Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Anuśāsanaparva

Kapitel 75: gopradānavidhi Regel und Segensformeln beim Verschenken von Kühen und Könige, die dadurch Welten erlangten

Bhīṣma unterweist Yudhiṣṭhira über das Kuhgeschenk, die zugehörigen Sprüche und Gelübde sowie berühmte Könige, die dadurch zum Himmel gelangten. Der Text ist an mehreren Stellen dunkel; Deutungen sind teils tastend.

yudhiṣṭhira uvāca; vidhiṃ gavāṃ param ahaṃ śrotum icchāmi tattvataḥ; yena tāñ śāśvatāṃl lokān akhilān aśnuvīmahi

Yudhiṣṭhira sprach: „Die höchste Regel der Kühe möchte ich der Wahrheit gemäß hören, durch die wir alle ewigen Welten vollständig erlangen mögen.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.3.Sg.)
vidhiṃ gavāṃ param
die höchste Regel der Kühe (Akk.Sg./Gen.Pl./Akk.Sg.)
ahaṃ śrotum icchāmi tattvataḥ
ich möchte hören der Wahrheit gemäß (1.Sg.Präs./Inf./Adv.)
yena tāñ śāśvatāṃl lokān
durch die (Regel) jene ewigen Welten (Instr.Sg./Akk.Pl./Akk.Pl./Akk.Pl.)
akhilān aśnuvīmahi
vollständige, mögen wir erlangen (Akk.Pl./1.Pl.Opt.Med.)

bhīṣma uvāca; na godānāt paraṃ kiṃ cid vidyate vasudhādhipa; gaur hi nyāyāgatā dattā sadyas tārayate kulam

Bhīṣma sprach: „Nichts Höheres als das Verschenken einer Kuh gibt es, Herr der Erde. Denn eine auf rechtmäßigem Wege erworbene, geschenkte Kuh rettet sogleich das Geschlecht.“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Perf.3.Sg.)
na godānāt paraṃ kiṃ cid vidyate
nichts Höheres als das Kuhgeschenk gibt es (Abl.Sg./Nom.Sg.n./Pass.3.Sg.Präs.)
vasudhādhipa
Herr der Erde (Vok.Sg.)
gaur hi nyāyāgatā dattā
denn eine Kuh, auf rechtmäßigem Wege erlangt, gegeben (Nom.Sg.f./Part.Perf.Pass.)
sadyas tārayate kulam
sogleich rettet sie das Geschlecht (Adv./3.Sg.Präs.Kaus./Akk.Sg.)

satām arthe samyag utpādito yaḥ; sa vai kḷptaḥ samyag iṣṭaḥ prajābhyaḥ; tasmāt pūrvaṃ hy ādikāle pravṛttaṃ; gavāṃ dāne śṛṇu rājan vidhiṃ me

[Die Kuh,] die zum Wohl der Guten recht hervorgebracht worden ist, sie ist wahrlich recht bereitet und von den Geschöpfen gewünscht; deshalb hat sich [das Geben] vor Zeiten, in der Urzeit, in Gang gesetzt. Höre, König, von mir die Regel beim Verschenken von Kühen.

Wort für Wort
satām arthe samyag utpādito yaḥ
zum Wohl der Guten recht hervorgebracht, welche (Gen.Pl./Lok.Sg./Adv./Part.Pass./Nom.Sg.m.)
sa vai kḷptaḥ samyag iṣṭaḥ prajābhyaḥ
der ist wahrlich bereitet, recht gewünscht von den Geschöpfen (Nom./Part.Pass./Part.Pass./Dat.Abl.Pl.)
tasmāt pūrvaṃ hy ādikāle pravṛttaṃ
deshalb früher, in der Urzeit, in Gang gekommen (Abl./Adv./Lok.Sg./Part.Pass.n.)
gavāṃ dāne śṛṇu rājan vidhiṃ me
beim Geben der Kühe höre, König, die Regel von mir (Gen.Pl./Lok.Sg./Imp.2.Sg./Vok./Akk./Gen.-Abl.Sg.)

Der Bezug des ersten Halbverses ist unklar (Kuh oder Geben); Übersetzung sinngemäß. [?]

purā goṣūpanītāsu goṣu saṃdigdhadarśinā; māndhātrā prakṛtaṃ praśnaṃ bṛhaspatir abhāṣata

Einst hat Bṛhaspati dem Māndhātṛ, der bei den zum Verschenken herbeigebrachten Kühen Zweifel hatte, die gestellte Frage beantwortet.

Wort für Wort
purā goṣūpanītāsu goṣu
einst, bei den herbeigeführten Kühen, bei den Kühen (Adv./Lok.Pl.f./Lok.Pl.)
saṃdigdhadarśinā
der Zweifelndes sah, d. h. schwankend war (Instr.Sg.)
māndhātrā prakṛtaṃ praśnaṃ
von Māndhātṛ gestellt die Frage (Instr.Sg./Part.Pass.Akk./Akk.Sg.)
bṛhaspatir abhāṣata
Bṛhaspati sprach (Nom./Impf.3.Sg.Med.)

