Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Anuśāsanaparva

Kapitel 125: sāntvadānaprakaraṇam; hariṇakṛśopākhyānam Freundlichkeit oder Gabe: der Brahmane und der Rākṣasa, dazu Speise-, Śrāddha- und Gabenlehren

Bhīṣma antwortet auf Yudhiṣṭhiras Frage nach Güte und Gabe mit der Geschichte vom Brahmanen, der einen Rākṣasa durch freundliche Rede und geschickte Deutung seiner Magerkeit besänftigt. Es folgen umfangreiche Zusatzpassagen (Sternstellen) zu Śrāddha, Gaben, Speiseregeln und den Königen, die durch Gabe den Himmel erlangten.

yudhiṣṭhira uvāca; sāmnā vāpi pradāne vā jyāyaḥ kiṃ bhavato matam; prabrūhi bharataśreṣṭha yad atra vyatiricyate

Yudhiṣṭhira sprach: „Was hältst du für besser: durch Güte oder durch Gabe? Sag es mir, bester der Bharatas, was hierbei überwiegt.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.)
sāmnā vāpi pradāne vā
durch Güte oder durch Gabe (Instr./Lok.)
jyāyaḥ kiṃ bhavato matam
was ist besser, was ist deine Ansicht (Komp. Nom./Nom.)
prabrūhi bharataśreṣṭha
sag, bester der Bharatas (Imp./Vok.)
yad atra vyatiricyate
was hierbei überwiegt (Rel./Pass.Präs.)

bhīṣma uvāca; sāmnā prasādyate kaś cid dānena ca tathāparaḥ; puruṣaḥ prakṛtiṃ jñātvā tayor ekataraṃ bhajet

Bhīṣma sprach: „Durch Güte wird der eine besänftigt, ein anderer durch Gabe; nachdem er die Wesensart [des anderen] erkannt hat, soll ein Mensch eines von beiden anwenden.“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Perf.)
sāmnā prasādyate kaś cid
durch Güte wird jemand besänftigt (Instr./Pass.Präs.)
dānena ca tathāparaḥ
und durch Gabe ein anderer (Instr./Nom.)
puruṣaḥ prakṛtiṃ jñātvā
ein Mensch, nachdem er die Wesensart erkannt hat (Nom./Akk./Abs.)
tayor ekataraṃ bhajet
eines von beiden soll er anwenden (Gen.Du./Akk./Opt.)

guṇāṃs tu śṛṇu me rājan sāntvasya bharatarṣabha; dāruṇāny api bhūtāni sāntvenārādhayed yathā

„Höre aber von mir, König, Stier der Bharatas, die Vorzüge der Freundlichkeit: wie man selbst grausame Wesen durch Freundlichkeit gewinnen kann.“

Wort für Wort
guṇāṃs tu śṛṇu me rājan
höre aber meine Vorzüge, König (Akk.Pl./Imp./Vok.)
sāntvasya bharatarṣabha
der Freundlichkeit, Stier der Bharatas (Gen./Vok.)
dāruṇāny api bhūtāni
auch grausame Wesen (Akk.Pl.n.)
sāntvenārādhayed yathā
wie man sie durch Freundlichkeit gewinnen kann (Instr./Opt.)

atrāpy udāharantīmam itihāsaṃ purātanam; gṛhītvā rakṣasā mukto dvijātiḥ kānane yathā

„Auch hierzu führt man diese alte Geschichte an: wie ein Zweimalgeborener, von einem Rākṣasa ergriffen, im Wald freikam.“

Wort für Wort
atrāpy udāharantīmam
auch hierzu führen sie diese an (3.Pl.Präs.)
itihāsaṃ purātanam
Geschichte, alte (Akk.)
gṛhītvā rakṣasā muktaḥ
von einem Rākṣasa ergriffen, freigekommen (Abs./Instr./Part.Pass.)
dvijātiḥ kānane yathā
der Zweimalgeborene im Wald, wie (Nom./Lok.)

kaś cit tu buddhisaṃpanno brāhmaṇo vijane vane; gṛhītaḥ kṛcchram āpanno rakṣasā bhakṣayiṣyatā

Ein gewisser verständiger Brahmane wurde im einsamen Wald, in Not geraten, von einem Rākṣasa gepackt, der ihn fressen wollte.

Wort für Wort
kaś cit tu buddhisaṃpanno
ein gewisser, mit Verstand begabt (Nom.)
brāhmaṇo vijane vane
ein Brahmane im menschenleeren Wald (Nom./Lok.)
gṛhītaḥ kṛcchram āpannaḥ
ergriffen, in Not geraten (Part.Pass./Part.Perf.)
rakṣasā bhakṣayiṣyatā
von einem Rākṣasa, der fressen wollte (Instr./Part.Fut.)

sa buddhiśrutasaṃpannas taṃ dṛṣṭvātīva bhīṣaṇam; sāmaivāsmin prayuyuje na mumoha na vivyathe

Er, mit Verstand und Gelehrsamkeit begabt, sah ihn, den überaus Furchtbaren, und wandte gegen ihn nur Freundlichkeit an; er wurde weder verwirrt noch zitterte er.

Wort für Wort
sa buddhiśrutasaṃpannaḥ
er, mit Verstand und Gelehrsamkeit begabt (Nom.)
taṃ dṛṣṭvātīva bhīṣaṇam
nachdem er ihn gesehen, überaus furchtbar (Abs./Akk.)
sāmaivāsmin prayuyuje
nur Freundlichkeit wandte er gegen ihn an (Perf.Med.)
na mumoha na vivyathe
er verlor nicht die Fassung, er zitterte nicht (Perf.)

rakṣas tu vācā saṃpūjya praśnaṃ papraccha taṃ dvijam; mokṣyase brūhi me praśnaṃ kenāsmi hariṇaḥ kṛśaḥ

Der Rākṣasa aber ehrte ihn mit Worten und stellte dem Brahmanen eine Frage: „Du wirst freikommen – sag mir die Antwort: Weshalb bin ich fahl und mager?“

Wort für Wort
rakṣas tu vācā saṃpūjya
der Rākṣasa aber, nachdem er mit Worten geehrt (Nom./Instr./Abs.)
praśnaṃ papraccha taṃ dvijam
eine Frage stellte er jenem Zweimalgeborenen (Akk./Perf.)
mokṣyase brūhi me praśnam
du wirst freikommen, sag mir die Frage (Fut.Pass./Imp.)
kenāsmi hariṇaḥ kṛśaḥ
wodurch bin ich fahl [und] mager (Instr.Interr./1.Sg.)

muhūrtam atha saṃcintya brāhmaṇas tasya rakṣasaḥ; ābhir gāthābhir avyagraḥ praśnaṃ pratijagāda ha

Nach kurzem Nachdenken antwortete der Brahmane unverwirrt dem Rākṣasa mit diesen Strophen auf die Frage.

Wort für Wort
muhūrtam atha saṃcintya
nachdem er einen Augenblick nachgedacht (Akk./Abs.)
brāhmaṇas tasya rakṣasaḥ
der Brahmane, jenes Rākṣasa (Nom./Gen.)
ābhir gāthābhir avyagraḥ
mit diesen Strophen, unverwirrt (Instr.Pl./Nom.)
praśnaṃ pratijagāda ha
die Frage beantwortete er (Perf.)

videśastho vilokastho vinā nūnaṃ suhṛjjanaiḥ; viṣayān atulān bhuṅkṣe tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Fern der Heimat weilend, in einer menschenleeren [?] Gegend, gewiss ohne Freunde und Verwandte, genießt du unvergleichliche Sinnesfreuden; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
videśasthaḥ vilokasthaḥ
in der Fremde weilend, in einer viloka-Gegend [?] (Nom.)
vinā nūnaṃ suhṛjjanaiḥ
gewiss ohne Freunde (Präp./Adv./Instr.)
viṣayān atulān bhuṅkṣe
unvergleichliche Bereiche/Genüsse genießt du (Akk.Pl./2.Sg.Med.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager (Instr./2.Sg.)

viloka ist unsicher (etwa „ohne Menschen“ oder „in fremder Welt“).

nūnaṃ mitrāṇi te rakṣaḥ sādhūpacaritāny api; svadoṣād aparajyante tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gewiss wenden sich deine Freunde, Rākṣasa, obwohl gut behandelt, durch eigene Fehler von dir ab; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnaṃ mitrāṇi te rakṣaḥ
gewiss [sind] deine Freunde, Rākṣasa (Nom.Pl./Vok.)
sādhūpacaritāny api
obgleich gut behandelt (Part.Pass.)
svadoṣād aparajyante
durch eigenen Fehler wenden sie sich ab (Abl./3.Pl.Pass.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

dhanaiśvaryādhikāḥ stabdhās tvadguṇaiḥ paramāvarāḥ; avajānanti nūnaṃ tvāṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Die an Reichtum und Herrschaft Überlegenen, die Hochmütigen, [und] die im Vergleich zu deinen Vorzügen Höheren wie Niedrigeren [?] missachten dich gewiss; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
dhanaiśvaryādhikāḥ stabdhāḥ
an Reichtum und Macht überlegen, hochmütig (Nom.Pl.)
tvadguṇaiḥ paramāvarāḥ
von den höchsten bis zu den niedrigsten [?] durch deine Vorzüge (Instr./Nom.Pl.)
avajānanti nūnaṃ tvām
sie missachten dich gewiss (3.Pl./Akk.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

paramāvarāḥ tvadguṇaiḥ: Deutung unsicher.

guṇavān viguṇān anyān nūnaṃ paśyasi satkṛtān; prājño 'prājñān vinītātmā tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Du, tugendhaft, siehst gewiss andere, Untugendhafte, geehrt; du, weise und mit gezügeltem Selbst, [siehst] Unweise [geehrt]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
guṇavān viguṇān anyān
tugendhaft, [siehst] Untugendhafte, andere (Nom./Akk.Pl.)
nūnaṃ paśyasi satkṛtān
gewiss siehst du geehrt (2.Sg./Part.Pass.Akk.)
prājño 'prājñān vinītātmā
weise, Unweise, mit gezügeltem Selbst (Nom./Akk.Pl./Nom.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

avṛttyā kliśyamāno 'pi vṛttyupāyān vigarhayan; māhātmyād vyathase nūnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Obwohl du ohne Lebensunterhalt Not leidest, tadelst du die Mittel des Erwerbs; aus Hochsinn leidest du gewiss; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
avṛttyā kliśyamāno 'pi
obwohl du ohne Lebensunterhalt gequält bist (Instr./Part.Pass.)
vṛttyupāyān vigarhayan
die Mittel des Erwerbs tadelnd (Akk.Pl./Part.Präs.)
māhātmyād vyathase nūnam
aus Hochsinn leidest du gewiss (Abl./2.Sg.Med.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

saṃpīḍyātmānam āryatvāt tvayā kaś cid upaskṛtaḥ; jitaṃ tvāṃ manyate sādho tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Jemand, den du unter Selbstpeinigung aus Edelmut unterstützt hast, hält dich, Guter, für besiegt; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
saṃpīḍyātmānam āryatvāt
nachdem du dich selbst bedrängt hast aus Edelmut (Abs./Akk./Abl.)
tvayā kaś cid upaskṛtaḥ
von dir wurde jemand unterstützt (Instr./Nom./Part.Pass.)
jitaṃ tvāṃ manyate sādho
er hält dich für besiegt, Guter (Part.Pass./3.Sg./Vok.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

kliśyamānān vimārgeṣu kāmakrodhāvṛtātmanaḥ; manye nu dhyāyasi janāṃs tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Ich meine, du sinnst über Menschen nach, die auf Abwegen gequält werden, deren Selbst von Begierde und Zorn umhüllt ist; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
kliśyamānān vimārgeṣu
die auf Abwegen gequält werden (Part.Pass.Akk.Pl./Lok.)
kāmakrodhāvṛtātmanaḥ
deren Selbst von Begierde und Zorn umhüllt ist (Akk.Pl.)
manye nu dhyāyasi janān
ich meine, du sinnst über Leute nach (1.Sg./2.Sg./Akk.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

prājñaiḥ saṃbhāvito nūnaṃ naprājñair upasaṃhitaḥ; hrīmān amarṣī durvṛttais tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Von Weisen gewiss geschätzt, von Nicht-Weisen aber nicht begleitet, bescheiden [und] unduldsam gegenüber Übelhandelnden [?]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
prājñaiḥ saṃbhāvito nūnam
von Weisen gewiss geschätzt (Instr./Part.Pass.)
naprājñair upasaṃhitaḥ
nicht von Nicht-Weisen begleitet (Instr.)
hrīmān amarṣī durvṛttaiḥ
bescheiden, unduldsam gegenüber Übeltätern [?] (Nom./Nom./Instr.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Konstruktion von durvṛttaiḥ unsicher.

nūnaṃ mitramukhaḥ śatruḥ kaś cid āryavad ācaran; vañcayitvā gatas tvāṃ vai tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gewiss ist ein Feind mit Freundesmiene, der sich wie ein Edler benahm, nachdem er dich getäuscht hatte, davongegangen; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnaṃ mitramukhaḥ śatruḥ
gewiss ein Feind mit Freundesgesicht (Nom.)
kaś cid āryavad ācaran
irgendeiner, wie ein Edler handelnd (Nom./Part.Präs.)
vañcayitvā gatas tvāṃ vai
nachdem er dich getäuscht, ist er gegangen (Abs./Part.Pass./Akk.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

prakāśārthagatir nūnaṃ rahasyakuśalaḥ kṛtī; tajjñair na pūjyase nūnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Dessen Vorhaben und Weg offen liegen [?], im Geheimen geschickt, tüchtig – gewiss wirst du von den Kundigen nicht geehrt; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
prakāśārthagatir nūnam
dessen Ziel und Weg offen sind [?] (Nom.)
rahasyakuśalaḥ kṛtī
im Geheimen geschickt, tüchtig (Nom.)
tajjñair na pūjyase nūnam
von den Kundigen wirst du gewiss nicht geehrt (Instr.Pl./2.Sg.Pass.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

prakāśārthagatiḥ unsicher.

nūnaṃ śaktyā samārambhān vihitān sumahodayān; vipannārthān vijānāsi tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ; ekadravyaniviṣṭena tulyārthaśrutasaṃpadā; paribhūto 'si nūnaṃ tvaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gewiss kennst du nach Kräften begonnene, wohlgeordnete, höchst ertragreiche Unternehmungen, die im Ziel gescheitert sind; darum bist du fahl und mager. Von jemandem, der auf ein und dasselbe Gut versessen ist und dir an Ziel, Gelehrsamkeit und Besitz gleicht [?], bist du gewiss überflügelt worden; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnaṃ śaktyā samārambhān
gewiss die nach Kräften begonnenen Unternehmungen (Akk.Pl.)
vihitān sumahodayān
wohlgeordnet, höchst ertragreich (Akk.Pl.)
vipannārthān vijānāsi
mit gescheitertem Ziel, du kennst (Akk.Pl./2.Sg.)
ekadravyaniviṣṭena
von einem, der auf ein und dasselbe Gut versessen ist (Instr.)
tulyārthaśrutasaṃpadā
mit gleichem Ziel und gleicher Gelehrsamkeit [?] (Instr.)
paribhūto 'si nūnaṃ tvam
überwältigt bist du gewiss (Part.Pass./2.Sg.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; der zweite Halbvers (ekadravyaniviṣṭena …) ist im Sinn unsicher.

asatsv abhiniviṣṭeṣu bruvato muktasaṃśayam; guṇās te na virājante tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Wenn sich Unwürdige verbohrt haben und du rückhaltlos zu ihnen sprichst, glänzen deine Vorzüge nicht; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
asatsv abhiniviṣṭeṣu
bei verbohrten Unwürdigen (Lok.Pl.)
bruvato muktasaṃśayam
wenn du sprichst, zweifelsfrei (Gen./Adv.)
guṇās te na virājante
deine Vorzüge glänzen nicht (Nom.Pl./3.Pl.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

dhanabuddhiśrutair hīnaḥ kevalaṃ tejasānvitaḥ; mahat prārthayase nūnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Arm an Reichtum, Verstand und Gelehrsamkeit, nur mit Glanz [Tatkraft] ausgestattet, strebst du gewiss nach Großem; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
dhanabuddhiśrutair hīnaḥ
arm an Reichtum, Verstand, Gelehrsamkeit (Instr./Nom.)
kevalaṃ tejasānvitaḥ
nur mit Glanz [Tatkraft] begabt (Adv./Instr./Nom.)
mahat prārthayase nūnam
Großes erstrebst du gewiss (Akk.n./2.Sg.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

tapaḥpraṇihitātmānaṃ manye tvāraṇyakāṅkṣiṇam; bandhuvargo na gṛhṇāti tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Ich meine, du hast dein Selbst auf Askese gerichtet und sehnst dich nach dem Waldleben; deine Verwandtschaft nimmt [dich] nicht an; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
tapaḥpraṇihitātmānam
dessen Selbst auf Askese gerichtet ist (Akk.)
manye tvāraṇyakāṅkṣiṇam
ich meine, dich, der du das Waldleben ersehnst (1.Sg./Akk.)
bandhuvargo na gṛhṇāti
die Verwandtschaft nimmt nicht an (Nom./3.Sg.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

iṣṭabhāryasya te nūnaṃ prātiveśyo mahādhanaḥ; yuvā sulalitaḥ kāmī tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Du hast eine geliebte Gattin; gewiss ist dein Nachbar sehr reich, jung, sehr verwöhnt, lüstern; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
iṣṭabhāryasya te nūnam
dir, der du eine geliebte Gattin hast, gewiss (Gen.)
prātiveśyo mahādhanaḥ
der Nachbar, sehr reich (Nom.)
yuvā sulalitaḥ kāmī
jung, sehr verwöhnt, lüstern (Nom.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe.

sudurvinītaḥ putro vā jāmātā vā pramārjakaḥ; dārā vā pratikūlās te tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ; bhrātaro 'tīva viṣamāḥ pitā vā kṣutkṣato mṛtaḥ; mātā jyeṣṭho gurur vāpi tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ; brāhmaṇo vā hato gaur vā brahmasvaṃ vā hṛtaṃ purā; devasvaṃ vādhikaṃ kāle tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ; hṛtadāro 'tha vṛddho vā loke dviṣṭo 'tha vā naraiḥ; avijñātena vā vṛddhas tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ; vārdhakyārthaṃ dhanaṃ dṛṣṭvā svā śrīr vāpi parair hṛtā; vṛttir vā durjanāpekṣā tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ; saṃpatkāle na te dharmaḥ kṣīṇas tāta suhṛdbruvaiḥ; asaṃnyāsam atas tatra tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Ein sehr ungezogener Sohn oder Schwiegersohn oder ein Pramārjaka [?], oder deine Frauen sind dir zuwider; darum bist du fahl und mager. Deine Brüder sind sehr uneinig, oder dein Vater ist vom Hunger geschlagen gestorben, oder Mutter, älterer Bruder oder Lehrer; darum bist du fahl und mager. Ein Brahmane oder eine Kuh wurde erschlagen, oder Brahmanengut wurde einst geraubt, oder Göttergut [wurde] zur Zeit im Übermaß [genommen]; darum bist du fahl und mager. Oder deine Frau wurde geraubt, oder du bist alt, in der Welt von den Menschen gehasst, oder durch Unbekanntheit alt [?]; darum bist du fahl und mager. Nachdem du das Vermögen für das Alter [ausgegeben?] sahst, oder auch dein eigener Wohlstand von anderen geraubt wurde, oder dein Lebensunterhalt von Schlechten abhängt; darum bist du fahl und mager. Zur Zeit des Wohlstands ist dein Dharma nicht geschwunden, Lieber, durch die, die sich Freunde nennen [?]; deshalb [gibt es] dort keine Niederlegung/Entsagung [?]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
sudurvinītaḥ putro vā
ein sehr ungezogener Sohn oder (Nom.)
jāmātā vā pramārjakaḥ
Schwiegersohn oder Pramārjaka [?] (Nom.)
dārā vā pratikūlās te
oder deine Frauen sind widerwärtig (Nom.Pl.)
bhrātaro 'tīva viṣamāḥ
Brüder, sehr uneinig (Nom.Pl.)
pitā vā kṣutkṣato mṛtaḥ
oder der Vater, vom Hunger getroffen, gestorben (Nom./Part.Pass.)
brāhmaṇo vā hato gaur vā
ein Brahmane oder eine Kuh erschlagen (Nom./Part.Pass.)
hṛtadāro 'tha vṛddho vā
mit geraubter Frau, oder alt (Nom.)
vṛttir vā durjanāpekṣā
oder Lebensunterhalt, von Schlechten abhängig (Nom.)
saṃpatkāle na te dharmaḥ
zur Zeit des Wohlstands [ist] dein Dharma nicht (Lok./Nom.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; mehrere Stellen (pramārjaka, avijñātena vā vṛddhaḥ, vārdhakyārthaṃ dhanaṃ dṛṣṭvā, suhṛdbruvaiḥ, asaṃnyāsam) sind unsicher oder verderbt.

