Kapitel 74: vratādiphalakathanam
Die Früchte von Gelübden, Selbstbeherrschung, Wahrheit, Keuschheit und Ehrfurcht vor den Eltern
Yudhiṣṭhira fragt nach den Früchten der Gelübde und Tugenden; Bhīṣma antwortet mit Lob der Selbstbeherrschung, der Wahrheit (höher als tausend Pferdeopfer), der Keuschheit und des Elterndienstes.
yudhiṣṭhira uvāca; visrambhito 'haṃ bhavatā dharmān pravadatā vibho; pravakṣyāmi tu saṃdehaṃ tan me brūhi pitāmaha
Yudhiṣṭhira sprach: „Ich bin durch dich, o Gebieter, der du die Pflichten (dharma) darlegst, zutraulich geworden [d. h. habe Vertrauen gefasst]; ich will dir nun einen Zweifel vortragen – den löse mir, Großvater.“
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Nom.Sg., Perf. 3.Sg.)
visrambhito 'haṃ bhavatā
zutraulich gemacht bin ich durch dich (Part.Pass. Nom.Sg.; Pron. 1.Sg.; Instr.Sg.)
dharmān pravadatā vibho
der du die Pflichten verkündest (Akk.Pl.; Part.Präs. Instr.Sg.), o Herr (Vok.Sg.)
pravakṣyāmi tu saṃdeham
ich will aber verkünden/vortragen einen Zweifel (Fut. 1.Sg.; Akk.Sg.)
tan me brūhi pitāmaha
den sage mir (Imp. 2.Sg.; Dat./Gen. 1.Sg.), Großvater (Vok.Sg.)
vratānāṃ kiṃ phalaṃ proktaṃ kīdṛśaṃ vā mahādyute; niyamānāṃ phalaṃ kiṃ ca svadhītasya ca kiṃ phalam
Welche Frucht ist den Gelübden (vrata) zugeschrieben, und von welcher Art, du von großem Glanz? Was ist die Frucht der Selbstzucht-Regeln (niyama), und was die Frucht des wohl Studierten?
Wort für Wort
vratānāṃ kiṃ phalaṃ proktaṃ
der Gelübde welche Frucht ist genannt (Gen.Pl.; Nom.Sg.n.; Part.Pass.)
kīdṛśaṃ vā mahādyute
oder von welcher Art, du von großem Glanz (Vok.Sg.)
niyamānāṃ phalaṃ kiṃ ca
und der Regeln Frucht, welche (Gen.Pl.)
svadhītasya ca kiṃ phalam
und des gut Studierten welche Frucht (Gen.Sg.n., Part.Pass. subst.)
damasyeha phalaṃ kiṃ ca vedānāṃ dhāraṇe ca kim; adhyāpane phalaṃ kiṃ ca sarvam icchāmi veditum
Und was ist hier die Frucht der Selbstbeherrschung (dama), und was bringt das Bewahren der Veden? Und was bringt das Unterrichten? Alles möchte ich wissen.
Wort für Wort
damasyeha phalaṃ kiṃ ca
der Selbstbeherrschung hier Frucht welche (Gen.Sg.)
vedānāṃ dhāraṇe ca kim
und beim Bewahren der Veden was (Gen.Pl.; Lok.Sg.)
adhyāpane phalaṃ kiṃ ca
beim Unterrichten welche Frucht (Lok.Sg.)
sarvam icchāmi veditum
alles will ich wissen (Akk.Sg.n.; Präs. 1.Sg.; Inf.)
apratigrāhake kiṃ ca phalaṃ loke pitāmaha; tasya kiṃ ca phalaṃ dṛṣṭaṃ śrutaṃ yaḥ saṃprayacchati
Und welche Frucht gibt es in der Welt, Großvater, beim Nichtannehmenden [von Gaben]? Und welche Frucht ist bei dem gesehen, der [Gaben] hingibt, wie man gehört hat?