Konstruktion locker; prakṛtaṃ praśnaṃ von der Frage des Māndhātṛ her verstanden. [?]

dvijātim abhisatkṛtya śvaḥ kālam abhivedya ca; pradānārthe niyuñjīta rohiṇīṃ niyatavrataḥ

Nachdem man einen Zweimalgeborenen [Brahmanen] geehrt und ihm die Zeit für den folgenden Tag bekanntgegeben hat, soll man, in den Gelübden gefestigt, eine Rohiṇī-Kuh für das Verschenken bestimmen.

Wort für Wort
dvijātim abhisatkṛtya
einen Zweimalgeborenen geehrt habend (Akk.Sg./Abs.)
śvaḥ kālam abhivedya ca
und den Zeitpunkt für morgen mitgeteilt habend (Adv./Akk.Sg./Abs.)
pradānārthe niyuñjīta
zum Zweck des Schenkens soll man bestimmen (Lok.Sg./3.Sg.Opt.Med.)
rohiṇīṃ niyatavrataḥ
eine Rohiṇī(-Kuh), der Gelübde bewahrt (Akk.Sg.f./Nom.Sg.m.)

āhvānaṃ ca prayuñjīta samaṅge bahuleti ca; praviśya ca gavāṃ madhyam imāṃ śrutim udāharet

Und man soll den Ruf anwenden: „Samaṅgā! Bahulā!“, und wenn man in die Mitte der Kühe getreten ist, soll man diese Śruti-Formel aussprechen:

Wort für Wort
āhvānaṃ ca prayuñjīta
und den Anruf soll man anwenden (Akk.Sg./3.Sg.Opt.Med.)
samaṅge bahuleti ca
„Samaṅgā, Bahulā“ und so (Vok.Sg.f./Vok.Sg.f. + iti)
praviśya ca gavāṃ madhyam
und eingetreten in die Mitte der Kühe (Abs./Gen.Pl./Akk.Sg.)
imāṃ śrutim udāharet
diese Śruti(-Formel) soll man sprechen (Akk.Sg.f./3.Sg.Opt.)

gaur me mātā govṛṣabhaḥ pitā me; divaṃ śarma jagatī me pratiṣṭhā; prapadyaivaṃ śarvarīm uṣya goṣu; munir vāṇīm utsṛjed gopradāne

„Die Kuh ist meine Mutter, der Kuhstier mein Vater; Himmel und Wohlergehen, die Welt ist mein Halt.“ Wenn er so Zuflucht genommen und die Nacht bei den Kühen verbracht hat, soll der Weise (Muni) beim Verschenken der Kühe die Rede loslassen.

Wort für Wort
gaur me mātā govṛṣabhaḥ pitā me
die Kuh ist meine Mutter, der Kuhstier mein Vater (Nom./Gen.-Dat.Sg.)
divaṃ śarma jagatī me pratiṣṭhā
Himmel, Wohlergehen, die Welt ist mein Halt (Akk./Nom.n./Nom.f./Nom.f.)
prapadyaivaṃ śarvarīm uṣya goṣu
so Zuflucht genommen habend, die Nacht verbracht habend bei den Kühen (Abs./Adv./Akk.Sg./Abs./Lok.Pl.)
munir vāṇīm utsṛjed gopradāne
der Muni soll die Rede entlassen beim Kuhgeschenk (Nom./Akk.Sg./3.Sg.Opt./Lok.Sg.)

divaṃ śarma: Text möglicherweise als „Himmel [ist mein] Wohlergehen“ zu fassen; Lesart unsicher. [?]

sa tām ekāṃ niśāṃ gobhiḥ samasakhyaḥ samavrataḥ; aikātmyagamanāt sadyaḥ kalmaṣād vipramucyate

Der, der jene eine Nacht mit den Kühen als deren Gefährte und mit gleichem Gelübde [verbringt], wird durch das Einswerden [mit ihnen] sogleich von Befleckung völlig befreit.

Wort für Wort
sa tām ekāṃ niśāṃ gobhiḥ
er jene eine Nacht mit den Kühen (Nom./Akk.Sg.f./Akk.Sg.f./Instr.Pl.)
samasakhyaḥ samavrataḥ
der gleiche Freundschaft habende, gleiches Gelübde habende (Nom.Sg.m.)
aikātmyagamanāt sadyaḥ
durch das Gelangen zur Einheit sogleich (Abl.Sg./Adv.)
kalmaṣād vipramucyate
von der Befleckung wird er befreit (Abl.Sg./Pass.3.Sg.Präs.)

utsṛṣṭavṛṣavatsā hi pradeyā sūryadarśane; trividhaṃ pratipattavyam arthavādāśiṣaḥ stavāḥ

Die Kuh ist mit freigelassenem Stier und Kalb bei Sonnenaufgang [wörtl.: beim Erblicken der Sonne] zu schenken; dreifach ist es zu erfassen: Erklärungen, Segenswünsche, Preisungen.