nūnam arthavatāṃ madhye tava vākyam anuttamam; na bhāti kāle 'bhihitaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gewiss glänzt dein unübertreffliches Wort unter Wohlhabenden nicht, obwohl zur rechten Zeit gesprochen; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnam arthavatāṃ madhye
gewiss inmitten der Wohlhabenden (Gen.Pl.)
tava vākyam anuttamam
dein unübertreffliches Wort (Nom.)
na bhāti kāle 'bhihitam
es glänzt nicht, zur [rechten] Zeit gesprochen (3.Sg./Lok./Part.Pass.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

dṛḍhapūrvaśrutaṃ mūrkhaṃ kupitaṃ hṛdayapriyam; anunetuṃ na śaknoṣi tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Einen Törichten, der an früher Gehörtem festhält, zornig [und] dir herzlieb, kannst du nicht umstimmen; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
dṛḍhapūrvaśrutaṃ mūrkham
den an früher Gehörtem fest Haftenden, Törichten (Akk.)
kupitaṃ hṛdayapriyam
zornig, herzlieb (Akk.)
anunetuṃ na śaknoṣi
zu besänftigen vermagst du nicht (Inf./2.Sg.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

nūnam āsaṃjayitvā te kṛtye kasmiṃś cid īpsite; kaś cid arthayate 'tyarthaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gewiss bittet jemand übermäßig um etwas bei einem gewünschten Geschäft von dir, ohne [dich] zuvor [dafür] gewonnen zu haben [?]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnam āsaṃjayitvā te
gewiss ohne [dich] gewonnen zu haben [?] (Abs./Gen.)
kṛtye kasmiṃś cid īpsite
bei irgendeinem gewünschten Vorhaben (Lok.)
kaś cid arthayate 'tyartham
jemand bittet übermäßig (3.Sg.Med.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

āsaṃjayitvā unsicher.

parokṣavādibhir mithyā doṣas te saṃpradarśitaḥ

„Von Hintenherum-Redenden ist dir fälschlich ein Fehler nachgewiesen worden.“

Wort für Wort
parokṣavādibhir mithyā
von Hintenherum-Redenden, fälschlich (Instr.Pl./Adv.)
doṣas te saṃpradarśitaḥ
dein Fehler wurde gezeigt (Nom./Gen./Part.Pass.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile ohne Refrain.

nūnaṃ tvā svaguṇāpekṣaṃ pūjayānaṃ suhṛd dhruvam; mayārtha iti jānāti tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Dich, der du auf deine eigenen Vorzüge achtest und [ihn] ehrst, weiß ein Freund gewiss [nur]: „Durch mich [geschieht] das Ziel“ [?]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnaṃ tvā svaguṇāpekṣam
dich, der du auf eigene Vorzüge achtest (Akk.)
pūjayānaṃ suhṛd dhruvam
ehrend, ein Freund, sicher (Part.Med./Nom./Adv.)
mayārtha iti jānāti
„durch mich [ist] das Ziel“, so weiß er (Instr./3.Sg.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Konstruktion unsicher.

antargatam abhiprāyaṃ na nūnaṃ lajjayecchasi; vivaktuṃ prāptiśaithilyāt tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Du willst gewiss die im Inneren liegende Absicht nicht beschämen, sie auszusprechen, aus Nachlässigkeit im Erlangen [?]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
antargatam abhiprāyam
die im Inneren liegende Absicht (Akk.)
na nūnaṃ lajjayecchasi
du willst gewiss nicht beschämen (2.Sg./Kaus.)
vivaktuṃ prāptiśaithilyāt
auszusprechen, wegen Lockerheit im Erlangen [?] (Inf./Abl.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Sinn unsicher.

nānābuddhirucīṃl loke manuṣyān nūnam icchasi; grahītuṃ svaguṇaiḥ sarvāṃs tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Menschen in der Welt mit verschiedenen Einsichten und Neigungen willst du gewiss alle durch deine Vorzüge gewinnen; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nānābuddhirucīṃl loke
mit verschiedenem Verstand und Geschmack in der Welt (Akk.Pl./Lok.)
manuṣyān nūnam icchasi
Menschen willst du gewiss (Akk.Pl./2.Sg.)
grahītuṃ svaguṇaiḥ sarvān
zu gewinnen durch deine Vorzüge alle (Inf./Instr./Akk.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

avidvān bhīrur alpārtho vidyāvikramadānajam

„Unwissend, furchtsam, von geringem Besitz – [du erstrebst] den aus Wissen, Tapferkeit und Gabe entstehenden [Ruhm]“

Wort für Wort
avidvān bhīrur alpārthaḥ
unwissend, furchtsam, von geringem Besitz (Nom.)
vidyāvikramadānajam
aus Wissen, Tapferkeit und Gabe entstanden (Akk.)

Der Satz setzt sich in Einheit 34 fort (Einschub in Einheit 33).

alam arthayase hīnāṃs tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Du bittest genug [?] Geringe [um etwas]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
alam arthayase hīnān
du bittest zur Genüge [?] Geringe (Adv./2.Sg.Med./Akk.Pl.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile der kritischen Ausgabe; Sinn unsicher.

yaśaḥ prārthayase nūnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Ruhm erstrebst du gewiss; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
yaśaḥ prārthayase nūnam
Ruhm erstrebst du gewiss (Akk./2.Sg.Med.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

cirābhilaṣitaṃ kiṃ cit phalam aprāptam eva te; kṛtam anyair apahṛtaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Eine lang ersehnte Frucht, die du noch nicht erlangt hast, ist von anderen vollbracht und weggenommen worden; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
cirābhilaṣitaṃ kiṃ cit
lang ersehnt, irgendeine (Part.Pass./Nom.)
phalam aprāptam eva te
Frucht, unerlangt für dich (Nom./Part.Pass./Gen.)
kṛtam anyair apahṛtam
von anderen vollbracht [und] weggenommen (Part.Pass./Instr.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

nūnam ātmakṛtaṃ doṣam apaśyan kiṃ cid ātmani; akāraṇe 'bhiśasto 'si tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gewiss, da du an dir selbst keinen selbstverursachten Fehler siehst, wirst du ohne Grund beschuldigt; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
nūnam ātmakṛtaṃ doṣam
gewiss einen selbstverursachten Fehler (Akk.)
apaśyan kiṃ cid ātmani
nicht sehend irgendeinen an dir (Part.Präs./Lok.)
akāraṇe 'bhiśasto 'si
ohne Grund bist du beschuldigt (Lok./Part.Pass./2.Sg.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

suhṛdām apramattānām apramokṣyārthahānijam; duḥkham arthaguṇair hīnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Das aus dem unabwendbaren Besitzverlust bei wachsamen Freunden entstandene Leid, ohne die Vorzüge des Besitzes [?]; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
suhṛdām apramattānām
von wachsamen Freunden (Gen.Pl.)
apramokṣyārthahānijam
aus unabwendbarem Besitzverlust entstanden [?] (Akk./Nom.n.)
duḥkham arthaguṇair hīnam
Leid, ohne Vorzüge des Besitzes (Nom./Instr./Nom.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

Sinn unsicher.

sādhūn gṛhasthān dṛṣṭvā ca tathāsādhūn vanecarān; muktāṃś cāvasathe saktāṃs tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Nachdem du gute Hausväter gesehen hast, und ebenso schlechte Waldbewohner, und Losgelöste, die an ihre Wohnstatt gebunden sind; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
sādhūn gṛhasthān dṛṣṭvā ca
gute Hausväter gesehen habend (Akk.Pl./Abs.)
tathāsādhūn vanecarān
und ebenso schlechte Waldbewohner (Akk.Pl.)
muktāṃś cāvasathe saktān
und Losgelöste, an die Wohnstatt gebunden (Akk.Pl./Lok./Part.Pass.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

dharmyam arthaṃ ca kāle ca deśe cābhihitaṃ vacaḥ; na pratiṣṭhati te nūnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Ein dharmagemäßes, nützliches, zu rechter Zeit und am rechten Ort gesprochenes Wort findet bei dir gewiss keinen Halt; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
dharmyam arthaṃ ca kāle ca
dharmisch und nützlich, zur rechten Zeit (Akk.n./Lok.)
deśe cābhihitaṃ vacaḥ
und am rechten Ort gesprochenes Wort (Lok./Part.Pass./Akk.)
na pratiṣṭhati te nūnam
es hat bei dir gewiss keinen Halt (3.Sg./Gen.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

dattān akuśalair arthān manīṣī saṃjijīviṣuḥ; prāpya vartayase nūnaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Von Ungeschickten gegebene Güter erhaltend, willst du als Kluger gewiss davon leben und fristest dein Dasein; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
dattān akuśalair arthān
von Ungeschickten gegebene Güter (Part.Pass.Akk.Pl./Instr.)
manīṣī saṃjijīviṣuḥ
als Kluger, leben wollend (Nom./Desid.-Adj.)
prāpya vartayase nūnam
nach dem Erhalt fristest du gewiss [dein Leben] (Abs./2.Sg.Kaus.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

pāpān vivardhato dṛṣṭvā kalyāṇāṃś cāvasīdataḥ; dhruvaṃ mṛgayase yogyaṃ tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Nachdem du gesehen hast, wie Schlechte gedeihen und Gute zugrunde gehen, suchst du gewiss das Passende; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
pāpān vivardhato dṛṣṭvā
Schlechte, die gedeihen, gesehen habend (Akk.Pl./Part.Präs./Abs.)
kalyāṇāṃś cāvasīdataḥ
und Gute, die zugrunde gehen (Akk.Pl./Part.Präs.)
dhruvaṃ mṛgayase yogyam
sicher suchst du das Passende (Adv./2.Sg./Akk.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

parasparaviruddhānāṃ priyaṃ nūnaṃ cikīrṣasi; suhṛdām avirodhena tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Gegenseitig Widerstreitenden willst du gewiss das Liebe tun, ohne Widerspruch gegenüber den Freunden; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
parasparaviruddhānām
von gegenseitig Widerstreitenden (Gen.Pl.)
priyaṃ nūnaṃ cikīrṣasi
Liebes willst du gewiss tun (Akk./Desid.)
suhṛdām avirodhena
ohne Widerspruch der Freunde (Gen.Pl./Instr.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

śrotriyāṃś ca vikarmasthān prājñāṃś cāpy ajitendriyān; manye 'nudhyāyasi janāṃs tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ

„Schriftkundige, die Unrechtes tun, und Weise, die ihre Sinne nicht bezwungen haben – über diese Leute, meine ich, sinnst du nach; darum bist du fahl und mager.“

Wort für Wort
śrotriyāṃś ca vikarmasthān
Vedakundige, im Fehlhandeln stehend (Akk.Pl.)
prājñāṃś cāpy ajitendriyān
und Weise, die ihre Sinne nicht bezwungen haben (Akk.Pl.)
manye 'nudhyāyasi janān
ich meine, du sinnst über Leute nach (1.Sg./2.Sg./Akk.)
tenāsi hariṇaḥ kṛśaḥ
darum bist du fahl [und] mager

evaṃ saṃpūjitaṃ rakṣo vipraṃ taṃ pratyapūjayat; sakhāyam akaroc cainaṃ saṃyojyārthair mumoca ha

So geehrt, ehrte der Rākṣasa jenen Brahmanen wiederum; er machte ihn zum Freund und ließ ihn frei, nachdem er ihn mit Gütern ausgestattet hatte.

Wort für Wort
evaṃ saṃpūjitaṃ rakṣaḥ
so geehrt, der Rākṣasa (Part.Pass./Nom.)
vipraṃ taṃ pratyapūjayat
ehrte jenen Brahmanen zurück (Akk./Impf.)
sakhāyam akaroc cainam
und machte ihn zum Freund (Akk./Impf.)
saṃyojyārthair mumoca ha
mit Gütern ausgestattet, ließ er frei (Abs./Instr./Perf.)

