Kapitel 95: bisastainyopākhyāna
Der Diebstahl der Lotuswurzeln: Die Seher, die Kṛtyā und Indras Prüfung
Die hungernden Seher um Atri, Vasiṣṭha und Arundhatī begegnen am Lotusteich der Kṛtyā Yātudhānī, die Namensnennung verlangt; sie besteht mit Wortspielen die Prüfung, dann folgen Schwüre und Indras Enthüllung. Lehre: Freisein von Gier (alobha).
arundhatī tu taṃ dṛṣṭvā sarvāṅgopacitaṃ śubhā; bhavitāro bhavanto vai naivam ity abravīd ṛṣīn
Arundhatī aber, die Glückliche, sah ihn an allen Gliedern wohlgenährt und sagte zu den Sehern: „Ihr Herren werdet [es] zwar [einmal] werden – aber nicht so.“ [?]
Wort für Wort
arundhatī tu taṃ dṛṣṭvā
Arundhatī aber, nachdem sie ihn gesehen (Nom.Sg./Abs.)
sarvāṅgopacitaṃ śubhā
an allen Gliedern angewachsen/wohlgenährt, die Glückliche (Akk./Nom.Sg.f.)
bhavitāro bhavanto vai
werdende/künftige Seiende, ihr Herren (Nom.Pl., Nomen agentis)
naivam ity abravīd ṛṣīn
„nicht so“, sagte sie zu den Sehern (Impf. 3.Sg./Akk.Pl.)
Der Satz ist knapp und mehrdeutig. Andere Lesart: „Ihr Herren seid [Leute, die so etwas] werden [könnten]? Nein, nicht so.“
vasiṣṭha uvāca; naitasyeha yathāsmākam agnihotram anirhutam; sāyaṃ prātaś ca hotavyaṃ tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
Vasiṣṭha sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: [Bei uns] ist das Agnihotra nicht [recht] geopfert; es muss abends und morgens geopfert werden; darum ist Śunaḥsakha fett.“
Wort für Wort
vasiṣṭha uvāca
Vasiṣṭha sprach
naitasyeha yathāsmākam
bei diesem hier [ist es] nicht wie bei uns (Gen.Sg./Gen.Pl.)
agnihotram anirhutam
das Agnihotra [ist] nicht [vollständig] geopfert (Nom.Sg.n./PPP)
atrir uvāca; naitasyeha yathāsmākaṃ kṣudhā vīryaṃ samāhatam; kṛcchrādhītaṃ pranaṣṭaṃ ca tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
Atri sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: [Bei uns] ist die Kraft vom Hunger niedergeschlagen, und mühsam Gelerntes ist verloren gegangen; darum ist Śunaḥsakha fett.“
Wort für Wort
atrir uvāca
Atri sprach
naitasyeha yathāsmākaṃ
bei diesem hier nicht wie bei uns
kṣudhā vīryaṃ samāhatam
durch Hunger [ist] die Kraft zerschlagen (Instr./Nom.n./PPP)
Viśvāmitra sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: [Er ist] beständig [mit] der Lehre [befasst?], ein alter Ochse, träge, auf Hunger bedacht, dumm; darum ist Śunaḥsakha fett.“ [?]
Wort für Wort
viśvāmitra uvāca
Viśvāmitra sprach
naitasyeha yathāsmākaṃ
bei diesem hier nicht wie bei uns
śaśvac chāstraṃ jaradgavaḥ
immerfort die Lehre/Vorschrift; ein alter Stier (Adv./Nom.n./Nom.Sg.m.)
alasaḥ kṣutparo mūrkhaḥ
träge, dem Hunger ergeben, töricht (Nom.Sg.)
tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
darum [ist] fett Śunaḥsakha
Syntax der zweiten Zeile unklar; wörtlich: „immerfort Lehre, alter Ochse“. Vermutlich: bei uns gilt ständig die Lehre, er hingegen ist ein alter Ochse usw.
jamadagnir uvāca; naitasyeha yathāsmākaṃ bhaktam indhanam eva ca; saṃcintya vārṣikaṃ kiṃ cit tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
Jamadagni sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: [nicht] Speise und Brennholz; [wir] müssen an einen Vorrat für das Jahr denken; darum ist Śunaḥsakha fett.“ [?]