Wort für Wort
utsṛṣṭavṛṣavatsā hi
denn [die Kuh], der Stier und Kalb freigelassen sind (Nom.Sg.f.)
pradeyā sūryadarśane
ist zu schenken bei Sonnenschau (Gerundiv/Lok.Sg.)
trividhaṃ pratipattavyam
dreifach ist zu erfassen (Adv./Gerundiv n.)
arthavādāśiṣaḥ stavāḥ
Erläuterungen, Segenssprüche, Preisungen (Nom.Pl.)

ūrjasvinya ūrjamedhāś ca yajño; garbho 'mṛtasya jagataś ca pratiṣṭhā; kṣitau rādhaḥprabhavaḥ śaśvad eva; prājāpatyāḥ sarvam ity arthavādaḥ

„Kraftvolle, Kraft Mehrende, Opfer, Schoß des Unsterblichen und Grundlage der Welt, auf Erden stets Ursprung des Gabenreichtums, Prajāpati gehörig, alles“: so ist die Erklärung (arthavāda).

Wort für Wort
ūrjasvinya ūrjamedhāś ca yajño
kraftvolle, Kraft Fördernde und Opfer (Nom.Pl.f./Nom.Pl.f./Nom.Sg.)
garbho 'mṛtasya jagataś ca pratiṣṭhā
Keim des Unsterblichen und Grundlage der Welt (Nom.Sg./Gen.Sg./Gen.Sg./Nom.f.)
kṣitau rādhaḥprabhavaḥ śaśvad eva
auf Erden Ursprung des Wohlstands, stets (Lok.Sg./Nom.Sg.m./Adv.)
prājāpatyāḥ sarvam ity arthavādaḥ
dem Prajāpati gehörig, alles: so die Erläuterung (Nom.Pl.f./Nom.Sg.n./Nom.Sg.m.)

ūrjamedhāḥ und rādhaḥprabhavaḥ unsicher gedeutet; der Bezug von „alles“ ist offen. [?]

gāvo mamainaḥ praṇudantu sauryās; tathā saumyāḥ svargayānāya santu; āmnātā me dadatīr āśrayaṃ tu; tathānuktāḥ santu sarvāśiṣo me

„Die Sonnen-Kühe [Saurya-Kühe] sollen meine Sünde forttreiben, ebenso sollen die Mond-Kühe [Saumya-Kühe] zum Gang in den Himmel dienen; die überlieferten [Kühe], mir eine Zuflucht gebend, und ebenso mögen alle nicht genannten Segenswünsche für mich [gelten].“

Wort für Wort
gāvo mamainaḥ praṇudantu sauryāḥ
die Kühe sollen meine Sünde forttreiben, die Sonnenkühe (Nom.Pl./Gen.Sg./Akk.Sg.n./3.Pl.Imp./Nom.Pl.f.)
tathā saumyāḥ svargayānāya santu
ebenso die Mondkühe sollen zum Gang zum Himmel sein (Adv./Nom.Pl.f./Dat.Sg./3.Pl.Imp.)
āmnātā me dadatīr āśrayaṃ tu
die überlieferten, mir Zuflucht gebenden (Part.Nom.Pl.f./Gen.Sg./Part.Akk.Pl.f./Akk.Sg.)
tathānuktāḥ santu sarvāśiṣo me
ebenso mögen nicht Ausgesprochene sein alle Segenswünsche für mich (Adv./Part.Nom.Pl.f./3.Pl.Imp./Nom.Pl.f.)

Zweiter Halbvers und āmnātā … dadatīr: Konstruktion unsicher. [?]

śeṣotsarge karmabhir dehamokṣe; sarasvatyaḥ śreyasi saṃpravṛttāḥ; yūyaṃ nityaṃ puṇyakarmopavāhyā; diśadhvaṃ me gatim iṣṭāṃ prapannāḥ

„Beim Weggeben des Rests, bei der Lösung vom Körper durch Taten, seid ihr, Sarasvatīs [Reiche, Fließende], zum Heil hin aufgebrochen; ihr, stets durch fromme Werke zu Tragende, weist mir, [zu euch] Gekommenem, den gewünschten Weg.“

Wort für Wort
śeṣotsarge karmabhir dehamokṣe
beim Weggeben des Rests, durch Taten, bei der Befreiung vom Leib (Lok.Sg./Instr.Pl./Lok.Sg.)
sarasvatyaḥ śreyasi saṃpravṛttāḥ
ihr Sarasvatīs, zum Heil gelangte (Vok.Pl.f./Lok.Sg./Part.Pass.Nom.Pl.f.)
yūyaṃ nityaṃ puṇyakarmopavāhyā
ihr, stets durch fromme Werke zu befördern (Nom.Pl./Adv./Gerundiv f.)
diśadhvaṃ me gatim iṣṭāṃ prapannāḥ
weist mir den gewünschten Weg, (zu euch) gekommen (2.Pl.Imp.Med./Gen.-Dat./Akk.Sg./Part.Akk.f./Nom.Pl.m.)