yudhiṣṭhiraḥ; janma mānuṣyakaṃ prāpya karmakṣetraṃ sudurlabham; śreyorthinā daridreṇa kiṃ kartavyaṃ pitāmaha; dānānām uttamaṃ yac ca deyaṃ yac ca yathā yathā; vaiśaṃpāyanaḥ; mānyān pūjyāṃś ca gāṅgeya rahasyaṃ vaktum arhasi; evaṃ pṛṣṭo narendreṇa pāṇḍavena yaśasvinā; bhīṣmaḥ; dharmāṇāṃ paramaṃ guhyaṃ bhīṣmaḥ provāca pārthivam; śṛṇuṣvāvahito rājan dharmaguhyāni bhārata; yathā hi bhagavān vyāsaḥ purā kathitavān mayi; devaguhyam idaṃ rājan yamenākliṣṭakarmaṇā; niyamasthena yuktena tapaso mahataḥ phalam; yena yaḥ prīyate devaḥ prīyante pitaras tathā; ṛṣayaḥ pramathāḥ śrīś ca citragupto diśāṃ gajāḥ; ṛṣidharmaḥ smṛto yatra sarahasyo mahāphalaḥ; mahādānaphalaṃ caiva sarvayajñaphalaṃ tathā; yaś caitad evaṃ jānīyāj jñātvā vā kurute 'nagha; sa doṣo doṣavāṃś ceha tair guṇaiḥ saha yujyate; daśasūnāsamaṃ cakraṃ daśacakrasamo dhvajaḥ; daśadhvajasamā veśyā daśaveśyāsamo nṛpaḥ; ardhenaitāni sarvāṇi nṛpatiḥ kathyate 'dhikaḥ; trivargasahitaṃ śāstraṃ pavitraṃ puṇyalakṣaṇam; dharmavyākaraṇaṃ puṇyaṃ rahasyaśravaṇaṃ mahat; śrotavyaṃ dharmasaṃyuktaṃ vihitaṃ tridaśaiḥ svayam; pitṝṇāṃ yatra guhyāni procyante śrāddhakarmaṇi; devatānāṃ ca sarveṣāṃ rahasyaṃ kathyate 'khilam; ṛṣidharmaḥ smṛto yatra sarahasyo mahāphalaḥ; mahāyajñaphalaṃ caiva sarvadānaphalaṃ tathā; ye paṭhanti sadā martyā yeṣāṃ caivopatiṣṭhati; śrutvā ca phalam ācaṣṭe svayaṃ nārāyaṇaḥ prabhuḥ; gavāṃ phalaṃ tīrthaphalaṃ yajñānāṃ caiva yat phalam; etat phalam avāpnoti yo naro 'tithipūjakaḥ; śrotāraḥ śraddadhānāś ca yeṣāṃ śuddhaṃ ca mānasam; teṣāṃ vyaktaṃ jitā lokāḥ śraddadhānena sādhunā; mucyate kilbiṣāc caiva na sa pāpena lipyate; dharmaṃ ca labhate nityaṃ pretyalokagato naraḥ; kasya cit tv atha kālasya devadūto yadṛcchayā; sthito hy antarhito bhūtvā paryabhāṣata vāsavam; yau tau kāmaguṇopetāv aśvinau bhiṣajāṃ varau; ājñayāhaṃ tayoḥ prāptaḥ sanarān pitṛdevatān; kasmād dhi maithunaṃ śrāddhe dātur bhoktuś ca varjitam; kimarthaṃ ca trayaḥ piṇḍāḥ pravibhaktāḥ pṛthak pṛthak; prathamaḥ kasya dātavyo madhyamaḥ kva ca gacchati; uttaraś ca smṛtaḥ kasya etad icchāmi veditum; śraddadhānena dūtena bhāṣitaṃ dharmasaṃhitam; pitaraḥ; pūrvasthās tridaśāḥ sarve pitaraḥ pūjya khecaram; svāgataṃ te 'stu bhadraṃ te śrūyatāṃ khecarottama; gūḍhārthaḥ paramaḥ praśno bhavatā samudīritaḥ; śrāddhaṃ dattvā ca bhuktvā ca puruṣo yaḥ striyaṃ vrajet; pitaras tasya taṃ māsaṃ tasmin retasi śerate; pravibhāgaṃ tu piṇḍānāṃ pravakṣyāmy anupūrvaśaḥ; piṇḍo hy adhastād gacchaṃs tu apa āviśya bhāvayet; piṇḍaṃ tu madhyamaṃ tatra patnī tv ekā samaśnute; piṇḍas tṛtīyo yas teṣāṃ taṃ dadyāj jātavedasi; eṣa śrāddhavidhiḥ prokto yathā dharmo na lupyate; pitaras tasya tuṣyanti prahṛṣṭamanasaḥ sadā; devadūtaḥ; prajā vivardhate cāsya akṣayaṃ copatiṣṭhati; ānupūrvyeṇa piṇḍānāṃ pravibhāgaḥ pṛthak pṛthak; pitṝṇāṃ triṣu sarveṣāṃ niruktaṃ kathitaṃ tvayā; ekaḥ samuddhṛtaḥ piṇḍo hy adhastāt kasya gacchati; kaṃ vā prīṇayate devaṃ kathaṃ tārayate pitṝn; madhyamaṃ tu tadā patnī bhuṅkte 'nujñātam eva hi; kimarthaṃ pitaras tasya kavyam eva ca bhuñjate; atra yas tv antimaḥ piṇḍo gacchate jātavedasam; bhavate kā gatis tasya kaṃ vā samanugacchati; etad icchāmy ahaṃ śrotuṃ piṇḍeṣu triṣu yā gatiḥ; pitaraḥ; phalaṃ vṛttiṃ ca mārgaṃ ca yaś cainaṃ pratipadyate; sumahān eṣa praśno vai yas tvayā samudīritaḥ; rahasyam adbhutaṃ cāpi pṛṣṭāḥ sma gaganecara; etad eva praśaṃsanti devāś ca munayas tathā; te 'py evaṃ nābhijānanti pitṛkāryaviniścayam; varjayitvā mahātmānaṃ cirajīvinam uttamam; pitṛbhaktas tu yo vipro varalabdho mahāyaśāḥ; trayāṇām api piṇḍānāṃ śrutvā bhagavato gatim; devadūtena yaḥ pṛṣṭaḥ śrāddhasya vidhiniścayaḥ; gatis trayāṇāṃ piṇḍānāṃ śṛṇuṣvāvahito mama; apo gacchati yo hy atra śaśinaṃ hy eṣa prīṇayet; śaśī prīṇayate devān pitṝṃś caiva mahāmate; bhuṅkte tu patnī yaṃ caiṣām anujñātā tu madhyamam; putrakāmāya putraṃ tu prayacchanti pitāmahāḥ; havyavāhe tu yaḥ piṇḍo dīyate tan nibodha me; pitaras tena tṛpyanti prītāḥ kāmān diśanti ca; etat te kathitaṃ sarvaṃ triṣu piṇḍeṣu yā gatiḥ; ṛtvig yo yajamānasya pitṛtvam anugacchati; tasminn ahani manyante parihāryaṃ hi maithunam; śucinā tu sadā śrāddhaṃ bhoktavyaṃ khecarottama; ye mayā kathitā doṣās te tathā syur na cānyathā; tasmāt snātaḥ śuciḥ kṣāntaḥ śrāddhaṃ bhuñjīta vai dvijaḥ; prajā vivardhate cāsya yaś caivaṃ saṃprayacchati; tato vidyutprabho nāma ṛṣir āha mahātapāḥ; ādityatejasā tasya tulyaṃ rūpaṃ prakāśate; sa ca dharmarahasyāni śrutvā śakram athābravīt; tiryagyonigatān sattvān martyā hiṃsanti mohitāḥ; kīṭān pipīlikān sarpān meṣān samṛgapakṣiṇaḥ; kilbiṣaṃ subahu prāptāḥ kiṃ svid eṣāṃ pratikriyā; tato devagaṇāḥ sarve ṛṣayaś ca tapodhanāḥ; śakraḥ; pitaraś ca mahābhāgāḥ pūjayanti sma taṃ munim; kurukṣetraṃ gayāṃ gaṅgāṃ prabhāsaṃ puṣkarāṇi ca; etāni manasā dhyātvā avagāhet tato jalam; tathā mucyati pāpena rāhuṇā candramā yathā; tryahaṃ snātaḥ sa bhavati nirāhāraś ca vartate; spṛśate yo gavāṃ pṛṣṭhaṃ vāladhiṃ ca namasyati; tato vidyutprabho vākyam abhyabhāṣata vāsavam; ayaṃ sūkṣmataro dharmas taṃ nibodha śatakrato; ghṛṣṭo vaṭakaṣāyeṇa anuliptaḥ priyaṅguṇā; kṣīreṇa ṣaṣṭikān bhuktvā sarvapāpaiḥ pramucyate; śrūyatāṃ cāparaṃ guhyaṃ rahasyam ṛṣicintitam; śrutaṃ me bhāṣamāṇasya sthāṇoḥ sthāne bṛhaspateḥ; rudreṇa saha deveśa tan nibodha śacīpate; parvatārohaṇaṃ kṛtvā ekapādo vibhāvasum; nirīkṣeta nirāhāra ūrdhvabāhuḥ kṛtāñjaliḥ; tapasā mahatā yukta upavāsaphalaṃ labhet; raśmibhis tāpito 'rkasya sarvapāpam apohati; grīṣmakāle 'tha vā śīte evaṃ pāpam apohati; tataḥ pāpāt pramuktasya dyutir bhavati śāśvatī; tejasā sūryavad dīpto bhrājate somavat punaḥ; madhye tridaśavargasya devarājaḥ śatakratuḥ; uvāca madhuraṃ vākyaṃ bṛhaspatim anuttamam; dharmaguhyaṃ tu bhagavān mānuṣāṇāṃ sukhāvaham; bṛhaspatiḥ; sarahasyāś ca ye doṣās tān yathāvad udīraya; pratimehanti ye sūryam anilaṃ dviṣate ca ye; havyavāhe pradīpte ca samidhaṃ ye na juhvati; bālavatsāṃ ca ye dhenuṃ duhanti kṣīrakāraṇāt; teṣāṃ doṣān pravakṣyāmi tān nibodha śacīpate; bhānumān anilaś caiva havyavāhaś ca vāsava; lokānāṃ mātaraś caiva gāvaḥ sṛṣṭāḥ svayaṃbhuvā; lokāṃs tārayituṃ śaktā martyeṣv eteṣu devatāḥ; sarve bhavantaḥ śṛṇvantu ekaikaṃ dharmaniścayam; varṣāṇi ṣaḍaśītiṃ tu durvṛttāḥ kulapāṃsanāḥ; striyaḥ sarvāś ca durvṛttāḥ pratimehanti yā ravim; aniladveṣiṇaḥ śakra garbhasthā cyavate prajā; havyavāhasya dīptasya samidhaṃ ye na juhvati; agnikāryeṣu vai teṣāṃ havyaṃ nāśnāti pāvakaḥ; kṣīraṃ tu bālavatsānāṃ ye pibantīha mānavāḥ; na teṣāṃ kṣīrapāḥ ke cij jāyante kulavardhanāḥ; prajākṣayeṇa yujyante kulavaṃśakṣayeṇa ca; evam etat purā dṛṣṭaṃ kulavṛddhair dvijātibhiḥ; tasmād varjyāni varjyāni kāryaṃ kāryaṃ ca nityaśaḥ; bhūtikāmena martyena satyam etad bravīmi te; tataḥ sarve mahābhāgā devatāḥ samarudgaṇāḥ; ṛṣayaś ca mahābhāgāḥ pṛcchanti sma pitṝṃs tataḥ; pitaraḥ kena tuṣyanti martyānām alpacetasām; akṣayaṃ ca kathaṃ dānaṃ bhavec caivordhvadehikam; ānṛṇyaṃ vā kathaṃ martyā gaccheyuḥ kena karmaṇā; pitaraḥ; etad icchāmahe śrotuṃ paraṃ kautūhalaṃ hi naḥ; nyāyato vai mahābhāgāḥ saṃśayaḥ samudāhṛtaḥ; śrūyatāṃ yena tuṣyāmo martyānāṃ sādhukarmaṇām; nīlaṣaṇḍapramokṣeṇa amāvāsyāṃ tilodakaiḥ; varṣāsu dīpakaiś caiva pitṝṇām anṛṇo bhavet; akṣayaṃ nirvyalīkaṃ ca dānam etan mahāphalam; asmākaṃ paritoṣaś ca akṣayaḥ parikīrtyate; śraddadhānāś ca ye martyā āhariṣyanti saṃtatim; durgāt te tārayiṣyanti narakāt prapitāmahān; pitṝṇāṃ bhāṣitaṃ śrutvā hṛṣṭaromā tapodhanaḥ; vṛddhagārgyo mahātejās tān evaṃ vākyam abravīt; ke guṇā nīlaṣaṇḍasya pramuktasya tapodhanāḥ; varṣāsu dīpadānena tathaiva ca tilodakaiḥ; pitaraḥ; nīlaṣaṇḍasya lāṅgūlaṃ toyam abhyuddhared yadi; ṣaṣṭiṃ varṣasahasrāṇi pitaras tena tarpitāḥ; yas tu śṛṅgagataṃ paṅkaṃ kūlād uddhṛtya tiṣṭhati; pitaras tena gacchanti somalokam asaṃśayam; varṣāsu dīpadānena śaśivac chobhate naraḥ; tamorūpaṃ na tasyāsti dīpakaṃ yaḥ prayacchati; amāvāsyāṃ tu ye martyāḥ prayacchanti tilodakam; pātram audumbaraṃ gṛhya madhumiśraṃ tapodhana; kṛtaṃ bhavati taiḥ śrāddhaṃ sarahasyaṃ yathārthavat; hṛṣṭapuṣṭamanās teṣāṃ prajā bhavati nityadā; kulavaṃśasya vṛddhis tu piṇḍadasya phalaṃ bhavet; śraddadhānas tu yaḥ kuryāt pitṝṇām anṛṇo bhavet; evam eṣa samuddiṣṭaḥ śrāddhakālakramas tathā; bhīṣmaḥ; vidhiḥ pātraṃ phalaṃ caiva yathāvad anukīrtitam; kena te ca bhavet prītiḥ kathaṃ tuṣṭiṃ tu gacchasi; iti pṛṣṭaḥ surendreṇa provāca harir avyayaḥ; brāhmaṇānāṃ parīvādo mama vidveṣaṇaṃ mahat; brāhmaṇaiḥ pūjitair nityaṃ pūjito 'haṃ na saṃśayaḥ; nityābhivādyā viprendrā bhuktvā pādau tathātmanaḥ; teṣāṃ tuṣyāmi martyānāṃ yaś cakre ca baliṃ haret; vāmanaṃ brāhmaṇaṃ dṛṣṭvā varāhaṃ ca jalotthitam; uddhṛtāṃ dharaṇīṃ caiva mūrdhnā dhārayate tu yaḥ; na teṣām aśubhaṃ kiṃ cit kalmaṣaṃ copapadyate; aśvatthaṃ rocanāṃ gāṃ ca pūjayed yo naraḥ sadā; pūjitaṃ ca jagat tena sadevāsuramānuṣam; tena rūpeṇa teṣāṃ ca pūjāṃ gṛhṇāmi tattvataḥ; pūjā mamaiṣā nāsty anyā yāval lokāḥ pratiṣṭhitāḥ; anyathā hi vṛthā martyāḥ pūjayanty alpabuddhayaḥ; indraḥ; nāhaṃ tat pratigṛhṇāmi na sā tuṣṭikarī mama; cakraṃ pādau varāhaṃ ca brāhmaṇaṃ cāpi vāmanam; uddhṛtāṃ dharaṇīṃ caiva kimarthaṃ tvaṃ praśaṃsasi; bhavān sṛjati bhūtāni bhavān saṃharati prajāḥ; bhīṣmaḥ; prakṛtiḥ sarvabhūtānāṃ samartyānāṃ sanātanī; saṃprahasya tato viṣṇur idaṃ vacanam abravīt; cakreṇa nihatā daityāḥ padbhyāṃ krāntā vasuṃdharā; vārāhaṃ rūpam āsthāya uddhṛtā ca vasuṃdharā; vāmanaṃ rūpam āsthāya jito rājā mayā baliḥ; parituṣṭo bhavāmy evaṃ mānuṣāṇāṃ mahātmanām; tan māṃ ye pūjayiṣyanti nāsti teṣāṃ parābhavaḥ; api vā brāhmaṇaṃ dṛṣṭvā brahmacāriṇam āgatam; brāhmaṇāyāhutiṃ dattvā amṛtaṃ tasya bhojanam; aindrīṃ saṃdhyām upāsitvā ādityābhimukhaḥ sthitaḥ; sarvatīrtheṣu sa snāto mucyate sarvakilbiṣaiḥ; etad vaḥ kathitaṃ guhyam akhilena tapodhanāḥ; baladevaḥ; saṃśayaṃ pṛcchamānānāṃ kiṃ bhūyaḥ kathayāmy aham; śrūyatāṃ paramaṃ guhyaṃ mānuṣāṇāṃ sukhāvaham; ajānanto yad abudhāḥ kliśyante bhūtapīḍitāḥ; kalya utthāya yo martyaḥ spṛśed gāṃ vai ghṛtaṃ dadhi; sarṣapaṃ ca priyaṅguṃ ca kalmaṣāt pratimucyate; bhūtāni caiva sarvāṇi agrataḥ pṛṣṭhato 'pi vā; ucchiṣṭaṃ vāpi cchidreṣu varjayanti tapodhanāḥ; devāḥ; pragṛhyaudumbaraṃ pātraṃ toyapūrṇam udaṅmukhaḥ; upavāsaṃ tu gṛhṇīyād yad vā saṃkalpayed vratam; devatās tasya tuṣyanti kāmikaṃ cāpi sidhyati; anyathā hi vṛthā martyāḥ kurvate svalpabuddhayaḥ; upavāse balau cāpi tāmrapātraṃ viśiṣyate; balir bhikṣā tathārghyaṃ ca pitṝṇāṃ ca tilodakam; tāmrapātreṇa dātavyam anyathālpaphalaṃ bhavet; guhyam etat samuddiṣṭaṃ yathā tuṣyanti devatāḥ; dharmaḥ; rājapauruṣike vipre ghāṇṭike paricārake; gorakṣake vāṇijake tathā kārukuśīlave; mitradruhy anadhīyāne yaś ca syād vṛṣalīpatiḥ; eteṣu daivaṃ pitryaṃ vā na deyaṃ syāt kathaṃ cana; piṇḍadās tasya hīyante na ca prīṇāti vai pitṝn; atithir yasya bhagnāśo gṛhāt pratinivartate; pitaras tasya devāś ca agnayaś ca tathaiva hi; nirāśāḥ pratigacchanti atither apratigrahāt; strīghnair goghnaiḥ kṛtaghnaiś ca brahmaghnair gurutalpagaiḥ; agniḥ; tulyadoṣo bhavaty ebhir yasyātithir anarcitaḥ; pādam udyamya yo martyaḥ spṛśed gāś ca sudurmatiḥ; brāhmaṇaṃ vā mahābhāgaṃ dīpyamānaṃ tathānalam; tasya doṣān pravakṣyāmi tac chṛṇudhvaṃ samāhitāḥ; divaṃ spṛśaty aśabdo 'sya trasyanti pitaraś ca vai; vaimanasyaṃ ca devānāṃ kṛtaṃ bhavati puṣkalam; pāvakaś ca mahātejā havyaṃ na pratigṛhṇati; ājanmanāṃ śataṃ caiva narake pacyate tu saḥ; niṣkṛtiṃ ca na tasyāpi anumanyanti karhi cit; tasmād gāvo na pādena spraṣṭavyā vai kadā cana; brāhmaṇaś ca mahātejā dīpyamānas tathānalaḥ; śraddadhānena martyena ātmano hitam icchatā; viśvāmitraḥ; ete doṣā mayā proktās triṣu yaḥ pādam utsṛjet; śrūyatāṃ paramaṃ guhyaṃ rahasyaṃ dharmasaṃhitam; paramānnena yo dadyāt pitṝṇām aupahārikam; gajacchāyāyāṃ pūrvasyāṃ kutupe dakṣiṇāmukhaḥ; yadā bhādrapade māsi bhavate bahule maghā; śrūyatāṃ tasya dānasya yādṛśo guṇavistaraḥ; kṛtaṃ tena mahac chrāddhaṃ varṣāṇīha trayodaśa; gāvaḥ; bahule samaṅge hy akutobhaye ca; kṣeme ca saṃkhyeva hi bhūyasī ca; yathā purā brahmapure savatsā; śatakrator vajradharasya yajñe; bhūyaś ca yā viṣṇupade sthitā yā; vibhāvasoś cāpi pathe sthitā yā; devāś ca sarve saha nāradena; prakurvate sarvasaheti nāma; mantreṇaitenābhivandeta yo vai; vimucyate pāpakṛtena karmaṇā; lokān avāpnoti puraṃdarasya; gavāṃ phalaṃ candramaso dyutiṃ ca; etaṃ hi mantraṃ tridaśābhijuṣṭaṃ; paṭheta yaḥ parvasu goṣṭhamadhye; na tasya pāpaṃ na bhayaṃ na śokaḥ; bhīṣmaḥ; sahasranetrasya ca yāti lokam; atha sapta mahābhāgā ṛṣayo lokaviśrutāḥ; vasiṣṭhapramukhāḥ sarve brahmāṇaṃ padmasaṃbhavam; pradakṣiṇam abhikramya sarve prāñjalayaḥ sthitāḥ; uvāca vacanaṃ teṣāṃ vasiṣṭho brahmavittamaḥ; sarvaprāṇihitaṃ praśnaṃ brahmakṣetre viśeṣataḥ; dravyahīnāḥ kathaṃ martyā daridrāḥ sādhuvṛttayaḥ; prāpnuvantīha yajñasya phalaṃ keneha karmaṇā; etac chrutvā vacas teṣāṃ brahmā vacanam abravīt; aho praśno mahābhāgā gūḍhārthaḥ paramaḥ śubhaḥ; sūkṣmaḥ śreyāṃś ca martyānāṃ bhavadbhiḥ samudāhṛtaḥ; śrūyatāṃ sarvam ākhyāsye nikhilena tapodhanāḥ; yathā yajñaphalaṃ martyo labhate nātra saṃśayaḥ; pauṣamāsasya śukle vai yadā yujyeta rohiṇī; tena nakṣatrayogena ākāśaśayano bhavet; ekavastraḥ śuciḥ snātaḥ śraddadhānaḥ samāhitaḥ; somasya raśmayaḥ pītvā mahāyajñaphalaṃ labhet; etad vaḥ paramaṃ guhyaṃ kathitaṃ dvijasattamāḥ; vibhāvasuḥ; yan māṃ bhavantaḥ pṛcchanti sūkṣmatattvārthadarśinaḥ; salilasyāñjaliṃ pūrṇam akṣatāś ca ghṛtottarāḥ; somasyottiṣṭhamānasya taj jalaṃ cākṣatāṃś ca tān; sthito hy abhimukho martyaḥ paurṇamāsyāṃ baliṃ haret; agnikāryaṃ kṛtaṃ tena hutāś cāsyāgnayas trayaḥ; vanaspatiṃ ca yo hanyād amāvāsyām abuddhimān; api hy ekena patreṇa lipyate brahmahatyayā; dantakāṣṭhaṃ tu yaḥ khāded amāvāsyām abuddhimān; hiṃsitaś candramās tena pitaraś codvijanti ca; havyaṃ na tasya devāś ca pratigṛhṇanti parvasu; śrīḥ; kupyante pitaraś cāsya kule vaṃśo 'sya hīyate; prakīrṇaṃ bhājanaṃ yatra pānabhāṇḍam athāsanam; yoṣitaś caiva hanyante kaśmalopahate gṛhe; devatāḥ pitaraś caiva utsave parvaṇīṣu vā; nirāśāḥ pratigacchanti kaśmalopahatād gṛhāt; aṅgirāḥ; yas tu saṃvatsaraṃ pūrṇaṃ dadyād dīpaṃ karañjake; gārgyaḥ; suvarcalāmūlahastaḥ prajā tasya vivardhate; ātithyaṃ satataṃ kuryād dīpaṃ dadyāt pratiśraye; varjayāno divāsvapnaṃ na ca māṃsāni bhakṣayet; gobrāhmaṇaṃ na hiṃsyāc ca puṣkarāṇi ca kīrtayet; eṣa śreṣṭhatamo dharmaḥ sarahasyo mahāphalaḥ; api kratuśatair iṣṭvā kṣayaṃ gacchati tad dhaviḥ; na tu kṣīyanti te dharmāḥ śraddadhānaiḥ prayojitāḥ; idaṃ ca paramaṃ guhyaṃ sarahasyaṃ nibodhata; śrāddhakalpe ca daive ca tairthike parvaṇīṣu ca; rajasvalā ca yā nārī śvitrikāputrikā ca yā; etābhiś cakṣuṣā dṛṣṭaṃ havir nāśnanti devatāḥ; pitaraś ca na tuṣyanti varṣāṇy asya trayodaśa; śuklavāsāḥ śucir bhūtvā brāhmaṇān svasti vācayet; dhaumyaḥ; kīrtayed bhārataṃ caiva tathā syād akṣayaṃ haviḥ; bhinnabhāṇḍaṃ ca khaṭvāṃ ca kukkuṭaṃ śunakaṃ tathā; apraśastāni sarvāṇi yaś ca vṛkṣo gṛheruhaḥ; bhinnabhāṇḍe kaliṃ prāhuḥ khaṭvāyāṃ tu dhanakṣayaḥ; kukkuṭe śunake caiva havir nāśnanti devatāḥ; vṛkṣamūle dhruvaṃ sattvaṃ tasmād vṛkṣaṃ na ropayet; jamadagniḥ; yo yajed aśvamedhena vājapeyaśatena ha; avākśirā vā lambeta satraṃ vā sphītam āharet; na cāsya hṛdayaṃ śuddhaṃ narakaṃ sa dhruvaṃ vrajet; tulyaṃ yajñaś ca satyaṃ ca hṛdayasya ca śuddhatā; śuddhena manasā dattvā saktuprasthaṃ dvijātaye; vāyuḥ; brahmalokam anuprāptaḥ paryāptaṃ tannidarśanam; kiṃ cid dharmaṃ pravakṣyāmi mānuṣāṇāṃ sukhāvaham; sarahasyāś ca ye doṣās tāñ śṛṇudhvaṃ samāhitāḥ; agnikāryaṃ ca kartavyaṃ paramānnena bhojanam; dīpakaś cāpi kartavyaḥ pitṝṇāṃ satilodakaḥ; etena vidhinā martyaḥ śraddadhānaḥ samāhitaḥ; caturo vārṣikān māsān yo dadāti tilodakam; bhojanaṃ ca yathāśaktyā brāhmaṇe vedapārage; paśubandhaśatasyeha phalaṃ prāpnoti puṣkalam; idaṃ caivāparaṃ guhyam apraśastaṃ nibodhata; agnes tu vṛṣalo netā havir mūḍhāś ca yoṣitaḥ; manyate dharma eveti sa cādharmeṇa lipyate; agnayas tasya kupyanti śūdrayoniṃ sa gacchati; pitaraś ca na tuṣyanti saha devair viśeṣataḥ; prāyaścittaṃ tu yat tatra bruvatas tan nibodha me; yat kṛtvā tu naraḥ samyak sukhī bhavati vijvaraḥ; gavāṃ mūtrapurīṣeṇa payasā ca ghṛtena ca; agnikāryaṃ tryahaṃ kuryān nirāhāraḥ samāhitaḥ; tataḥ saṃvatsare pūrṇe pratigṛhṇanti devatāḥ; hṛṣyanti pitaraś cāsya śrāddhakāla upasthite; eṣa hy adharmo dharmaś ca rahasyaḥ saṃprakīrtitaḥ; lomaśaḥ; martyānāṃ svargakāmānāṃ pretya svargasukhāvahaḥ; paradāreṣu ye saktā akṛtvā dārasaṃgraham; nirāśāḥ pitaras teṣāṃ śrāddhakāle bhavanti vai; paradāraratir yaḥ syād yaś ca vandhyām upāsate; brahmasvaṃ harate yaś ca samadoṣā bhavanti te; asaṃbhāṣyā bhavanty ete pitṝṇāṃ nātra saṃśayaḥ; devatāḥ pitaraś caiṣāṃ nābhinandanti tad dhaviḥ; tasmāt parasya vai dārāṃs tyajed vandhyāṃ ca yoṣitam; brahmasvaṃ hi na hartavyam ātmano hitam icchatā; śrūyatāṃ cāparaṃ guhyaṃ rahasyaṃ dharmasaṃhitam; śraddadhānena kartavyaṃ gurūṇāṃ vacanaṃ sadā; dvādaśyāṃ paurṇamāsyāṃ ca māsi māsi ghṛtākṣatam; brāhmaṇebhyaḥ prayaccheta tasya puṇyaṃ nibodhata; somaś ca vardhate tena samudraś ca mahodadhiḥ; aśvamedhacaturbhāgaṃ phalaṃ sṛjati vāsavaḥ; dānenaitena tejasvī vīryavāṃś ca bhaven naraḥ; prītaś ca bhagavān soma iṣṭān kāmān prayacchati; śrūyatāṃ cāparo dharmaḥ sarahasyo mahāphalaḥ; imaṃ kaliyugaṃ prāpya manuṣyāṇāṃ sukhāvahaḥ; kalyam utthāya yo martyaḥ snātaḥ śuklena vāsasā; tilapātraṃ prayaccheta brāhmaṇebhyaḥ samāhitaḥ; tilodakaṃ ca yo dadyāt pitṝṇāṃ madhunā saha; dīpakaṃ kṛsaraṃ caiva śrūyatāṃ tasya tat phalam; tilapātre phalaṃ prāha bhagavān pākaśāsanaḥ; gopradānaṃ ca yaḥ kuryād bhūmidānaṃ ca śāśvatam; agniṣṭomaṃ ca yo yajñaṃ yajeta bahudakṣiṇam; tilapātraṃ sahaitena samaṃ manyanti devatāḥ; tilodakaṃ sadā śrāddhe manyante pitaro 'kṣayam; dīpe ca kṛsare caiva tuṣyante 'sya pitāmahāḥ; svarge ca pitṛloke ca pitṛdevābhipūjitam; evam etan mayoddiṣṭam ṛṣidṛṣṭaṃ purātanam; bhīṣmaḥ; tatas tv ṛṣigaṇāḥ sarve pitaraś ca sadevatāḥ; arundhatīṃ tapovṛddhām apṛcchanta samāhitāḥ; samānaśīlāṃ vīryeṇa vasiṣṭhasya mahātmanaḥ; tvatto dharmarahasyāni śrotum icchāmahe vayam; arundhatī; yat te guhyatamaṃ bhadre tat prabhāṣitum arhasi; tapovṛddhir mayā prāptā bhavatāṃ smaraṇena vai; bhavatāṃ ca prasādena dharmān vakṣyāmi śāśvatān; saguhyān sarahasyāṃś ca tāñ śṛṇudhvam aśeṣataḥ; śraddadhāne prayoktavyā yasya śuddhaṃ tathā manaḥ; aśraddadhāno mānī ca brahmahā gurutalpagaḥ; asaṃbhāṣyā hi catvāro naiṣāṃ dharmaṃ prakāśayet; ahany ahani yo dadyāt kapilāṃ dvādaśīḥ samāḥ; māsi māsi ca satreṇa yo yajeta sadā naraḥ; gavāṃ śatasahasraṃ ca yo dadyāj jyeṣṭhapuṣkare; na tad dharmaphalaṃ tulyam atithir yasya tuṣyati; śrūyatāṃ cāparo dharmo manuṣyāṇāṃ sukhāvahaḥ; śraddadhānena kartavyaḥ sarahasyo mahāphalaḥ; kalyam utthāya gomadhye gṛhya darbhān sahodakān; niṣiñceta gavāṃ śṛṅge mastakena ca taj jalam; pratīccheta nirāhāras tasya dharmaphalaṃ śṛṇu; śrūyante yāni tīrthāni triṣu lokeṣu kāni cit; siddhacāraṇajuṣṭāni sevitāni maharṣibhiḥ; abhiṣekaḥ samas teṣāṃ gavāṃ śṛṅgodakasya ca; sādhu sādhv iti coddiṣṭaṃ daivataiḥ pitṛbhis tathā; pitāmahaḥ; bhūtaiś caiva susaṃhṛṣṭaiḥ pūjitā sāpy arundhatī; aho dharmo mahābhāge sarahasya udāhṛtaḥ; yamaḥ; varaṃ dadāmi te dhanye tapas te vardhatāṃ sadā; ramaṇīyā kathā divyā yuṣmatto yā mayā śrutā; śrūyatāṃ citraguptasya bhāṣitaṃ mama ca priyam; rahasyaṃ dharmasaṃyuktaṃ śakyaṃ śrotuṃ maharṣibhiḥ; śraddadhānena martyena ātmano hitam icchatā; na hi puṇyaṃ tathā pāpaṃ kṛtaṃ kiṃ cid vinaśyati; parvakāle ca yat kiṃ cid ādityaṃ cādhitiṣṭhati; pretalokaṃ gate martye tat tat sarvaṃ vibhāvasuḥ; pratijānāti puṇyātmā tac ca tatropayujyate; kiṃ cid dharmaṃ pravakṣyāmi citraguptamataṃ śubham; pānīyaṃ caiva dīpaṃ ca dātavyaṃ satataṃ tathā; upānahau ca cchatraṃ ca kapilā ca yathātatham; puṣkare kapilā deyā brāhmaṇe vedapārage; agnihotraṃ ca yatnena sarvaśaḥ pratipālayet; ayaṃ caivāparo dharmaś citraguptena bhāṣitaḥ; phalam asya pṛthaktvena śrotum arhanti sattamāḥ; pralayaṃ sarvabhūtaiś ca gantavyaṃ kālaparyayāt; tatra durgam anuprāptāḥ kṣuttṛṣṇāparipīḍitāḥ; dahyamānā vipacyante na tatrāsti palāyanam; andhakāraṃ tamo ghoraṃ praviśanty alpabuddhayaḥ; tatra dharmaṃ pravakṣyāmi yena durgāṇi saṃtaret; alpavyayaṃ mahārthaṃ ca pretya caiva sukhodayam; pānīyasya guṇā divyāḥ pretaloke viśeṣataḥ; tatra puṇyodakā nāma nadī teṣāṃ vidhīyate; akṣayaṃ salilaṃ tatra śītalaṃ hy amṛtopamam; sa tatra toyaṃ pibati pānīyaṃ yaḥ prayacchati; pradīpasya pradānena śrūyatāṃ guṇavistaraḥ; tamondhakāraṃ niyataṃ dīpado na prapaśyati; prabhāṃ cāsya prayacchanti somabhāskarapāvakāḥ; devatāś cāsya manyante vimalāḥ sarvatodiśaḥ; dyotate ca yathādityaḥ pretalokagato naraḥ; tasmād dīpaḥ pradātavyaḥ pānīyaṃ ca viśeṣataḥ; kapilāṃ ye prayacchanti brāhmaṇe vedapārage; puṣkare ca viśeṣeṇa śrūyatāṃ tasya yat phalam; gośataṃ savṛṣaṃ tena dattaṃ bhavati śāśvatam; pāpaṃ karma ca yat kiṃ cid brahmahatyāsamaṃ bhavet; śodhayet kapilā hy ekā pradattaṃ gośataṃ yathā; tasmāt tu kapilā deyā kaumudyāṃ jyeṣṭhapuṣkare; na teṣāṃ viṣamaṃ kiṃ cin na duḥkhaṃ na ca kaṇṭakāḥ; upānahau ca yo dadyāt pātrabhūte dvijottame; chatradāne sukhāṃ chāyāṃ labhate paralokagaḥ; na hi dattasya dānasya nāśo 'stīha kadā cana; citraguptamataṃ śrutvā hṛṣṭaromā vibhāvasuḥ; uvāca devatāḥ sarvāḥ pitṝṃś caiva mahādyutiḥ; śrutaṃ hi citraguptasya dharmaguhyaṃ mahātmanaḥ; śraddadhānāś ca ye martyā brāhmaṇeṣu mahātmasu; dānam etat prayacchanti na teṣāṃ vidyate bhayam; dharmadoṣās tv ime pañca yeṣāṃ nāstīha niṣkṛtiḥ; asaṃbhāṣyā anācārā varjanīyā narādhamāḥ; brahmahā caiva goghnaś ca paradārarataś ca yaḥ; aśraddadhānaś ca naraḥ striyaṃ yaś copajīvati; pretalokagatā hy ete narake pāpakarmiṇaḥ; pacyante vai yathā mīnāḥ pūyaśoṇitabhojanāḥ; asaṃbhāṣyāḥ pitṝṇāṃ ca devānāṃ caiva pañca te; bhīṣmaḥ; snātakānāṃ ca viprāṇāṃ ye cānye ca tapodhanāḥ; tataḥ sarve mahābhāgā devāś ca pitaraś ca ha; ṛṣayaś ca mahābhāgāḥ pramathān vākyam abruvan; bhavanto vai mahābhāgā aparokṣaniśācarāḥ; ucchiṣṭān aśucīn kṣudrān kathaṃ hiṃsatha mānavān; ke ca smṛtāḥ pratīghātā yena martyān na hiṃsatha; rakṣoghnāni ca kāni syur yair gṛheṣu praṇaśyatha; pramathāḥ; śrotum icchāma yuṣmākaṃ sarvam etan niśācarāḥ; maithunena sadocchiṣṭāḥ kṛte caivādharottare; mohān māṃsāni khādetha vṛkṣamūle ca yaḥ svapet; āmiṣaṃ śīrṣato yasya pādato yaś ca saṃviśet; tata ucchiṣṭakāḥ sarve bahucchidrāś ca mānavāḥ; udake cāpy amedhyāni śleṣmāṇaṃ ca pramuñcati; ete bhakṣyāś ca vadhyāś ca mānuṣā nātra saṃśayaḥ; evaṃśīlasamācārān dharṣayāmo hi mānavān; śrūyatāṃ ca pratīghātān yair na śaknuma hiṃsitum; gorocanāsamālambho vacāhastaś ca yo bhavet; ghṛtākṣataṃ ca yo dadyān mastake tatparāyaṇaḥ; ye ca māṃsaṃ na khādanti tān na śaknuma hiṃsitum; yasya cāgnir gṛhe nityaṃ divā rātrau ca dīpyate; tarakṣoś carma daṃṣṭrāś ca tathaiva girikacchapaḥ; ājyadhūmo biḍālaś ca cchāgaḥ kṛṣṇo 'tha piṅgalaḥ; yeṣām etāni tiṣṭhanti gṛheṣu gṛhamedhinām; tāny adhṛṣyāṇy agārāṇi piśitāśaiḥ sudāruṇaiḥ; lokān asmadvidhā ye ca vicaranti yathāsukham; tasmād etāni geheṣu rakṣoghnāni viśāṃ pate; bhīṣmaḥ; etad vaḥ kathitaṃ sarvaṃ yatra vaḥ saṃśayo mahān; tataḥ padmapratīkāśaḥ padmodbhūtaḥ pitāmahaḥ; uvāca vacanaṃ devān vāsavaṃ ca śacīpatim; ayaṃ mahābalo nāgo rasātalacaro balī; tejasvī reṇuko nāma mahāsattvaparākramaḥ; atitejasvinaḥ sarve mahāvīryā mahāgajāḥ; dhārayanti mahīṃ kṛtsnāṃ saśailavanakānanām; bhavadbhiḥ samanujñāto reṇukas tān mahāgajān; dharmaguhyāni sarvāṇi gatvā pṛcchatu tatra vai; pitāmahavacaḥ śrutvā te devā reṇukaṃ tadā; reṇukaḥ; preṣayām āsur avyagrā yatra te dharaṇīdharāḥ; anujñāto 'smi devaiś ca pitṛbhiś ca mahābalāḥ; dharmaguhyāni yuṣmākaṃ śrotum icchāmi tattvataḥ; diggajāḥ; kathayadhvaṃ mahābhāgā yad vas tattvaṃ manīṣitam; kārttike māsi cāśleṣā bahulasyāṣṭamī śivā; tena nakṣatrayogena yo dadāti guḍaudanam; imaṃ mantraṃ japañ śrāddhe yatāhāro hy akopanaḥ; baladevaprabhṛtayo ye nāgā balavattarāḥ; anantā hy akṣayā nityaṃ bhoginaḥ sumahābalāḥ; teṣāṃ kulodbhavā ye ca mahābhūtā bhujaṃgamāḥ; te me baliṃ prayacchantu balatejobhivṛddhaye; yadā nārāyaṇaḥ śrīmān ujjahāra vasuṃdharām; tad balaṃ tasya devasya dharām uddharatas tathā; evam uktvā baliṃ tatra valmīke tu nivedayet; gajendrakusumākīrṇaṃ nīlavastrānulepanam; nirvapet taṃ tu valmīke astaṃ yāte divākare; evaṃ tuṣṭās tataḥ sarve adhastād bhārapīḍitā; śramaṃ taṃ nāvabudhyāmo dhārayanto vasuṃdharām; evaṃ manyāmahe dharmaṃ bhārārtā nirapekṣiṇaḥ; brāhmaṇaḥ kṣatriyo vaiśyaḥ śūdro vā yady upoṣitaḥ; evaṃ saṃvatsaraṃ kṛtvā dānaṃ bahuphalaṃ labhet; valmīke balim ādāya tan no bahuphalaṃ matam; ye ca nāgā mahāvīryās triṣu lokeṣu kṛtsnaśaḥ; kṛtātithyā bhaveyus te śataṃ varṣāṇi tattvataḥ; diggajānāṃ ca tac chrutvā devatāḥ pitaras tathā; maheśvaraḥ; ṛṣayaś ca mahābhāgāḥ pūjayanti sma reṇukam; sāram uddhṛtya yuṣmābhiḥ sādhu dharma udāhṛtaḥ; dharmaguhyam idaṃ mattaḥ śṛṇudhvaṃ sarva eva ha; yeṣāṃ dharmāśritā buddhiḥ śraddhadhānāś ca ye narāḥ; teṣāṃ syād upadeṣṭavyaḥ sarahasyo mahāphalaḥ; nirudvignas tu yo dadyān māsam ekaṃ gavāhnikam; ekabhaktaṃ tathāśnīyāc chrūyatāṃ tasya yat phalam; imā gāvo mahābhāgāḥ pavitraṃ paramaṃ smṛtāḥ; trīn lokān dhārayanti sma sadevāsuramānuṣān; tāsu caiva mahāpuṇyaṃ śuśrūṣā ca mahāphalam; ahany ahani dharmeṇa yujyate vā gavāhnike; mayā hy etā hy anujñātāḥ pūrvam āsan kṛte yuge; tato 'ham anunīto vai brahmaṇā padmayoninā; tasmād vrajasthānagatas tiṣṭhaty upari me vṛṣaḥ; rame 'haṃ saha gobhiś ca tasmāt pūjyāḥ sadaiva tāḥ; mahāprabhāvā varadā varān dadyur upāsitāḥ; tā gāvo 'syānumanyante sarvakarmasu yat phalam; skandaḥ; tasya tatra caturbhāgo yo dadāti gavāhnikam; mamāpy anumato dharmas taṃ śṛṇudhvaṃ samāhitāḥ; nīlaṣaṇḍasya śṛṅgābhyāṃ gṛhītvā mṛttikāṃ tu yaḥ; abhiṣekaṃ tryahaṃ kuryāt tasya dharmaṃ nibodhata; śodhayed aśubhaṃ sarvam ādhipatyaṃ paratra ca; yāvac ca jāyate martyas tāvac chūro bhaviṣyati; idaṃ cāpy aparaṃ guhyaṃ sarahasyaṃ nibodhata; pragṛhyaudumbaraṃ pātraṃ pakvānnaṃ madhunā saha; somasyottiṣṭhamānasya paurṇamāsyāṃ baliṃ haret; tasya dharmaphalaṃ nityaṃ śraddadhānā nibodhata; sādhyā rudrās tathādityā viśvedevās tathāśvinau; maruto vasavaś caiva pratigṛhṇanti taṃ balim; somaś ca vardhate tena samudraś ca mahodadhiḥ; viṣṇuḥ; eṣa dharmo mayoddiṣṭaḥ sarahasyaḥ sukhāvahaḥ; dharmaguhyāni sarvāṇi devatānāṃ mahātmanām; ṛṣīṇāṃ caiva guhyāni yaḥ paṭhed āhnikaṃ sadā; śṛṇuyād vānasūyur yaḥ śraddadhānaḥ samāhitaḥ; nāsya vighnaḥ prabhavati bhayaṃ cāsya na vidyate; ye ca dharmāḥ śubhāḥ puṇyāḥ sarahasyā udāhṛtāḥ; teṣāṃ dharmaphalaṃ tasya yaḥ paṭheta jitendriyaḥ; nāsya pāpaṃ prabhavati na ca pāpena lipyate; paṭhed vā śrāvayed vāpi śrutvā vā labhate phalam; bhuñjate pitaro devā havyaṃ kavyam athākṣayam; śrāvayaṃś cāpi viprendrān parvasu prayato naraḥ; ṛṣīṇāṃ devatānāṃ ca pitṝṇāṃ caiva nityadā; bhavaty abhimataḥ śrīmān dharmeṣu prayataḥ sadā; kṛtvāpi pāpakaṃ karma mahāpātakavarjitam; bhīṣmaḥ; rahasyadharmaṃ śrutvemaṃ sarvapāpaiḥ pramucyate; etad dharmarahasyaṃ vai devatānāṃ narādhipa; vyāsoddiṣṭaṃ mayā proktaṃ sarvadevanamaskṛtam; pṛthivī ratnasaṃpūrṇā jñānaṃ cedam anuttamam; idam eva tataḥ śrāvyam iti manyeta dharmavit; nāśraddadhānāya na nāstikāya; na naṣṭadharmāya na nirguṇāya; na hetuduṣṭāya gurudviṣe vā; nānātmabhūtāya nivedyam etat

