Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Anuśāsanaparva

Kapitel 22: aṣṭāvakrottaradiksamāgamaḥ Aṣṭāvakra, die nördliche Göttin und seine Heirat; Zusätze über Herkunft und Ehe

Fortsetzung der Aṣṭāvakra-Erzählung: Die Frau im Norden erklärt ihre Prüfung; Aṣṭāvakra kehrt zurück und heiratet die Tochter des Brahmanen. Es folgen umfangreiche Zusatzpassagen (Herkunft der Seher, Dialog über Ehe- und Sohnesrecht).

yudhiṣṭhira uvāca; na bibheti kathaṃ sā strī śāpasya paramadyuteḥ; kathaṃ nivṛtto bhagavāṃs tad bhavān prabravītu me

Yudhiṣṭhira sprach: „Wie fürchtet jene Frau den Fluch des überaus Strahlenden nicht? Wie ist der Erhabene davon abgekommen [von seinem Vorhaben zurückgekehrt]? Das sollst du, Herr, mir darlegen.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.)
na bibheti kathaṃ sā strī
wie fürchtet jene Frau nicht (3.Sg.Präs.)
śāpasya paramadyuteḥ
den Fluch des überaus Strahlenden (Gen.Sg.)
kathaṃ nivṛtto bhagavān
wie ist der Erhabene zurückgekehrt/abgestanden (Part.Perf.Pass., Nom.Sg.)
tad bhavān prabravītu me
das möge Euer Ehren mir darlegen (3.Sg.Imp.)

bhīṣma uvāca; aṣṭāvakro 'nvapṛcchat tāṃ rūpaṃ vikuruṣe katham; na cānṛtaṃ te vaktavyaṃ brūhi brāhmaṇakāmyayā

Bhīṣma sprach: Aṣṭāvakra fragte sie: „Wie verwandelst du deine Gestalt? Und Unwahres darfst du mir nicht sagen; sprich, aus Rücksicht auf den Brahmanen [d. h. mir zuliebe].“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
aṣṭāvakro 'nvapṛcchat tāṃ
Aṣṭāvakra fragte sie (Impf.)
rūpaṃ vikuruṣe katham
deine Gestalt verwandelst du wie? (2.Sg.Med.)
na cānṛtaṃ te vaktavyaṃ
und Unwahres ist von dir nicht zu sagen (Gerundiv)
brūhi brāhmaṇakāmyayā
sprich aus Rücksicht/Wunsch des Brahmanen (Imp.; Instr.)

stry uvāca; dyāvāpṛthivīmātraiṣā kāmyā brāhmaṇasattama; śṛṇuṣvāvahitaḥ sarvaṃ yad idaṃ satyavikrama

Die Frau sprach: „Dieser Wunsch [diese Begierde] reicht nur so weit wie Himmel und Erde [?], Bester der Brahmanen. Höre aufmerksam alles, was dies ist, du, dessen Tapferkeit in der Wahrheit liegt.“

Wort für Wort
stry uvāca
die Frau sprach
dyāvāpṛthivīmātrā eṣā kāmyā
dies Begehrenswerte/dieser Wunsch von der Weite nur von Himmel und Erde [?] (Nom.Sg.f.)
brāhmaṇasattama
Bester der Brahmanen (Vok.)
śṛṇuṣva avahitaḥ sarvaṃ
höre aufmerksam alles (Imp.Med.; Part.)
yad idaṃ satyavikrama
was dies ist, du von wahrer Tapferkeit (Vok.)

Erster Halbvers syntaktisch unsicher (kāmyā / dyāvāpṛthivīmātrā).

uttarāṃ māṃ diśaṃ viddhi dṛṣṭaṃ strīcāpalaṃ ca te; avyutthānena te lokā jitāḥ satyaparākrama

„Wisse, ich bin die nördliche Himmelsrichtung, und die Wankelmütigkeit der Frauen ist von dir erfahren worden. Durch dein Nicht-Abweichen [Standhaftigkeit] sind dir diese Welten gewonnen, du, dessen Tatkraft in der Wahrheit liegt.“

Wort für Wort
uttarāṃ māṃ diśaṃ viddhi
wisse, ich [bin] die nördliche Richtung (Imp.; Akk.)
dṛṣṭaṃ strīcāpalaṃ ca te
und die Wankelmütigkeit der Frauen ist von dir gesehen (Part.Pass.)
avyutthānena te lokāḥ
durch Nicht-Aufstehen/Nicht-Abweichen [sind] dir die Welten (Instr.; Nom.Pl.)
jitāḥ satyaparākrama
gewonnen, du von wahrer Kraft (Part.Pass.; Vok.)

jijñāseyaṃ prayuktā me sthirīkartuṃ tavānagha; sthavirāṇām api strīṇāṃ bādhate maithunajvaraḥ

„Diese Prüfung wurde von mir angesetzt, um dich zu festigen, Makelloser; denn selbst bei alten Frauen quält das Fieber der Begattung.“

Wort für Wort
jijñāsā iyaṃ prayuktā me
diese Prüfung ist von mir angewandt (Part.Pass.)
sthirīkartuṃ tava anagha
um dich zu festigen, Makelloser (Inf.; Vok.)
sthavirāṇām api strīṇām
selbst von alten Frauen (Gen.Pl.)
bādhate maithunajvaraḥ
quält das Fieber der Paarung (3.Sg.Med.)

aviśvasan na vyasanī nātisakto 'pravāsakaḥ; vidvān suśīlaḥ puruṣaḥ sadāraḥ sukham aśnute

Wer nicht [blind] vertraut, nicht dem Laster verfallen, nicht übermäßig anhänglich, nicht auf Reisen ist, gelehrt, von gutem Charakter, ein Mann mit Gattin: der genießt Glück.

Wort für Wort
aviśvasan na vyasanī
nicht [blind] vertrauend, nicht lasterhaft
na atisakto 'pravāsakaḥ
nicht übermäßig anhänglich, nicht auswärts weilend
vidvān suśīlaḥ puruṣaḥ
gelehrt, von gutem Wesen, ein Mann
sadāraḥ sukham aśnute
mit Gattin genießt Glück (3.Sg.Med.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; Sinn von aviśvasan (Part.) unsicher.

tuṣṭaḥ pitāmahas te 'dya tathā devāḥ savāsavāḥ; sa tvaṃ yena ca kāryeṇa saṃprāpto bhagavān iha

„Zufrieden ist heute dein Großvater, und ebenso die Götter mit Vāsava; und du, Erhabener, [bist] um welcher Angelegenheit willen hierher gekommen …“

Wort für Wort
tuṣṭaḥ pitāmahas te 'dya
zufrieden ist heute dein Großvater (Part.Pass.)
tathā devāḥ savāsavāḥ
und ebenso die Götter samt Vāsava (Indra)
sa tvaṃ yena ca kāryeṇa
du, um welcher Sache willen (Instr.)
saṃprāpto bhagavān iha
bist du, Erhabener, hierher gelangt (Part.Pass.)

preṣitas tena vipreṇa kanyāpitrā dvijarṣabha

„… [das weiß ich:] Du wurdest von jenem Brahmanen, dem Vater der Jungfrau, gesandt, Bester der Zweimalgeborenen.“

Wort für Wort
preṣitas tena vipreṇa
gesandt von jenem Brahmanen (Part.Pass.; Instr.)
kanyāpitrā
vom Vater der Jungfrau (Instr.)
dvijarṣabha
Stier unter den Zweimalgeborenen (Vok.)

nikṛtiḥ strī bhogaparā priyavādāpravāsanāt; rakṣyate ca kucelādyair aprasaṅgānuvartanaiḥ; aparvāsv aniṣiddhāsu rātriṣv apy anṛtau vrajet; rātrau ca nātiniyamo na vai hy aniyamo bhavet

Die Frau ist Trug, auf Genuss aus; sie wird bewacht durch freundliche Worte, durch Nicht-Verreisen [des Mannes?], durch schlechte Kleidung und dergleichen und durch Verhaltensweisen ohne Anhänglichkeit [?]. An Nicht-Parvan-Tagen, in nicht verbotenen Nächten mag er ihr auch außerhalb der fruchtbaren Zeit beiwohnen; und bei Nacht gebe es keine zu große Regel, doch soll es auch nicht Regellosigkeit sein.

Wort für Wort
nikṛtiḥ strī bhogaparā
die Frau [ist] Trug, auf Genuss aus
priyavādāpravāsanāt
durch liebe Worte und Nicht-Fortschicken [?]
rakṣyate ca kucelādyair
und sie wird bewacht durch schlechte Kleider usw.
aprasaṅgānuvartanaiḥ
durch Verhaltensweisen ohne [Nachgeben bei] Anhänglichkeit [?]
aparvāsv aniṣiddhāsu rātriṣv
an Nicht-Parvan-[Tagen], in nicht verbotenen Nächten (Lok.Pl.)
apy anṛtau vrajet
auch außerhalb der Fruchtbarkeitszeit gehe/nahe er (Opt.)
rātrau ca nātiniyamo
und bei Nacht [sei] keine übergroße Regel
na vai hy aniyamo bhavet
und keineswegs Regellosigkeit (Opt.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; stark verderbt, Sinn unsicher (Wörter wie kucelādyair, aprasaṅgānuvartanaiḥ).

tavopadeśaṃ kartuṃ vai tac ca sarvaṃ kṛtaṃ mayā

„… um deine Weisung auszuführen; und das alles ist von mir getan worden.“

Wort für Wort
tava upadeśaṃ kartuṃ vai
um deine Unterweisung auszuführen (Inf.)
tac ca sarvaṃ kṛtaṃ mayā
und all das ist von mir getan (Part.Pass.; Instr.)

kṣemī gamiṣyasi gṛhāñ śramaś ca na bhaviṣyati; kanyāṃ prāpsyasi tāṃ vipra putriṇī ca bhaviṣyati

„Wohlbehalten wirst du nach Hause gehen, und Mühsal wird dir nicht sein. Jene Jungfrau wirst du erlangen, Brahmane, und sie wird Söhne haben.“

Wort für Wort
kṣemī gamiṣyasi gṛhān
wohlbehalten wirst du nach Hause gehen (Fut.; Akk.Pl.)
śramaś ca na bhaviṣyati
und Mühe wird nicht sein (Fut.)
kanyāṃ prāpsyasi tāṃ vipra
jene Jungfrau wirst du erlangen, Brahmane (Fut.; Vok.)
putriṇī ca bhaviṣyati
und sie wird Söhne haben (Fut.)

kāmyayā pṛṣṭavāṃs tvaṃ māṃ tato vyāhṛtam uttaram; anatikramaṇīyaiṣā kṛtsnair lokais tribhiḥ sadā

„Aus Neugier hast du mich gefragt; darauf wurde die Antwort gesprochen. Diese [Antwort/Regel] ist von allen drei Welten stets nicht zu übergehen.“

Wort für Wort
kāmyayā pṛṣṭavān tvaṃ māṃ
aus Wunsch/Neugier hast du mich gefragt (Part.Perf.Akt.)
tato vyāhṛtam uttaram
darauf wurde die Antwort gesprochen
anatikramaṇīyā eṣā
diese ist nicht zu überschreiten (Gerundiv)
kṛtsnair lokais tribhiḥ sadā
von den gesamten drei Welten stets (Instr.Pl.)

gacchasva sukṛtaṃ kṛtvā kiṃ vānyac chrotum icchasi; yāvad bravīmi viprarṣe aṣṭāvakra yathātatham

„Geh, nachdem du Gutes getan hast; oder was willst du sonst noch hören? Ich sage es dir, Brahmanenseher Aṣṭāvakra, [so lange du willst,] der Wahrheit gemäß.“

Wort für Wort
gacchasva sukṛtaṃ kṛtvā
geh, nachdem du Gutes getan (Imp.Med.; Abs.)
kiṃ vā anyat śrotum icchasi
oder was anderes willst du hören? (Inf.)
yāvad bravīmi viprarṣe
so viel ich sage, Brahmanenseher (1.Sg.; Vok.)
aṣṭāvakra yathātatham
Aṣṭāvakra, der Wahrheit gemäß (Vok.; Adv.)

ṛṣiṇā prasāditā cāsmi tava hetor dvijarṣabha; tasya saṃmānanārthaṃ me tvayi vākyaṃ prabhāṣitam

„Vom Seher bin ich um deinetwillen besänftigt worden, Stier unter den Zweimalgeborenen; ihm zu Ehren wurde dir gegenüber das Wort gesprochen.“

Wort für Wort
ṛṣiṇā prasāditā ca asmi
und vom Seher bin ich besänftigt (Part.Pass.; Instr.)
tava hetor dvijarṣabha
um deinetwillen, Stier der Zweimalgeborenen (Abl./Gen.; Vok.)
tasya saṃmānanārtham
ihm zu Ehren (Adv.)
me tvayi vākyaṃ prabhāṣitam
von mir zu dir ist das Wort gesprochen (Part.Pass.)