Verderbter oder dunkler Vers; Deutung tastend. [?]

yā vai yūyaṃ so 'ham adyaikabhāvo; yuṣmān dattvā cāham ātmapradātā; manaścyutā manaevopapannāḥ; saṃdhukṣadhvaṃ saumyarūpograrūpāḥ

„Die ihr [es] seid, die bin ich, heute eines Wesens [mit euch]; indem ich euch gebe, bin ich einer, der sich selbst gibt; ihr, dem Geist entsprungen, im Geist entstanden, gebt Milch, ob von sanfter oder von schrecklicher Gestalt.“

Wort für Wort
yā vai yūyaṃ so 'ham adyaikabhāvo
die ihr seid, der bin ich, heute eines Wesens (Nom.Pl.f./Nom.Sg.m./Adv./Nom.Sg.m.)
yuṣmān dattvā cāham ātmapradātā
euch gegeben habend, und ich bin der sich selbst Gebende (Akk.Pl./Abs./Nom.Sg.)
manaścyutā manaevopapannāḥ
aus dem Geist hervorgegangen, im Geist entstanden (Nom.Pl.f./Part.Nom.Pl.f.)
saṃdhukṣadhvaṃ saumyarūpograrūpāḥ
gebt Milch, ihr von sanfter und schrecklicher Gestalt (2.Pl.Imp.Med./Nom.Pl.f.)

manaścyutā und manaevopapannāḥ sind unsicher (Text womöglich verderbt); Übersetzung tastend. [?]

evaṃ tasyāgre pūrvam ardhaṃ vadeta; gavāṃ dātā vidhivat pūrvadṛṣṭam; pratibrūyāc cheṣam ardhaṃ dvijātiḥ; pratigṛhṇan vai gopradāne vidhijñaḥ

So soll der Geber der Kühe vor jenem [Brahmanen] regelgemäß die zuvor gesehene erste Hälfte sprechen; die zweite Hälfte soll der Zweimalgeborene erwidern, wenn er beim Kuhgeschenk annimmt, der die Regel Kundige.

Wort für Wort
evaṃ tasyāgre pūrvam ardhaṃ vadeta
so soll er vor jenem die erste Hälfte sprechen (Adv./Gen./Adv./Akk./3.Sg.Opt.)
gavāṃ dātā vidhivat pūrvadṛṣṭam
der Geber der Kühe, regelgemäß, vorher Geschautes (Gen.Pl./Nom.Sg./Adv./Part.Akk.n.)
pratibrūyāc cheṣam ardhaṃ dvijātiḥ
soll erwidern die restliche Hälfte, der Zweimalgeborene (3.Sg.Opt./Akk.Sg./Akk.Sg./Nom.Sg.)
pratigṛhṇan vai gopradāne vidhijñaḥ
annehmend, beim Kuhgeschenk, regelkundig (Part.Präs./Lok.Sg./Nom.Sg.)

gāṃ dadānīti vaktavyam arghyavastravasupradaḥ; ūdhasyā bharitavyā ca vaiṣṇavīti ca codayet

„Ich gebe [dir] eine Kuh“, soll er sagen, [er], der Wasser zum Empfang, Gewand und Reichtum gibt; und „Sie ist am Euter zu füllen“ [?] und „Sie ist Viṣṇus“ soll er hinzufügen.

Wort für Wort
gāṃ dadānīti vaktavyam
„Ich will eine Kuh geben“ ist zu sagen (Akk.Sg./1.Sg.Imp.+iti/Gerundiv)
arghyavastravasupradaḥ
Gastwasser, Gewand und Gut Gebender (Nom.Sg.m.)
ūdhasyā bharitavyā ca
und mit dem Euter zu versorgen [?] (Gerundiv f.)
vaiṣṇavīti ca codayet
und „Viṣṇus (Kuh)“ soll er sagen, antreiben (Nom.Sg.f.+iti/3.Sg.Opt.Kaus.)

ūdhasyā bharitavyā: Text unsicher. [?]

nāma saṃkīrtayet tasyā yathāsaṃkhyottaraṃ sa vai; phalaṃ ṣaḍviṃśad aṣṭau ca sahasrāṇi ca viṃśatiḥ

Ihren Namen soll er der Reihe nach [nach der Zahl] aufsagen; die Frucht [ist] sechsundzwanzig, acht und tausend, und zwanzig [?].

Wort für Wort
nāma saṃkīrtayet tasyāḥ
den Namen soll er aufsagen von ihr (Akk.Sg.n./3.Sg.Opt.Kaus./Gen.Sg.f.)
yathāsaṃkhyottaraṃ sa vai
je nach Zählung aufsteigend, er wahrlich (Adv./Nom.Sg.)
phalaṃ ṣaḍviṃśad aṣṭau ca
die Frucht: sechsundzwanzig und acht (Nom.Sg./Zahl/Zahl)
sahasrāṇi ca viṃśatiḥ
und Tausende und zwanzig (Nom.Pl./Nom.Sg.)