Yudhiṣṭhira [sprach]: „Nachdem man die menschliche Geburt, das so schwer erreichbare Feld der Tat, erlangt hat: was ist, Großvater, von einem Armen zu tun, der das Heil erstrebt? Und welche Gabe ist die höchste unter den Gaben, was ist zu geben und wie jeweils?“ Vaiśaṃpāyana [sprach]: „[Fortsetzung der Frage:] Die zu Ehrenden und zu Verehrenden, Gāṅgeya – das Geheimnis solltest du sagen.“ So vom Fürsten, dem ruhmreichen Pāṇḍava, gefragt, [sprach] Bhīṣma: „Das höchste Geheimnis der Pflichten“, sprach Bhīṣma zum Fürsten. „Höre aufmerksam, König, Bhārata, die Geheimnisse des Dharma, wie der erhabene Vyāsa sie mir einst erzählt hat. Dieses Götter-Geheimnis, König, [ist offenbart] von Yama, dem im Tun Unermüdlichen, im Gelübde Gefestigten, Gesammelten: die Frucht großer Askese, durch die jeder Gott erfreut wird, ebenso erfreut werden die Väter, die Ṛṣis, die Pramathas, Śrī, Citragupta, die Weltgegend-Elefanten. Der Ṛṣi-Dharma, so heißt es, samt Geheimnis von großer Frucht, die Frucht großer Gabe und die Frucht aller Opfer: wer dies so kennt oder, wenn er es kennt, [danach] tut, o Makelloser – der [oder: der Fehler] ist hier fehlerbehaftet und wird mit jenen Vorzügen verbunden [?]. Ein Rad [Ölpresse] gleicht zehn Schlachthäusern, ein Banner [Schenkenbanner] gleicht zehn Ölpressen, eine Dirne gleicht zehn Bannern, ein König gleicht zehn Dirnen; um die Hälfte [?] übertrifft ein König, so heißt es, dies alles. Eine Lehre, die den Dreiklang enthält, rein, mit dem Merkmal des Verdienstes; Darlegung des Dharma, verdienstvoll, das Hören des Geheimnisses ist groß, zu hören, dharmagemäß, von den Dreißig [Göttern] selbst angeordnet; wo die Geheimnisse der Väter im Śrāddha-Ritus verkündet werden und das Geheimnis aller Götter vollständig gesagt wird, wo der Ṛṣi-Dharma samt Geheimnis von großer Frucht überliefert ist, die Frucht großer Opfer und die Frucht aller Gaben. Die Sterblichen, die dies stets rezitieren und denen es zuteilwird, und die Frucht, wenn man es gehört hat, verkündet selbst der Herr Nārāyaṇa. Die Frucht der Kühe, die Frucht der Pilgerstätten und was die Frucht der Opfer ist – diese Frucht erlangt der Mann, der Gäste verehrt. Die Hörer, die glauben und deren Geist rein ist: für sie sind gewiss die Welten gewonnen, für den gläubigen Guten. Er wird auch von Schuld befreit und haftet nicht am Übel; und Dharma erlangt der Mensch stets, der in die Welt der Verstorbenen gelangt. Nach einiger Zeit aber, zufällig, sprach ein Götterbote, erschienen und dann verschwunden, zu Vāsava: „Auf Befehl jener beiden, der Aśvins, die mit den Sinnesgütern ausgestattet sind, der besten unter den Ärzten, bin ich zu den Vätern und Göttern samt den Menschen gekommen. Warum ist im Śrāddha der Beischlaf für Geber und Esser verboten? Wozu [gibt es] drei Klöße, jeweils getrennt? Wem ist der erste zu geben, wohin geht der mittlere? Und wem ist der letzte bestimmt? Dies will ich wissen.“ Vom gläubigen Boten wurde das Dharma-gemäße gesprochen. Die Väter [sprachen]: „Die früher anwesenden Dreißig, alle, [und] die Väter [sagen], o Ehrwürdiger, Himmelsläufer: Willkommen, dir sei Heil, höre, Bester der Himmelsläufer. Eine tiefsinnige, höchste Frage ist von dir gestellt. Wer Śrāddha gegeben und gegessen hat und dann zu einer Frau geht: dessen Väter liegen in jenem Monat in jenem Samen. Die Aufteilung der Klöße aber will ich der Reihe nach erklären: Der Kloß, der nach unten geht, dringt ins Wasser ein und stärkt es. Den mittleren Kloß isst dort die Gattin allein. Den dritten Kloß von ihnen gebe man ins Feuer. Dies ist die genannte Śrāddha-Regel, damit der Dharma nicht verloren geht. Seine Väter sind stets erfreut, frohgemut.“ Der Götterbote [sprach]: „Und sein Nachwuchs mehrt sich und Unvergängliches stellt sich ein. Die Aufteilung der Klöße der Reihe nach, jedes einzelnen, ist von dir für alle drei [Väterreihen] erklärt. Der eine emporgehobene Kloß – zu wem geht er nach unten? Welchen Gott erfreut er, wie rettet er die Väter? Den mittleren aber isst die Gattin, [so ist es] erlaubt; weshalb genießen dann seine Väter das Totenopfer? Und der letzte Kloß, der zum Agni geht: was ist sein Ziel, wem folgt er? Dies will ich hören: welches Ziel die drei Klöße haben.“ Die Väter [sprachen]: „Frucht, Lebensweise und Weg, und wer diesen erlangt: sehr groß ist diese Frage, die du gestellt hast. Auch ein wunderbares Geheimnis, Himmelswandler, wurden wir gefragt. Eben dies preisen Götter und Weise; auch sie kennen nicht so die Entscheidung über das Väterwerk, außer dem Hochherzigen, dem Langlebigen, dem Besten, dem den Vätern ergebenen Brahmanen, der ein Gnadengeschenk erlangt hat, dem Hochberühmten, der das Schicksal der drei Klöße vom Erhabenen gehört hat. Die Entscheidung über die Śrāddha-Regel, die vom Götterboten erfragt wurde, das Ziel der drei Klöße – höre aufmerksam von mir. Der [Kloß], der hier ins Wasser geht, der erfreut den Mond; der Mond erfreut Götter und Väter, Hochsinniger. Welchen von diesen aber als mittleren die erlaubte Gattin isst: dem, der einen Sohn wünscht, geben die Großväter einen Sohn. Den Kloß, der in das Feuer gegeben wird, den vernimm von mir: damit werden die Väter gesättigt, sind erfreut und gewähren Wünsche. Dies ist dir alles gesagt: das Ziel bei den drei Klößen. Der Priester, der dem Vatertum des Opferherrn nachgeht [?] – an jenem Tag halten sie den Beischlaf für zu meiden. Rein aber soll das Śrāddha stets gegessen werden, Bester der Himmelsläufer. Die Fehler, die von mir genannt wurden, treten so ein und nicht anders. Darum soll ein Zweimalgeborener, gebadet, rein und geduldig, das Śrāddha essen; und sein Nachwuchs mehrt sich, und [auch] wer so gibt.“ Darauf sprach der Ṛṣi namens Vidyutprabha, der große Asket – seine Gestalt leuchtet der Sonnenglut gleich. Nachdem er die Geheimnisse des Dharma gehört hatte, sagte er zu Śakra: „Wesen tierischen Ursprungs töten die Sterblichen, verblendet: Insekten, Ameisen, Schlangen, Schafe, samt Wild und Vögeln. Viel Schuld haben sie auf sich geladen – was ist deren Sühne?“ Darauf alle Götterscharen und die Ṛṣis, reich an Askese – Śakra [sprach]: „– und die hochglücklichen Väter ehrten jenen Weisen. Kurukṣetra, Gayā, die Gaṅgā, Prabhāsa und die Puṣkara-Seen: hat man an diese im Geist gedacht, soll man dann ins Wasser tauchen; so wird man vom Übel frei wie der Mond von Rāhu. Drei Tage lang gebadet, bleibt er nüchtern; [auch] wer den Rücken der Kühe berührt und den Schweif verehrt.“ Darauf sprach Vidyutprabha das Wort zu Vāsava: „Dieser Dharma ist noch feiner, den vernimm, Śatakratu: eingerieben mit dem Absud der Vaṭa[-Rinde], gesalbt mit Priyaṅgu, mit Milch Ṣaṣṭika-Reis gegessen habend, wird man von allen Übeln befreit. Und man höre noch ein Geheimnis, ein von den Ṛṣis bedachtes Mysterium: es wurde von mir gehört, als Bṛhaspati sprach, in der Stätte des Sthāṇu, zusammen mit Rudra, Götterherr, das vernimm, Gatte der Śacī. Nachdem man einen Berg bestiegen hat, soll man auf einem Bein Vibhāvasu anblicken, nüchtern, mit erhobenen Armen, die Hände gefaltet; mit großer Askese verbunden erlangt man die Frucht des Fastens. Von den Strahlen der Sonne durchglüht, tilgt man alles Übel; in der heißen Zeit oder in der Kälte tilgt man so das Übel. Dann wird dem vom Übel Befreiten ein ewiger Glanz; durch Glanz sonnengleich leuchtend, strahlt er wieder wie der Mond.“ Inmitten der Schar der Dreißig sprach der Götterkönig Śatakratu ein süßes Wort zu Bṛhaspati, dem Unübertroffenen: „Das Dharma-Geheimnis, Erhabener, das den Menschen Glück bringt –“ Bṛhaspati [sprach]: „– und die Fehler samt Geheimnis: nenne sie der Wahrheit gemäß.“ „Die zur Sonne hin urinieren und die den Wind hassen, die in das brennende Opferfeuer kein Holzscheit opfern, die eine Kuh mit jungem Kalb melken um der Milch willen – deren Fehler will ich sagen, die vernimm, Gatte der Śacī. Die Sonne, der Wind, das Feuer, Vāsava, und die Kühe, die Mütter der Welten, wurden vom Selbstentstandenen geschaffen; diese Gottheiten sind unter den Sterblichen fähig, die Welten hinüberzuführen. Ihr alle hört jede einzelne Dharma-Entscheidung: Sechsundachtzig Jahre lang [sind] Schlechtlebende, Familienschänder [und] alle Frauen schlechten Wandels, die zur Sonne hin urinieren; bei den Windhassern, Śakra, fällt die Leibesfrucht ab. Die dem brennenden Feuer kein Holz opfern: bei den Feuerriten isst Pāvaka deren Opfergabe nicht. Die Menschen, die hier die Milch von Kühen mit jungen Kälbern trinken: bei ihnen werden keine Milchtrinker geboren, die die Familie mehren; sie werden mit dem Untergang der Nachkommen und dem Untergang des Geschlechts verbunden. So wurde dies einst von familienälteren Zweimalgeborenen gesehen. Darum sind Meidbares zu meiden und Zutuendes stets zu tun; dem, der Wohlstand wünscht, sage ich diese Wahrheit.“ Darauf fragten alle hochglücklichen Gottheiten samt den Marut-Scharen und die hochglücklichen Ṛṣis die Väter: „Wodurch werden die Väter bei den geringgesinnten Sterblichen zufrieden? Wie wird eine Gabe unvergänglich, die dem jenseitigen Leib [ūrdhvadehika] gilt? Oder wie, durch welche Tat, können Sterbliche schuldenfrei werden?“ Die Väter [sprachen]: „Dies wollen wir hören, denn groß ist unsere Neugier. Nach Recht, Hochglückliche, wurde die Frage gestellt. Höret, wodurch wir bei Sterblichen guten Tuns zufrieden sind: durch das Freilassen eines schwarzen Stiers, am Neumond mit Sesamwasser und in der Regenzeit mit Lämpchen wird man den Vätern schuldenfrei. Unvergänglich und makellos ist diese Gabe von großer Frucht; und unsere Zufriedenheit wird als unvergänglich bezeichnet. Und die gläubigen Sterblichen, die die Nachkommenreihe fortführen, werden aus der Not, aus der Hölle, die Urgroßväter hinüberführen.“ Als er die Rede der Väter gehört hatte, sprach der Asket Vṛddhagārgya, von großem Glanz, mit gesträubten Haaren, zu ihnen so: „Welche Vorzüge hat das Freilassen des schwarzen Stiers, ihr Asketen, welche die Lampengabe in der Regenzeit und ebenso das Sesamwasser?“ Die Väter [sprachen]: „Wenn er mit dem Schweif des schwarzen Stiers Wasser herausholt, werden die Väter dadurch sechzigtausend Jahre gesättigt. Wer den auf den Hörnern haftenden Schlamm vom Ufer hebt und [ihn so] stehen lässt: dadurch gehen die Väter zweifellos in die Mondwelt. Durch die Lampengabe in der Regenzeit glänzt der Mann wie der Mond; Finsternisgestalt hat der nicht, der eine Lampe gibt. Die Sterblichen, die am Neumond Sesamwasser geben, ein Udumbara-Gefäß nehmend, mit Honig gemischt, Asket: von denen ist das Śrāddha samt Geheimnis der Wahrheit gemäß vollzogen. Froh und wohlgenährt ist ihnen die Nachkommenschaft stets. Mehrung von Familie und Geschlecht wäre die Frucht dessen, der die Klöße gibt. Wer gläubig [dies] tut, wird den Vätern schuldenfrei. So ist dies dargelegt, und auch die Abfolge der Śrāddha-Zeiten.“ Bhīṣma [sprach]: „Regel, Gefäß und Frucht sind der Wahrheit gemäß verkündet. Wodurch wäre dir Freude, wie gelangst du zur Zufriedenheit?“ So vom Götterherrn gefragt, sprach Hari, der Unvergängliche: „Die Verleumdung von Brahmanen ist mir großer Hass. Wenn Brahmanen stets geehrt werden, bin ich zweifellos geehrt. Die Brahmanenführer sind stets zu grüßen, und nach dem Essen [soll man] die eigenen Füße [?]. Über diese Sterblichen bin ich zufrieden, und über den, der die Bali-Gabe darbringt. Wer einen Zwerg-Brahmanen sieht, den aus dem Wasser aufgestiegenen Eber, und die emporgehobene Erde auf dem Haupt trägt [?], bei dem tritt nichts Unheilvolles, keine Sünde ein. Wer stets den Aśvattha, Rocanā und die Kuh verehrt, durch den ist die Welt samt Göttern, Asuras und Menschen verehrt. In dieser Gestalt nehme ich ihre Verehrung in Wahrheit an. Dies ist meine Verehrung, keine andere, solange die Welten bestehen. Anders verehren die Sterblichen, geringen Verstands, vergeblich.“ Indra [sprach]: „Ich nehme das nicht an, und das ist mir nicht zufriedenstellend: Rad, Füße, Eber, Brahmane und Zwerg und die emporgehobene Erde – weshalb preist du das? Du erschaffst die Wesen, du lässt die Geschöpfe vergehen.“ Bhīṣma [sprach]: „[Du bist] die ewige Urnatur aller Wesen samt den Sterblichen.“ Da lachte Viṣṇu und sprach dieses Wort: „Vom Rad wurden die Daityas erschlagen, mit den Füßen die Erde durchschritten; die Eber-Gestalt angenommen, wurde die Erde emporgehoben; die Zwerg-Gestalt angenommen, wurde König Bali von mir besiegt. So bin ich zufrieden mit hochsinnigen Menschen. Die mich verehren, für die gibt es keine Niederlage. Oder wenn man einen Brahmanen, einen Brahmacārin, angekommen sieht und dem Brahmanen eine Opfergabe gibt: Unsterblichkeitstrank ist dessen Speise. Wer die indrische Dämmerung [aindrī saṃdhyā] verehrt hat und der Sonne zugewandt steht, ist in allen Pilgerstätten gebadet und wird von allen Sünden befreit. Dies Geheimnis ist euch vollständig gesagt, ihr Asketen.“ Baladeva [sprach]: „Was soll ich denen, die einen Zweifel erfragen, noch weiter sagen? Höret das höchste Geheimnis, das den Menschen Glück bringt: was die Unwissenden, nicht Kundigen, von Wesen geplagt, leiden. Wer als Sterblicher früh aufgestanden eine Kuh berührt, Ghee, Sauermilch, Senf und Priyaṅgu, wird von Schuld befreit. Und alle Wesen – vorn oder hinten – und Unreines [ucchiṣṭa] in Öffnungen meiden die Asketen [?].“ Die Götter [sprachen]: „Ein Udumbara-Gefäß, mit Wasser gefüllt, ergreifend, nach Norden gewandt, soll man Fasten auf sich nehmen oder ein Gelübde beschließen; die Götter werden ihm zufrieden, und auch ein Wunschziel gelingt. Anders tun es geringgesinnte Sterbliche vergeblich. Beim Fasten und bei der Bali-Gabe ist ein Kupfergefäß besser. Bali, Almosen und Arghya und das Sesamwasser für die Väter: mit einem Kupfergefäß ist zu geben, sonst ist die Frucht gering. Dieses Geheimnis ist genannt, [nämlich] wie die Götter zufrieden werden.“ Dharma [sprach]: „Bei einem Brahmanen im Dienst des Königs, einem Glöckner, einem Diener, einem Kuhhüter, einem Händler, ebenso Handwerkern und Schauspielern, einem Freundverräter, einem Nicht-Lernenden, und wer der Gatte einer Śūdrā ist: bei diesen darf man keinesfalls Götter- oder Väteropfer geben. Seine Kloßgeber nehmen ab, und er erfreut die Väter nicht. Bei wem ein Gast enttäuscht aus dem Haus zurückkehrt, dessen Väter, Götter und Feuer gehen enttäuscht weg, weil der Gast nicht angenommen wurde. Mit Frauenmördern, Kuhmördern, Undankbaren, Brahmanenmördern und Ehebrechern mit dem Bett des Lehrers“ – Agni [sprach]: „– hat gleiche Schuld, wessen Gast nicht geehrt wurde. Der Sterbliche, der mit erhobenem Fuß Kühe berührt, der Übelgesinnte, oder einen erhabenen Brahmanen oder ein flammendes Feuer: dessen Fehler will ich sagen, das hört gesammelt. Den Himmel berührt ein Lautloser [?], seine Väter erschrecken, und Verstimmung der Götter ist reichlich bewirkt. Und Pāvaka, der hochglänzende, nimmt die Opfergabe nicht an. Hundert Geburten lang wird er in der Hölle gekocht, und Sühne billigen sie ihm nie. Darum dürfen Kühe niemals mit dem Fuß berührt werden, und der hochglänzende Brahmane und das flammende Feuer, von einem gläubigen Sterblichen, der sein eigenes Wohl wünscht.“ Viśvāmitra [sprach]: „Diese Fehler sind von mir genannt für den, der bei diesen dreien den Fuß ausstreckt. Höret das höchste Geheimnis, das dharmagemäße Mysterium: Wer mit bestem Speisegericht den Vätern eine Opfergabe darbringt, im Elefantenschatten, im Osten, auf Kutupa [?], nach Süden gewandt, wenn im Monat Bhādrapada, im dunklen Halbmonat, Maghā ist – höret die Vorzüge dieser Gabe in Fülle: dadurch ist ein großes Śrāddha dreizehn Jahre hier vollzogen.“ Die Kühe [sprachen]: „[Der] reichen [Bahulā?], Samaṅgā, furchtlos [?] und Heil [?] und der Zahl gleich sehr zahlreich [?] – wie einst in Brahmas Stadt samt Kälbern im Opfer des Śatakratu, des Vajra-Trägers; und die, die auf Viṣṇus Standort stehen, und die, die auf dem Pfad des Vibhāvasu stehen, und alle Götter mit Nārada machen den Namen ‚Sarvasaha‘ [Allertragende]. Wer mit diesem Mantra grüßt, wird vom durch Tat begangenen Übel befreit; er erlangt die Welten Indras, die Frucht der Kühe und den Glanz des Mondes. Wer diesen von den Dreißig geliebten Mantra an Parvan-Tagen inmitten des Kuhstalls rezitiert, für den gibt es kein Übel, keine Furcht, kein Leid –“ Bhīṣma [sprach]: „– und er geht zur Welt des Tausendäugigen.“ Darauf standen die sieben hochglücklichen, weltberühmten Ṛṣis, Vasiṣṭha an der Spitze, alle mit gefalteten Händen, nachdem sie Brahmā, den Lotusgeborenen, rechts umschritten hatten. Es sprach Vasiṣṭha, der beste Brahmakenner, ihre Frage, die allen Wesen nützt, besonders im Brahma-Feld: „Wie erlangen besitzlose Sterbliche, Arme, guten Wandels, hier die Frucht des Opfers, durch welche Tat?“ Als Brahmā deren Wort gehört hatte, sprach er: „Ha, eine Frage, Hochglückliche, von tiefem Sinn, höchst heilsam! Fein und segensreich für die Sterblichen ist sie von euch gestellt. Höret, ich werde alles vollständig sagen, ihr Asketen, wie ein Sterblicher die Opferfrucht erlangt, ohne Zweifel hierin. Wenn im Lichthalbmonat des Monats Pauṣa Rohiṇī sich verbindet, soll man bei dieser Sternverbindung unter freiem Himmel liegen, einfach gekleidet, rein, gebadet, gläubig, gesammelt; die Strahlen des Mondes trinkend, erlangt er die Frucht eines großen Opfers. Dieses höchste Geheimnis ist euch gesagt, ihr Besten der Zweimalgeborenen.“ Vibhāvasu [sprach]: „Was ihr mich fragt, ihr, die ihr die feine Wirklichkeit schaut: eine volle Handvoll Wasser und ungebrochene Reiskörner, mit Ghee obenauf – jenes Wasser und jene Körner dem aufsteigenden Mond: stehend, ihm zugewandt, soll der Sterbliche am Vollmondstag die Bali darbringen. Damit ist das Feueropfer getan, und seine drei Feuer sind mit Opfer bedacht. Wer am Neumond, der Unverständige, einen Baum fällt, wird schon durch ein einziges Blatt mit Brahmanenmord befleckt. Wer am Neumond, der Unverständige, ein Zahnholz kaut: dadurch wird der Mond verletzt, und die Väter erschrecken, und die Götter nehmen an Parvan-Tagen seine Opfergabe nicht an.“ Śrī [sprach]: „Auch seine Väter zürnen, und in seiner Familie schwindet das Geschlecht. Wo Geschirr, Trinkgefäß und Sitz verstreut sind und Frauen in einem von Schmutz befallenen Haus geschlagen werden, da gehen Götter und Väter bei einem Fest oder an Parvan-Tagen enttäuscht aus dem von Schmutz befallenen Haus fort.“ Aṅgiras [sprach]: „Wer ein volles Jahr lang eine Lampe am Karañja[-Baum] spendet –“ Gārgya [sprach]: „– mit Suvarcalā-Wurzel in der Hand: dessen Nachkommenschaft mehrt sich. Man übe stets Gastfreundschaft, gebe eine Lampe im Obdach, meide den Tagesschlaf und esse kein Fleisch; man verletze nicht Kuh und Brahmanen und nenne die Puṣkara-Seen. Dies ist der beste Dharma samt Geheimnis, von großer Frucht. Auch nachdem man mit hundert Opfern geopfert hat, geht jene Opfergabe zugrunde; diese Dharmas aber schwinden nicht, wenn sie von Gläubigen ausgeübt werden. Und dieses höchste Geheimnis samt Mysterium vernehmt: Beim Śrāddha-Ritus, beim Götterritus, bei Pilgerfahrten und an Parvan-Tagen: eine menstruierende Frau, eine Frau mit Weißfleckenkrankheit [śvitrikā] und eine Putrikā [?] – von diesen mit dem Auge erblickt, verzehren die Götter die Opfergabe nicht, und die Väter sind dreizehn Jahre nicht zufrieden. In weißem Gewand, rein geworden, soll man die Brahmanen ‚Heil‘ sprechen lassen.“ Dhaumya [sprach]: „Man soll das Bhārata rezitieren, dann wird die Opfergabe unvergänglich. Zerbrochenes Gefäß, Bettgestell, Hahn und Hund – all dies ist unheilvoll, und ein Baum, der im Haus wächst. Im zerbrochenen Gefäß, sagt man, ist Kali [Unheil], im Bettgestell Vermögensverlust; bei Hahn und Hund verzehren die Götter die Opfergabe nicht; an der Wurzel eines Baumes ist sicher ein Wesen, darum soll man keinen Baum pflanzen.“ Jamadagni [sprach]: „Wer mit dem Pferdeopfer und mit hundert Vājapeya-Opfern opfert, oder kopfüber hängt oder ein reiches Satra-Opfer durchführt, dessen Herz aber nicht rein ist – der geht sicher in die Hölle. Gleich sind Opfer und Wahrheit und Reinheit des Herzens: hat man mit reinem Sinn einem Zweimalgeborenen einen Saktu-Prastha [ein Maß Gerstenschrot] gegeben –“ Vāyu [sprach]: „– ist man zur Brahmawelt gelangt; ein Beleg dafür genügt. Etwas Dharma werde ich sagen, der den Menschen Glück bringt, und die Fehler samt Geheimnis, die hört gesammelt: Das Feueropfer ist zu verrichten, [und] Speise mit bestem Gericht, und für die Väter ist eine Lampe zu verrichten samt Sesamwasser. Nach dieser Regel, [als] gläubiger, gesammelter Sterblicher: wer vier Regenmonate lang Sesamwasser gibt und Speise nach Kräften an einen Brahmanen, der die Veden durchschritten hat, erlangt reichlich die Frucht von hundert Tieropfern. Und dieses andere, Unheilvolle, Geheimnis vernehmt: Wenn das Feuer von einem Vṛṣala [Śūdra/Verworfenen] geleitet wird, oder die Opfergabe von Verblendeten und Frauen; wenn er meint, es sei Dharma, wird er durch Adharma befleckt; seine Feuer zürnen ihm, er geht in einen Śūdra-Schoß, und die Väter werden nicht zufrieden, samt den Göttern besonders. Die Sühne dafür – die ich, sagend, verkünde, die vernimm von mir: wodurch der Mensch recht glücklich wird, fieberfrei [ohne Kummer]: Mit Urin und Dung der Kühe, mit Milch und Ghee soll er drei Tage das Feueropfer verrichten, nüchtern, gesammelt; dann, wenn ein Jahr voll ist, nehmen die Götter es an, und seine Väter freuen sich, wenn die Śrāddha-Zeit da ist. Dies ist Adharma und Dharma, das Geheimnis, verkündet.“ Lomaśa [sprach]: „Für sterbliche Himmelssuchende, die nach dem Tod Himmelsglück bringt: Die an fremden Frauen hängen, ohne eine Gattin genommen zu haben, deren Väter sind zur Śrāddha-Zeit enttäuscht. Wer an fremden Frauen Lust hat, und wer einer Unfruchtbaren dient, und wer Brahmanengut raubt – diese haben gleiche Schuld. Diese sind für die Väter nicht ansprechbar, kein Zweifel; Götter und Väter erfreuen sich nicht an deren Opfergabe. Darum soll man fremde Frauen meiden und eine unfruchtbare Frau; Brahmanengut darf man nicht rauben, wer sein Wohl wünscht. Und höret ein weiteres Geheimnis, ein dharmagemäßes Mysterium: Ein Gläubiger soll stets das Wort der Lehrer befolgen. Am zwölften [Tag] und am Vollmondstag, Monat für Monat, soll man Brahmanen Ghee und ungebrochene Reiskörner geben; vernehmt dessen Verdienst: Der Mond wächst dadurch und der Ozean, das große Meer; Vāsava erzeugt ein Viertel der Frucht eines Pferdeopfers; durch diese Gabe wird ein Mann glänzend und tatkräftig; und der erhabene Soma, erfreut, gewährt die gewünschten Wünsche. Vernehmt noch einen weiteren Dharma samt Geheimnis, von großer Frucht, der den Menschen, wenn sie das Kaliyuga erreicht haben, Glück bringt: Wer als Sterblicher früh aufgestanden, gebadet, in weißem Gewand, gesammelt Brahmanen ein Sesamgefäß gibt, und wer den Vätern Sesamwasser mit Honig gibt, [dazu] eine Lampe und Kṛsara [Reis-Sesam-Brei] – höret dessen Frucht. Über das Sesamgefäß hat der erhabene Pākaśāsana [Indra] die Frucht verkündet: Wer Kuhgabe macht und ewige Landgabe und wer das Agniṣṭoma-Opfer mit reicher Opfergabe opfert – dem halten die Götter ein Sesamgefäß für gleich. Sesamwasser halten die Väter im Śrāddha stets für unvergänglich. Durch Lampe und Kṛsara werden seine Großväter zufrieden, im Himmel und in der Väterwelt, von Vätern und Göttern verehrt. So ist dies von mir dargelegt, von den Ṛṣis gesehen, altüberliefert.“ Bhīṣma [sprach]: „Darauf fragten alle Ṛṣi-Scharen und die Väter samt den Göttern, gesammelt, Arundhatī, die an Askese Gewachsene, die an Wesen und Kraft dem hochherzigen Vasiṣṭha gleich war: ‚Von dir wollen wir die Geheimnisse des Dharma hören.‘“ Arundhatī [sprach]: „Was dein tiefstes Geheimnis ist, Gute, das solltest du verkünden. Das Wachstum an Askese ist mir durch euer Gedenken zuteilgeworden, und durch eure Gnade werde ich die ewigen Dharmas sagen, samt Tiefsinn und Geheimnis, die vernehmt vollständig. Einem Gläubigen sind sie zu verkünden, dessen Sinn rein ist. Ein Ungläubiger, ein Hochmütiger, ein Brahmanenmörder, ein Ehebrecher mit der Frau des Lehrers: diese vier sind nicht anzusprechen; ihnen soll man den Dharma nicht offenbaren. Wer täglich zwölf Jahre lang eine braune Kuh gibt, und wer Monat für Monat mit einem Satra stets opfert, und wer hunderttausend Kühe in Jyeṣṭha-Puṣkara gibt: nicht gleich ist dessen Dharma-Frucht [der dessen], mit dem der Gast zufrieden ist. Vernehmt noch einen weiteren Dharma, der den Menschen Glück bringt, von einem Gläubigen zu tun, samt Geheimnis, von großer Frucht: Früh aufgestanden, inmitten der Kühe, Darbha-Gras samt Wasser ergreifend, gieße man dies auf die Hörner der Kühe und fange jenes Wasser mit dem Kopf auf, nüchtern: dessen Dharma-Frucht höre. Die Pilgerstätten, von denen man in den drei Welten hört, von Siddhas und Cāraṇas besucht, von großen Ṛṣis aufgesucht: das Weihebad mit dem Wasser der Kuhhörner ist ihnen gleich. ‚Gut, gut!‘ wurde es von Göttern und Vätern gesagt.“ Der Großvater [sprach]: „Und von den hocherfreuten Wesen wurde auch jene Arundhatī verehrt. Ha, ein Dharma, Hochglückliche, samt Geheimnis ist verkündet.“ Yama [sprach]: „Ich gebe dir eine Gabe, Gesegnete: deine Askese soll stets wachsen. Die schöne, göttliche Erzählung, die ich von euch gehört habe – vernehmt nun Citraguptas Wort und mein liebes: ein Geheimnis, dharmagemäß, das große Ṛṣis hören können, [gesagt] einem Gläubigen, der sein Wohl wünscht. Denn kein Verdienst und kein Übel, das getan ist, geht verloren; und was zur Parvan-Zeit irgendwie der Sonne zugeeignet wird: wenn der Sterbliche in die Welt der Verstorbenen gegangen ist, all dies bestätigt Vibhāvasu dem Tugendhaften, und es kommt ihm dort zugute. Ein wenig Dharma werde ich sagen, heilsam, nach Citraguptas Ansicht: Wasser und Lampe sind stets zu geben; Sandalen und Schirm, und eine braune Kuh, wie es sich gehört; in Puṣkara ist eine braune Kuh an einen vedakundigen Brahmanen zu geben; das Agnihotra soll man mit Sorgfalt in jeder Hinsicht pflegen. Und dies ist ein weiterer Dharma, von Citragupta genannt; seine Frucht, jede einzeln, sollten die Guten hören. Zur Auflösung [pralaya] muss man im Wechsel der Zeit mit allen Wesen gehen; dort, in Bedrängnis geraten, von Hunger und Durst gequält, brennend, gekocht, gibt es dort keine Flucht; in Finsternis, in furchtbares Dunkel gehen die Geringsinnigen ein. Dort will ich den Dharma sagen, durch den man die Bedrängnisse überwindet: von geringem Aufwand, großem Nutzen, und im Jenseits Glück bringend. Die Vorzüge des Wassers sind göttlich, besonders in der Totenwelt; dort ist für sie ein Fluss namens Puṇyodakā [Fluss des Verdienstwassers] bestimmt; unvergängliches, kühles Wasser ist dort, dem Unsterblichkeitstrank gleich; der trinkt dort das Wasser, der Trinkwasser gibt. Durch das Geben einer Lampe – höret die Vielzahl der Vorzüge: Die Finsternis sieht der Lampenspender sicher nicht; Glanz geben ihm Mond, Sonne und Feuer; die Götter halten ihn hoch, überall rein; und er leuchtet wie die Sonne, der Mensch, der in die Totenwelt gegangen ist. Darum ist eine Lampe zu geben und besonders Wasser. Die eine braune Kuh geben einem vedakundigen Brahmanen, besonders in Puṣkara – höret deren Frucht: Hundert Kühe samt Stier sind von ihm ewig geschenkt. Und was an Übel und Tat einem Brahmanenmord gleichkäme, das würde eine einzige braune Kuh reinigen, wie hundert Kühe als Geschenk. Darum ist eine braune Kuh zu geben zu Kaumudī, in Jyeṣṭha-Puṣkara. Für sie gibt es nichts Unebenes, kein Leid, keine Dornen. Wer Sandalen an einen würdigen, besten Zweimalgeborenen gibt: bei der Schirmgabe erlangt er im Jenseits angenehmen Schatten. Denn von einer gegebenen Gabe gibt es hier niemals Verlust.“ Als Vibhāvasu Citraguptas Ansicht gehört hatte, sprach der hochglänzende, mit gesträubten Haaren, zu allen Göttern und zu den Vätern: „Das Dharma-Geheimnis des hochherzigen Citragupta ist gehört. Die Sterblichen, die gläubig diese Gabe an hochherzige Brahmanen geben – für sie gibt es keine Furcht. Diese fünf aber sind Dharma-Fehler, für die es hier keine Sühne gibt: nicht ansprechbar, ohne guten Wandel, zu meiden, die niedrigsten der Männer: der Brahmanenmörder, der Kuhmörder, wer an fremden Frauen hängt, der Ungläubige, und wer von einer Frau lebt. Diese, in die Totenwelt gegangen, werden in der Hölle als Übeltäter gekocht wie Fische, Eiter und Blut essend. Nicht ansprechbar sind diese fünf für die Väter und Götter.“ Bhīṣma [sprach]: „[Und für] Snātakas und Brahmanen und andere Asketen [?]. Darauf sprachen alle Hochglücklichen, Götter, Väter und Ṛṣis, zu den Pramathas: ‚Ihr Hochglücklichen, ihr Nachtwandler, für uns nicht sichtbar: wie könnt ihr unreine, beschmutzte, niedrige Menschen quälen? Und was sind die Abwehrmittel, durch die ihr die Sterblichen nicht quält? Was sind Rākṣasa-Vertreibendes, wodurch ihr in den Häusern zugrunde geht?‘“ Die Pramathas [sprachen]: „Wir wollen dies alles von euch hören, ihr Nachtwandler [?]. Die durch Beischlaf stets Befleckten [und] in Kṛta wie in Adhara-Uttara [?]; wer aus Verblendung Fleisch isst und wer unter einem Baum schläft; wessen Fleisch [?] beim Kopf ist, und wer mit den Füßen [dorthin] sich legt: dann sind alle Menschen unrein und lückenhaft; und wer ins Wasser Unreines und Schleim entlässt: diese sind zu fressen und zu töten, zweifellos. Solche Gesinnten und Wandel Habenden überwältigen wir Menschen. Und vernehmt die Abwehrmittel, durch die wir nicht töten können: Wer mit Gorocanā gesalbt ist und Vacā[-Wurzel] in der Hand hält; wer Ghee und ungebrochene Reiskörner auf den Kopf gibt, darauf bedacht; und die, die kein Fleisch essen – diese können wir nicht verletzen. In dessen Haus stets Feuer bei Tag und Nacht brennt, Haut des Tarakṣu [Hyäne], Zähne, ebenso eine Bergschildkröte, Ghee-Rauch, eine Katze und ein Ziegenbock, schwarz oder rötlich-braun: bei wem diese in den Häusern der Hausherren bleiben, diese Wohnungen sind für die schrecklichen Fleischesser unangreifbar. Menschen wie wir, die nach Belieben umherwandern [?] – darum, Herr der Leute, sind diese in den Häusern Rākṣasa-Vertreiber.“ Bhīṣma [sprach]: „Dies ist euch alles gesagt, wo ihr großen Zweifel habt.“ Darauf sprach der Großvater, lotusgleich, aus dem Lotus entstanden, zu den Göttern und zu Vāsava, dem Gatten der Śacī: „Dieser mächtige Schlangengeist, der in Rasātala wandelt, stark, glanzvoll, namens Reṇuka, von großem Mut und großer Tapferkeit – die überaus glanzvollen, hochtapferen großen Elefanten tragen die ganze Erde mit Bergen, Wäldern und Hainen. Von euch beauftragt, möge Reṇuka zu jenen großen Elefanten gehen und dort alle Dharma-Geheimnisse erfragen.“ Als die Götter das Wort des Großvaters gehört hatten, schickten sie damals Reṇuka – Reṇuka [sprach]: „– unbeirrt dorthin, wo jene Erdträger sind. Ich bin von den Göttern und von den Vätern entlassen, ihr Hochmächtigen; die Dharma-Geheimnisse von euch will ich in Wahrheit hören.“ Die Weltgegend-Elefanten [sprachen]: „Erzählt, Hochglückliche, was euch als Wahrheit erwünscht ist. Im Monat Kārttika, unter Āśleṣā, am achten [Tag] des dunklen Halbmonats, dem glückbringenden: wer bei dieser Sternverbindung Zuckerreis gibt, beim Śrāddha diesen Mantra murmelnd, mäßig essend, ohne Zorn: ‚Die Nāgas, mit Baladeva an der Spitze, die stärker sind, unendlich, unvergänglich, ewig, die schlangengestaltigen, sehr starken, und die aus ihrem Geschlecht geborenen großen Wesen, die Schlangen – die sollen mir Bali annehmen zur Mehrung von Kraft und Glanz. Als der glückliche Nārāyaṇa die Erde emporhob, damals [war] jene Kraft [ihres?] Gottes, als er die Erde emporhob.‘ So gesprochen, soll man dort am Ameisenhügel die Opfergabe darbringen, mit Elefantenblumen bestreut, mit blauem Gewand und Salbe; man soll sie bei Sonnenuntergang am Ameisenhügel ausgießen. So zufrieden, unten von der Last bedrückt, bemerken wir die Mühe nicht, wenn wir die Erde tragen. So halten wir es für Dharma, wir, von der Last Geplagten, unbekümmert. Ob Brahmane, Kṣatriya, Vaiśya oder Śūdra: wenn er gefastet hat und dies ein Jahr lang tut, erlangt er eine vielfruchtige Gabe; am Ameisenhügel die Bali darbringend – das halten wir für vielfruchtig. Und die Nāgas von großer Tapferkeit in allen drei Welten insgesamt, sie wären in Wahrheit hundert Jahre bewirtet.“ Als die Götter und ebenso die Väter dies von den Weltgegend-Elefanten gehört hatten, [sprach] Maheśvara: und die hochglücklichen Ṛṣis ehrten Reṇuka. „Den Kern habt ihr herausgeholt, gut ist der Dharma von euch verkündet. Dieses Dharma-Geheimnis hört nun alle von mir: Für die, deren Verstand auf Dharma gerichtet ist und die gläubige Menschen sind, ist es zu lehren, samt Geheimnis, von großer Frucht. Wer ohne Aufregung einen Monat lang eine Kuh-Tagesgabe [gavāhnika] gibt und nur einmal am Tag isst – dessen Frucht höret. Diese Kühe, Hochglückliche, gelten als höchst rein; sie tragen die drei Welten samt Göttern, Asuras und Menschen; bei ihnen ist großes Verdienst, und Dienst an ihnen ist von großer Frucht; Tag für Tag wird man mit Dharma verbunden, oder durch die Kuh-Tagesgabe. Von mir wurden sie einst im Kṛta-Yuga freigegeben [?]; darauf wurde ich von Brahmā, dem Lotusentstandenen, besänftigt; daher steht, im Kuhweiler befindlich, oben auf mir ein Stier [?]; ich ergötze mich mit den Kühen, darum sind sie stets zu verehren; hocheinflussreich, Wunschgewährende, verehrt sollen sie Wünsche gewähren; jene Kühe billigen ihm in allen Werken die Frucht.“ Skanda [sprach]: „Wer davon ein Viertel gibt, die Kuh-Tagesgabe – auch von mir ist dieser Dharma gebilligt, den vernehmt gesammelt: Wer von den Hörnern des schwarzen Stiers Erde nimmt und dreitägig das Weihebad vollzieht, dessen Dharma vernehmt: er reinigt alles Unheil, [erlangt] Herrschaft im Jenseits, und solange der Sterbliche geboren wird, wird er ein Held sein. Und dies noch ein weiteres Geheimnis samt Mysterium vernehmt: Ein Udumbara-Gefäß ergreifend, gekochte Speise mit Honig, soll man dem aufsteigenden Mond am Vollmondstag Bali darbringen. Dessen Dharma-Frucht vernehmt, ihr Gläubigen, stets: Die Sādhyas, Rudras, Ādityas, Viśvedevas und Aśvins, Maruts und Vasus nehmen diese Bali an, und der Mond wächst dadurch und der Ozean, das große Meer.“ Viṣṇu [sprach]: „Dieser Dharma ist von mir dargelegt, samt Geheimnis, glückbringend. Alle Dharma-Geheimnisse der hochherzigen Götter und die Geheimnisse der Ṛṣis – wer sie täglich rezitiert oder wer, ohne Missgunst, gläubig, gesammelt, zuhört: ihm kann kein Hindernis etwas anhaben, und keine Furcht besteht für ihn. Und die Dharmas, die heilsam, verdienstvoll, samt Geheimnis genannt wurden: deren Dharma-Frucht [erlangt] der, der sie mit bezwungenen Sinnen rezitiert. Ihm haftet kein Übel an, und er wird nicht vom Übel befleckt. Ob er es liest oder vortragen lässt oder hört – er erlangt die Frucht; Väter und Götter genießen unvergänglich die Opfer- und Totenspeise. Auch wer es an Parvan-Tagen den Brahmanenführern vortragen lässt, geläutert, ist stets von Ṛṣis, Göttern und Vätern geschätzt, glücklich, stets in den Dharmas gefestigt, selbst wenn er eine üble Tat begangen hat – ausgenommen die großen Sünden [mahāpātaka].“ Bhīṣma [sprach]: „Wer dieses Geheimnis des Dharma gehört hat, wird von allen Übeln befreit. Dies ist das Dharma-Geheimnis der Götter, Fürst, von Vyāsa dargelegt, von mir gesagt, von allen Göttern verehrt. Die mit Juwelen gefüllte Erde und dieses unübertreffliche Wissen: eben dies daher soll der Dharma-Kenner für vortragenswert halten. Nicht dem Ungläubigen, nicht dem Nāstika, nicht dem, dessen Dharma verloren ist, nicht dem Tugendlosen, nicht dem durch Kritteln Verdorbenen oder dem Lehrer-Hasser, nicht dem, der [uns] nicht wesensverbunden ist, ist dies mitzuteilen.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ janma mānuṣyakaṃ prāpya
Yudhiṣṭhira; nachdem man die menschliche Geburt erlangt hat (Nom./Akk./Abs.)
karmakṣetraṃ sudurlabham
Feld der Tat, sehr schwer erreichbar (Akk.)
śreyorthinā daridreṇa kiṃ kartavyam
was ist vom Heil erstrebenden Armen zu tun (Instr./Instr./Gerundiv)
dharmāṇāṃ paramaṃ guhyaṃ bhīṣmaḥ provāca pārthivam
das höchste Geheimnis der Pflichten sprach Bhīṣma zum Fürsten (Gen.Pl./Akk./Perf.)
śṛṇuṣvāvahito rājan
höre aufmerksam, König (Imp.Med./Part.Pass./Vok.)
devaguhyam idaṃ rājan yamenākliṣṭakarmaṇā
dieses Götter-Geheimnis, König, [offenbart] von Yama, dem Unermüdlichen (Akk./Vok./Instr.)
daśasūnāsamaṃ cakraṃ daśacakrasamo dhvajaḥ
ein Rad gleicht zehn Schlachthäusern, ein Banner zehn Rädern (Nom.)
daśadhvajasamā veśyā daśaveśyāsamo nṛpaḥ
eine Dirne zehn Bannern, ein König zehn Dirnen (Nom.)
trivargasahitaṃ śāstraṃ pavitram
eine Lehre, die den Dreiklang enthält, rein (Nom.n.)
gavāṃ phalaṃ tīrthaphalaṃ yajñānāṃ caiva yat phalam
die Frucht der Kühe, der Pilgerstätten, der Opfer (Gen.Pl./Nom.)
kasya cit tv atha kālasya devadūto yadṛcchayā
nach einer Zeit ein Götterbote, zufällig (Gen./Nom./Instr.)
kasmād dhi maithunaṃ śrāddhe dātur bhoktuś ca varjitam
warum ist im Śrāddha der Beischlaf für Geber und Esser verboten (Abl.Interr./Nom./Lok./Gen./Part.Pass.)
pitaras tasya taṃ māsaṃ tasmin retasi śerate
seine Väter liegen in jenem Monat in jenem Samen (Nom.Pl./Akk./Lok./3.Pl.Med.)
piṇḍas tṛtīyo yas teṣāṃ taṃ dadyāj jātavedasi
der dritte Kloß von ihnen – den gebe man ins Feuer (Nom./Opt./Lok.)
apo gacchati yo hy atra śaśinaṃ hy eṣa prīṇayet
der ins Wasser geht, der erfreut den Mond (Akk.Pl./3.Sg./Opt.Kaus.)
tato vidyutprabho nāma ṛṣir āha mahātapāḥ
darauf sprach der Ṛṣi namens Vidyutprabha, der große Asket (Nom./Perf.)
kurukṣetraṃ gayāṃ gaṅgāṃ prabhāsaṃ puṣkarāṇi ca
Kurukṣetra, Gayā, Gaṅgā, Prabhāsa und die Puṣkara-Seen (Akk.)
pratimehanti ye sūryam anilaṃ dviṣate ca ye
die zur Sonne urinieren und die den Wind hassen (3.Pl./Akk./3.Pl.Med.)
nīlaṣaṇḍapramokṣeṇa amāvāsyāṃ tilodakaiḥ
durch Freilassen eines schwarzen Stiers, am Neumond mit Sesamwasser (Instr./Akk./Instr.Pl.)
brāhmaṇānāṃ parīvādo mama vidveṣaṇaṃ mahat
die Verleumdung von Brahmanen ist mir großer Hass (Gen.Pl./Nom./Gen./Nom.)
cakreṇa nihatā daityāḥ padbhyāṃ krāntā vasuṃdharā
durch das Rad erschlagen die Daityas, mit den Füßen durchschritten die Erde (Instr./Nom.Pl./Instr.Du.)
aindrīṃ saṃdhyām upāsitvā ādityābhimukhaḥ sthitaḥ
nachdem er die indrische Dämmerung verehrt hat, der Sonne zugewandt stehend (Abs./Nom.)
pādam udyamya yo martyaḥ spṛśed gāś ca sudurmatiḥ
wer mit erhobenem Fuß Kühe berührt, der Übelgesinnte (Abs./Nom./Opt./Akk.Pl.)
śrāddhaṃ dattvā ca bhuktvā ca puruṣo yaḥ striyaṃ vrajet
wer, nachdem er Śrāddha gegeben und gegessen, zu einer Frau geht (Abs./Nom./Opt.)
tulyaṃ yajñaś ca satyaṃ ca hṛdayasya ca śuddhatā
gleich sind Opfer, Wahrheit und Reinheit des Herzens (Nom./Gen.)
agnes tu vṛṣalo netā havir mūḍhāś ca yoṣitaḥ
des Feuers Leiter ein Vṛṣala, Verblendete und Frauen [bei der] Opfergabe (Gen./Nom.)
paradāreṣu ye saktā akṛtvā dārasaṃgraham
die an fremden Frauen Hängenden, ohne Gattin genommen zu haben (Lok.Pl./Part.Pass./Abs.)
ahany ahani yo dadyāt kapilāṃ dvādaśīḥ samāḥ
wer Tag für Tag zwölf Jahre lang eine braune Kuh gibt (Lok./Opt./Akk.Pl.)
pānīyaṃ caiva dīpaṃ ca dātavyaṃ satataṃ tathā
Wasser und Lampe sind stets zu geben (Nom./Gerundiv)
ucchiṣṭān aśucīn kṣudrān kathaṃ hiṃsatha mānavān
wie quält ihr Unreine, Beschmutzte, Niedrige, Menschen (Akk.Pl./2.Pl.)
kārttike māsi cāśleṣā bahulasyāṣṭamī śivā
im Monat Kārttika, Āśleṣā, achter Tag des dunklen Halbmonats, glückbringend (Lok./Nom.)
imā gāvo mahābhāgāḥ pavitraṃ paramaṃ smṛtāḥ
diese Kühe, Hochglückliche, gelten als höchst rein (Nom.Pl./Part.Pass.)
ye ca dharmāḥ śubhāḥ puṇyāḥ sarahasyā udāhṛtāḥ
die Dharmas, die heilsam, verdienstvoll, samt Geheimnis genannt wurden (Nom.Pl./Part.Pass.)
rahasyadharmaṃ śrutvemaṃ sarvapāpaiḥ pramucyate
wer diesen Geheimnis-Dharma gehört hat, wird von allen Übeln befreit (Akk./Abs./Instr./3.Sg.Pass.)
nāśraddadhānāya na nāstikāya
nicht dem Ungläubigen, nicht dem Nāstika (Dat.)
nānātmabhūtāya nivedyam etat
nicht dem, der [uns] nicht wesensverbunden ist, ist dies mitzuteilen (Dat./Gerundiv)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften); der Text ist stellenweise verderbt oder in der Reihenfolge gestört, Sprecherangaben stehen teils vor dem Schlussvers der vorangehenden Rede. Unsichere Stellen sind mit [?] markiert. Die Wort-für-Wort-Analyse ist wegen der Länge exemplarisch.

