smṛtam;
etad adhyātmam atulaṃ sādhibhūtādhidaivatam; mayā tu varṇitaṃ samyag dehinām amararṣabha; etat kīṭapataṃge ca śvapāke śuni hastini; putrikādaṃśamaśake brāhmaṇe gavi pārthive; sarvam eva hi draṣṭavyam anyathā mā vicintaya; ato 'nyathā ye paśyanti na samyak teṣu darśanam; devadānavagandharvayakṣarākṣasakiṃnarāḥ; yan na jānanti ko hy eṣa kuto vā bhagavān iti;
Schluss der Lehre; gilt für alle Wesen; Unwissen selbst der Götter
saṃyogam etayor nityam āhur avyaktapuṃsayoḥ; ekatvaṃ ca bahutvaṃ ca sargapralayakoṭiśaḥ; tamaḥsaṃjñitam etad dhi pravadanti triśūladhṛk; samutpāṭya yathāvyaktāj jīvā yānti punaḥ punaḥ; ādir eṣa mahān ātmā guṇānām iti naḥ prabho; guṇasthatvād guṇaṃ tv enam āhur avyaktalakṣaṇam; etenādhyuṣito vyaktas triguṇaṃ cetayaty atha; acetanaprakṛtyaiṣa na cānyam anubudhyate;
Verbindung von Unmanifestem und Puruṣa; das große Selbst der Guṇas
budhyamāno hy ahaṃkārī nityaṃ mānāprabodhanāt; vimalasya viśuddhasya nīrujasya mahātmanaḥ; vimalodāraśīlaḥ syād budhyamānāprabuddhayoḥ; draṣṭā bhavaty abhoktā ca sattvamūrtiś ca nirguṇaḥ; budhyamānāprabuddhābhyām anya eva tu nirguṇaḥ; upekṣakaḥ śucis tābhyām ubhābhyām ayutas tathā; budhyamāno na budhyeta buddham evaṃ sanātanam; sa eva buddher avyaktasvabhāvatvād acetanaḥ; so 'ham eva na me 'nyo 'sti ya evam abhimanyate; na manyate mamānyo 'sti yena ceto 'smy acetanaḥ; evam evābhimanyeta budhyamāno 'py anātmavān;
Der ichbewusste Erwachende und der gunalose Reine (Text schwierig)
aham eva na me 'nyo 'sti na prabuddhavaśānugaḥ; avyaktastho guṇān eṣa nityam evābhimanyate; tenādhiṣṭhitatattvajñair mahadbhir abhidhīyate; ahaṃkāreṇa saṃyuktas tatas tam abhimanyate; kṣetraṃ praviśya durbuddhir budhyamāno hy anātmavān; aham eva sṛjaty anyaṃ dvitīyaṃ lokasārathiḥ; sarvabhāvair ahaṃkārais tṛtīyaṃ sargasaṃjñitam; tato bhūtāny ahaṃkāram ahaṃkāro mano 'sṛjat; sarvasrotasy abhimukhaṃ saṃprāvartata buddhimān; tathaiva yajñe bhūteṣu viṣayārthī punaḥ punaḥ; indriyaiḥ saha śūlāṅka pañcapañcabhir eva ca; mano veda na cātmānam ahaṃkāraṃ prajāpatiḥ; na veda vāpy ahaṃkāro buddhiṃ buddhimatāṃ vara;
Ich-Vorstellung, Ichbewusstsein und Schöpfung der Elemente
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Umfangreiche Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (Sanatkumāra–Rudra-Gespräch, Sāṃkhya-Yoga-Lehre); Text stellenweise Prosa und verderbt, Deutung an vielen Stellen unsicher [?]. Die Wort-für-Wort-Analyse ist wegen des Umfangs abschnittsweise gegeben (max. 40 Paare); Sprecherangaben der Vorlage teils verschoben.