Zahlenangabe dunkel, vermutlich verderbt; Sinn nicht sicher. [?]

evam etān guṇān vṛddhān gavādīnāṃ yathākramam; gopradātā samāpnoti samastān aṣṭame krame

So erlangt der Geber einer Kuh diese gesteigerten Vorzüge der Kühe und der übrigen [Gaben] der Reihe nach, sie alle, in der achten Stufe.

Wort für Wort
evam etān guṇān vṛddhān
so diese gesteigerten Vorzüge (Adv./Akk.Pl./Akk.Pl./Part.Akk.Pl.)
gavādīnāṃ yathākramam
der Kühe und der übrigen, der Reihe nach (Gen.Pl./Adv.)
gopradātā samāpnoti
der Kuhgeber erlangt (Nom.Sg./3.Sg.Präs.)
samastān aṣṭame krame
alle, in der achten Stufe (Akk.Pl./Lok.Sg.m./Lok.Sg.)

godaḥ śīlī nirbhayaś cārghadātā; na syād duḥkhī vasudātā ca kāmī; ūdhasyoḍhā bhārata yaś ca vidvān; vyākhyātās te vaiṣṇavāś candralokāḥ

Der Kuhgeber, sittlich und furchtlos, und der Wassergeber, soll nicht unglücklich sein, und der Gutgeber [soll] wunschreich [sein]; wer das Euter trägt [?], Bhārata, und wissend ist: dessen Viṣṇu-Welten, Mondwelten sind [hiermit] erklärt.

Wort für Wort
godaḥ śīlī nirbhayaś cārghadātā
Kuhgeber, sittlich, furchtlos, und Wassergeber (Nom.Sg.m.)
na syād duḥkhī vasudātā ca kāmī
soll nicht unglücklich sein, und Gutgeber wunscherfüllt (3.Sg.Opt./Nom./Nom.)
ūdhasyoḍhā bhārata yaś ca vidvān
der ein Euter Tragende [?], Bhārata, und wer wissend ist (Nom./Vok./Nom./Nom.)
vyākhyātās te vaiṣṇavāś candralokāḥ
erklärt sind dir die Viṣṇu- und Mondwelten (Part.Nom.Pl./Dat.-Gen./Nom.Pl./Nom.Pl.)

ūdhasyoḍhā: unsicher. [?]

gā vai dattvā govratī syāt trirātraṃ; niśāṃ caikāṃ saṃvaseteha tābhiḥ; kāmyāṣṭamyāṃ vartitavyaṃ trirātraṃ; rasair vā goḥ śakṛtā prasnavair vā

Nachdem er Kühe gegeben hat, soll er drei Nächte Kuhgelübde halten und hier eine Nacht bei ihnen wohnen; am wunscherfüllenden achten [Mondtag] ist drei Nächte lang zu leben von Säften der Kuh oder von ihrem Dung oder von ihrer Milch [?].

Wort für Wort
gā vai dattvā govratī syāt trirātram
Kühe gegeben habend, soll er Kuhgelübde habend sein, drei Nächte (Akk.Pl./Abs./Nom./3.Sg.Opt./Adv.)
niśāṃ caikāṃ saṃvaseteha tābhiḥ
und eine Nacht soll er zusammenleben hier mit ihnen (Akk.Sg./3.Sg.Opt./Adv./Instr.Pl.)
kāmyāṣṭamyāṃ vartitavyaṃ trirātram
am wunschbringenden Achten ist zu leben drei Nächte (Lok.Sg.f./Gerundiv/Adv.)
rasair vā goḥ śakṛtā prasnavair vā
von Säften oder von der Kuh, von Dung oder von Milchstrahlen (Instr.Pl./Gen.Sg./Instr.Sg./Instr.Pl.)

goḥ … śakṛtā prasnavair vā: Bezug und Reihung unsicher. [?]

vedavratī syād vṛṣabhapradātā; vedāvāptir goyugasya pradāne; tathā gavāṃ vidhim āsādya yajvā; lokān agryān vindate nāvidhijñaḥ

Ein Veda-Gelübde soll haben, wer einen Stier schenkt; Erlangung des Veda [folgt] beim Schenken eines Gespanns von Rindern. So gelangt der Opferer, der die Regel der Kühe erlangt hat, zu höchsten Welten; nicht [gelangt dorthin], wer die Regel nicht kennt.