yudhiṣṭhiraḥ; ke bhojyā brāhmaṇasyeha ke bhojyāḥ kṣatriyasya ha; bhīṣmaḥ; tathā vaiśyasya ke bhojyāḥ ke ca śūdrasya bhārata; brāhmaṇā brāhmaṇasyeha bhojyā ye caiva kṣatriyāḥ; vaiśyāś cāpi tathā bhojyāḥ śūdrāś ca parivarjitāḥ; brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyā bhojyā vai kṣatriyasya ha; varjanīyās tu vai śūdrāḥ sarvabhakṣyā vikarmiṇaḥ; vaiśyās tu bhojyā viprāṇāṃ kṣatriyāṇāṃ tathaiva ca; nityāgnayo viviktāś ca cāturmāsyaratāś ca ye; śūdrāṇām atha yo bhuṅkte sa bhuṅkte pṛthivīmalam; malaṃ nṛṇāṃ sa pibati malaṃ bhuṅkte janasya ca; śūdrāṇāṃ yas tathā bhuṅkte sa bhuṅkte pṛthivīmalam; pṛthivīmalam aśnanti ye dvijāḥ śūdrabhojinaḥ; śūdrasya karmaniṣṭhāyāṃ vikarmastho 'pi pacyate; brāhmaṇaḥ kṣatriyo vaiśyo vikarmasthaś ca pacyate; svādhyāyaniratā viprās tathā svastyayane nṛṇām; rakṣaṇe kṣatriyaṃ prāhur vaiśyaṃ puṣṭyartham eva ca; karoti karma yad vaiśyas tad gatvā hy upajīvati; kṛṣigorakṣyavāṇijyam akutsā vaiśyakarmaṇi; śūdrakarma tu yaḥ kuryād avahāya svakarma ca; sa vijñeyo yathā śūdro na ca bhojyaḥ kadā cana; cikitsakaḥ kāṇḍapṛṣṭhaḥ purādhyakṣaḥ purohitaḥ; sāṃvatsaro vṛthādhyāyī sarve te śūdrasaṃmitāḥ; śūdrakarmasv athaiteṣu yo bhuṅkte nirapatrapaḥ; abhojyabhojanaṃ bhuktvā bhayaṃ prāpnoti dāruṇam; kulaṃ vīryaṃ ca tejaś ca tiryagyonitvam eva ca; sa prayāti yathā śvā vai niṣkriyo dharmavarjitaḥ; bhuṅkte cikitsakasyānnaṃ tad annaṃ ca purīṣavat; puṃścalyannaṃ ca mūtraṃ syāt kārukānnaṃ ca śoṇitam; vidyopajīvino 'nnaṃ ca yo bhuṅkte sādhusaṃmataḥ; tad apy annaṃ yathā śaudraṃ tat sādhuḥ parivarjayet; vacanīyasya yo bhuṅkte tam āhuḥ śoṇitaṃ hradam; piśunaṃ bhojanaṃ bhuṅkte brahmahatyāsamaṃ viduḥ; asatkṛtam avajñātaṃ na bhoktavyaṃ kadā cana; vyādhiṃ kulakṣayaṃ caiva kṣipraṃ prāpnoti brāhmaṇaḥ; nagarīrakṣiṇo bhuṅkte śvapacapravaṇo bhavet; goghne ca brāhmaṇaghne ca surāpe gurutalpage; bhuktvānnaṃ jāyate vipro rakṣasāṃ kulavardhanaḥ; nyāsāpahāriṇo bhuktvā kṛtaghne klībavartini; jāyate śabarāvāse madhyadeśabahiṣkṛte; abhojyāś caiva bhojyāś ca mayā proktā yathāvidhi; kim anyad adya kaunteya mattas tvaṃ śrotum icchasi; yudhiṣṭhiraḥ; uktās tu bhavatā bhojyās tathābhojyāś ca sarvaśaḥ; atra me praśnasaṃdehas tan me vada pitāmaha; brāhmaṇānāṃ viśeṣeṇa havyakavyapratigrahe; bhīṣmaḥ; nānāvidheṣu bhojyeṣu prāyaścittāni śaṃsa me; hanta vakṣyāmi te rājan brāhmaṇānāṃ mahātmanām; pratigraheṣu bhojye ca mucyate yena pāpmanaḥ; ghṛtapratigrahe caiva sāvitrī samidāhutiḥ; tilapratigrahe caiva samam etad yudhiṣṭhira; māṃsapratigrahe caiva madhuno lavaṇasya ca; ādityodayanaṃ sthitvā pūto bhavati brāhmaṇaḥ; kāñcanaṃ pratigṛhyātha japamāno guruśrutim; kṛṣṇāyasaṃ ca trivṛtaṃ dhārayan mucyate dvijaḥ; evaṃ pratigṛhīte 'tha dhane vastre tathā striyām; evam eva naraśreṣṭha suvarṇasya pratigrahe; annapratigrahe caiva pāyasekṣurase tathā; ikṣutailapavitrāṇāṃ trisaṃdhye 'psu nimajjanam; vrīhau puṣpe phale caiva jale piṣṭamaye tathā; yāvake dadhidugdhe ca sāvitrīṃ śataśo 'nvitām; upānahau ca vastraṃ ca pratigṛhyaurdhvadehikam; japec chataṃ samāyuktas tena mucyeta pāpmanā; kṣetrapratigrahe caiva grahasūtakayos tathā; trīṇi rātrāṇy upoṣitvā tena pāpmā vimucyate; kṛṣṇapakṣe tu yaḥ śrāddhaṃ pitṝṇām aśnute dvijaḥ; annam etad ahorātrāt pūto bhavati brāhmaṇaḥ; na ca saṃdhyām upāsīta na ca japyaṃ pravartayet; na saṃkiret tad annaṃ ca tathā pūyeta brāhmaṇaḥ; ityartham aparāhṇe tu pitṝṇāṃ śrāddham ucyate; yathoktānāṃ yad aśnīyur brāhmaṇāḥ pūrvaketitāḥ; mṛtakasya tṛtīyāhe brāhmaṇo yo 'nnam aśnute; sa trivelaṃ samunmajya dvādaśāhena śudhyati; dvādaśāhe vyatīte tu kṛtaśauco viśeṣataḥ; brāhmaṇebhyo havir dattvā mucyate tena pāpmanā; mṛtasya daśarātreṇa prāyaścittāni dāpayet; sāvitrīṃ raivatīm iṣṭiṃ kūṣmāṇḍam aghamarṣaṇam; mṛtakasya trirātre yaḥ samuddiṣṭe samaśnute; sapta triṣavaṇaṃ snātvā pūto bhavati brāhmaṇaḥ; siddhim āpnoti vipulām āpadaṃ caiva nāpnuyāt; yas tu śūdraiḥ sahāśnīyād brāhmaṇo 'py ekabhojane; aśaucaṃ vidhivat tasya śaucamātraṃ vidhīyate; yas tu vaiśyaiḥ sahāśnīyād brāhmaṇo 'py ekabhojane; sa vai trirātraṃ dīkṣitvā mucyate tena karmaṇā; kṣatriyaiḥ saha yo 'śnīyād brāhmaṇo 'py ekabhojane; āplutaḥ saha vāsobhis tena mucyeta pāpmanā; śūdrasya tu kulaṃ hanti vaiśyasya paśubāndhavān; kṣatriyasya śriyaṃ hanti brāhmaṇasya suvarcasam; prāyaścittaṃ ca śāntiṃ ca juhuyāt tena mucyate; sāvitrīṃ raivatīm iṣṭiṃ kūṣmāṇḍam aghamarṣaṇam; athocchiṣṭam athānyonyaṃ saṃprāśen nātra saṃśayaḥ; rocanā virajā rātrir maṅgalālambhanāni ca