Bezug von ṛṣiṇā (Aṣṭāvakra selbst oder anderer Seher) unklar.

śrutvā tu vacanaṃ tasyāḥ sa vipraḥ prāñjaliḥ sthitaḥ; anujñātas tayā cāpi svagṛhaṃ punar āvrajat

Nachdem er ihr Wort gehört hatte, stand jener Brahmane mit gefalteten Händen da; und von ihr entlassen, kehrte er wieder in sein Haus zurück.

Wort für Wort
śrutvā tu vacanaṃ tasyāḥ
nachdem er aber ihr Wort gehört (Abs.)
sa vipraḥ prāñjaliḥ sthitaḥ
stand jener Brahmane mit gefalteten Händen (Part.)
anujñātas tayā ca api
und auch von ihr entlassen (Part.Pass.)
svagṛhaṃ punar āvrajat
ging er wieder zum eigenen Haus zurück (Impf.)

gṛham āgamya viśrāntaḥ svajanaṃ pratipūjya ca; abhyagacchata taṃ vipraṃ nyāyataḥ kurunandana

Nach Hause gekommen, ausgeruht und seine Verwandten geehrt habend, trat er, Wonne der Kurus, dem Brahmanen [Vater der Jungfrau] ordnungsgemäß entgegen.

Wort für Wort
gṛham āgamya viśrāntaḥ
nach Hause gekommen, ausgeruht (Abs.; Part.)
svajanaṃ pratipūjya ca
und die eigenen Leute geehrt habend (Abs.)
abhyagacchata taṃ vipraṃ
er trat an jenen Brahmanen heran (Impf.Med.)
nyāyataḥ kurunandana
ordnungsgemäß, Freude der Kurus (Vok.)

pṛṣṭaś ca tena vipreṇa dṛṣṭaṃ tv etan nidarśanam; prāha vipraṃ tadā vipraḥ suprītenāntarātmanā

Und von jenem Brahmanen befragt, erzählte der Brahmane das Erlebte, dieses Beispiel [Erfahrung], dem Brahmanen mit sehr erfreutem Inneren.

Wort für Wort
pṛṣṭaś ca tena vipreṇa
und befragt von jenem Brahmanen (Part.Pass.)
dṛṣṭaṃ tu etat nidarśanam
dieses Gesehene, dieses Beispiel
prāha vipraṃ tadā vipraḥ
sprach da der Brahmane zum Brahmanen (Perf.)
suprītena antarātmanā
mit sehr erfreuter innerer Seele (Instr.)

bhavatāham anujñātaḥ prasthito gandhamādanam; tasya cottarato deśe dṛṣṭaṃ tad daivataṃ mahat

„Von dir entlassen, brach ich zum Gandhamādana auf; und in der Gegend nördlich davon wurde jene große Gottheit gesehen.“

Wort für Wort
bhavatā aham anujñātaḥ
von dir bin ich entlassen (Instr.; Part.Pass.)
prasthito gandhamādanam
aufgebrochen zum Gandhamādana (Part.Pass.)
tasya ca uttarato deśe
und nördlich davon in der Gegend (Adv.; Lok.)
dṛṣṭaṃ tad daivataṃ mahat
gesehen wurde jene große Gottheit (Part.Pass.)

tayā cāham anujñāto bhavāṃś cāpi prakīrtitaḥ; śrāvitaś cāpi tad vākyaṃ gṛham abhyāgataḥ prabho

„Und von ihr wurde ich entlassen, und auch du bist von ihr gepriesen worden; und dass ich dieses Wort gehört habe [dass sie mir jenes Wort hören ließ], [darauf] bin ich, Herr, nach Hause gekommen.“

Wort für Wort
tayā ca aham anujñātaḥ
und von ihr bin ich entlassen (Instr.)
bhavān ca api prakīrtitaḥ
und auch du bist gerühmt worden (Part.Pass.)
śrāvitaḥ ca api tad vākyaṃ
und ich bin dieses Wort hören gemacht worden (Kaus.Part.)
gṛham abhyāgataḥ prabho
nach Hause bin ich gekommen, Herr (Part.; Vok.)

tam uvāca tato vipraḥ pratigṛhṇīṣva me sutām; nakṣatratithisaṃyoge pātraṃ hi paramaṃ bhavān

Da sprach der Brahmane zu ihm: „Nimm meine Tochter an; denn bei der Verbindung von Sternbild und Mondtag bist du das beste Gefäß [der würdigste Empfänger].“

Wort für Wort
tam uvāca tato vipraḥ
zu ihm sprach da der Brahmane
pratigṛhṇīṣva me sutām
nimm meine Tochter an (Imp.Med.)
nakṣatratithisaṃyoge
bei der Verbindung von Sternbild und Mondtag (Lok.)
pātraṃ hi paramaṃ bhavān
denn das beste Gefäß [Empfänger] bist du

bhīṣma uvāca; aṣṭāvakras tathety uktvā pratigṛhya ca tāṃ prabho; kanyāṃ paramadharmātmā prītimāṃś cābhavat tadā

Bhīṣma sprach: Aṣṭāvakra sagte „So sei es“ und nahm, Herr, die Jungfrau an, der höchst dharmagesinnte, und wurde da erfreut.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
aṣṭāvakras tathā iti uktvā
Aṣṭāvakra, „so [sei es]“ gesagt habend (Abs.)
pratigṛhya ca tāṃ prabho
und sie angenommen habend, Herr (Abs.; Vok.)
kanyāṃ paramadharmātmā
die Jungfrau, der höchst Dharma-gesinnte
prītimān ca abhavat tadā
und war da erfreut (Impf.)

kanyāṃ tāṃ pratigṛhyaiva bhāryāṃ paramaśobhanām; uvāsa muditas tatra āśrame sve gatajvaraḥ

Nachdem er jene Jungfrau als seine überaus schöne Gattin angenommen hatte, wohnte er froh dort in seiner Einsiedelei, vom Fieber [der Sehnsucht/Sorge] befreit.

Wort für Wort
kanyāṃ tāṃ pratigṛhya eva
jene Jungfrau angenommen habend (Abs.)
bhāryāṃ paramaśobhanām
als Gattin, überaus schöne (Akk.)
uvāsa muditas tatra
wohnte froh dort (Perf.; Part.)
āśrame sve gatajvaraḥ
in seiner Einsiedelei, fieberfrei (Lok.; Bahuvrīhi)

yudhiṣṭhiraḥ; vaiśyayonyāṃ samutpannāḥ śūdrayonyāṃ tathaiva ca; brahmarṣaya iti proktāḥ purāṇā dvijasattamāḥ; katham etan mahārāja tattvaṃ śaṃsitum arhasi; bhīṣmaḥ; viruddham iha paśyāmi viyonau brāhmaṇo bhavet; alaṃ kautūhalenātra nibodha tvaṃ yudhiṣṭhira; śubhetaraṃ śubhaṃ vāpi na cintayitum arhasi; īśanty ātmana ity etad gatiś caiṣāṃ na sajjate; brahmabhūyāṃsa ity eva ṛṣayaḥ śruticoditāḥ; nindyā na caite rājendra pramāṇaṃ hi pramāṇinām; loko 'numanyate caitān pramāṇaṃ hy atra vai tapaḥ; evaṃ mahātmabhis tāta tapojñānasamanvitaiḥ; pravartitāni kāryāṇi pramāṇāny eva sattama; bhāryāś catasro rājendra brāhmaṇasya svadharmataḥ; brāhmaṇī kṣatriyā vaiśyā śūdrā ca bharatarṣabha; rājñāṃ tu kṣatriyā vaiśyā śūdrā ca bharatarṣabha; vaiśyasya vaiśyā vihitā śūdrā ca bharatarṣabha; śūdrasyaikā smṛtā bhāryā pratilome tu saṃkaraḥ; śūdrāyās tu naraśreṣṭha catvāraḥ patayaḥ smṛtāḥ; varṇottamāyās tu patiḥ savarṇas tv eka eva saḥ; dvau kṣatriyāyā vihitau brāhmaṇaḥ kṣatriyas tathā; vaiśyāyās tu naraśreṣṭha vihitāḥ patayas trayaḥ; savarṇaḥ kṣatriyaś caiva brāhmaṇaś ca viśāṃ pate; evaṃ vidhim anusmṛtya tatas te ṛṣibhiḥ purā; utpāditā mahātmānaḥ putrā brahmarṣayaḥ purā; purāṇābhyām ṛṣibhyāṃ tu mitreṇa varuṇena ca; vasiṣṭho 'tha tathāgastyo barhiṣadbhis tathaiva ca; kakṣīvān ārṣṭiṣeṇaś ca puruṣaḥ kakṣa eva ca; māmateyasya vai putrā gautamasyātmajāḥ smṛtāḥ; vatsapriyaś ca bhagavān sthūlaraśmis tathākṣaṇiḥ; gautamasyaiva tanayā ye dāsyāṃ janitā hy uta; kapiṃjalādo brahmarṣiś caṇḍālyām udapadyata; vainateyas tathā pakṣī turyāyāṃ ca vasiṣṭhataḥ; prasādāc ca vasiṣṭhasya śulkābhyupagamena ca; adṛśyantyāḥ pitā vaiśyo nāmnā citramukhaḥ purā; brāhmaṇatvam anuprāpto brahmarṣitvaṃ ca kaurava; vaiśyaś citramukhaḥ kanyāṃ vasiṣṭhatanayasya vai; śubhāṃ prādād yato jāto brahmarṣis tu parāśaraḥ; tathaiva dāśakanyāyāṃ satyavatyāṃ mahān ṛṣiḥ; parāśarāt prasūtaś ca vyāso yogamayo muniḥ; vibhaṇḍakasya mṛgyāṃ ca tapoyogātmako muniḥ; ṛśyaśṛṅgaḥ samutpanno brahmacārī mahāyaśāḥ; śāṅgaryāṃ ca mandapālasya catvāro brahmavādinaḥ; jātā brahmarṣayaḥ puṇyā yaiḥ stuto havyavāhanaḥ; droṇaś ca stambamitraś ca śārisṛkvaś ca buddhimān; jaritāriś ca vikhyātāś catvāraḥ sūryasaṃnibhāḥ; maharṣeḥ kālavṛkṣasya śakuntyām eva jajñivān; hiraṇyahasto bhagavān maharṣiḥ kāñcanaprabhaḥ; pāvakāt tāta saṃbhūtā manasā ca maharṣayaḥ; pitāmahasya rājendra pulastyapulahādayaḥ; savarṇaś cāpi rājarṣiḥ savarṇāyām ajāyata; mṛṇmayyāṃ bharataśreṣṭha ādityena vivasvatā; śāṇḍilyaś cāgnito jātaḥ kāśyapasyātmajaḥ prabhuḥ; śaradvataḥ śarastambāt kṛpaś ca kṛpayā saha; padmāc ca jajñe rājendra somapasya mahātmanaḥ; reṇuś ca reṇukā caiva rāmamātā yaśasvinī; yamunāyāṃ samudbhūtaḥ somakena mahātmanā; arkadatto mahān ṛṣiḥ prathitaḥ pṛthivītale; agner āhavanīyāc ca drupadasyendravarcasaḥ; dhṛṣṭadyumnaś ca saṃbhūto vedyāṃ kṛṣṇā ca bhārata; vyāghrayonyāṃ tato jātā vasiṣṭhasya mahātmanaḥ; ekonaviṃśatiḥ putrāḥ khyātā vyāghrapadādayaḥ; mandhaś ca bādalomaś ca jābāliś ca mahān ṛṣiḥ; manyuś caivopamanyuś ca setukarṇas tathaiva ca; ete cānye ca vikhyātāḥ pṛthivyāṃ gotratāṃ gatāḥ; viśvakāśasya rājarṣer aikṣvākos tu mahātmanaḥ; bālāśvo nāma putro 'bhūc chikhāṃ bhittvā viniḥsṛtaḥ; māndhātā caiva rājarṣir yuvanāśvena dhīmatā; svayaṃ dhṛto 'tha garbheṇa divyāstrabalasaṃyutaḥ; gaurikaś cāpi rājarṣiś cakravartī mahāyaśāḥ; bāhudāyāṃ samutpanno nadyāṃ rājñā subāhunā; bhūmeś ca putro narakaḥ saṃvartaś caiva puṣkalaḥ; adbhiś caiva mahātejā ṛṣir gārgyo hy ajāyata; ete cānye ca bahavo rājanyā brāhmaṇās tathā; prabhāvenābhisaṃbhūtā maharṣīṇāṃ mahātmanām; nāsādhyaṃ tapasā teṣāṃ vidyayātmaguṇaiḥ paraiḥ; asminn arthe ca manunā gītaḥ śloko narādhipa; dharmaṃ praṇayatā rājaṃs taṃ nibodha yudhiṣṭhira; ṛṣīṇāṃ ca nadīnāṃ ca sādhūnāṃ ca mahātmanām; prabhavo nādhigantavyaḥ strīṇāṃ duścaritasya ca; tan nātra cintā kartavyā maharṣīṇāṃ samudbhave; yathā sarvagato hy agnis tathā tejo mahātmasu