Wort für Wort
jamadagnir uvāca
Jamadagni sprach
naitasyeha yathāsmākaṃ
bei diesem hier nicht wie bei uns
bhaktam indhanam eva ca
gekochte Speise und Brennholz (Nom.n.)
saṃcintya vārṣikaṃ kiṃ cit
nachdem man etwas für das Jahr bedacht hat (Abs./Akk.n.)
tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
darum [ist] fett Śunaḥsakha
Der Satz ist elliptisch; die Sorge um Nahrung und Brennholz für das Jahr trifft die Seher, nicht Śunaḥsakha.
kaśyapa uvāca; naitasyeha yathāsmākaṃ catvāraś ca sahodarāḥ; dehi dehīti bhikṣanti tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
Kaśyapa sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: [Bei uns] betteln vier [Söhne/Geschwister], leibliche Brüder: ‚Gib, gib!‘; darum ist Śunaḥsakha fett.“
Wort für Wort
kaśyapa uvāca
Kaśyapa sprach
naitasyeha yathāsmākaṃ
bei diesem hier nicht wie bei uns
catvāraś ca sahodarāḥ
und vier leibliche Brüder (Nom.Pl.)
dehi dehīti bhikṣanti
„gib, gib!“ so betteln sie (Imp. 2.Sg./Präs. 3.Pl.)
Bharadvāja sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: [Bei uns ist] Kummer wegen des Tadels der Gattin [für uns], die wir törichte Brahmanen-Abkömmlinge [sind]; darum ist Śunaḥsakha fett.“
Wort für Wort
bharadvāja uvāca
Bharadvāja sprach
naitasyeha yathāsmākaṃ
bei diesem hier nicht wie bei uns
brahmabandhor acetasaḥ
für einen [bloßen] Brahmanen-Verwandten, einen Unverständigen (Gen.Sg.)
śoko bhāryāpavādena
Kummer durch den Tadel der Gattin (Nom.Sg./Instr.Sg.)
tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
darum [ist] fett Śunaḥsakha
Die Genitive brahmabandhoḥ acetasaḥ stehen im Singular, während yathāsmākam Plural ist.
gautama uvāca; naitasyeha yathāsmākaṃ trikauśeyaṃ hi rāṅkavam; ekaikaṃ vai trivārṣīyaṃ tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
Gautama sprach: „Bei diesem hier ist es nicht wie bei uns: ein dreifaches Seidengewand und Rāṅku-Wolle, jedes einzelne für drei Jahre [zu beschaffen] [?]; darum ist Śunaḥsakha fett.“
Wort für Wort
gautama uvāca
Gautama sprach
naitasyeha yathāsmākaṃ
bei diesem hier nicht wie bei uns
trikauśeyaṃ hi rāṅkavam
ein dreifach-seidenes [Gewand] und ein Rāṅku-Wollenes (Nom.n.)
ekaikaṃ vai trivārṣīyaṃ
jedes einzelne, für drei Jahre [bestimmt] (Nom.n.)
tena pīvāñ śunaḥsakhaḥ
darum [ist] fett Śunaḥsakha
trikauśeyam und rāṅkavam sind unsicher (Seidengewand bzw. Wolle vom Rāṅku-Hirsch); Sinn wohl: Kleidersorgen für Jahre im Voraus.
[Er war] geschmückt mit Lotusblüten, die der Gestalt der Morgensonne gleichkamen, und bedeckt mit Lotusblättern, die der Farbe des Lapislazuli glichen.
Wort für Wort
bālādityavapuḥprakhyaiḥ
die dem Körper/Aussehen der jungen Sonne gleichen (Instr.Pl.m.)
puṣkarair upaśobhitām
mit Lotusblüten geschmückt (Instr.Pl./PPP Akk.f.)
vaidūryavarṇasadṛśaiḥ
dem Lapislazuli in der Farbe gleich (Instr.Pl.)
padmapatrair athāvṛtām
mit Lotusblättern, dazu bedeckt (Instr.Pl./PPP Akk.f.)
nānāvidhaiś ca vihagair jalaprakarasevibhiḥ; ekadvārām anādeyāṃ sūpatīrthām akardamām
[Sie war] von Vögeln vielerlei Art besucht, die sich an Wasserfluten aufhalten, hatte nur einen Zugang, war nicht [frei] zugänglich [?], hatte schöne Badestellen und war ohne Schlamm.
Wort für Wort
nānāvidhaiś ca vihagair
und mit Vögeln mannigfacher Art (Instr.Pl.)
jalaprakarasevibhiḥ
die Wassermengen aufsuchen (Instr.Pl.)
ekadvārām anādeyām
mit einem Tor, nicht zu nehmen/nicht [frei] zugänglich (Akk.Sg.f.)
sūpatīrthām akardamām
mit guten Badestellen, schlammlos (Akk.Sg.f.)
anādeyām ist unsicher: „unzugänglich“ oder „(deren Inhalt) nicht zu nehmen“.
ekā tiṣṭhasi kā nu tvaṃ kasyārthe kiṃ prayojanam; padminītīram āśritya brūhi tvaṃ kiṃ cikīrṣasi
„Allein stehst du da – wer bist du wohl, für wen, zu welchem Zweck? Sag, was du zu tun gedenkst, [da du] am Ufer des Lotusteichs Zuflucht genommen hast.“
Wort für Wort
ekā tiṣṭhasi kā nu tvaṃ
allein stehst du, wer eigentlich du (Präs. 2.Sg./Nom.f.)
