Kapitel 12: bhaṅgāśvanopākhyāna
Die Erzählung von Bhaṅgāśvana, den Indra zur Frau werden ließ, und wessen Lust größer ist
Yudhiṣṭhira fragt, wer beim Liebesakt stärker empfindet; Bhīṣma antwortet mit der Geschichte des Königs Bhaṅgāśvana, der durch Indras Zorn in eine Frau verwandelt wird und am Ende Weiblichkeit wählt, weil die Frau größere Lust erfährt.
Yudhiṣṭhira sprach: „Beim Beisammensein von Frau und Mann – wessen Empfinden [der Berührung/Lust] ist das stärkere? Diesen meinen Zweifel, o König, vermagst du der Wahrheit gemäß zu beheben.“
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.)
strīpuṃsayoḥ saṃprayoge
von Frau und Mann beim Zusammenkommen (Gen.Du./Lok.Sg.)
sparśaḥ kasya adhiko bhavet
die Empfindung, wessen wäre die größere (Nom.Sg./Gen./Opt.)
etan me saṃśayaṃ rājan
diesen meinen Zweifel, o König (Akk.Sg./Gen.-Dat./Vok.)
yathāvad vaktum arhasi
der Wahrheit gemäß zu sagen vermagst du (Inf./2.Sg.Präs.)
Einst war ein Königsseher namens Bhaṅgāśvana, überaus dharmatreu; er war ohne Sohn, Tiger unter den Männern, [und] veranstaltete ein Opfer um eines Sohnes willen.
Wort für Wort
purā bhaṅgāśvano nāma
einst Bhaṅgāśvana namens (Adv./Nom.Sg.)
rājarṣir atidhārmikaḥ
Königsseher, überaus dharmatreu (Nom.Sg.)
aputraḥ sa naravyāghra
ohne Sohn, er, o Tiger unter den Männern (Nom./Vok.)
putrārthaṃ yajñam āharat
um eines Sohnes willen ein Opfer brachte dar (Adv./Akk./Impf.3.Sg.)
[Es war] der Agniṣṭut genannte [Ritus], Indra verhasst, gewaltig; er wird unter den Sühneriten der Sterblichen für den, der einen Sohn wünscht, vorgeschrieben.
unter den Sühneriten der Sterblichen (Lok.Pl./Gen.Pl.)
putrakāmasya ca iṣyate
und für den Sohneswünschenden wird vorgeschrieben (Gen.Sg./Pass.3.Sg.Präs.)
Der Text ist grammatisch hart: agniṣṭuṃ (Akk.) und rājarṣir (Nom.) passen nicht zusammen; Sinn: der Agniṣṭut-Ritus, den Indra hasst und der bei Sohneswunsch als Sühne gilt.
itaś cetaś ca vai dhāvañ śramatṛṣṇārdito nṛpaḥ; saro 'paśyat suruciraṃ pūrṇaṃ paramavāriṇā; so 'vagāhya saras tāta pāyayām āsa vājinam
Hierhin und dorthin laufend, von Erschöpfung und Durst gequält, sah der König einen sehr schönen See, voll mit bestem Wasser; er ging hinein, o Lieber, und ließ das Pferd trinken.
Wort für Wort
itaś cetaś ca vai dhāvan
hierhin und dorthin eilend (Adv./Part.Präs.)
śramatṛṣṇārdito nṛpaḥ
von Mühe und Durst gepeinigt, der König (Nom.Sg.)
saro 'paśyat suruciraṃ
einen See sah er, sehr schönen (Akk.Sg./Impf.)
pūrṇaṃ paramavāriṇā
voll von bestem Wasser (Akk.Sg./Instr.Sg.)
so 'vagāhya saras tāta
er, hineingestiegen in den See, o Lieber (Abs./Akk./Vok.)
oder aus der Frauenart von Liebreiz, Gebärde und Anmut: Neugier.
Wort für Wort
hāvabhāvādilāvaṇya
Liebeswerben, Gebärde, Anmut usw. (Kompositum)
strīguṇād vā
aus der Frauenart oder (Abl.Sg.)
kutūhalam
Neugier (Nom.Sg.n.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers (*), Wortlaut unsicher: hāvabhāva-ādi-lāvaṇya-strīguṇāt.
pauruṣaṃ vipranaṣṭaṃ me strītvaṃ kenāpi me 'bhavat; strībhāvāt katham aśvaṃ tu punar āroḍhum utsahe
„Meine Männlichkeit ist gänzlich verloren; durch irgendetwas wurde mir Weiblichkeit [zuteil]. Wie kann ich in weiblichem Zustand wieder das Pferd zu besteigen wagen?“
Wort für Wort
pauruṣaṃ vipranaṣṭaṃ me
Männlichkeit ganz verloren, mir (Nom./Part.Pass./Gen.-Dat.)
strītvaṃ kena api me 'bhavat
Weiblichkeit durch irgendetwas mir wurde (Nom./Instr./Impf.)
strībhāvāt katham aśvaṃ tu
aus weiblichem Zustand wie das Pferd aber (Abl./Adv./Akk.)
punar āroḍhum utsahe
wieder zu besteigen wage ich (Inf./1.Sg.Präs.Med.)