Yudhiṣṭhira [sprach]: „Aus Vaiśya-Schoß Geborene und ebenso aus Śūdra-Schoß werden als ‚Brahmanenseher‘ bezeichnet, [diese] alten Besten der Zweimalgeborenen. Wie [ist] das, großer König? Du solltest die Wahrheit darüber verkünden.“ Bhīṣma [sprach]: „Widersprüchlich erscheint es mir, dass hier einer aus [einem unpassenden] Schoß Brahmane würde. Genug der Neugier hierbei; höre, Yudhiṣṭhira. Ob Unheilvolles oder Heilvolles: darüber solltest du nicht grübeln. Sie sind Herren ihrer selbst; so ist es; ihr Weg haftet nicht [an Herkunft]. Als ‚reich an Brahman‘ [gelten] die Seher, von der Offenbarung [Śruti] her gelehrt. Sie sind nicht zu tadeln, Fürst der Könige, denn Maßstab ist [ihr Tun] für die, die Maßstab sind. Auch die Welt stimmt ihnen zu, denn hier ist die Askese der Maßstab. So sind, mein Lieber, von den Hochgesinnten, die mit Askese und Wissen begabt sind, Handlungen in Gang gesetzt worden; sie sind eben Maßstäbe, Bester. Vier Gattinnen, Fürst der Könige, stehen dem Brahmanen nach seinem eigenen Dharma zu: die Brahmanin, die Kṣatriyā, die Vaiśyā und die Śūdrā, Stier der Bharata. Den Königen aber [stehen zu] die Kṣatriyā, die Vaiśyā und die Śūdrā, Stier der Bharata; für den Vaiśya ist die Vaiśyā vorgesehen und die Śūdrā, Stier der Bharata; dem Śūdra gilt nur eine Gattin; bei umgekehrter Ordnung [pratiloma] entsteht Vermischung. Für die Śūdrā, Bester der Männer, gelten vier Gatten; für die [Frau] von höchstem Stand ist der Gatte einer, der Standesgleiche. Für die Kṣatriyā sind zwei vorgesehen, der Brahmane und ebenso der Kṣatriya; für die Vaiśyā aber, Bester der Männer, sind drei Gatten vorgesehen: der Standesgleiche, der Kṣatriya und der Brahmane, Herr der Leute. In Erinnerung an diese Regel haben die Seher einst hochgesinnte Söhne, Brahmanenseher, gezeugt. Von den beiden alten Sehern, von Mitra und Varuṇa, [stammen] Vasiṣṭha und Agastya; ebenso die Barhiṣads; Kakṣīvān, Ārṣṭiṣeṇa, Puruṣa und Kakṣa [gelten] als Söhne des Māmateya, als Nachkommen des Gautama; und der Erhabene Vatsapriya, Sthūlaraśmi und Akṣaṇi, [ferner] Söhne eben des Gautama, die von einer Sklavin gezeugt wurden. Kapiñjalāda, der Brahmanenseher, wurde von einer Caṇḍālī geboren; der Vogel Vainateya [?] ebenso von Vasiṣṭha aus einer Turyā [?]. Durch Vasiṣṭhas Gnade und durch die Annahme des Brautpreises [?] [wurde es so]: Der Vater der Adṛśyantī, ein Vaiśya namens Citramukha, erlangte einst Brahmanentum und Brahmanenseher-Stand, Kaurava. Der Vaiśya Citramukha gab dem Sohn Vasiṣṭhas seine schöne Tochter, von der der Brahmanenseher Parāśara geboren wurde; ebenso wurde in Satyavatī, der Tochter des Fischers, der große Seher Vyāsa, der Muni voll Yoga, von Parāśara gezeugt. Von Vibhaṇḍaka in einer Antilopenkuh wurde Ṛśyaśṛṅga geboren, der Muni, dessen Wesen Askese und Yoga ist, der Brahmacārin von großem Ruhm. Und von Mandapāla in Śārṅgī wurden vier Brahmavādins geboren, heilige Brahmanenseher, von denen der Opferträger [Agni] gepriesen wurde: Droṇa, Stambamitra, der kluge Śārisṛkva und Jaritāri, [alle] berühmt, vier, der Sonne gleich. Vom Maharṣi Kālavṛkṣa wurde in Śakuntī Hiraṇyahasta erzeugt, der erhabene Maharṣi von goldenem Glanz. Aus dem Feuer [Pāvaka], Lieber, und aus dem Geist wurden die Maharṣis geboren, Fürst der Könige, [nämlich] Pulastya, Pulaha usw. des Urahns [Brahmā]. Und Savarṇa, der Königsseher, wurde in Savarṇā geboren, in Mṛṇmayī, Bester der Bharata, von Āditya Vivasvat. Śāṇḍilya wurde aus Agni geboren, der mächtige Sohn Kāśyapas; Śaradvat aus einem Rohrbüschel und Kṛpa mit Kṛpā; aus einem Lotus wurde, Fürst der Könige, [ein Sohn] des hochgesinnten Somapa geboren; Reṇu und Reṇukā, die ruhmreiche Mutter Rāmas; in der Yamunā wurde vom hochgesinnten Somaka Arkadatta gezeugt, der große Seher, berühmt auf Erden. Aus dem Āhavanīya-Feuer wurde dem Drupada, der Indras Glanz besaß, Dhṛṣṭadyumna geboren, und Kṛṣṇā aus dem Altar, Bhārata. Dann wurden dem hochgesinnten Vasiṣṭha in einem Tigerschoß neunzehn Söhne geboren, berühmt mit Vyāghrapada an der Spitze. Mandha, Bādaloman und der große Seher Jābāli, Manyu, Upamanyu und Setukarṇa: diese und andere Berühmte wurden auf Erden zu Ahnherren von Geschlechtern [gotra]. Dem Aikṣvāka-Königsseher Viśvakāśa, dem Hochgesinnten, wurde ein Sohn namens Bālāśva geboren, der [aus dem Kopf] den Haarschopf spaltend hervortrat; und Māndhātṛ, der Königsseher, wurde vom klugen Yuvanāśva selbst im Leib getragen, mit der Kraft göttlicher Waffen begabt; und Gaurika, der Königsseher, Weltherrscher von großem Ruhm, wurde in der Flussfrau Bāhudā vom König Subāhu gezeugt; und der Sohn der Erde [Bhūmi] war Naraka, Saṃvarta und Puṣkala; und aus Wassern wurde der überaus glänzende Seher Gārgya geboren. Diese und viele andere, Fürsten [rājanya] wie Brahmanen, sind durch die Macht hochgesinnter Maharṣis entstanden. Nichts ist für sie durch Askese, Wissen und höchste eigene Vorzüge unmöglich. Und in dieser Sache wurde von Manu, als er den Dharma leitete, ein Vers gesungen, Herrscher der Menschen; den vernimm, Yudhiṣṭhira: ‚Den Ursprung der Seher, der Flüsse, der Guten und der Hochgesinnten soll man nicht erforschen, ebenso wenig das Fehlverhalten der Frauen. Deshalb ist hier keine Sorge zu hegen über die Entstehung der Maharṣis; wie das Feuer allgegenwärtig ist, so ist es die Glut in den Hochgesinnten.‘“

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ vaiśyayonyāṃ samutpannāḥ
Yudhiṣṭhira [fragt]: aus Vaiśya-Schoß Geborene (Nom.Pl.)
śūdrayonyāṃ tathā eva ca
und ebenso aus Śūdra-Schoß
brahmarṣayaḥ iti proktāḥ purāṇā dvijasattamāḥ
als Brahmanenseher bezeichnet, alte Beste der Zweimalgeborenen (Part.Pass.)
katham etat mahārāja tattvaṃ śaṃsitum arhasi
wie das, großer König? die Wahrheit sollst du verkünden (Inf.)
bhīṣmaḥ viruddham iha paśyāmi
Bhīṣma: Widersprüchliches sehe ich hier (1.Sg.Präs.)
viyonau brāhmaṇo bhavet
dass einer aus unpassendem Schoß Brahmane würde (Opt.)
alaṃ kautūhalena atra nibodha tvaṃ yudhiṣṭhira
genug der Neugier hier; höre du, Yudhiṣṭhira (Imp.)
śubhetaraṃ śubhaṃ vā api na cintayitum arhasi
Heilvolles oder Unheilvolles sollst du nicht erwägen (Inf.)
īśanty ātmana ity etad gatiś ca eṣāṃ na sajjate
sie herrschen über sich; ihr Weg haftet nicht (3.Pl.Präs.; 3.Sg.Pass.)
brahmabhūyāṃsa ity eva ṛṣayaḥ śruticoditāḥ
„reich an Brahman“ [gelten] die Seher, von der Śruti gelehrt
nindyā na ca ete rājendra pramāṇaṃ hi pramāṇinām
nicht zu tadeln sind diese, Fürst; denn Maßstab ist es für Maßgebende
loko 'numanyate ca etān pramāṇaṃ hy atra vai tapaḥ
die Welt billigt sie, denn hier ist die Askese Maßstab
evaṃ mahātmabhis tāta tapojñānasamanvitaiḥ
so von Hochgesinnten, mein Lieber, mit Askese und Wissen Begabten (Instr.Pl.)
pravartitāni kāryāṇi pramāṇāny eva sattama
Handlungen wurden in Gang gesetzt; sie sind eben Maßstäbe, Bester
bhāryāś catasro rājendra brāhmaṇasya svadharmataḥ
vier Gattinnen, Fürst, [hat] der Brahmane nach eigenem Dharma
brāhmaṇī kṣatriyā vaiśyā śūdrā ca bharatarṣabha
Brahmanin, Kṣatriyā, Vaiśyā und Śūdrā, Stier der Bharata
rājñāṃ tu kṣatriyā vaiśyā śūdrā ca
für Könige aber Kṣatriyā, Vaiśyā und Śūdrā
vaiśyasya vaiśyā vihitā śūdrā ca
für den Vaiśya ist Vaiśyā und Śūdrā vorgesehen (Part.Pass.)
śūdrasya ekā smṛtā bhāryā pratilome tu saṃkaraḥ
für den Śūdra gilt eine Gattin; bei umgekehrter Ordnung Vermischung
śūdrāyās tu naraśreṣṭha catvāraḥ patayaḥ smṛtāḥ
für die Śūdrā vier Gatten gelten
varṇottamāyās tu patiḥ savarṇas tv eka eva saḥ
für die von höchstem Stand ist der Gatte der Standesgleiche, nur einer
dvau kṣatriyāyā vihitau brāhmaṇaḥ kṣatriyas tathā
zwei für die Kṣatriyā: Brahmane und Kṣatriya
vaiśyāyās tu naraśreṣṭha vihitāḥ patayas trayaḥ
für die Vaiśyā drei Gatten vorgesehen
savarṇaḥ kṣatriyaś ca eva brāhmaṇaś ca viśāṃ pate
der Gleichstandige, Kṣatriya und Brahmane, Herr der Leute
evaṃ vidhim anusmṛtya tatas te ṛṣibhiḥ purā
diese Regel bedenkend, [zeugten] daraufhin die Seher einst
utpāditā mahātmānaḥ putrā brahmarṣayaḥ purā
hochgesinnte Söhne, Brahmanenseher, zeugten sie (Part.Pass.)
purāṇābhyām ṛṣibhyāṃ tu mitreṇa varuṇena ca
von den beiden alten Sehern Mitra und Varuṇa (Dual/Instr.)
vasiṣṭho 'tha tathā agastyo barhiṣadbhis tathā eva ca
Vasiṣṭha, Agastya und die Barhiṣads
kakṣīvān ārṣṭiṣeṇaś ca puruṣaḥ kakṣa eva ca
Kakṣīvān, Ārṣṭiṣeṇa, Puruṣa und Kakṣa
māmateyasya vai putrā gautamasya ātmajāḥ smṛtāḥ
Söhne des Māmateya, als Kinder des Gautama geltend
vatsapriyaś ca bhagavān sthūlaraśmis tathā akṣaṇiḥ
Vatsapriya, Sthūlaraśmi und Akṣaṇi
gautamasya eva tanayā ye dāsyāṃ janitā hy uta
Söhne Gautamas, die von einer Sklavin gezeugt wurden
kapiṃjalādo brahmarṣiś caṇḍālyām udapadyata
Kapiñjalāda wurde von einer Caṇḍālī geboren (Impf.Med.)
vainateyas tathā pakṣī turyāyāṃ ca vasiṣṭhataḥ
der Vogel Vainateya, in Turyā, von Vasiṣṭha [?]
prasādāc ca vasiṣṭhasya śulkābhyupagamena ca
durch Vasiṣṭhas Gnade und Annahme des Brautpreises [?]
adṛśyantyāḥ pitā vaiśyo nāmnā citramukhaḥ purā
Adṛśyantīs Vater, ein Vaiśya namens Citramukha, einst
brāhmaṇatvam anuprāpto brahmarṣitvaṃ ca kaurava
erlangte Brahmanentum und Seherstand, Kaurava
vaiśyaś citramukhaḥ kanyāṃ vasiṣṭhatanayasya vai
der Vaiśya Citramukha gab dem Sohn Vasiṣṭhas die Tochter
tathā eva dāśakanyāyāṃ satyavatyāṃ mahān ṛṣiḥ parāśarāt
ebenso in der Fischertochter Satyavatī von Parāśara der große Seher Vyāsa (weitere Namenslisten im Text folgen)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe; sehr lange Namenslisten. Die Wort-für-Wort-Liste ist wegen der Länge nur auf Halbvers-/Satzebene und nur für den ersten Teil ausgeführt; einzelne Namen (z. B. Vainateya, Turyā) unsicher.