Yudhiṣṭhira [sprach]: „Von wem darf ein Brahmane hier Speise annehmen, von wem ein Kṣatriya?“ Bhīṣma [sprach]: „Und von wem der Vaiśya und von wem der Śūdra, Bhārata?“ [Antwort:] „Für den Brahmanen sind hier Brahmanen [annehmbar] und Kṣatriyas; ebenso auch Vaiśyas; Śūdras sind zu meiden. Für den Kṣatriya sind Brahmanen, Kṣatriyas und Vaiśyas annehmbar; zu meiden aber sind Śūdras, die alles Essenden, Fehlhandelnden. Vaiśyas aber sind für Brahmanen annehmbar und ebenso für Kṣatriyas, die, die stets Feuer halten, zurückgezogen leben und dem Cāturmāsya ergeben sind. Wer aber von Śūdras isst, der isst den Schmutz der Erde; er trinkt den Schmutz der Männer, er isst den Schmutz der Leute; wer so von Śūdras isst, der isst den Schmutz der Erde; den Erdschmutz essen die Zweimalgeborenen, die Śūdra-Esser. Wer im Berufsstand des Śūdra [?] steht, wird, auch wenn er fehlhandelt, gekocht [in der Hölle]; Brahmane, Kṣatriya, Vaiśya, wenn sie im Fehlhandeln stehen, werden gekocht. Brahmanen, dem Selbststudium ergeben, [wirken] ebenso für das Heil der Menschen; im Schutz, sagt man, den Kṣatriya, den Vaiśya zur Mehrung. Das Werk, das der Vaiśya tut, dem nachgehend lebt er davon: Ackerbau, Rinderhut, Handel – untadelig im Vaiśya-Werk. Wer aber Śūdra-Werk tut und sein eigenes Werk verlässt, der ist als Śūdra zu erkennen und ist niemals annehmbar. Arzt, Kāṇḍapṛṣṭha [Bogenschütze?], Stadtvorsteher, Hauspriester, Astrologe, wer nutzlos studiert – sie alle gelten als den Śūdras gleich. Wer bei diesen Śūdra-Tätigkeiten schamlos isst, der hat, nachdem er Nicht-Essbares gegessen, schrecklichen Schrecken: Familie, Kraft und Glanz [verliert er] und [geht] zu tierischer Geburt; er geht dahin wie ein Hund, untätig, dharmalos. Wer die Speise eines Arztes isst – diese Speise ist wie Kot; die Speise einer Buhlerin ist Urin, die Speise eines Handwerkers Blut. Wer die Speise eines von Wissen Lebenden isst, [auch wenn er] von Guten geschätzt ist – auch diese Speise ist wie Śūdra-Speise, die soll der Gute meiden. Wer bei einem Tadelnswerten isst, den nennt man einen Blutsee; wer die Speise eines Verräters isst – sie gilt als dem Brahmanenmord gleich. Ungeehrte, verachtete [Speise] darf man niemals essen; Krankheit und Familienuntergang erlangt der Brahmane schnell. Wer die Speise eines Stadtwächters isst, neigt zum Hundekocher. Bei einem Kuhmörder, Brahmanenmörder, Schnapstrinker, Ehebrecher mit dem Bett des Lehrers: hat der Brahmane [deren] Speise gegessen, wird er ein Mehrer des Rākṣasa-Geschlechts. Wer bei einem Pfandveruntreuer, einem Undankbaren, einem Weichling [?] gegessen hat, wird in einer Śabara-Siedlung geboren, aus dem Mittelland verbannt. Nicht essbare und essbare [Speisen] sind von mir der Regel gemäß genannt. Was sonst, Sohn der Kuntī, willst du heute von mir hören?“ Yudhiṣṭhira [sprach]: „Von dir sind die Essbaren und die Nicht-Essbaren vollständig genannt. Hierin habe ich eine Zweifelsfrage, die sag mir, Großvater: besonders bei Brahmanen, im Annehmen von Opfer- und Totenspeise.“ Bhīṣma [sprach]: „[Und] sag mir Sühnen bei den verschiedenen Speisen.“ „Wohlan, ich sage dir, König, für die hochherzigen Brahmanen: bei Annahmen und bei Speise – wodurch man vom Übel frei wird: Bei der Annahme von Ghee: Sāvitrī und Holzscheit-Opfer; bei der Annahme von Sesam ebenso, Yudhiṣṭhira, ist dasselbe. Bei der Annahme von Fleisch, Honig und Salz wird der Brahmane rein, nachdem er bis zum Sonnenaufgang gestanden hat. Hat er Gold angenommen, soll er die Lehrer-Śruti murmeln und schwarzes, dreifach gedrehtes Eisen tragen [?]; so wird der Zweimalgeborene befreit. Ebenso bei angenommenem Besitz, Gewand, Frau; ebenso, Bester der Männer, bei der Annahme von Gold. Bei der Annahme von Speise, Milchreis, Zuckerrohrsaft; bei Zuckerrohr, Öl und Reinigungsmitteln [?]: Untertauchen im Wasser zur dreifachen Dämmerung; bei Reis, Blüte, Frucht, Wasser, Mehlgebäck, Gerstenbrei, Sauermilch und Milch: die Sāvitrī hundertfach [zu murmeln]. Hat er Sandalen und Gewand für die Totenriten angenommen, soll er hundert [Sāvitrī] murmeln, gesammelt; dadurch wird er vom Übel befreit. Bei der Annahme von Land, und bei Geburts- und Todesunreinheit [?]: hat er drei Nächte gefastet, wird er dadurch vom Übel befreit. Ein Zweimalgeborener, der im dunklen Halbmonat das Väter-Śrāddha isst: von dieser Speise wird der Brahmane nach Tag und Nacht rein. Und er soll nicht die Dämmerung verehren und nicht das Murmeln beginnen, und er soll jene Speise nicht [?] vermischen; so wird der Brahmane rein. Deshalb wird das Väter-Śrāddha am Spätnachmittag genannt, [und] was die Brahmanen von den Genannten essen dürfen, wie zuvor gesagt [?]. Der Brahmane, der am dritten Tag nach dem Tod die Speise des Toten isst, taucht dreimal täglich unter und wird in zwölf Tagen rein. Nach Ablauf von zwölf Tagen, besonders nach vollzogener Reinigung, wird er durch Opfergabe an Brahmanen von diesem Übel befreit. Nach den zehn Nächten des Verstorbenen soll man Sühnen veranlassen: die Sāvitrī, das Raivatī-Opfer, Kūṣmāṇḍa, Aghamarṣaṇa. Wer bei einem Toten am dritten Tag bei der festgelegten [Mahlzeit] isst: nachdem er sieben Mal dreimal täglich gebadet hat, wird der Brahmane rein; er erlangt reiche Vollendung und keine Not. Ein Brahmane, der zusammen mit Śūdras bei gemeinsamer Mahlzeit isst: für den ist Unreinheit vorschriftsgemäß [eingetreten]; nur Reinigung wird angeordnet. Ein Brahmane, der zusammen mit Vaiśyas bei gemeinsamer Mahlzeit isst: drei Nächte lang Weihe haltend, wird er von dieser Tat befreit. Ein Brahmane, der mit Kṣatriyas bei gemeinsamer Mahlzeit isst: mit den Gewändern untergetaucht, wird er von dem Übel befreit. Er vernichtet des Śūdra Geschlecht, des Vaiśya Vieh und Verwandte, des Kṣatriya Glück, des Brahmanen Glanz [?]. Sühne und Besänftigung soll er opfern; dadurch wird er befreit: die Sāvitrī, das Raivatī-Opfer, Kūṣmāṇḍa, Aghamarṣaṇa. Dann soll er Rest[speise] und Wechselseitiges [?] zu sich nehmen, kein Zweifel. Rocanā, Virajā, Nacht [Rātri] und glückverheißende Berührungen [?].“