Da sprach jener Königsseher, zur Frau geworden, der Beste unter den Redenden: „Ich zog mit dem Heer, dicht umgeben, zur Jagd aus; verirrt drang ich in einen schrecklichen Wald, von Schicksalsmacht verwirrt.“
Wort für Wort
atha uvāca sa rājarṣiḥ
da sprach jener Königsseher (Perf./Nom.)
strībhūto vadatāṃ varaḥ
zur Frau geworden, der beste der Sprechenden (Nom.Sg./Gen.Pl.)
mṛgayām asmi niryātaḥ
zur Jagd bin ich ausgezogen (Akk./Präs./Part.Pass.)
balaiḥ parivṛto dṛḍham
von Truppen dicht umgeben (Instr.Pl./Part.Pass./Adv.)
udbhrāntaḥ prāviśaṃ ghorām aṭavīm
verirrt trat ich in schrecklichen Wald (Part./Impf.1.Sg./Akk.)
Nachdem er [sie] nach Namen und Geschlechtern angesprochen hatte, [ebenso] die Frauen und Minister ...
Wort für Wort
nāmagotrāṇi ca ābhāṣya
und Namen und Geschlechter nennend (Akk.Pl./Abs.)
dārāṇāṃ mantriṇāṃ tathā
der Frauen und Minister ebenso (Gen.Pl.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers (*), Zusammenhang unklar; ābhāṣya als „ansprechend/nennend“ gedeutet.
uvāca putrāṃś ca tataḥ strībhūtaḥ pārthivottamaḥ; saṃprītyā bhujyatāṃ rājyaṃ vanaṃ yāsyāmi putrakāḥ; abhiṣicya sa putrāṇāṃ śataṃ rājā vanaṃ gataḥ
Dann sprach der zur Frau gewordene, beste der Könige zu den Söhnen: „Genießt in Eintracht das Reich; ich werde in den Wald gehen, Söhnchen.“ Nachdem der König die hundert Söhne geweiht hatte, ging er in den Wald.
Wort für Wort
uvāca putrāṃś ca tataḥ
sprach zu den Söhnen und dann (Perf./Akk.Pl./Adv.)
strībhūtaḥ pārthivottamaḥ
zur Frau geworden, bester Fürst (Nom.Sg.)
saṃprītyā bhujyatāṃ rājyam
in Zuneigung soll genossen werden das Reich (Instr./Imp.Pass.)
vanaṃ yāsyāmi putrakāḥ
in den Wald werde ich gehen, Söhnchen (Fut.1.Sg./Vok.Pl.)
abhiṣicya sa putrāṇāṃ śataṃ
geweiht habend, er die hundert Söhne (Abs./Nom./Akk.-Gen.)
Da nahm sie diese Söhne mit und sprach zu den früheren Söhnen: „Als Mann [gezeugt] seid ihr die Söhne, und in der Weiblichkeit [geboren] sind diese hundert die Söhne.“ [Anm.: knapp formuliert]
Wort für Wort
atha sā tān sutān gṛhya
da sie jene Söhne genommen habend (Nom.f./Akk.Pl./Abs.)
pūrvaputrān abhāṣata
zu den früheren Söhnen sprach (Akk.Pl./Impf.Med.)
puruṣatve sutā yūyam
im Mannsein Söhne ihr (Lok.Sg./Nom.Pl./Nom.Pl.)
strītve ca ime śataṃ sutāḥ
und in der Weiblichkeit diese hundert Söhne (Lok./Nom.Pl./Nom.Sg.n./Nom.Pl.)
Vers 22cd ist verkürzt; Sinn: als Mann hatte ich euch als Söhne, in Weiblichkeit diese hundert.
Als der Götterfürst sie in Brüderlichkeit die vortreffliche Herrschaft genießen sah, dachte er nach, von Zorn überwältigt: „Dem Königsseher wurde von mir Gutes getan, nicht Schlechtes.“
Wort für Wort
tān dṛṣṭvā bhrātṛbhāvena
sie erblickend, in Brüderlichkeit (Ger./Akk. Pl./Instr.)
bhuñjānān rājyam uttamam
die genießenden, die beste Herrschaft (Part. Med. Akk. Pl./Akk.)
cintayām āsa devendro
dachte nach, der Götterfürst (periphr. Perf. 3.Sg./Nom.)
manyunābhipariplutaḥ
vom Zorn überflutet (Instr./Part. Pass. Nom.)
upakāro 'sya rājarṣeḥ
Wohltat diesem Königsseher [gegenüber] (Nom./Gen.)
kṛto nāpakṛtaṃ mayā
getan, nicht Übeltat, von mir (Part. Pass./Nom. n./Instr.)
Der letzte Satz ist ironisch bzw. als Selbstrechtfertigung gemeint; die Lesart ist wörtlich wiedergegeben.