yudhiṣṭhiraḥ; putraiḥ kathaṃ mahārāja puruṣas tārito bhavet; yāvan na labdhavān putram aphalaḥ puruṣo nṛpa; bhīṣmaḥ; atrāpy udāharantīmam itihāsaṃ purātanam; nāradena purā gītaṃ mārkaṇḍeyāya pṛcchate; parvataṃ nāradaṃ caiva asitaṃ devalaṃ ca tam; āraṇeyaṃ ca raibhyaṃ ca etān atrāgatān purā; gaṅgāyamunayor madhye bhogavatyāḥ samāgame; dṛṣṭvā pūrvaṃ samāsīnān mārkaṇḍeyo 'bhyagacchata; ṛṣayas tu muniṃ dṛṣṭvā samutthāyonmukhāḥ sthitāḥ; arcayitvārhato vipraṃ kiṃ kurma iti cābruvan; mārkaṇḍeyaḥ; ayaṃ samāgamaḥ sadbhir yatnenāsādito mayā; atra prāpsyāmi dharmāṇām ācārasya ca niścayam; ṛjuḥ kṛtayuge dharmas tasmin kṣīṇe vimuhyati; yuge yuge maharṣibhyo dharmam icchāmi veditum; ṛṣibhir nāradaḥ prokto brūhi yatrāsya saṃśayaḥ; dharmādharmeṣu tattvajña tvaṃ hi cchettāsi saṃśayān; ṛṣibhyo 'numataṃ vākyaṃ niyogān nārado 'bravīt; sarvadharmārthatattvajñaṃ mārkaṇḍeyaṃ tato 'bravīt; dīrghāyo tapasā dīpta vedavedāṅgatattvavit; yatra te saṃśayo brahman samutpannaḥ sa ucyatām; dharmaṃ lokopakāraṃ vā yac cānyac chrotum icchasi; mārkaṇḍeyaḥ; tad ahaṃ kathayiṣyāmi brūhi tvaṃ sumahātapaḥ; yuge yuge vyatīte 'smin dharmasetuḥ praṇaśyati; nāradaḥ; kathaṃ dharmacchalenāhaṃ prāpnuyām iti me matiḥ; āsīd dharmaḥ purā vipra catuṣpādaḥ kṛte yuge; tato hy adharmaḥ kālena prasūtaḥ kiṃ cid unnataḥ; tatas tretāyugaṃ nāma pravṛttaṃ dharmadūṣaṇam; tasmin vyatīte saṃprāptaṃ tṛtīyaṃ dvāparaṃ yugam; tadā dharmasya dvau pādāv adharmo nāśayiṣyati; dvāpare tu parikṣīṇe nandike samupasthite; lokavṛttaṃ ca dharmaṃ ca ucyamānaṃ nibodha me; caturthaṃ nandikaṃ nāma dharmapādāv aśeṣataḥ; tataḥprabhṛti jāyante kṣīṇaprajñāyuṣo narāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; kṣīṇaprāṇadhanā loke dharmācārabahiṣkṛtāḥ; evaṃ vilulite dharme loke cādharmasaṃyute; nāradaḥ; cāturvarṇyasya niyataṃ havyakavyaṃ niyacchati; mantrapūtaṃ sadā havyaṃ kavyaṃ caiva na naśyati; pratigṛhṇanti tad devā dātur nyāyāt prayacchataḥ; sattvayuktaṃ ca dātā ca sarvān kāmān avāpnuyāt; mārkaṇḍeyaḥ; avāptakāmaḥ svarge ca mahīyeta yathepsitam; catvāro hy atha ye varṇā havyakavyaṃ pradāsyate; nāradaḥ; mantrahīnam apanyāyaṃ teṣāṃ dattaṃ kva gacchati; asurān gacchate dattaṃ viprai rakṣāṃsi kṣatriyaiḥ; mārkaṇḍeyaḥ; vaiśyaiḥ pretāni vai dattaṃ śūdrair bhūtāni gacchati; atha varṇāvare jātāś cāturvarṇyāpadeśinaḥ; nāradaḥ; dāsyanti havyakavyāni teṣāṃ dattaṃ kva gacchati; varṇāvarāṇāṃ bhūtānāṃ havyakavyapradātṛṇām; naiva devā na pitaraḥ pratigṛhṇanti tat svayam; yātudhānāḥ piśācāś ca bhūtā ye cāpi nairṛtāḥ; teṣāṃ sā vihitā vṛttiḥ pitṛdaivatanirgatā; teṣāṃ sarvapradātṝṇāṃ havyakavyaṃ samāhitāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; yat prayacchanti vidhivat tad vai bhuñjanti devatāḥ; śrutaṃ varṇāvare dattaṃ havyaṃ kavyaṃ ca nārada; nāradaḥ; saṃprayoge ca putrāṇāṃ kanyānāṃ ca bravīhi me; kanyāpradānaṃ putrāṇāṃ strīṇāṃ saṃyogam eva ca; ānupūrvyān mayā samyag ucyamānaṃ nibodha me; jātamātrā tu dātavyā kanyakā sadṛśe vare; kāladattāsu kanyāsu pitā dharmeṇa yujyate; yas tu puṣpavatīṃ kanyāṃ bāndhavo na prayacchati; māsi māsi gate bandhus tasyā bhrauṇaghnyam āpnute; yas tu kanyāṃ gṛhe rundhyād grāmyair bhogair vivarjitām; avadhyātaḥ sa kanyāyā bandhuḥ prāpnoti bhrūṇahām; dūṣitā pāṇimātreṇa mṛte bhartari dārikā; saṃskāraṃ labhate nārī dvitīye sā punaḥ patau; punar bhūr nāma sā kanyā saputrā havyakavyadā; mārkaṇḍeyaḥ; adūṣyā sā prasūtīṣu prajānāṃ dārakarmaṇi; yā tu kanyā prasūyeta garbhiṇī yā tu vā bhavet; atha dārakriyāṃ bhūyaḥ sā bhajed ṛṣisattama; nāradaḥ; tattvārthaniścitaṃ śabdaṃ kanyakā nayate 'gnaye; tasmāt kurvanti vai bhāvaṃ kumāryas tā na kanyakāḥ; brahmahatyātribhāgena garbhādhānaviśodhitām; mārkaṇḍeyaḥ; gṛhṇīyāt tāṃ caturbhāgaṃ viśuddhāṃ sarjanāt punaḥ; kathaṃ kanyāsu ye jātā bandhūnāṃ dūṣitāḥ sadā; kasya te havyakavyāni pradāsyanti mahāmune; nāradaḥ; kanyāyās tu pituḥ putrāḥ kānīnā havyakavyadāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; antarvatnyās tu yaḥ pāṇiṃ gṛhṇīyāt sa sahoḍhajaḥ; atha yenāhito garbhaḥ kanyāyāṃ tatra nārada; nāradaḥ; kathaṃ putraphalaṃ tasya bhaved etat pracakṣva me; dharmācāreṣu te nityaṃ dūṣakāḥ kṛtaśodhanāḥ; bījaṃ ca naśyate teṣāṃ moghaceṣṭā bhavanti te; mārkaṇḍeyaḥ; atha kā cid bhavet kanyā krītā dattā hṛtāpi vā; nāradaḥ; kathaṃ putrakṛtaṃ tasyās tad bhaved ṛṣisattama; krītā dattā hṛtā caiva yā kanyā pāṇivarjitā; kaumārī nāma sā bhāryā prasaved aurasān sutān; mārkaṇḍeyaḥ; na patyarthe śubhā proktā tatkarmaṇy aparājite; kena maṅgalakṛtyeṣu viniyujyanti kanyakāḥ; nāradaḥ; etad icchāmi vijñātuṃ tattveneha mahāmune; nityaṃ nivasate lakṣmīḥ kanyakāsu pratiṣṭhitā; śobhanā śubhayogyā ca pūjyā maṅgalakarmasu; ākarasthaṃ yathā ratnaṃ sarvakāmaphalopagam; tathā kanyā mahālakṣmīḥ sarvalokasya maṅgalam; evaṃ kanyā parā lakṣmī ratis toṣaś ca dehinām; mahākulānāṃ cāritraṃ vṛttena nikaṣopalam; ānayitvā svakād varṇāt kanyakāṃ yo bhajen naraḥ; dātāraṃ havyakavyānāṃ putrakaṃ sā prasūyate; sādhvī kulaṃ vardhayati sādhvī puṣṭir gṛhe parā; mārkaṇḍeyaḥ; sādhvī lakṣmī ratiḥ sākṣāt pratiṣṭhā saṃtatis tathā; śrutaṃ bahuvidhaṃ vṛttaṃ kanyakānāṃ mahāmate; icchāmi yoṣitāṃ śrotuṃ dharmādharmaṃ parigrahe; nāradaḥ; aṣṭau bhāryāgamā dharmyā narāṇāṃ dārakarmaṇi; pretyeha ca hitā yās tu saputrā havyakavyadāḥ; sādhvī pāṇigṛhītā yā kaumārī pāṇivarjitā; bhrātṛbhāryā svabhāryeti prasūyet putram aurasam; mārkaṇḍeyaḥ; trayo bhāryāgamā jñātā yatra dharmo na naśyati; nāradaḥ; pañcānyāḥ paścimā brūhi bhāryās tāsāṃ ca ye sutāḥ; sagotrabhāryā krītā ca parabhāryā ca kāritā; gatāgatā ca yā bhāryā āśramād āhṛtā ca yā; ete bhāryāgamāḥ pañca punar bhāryā bhavanti yāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; etā bhāryā nṛṇāṃ gamyās tatputrā havyakavyadāḥ; śrutā bhāryāś ca putrāś ca vistareṇa mahāmune; nāradaḥ; āśramasthāḥ kathaṃ nāryo na duṣyantīti brūhi me; āśramasthāsu nārīṣu bāndhavatvaṃ praṇaśyati; naṣṭavaṃśyā bhavanty etā bandhūnām atha bhartṛṇām; paradārā muktadoṣās tā nāryo ''śramasaṃsthitāḥ; svayam īśāḥ svadehānāṃ kāmyās tadgatamānasāḥ; evaṃ nāryo na duṣyanti narāṇāṃ tatprasūtiṣu; dharmapatnyo bhavanty etāḥ saputrā havyakavyadāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; parasya bhāryā yā pūrvaṃ mṛte bhartari yā punaḥ; nāradaḥ; anyaṃ bhajati bhartāraṃ sasutā asutā katham; asūtā vā prasūtā vā gṛhasthānāṃ parastriyaḥ; parāmṛṣṭeti tā varjyā dharmācāreṣu dūṣitāḥ; na cāsāṃ havyakavyāni pratigṛhṇanti devatāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; yas tāsu janayet putrān na taiḥ putram avāpnuyāt; parakṣetreṣu yo bījaṃ cāpalyād visṛjen naraḥ; nāradaḥ; kathaṃ putraphalaṃ tasya bhavet tad ṛṣisattama; asvāmike parakṣetre yo naro bījam utsṛjet; svayaṃvṛtto ''śramasthāyāṃ tad bījaṃ na vinaśyati; parakṣetreṣu yo bījaṃ naro darpāt samutsṛjet; kṣetrikasyaiva tad bījaṃ na bījī labhate phalam; nātaḥ param adharmyaṃ cāpy ayaśasyaṃ tathottaram; garbhādīnāṃ ca bahubhis tāś ca tyājyāḥ sameṣv api; mārkaṇḍeyaḥ; atha ye paradāreṣu putrā jāyanti nārada; nāradaḥ; kasya te bandhudāyādā bhavanti paramadyute; paradāreṣu jāyete dvau putrau kuṇḍagolakau; jīvaty atha patau kuṇḍo mṛte bhartari golakaḥ; te ca jātāḥ parakṣetre dehināṃ pretya ceha ca; dattāni havyakavyāni nāśayanty atha dātṛṇām; pitur hi narakāyaite golakas tu viśeṣataḥ; mārkaṇḍeyaḥ; caṇḍālatulyau tajjau hi paratreha ca naśyataḥ; kasya te garhitāḥ putrāḥ pitṝṇāṃ havyakavyadāḥ; nāradaḥ; yasya kṣetre prasūyante yo vā tāñ janayet sutān; kṣetrikaś caiva bījī ca dvāv etau nirayaṃ gatau; na rakṣati hi yo dārān paradārāṃś ca