Wort für Wort
vedavratī syād vṛṣabhapradātā
Vedagelübde-haltend soll sein der Stierschenker (Nom.Sg./3.Sg.Opt./Nom.Sg.)
vedāvāptir goyugasya pradāne
Vedaerlangung beim Schenken eines Rindergespanns (Nom.Sg.f./Gen.Sg./Lok.Sg.)
tathā gavāṃ vidhim āsādya yajvā
ebenso die Regel der Kühe erlangt habend, der Opferer (Adv./Gen.Pl./Akk.Sg./Abs./Nom.Sg.)
lokān agryān vindate nāvidhijñaḥ
höchste Welten findet er, nicht der Regelunkundige (Akk.Pl./Akk.Pl./3.Sg.Präs.Med./Nom.Sg.)

kāmān sarvān pārthivān ekasaṃsthān; yo vai dadyāt kāmadughāṃ ca dhenum; samyak tāḥ syur havyakavyaughavatyas; tāsām ukṣṇāṃ jyāyasāṃ saṃpradānam

Wer alle irdischen Wünsche, in einem [Ort] beisammen, wer eine wunscherfüllende Milchkuh schenken möchte, [für den] sollen diese [Kühe] recht Fluten von Havya und Kavya [Götter- und Ahnenopfer] besitzen; deren [Bullen], der älteren Stiere, [ist] die Übergabe [zu vollziehen].

Wort für Wort
kāmān sarvān pārthivān ekasaṃsthān
alle irdischen Wünsche, in einem vereint (Akk.Pl.)
yo vai dadyāt kāmadughāṃ ca dhenum
wer schenken sollte eine Wunschmelkende und Milchkuh (Nom./3.Sg.Opt./Akk.Sg.f./Akk.Sg.f.)
samyak tāḥ syur havyakavyaughavatyas
recht sollen sie sein, Havya-Kavya-Fluten habend (Adv./Nom.Pl.f./3.Pl.Opt./Nom.Pl.f.)
tāsām ukṣṇāṃ jyāyasāṃ saṃpradānam
von diesen, der Stiere, der älteren, die Übergabe (Gen.Pl.f./Gen.Pl./Gen.Pl./Nom.Sg.n.)

Syntax des Verses unsicher (kāmān … ekasaṃsthān als Objekt oder Bezug schwierig). [?]

na cāśiṣyāyāvratāyopakuryān; nāśraddadhānāya na vakrabuddhaye; guhyo hy ayaṃ sarvalokasya dharmo; nemaṃ dharmaṃ yatra tatra prajalpet

Man soll nicht einem Nicht-Schüler, einem, der kein Gelübde hält, dies zuwenden, nicht einem Glaubenslosen und nicht einem Krummgesinnten; denn dieses Dharma aller Welt ist geheim; man soll dieses Dharma nicht hier und dort ausplappern.

Wort für Wort
na cāśiṣyāyāvratāya
und nicht einem Nicht-Schüler, einem Gelübdelosen (Dat.Sg.)
upakuryān nāśraddadhānāya
soll man Gutes tun, nicht einem Ungläubigen (3.Sg.Opt./Dat.Sg.)
na vakrabuddhaye
nicht einem Krummgesinnten (Dat.Sg.)
guhyo hy ayaṃ sarvalokasya dharmo
denn geheim ist dieses Dharma für alle Welt (Nom.Sg.m./Nom.Sg./Gen.Sg./Nom.Sg.)
nemaṃ dharmaṃ yatra tatra prajalpet
nicht dieses Dharma soll man irgendwo ausplaudern (Akk.Sg./Adv./3.Sg.Opt.)

santi loke śraddadhānā manuṣyāḥ; santi kṣudrā rākṣasā mānuṣeṣu; yeṣāṃ dānaṃ dīyamānaṃ hy aniṣṭaṃ; nāstikyaṃ cāpy āśrayante hy apuṇyāḥ

Es gibt in der Welt gläubige Menschen; es gibt unter den Menschen kleinliche Unholde (Rākṣasas), denen ein gegebenes Geschenk unerwünscht ist und die als Unheilige zum Unglauben ihre Zuflucht nehmen.

Wort für Wort
santi loke śraddadhānā manuṣyāḥ
es gibt in der Welt gläubige Menschen (3.Pl.Präs./Lok.Sg./Part.Nom.Pl./Nom.Pl.)
santi kṣudrā rākṣasā mānuṣeṣu
es gibt kleinliche Rākṣasas unter den Menschen (Nom.Pl./Nom.Pl./Lok.Pl.)
yeṣāṃ dānaṃ dīyamānaṃ hy aniṣṭam
deren Gabe, wenn gegeben, unerwünscht ist (Gen.Pl./Nom.Sg./Part.Pass./Nom.Sg.n.)
nāstikyaṃ cāpy āśrayante hy apuṇyāḥ
und den Unglauben suchen sie als Zuflucht, die Unheiligen (Akk.Sg./3.Pl.Präs.Med./Nom.Pl.)

bārhaspatyaṃ vākyam etan niśamya; ye rājāno gopradānāni kṛtvā; lokān prāptāḥ puṇyaśīlāḥ suvṛttās; tān me rājan kīrtyamānān nibodha

Nachdem sie diese Rede Bṛhaspatis vernommen haben: Die Könige, die Kuhgeschenke gemacht haben und, fromm und von gutem Wandel, Welten erlangt haben, von denen höre, König, wenn ich sie aufzähle.