Wort für Wort
apratigrāhake kiṃ ca
und beim Nichtannehmenden was (Lok.Sg.)
phalaṃ loke pitāmaha
Frucht in der Welt, Großvater (Lok.Sg.; Vok.Sg.)
tasya kiṃ ca phalaṃ dṛṣṭaṃ
und dessen welche Frucht gesehen (Gen.Sg.; Part.Pass.)
śrutaṃ yaḥ saṃprayacchati
[wie] gehört, der da hingibt (Part.Pass.; Nom.Sg.; Präs. 3.Sg.)
Syntax des zweiten Halbverses etwas elliptisch; tasya ... yaḥ saṃprayacchati als 'bei dem, der gibt' aufgefasst.
svakarmaniratānāṃ ca śūrāṇāṃ cāpi kiṃ phalam; satye ca kiṃ phalaṃ proktaṃ brahmacarye ca kiṃ phalam
Und welche Frucht haben die, die an der eigenen Tätigkeit hängen, und auch die Helden? Welche Frucht ist der Wahrhaftigkeit zugeschrieben, und welche der Keuschheit (brahmacarya)?
Wort für Wort
svakarmaniratānāṃ ca
und derer, die am eigenen Werk hängen (Gen.Pl., Kompositum)
śūrāṇāṃ cāpi kiṃ phalam
und auch der Helden welche Frucht (Gen.Pl.)
satye ca kiṃ phalaṃ proktaṃ
und bei der Wahrheit welche Frucht ist genannt (Lok.Sg.; Part.Pass.)
brahmacarye ca kiṃ phalam
und bei der Keuschheit/dem Brahmanenwandel welche Frucht (Lok.Sg.)
Höre nun von mir, König, ausführlich die Frucht der Selbstbeherrschung: Die Selbstbeherrschten sind überall glücklich, die Selbstbeherrschten überall zufrieden.
Wort für Wort
damasya tu phalaṃ rājañ
der Selbstbeherrschung aber Frucht, König
śṛṇu tvaṃ vistareṇa me
höre du ausführlich von mir (Imp. 2.Sg.; Instr.)
dāntāḥ sarvatra sukhinaḥ
die Gebändigten überall glücklich (Nom.Pl.)
dāntāḥ sarvatra nirvṛtāḥ
die Gebändigten überall zufrieden/befriedet (Part.Pass.)
yatrecchāgāmino dāntāḥ sarvaśatruniṣūdanāḥ; prārthayanti ca yad dāntā labhante tan na saṃśayaḥ
Wohin sie wollen, gehen die Selbstbeherrschten, die alle Feinde vernichten; und was immer die Selbstbeherrschten erbitten, das erlangen sie – daran ist kein Zweifel.
Wort für Wort
yatrecchāgāmino dāntāḥ
wohin nach Belieben gehend die Gebändigten (Nom.Pl.)
sarvaśatruniṣūdanāḥ
alle Feinde vernichtend (Nom.Pl.)
prārthayanti ca yad dāntā
und was erbitten die Gebändigten (Präs. 3.Pl.)
labhante tan na saṃśayaḥ
das erlangen sie, nicht [ist] Zweifel (Präs. Med. 3.Pl.)
Die Selbstbeherrschung ist besser als das Geben; denn eine Gabe [gilt] nur einem Zweimalgeborenen (Brahmanen) [im Einzelfall].
Wort für Wort
dānād damo viśiṣṭo hi
vom Geben ist die Selbstbeherrschung ausgezeichnet, denn (Abl.Sg.; Nom.Sg.)
dānaṃ kiṃ cid dvijātaye
eine Gabe [nur] etwas, einem Zweimalgeborenen (Nom./Akk.Sg.; Dat.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile (*0368); kiṃ cid dvijātaye ist knapp und unsicher gedeutet [?].
Zu denen, die durch Selbstbeherrschung, o Fürst, die höchsten Seher gehen, den großen Stätten, nach denen sie verlangen – darum ist die Selbstbeherrschung höher als das Geben.