kasyārthe kiṃ prayojanam
für wen, welcher Zweck (Lok./Nom.n.)
padminītīram āśritya
zum Ufer des Lotusteichs Zuflucht genommen habend (Abs.)
brūhi tvaṃ kiṃ cikīrṣasi
sprich du, was willst du tun (Imp. 2.Sg./Desid. 2.Sg.)
yātudhāny uvāca; yāsmi sāsmy anuyogo me na kartavyaḥ kathaṃ cana; ārakṣiṇīṃ māṃ padminyā vitta sarve tapodhanāḥ
Die Yātudhānī sprach: „Was ich bin, das bin ich; eine Befragung von mir ist auf keine Weise zu betreiben. Wisst, ihr alle, Reiche an Askese, [dass ich] die Wächterin des Lotusteichs [bin].“
Wort für Wort
yātudhāny uvāca
die Yātudhānī sprach
yāsmi sāsmy anuyogo me
die ich bin, die bin ich; die Befragung von mir (Nom.Sg.m./Gen.)
na kartavyaḥ kathaṃ cana
ist nicht zu machen auf irgendeine Weise (Gerundiv)
ārakṣiṇīṃ māṃ padminyā
mich als Wächterin des Lotusteichs (Akk.Sg.f./Gen.)
yātudhāny uvāca; samayena bisānīto gṛhṇīdhvaṃ kāmakārataḥ; ekaiko nāma me proktvā tato gṛhṇīta māciram
Die Yātudhānī sprach: „Unter einer Bedingung nehmt von hier die Lotuswurzeln nach Belieben: Jeder einzelne nenne mir seinen Namen, dann nehmt [sie], ohne lange zu säumen.“
Wort für Wort
yātudhāny uvāca
die Yātudhānī sprach
samayena bisānīto
unter einer Vereinbarung, von hier die Lotuswurzeln (Instr./Akk.Pl.)
gṛhṇīdhvaṃ kāmakārataḥ
nehmt nach Belieben (Imp. Med. 2.Pl./Adv.)
ekaiko nāma me proktvā
jeder einzelne den Namen mir genannt habend (Nom./Abs.)
arātrir atreḥ sā rātrir yāṃ nādhīte trir adya vai; arātrir atrir ity eva nāma me viddhi śobhane
Atri sprach: „Für Atri ist jene Nacht keine Nacht [arātri], in der man heute nicht dreimal [studiert] [?]; ‚Arātri‘, [nämlich] Atri, so wisse meinen Namen, Schöne.“
Wort für Wort
arātrir atreḥ sā rātrir
Nicht-Nacht ist für Atri jene Nacht (Nom.Sg.f./Gen.)
yāṃ nādhīte trir adya vai
in der man nicht dreimal heute [studiert] (Akk.f./Präs. Med. 3.Sg.)
arātrir atrir ity eva
„Arātri, Atri“ eben so (Nom./Part.)
nāma me viddhi śobhane
Namen mein wisse, Schöne (Imp. 2.Sg./Vok.f.)
Volksetymologie von atri über a-tri („nicht drei[mal]“) und arātri; die Konstruktion von nādhīte trir ist unsicher.
Die Yātudhānī sprach: „Wie du [den Namen] mir hier genannt hast, großer Weiser: dieser Name ist mit dem Geist schwer zu behalten; steig hinab in den Teich.“
Wort für Wort
yātudhāny uvāca
die Yātudhānī sprach
yathodāhṛtam etat te
wie ausgesprochen [wurde] dies von dir (PPP n./Instr.)
mayi nāma mahāmune
mir gegenüber [den] Namen, großer Weiser (Lok./Nom.n./Vok.)
durdhāryam etan manasā
schwer zu behalten dies durch den Geist (Gerundiv/Instr.)
gacchāvatara padminīm
geh, steig hinab in den Lotusteich (Imp. 2.Sg. ×2/Akk.)
vasiṣṭha uvāca; vasiṣṭho 'smi variṣṭho 'smi vase vāsaṃ gṛheṣv api; variṣṭhatvāc ca vāsāc ca vasiṣṭha iti viddhi mām
Vasiṣṭha sprach: „Vasiṣṭha bin ich, der Beste bin ich; ich wohne, auch in Häusern, [als Bewohner]; wegen des Bestseins und des Wohnens wisse mich [als] Vasiṣṭha.“
Wort für Wort
vasiṣṭha uvāca
Vasiṣṭha sprach
vasiṣṭho 'smi variṣṭho 'smi
Vasiṣṭha bin ich, der Beste bin ich (Präs. 1.Sg.)
vase vāsaṃ gṛheṣv api
ich wohne, Wohnung auch in Häusern (Präs. Med. 1.Sg./Akk./Lok.Pl.)