Wort für Wort
bārhaspatyaṃ vākyam etan niśamya
diese Rede Bṛhaspatis vernommen habend (Akk.Sg.n./Akk.Sg./Abs.)
ye rājāno gopradānāni kṛtvā
die Könige, Kuhgeschenke gemacht habend (Nom.Pl./Akk.Pl./Abs.)
lokān prāptāḥ puṇyaśīlāḥ suvṛttāḥ
Welten erlangt, von frommer Art, von gutem Wandel (Akk.Pl./Part.Nom.Pl./Nom.Pl.)
tān me rājan kīrtyamānān nibodha
diese von mir, König, die genannt werden, vernimm (Akk.Pl./Gen.-Abl./Vok./Part.Pass./Imp.2.Sg.)

uśīnaro viṣvagaśvo nṛgaś ca; bhagīratho viśruto yauvanāśvaḥ; māndhātā vai mucukundaś ca rājā; bhūridyumno naiṣadhaḥ somakaś ca

Uśīnara, Viṣvagaśva und Nṛga, der berühmte Bhagīratha, Yauvanāśva, König Māndhātṛ und Mucukunda, Bhūridyumna, der Naiṣadha und Somaka,

Wort für Wort
uśīnaro viṣvagaśvo nṛgaś ca
Uśīnara, Viṣvagaśva und Nṛga (Nom.Sg.)
bhagīratho viśruto yauvanāśvaḥ
Bhagīratha, der berühmte, Yauvanāśva (Nom.Sg.)
māndhātā vai mucukundaś ca rājā
Māndhātṛ wahrlich, und Mucukunda, König (Nom.Sg.)
bhūridyumno naiṣadhaḥ somakaś ca
Bhūridyumna, der Naiṣadha, und Somaka (Nom.Sg.)

purūravā bharataś cakravartī; yasyānvaye bhāratāḥ sarva eva; tathā vīro dāśarathiś ca rāmo; ye cāpy anye viśrutāḥ kīrtimantaḥ

Purūravas, Bharata, der Weltherrscher, in dessen Geschlecht alle Bhāratas [stehen], ebenso der Held Rāma, Daśarathas Sohn, und auch die anderen berühmten, ruhmreichen [Könige].

Wort für Wort
purūravā bharataś cakravartī
Purūravas, Bharata, Weltherrscher (Nom.Sg.)
yasyānvaye bhāratāḥ sarva eva
in dessen Geschlecht alle Bhāratas (Gen.Sg./Lok.Sg./Nom.Pl./Nom.Pl.)
tathā vīro dāśarathiś ca rāmo
ebenso der Held und Daśarathi Rāma (Adv./Nom.Sg./Nom.Sg./Nom.Sg.)
ye cāpy anye viśrutāḥ kīrtimantaḥ
und die anderen, die berühmt, ruhmreich sind (Nom.Pl./Nom.Pl./Part.Nom.Pl./Nom.Pl.)

tathā rājā pṛthukarmā dilīpo; divaṃ prāpto gopradāne vidhijñaḥ; yajñair dānais tapasā rājadharmair; māndhātābhūd gopradānaiś ca yuktaḥ

Ebenso gelangte König Dilīpa, der Vollbringer großer Taten [oder: Pṛthukarman], der die Regel beim Kuhgeschenk kannte, zum Himmel; durch Opfer, Gaben, Askese und Königspflichten, und mit Kuhgeschenken verbunden, wurde [auch] Māndhātṛ [berühmt].

Wort für Wort
tathā rājā pṛthukarmā dilīpo
ebenso König Pṛthukarman, Dilīpa (Adv./Nom.Sg./Nom.Sg./Nom.Sg.)
divaṃ prāpto gopradāne vidhijñaḥ
zum Himmel gelangt, beim Kuhgeschenk die Regel kennend (Akk.Sg./Part.Nom.Sg./Lok.Sg./Nom.Sg.)
yajñair dānais tapasā rājadharmair
durch Opfer, Gaben, Askese, Königspflichten (Instr.Pl./Instr.Pl./Instr.Sg./Instr.Pl.)
māndhātābhūd gopradānaiś ca yuktaḥ
Māndhātṛ war, und mit Kuhgeschenken verbunden (Nom.Sg./Aor.3.Sg./Instr.Pl./Part.Nom.Sg.)

pṛthukarmā: als Name oder Epitheton unsicher. [?]

tasmāt pārtha tvam apīmāṃ mayoktāṃ; bārhaspatīṃ bhāratīṃ dhārayasva; dvijāgryebhyaḥ saṃprayaccha pratīto; gāḥ puṇyā vai prāpya rājyaṃ kurūṇām

Darum, Pārtha, halte auch du diese von mir verkündete Rede Bṛhaspatis fest; schenke vertrauensvoll den Vorzüglichsten der Zweimalgeborenen Kühe, nachdem du die Herrschaft der Kuru erlangt hast, fromm.