Wort für Wort
damena yāni nṛpate
durch Selbstbeherrschung [zu] welchen, o Fürst (Instr.Sg.; Rel. Akk.Pl.n.; Vok.)
gacchanti paramarṣayaḥ
gehen die höchsten Seher (Präs. 3.Pl.; Nom.Pl.)
kāmayānā mahat sthānaṃ
begehrend die große Stätte (Part.Präs. Med. Nom.Pl.; Akk.Sg.n.)
Der Lehrende erlangt aus [seiner] Mühsal unvergängliche Frucht, wenn er nach Vorschrift das Feuer geopfert hat, in der Brahma-Welt, Herrscher der Menschen.
Ein Vaiśya, der an seinem eigenen Werk hängt, erlangt durch Gabe Großes; ein Śūdra, der an seinem eigenen Werk hängt, gelangt durch Dienst in den Himmel.
Wort für Wort
vaiśyaḥ svakarmanirataḥ
ein Vaiśya, am eigenen Werk hängend (Nom.Sg.)
pradānāl labhate mahat
durch Schenken erlangt er Großes (Abl.Sg.; Präs. Med. 3.Sg.; Akk.Sg.n.)
śūdraḥ svakarmanirataḥ
ein Śūdra, am eigenen Werk hängend
svargaṃ śuśrūṣayārcchati
den Himmel durch Dienst erreicht er (Akk.Sg.; Instr.Sg.; Präs. 3.Sg.)
Ebenso andere sind Helden des Verstandes, wieder andere Helden der Nachsicht; Menschen gibt es, die Helden in Aufrichtigkeit sind und in Ruhe/Gleichmut leben.
Wort für Wort
buddhiśūrās tathaivānye
Verstandeshelden ebenso andere
kṣamāśūrās tathāpare
Nachsichtshelden, ebenso andere
ārjave ca tathā śūrāḥ
und in der Geradheit ebenso Helden (Lok.Sg.)
śame vartanti mānavāḥ
in der Ruhe verweilen Menschen (Lok.Sg.; Präs. 3.Pl.)
sāṃkhyaśūrāś ca bahavo yogaśūrās tathāpare; araṇye gṛhavāse ca śūrāś cātithipūjane; sarve yānti parāṃl lokān svakarmaphalanirjitān
Viele sind Helden der Sāṃkhya-Lehre, andere Helden des Yoga; im Wald, im Hausleben und in der Gastverehrung sind sie Helden. Alle gelangen in die höchsten Welten, die durch die Frucht ihres eigenen Handelns errungen sind.
Wort für Wort
sāṃkhyaśūrāś ca bahavo
und Sāṃkhya-Helden viele
yogaśūrās tathāpare
Yoga-Helden, ebenso andere
araṇye gṛhavāse ca
im Wald und im Hausleben (Lok.Sg.)
śūrāś cātithipūjane
und Helden in der Gastverehrung (Lok.Sg.)
sarve yānti parāṃl lokān
alle gehen zu den höchsten Welten (Präs. 3.Pl.; Akk.Pl.)
svakarmaphalanirjitān
durch die Frucht ihres eigenen Werks errungen (Part.Pass. Akk.Pl.)
dhāraṇaṃ sarvavedānāṃ sarvatīrthāvagāhanam; satyaṃ ca bruvato nityaṃ samaṃ vā syān na vā samam
Das Bewahren aller Veden und das Baden in allen heiligen Furten [(tīrtha)] – und [das Wahrsprechen] dessen, der stets die Wahrheit sagt: Es mag gleich sein oder nicht gleich.
Wort für Wort
dhāraṇaṃ sarvavedānāṃ
das Bewahren aller Veden (Nom.Sg.n.; Gen.Pl.)
sarvatīrthāvagāhanam
das Baden in allen Furten (Nom.Sg.n.)
satyaṃ ca bruvato nityaṃ
und Wahrheit dem stets Sprechenden (Akk./Nom.; Part.Präs. Gen.Sg.)
samaṃ vā syān na vā samam
gleich mag es sein oder nicht gleich (Nom.Sg.n.; Opt. 3.Sg.)