Die Yātudhānī sprach: „Das ist bloße Namensdeutung von dir, deren Silben mühsam ausgesprochen sind; das lässt sich nicht behalten; steig hinab in den Teich.“
kaśyapa uvāca; kulaṃ kulaṃ ca kupapaḥ kupayaḥ kaśyapo dvijaḥ; kāśyaḥ kāśanikāśatvād etan me nāma dhāraya
Kaśyapa sprach: „[Ich bin] Geschlecht um Geschlecht, Kupapa, Kupaya, Kaśyapa, der Zweimalgeborene; Kāśya wegen der Ähnlichkeit mit dem Kāśa-Glanz [?]; diesen meinen Namen behalte.“
Wort für Wort
kaśyapa uvāca
Kaśyapa sprach
kulaṃ kulaṃ ca kupapaḥ
Geschlecht um Geschlecht und Kupapa (Nom.)
kupayaḥ kaśyapo dvijaḥ
Kupaya, Kaśyapa, der Zweimalgeborene (Nom.Sg.)
kāśyaḥ kāśanikāśatvād
Kāśya, wegen der Ähnlichkeit mit Kāśa (Nom./Abl.)
etan me nāma dhāraya
diesen meinen Namen behalte (Imp. 2.Sg.)
Wortspiele mit kula, kupa/kupaya und kāśa nicht sicher aufzulösen.
Die Yātudhānī sprach: „Wie du [den Namen] mir hier genannt hast, großer Weiser: dieser Name ist mit dem Geist schwer zu behalten; steig hinab in den Teich.“
Bharadvāja sprach: „Ich ernähre Söhne, ich ernähre Schüler, ich ernähre Götter, ich ernähre Zweimalgeborene; ich ernähre die Gattin ohne Ausflucht – Bharadvāja bin ich, Schöne.“
Wort für Wort
bharadvāja uvāca
Bharadvāja sprach
bhare sutān bhare śiṣyān
ich ernähre Söhne, ich ernähre Schüler (Präs. Med. 1.Sg./Akk.Pl.)
Die Yātudhānī sprach: „Das ist bloße Namensdeutung von dir, deren Silben mühsam ausgesprochen sind; das lässt sich nicht behalten; steig hinab in den Teich.“
[Sternzeile:] „Durch Kühe [bzw. Strahlen] wurde mir das Dunkel vertrieben, gleich als ich geboren war, vom Körper an.“
Wort für Wort
gobhis tamo mama
durch Kühe/Strahlen die Finsternis, mir (Instr.Pl./Nom.n./Gen.)
dhvastaṃ
zerstört (PPP n.)
jātamātrasya dehataḥ
des eben Geborenen, vom Körper her (Gen./Abl.-Adv.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften); Wortspiel go-tama, „Dunkel durch Kühe/Licht vertrieben“.
Die Yātudhānī sprach: „Das ist bloße Namensdeutung von dir, deren Silben mühsam ausgesprochen sind; das lässt sich nicht behalten; steig hinab in den Teich.“
Arundhatī sprach: „[Ich trage] die Dharā, Dharitrī, Vasudhā [Namen der Erde] [?]; ich stehe unmittelbar nach dem Gatten, dem Sinn des Gatten folgend – als Arundhatī wisse mich.“
Wort für Wort
arundhaty uvāca
Arundhatī sprach
dharāṃ dharitrīṃ vasudhāṃ
Dharā, Dharitrī, Vasudhā (Akk.Sg.f.)
bhartus tiṣṭhāmy anantaram
des Gatten, ich stehe unmittelbar [danach] (Gen./Präs. 1.Sg./Adv.)
mano 'nurundhatī bhartur
den Sinn folgend/sich fügend des Gatten (Akk./Part.Präs.f./Gen.)
iti māṃ viddhy arundhatīm
so mich wisse als Arundhatī (Imp. 2.Sg./Akk.)
Die Rolle der Akkusative dharāṃ dharitrīṃ vasudhām (Namen der Erde) in der ersten Zeile ist unklar.
Die Yātudhānī sprach: „Das ist bloße Namensdeutung von dir, deren Silben mühsam ausgesprochen sind; das lässt sich nicht behalten; steig hinab in den Teich.“
Gaṇḍā sprach: „Ich, die ich von Gaṇḍa zu Gaṇḍa [Wange zu Wange/Hügel zu Hügel] gegangen bin, werde ‚Gaṇḍagaṇḍā‘ genannt; wie Gaṇḍagaṇḍā, [so] ‚Gaṇḍā‘ – wisse mich, Feuergeborene.“ [?]