gacchati; garhitās te narā nityaṃ dharmācārabahiṣkṛtāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; kuṇḍo bhoktā ca bhojī ca kutsitāḥ pitṛdaivataiḥ; tathaite garhitāḥ putrā havyakavyāni nārada; nāradaḥ; kasya nityaṃ prayacchanti dharmo vā teṣu kiṃ phalam; yātudhānāḥ piśācāś ca pratigṛhṇanti tair hutam; havyaṃ kavyaṃ ca tair dattaṃ ye ca bhūtā niśācarāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; atha te rākṣasāḥ prītāḥ kiṃ prayacchanti dātṛṇām; nāradaḥ; kiṃ vā dharmaphalaṃ teṣāṃ bhavet tad ṛṣisattama; na dattaṃ naśyate kiṃ cit sarvabhūteṣu dātṛṇām; mārkaṇḍeyaḥ; pretya ceha ca tāṃ puṣṭim upāśnanti pradāyinaḥ; atha golakakuṇḍābhyāṃ saṃtatir yā bhaviṣyati; tayor ye bāndhavāḥ ke cit pradāsyanti kathaṃ nu tat; nāradaḥ; sādhvījātāḥ sutās teṣāṃ tāṃ vṛttim anutiṣṭhatām; prīṇanti pitṛdaivatyaṃ havyakavyasamāhitāḥ; evaṃ golakakuṇḍābhyāṃ ye ca varṇāpadeśinaḥ; havyaṃ kavyaṃ ca śuddhānāṃ pratigṛhṇanti devatāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; śrutaṃ narāṇāṃ cāpalyaṃ parastrīṣu prajāyatām; nāradaḥ; pramadānāṃ tu cāpalye doṣam icchāmi veditum; ekavarṇe 'pi doṣaṃ tu gamanaṃ pūrvakālikam; dhātā ca samanujñāto viṣṇunā tat tathākarot; bhagaliṅge mahāprājña pūrvam eva prajāpatiḥ; sasarja tābhyāṃ saṃyogam anujñātaś cakāra saḥ; atha viṣṇuprasādena bhago dattavaraḥ kila; tena caiva prasādena sarvāṃl lokān upāśnute; tasmāt tu puruṣe doṣo hy adhiko nātra saṃśayaḥ; vinā garbhaṃ savarṇeṣu na tyājyā gamanāt striyaḥ; prāyaścittaṃ yathānyāyaṃ daṇḍaṃ kuryāt sa paṇḍitaḥ; śvabhir vā daśanaṃ snānaṃ savanatritayaṃ niśi; bhūmau ca bhasmaśayanaṃ dānaṃ bhogavivarjitam; doṣagauravataḥ kālo dravyagauravam eva ca; maryādā sthāpitā pūrvam iti tīrthāntaraṃ gate; tad yoṣitāṃ tu dīrghāyo nāsti doṣo vyatikrame; bhagastīrthāntare śuddho viṣṇos tu vacanād iha; rakṣyāś caivānyasaṃvādair anyagehād vimokṣaṇaiḥ; āsāṃ śuddhau viśeṣeṇa karmaṇāṃ phalam aśnute; naitā vācyā na vai vadhyā na kleśyāḥ śubham icchatā; viṣṇuprasādād ity eva bhagastīrthāntaraṃ gataḥ; māsi māsi rajas tāsāṃ duṣkṛtāny apakarṣati; striyas toṣakarā nṝṇāṃ striyas tuṣṭipradāḥ sadā; mārkaṇḍeyaḥ; putrasetupratiṣṭhāś ca striyo loke mahādyute; śrutaṃ balaṃ prabhāvaś ca yoṣitāṃ munisattama; nāradaḥ; ekasya bahubhāryasya dharmam icchāmi veditum; bahubhāryāsu saktasya nārībhogeṣu dehinaḥ; ṛtau vimucyamānasya sāṃnidhye bhrūṇahā smṛtaḥ; vṛddhāṃ vandhyāṃ suvratāṃ ca mṛtāpatyām apuṣpiṇīm; kanyāṃ ca bahuputrāṃ ca varjayan mucyate bhayāt; vyādhito bandhanastho vā pravāseṣv atha parvasu; ṛtukāleṣu nārīṇāṃ bhrūṇahatyāṃ pramuñcati; mārkaṇḍeyaḥ; veśanārīṣu vai jātāḥ parapreṣyāsu vā sutāḥ; nāradaḥ; kasya te bandhudāyādā bhavanti hi mahāmune; paṇyastrīṣu prasūtā ye yasya strī tasya te sutāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; krayāc ca kṛtrimāḥ putrāḥ pradānāc caiva datrimāḥ; paṇyanārīṣv aniyataḥ puṃso 'rtho vartate dhruvam; atra cāhitagarbhāyāḥ kasya putraṃ vadanti tam; nāradaḥ; tīrthabhūtāsu nārīṣu jñāyate yo 'bhigacchati; mārkaṇḍeyaḥ; ṛtau tasya bhaved garbho yaṃ vā nārī na śaṅkate; narāṇāṃ tyajatāṃ bhāryāṃ kāmakrodhād guṇānvitām; nāradaḥ; aprasūtāṃ prasūtāṃ vā teṣāṃ pṛcchāmi niṣkṛtim; apāpāṃ tyajamānasya sādhvīṃ matvaivam āditaḥ; ātmavaṃśaḥ svadharmo vā tyajato niṣkṛtir na tu; yo naras tyajate bhāryāṃ puṣpiṇīm aprasūtikām; sa naṣṭavaṃśaḥ pitṛbhir yuktas tyajyeta daivataiḥ; bhāryām apatyasaṃjātāṃ prasūtāṃ putrapautriṇīm; putradāraparityāgī na saṃprāpnoti niṣkṛtim; evaṃ hi bhāryāṃ tyajatāṃ narāṇāṃ nāsti niṣkṛtiḥ; mārkaṇḍeyaḥ; nārhanti pramadās tyaktuṃ putrapautrapratiṣṭhitāḥ; kīdṛśīṃ saṃtyajan bhāryāṃ naro doṣair na lipyate; nāradaḥ; etad icchāmi tattvena vijñātum ṛṣisattama; mokṣadharmasthitānāṃ tu anyonyam anujānatām; bhāryāpatīnāṃ muktānām adharmo na vidhīyate; anyasaṅgāṃ gatāpatyāṃ śūdragāṃ paragāminīm; parīkṣya tyajamānānāṃ narāṇāṃ nāsti pātakam; pātake 'pi tu bhartavyau dvau tu mātā pitā tathā; mārkaṇḍeyaḥ; bhāryāyāṃ vyabhicāriṇyāṃ narasya tyajato ruṣā; nāradaḥ; kathaṃ dharmo 'py adharmo vā bhavatīha mahāmate; anṛte 'pi hi satye vā yo nārīṃ dūṣitāṃ tyajet; arakṣamāṇaḥ svāṃ bhāryāṃ naro bhavati bhrūṇahā; apatyahetor yā nārī bhartāram atilaṅghayet; lolendriyeti sā rakṣyā na saṃtyājyā kathaṃ cana; nadyaś ca nāryaś ca samasvabhāvā; naitāḥ praduṣyanti narāvagāḍhāḥ; srotāṃsi nadyā vahate nipātaṃ; nārī rajobhiḥ punar eti śaucam; evaṃ nāryo na duṣyanti vyabhicāre 'pi bhartṛṇām; māsi māsi bhavet tyāgas tataḥ śuddhā bhavanty uta; mārkaṇḍeyaḥ; kāni tīrthāni bhagavan nṛṇāṃ dehāśritāni vai; tāni vai śaṃsa bhagavan yāthātathyena pṛcchataḥ; sarvatīrtheṣu tīrthajña kiṃ tīrthaṃ paramaṃ nṛṇām; yatropaspṛśya pūtātmā naro bhavati nityaśaḥ; nāradaḥ; devarṣipitṛtīrthāni brāhmaṃ madhye 'tha vaiṣṇavam; nṛṇāṃ tīrthāni pañcāhuḥ pāṇau saṃnihitāni vai; ādyatīrthaṃ tu tīrthānāṃ vaiṣṇavo bhāga ucyate; yatropaspṛśya varṇānāṃ caturṇāṃ vardhate kulam; mārkaṇḍeyaḥ; pitṛdaivatakāryāṇi vardhante pretya ceha ca; narāṇāṃ kāmavṛttānāṃ yā nāryo niravagrahāḥ; yāsām abhigraho nāsti tā me kathaya nārada; nāradaḥ; vāgur veśyā naṭī gopī tāntukī tunnavāyikī; mārkaṇḍeyaḥ; nārī kirātī śabarī nartakī cānabhigrahā; etāsu jātā nārīṣu sarvavarṇeṣu ye sutāḥ; nāradaḥ; teṣu ke bandhudāyādā bhavanti ṛṣisattama; ya etāḥ parigṛhṇanti teṣām eva hi te sutāḥ; sarvatra tu pravṛttāsu bījaṃ naśyati dehinām; mārkaṇḍeyaḥ; sarvastrīṣu pravṛttāś ca sādhuvedavivarjitāḥ; mānavāḥ kāṇḍapṛṣṭhāś ca vedamantrabahiṣkṛtāḥ; niyuktā havyakavyeṣu teṣāṃ dattaṃ kathaṃ bhavet; nāradaḥ; nārhanti havyakavyāni sāvitrīvarjitā dvijāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; vrātyeṣv annapradānaṃ tad yathā śūdreṣu vai tathā; dharmeṣv adhikṛtānāṃ tu narāṇāṃ muhyate manaḥ; nāradaḥ; kathaṃ nu vighno bhavati etad icchāmi veditum; arthāś ca nāryaś ca samānam etac; chreyāṃsi puṃsām iha mohayanti; ratipramodāt pramadā haranti; bhogair dhanaṃ cāpy upahanti dharmān; havyaṃ kavyaṃ ca dharmātmā sarvaṃ tac chrotriyo 'rhati; mārkaṇḍeyaḥ; dattaṃ hi śrotriye sādhau jvalitāgnāv ivāhutiḥ; śrotriyāṇāṃ kule jātā vedārthaviditātmanām; nāradaḥ; hitvā kasmāt trayīṃ vidyāṃ vārtāṃ vṛttim upāśritāḥ; cāturvarṇyaṃ purā nyastaṃ suvidvatsu dvijātiṣu; tasmād varṇaiḥ saṃvibhajyā vṛttiḥ saṃkaravarjitā; ye cānye śrotriyāj jātāḥ saṃskṛtāḥ putragṛdhnubhiḥ; mārkaṇḍeyaḥ; pūrvanirvāṇanirvṛttāṃ jātāṃ vṛttim upāśritāḥ; nāradaḥ; asaṃskṛtāḥ śrotriyajāḥ saṃskṛtā jñāninaḥ katham; asaṃskāro vaidikaś ca na mānyaḥ śrotriyātmajaḥ; śuddhānvayaḥ śrotriyas tu sa vidvadbhiḥ samo 'nyathā; anadhīyānaputrāś ca vedasaṃskāravarjitāḥ; tasmāt te vedavijñāpi viprāḥ śrutinikāriṇaḥ; brahmarāśau purā sṛṣṭā vedasaṃskārasaṃskṛtāḥ; mārkaṇḍeyaḥ; tasmāt teṣv eva te jātāḥ sādhavaḥ kuladhāriṇaḥ; svayaṃ krītāsu preṣyāsu prasūyante tu ye narāḥ; kasya nāryaḥ sutāś caiva bhavanti ṛṣisattama; nāradaḥ; svadāsyāṃ yo naro mohāt prasūyeta sa pāpakṛt; ihāpi ninditaḥ pretya apatyaṃ preṣyatāṃ nayet; sā tasya bhāryā putrā ye havyakavyapradās tu te; tasyā ye bāndhavāḥ ke cid viṣaktāḥ preṣyatāṃ gatāḥ; sarve tasyās tu saṃbandhān mucyante preṣyakarmasu; etat te kathitaṃ sarvaṃ yad abhivyāhṛtaṃ tvayā; mārkaṇḍeyaḥ; atha vā saṃśayaḥ kaś cid bhūyaḥ saṃpraṣṭum arhasi; amithyādarśano loke nāradaḥ sarvakovidaḥ; bhīṣmaḥ; pratyakṣadarśī lokānāṃ svayaṃbhūr iva sattamaḥ; iti saṃbhāṣya ṛṣibhir mārkaṇḍeyo mahātapāḥ; nāradaṃ cāpi satkṛtya tena caivābhisatkṛtaḥ; āmantrayitvā ṛṣibhiḥ prayayāv āśramaṃ muniḥ; ṛṣayaś cāpi tīrthānāṃ paricaryāṃ pracakramuḥ; sukṣetrabījasaṃskāraviśuddho brahmacaryayā; nityanaimittikāt snāto manaḥśuddhyā ca śudhyati