Vergleichsvers: Ob Vedabewahren plus Tīrtha-Bäder der Wahrheit gleichkommen, bleibe fraglich; Konstruktion knapp.
Durch die Wahrheit brennt die Sonne, durch die Wahrheit wird das Feuer entflammt, durch die Wahrheit weht der Wind; alles ist in der Wahrheit gegründet.
Wort für Wort
satyena sūryas tapati
durch Wahrheit die Sonne glüht (Instr.; Präs. 3.Sg.)
satyenāgniḥ pradīpyate
durch Wahrheit das Feuer wird entzündet (Präs.Pass.)
satyena māruto vāti
durch Wahrheit der Wind weht
sarvaṃ satye pratiṣṭhitam
alles in der Wahrheit gegründet (Lok.Sg.; Part.Pass.)
satyena devān prīṇāti pitṝn vai brāhmaṇāṃs tathā; satyam āhuḥ paraṃ dharmaṃ tasmāt satyaṃ na laṅghayet
Durch die Wahrheit erfreut man die Götter, ebenso die Väter und die Brahmanen; die Wahrheit nennt man die höchste Pflicht; darum soll man die Wahrheit nicht übertreten.
Wort für Wort
satyena devān prīṇāti
durch Wahrheit die Götter erfreut man (Akk.Pl.; Präs. 3.Sg.)
pitṝn vai brāhmaṇāṃs tathā
die Väter fürwahr und Brahmanen ebenso
satyam āhuḥ paraṃ dharmaṃ
die Wahrheit nennen sie die höchste Pflicht (Perf. 3.Pl.)
tasmāt satyaṃ na laṅghayet
darum die Wahrheit nicht übertrete man (Opt. 3.Sg.)
Die Weisen (Munis) hängen an der Wahrheit, die Munis haben Wahrheit als Tapferkeit, die Munis haben Wahrheit als Schwur; darum ragt die Wahrheit hervor. Die Wahrhaftigen freuen sich in der Himmelswelt, Stier unter den Bharatas.
Wort für Wort
munayaḥ satyaniratā
die Munis an der Wahrheit hängend (Nom.Pl.)
munayaḥ satyavikramāḥ
die Munis mit Wahrheit als Kraft (Nom.Pl.)
munayaḥ satyaśapathās
die Munis mit Wahrheit als Eid
tasmāt satyaṃ viśiṣyate
darum ragt die Wahrheit hervor
satyavantaḥ svargaloke modante
die Wahrhaftigen in der Himmelswelt freuen sich (Nom.Pl.; Lok.; Präs. Med.)
Selbstbeherrschung und das Erlangen der Frucht der Wahrheit sind von mir mit allem Nachdruck dargelegt worden; ohne Zweifel wird jeder mit gezügeltem Selbst im Himmel geehrt.
Wort für Wort
damaḥ satyaphalāvāptir
Selbstbeherrschung [und] Erlangen der Wahrheitsfrucht (Nom.Sg.)
uktā sarvātmanā mayā
ist gesagt, mit ganzem Wesen, von mir (Part.Pass.; Instr.)
asaṃśayaṃ vinītātmā
ohne Zweifel, der Gezügelte (Adv.; Nom.Sg.)
sarvaḥ svarge mahīyate
jeder im Himmel wird geehrt
uktā (Fem.) neben damaḥ (Mask.) grammatisch unsauber; als Bezug auf satyaphalāvāptiḥ gedeutet [?].
brahmacaryasya tu guṇāñ śṛṇu me vasudhādhipa; ā janmamaraṇād yas tu brahmacārī bhaved iha; na tasya kiṃ cid aprāpyam iti viddhi janādhipa
Höre von mir die Vorzüge der Keuschheit (brahmacarya), Herr der Erde: Wer von der Geburt bis zum Tod hier Brahmacārin bliebe, für den gibt es nichts Unerreichbares – das wisse, Herr der Menschen.