[Sternzeilen:] „Für einen Teil des Gesichts [nämlich die Wange] nennt man diese Wurzel ‚gaṇḍ‘ [?]; durch dessen Erhabenheit wisse mich als Gaṇḍā, Feuergeborene.“
Wort für Wort
vaktraikadeśe gaṇḍeti
an einem Teil des Gesichts „gaṇḍa“ (Lok./Nom.)
dhātum etaṃ pracakṣate
diese Wurzel/Grundstoff nennt man (Akk./Präs. Med. 3.Pl.)
tenonnatena gaṇḍeti
durch dieses Erhabene „Gaṇḍā“ (Instr.)
viddhi mānalasaṃbhave
wisse mich, Feuergeborene
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeilen der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften); dhātum etam ist unsicher.
Die Yātudhānī sprach: „Das ist bloße Namensdeutung von dir, deren Silben mühsam ausgesprochen sind; das lässt sich nicht behalten; steig hinab in den Teich.“
Paśusakha sprach: „‚Sakhā‘ [Freund], o Freund, der der Freundschaft [würdig] ist, und stets der Freund der Tiere – als abgeleiteter [Name] ‚Paśusakha‘ wisse mich so, Feuergeborene.“ [?]
Wort für Wort
paśusakha uvāca
Paśusakha sprach
sakhā sakhe yaḥ sakhyeyaḥ
Freund, o Freund, der zur Freundschaft gehörig (Nom./Vok./Nom.)
paśūnāṃ ca sakhā sadā
und der Tiere Freund stets (Gen.Pl./Nom.)
gauṇaṃ paśusakhety evaṃ
als abgeleiteten [Namen] „Paśusakha“ so (Akk.n.)
viddhi mām agnisaṃbhave
wisse mich, Feuergeborene (Imp. 2.Sg./Vok.f.)
sakhyeyaḥ ist unsicher; gauṇa = abgeleitet/sekundär (Name).
Yātudhānī sprach: Dieser dein Name ist eine [bloße] Worterklärung, seine Silben sind schwer auszusprechen; man kann ihn nicht behalten. Steig hinab in den Lotusteich [und nimm die Fasern].
Wort für Wort
yātudhāny uvāca
Yātudhānī sprach (3.Sg.Perf.)
nāmanairuktam etat te
dieser dein Name [ist] etymologisch erklärend (Nom.Sg.n./Gen.Sg.)
duḥkhavyābhāṣitākṣaram
mit schwer auszusprechenden Silben (Bahuvrīhi, Nom.Sg.n.)
na etad dhārayituṃ śakyam
dies kann nicht behalten werden (Inf./Adj.)
gaccha avatara padminīm
geh, steig hinab in den Lotusteich (Imp.2.Sg./Akk.Sg.f.)
gacchāvatara padminīm: gacchāvatara als Aufforderung „geh hinab“, hier sinngemäß Freigabe zum Lotusteich.
Śunaḥsakha sprach: Wie von diesen der Name [in solcher Weise] genannt wurde, so wage ich ihn hier nicht zu sagen. Erkenne, Yātudhānī, in mir den Freund des Śunaḥsakha.
Wort für Wort
śunaḥsakha uvāca
Śunaḥsakha sprach (3.Sg.Perf.)
ebhir uktaṃ yathā nāma
wie der Name von diesen gesagt wurde (Instr.Pl./Part.Pass.)
na aham vaktum ihotsahe
ich wage es hier nicht zu sagen (1.Sg.Präs./Inf.)
śunaḥsakhasakhāyaṃ mām
mich, den Freund des Śunaḥsakha (Akk.Sg.)
yātudhāni upadhāraya
Yātudhānī, erfasse/erkenne (Vok./Imp.2.Sg.)
śunaḥsakhasakhāyam: wörtlich „Freund des Hundefreundes“; Sinn (Selbstbezeichnung als Name) unsicher.
yātudhāny uvāca; nāma te 'vyaktam uktaṃ vai vākyaṃ saṃdigdhayā girā; tasmāt sakṛd idānīṃ tvaṃ brūhi yan nāma te dvija
Yātudhānī sprach: Dein Name ist undeutlich genannt worden, das Wort mit zweifelhaftem Klang. Darum sage nun einmal, Zweigeborener, wie dein Name lautet.
Wort für Wort
yātudhāny uvāca
Yātudhānī sprach
nāma te avyaktam uktaṃ vai
dein Name wurde undeutlich gesagt (Part.Pass./Nom.Sg.n.)
Śunaḥsakha sprach: Einmal habe ich den Namen genannt, [und] da du ihn nicht aufgefasst hast, so geh, vom Dreistab geschlagen, zu Asche, ohne zu zögern.