Yudhiṣṭhira [sprach]: „Wie, großer König, wird ein Mann durch Söhne hinübergeführt? Solange er keinen Sohn erlangt hat, ist der Mann fruchtlos, Herrscher.“ Bhīṣma [sprach]: „Hierzu führt man diese alte Erzählung an: Von Nārada wurde einst [dies] gesungen, als Mārkaṇḍeya fragte. Parvata und Nārada, ebenso Asita und Devala, Āraṇeya und Raibhya: diese waren einst dort zusammengekommen. Zwischen Gaṅgā und Yamunā, am Zusammenfluss der Bhogavatī, trat Mārkaṇḍeya an die früher dort Sitzenden heran. Die Seher aber, als sie den Muni sahen, erhoben sich und standen ihm zugewandt; nachdem sie den Brahmanen, den Verehrungswürdigen, geehrt hatten, sagten sie: ‚Was sollen wir tun?‘ Mārkaṇḍeya [sprach]: ‚Diese Zusammenkunft mit Guten habe ich mit Mühe erreicht. Hier werde ich Gewissheit über die Dharmas und die rechte Lebensführung erlangen. Aufrichtig ist der Dharma im Kṛta-Zeitalter; wenn er in diesem schwindet, gerät er in Verwirrung. Von den Maharṣis will ich den Dharma für Zeitalter um Zeitalter erfahren. Nārada ist von den Sehern [dazu] genannt worden; sprich, worin dein Zweifel besteht. In Dharma und Adharma, der du die Wahrheit kennst, du bist ja der, der Zweifel zerschneidet.‘ Das von den Sehern gebilligte Wort sprach Nārada auf [ihren] Auftrag hin; zu Mārkaṇḍeya, der die Wahrheit aller Dharma- und Artha-Lehren kennt, sprach er dann: ‚Langlebiger, in Askese Leuchtender, Kenner der Veden und Vedāṅgas, worin dir, Brahmane, ein Zweifel aufgestiegen ist, das werde gesagt: den Dharma oder das, was der Welt nützt, oder was du sonst noch hören willst.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Das werde ich sagen; sprich du, [du] von großer Askese. Wenn Zeitalter um Zeitalter vergeht, geht der Damm des Dharma zugrunde.‘ Nārada: ‚Wie [könnte] ich durch Dharma-Trug [zu Einsicht] gelangen? So ist meine Meinung. Es war einst der Dharma, Brahmane, vierfüßig im Kṛta-Zeitalter; dann wurde der Adharma mit der Zeit geboren, ein wenig gewachsen; darauf begann das Tretā-Zeitalter, das den Dharma verdirbt; als dieses vergangen war, trat das dritte, das Dvāpara-Zeitalter, ein; dann wird der Adharma zwei Füße des Dharma vernichten. Ist das Dvāpara aber geschwunden und das Nandika [Kali] eingetreten, so vernimm von mir, was über Weltlauf und Dharma gesagt wird: Das vierte heißt Nandika; [in ihm sind] die Füße des Dharma ohne Rest [verloren]. Von da an werden die Menschen mit geschwundener Einsicht und Lebenszeit geboren.‘ Mārkaṇḍeya: ‚[Menschen] mit geschwundener Lebenskraft und Wohlstand, aus Dharma und rechtem Wandel ausgestoßen [leben] in der Welt; so, wenn der Dharma verwirrt und die Welt mit Adharma verbunden ist …‘ Nārada: ‚… hält die Ordnung der vier Stände die Opfergabe für die Götter und die Totenspende fest. Mit Mantras geläutert, geht die Opfergabe und die Totenspende niemals verloren. Die Götter nehmen sie an, wenn der Geber sie rechtmäßig darreicht; und der Geber, mit Sattva verbunden, würde alle Wünsche erlangen.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Mit erfüllten Wünschen würde er im Himmel nach Wunsch verehrt. Wenn aber die vier Stände Opfergabe und Totenspende darbringen –‘ Nārada: ‚Wohin gelangt das ohne Mantra und regelwidrig Gegebene von ihnen? Den Asuras geht das Gegebene zu, von Brahmanen [Gegebenes]; den Rākṣasas [das] von Kṣatriyas.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Den Pretas geht das von Vaiśyas Gegebene zu, den [bösen] Geistern das von Śūdras. Was aber die in niedrigeren Ständen Geborenen betrifft, die sich auf die vier Stände berufen –‘ Nārada: ‚Wenn sie Opfergaben und Totenspenden geben, wohin gelangt das von ihnen Gegebene? Von den Wesen niedrigerer Stände, die Opfergaben und Totenspenden darbringen, nehmen weder Götter noch Ahnen es selbst an. Yātudhānas, Piśācas, Geister und die Nairṛtas, ihnen ist dieser Unterhalt bestimmt, der von Ahnen und Göttern getrennt ist. Von diesen, die alles Gebenden, [nehmen sie] Opfergabe und Totenspende gesammelt [an].‘ Mārkaṇḍeya: ‚Was sie vorschriftsgemäß darbringen, das genießen die Gottheiten. Gehört ist [das über] das den niedrigeren Ständen Gegebene, Opfergabe und Totenspende, Nārada.‘ Nārada: ‚Sage mir zur Verbindung von Söhnen und Jungfrauen, zur Vergabe der Jungfrauen, zu den Söhnen und der Verbindung mit Frauen: Vernimm, was ich der Reihe nach richtig sage: Die Jungfrau soll gleich bei der Geburt einem gleichwertigen Bräutigam gegeben werden. Wird die Jungfrau zur rechten Zeit gegeben, so ist der Vater dem Dharma verbunden. Wer aber eine Jungfrau, die die Regel hat, nicht gibt, der Verwandte: Monat für Monat, der vergeht, erlangt er ihretwegen die Schuld des Embryomords. Wer eine Jungfrau im Haus zurückhält, der irdischen Genüsse beraubt, dieser Verwandte, von der Jungfrau verachtet, erlangt [die Schuld] des Embryotöters. Ein Mädchen, das durch bloßes Handergreifen [berührt/befleckt] ist, wenn der Gatte stirbt: [diese] Frau erhält die Weihe [wieder] beim zweiten Gatten; sie heißt ‚Punarbhū‘, die Jungfrau mit Sohn, Geberin von Opfergabe und Totenspende.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Unbescholten ist sie bei Geburten [hinsichtlich] der Nachkommen im Werk der Gattenwahl. Die Jungfrau aber, die gebären sollte oder schwanger sein sollte, sie mag danach, Bester der Seher, die Eheführung von neuem aufnehmen.‘ Nārada: ‚Die Jungfrau bringt ein durch die Wahrheit des Sinns gefestigtes Wort [Gelübde?] zu Agni [?]; daher bilden die Mädchen eine [eigene] Gesinnung, sie sind keine [bloßen] Jungfrauen; eine, die durch ein Drittel [der Schuld] des Brahmanenmords, durch Empfängnis geläutert ist …‘ Mārkaṇḍeya: ‚… solle [der Gatte] als ein Viertel nehmen, wieder gereinigt durch die Entlassung [sarjana?]. Wie [ist es] mit denen, die von Jungfrauen geboren wurden, stets von den Verwandten befleckt? Wem, großer Muni, werden sie Opfergabe und Totenspende darbringen?‘ Nārada: ‚Die Söhne der Jungfrau, die Kānīnas, [gehören] dem Vater [der Jungfrau] und sind Geber von Opfergabe und Totenspende.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Wer aber die Hand einer Schwangeren ergreift, ist [ihr Gatte], der ‚Mit-Ausgetragene‘ [sahoḍhaja]. Und wenn aber, Nārada, von einem anderen der Keim in der Jungfrau gelegt wurde –‘ Nārada: ‚Wie kann seine Sohnesfrucht sein? Das erkläre mir. In den Dharma-Bräuchen sind sie stets Befleckende, die aber Reinigung vollzogen haben; ihr Same geht verloren, und ihre Bemühungen sind vergeblich.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Wenn aber irgendeine Jungfrau gekauft, gegeben oder auch geraubt ist –‘ Nārada: ‚Wie soll dann der Sohnesertrag von ihr sein, Bester der Seher? Eine Jungfrau, die gekauft, gegeben oder geraubt ist, doch ohne Handergreifen [Trauungsritus], die heißt ‚Kaumārī‘, eine Gattin; sie kann leibliche Söhne gebären.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Nicht als glückbringend für den Gatten wird sie genannt, bei dessen [rituellem] Werk, [du] Unbesiegter; wozu werden Jungfrauen bei Segensriten eingesetzt?‘ Nārada: ‚Das will ich der Wahrheit nach hier erfahren, großer Muni: Stets wohnt Lakṣmī, in den Jungfrauen gegründet; schön, für Glückverbindung geeignet, ist sie bei Segenswerken zu verehren. Wie ein Juwel, in der Mine liegend, alle Wünsche zur Frucht bringend, so ist die Jungfrau Mahālakṣmī, der Segen der ganzen Welt. So ist die Jungfrau höchste Lakṣmī, Liebesfreude und Zufriedenheit der Körperlichen; der Prüfstein für die Lebensart großer Geschlechter ist das Betragen. Wenn ein Mann eine Jungfrau aus dem eigenen Stand herbeiführt und sie nimmt, so gebiert sie einen Sohn, den Geber von Opfergabe und Totenspende. Die Tugendhafte mehrt das Geschlecht; die Tugendhafte ist im Haus höchste Nahrung.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die Tugendhafte ist Lakṣmī, Liebe leibhaftig, Halt und Nachkommenschaft. Vielfältiges Verhalten der Jungfrauen habe ich gehört, du Hochweiser; nun will ich von den Frauen hören: Dharma und Adharma bei der Eheschließung.‘ Nārada: ‚Acht Arten, eine Gattin zu bekommen, sind dharmagemäß für Männer im Werk der Eheführung, die hier und im Jenseits zuträglich sind, mit Söhnen, Gebern von Opfergabe und Totenspende: die Tugendhafte, an der Hand Ergriffene; die Kaumārī ohne Handergreifen; die Frau des Bruders [Levirat], die als eigene Gattin gilt: sie soll einen leiblichen Sohn gebären.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Drei Arten von Gattinnen sind bekannt, bei denen der Dharma nicht zugrunde geht.‘ Nārada: ‚Nenne die fünf letzten anderen Gattinnen und ihre Söhne: die Frau gleichen Gotras, die gekaufte und die von einem anderen als Gattin Gemachte [?]; die, die gegangen und zurückgekehrt ist; und die, die aus einem Āśrama geholt wurde. Dies sind die fünf Arten der Gattinnen; und [dazu] die Wiederverheirateten.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Diese Gattinnen sind für Männer erlaubt; ihre Söhne sind Geber von Opfergabe und Totenspende. Gehört habe ich die Gattinnen und Söhne ausführlich, großer Muni.‘ Nārada: ‚Sag mir, wie Frauen in einem Āśrama nicht befleckt werden.‘ [Nārada:] ‚Bei Frauen im Āśrama geht die Verwandtschaft verloren; sie werden für Verwandte und für die Ehemänner geschlechtslos [ohne Nachkommenschaft, ‚naṣṭavaṃśa‘]. Fremde Frauen, von der Schuld befreit, sind diese Frauen, die im Āśrama weilen: Herrinnen ihrer eigenen Körper, begehrenswert, mit dem Sinn auf ihn gerichtet: so werden Frauen bei den Geburten der Männer nicht befleckt. Sie werden Dharma-Gattinnen, mit Söhnen, Geberinnen von Opfergabe und Totenspende.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die Frau eines anderen, die vorher [dessen Gattin war], nach dem Tod des Gatten, die aber später –‘ Nārada: ‚einen anderen Gatten nimmt: wie [steht es], mit Sohn oder ohne Sohn? Ob ohne Kind oder mit Kind, die Frauen anderer im Hausherrenstand sind ‚berührt‘, so sind sie zu meiden, in den Dharma-Bräuchen befleckt; und von ihnen nehmen die Gottheiten Opfergaben und Totenspenden nicht an.