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ ke bhojyā brāhmaṇasyeha
Yudhiṣṭhira; von wem [darf] der Brahmane hier [Speise nehmen] (Nom./Interr./Gen.)
brāhmaṇā brāhmaṇasyeha bhojyā ye caiva kṣatriyāḥ
Brahmanen sind für den Brahmanen annehmbar und Kṣatriyas (Nom.Pl./Gerundiv)
vaiśyāś cāpi tathā bhojyāḥ śūdrāś ca parivarjitāḥ
auch Vaiśyas ebenso annehmbar, Śūdras gemieden (Nom.Pl./Part.Pass.)
śūdrāṇām atha yo bhuṅkte sa bhuṅkte pṛthivīmalam
wer von Śūdras isst, der isst den Schmutz der Erde (Gen.Pl./3.Sg.Med./Akk.)
karoti karma yad vaiśyas tad gatvā hy upajīvati
das Werk, das ein Vaiśya tut, dem nachgehend lebt er davon (Nom./Abs./3.Sg.)
śūdrakarma tu yaḥ kuryād avahāya svakarma ca
wer Śūdra-Werk tut, sein eigenes Werk verlassend (Opt./Abs.)
cikitsakaḥ kāṇḍapṛṣṭhaḥ purādhyakṣaḥ purohitaḥ
Arzt, Kāṇḍapṛṣṭha, Stadtvorsteher, Hauspriester (Nom.)
bhuṅkte cikitsakasyānnaṃ tad annaṃ ca purīṣavat
er isst die Speise eines Arztes, diese Speise ist wie Kot (3.Sg./Gen./Nom./Adv.)
goghne ca brāhmaṇaghne ca surāpe gurutalpage
bei einem Kuhmörder, Brahmanenmörder, Schnapstrinker, Lehrerbett-Schänder (Lok.)
ghṛtapratigrahe caiva sāvitrī samidāhutiḥ
bei Ghee-Annahme: Sāvitrī und Holzscheit-Opfer (Lok./Nom.)
māṃsapratigrahe caiva madhuno lavaṇasya ca
bei Annahme von Fleisch, Honig und Salz (Lok./Gen.)
ādityodayanaṃ sthitvā pūto bhavati brāhmaṇaḥ
nachdem er bis Sonnenaufgang gestanden, wird der Brahmane rein (Abs./Part.Pass.)
annapratigrahe caiva pāyasekṣurase tathā
bei Annahme von Speise, Milchreis, Zuckerrohrsaft (Lok.)
upānahau ca vastraṃ ca pratigṛhyaurdhvadehikam
Sandalen und Gewand für die Totenriten angenommen habend (Nom.Du./Abs.)
trīṇi rātrāṇy upoṣitvā tena pāpmā vimucyate
drei Nächte gefastet habend wird er dadurch vom Übel befreit (Akk./Abs./3.Sg.Pass.)
kṛṣṇapakṣe tu yaḥ śrāddhaṃ pitṝṇām aśnute dvijaḥ
der Zweimalgeborene, der im dunklen Halbmonat das Väter-Śrāddha isst (Lok./3.Sg.Med.)
mṛtakasya tṛtīyāhe brāhmaṇo yo 'nnam aśnute
der Brahmane, der am dritten Tag nach dem Tod die Speise des Toten isst (Gen./Lok.)
sāvitrīṃ raivatīm iṣṭiṃ kūṣmāṇḍam aghamarṣaṇam
Sāvitrī, Raivatī-Opfer, Kūṣmāṇḍa, Aghamarṣaṇa (Akk.)
yas tu śūdraiḥ sahāśnīyād brāhmaṇo 'py ekabhojane
wer als Brahmane mit Śūdras bei gemeinsamer Mahlzeit isst (Opt./Instr.Pl./Lok.)
kṣatriyaiḥ saha yo 'śnīyād āplutaḥ saha vāsobhiḥ
wer mit Kṣatriyas isst: mit den Gewändern untergetaucht (Opt./Part.Pass./Instr.Pl.)
śūdrasya tu kulaṃ hanti vaiśyasya paśubāndhavān
des Śūdra Geschlecht vernichtet er, des Vaiśya Vieh und Verwandte (3.Sg./Akk.Pl.)
athocchiṣṭam athānyonyaṃ saṃprāśen nātra saṃśayaḥ
dann Rest[speise] und Wechselseitiges soll er essen, kein Zweifel [?] (Opt./Nom.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe; Sprecherangaben stehen teils vor dem Schlussvers der vorangehenden Rede; unsichere Stellen mit [?]. Die Wort-für-Wort-Analyse ist wegen der Länge exemplarisch.