Wort für Wort
brahmacaryasya tu guṇāñ śṛṇu me
der Keuschheit aber Vorzüge höre von mir (Gen.Sg.; Akk.Pl.)
vasudhādhipa
Herr der Erde (Vok.Sg.)
ā janmamaraṇād yas tu
von Geburt bis zum Tod wer aber (Abl.)
brahmacārī bhaved iha
ein Brahmacārin sein sollte hier (Opt. 3.Sg.)
na tasya kiṃ cid aprāpyam
nicht für ihn irgend etwas Unerreichbares (Nom.Sg.n.)
bahvyaḥ koṭyas tv ṛṣīṇāṃ tu brahmaloke vasanty uta; satye ratānāṃ satataṃ dāntānām ūrdhvaretasām
Viele Millionen von Sehern weilen, so heißt es, in der Brahma-Welt: [Seher,] die stets an der Wahrheit hängen, Selbstbeherrschte, die ihren Samen nach oben lenken.
Wort für Wort
bahvyaḥ koṭyas tv ṛṣīṇāṃ tu
viele Kroren aber von Sehern (Nom.Pl.f.; Gen.Pl.)
brahmaloke vasanty uta
in der Brahma-Welt wohnen sie, so heißt es (Lok.; Präs. 3.Pl.; Partikel)
satye ratānāṃ satataṃ
die an der Wahrheit erfreut stets (Gen.Pl.; Adv.)
dāntānām ūrdhvaretasām
der Gebändigten, der den Samen nach oben Führenden (Gen.Pl.)
pratyakṣaṃ ca tavāpy etad brāhmaṇeṣu tapasviṣu; bibheti hi yathā śakro brahmacāripradharṣitaḥ; tad brahmacaryasya phalam ṛṣīṇām iha dṛśyate
Und auch dir ist dies bei den Brahmanen, den Asketen, vor Augen: Wie Śakra sich fürchtet, wenn er von einem Brahmacārin bedrängt wird – das ist die Frucht der Keuschheit, die man hier bei den Sehern sieht.
Wort für Wort
pratyakṣaṃ ca tavāpy etad
und vor Augen auch dir dies (Nom.Sg.n.; Gen.)
brāhmaṇeṣu tapasviṣu
bei den Brahmanen, den Asketen (Lok.Pl.)
bibheti hi yathā śakro
denn wie sich fürchtet Śakra (Präs. 3.Sg.)
brahmacāripradharṣitaḥ
von einem Brahmacārin bezwungen/bedrängt (Part.Pass.)
mātāpitroḥ pūjane yo dharmas tam api me śṛṇu; śuśrūṣate yaḥ pitaraṃ na cāsūyet kathaṃ cana; mātaraṃ vānahaṃvādī gurum ācāryam eva ca
Höre auch von mir, welche Pflicht in der Verehrung von Mutter und Vater liegt: [Wer] dem Vater dient und niemals [ihm] grollt, der Mutter [dient] und nicht mit „Ich bin es“ [prahlerisch] spricht, und ebenso dem Lehrer und Meister –
Wort für Wort
mātāpitroḥ pūjane yo dharmas
in der Verehrung von Mutter und Vater welche Pflicht (Gen.Du.; Lok.Sg.)
tam api me śṛṇu
auch diese höre von mir
śuśrūṣate yaḥ pitaraṃ
wer dem Vater dient (Präs. Med. 3.Sg.; Akk.Sg.)
na cāsūyet kathaṃ cana
und nicht grollen soll [er] in keiner Weise (Opt. 3.Sg.)
mātaraṃ vānahaṃvādī
oder die Mutter [ehrt], nicht selbstgefällig redend (Akk.Sg.; Nom.Sg.)
gurum ācāryam eva ca
den Meister und den Lehrer ebenso (Akk.Sg.)
Satzbau erstreckt sich über Vers 42-43; anahaṃvādī = nicht 'Ich-sagend' (nicht prahlend/rechthaberisch) [?].