Wort für Wort
tasmāt pārtha tvam apīmāṃ mayoktām
darum, Pārtha, auch du diese von mir gesagte (Abl./Vok./Nom./Akk.Sg.f./Instr.-Part.f.)
bārhaspatīṃ bhāratīṃ dhārayasva
die Bṛhaspati gehörige Rede halte fest (Akk.Sg.f./Akk.Sg.f./Imp.2.Sg.Med.)
dvijāgryebhyaḥ saṃprayaccha pratīto
den besten Zweimalgeborenen gib, zuversichtlich (Dat.Pl./Imp.2.Sg./Part.Nom.Sg.)
gāḥ puṇyā vai prāpya rājyaṃ kurūṇām
die Kühe, fromm, wahrlich, erlangt habend die Herrschaft der Kurus (Akk.Pl./Akk.Pl.f./Abs./Akk.Sg./Gen.Pl.)

vaiśaṃpāyana uvāca; tathā sarvaṃ kṛtavān dharmarājo; bhīṣmeṇokto vidhivad gopradāne; sa māndhātur devadevopadiṣṭaṃ; samyag dharmaṃ dhārayām āsa rājā

Vaiśaṃpāyana sprach: Der Dharmakönig tat alles so, wie es von Bhīṣma beim Kuhgeschenk regelgemäß gesagt worden war; er, der König, hielt das von dem Götterherrn [oder: Gott der Götter] dem Māndhātṛ gelehrte Dharma recht fest.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.3.Sg.)
tathā sarvaṃ kṛtavān dharmarājo
so alles tat der Dharmakönig (Adv./Akk.Sg./Part.Nom.Sg./Nom.Sg.)
bhīṣmeṇokto vidhivad gopradāne
von Bhīṣma gesagt, regelgemäß, beim Kuhgeschenk (Instr.Sg./Part.Nom.Sg./Adv./Lok.Sg.)
sa māndhātur devadevopadiṣṭaṃ
er, von Māndhātṛ, von dem Gott der Götter gelehrt (Nom.Sg./Gen.Sg./Part.Akk.n.)
samyag dharmaṃ dhārayām āsa rājā
recht das Dharma hielt fest der König (Adv./Akk.Sg./Perf.peri.3.Sg./Nom.Sg.)

māndhātur devadevopadiṣṭam: Bezug (Māndhātṛ als Lehrer oder Empfänger) unsicher. [?]

iti nṛpa satataṃ gavāṃ pradāne; yavaśakalān saha gomayaiḥ pibānaḥ; kṣititalaśayanaḥ śikhī yatātmā; vṛṣa iva rājavṛṣas tadā babhūva

So, König, war er bei der ständigen Kuhgabe, Gerstenkörner mit Kuhdung [Kuhmist] genießend, auf dem Erdboden liegend, mit Haarschopf, selbstbeherrscht, damals wie ein Stier, der Stier unter den Königen.

Wort für Wort
iti nṛpa satataṃ gavāṃ pradāne
so, König, beständig beim Schenken der Kühe (Adv./Vok./Adv./Gen.Pl./Lok.Sg.)
yavaśakalān saha gomayaiḥ pibānaḥ
Gerstenkörner mit Kuhdung verzehrend/trinkend (Akk.Pl./Präp./Instr.Pl./Part.Präs.Med.)
kṣititalaśayanaḥ śikhī yatātmā
auf dem Erdboden schlafend, mit Schopf, selbstbeherrscht (Nom.Sg.m.)
vṛṣa iva rājavṛṣas tadā babhūva
wie ein Stier, der Königsstier, damals war (Nom.Sg./Part./Nom.Sg./Adv./Perf.3.Sg.)

sa nṛpatir abhavat sadaiva tābhyaḥ; prayatamanā hy abhisaṃstuvaṃś ca gā vai; nṛpadhuri ca na gām ayuṅkta bhūyas; turagavarair agamac ca yatra tatra

Und dieser König war stets für sie [die Kühe] mit gesammeltem Sinn und pries die Kühe; und bei der Last der Königsherrschaft spannte er keine Kuh mehr an, sondern fuhr mit den besten Pferden, wohin auch immer.

Wort für Wort
sa nṛpatir abhavat sadaiva tābhyaḥ
dieser König war stets für sie (Nom.Sg./Nom.Sg./Impf.3.Sg./Adv./Dat.Pl.f.)
prayatamanā hy abhisaṃstuvaṃś ca gā vai
mit gesammeltem Geist und preisend die Kühe (Nom.Sg./Part.Präs./Akk.Pl.)
nṛpadhuri ca na gām ayuṅkta bhūyas
und an der Königsdeichsel spannte er nicht mehr eine Kuh an (Lok.Sg.f./Akk.Sg./Impf.3.Sg.Med./Adv.)
turagavarair agamac ca yatra tatra
und mit besten Rossen ging er, wohin auch immer (Instr.Pl./Impf.3.Sg./Adv.)

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