yudhiṣṭhiraḥ; dānena vartatety āha tapasā caiva bhārata; tad etan me manoduḥkhaṃ vyapoha tvaṃ pitāmaha; kiṃ svit pṛthivyāṃ hy etan me bhavāñ śaṃsitum arhati; bhīṣmaḥ; śṛṇu yair dharmaniratais tapasā bhāvitātmabhiḥ; lokā hy asaṃśayaṃ prāptā dānapuṇyaratair nṛpaiḥ; satkṛtaś ca tathātreyaḥ śiṣyebhyo brahma nirguṇam; upadiśya sadā rājan gato lokān anuttamān; śibir auśīnaraḥ prāṇān priyasya tanayasya ca; brāhmaṇārtham upākṛtya nākapṛṣṭham ito gataḥ; pratardanaḥ kāśipatiḥ pradāya tanayaṃ svakam; brāhmaṇāyātulāṃ kīrtim iha cāmutra cāśnute; rantidevaś ca sāṃkṛtyo vasiṣṭhāya mahātmane; arghyaṃ pradāya vidhival lebhe lokān anuttamān; divyaṃ śataśalākaṃ ca yajñārthaṃ kāñcanaṃ śubham; chatraṃ devāvṛdho dattvā brāhmaṇāyāsthito divam; bhagavān ambarīṣaś ca brāhmaṇāyāmitaujase; pradāya sakalaṃ rāṣṭraṃ suralokam avāptavān; sāvitraḥ kuṇḍalaṃ divyaṃ yānaṃ ca janamejayaḥ; brāhmaṇāya ca gā dattvā gato lokān anuttamān; vṛṣādarbhiś ca rājarṣī ratnāni vividhāni ca; ramyāṃś cāvasathān dattvā dvijebhyo divam āgamat; nimī rāṣṭraṃ ca vaidarbhiḥ kanyāṃ dattvā mahātmane; agastyāya gataḥ svargaṃ saputrapaśubāndhavaḥ; jāmadagnyaś ca viprāya bhūmiṃ dattvā mahāyaśāḥ; rāmo 'kṣayāṃs tathā lokāñ jagāma manaso 'dhikān; avarṣati ca parjanye sarvabhūtāni devarāṭ; vasiṣṭho jīvayām āsa yena yāto 'kṣayāṃ gatim; rāmo dāśarathiś caiva hutvā yajñeṣu vai vasu; sa gato hy akṣayān lokān yasya loke mahad yaśaḥ; kakṣasenaś ca rājarṣir vasiṣṭhāya mahātmane; nyāsaṃ yathāvat saṃnyasya jagāma sumahāyaśāḥ; karaṃdhamasya pautras tu marutto ''vikṣitaḥ sutaḥ; kanyām aṅgirase dattvā divam āśu jagāma saḥ; brahmadattaś ca pāñcālyo rājā dharmabhṛtāṃ varaḥ; nidhiṃ śaṅkham anujñāpya jagāma paramāṃ gatim; rājā mitrasahaś caiva vasiṣṭhāya mahātmane; madayantīṃ priyāṃ bhāryāṃ dattvā ca tridivaṃ gataḥ; manoḥ putraś ca sudyumno likhitāya mahātmane; daṇḍam uddhṛtya dharmeṇa gato lokān anuttamān; sahasracityo rājarṣiḥ prāṇān iṣṭān mahāyaśāḥ; brāhmaṇārthe parityajya gato lokān anuttamān; sarvakāmaiś ca saṃpūrṇaṃ dattvā veśma hiraṇmayam; maudgalyāya gataḥ svargaṃ śatadyumno mahīpatiḥ; bhakṣyabhojyasya ca kṛtān rāśayaḥ parvatopamān; śāṇḍilyāya purā dattvā samanyur divam āsthitaḥ; nāmnā ca dyutimān nāma śālvarājo mahādyutiḥ; dattvā rājyam ṛcīkāya gato lokān anuttamān; madirāśvaś ca rājarṣir dattvā kanyāṃ sumadhyamām; hiraṇyahastāya gato lokān devair adhiṣṭhitān; lomapādaś ca rājarṣiḥ śāntāṃ dattvā sutāṃ prabhuḥ; ṛṣyaśṛṅgāya vipulaiḥ sarvaiḥ kāmair ayujyata; kautsāya dattvā kanyāṃ tu haṃsīṃ nāma yaśasvinīm; gato 'kṣayān ato lokān rājarṣiś ca bhagīrathaḥ; dattvā śatasahasraṃ tu gavāṃ rājā bhagīrathaḥ; savatsānāṃ kohalāya gato lokān anuttamān; ete cānye ca bahavo dānena tapasā ca ha; yudhiṣṭhira gatāḥ svargaṃ nivartante punaḥ punaḥ; teṣāṃ pratiṣṭhitā kīrtir yāvat sthāsyati medinī; gṛhasthair dānatapasā yair lokā vai vinirjitāḥ; śiṣṭānāṃ caritaṃ hy etat kīrtitaṃ me yudhiṣṭhira; dānayajñaprajāsargair ete hi divam āsthitāḥ; dattvā tu satataṃ te 'stu kauravāṇāṃ dhuraṃdhara; dānayajñakriyāyuktā buddhir dharmopacāyinī; yatra te nṛpaśārdūla saṃdeho vai bhaviṣyati; yudhiṣṭhiraḥ; śvaḥ prabhāte hi vakṣyāmi saṃdhyā hi samupasthitā; śrutaṃ me bhavatas tāta satyavrataparākrama; dānadharmeṇa mahatā ye prāptās tridivaṃ nṛpāḥ; imāṃs tu śrotum icchāmi dharmān dharmabhṛtāṃ vara; dānaṃ katividhaṃ deyaṃ kiṃ tasya ca phalaṃ labhet; kathaṃ kebhyaś ca dharmyaṃ ca dānaṃ dātavyam iṣyate; bhīṣmaḥ; kaiḥ kāraṇaiḥ katividhaṃ śrotum icchāmi tattvataḥ; śṛṇu tattvena kaunteya dānaṃ prati mamānagha; yathā dānaṃ pradātavyaṃ sarvavarṇeṣu bhārata; dharmād arthād bhayāt kāmāt kāruṇyād iti bhārata; dānaṃ pañcavidhaṃ jñeyaṃ kāraṇair yair nibodha tat; iha kīrtim avāpnoti pretya cānuttamaṃ sukham; iti dānaṃ pradātavyaṃ brāhmaṇebhyo 'nasūyatā; dadāti vā dāsyati vā mahyaṃ dattam anena vā; ity arthibhyo niśamyaivaṃ sarvaṃ dātavyam arthine; nāsyāhaṃ na madīyo 'yaṃ pāpaṃ kuryād vimānitaḥ; iti dadyād bhayād eva dṛḍhaṃ mūḍhāya paṇḍitaḥ; priyo me 'yaṃ priyo 'syāham iti saṃprekṣya buddhimān; vayasyāyaivam akliṣṭaṃ dānaṃ dadyād atandritaḥ; dīnaś ca yācate cāyam alpenāpi hi tuṣyati; iti dadyād daridrāya kāruṇyād iti sarvathā; iti pañcavidhaṃ dānaṃ puṇyakīrtivivardhanam; yathāśaktyā pradātavyam evam āha prajāpatiḥ

Yudhiṣṭhira [sprach]: „Man sagt, man lebe von Gabe und von Askese, Bhārata; diesen Kummer meines Herzens nimm mir, Großvater. Was ist das denn auf der Erde? Du solltest es mir erklären.“ Bhīṣma [sprach]: „Höre, welche Welten Könige, die dem Dharma ergeben, durch Askese geläutert und am Verdienst der Gabe erfreut waren, zweifellos erlangt haben. Ātreya, geehrt, nachdem er den Schülern das eigenschaftslose Brahman stets gelehrt hatte, ging, König, in unübertroffene Welten. Śibi Auśīnara ging, nachdem er sein Leben und das seines lieben Sohnes für einen Brahmanen hingegeben hatte, von hier zum Himmelsrücken. Pratardana, der Herr der Kāśis, erlangt, nachdem er seinen eigenen Sohn einem Brahmanen gegeben hat, unvergleichlichen Ruhm hier und im Jenseits. Rantideva Sāṃkṛtya erlangte, nachdem er dem hochherzigen Vasiṣṭha das Ehrenwasser vorschriftsgemäß gegeben hatte, unübertroffene Welten. Und einen göttlichen, hundertspeichigen, goldenen, herrlichen Schirm für das Opfer: nachdem er ihn gegeben hatte, stieg Devāvṛdha zum Himmel auf, [ihn] einem Brahmanen [gebend]. Der erhabene Ambarīṣa erlangte, nachdem er dem Brahmanen von unermesslicher Kraft das ganze Reich gegeben hatte, die Götterwelt. Sāvitra [gab] ein göttliches Ohrgehänge, und Janamejaya ein Fahrzeug [?]; und nachdem er Brahmanen Kühe gegeben hatte, ging er in unübertroffene Welten. Vṛṣādarbhi, der Königsweise, gab den Zweimalgeborenen Juwelen mannigfacher Art und schöne Wohnstätten und ging zum Himmel. Nimi [gab] das Reich, und der Vaidarbha [gab] die Tochter dem hochherzigen Agastya [?]; er ging in den Himmel, samt Söhnen, Vieh und Verwandten. Und Jāmadagnya, der hochberühmte, ging, nachdem er einem Brahmanen die Erde gegeben hatte, Rāma, in unvergängliche Welten, den Geist übertreffend. Als Parjanya nicht regnete, ließ Vasiṣṭha alle Wesen leben, Götterkönig [?], wodurch er den unvergänglichen Weg ging. Und Rāma Dāśarathi, nachdem er in Opfern Reichtum geopfert hatte, ging in unvergängliche Welten – dessen großer Ruhm in der Welt ist. Und Kakṣasena, der Königsweise, ging hochberühmt, nachdem er dem hochherzigen Vasiṣṭha [das Anvertraute] vorschriftsgemäß übergeben hatte [?]. Karaṃdhamas Enkel aber, Marutta, der Sohn Āvikṣitas, ging rasch zum Himmel, nachdem er dem Aṅgiras die Tochter gegeben hatte. Brahmadatta, der König der Pañcālas, der beste der Dharma-Tragenden, ging, nachdem er den Schatz, die Muschel, [dem Brahmanen] zur Verfügung gestellt hatte [?], zum höchsten Ziel. König Mitrasaha ging, nachdem er dem hochherzigen Vasiṣṭha seine geliebte Gattin Madayantī gegeben hatte, in den Himmel. Manus Sohn Sudyumna ging, nachdem er gegenüber dem hochherzigen Likhita dharmagemäß die Strafe verhängt [?] hatte, in unübertroffene Welten. Sahasracitya, der Königsweise, hochberühmt, ließ sein liebes Leben für einen Brahmanen fahren und ging in unübertroffene Welten. Ein goldenes Haus, erfüllt mit allen Wünschen, gab Śatadyumna, der Erdherr, dem Maudgalya und ging zum Himmel. Und Haufen von Speisen und Gerichten, bergegleich, gab einst Samanyu [?] dem Śāṇḍilya und stieg zum Himmel. Und der mit Namen Dyutimān, der Śālva-König, hochglänzend, ging, nachdem er dem Ṛcīka das Reich gegeben hatte, in unübertroffene Welten. Madirāśva, der Königsweise, ging, nachdem er dem Hiraṇyahasta seine schlanktaillige Tochter gegeben hatte, in von Göttern bewohnte Welten. Lomapāda, der Königsweise, der Herr, gab Śāntā, seine Tochter, dem Ṛṣyaśṛṅga und wurde mit allen reichen Wünschen verbunden. Nachdem er dem Kautsa die ruhmreiche Tochter namens Haṃsī gegeben hatte, ging der Königsweise Bhagīratha von da in unvergängliche Welten. Hunderttausend Kühe samt Kälbern gab König Bhagīratha dem Kohala und ging in unübertroffene Welten. Diese und viele andere sind durch Gabe und Askese, Yudhiṣṭhira, zum Himmel gegangen; sie kehren wieder und wieder zurück [?]. Ihr Ruhm steht fest, solange die Erde bestehen wird – [die] durch Hausväter, durch Gabe und Askese, wodurch die Welten erobert wurden. Dies ist das Verhalten der Guten, von mir verkündet, Yudhiṣṭhira; durch Gabe, Opfer und Nachwuchszeugung sind diese zum Himmel gelangt. Mögest du stets geben, Träger des Jochs der Kauravas; auf Gabe und Opferwerk gerichtet sei dein Sinn, den Dharma mehrend, wo du, Tigerfürst, Zweifel haben wirst.“ Yudhiṣṭhira [sprach]: „Morgen früh werde ich sprechen, denn die Dämmerung ist angebrochen. Gehört ist von mir von dir, Lieber, der du in Wahrheit tapfer bist: die Könige, die durch großen Gabe-Dharma den Himmel erreicht haben. Diese Dharmas aber will ich [weiter] hören, Bester der Dharma-Tragenden: Wie vielfach ist die Gabe zu geben, welche Frucht erlangt man dafür? Wie und an wen ist dharmische Gabe zu geben, wird gewünscht?“ Bhīṣma [sprach]: „Aus welchen Gründen, wie vielfach – ich will es in Wahrheit hören.“ „Höre in Wahrheit, Sohn der Kuntī, Makelloser, von mir über die Gabe, wie Gabe zu geben ist unter allen Ständen, Bhārata: Aus Dharma, Nutzen, Furcht, Begierde, Mitleid – so ist die Gabe fünffach zu erkennen; die Gründe, aus denen, vernimm. Hier erlangt man Ruhm und im Jenseits höchstes Glück; so ist Gabe an Brahmanen ohne Missgunst zu geben. ‚Er gibt, oder wird geben, oder hat mir gegeben‘ – so, nachdem man es von den Bittenden vernommen hat, ist dem Bittenden alles zu geben. ‚Nicht sein bin ich, nicht mein ist dieser; er könnte, verächtlich behandelt, Übles tun‘ – so soll der Weise aus Furcht dem Törichten fest geben. ‚Lieb ist er mir, lieb bin ich ihm‘ – so erwägend, soll der Verständige dem Freund so ungetrübt Gabe geben, unermüdlich. ‚Elend ist dieser und bittet, und schon mit wenig wird er zufrieden‘ – so soll man dem Armen aus Mitleid geben, in jeder Hinsicht. So ist die Gabe fünffach, mehrt Verdienst und Ruhm; nach Vermögen ist sie zu geben. So sagte Prajāpati.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ dānena vartatety āha tapasā caiva bhārata
Yudhiṣṭhira; man lebe von Gabe, sagt man, und von Askese, Bhārata (Nom./Instr./3.Sg.Perf./Instr./Vok.)
tad etan me manoduḥkhaṃ vyapoha tvaṃ pitāmaha
diesen Herzenskummer nimm mir, Großvater (Akk./Imp./Vok.)
lokā hy asaṃśayaṃ prāptā dānapuṇyaratair nṛpaiḥ
Welten sind zweifellos erlangt von den am Verdienst der Gabe erfreuten Königen (Nom.Pl./Part.Pass./Instr.Pl.)
śibir auśīnaraḥ prāṇān priyasya tanayasya ca
Śibi Auśīnara [gab] Leben und das des lieben Sohnes (Nom./Akk.Pl./Gen.)
pratardanaḥ kāśipatiḥ pradāya tanayaṃ svakam
Pratardana, Herr der Kāśis, nachdem er seinen Sohn gegeben hat (Nom./Abs./Akk.)
rantidevaś ca sāṃkṛtyo vasiṣṭhāya mahātmane
Rantideva Sāṃkṛtya dem hochherzigen Vasiṣṭha (Nom./Dat.)
bhagavān ambarīṣaś ca brāhmaṇāyāmitaujase
der erhabene Ambarīṣa dem Brahmanen von unermesslicher Kraft (Nom./Dat.)
nimī rāṣṭraṃ ca vaidarbhiḥ kanyāṃ dattvā mahātmane
Nimi das Reich, der Vaidarbha die Tochter gegeben habend (Nom./Akk./Abs.)
jāmadagnyaś ca viprāya bhūmiṃ dattvā mahāyaśāḥ
Jāmadagnya, hochberühmt, nachdem er einem Brahmanen die Erde gegeben (Nom./Dat./Akk./Abs.)
rājā mitrasahaś caiva madayantīṃ priyāṃ bhāryām
König Mitrasaha [gab] seine geliebte Gattin Madayantī (Nom./Akk.)
lomapādaś ca rājarṣiḥ śāntāṃ dattvā sutāṃ prabhuḥ
Lomapāda, der Königsweise, nachdem er Śāntā, die Tochter, gegeben (Nom./Akk./Abs.)
dattvā śatasahasraṃ tu gavāṃ rājā bhagīrathaḥ
König Bhagīratha, hunderttausend Kühe gegeben habend (Abs./Akk./Gen.Pl.)
teṣāṃ pratiṣṭhitā kīrtir yāvat sthāsyati medinī
ihr Ruhm steht fest, solange die Erde bestehen wird (Gen./Nom.f./Fut.)
dattvā tu satataṃ te 'stu kauravāṇāṃ dhuraṃdhara
stets geben möge es dir sein, Joch-Träger der Kauravas (Abs./Imp.)
dānaṃ katividhaṃ deyaṃ kiṃ tasya ca phalaṃ labhet
wie vielfach ist Gabe zu geben, welche Frucht erlangt man (Nom./Gerundiv/Opt.)
dharmād arthād bhayāt kāmāt kāruṇyād iti bhārata
aus Dharma, Nutzen, Furcht, Begierde, Mitleid, so, Bhārata (Abl.)
dānaṃ pañcavidhaṃ jñeyaṃ kāraṇair yair nibodha tat
die Gabe ist fünffach zu erkennen; die Gründe, aus denen, vernimm (Nom./Gerundiv/Instr.Pl./Imp.)
nāsyāhaṃ na madīyo 'yaṃ pāpaṃ kuryād vimānitaḥ
nicht sein bin ich, nicht mein ist dieser; er könnte, verachtet, Übles tun (Opt./Part.Pass.)
priyo me 'yaṃ priyo 'syāham iti saṃprekṣya buddhimān
lieb ist er mir, lieb bin ich ihm – so erwägend, der Verständige (Abs./Nom.)
dīnaś ca yācate cāyam alpenāpi hi tuṣyati
elend ist dieser, bittet und wird schon mit wenig zufrieden (Nom./3.Sg.Med./Instr.)
yathāśaktyā pradātavyam evam āha prajāpatiḥ
nach Vermögen ist zu geben, so sagte Prajāpati (Instr./Gerundiv/Perf.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe; Sprecherangaben stehen teils vor dem Schlussvers der vorangehenden Rede (z. B. Vers zu „morgen früh“). Unsichere Stellen mit [?]. Die Wort-für-Wort-Analyse ist wegen der Länge exemplarisch.

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