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Wer bei ihnen Söhne zeugt, erlangt mit ihnen keinen Sohn; und der Mann, der aus Leichtfertigkeit Samen in fremdes Feld streut –‘ Nārada: ‚Wie kann seine Sohnesfrucht sein, Bester der Seher? Wenn ein Mann Samen in ein fremdes Feld ausgießt, das keinen Herrn hat: bei einer, die sich selbst erwählt hat, im Āśrama weilt, geht dieser Same nicht verloren. Wenn aber ein Mann aus Hochmut Samen in fremde Felder ausgießt, gehört dieser Same eben dem Feldherrn; der Samenspender erlangt keine Frucht. Nichts Ungerechteres als dies und nichts Ruhmloseres darüber hinaus; und bei vielen [Schwangerschaften?], bei Embryos und dergleichen, sind jene [Frauen] selbst unter Gleichen zu verstoßen [?].‘ Mārkaṇḍeya: ‚Und die Söhne, Nārada, die bei fremden Frauen geboren werden –‘ Nārada: ‚wessen Verwandten-Erben werden sie, [du] Überaus-Glänzender? Bei fremden Ehefrauen werden zwei Söhne geboren, Kuṇḍa und Golaka: solange der Gatte lebt, ein Kuṇḍa; ist der Gatte tot, ein Golaka. Diese beiden, im fremden Feld geboren, vernichten für die Körperlichen hier und im Jenseits die dargebrachten Opfergaben und Totenspenden der Geber; sie sind für den Vater [Anlass] zur Hölle, der Golaka besonders.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die beiden von ihr Geborenen sind Caṇḍālas gleich und gehen im Jenseits und hier zugrunde. Wessen Söhne sind diese Verachteten, Geber von Opfergabe und Totenspende für die Ahnen?‘ Nārada: ‚In wessen Feld sie geboren werden, oder wer diese Söhne zeugt: der Feldherr und der Samenspender, diese beiden sind in die Hölle gegangen. Wer seine Gattinnen nicht schützt und zu fremden Frauen geht: solche Männer sind stets verachtet, aus Dharma-Bräuchen ausgestoßen.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Der Kuṇḍa, der Genießende und der [andere] Genießende, sind von Ahnen und Göttern verabscheut. So sind diese verachteten Söhne, Nārada, [im Blick auf] Opfergaben und Totenspenden.‘ Nārada: ‚Wem geben sie stets, oder was ist ihre Dharma-Frucht? Yātudhānas und Piśācas nehmen das von ihnen Geopferte an; die Opfergabe und Totenspende, von ihnen gegeben, [nehmen] auch die Geister, die Nachtwandler.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Und was geben diese Rākṣasas, erfreut, den Gebern?‘ Nārada: ‚Oder was wäre die Dharma-Frucht für sie, Bester der Seher? Nichts, was gegeben wird, geht verloren: unter allen Wesen für die Geber.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Im Jenseits und hier genießen die Gebenden dieses Gedeihen. Aber die Nachkommenschaft, die von Golaka und Kuṇḍa her sein wird: wie werden deren einige Verwandte [Opfer] darbringen?‘ Nārada: ‚Die von einer tugendhaften Frau Geborenen unter ihnen, die diesem Verhalten folgen, erfreuen Ahnen und Götter, mit Opfergabe und Totenspende beschäftigt. So nehmen auch die, die von Golaka und Kuṇḍa [abstammen] und sich auf [ihren] Stand berufen, die Götter die Opfergabe und Totenspende der Geläuterten an.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Gehört habe ich die Leichtfertigkeit der Männer bei den Frauen anderer, die sich fortpflanzen.‘ Nārada: ‚Bei der Leichtfertigkeit der Frauen aber will ich den Fehler kennenlernen. Auch bei gleichem Stand liegt der Fehler im früheren Gehen [Umgang?]; Dhātṛ, von Viṣṇu ermächtigt, tat es so: Vor Zeiten, du Hochweiser, schuf der Prajāpati Bhaga [Vulva] und Liṅga [Phallus] und bewirkte, ermächtigt, deren Vereinigung. Dann wurde, durch Viṣṇus Gnade, dem Bhaga eine Gabe gewährt, wie es heißt; und durch diese Gnade genießt er alle Welten. Daher ist die Schuld beim Mann größer, daran ist kein Zweifel. Ohne Schwangerschaft sind Frauen unter Gleichstandigen nicht wegen des Gehens [Ehebruchs] zu verstoßen; der Weise soll Buße und Strafe verhängen, wie es recht ist: [etwa] Gebissenwerden von Hunden, Bad, dreimaliges Soma-Pressen nachts, Schlafen auf Erde und Asche, Geben und Verzicht auf Genüsse. Zeit und Gut richten sich nach dem Gewicht der Schuld. Die Regel wurde vorzeiten festgesetzt, als [Bhaga] zu einem anderen Tīrtha gegangen war [?]. Bei den Frauen, du Langlebiger, gibt es bei Übertretung keine Schuld: Bhaga wurde in dem anderen Tīrtha und auf Viṣṇus Wort hin rein. Und sie sind durch Rede mit anderen und Fernhalten aus fremdem Haus zu behüten; bei deren Reinigung genießt man besonders die Frucht der Werke. Sie sind weder zu schelten noch zu töten noch zu quälen von dem, der Gutes wünscht: Durch Viṣṇus Gnade eben ging Bhaga zum anderen Tīrtha. Monat für Monat zieht ihr Blut [Rajas] ihre Missetaten ab. Frauen erfreuen die Männer, Frauen geben stets Zufriedenheit.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die Frauen sind in der Welt, du Hochstrahlender, die Grundlagen des Sohnesdammes. Gehört habe ich Kraft und Macht der Frauen, Bester der Munis.‘ Nārada: ‚Ich will die Dharma-Lehre für den erfahren, der viele Gattinnen hat: Bei einem Menschen, der an vielen Gattinnen und am Genuss von Frauen hängt, gilt der, der zur Fruchtbarkeitszeit [ihre Nähe] verschmäht, in ihrer Gegenwart als Embryotöter. Wer die Alte, die Unfruchtbare, die Gelübdetreue, die, deren Kind gestorben ist, die, die nicht die Regel hat, die Jungfrau und die Kinderreiche meidet, wird von der Furcht [Schuld] befreit. Ist er krank oder gefesselt, auf Reisen oder an Parvan-Tagen, so entgeht er in den Fruchtbarkeitszeiten der Frauen der Schuld des Embryomords.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die Söhne, die von Hetären oder von fremden Dienerinnen geboren werden –‘ Nārada: ‚wessen Verwandten-Erben werden sie, großer Muni? Die von Dirnen Geborenen sind Söhne dessen, dessen Frau sie ist [?].‘ Mārkaṇḍeya: ‚Aus Kauf entstehen ‚künstliche‘ Söhne, aus Gabe die ‚Adoptivsöhne‘; bei Dirnen ist der Nutzen des Mannes gewiss unbestimmt. Und hierbei: Wessen Sohn nennt man den Sohn einer, die schwanger gemacht wurde?‘ Nārada: ‚Bei den [Frauen], die ein Tīrtha sind [allen zugänglich], wird der erkannt, der zu ihr geht.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Zur Fruchtbarkeitszeit entsteht sein Embryo, oder [der] den die Frau nicht argwöhnt. Von Männern, die eine tugendbegabte Gattin aus Begierde und Zorn verstoßen –‘ Nārada: ‚ob kinderlos oder mit Kind, danach frage ich ihre Sühne. Für den, der eine Schuldlose verstößt, im Glauben, [sie sei] tugendhaft [?], gibt es für ihn, der sein Geschlecht oder seinen Dharma aufgibt, keine Sühne. Der Mann, der seine Gattin verstößt, die die Regel hat [oder] ohne Kind ist, geht des Geschlechts verlustig, ist von den Ahnen verbunden [?], und von den Göttern zu verstoßen. Wer seine Gattin, die ein Kind hat, die geboren hat, die Söhne und Enkel hat, verlässt, der Verlasser von Sohn und Gattin, erlangt keine Sühne. So gibt es für Männer, die ihre Gattin verstoßen, keine Sühne.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Frauen, die durch Söhne und Enkel gefestigt sind, sind nicht zu verstoßen. Welche Gattin darf ein Mann verstoßen und doch nicht von Schuld befleckt werden?‘ Nārada: ‚Das will ich der Wahrheit nach erfahren, Bester der Seher. Wo Ehepaare im Mokṣa-Dharma gefestigt sind, einander die Erlaubnis gebend und frei geworden, wird [Verstoßung] nicht als Adharma bestimmt. Für Männer, die eine [Frau] verstoßen, nachdem sie sie geprüft haben, die an einen anderen gebunden ist, deren Kind gestorben ist, die zu einem Śūdra geht, die zu einem Fremden geht, gibt es keine Sünde. Selbst bei Sünde sind aber zwei zu unterhalten: Mutter und Vater.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Wenn ein Mann seine ehebrecherische Gattin im Zorn verstößt –‘ Nārada: ‚wie wird es da Dharma oder Adharma, du Hochweiser? Wer eine befleckte Frau verstößt, ob es Unwahrheit oder Wahrheit sei, wer seine Gattin nicht beschützt, wird zum Embryotöter. Die Frau, die um der Nachkommen willen den Gatten überschreitet: ‚sinnenlüstern‘, so ist sie zu behüten, keinesfalls zu verstoßen. Flüsse und Frauen haben gleiche Natur; diese verderben nicht, wenn Männer in sie eintauchen. Die Ströme eines Flusses tragen den Sturz [Schmutz] fort; die Frau kehrt durch ihre Blutungen wieder zur Reinheit zurück. So werden Frauen auch bei Ehebruch gegen ihre Männer nicht befleckt; Monat für Monat geschieht das Ablegen, dann werden sie rein.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Welche Tīrthas, Erhabener, sind es, die dem Körper der Menschen innewohnen? Diese nenne mir, Erhabener, der ich der Wahrheit nach frage. Unter allen Tīrthas, Tīrtha-Kenner, welches ist das höchste Tīrtha der Menschen, an dem ein Mann, sich benetzend, stets rein an der Seele wird?‘ Nārada: ‚Götter-, Seher- und Ahnen-Tīrtha, das Brāhma in der Mitte und das Vaiṣṇava: fünf Tīrthas der Menschen nennt man, in der Hand vereint. Das erste Tīrtha unter den Tīrthas heißt der Vaiṣṇava-Teil, an dem man sich benetzt und das Geschlecht der vier Stände wächst.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die Handlungen für Ahnen und Götter wachsen hier und im Jenseits. Die Frauen der Männer, die nach Belieben handeln, die zügellos sind, deren Beschränkung es nicht gibt, die nenne mir, Nārada.‘ Nārada: ‚Vāgurā [Fängerin], Hetäre, Schauspielerin, Hirtenfrau, Weberin, Näherin [?].‘ Mārkaṇḍeya: ‚Die Kirāta-Frau, die Śabara-Frau, die Tänzerin: [alle] ohne Beschränkung. Die von diesen Frauen in allen Ständen geborenen Söhne –‘ Nārada: ‚wessen Verwandten-Erben werden sie, Bester der Seher? Wer diese annimmt, deren Söhne sind sie eben. Bei überall Herumtreibenden aber geht der Same der Körperlichen verloren.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Und die, die zu allen Frauen gehen, ohne Guten und Veda, [gewöhnliche] Menschen, ‚Kāṇḍapṛṣṭha‘ [?], aus Veda und Mantra ausgestoßen, [aber] für Opfergabe und Totenspende bestellt: wie wird das ihnen Gegebene?