Wort für Wort
śunaḥsakha uvāca
Śunaḥsakha sprach
sakṛd uktaṃ mayā nāma
einmal wurde von mir der Name gesagt (Part.Pass./Instr.)
bhīṣma uvāca; sā brahmadaṇḍakalpena tena mūrdhni hatā tadā; kṛtyā papāta medinyāṃ bhasmasāc ca jagāma ha
Bhīṣma sprach: Da wurde sie von jenem, einem Brahmanenstab gleichen [Stab], auf den Kopf geschlagen; die Kṛtyā fiel zur Erde und wurde tatsächlich zu Asche.
Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
sā brahmadaṇḍakalpena tena
sie, von jenem einem Brahmanenstab gleichen [Stab] (Instr.Sg.)
mūrdhni hatā tadā
auf den Kopf geschlagen, damals (Lok.Sg./Part.Pass.)
Die Weisen sprachen: Von welchem Übeltäter, welchem grausamen [Menschen] wurden uns, die wir vom Hunger überwältigt sind und nach Nahrung verlangen, die Lotusfasern weggenommen?
Wort für Wort
ṛṣaya ūcuḥ
die Weisen sprachen (Perf.3.Pl.)
kena kṣudhābhibhūtānām asmākam
von wem, [uns] vom Hunger Überwältigten (Gen.Pl.)
pāpakarmaṇā nṛśaṃsena
vom Übeltäter, vom Grausamen (Instr.Sg.)
apanītāni bisāni
weggenommen wurden die Lotusfasern (Part.Pass.Nom.Pl.n.)
Vasiṣṭha sprach: Wer in der Welt auf Nicht-Studium erpicht ist, der soll Hunde [mit sich] herumschleppen; ein Wandermönch nach eigener Willkür sei, wer Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
vasiṣṭha uvāca
Vasiṣṭha sprach
anadhyāyaparo loke
auf Nicht-Studium bedacht in der Welt (Nom.Sg./Lok.)
śunaḥ sa parikarṣatu
Hunde soll er herumschleppen (Akk.Pl./Imp.3.Sg.)
parivrāṭ kāmavṛtto astu
ein Wandermönch nach Belieben sei er (Nom./Imp.3.Sg.)
bisastainyaṃ karoti yaḥ
wer Lotusfasern stiehlt
śunaḥ parikarṣatu: Deutung unsicher [?] (Hunde herumzerren/-schleppen als niedriges Gewerbe).
Einen Schutzsuchenden soll er töten, vom Freund und von der eigenen Tochter leben und von einem Geizhals Reichtümer verlangen, wer Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
śaraṇāgataṃ hantu mitram
den Schutzsuchenden töte er, den Freund (Akk./Imp.3.Sg.)
svasutāṃ ca upajīvatu
und von der eigenen Tochter lebe er (Akk./Imp.3.Sg.)
arthān kāṅkṣatu kīnāśāt
Reichtümer begehre er von einem Geizhals/Pflüger (Akk.Pl./Abl.) [?]
Bharadvāja sprach: Grausam und von der Pflicht abgefallen soll er sein gegenüber Frauen, Verwandten und Kühen, und selbst einen Brahmanen soll er übervorteilen, wer Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
bharadvāja uvāca
Bharadvāja sprach
nṛśaṃsaḥ tyaktadharmaḥ astu
grausam, die Pflicht verlassend sei er (Nom./Imp.3.Sg.)
strīṣu jñātiṣu goṣu ca
gegenüber Frauen, Verwandten und Kühen (Lok.Pl.)
brāhmaṇaṃ ca api jayatām
auch einen Brahmanen besiege/übervorteile er (Akk./Imp.Med.)
bisastainyaṃ karoti yaḥ
wer Lotusfasern stiehlt
jayatām: ungewöhnliche Imperativform; „übervorteilen“ als Wiedergabe von „besiegen“ unsicher [?].
In einem Dorf, dessen Brunnen überschwemmt sind, soll er als Brahmane Gatte einer Vṛṣalī sein; deren Welt-Gemeinschaft soll er erlangen, wer Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
udapānaplave grāme
in einem Dorf mit überfluteten Brunnen (Lok.Sg.)
brāhmaṇaḥ vṛṣalīpatiḥ
der Brahmane, Gatte einer Vṛṣalī (Nom.Sg.)
tasya sālokyatāṃ yātu
dessen Weltgemeinschaft erlange er (Gen./Akk./Imp.3.Sg.)
bisastainyaṃ karoti yaḥ
wer Lotusfasern stiehlt
udapānaplave: Deutung unsicher [?] („in dessen Brunnen Überschwemmung ist“).
viśvāmitra uvāca; jīvato vai gurūn bhṛtyān bharantv asya pare janāḥ; agatir bahuputraḥ syād bisastainyaṃ karoti yaḥ
Viśvāmitra sprach: Zu seinen Lebzeiten sollen andere Leute seine Lehrer und Diener erhalten; ohne Zuflucht soll er sein, obwohl er viele Söhne hat, wer Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
viśvāmitra uvāca
Viśvāmitra sprach
jīvataḥ vai gurūn bhṛtyān
der Lebende [hat] Lehrer, Diener (Gen./Akk.Pl.)
bharantu asya pare janāḥ
andere Leute sollen ihm [sie] unterhalten (Imp.3.Pl.)
agatiḥ bahuputraḥ syāt
ohne Zuflucht, vielsöhnig sei er (Nom./Opt.3.Sg.)
bisastainyaṃ karoti yaḥ
wer Lotusfasern stiehlt
jīvato ... asya: der Sinn des Verses ist unsicher [?].
Inmitten des Hauses der Verwandten weilend, soll sie am Tagesende Gerstenmehl essen; unglückselig und Mutter von Nicht-Helden soll sie sein, die Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
jñātīnāṃ gṛhamadhyasthā
im Haus der Verwandten mittendrin weilend (Gen.Pl./Nom.f.)
saktūn attu dinakṣaye
Gerstenmehl esse sie am Tagesende (Akk.Pl./Imp.3.Sg./Lok.)
abhāgyāvīrasūḥ astu
unglückselig und Mutter von Nicht-Helden sei sie (Nom.f./Imp.3.Sg.)
Nachdem sie selbst [die Speise] zubereitet hat, soll sie [allein] zuerst davon essen und in Magdschaft leben; durch ein Vergehen soll sie umkommen, die Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
sādhayitvā svayaṃ prāśet
nachdem sie selbst zubereitet, esse sie zuerst (Abs./Opt.3.Sg.)
dāsye jīvatu ca ha
und lebe in Magd-/Knechtschaft (Lok./Imp.3.Sg.)
vikarmaṇā pramīyeta
durch ein Fehlverhalten komme sie um (Instr./Opt.Pass.)
bisastainyaṃ karoti yā
die Lotusfasern stiehlt
prāśet: „essen“, hier wohl „vor den anderen essen“ [?].
paśusakha uvāca; dāsya eva prajāyeta so 'prasūtir akiṃcanaḥ; daivateṣv anamaskāro bisastainyaṃ karoti yaḥ
Paśusakha sprach: In Dienstbarkeit soll er geboren werden, ohne Nachkommenschaft und besitzlos, und den Göttern gegenüber ohne Verehrung sein, wer Lotusfasern stiehlt.
Wort für Wort
paśusakha uvāca
Paśusakha sprach
dāsye eva prajāyeta
in Dienstbarkeit werde er geboren (Lok./Opt.Med.)
saḥ aprasūtiḥ akiṃcanaḥ
er, ohne Nachkommen, besitzlos (Nom.Sg.)
daivateṣu anamaskāraḥ
Nicht-Verehrung gegenüber den Göttern (Lok.Pl./Nom.)
bisastainyaṃ karoti yaḥ
wer Lotusfasern stiehlt
dāsye eva: auch „von einer Sklavin geboren“ (dāsyāḥ) denkbar [?].
śunaḥsakha uvāca; adhvaryave duhitaraṃ dadātu; cchandoge vā caritabrahmacarye; ātharvaṇaṃ vedam adhītya vipraḥ; snāyīta yo vai harate bisāni
Śunaḥsakha sprach: Er soll einem Adhvaryu die Tochter geben, oder einem Chandoga, der das Brahmacarya vollzogen hat; und der Brahmane, der den Atharvaveda studiert hat, soll das Abschlussbad nehmen, wer Lotusfasern entwendet.
Wort für Wort
śunaḥsakha uvāca
Śunaḥsakha sprach
adhvaryave duhitaraṃ dadātu
einem Adhvaryu gebe er die Tochter (Dat./Akk./Imp.3.Sg.)
chandoge vā caritabrahmacarye
oder einem Sāmaveda-Sänger, der Brahmacarya geübt hat (Lok./Dat.-Funktion)
ātharvaṇaṃ vedam adhītya vipraḥ
der Brahmane, den Atharvaveda studiert habend (Akk./Abs./Nom.)
snāyīta yaḥ vai harate bisāni
er nehme das Abschlussbad, wer die Lotusfasern nimmt (Opt.Med./Präs.Med.)
ṛṣaya ūcuḥ; iṣṭam etad dvijātīnāṃ yo 'yaṃ te śapathaḥ kṛtaḥ; tvayā kṛtaṃ bisastainyaṃ sarveṣāṃ naḥ śunaḥsakha
Die Weisen sprachen: Dieser Schwur, den du geleistet hast, ist den Zweimalgeborenen willkommen; von dir wurde der Lotusfasern-Diebstahl an uns allen begangen, Śunaḥsakha.