‘ Nārada: ‚Nicht verdienen Opfergabe und Totenspende die Zweimalgeborenen, die ohne Sāvitrī [Einweihung] sind.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Das Speisegeben an Vrātyas ist wie das an Śūdras. Bei den in Dharma-Ämtern Bestellten verwirrt sich der Sinn.‘ Nārada: ‚Wie entsteht da ein Hindernis? Das will ich wissen. Reichtum und Frauen sind darin gleich: Sie verwirren hier das Heil der Männer; durch Liebesfreude erfreut, ‚rauben‘ die Frauen, und durch Genüsse zerstört man Reichtum und Dharmas. Opfergabe und Totenspende: alles das verdient der dharmagesinnte Śrotriya.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Dem Śrotriya, dem Guten, Gegebenes ist wie eine Spende in ein lodernd Feuer; [ebenso] den in Śrotriya-Familien Geborenen, die den Sinn der Veden kennen.‘ Nārada: ‚Warum, nachdem sie das dreifache Wissen [Trayī] verlassen haben, sind sie auf das Erwerbsleben [vārtā] verwiesen? Die Vierständeordnung wurde einst in sehr Gelehrte unter den Zweimalgeborenen gelegt; deshalb ist der Lebensunterhalt von den Ständen so zu teilen, dass Vermischung vermieden wird; und die anderen, aus einem Śrotriya Geborenen, die von Söhne-Begierigen geweiht wurden –‘ Mārkaṇḍeya: ‚[sie] folgen einem Beruf, der aus früherem Erlöschen [?] entstand.‘ Nārada: ‚Wie [sind] die von Śrotriyas Geborenen [dann] ungeweiht, die geweihten Weisen aber [geweiht]? Ohne Weihe, ohne vedisches [Ritual] ist der Sohn des Śrotriya nicht zu ehren. Der Śrotriya reiner Abstammung aber ist den Gelehrten gleich, sonst nicht. Diejenigen, die keine Söhne studieren lassen, ohne Veda-Weihe, deshalb sind jene, obwohl vedakundig, Brahmanen, die die Śruti schädigen [?]. In der Brahman-Schar wurden einst die durch Veda-Weihe Geweihten erschaffen.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Daher sind eben sie, in diesen Geborene, gut und tragen das Geschlecht. Männer aber, die von selbst gekauften Dienerinnen geboren werden: wessen Frauen und Söhne sind sie, Bester der Seher?‘ Nārada: ‚Wer aus Verblendung bei seiner eigenen Sklavin zeugt, der ist ein Sünder; hier getadelt, führt er im Jenseits das Kind in die Dienerschaft. Sie ist seine Gattin, und die Söhne, die Opfergabe und Totenspende geben, sind seine; und ihre Verwandten, die irgendwie anhaften und in die Dienerschaft geraten sind, werden alle in Bezug auf ihre [Verwandtschafts-]Beziehungen vom Dienerdienst frei. Dies ist dir alles gesagt, was von dir gefragt wurde.‘ Mārkaṇḍeya: ‚Oder magst du noch einen Zweifel erfragen: Nārada ist auf Erden der, der nichts falsch sieht, der alles weiß.‘ Bhīṣma [sprach]: ‚Unmittelbar sehend für die Welten, gleich dem Selbstentstandenen, der Beste.‘ Nachdem so der große Asket Mārkaṇḍeya mit den Sehern gesprochen und auch Nārada geehrt hatte und von diesem geehrt worden war, verabschiedete er sich von den Sehern, und der Muni ging zu seiner Einsiedelei. Und auch die Seher begannen den Dienst an den Tīrthas: Wer durch das Brahmacarya vom Samen [Fehler] auf gutem Feld geläutert ist und aus dem täglichen und gelegentlichen [Ritus] gebadet ist, wird durch Reinheit des Geistes rein.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ … dṛṣṭvā pūrvaṃ samāsīnān mārkaṇḍeyo 'bhyagacchata
Textabschnitt Nr. 1 (Halbverse 1-10) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
ṛṣayas tu muniṃ dṛṣṭvā samutthāyonmukhāḥ sthitāḥ … ṛṣibhyo 'numataṃ vākyaṃ niyogān nārado 'bravīt
Textabschnitt Nr. 2 (Halbverse 11-20) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
sarvadharmārthatattvajñaṃ mārkaṇḍeyaṃ tato 'bravīt … āsīd dharmaḥ purā vipra catuṣpādaḥ kṛte yuge
Textabschnitt Nr. 3 (Halbverse 21-30) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
tato hy adharmaḥ kālena prasūtaḥ kiṃ cid unnataḥ … kṣīṇaprāṇadhanā loke dharmācārabahiṣkṛtāḥ
Textabschnitt Nr. 4 (Halbverse 31-40) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
evaṃ vilulite dharme loke cādharmasaṃyute … nāradaḥ
Textabschnitt Nr. 5 (Halbverse 41-50) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
mantrahīnam apanyāyaṃ teṣāṃ dattaṃ kva gacchati … yātudhānāḥ piśācāś ca bhūtā ye cāpi nairṛtāḥ
Textabschnitt Nr. 6 (Halbverse 51-60) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
teṣāṃ sā vihitā vṛttiḥ pitṛdaivatanirgatā … jātamātrā tu dātavyā kanyakā sadṛśe vare
Textabschnitt Nr. 7 (Halbverse 61-70) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
kāladattāsu kanyāsu pitā dharmeṇa yujyate … adūṣyā sā prasūtīṣu prajānāṃ dārakarmaṇi
Textabschnitt Nr. 8 (Halbverse 71-80) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
yā tu kanyā prasūyeta garbhiṇī yā tu vā bhavet … kasya te havyakavyāni pradāsyanti mahāmune
Textabschnitt Nr. 9 (Halbverse 81-90) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nāradaḥ … mārkaṇḍeyaḥ
Textabschnitt Nr. 10 (Halbverse 91-100) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
atha kā cid bhavet kanyā krītā dattā hṛtāpi vā … etad icchāmi vijñātuṃ tattveneha mahāmune
Textabschnitt Nr. 11 (Halbverse 101-110) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nityaṃ nivasate lakṣmīḥ kanyakāsu pratiṣṭhitā … mārkaṇḍeyaḥ
Textabschnitt Nr. 12 (Halbverse 111-120) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
sādhvī lakṣmī ratiḥ sākṣāt pratiṣṭhā saṃtatis tathā … trayo bhāryāgamā jñātā yatra dharmo na naśyati
Textabschnitt Nr. 13 (Halbverse 121-130) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nāradaḥ … āśramasthāḥ kathaṃ nāryo na duṣyantīti brūhi me
Textabschnitt Nr. 14 (Halbverse 131-140) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
āśramasthāsu nārīṣu bāndhavatvaṃ praṇaśyati … anyaṃ bhajati bhartāraṃ sasutā asutā katham
Textabschnitt Nr. 15 (Halbverse 141-150) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
asūtā vā prasūtā vā gṛhasthānāṃ parastriyaḥ … svayaṃvṛtto ''śramasthāyāṃ tad bījaṃ na vinaśyati
Textabschnitt Nr. 16 (Halbverse 151-160) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
parakṣetreṣu yo bījaṃ naro darpāt samutsṛjet … jīvaty atha patau kuṇḍo mṛte bhartari golakaḥ
Textabschnitt Nr. 17 (Halbverse 161-170) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
te ca jātāḥ parakṣetre dehināṃ pretya ceha ca … na rakṣati hi yo dārān paradārāṃś ca gacchati
Textabschnitt Nr. 18 (Halbverse 171-180) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
garhitās te narā nityaṃ dharmācārabahiṣkṛtāḥ … atha te rākṣasāḥ prītāḥ kiṃ prayacchanti dātṛṇām
Textabschnitt Nr. 19 (Halbverse 181-190) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nāradaḥ … prīṇanti pitṛdaivatyaṃ havyakavyasamāhitāḥ
Textabschnitt Nr. 20 (Halbverse 191-200) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
evaṃ golakakuṇḍābhyāṃ ye ca varṇāpadeśinaḥ … sasarja tābhyāṃ saṃyogam anujñātaś cakāra saḥ
Textabschnitt Nr. 21 (Halbverse 201-210) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
atha viṣṇuprasādena bhago dattavaraḥ kila … tad yoṣitāṃ tu dīrghāyo nāsti doṣo vyatikrame
Textabschnitt Nr. 22 (Halbverse 211-220) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
bhagastīrthāntare śuddho viṣṇos tu vacanād iha … śrutaṃ balaṃ prabhāvaś ca yoṣitāṃ munisattama
Textabschnitt Nr. 23 (Halbverse 221-230) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nāradaḥ … veśanārīṣu vai jātāḥ parapreṣyāsu vā sutāḥ
Textabschnitt Nr. 24 (Halbverse 231-240) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nāradaḥ … mārkaṇḍeyaḥ
Textabschnitt Nr. 25 (Halbverse 241-250) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
ṛtau tasya bhaved garbho yaṃ vā nārī na śaṅkate … putradāraparityāgī na saṃprāpnoti niṣkṛtim
Textabschnitt Nr. 26 (Halbverse 251-260) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
evaṃ hi bhāryāṃ tyajatāṃ narāṇāṃ nāsti niṣkṛtiḥ … parīkṣya tyajamānānāṃ narāṇāṃ nāsti pātakam
Textabschnitt Nr. 27 (Halbverse 261-270) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
pātake 'pi tu bhartavyau dvau tu mātā pitā tathā … nadyaś ca nāryaś ca samasvabhāvā
Textabschnitt Nr. 28 (Halbverse 271-280) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
naitāḥ praduṣyanti narāvagāḍhāḥ … yatropaspṛśya pūtātmā naro bhavati nityaśaḥ
Textabschnitt Nr. 29 (Halbverse 281-290) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
nāradaḥ … nāradaḥ
Textabschnitt Nr. 30 (Halbverse 291-300) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
vāgur veśyā naṭī gopī tāntukī tunnavāyikī … sarvastrīṣu pravṛttāś ca sādhuvedavivarjitāḥ
Textabschnitt Nr. 31 (Halbverse 301-310) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
mānavāḥ kāṇḍapṛṣṭhāś ca vedamantrabahiṣkṛtāḥ … arthāś ca nāryaś ca samānam etac
Textabschnitt Nr. 32 (Halbverse 311-320) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
chreyāṃsi puṃsām iha mohayanti … cāturvarṇyaṃ purā nyastaṃ suvidvatsu dvijātiṣu
Textabschnitt Nr. 33 (Halbverse 321-330) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
tasmād varṇaiḥ saṃvibhajyā vṛttiḥ saṃkaravarjitā … tasmāt te vedavijñāpi viprāḥ śrutinikāriṇaḥ
Textabschnitt Nr. 34 (Halbverse 331-340) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
brahmarāśau purā sṛṣṭā vedasaṃskārasaṃskṛtāḥ … tasyā ye bāndhavāḥ ke cid viṣaktāḥ preṣyatāṃ gatāḥ
Textabschnitt Nr. 35 (Halbverse 341-350) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
sarve tasyās tu saṃbandhān mucyante preṣyakarmasu … āmantrayitvā ṛṣibhiḥ prayayāv āśramaṃ muniḥ
Textabschnitt Nr. 36 (Halbverse 351-360) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben
ṛṣayaś cāpi tīrthānāṃ paricaryāṃ pracakramuḥ … nityanaimittikāt snāto manaḥśuddhyā ca śudhyati
Textabschnitt Nr. 37 (Halbverse 361-363) des Dialogs, übersetzt im Gesamttext oben

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Sehr lange Zusatzpassage (Dialog Nārada / Mārkaṇḍeya über Ehe, Söhne, Stände); Text vielfach verderbt, mit unsicheren Stellen, Sinn stellenweise nur erschlossen. Wort-für-Wort nur als Abschnittsraster (Anfang und Ende jeder Textgruppe).

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