Wort für Wort
ṛṣaya ūcuḥ
die Weisen sprachen
iṣṭam etad dvijātīnām
dies ist den Zweimalgeborenen erwünscht (Part.Pass./Gen.Pl.)
yaḥ ayaṃ te śapathaḥ kṛtaḥ
dieser Schwur, der von dir getan wurde (Nom./Part.Pass.)
tvayā kṛtaṃ bisastainyam
von dir wurde der Lotusfaserdiebstahl begangen (Instr./Part.Pass.)
śunaḥsakha uvāca; nyastam ādyam apaśyadbhir yad uktaṃ kṛtakarmabhiḥ; satyam etan na mithyaitad bisastainyaṃ kṛtaṃ mayā
Śunaḥsakha sprach: Was [ihr] gesagt habt, [ihr,] die ihr das zuvor Niedergelegte nicht saht und [eure] Taten getan habt, das ist wahr, nicht falsch: der Lotusfasern-Diebstahl wurde von mir begangen.
Wort für Wort
śunaḥsakha uvāca
Śunaḥsakha sprach
nyastam ādyam apaśyadbhiḥ
von denen, die das zuerst Niedergelegte nicht sahen (Part.Pass./Instr.Pl.) [?]
yad uktaṃ kṛtakarmabhiḥ
was gesagt wurde von denen, die ihr Werk getan haben (Instr.Pl.)
satyam etat na mithyā etat
dies ist wahr, dies nicht falsch
bisastainyaṃ kṛtaṃ mayā
der Lotusfaserdiebstahl wurde von mir begangen (Part.Pass./Instr.)
Erste Vershälfte syntaktisch unsicher [?]; Sinn: Er bestätigt die Aussage der Weisen, er selbst habe die Fasern genommen.
mayā hy antarhitānīha bisānīmāni paśyata; parīkṣārthaṃ bhagavatāṃ kṛtam etan mayānaghāḥ; rakṣaṇārthaṃ ca sarveṣāṃ bhavatām aham āgataḥ
Denn von mir sind diese Lotusfasern hier verborgen worden, seht [sie]! Zur Prüfung der Ehrwürdigen wurde dies von mir getan, ihr Makellosen, und zum Schutz von euch allen bin ich gekommen.
Wort für Wort
mayā hi antarhitāni iha
denn von mir hier verborgen (Instr./Part.Pass.)
bisāni imāni paśyata
diese Lotusfasern seht (Imp.2.Pl.)
parīkṣārthaṃ bhagavatām
zur Prüfung der Ehrwürdigen (Gen.Pl.)
kṛtam etat mayā anaghāḥ
dies wurde von mir getan, ihr Makellosen (Vok.Pl.)
rakṣaṇārthaṃ ca sarveṣāṃ bhavatām aham āgataḥ
und zum Schutz von euch allen bin ich gekommen (Part.Perf.)
Wegen [eurer] Gierlosigkeit sind euch unvergängliche, alle Wünsche erfüllende Welten zuteil geworden; erhebt euch schnell von hier und erlangt sie, ihr Zweimalgeborenen.
Wort für Wort
alobhāt akṣayāḥ lokāḥ
wegen Gierlosigkeit unvergängliche Welten (Abl./Nom.Pl.)
prāptāḥ vaḥ sārvakāmikāḥ
euch zuteil geworden, alle Wünsche erfüllend (Part.Pass./Nom.Pl.)
uttiṣṭhadhvam itaḥ kṣipram
erhebt euch schnell von hier (Imp.2.Pl.Med.)
tān avāpnuta vai dvijāḥ
erlangt sie, ihr Zweimalgeborenen (Imp.2.Pl./Vok.)
Bhīṣma sprach: Da sagten die großen Weisen erfreut zu Puraṃdara „So sei es“, und alle gingen zusammen mit dem Herrn der Dreißig [Götter] in den Himmel.
So haben diese Hochgesinnten, obwohl sie von höchstem Hunger geplagt und von Hochgesinnten mit mannigfachen Genüssen gelockt wurden, damals keine Gier gezeigt; darum erlangten sie den Himmel.
Wort für Wort
evam ete mahātmānaḥ
so diese Hochgesinnten (Nom.Pl.)
bhogaiḥ bahuvidhaiḥ api
mit vielerlei Genüssen (Instr.Pl.)
kṣudhā paramayā yuktāḥ
von höchstem Hunger befallen (Instr./Part.Pass.)
chandyamānāḥ mahātmabhiḥ
gelockt/eingeladen von Hochgesinnten (Part.Pass.Pass./Instr.Pl.)
na eva lobhaṃ tadā cakruḥ
zeigten damals keineswegs Gier (Perf.3.Pl.)
tataḥ svargam avāpnuvan
darauf erlangten sie den Himmel (Impf.3.Pl.)
chandyamānāḥ mahātmabhiḥ: „von Hochgesinnten [d.h. den Göttern?] mit Genüssen eingeladen“, Bezug unsicher [?].