„Unter Brüdern gibt es keine Brüderlichkeit, selbst wenn sie Söhne ein und desselben Vaters sind: Um der Herrschaft willen haben sich die Götter und Asuras, [die Söhne] des Kaśyapa, gestritten.
Wort für Wort
bhrātṝṇāṃ nāsti saubhrātram
unter Brüdern gibt es keine Brüderlichkeit (Gen. Pl./Nom.)
ye 'py ekasya pituḥ sutāḥ
auch die, die Söhne eines Vaters sind (Nom. Pl./Gen./Nom. Pl.)
rājyahetor vivaditāḥ
um der Herrschaft willen haben gestritten (Abl./Part. Pass. Nom. Pl.)
kaśyapasya surāsurāḥ
des Kaśyapa [Söhne], Götter und Asuras (Gen./Nom. Pl.)
Ihr seid die Nachkommen des Bhaṅgāśvana, jene anderen sind die Söhne des Asketen; ebenso sind die Götter und die Asuras Söhne des Kaśyapa. Euer väterliches Reich wird von den Söhnen des Asketen genossen.“
Wort für Wort
yūyaṃ bhaṅgāśvanāpatyās
ihr [seid] Nachkommen des Bhaṅgāśvana (Nom. Pl.)
tāpasasyetare sutāḥ
des Asketen [dagegen] die anderen Söhne (Gen./Nom. Pl.)
kaśyapasya surāś caiva
des Kaśyapa [sind] die Götter und (Gen./Nom. Pl.)
asurāś ca sutās tathā
die Asuras, ebenso Söhne (Nom. Pl.)
yuṣmākaṃ paitṛkaṃ rājyaṃ
euer väterliches Reich (Gen. Pl./Nom.)
bhujyate tāpasātmajaiḥ
wird genossen von den Söhnen des Asketen (Präs. Pass. 3.Sg./Instr. Pl.)
Wörtlich: „ihr [seid] Bhaṅgāśvanas Nachkommen“; das Prädikat fehlt im Sanskrit.
kadā cin mṛgayāṃ yāta udbhrānto gahane vane; avagāḍhaś ca sarasi strībhūto brāhmaṇottama; putrān rājye pratiṣṭhāpya vanam asmi tato gataḥ
Einst ging ich auf die Jagd, verirrte mich im dichten Wald, tauchte in einen See und wurde zur Frau, du bester Brahmane. Ich setzte die Söhne in die Herrschaft ein und ging danach in den Wald.
Wort für Wort
kadā cin mṛgayāṃ yāta
einmal auf die Jagd gegangen (Adv./Akk./Part. Pass. Nom.)
udbhrānto gahane vane
verirrt im dichten Wald (Part. Nom./Lok.)
avagāḍhaś ca sarasi
und eingetaucht in einen See (Part. Nom./Lok.)
strībhūto brāhmaṇottama
zur Frau geworden, bester Brahmane (Part. Nom./Vok.)
putrān rājye pratiṣṭhāpya
die Söhne in der Herrschaft eingesetzt habend (Akk. Pl./Lok./Ger.)
vanam asmi tato gataḥ
in den Wald bin ich dann gegangen (Akk./Präs. 1.Sg./Adv./Part. Nom.)
Du hast, Böswillige, ein Opfer dargebracht, das dem Indra verhasst war, und mich missachtet. Ich bin Indra, Törichte; die Feindschaft gegen dich habe ich vergolten.“
Wort für Wort
indradviṣṭena yajatā
von einem, der ein Indra verhasstes [Opfer] darbrachte (Instr./Part. Präs. Instr.)
Indra bin ich, Törichte (Nom./Nom./Präs. 1.Sg./Vok. f.)
vairaṃ te yātitaṃ mayā
die Feindschaft gegen dich vergolten von mir (Nom./Gen./Part. Kaus./Instr.)
Wörtlich: „durch [den] Indra-Gehassten, der opferte“; gemeint ist der Opferer (Bhaṅgāśvana) eines dem Indra missliebigen Opfers; Text verkürzt, Lesart unsicher [?].
indraṃ tu dṛṣṭvā rājarṣiḥ pādayoḥ śirasā gataḥ; prasīda tridaśaśreṣṭha putrakāmena sa kratuḥ; iṣṭas tridaśaśārdūla tatra me kṣantum arhasi
Als der Königsseher aber Indra erkannte, warf er sich mit dem Haupt zu dessen Füßen nieder: „Sei gnädig, Bester der Dreißig [Götter]! Das Opfer wurde in dem Wunsch nach Söhnen dargebracht, du Tiger unter den Dreißig; dafür musst du mir verzeihen.“
Wort für Wort
indraṃ tu dṛṣṭvā rājarṣiḥ
Indra aber erblickt habend, der Königsseher (Akk./Ger./Nom.)
pādayoḥ śirasā gataḥ
zu den Füßen mit dem Haupt gegangen (Lok./Gen. Du./Instr./Part. Nom.)
prasīda tridaśaśreṣṭha
sei gnädig, Bester der Dreißig (Imp. 2.Sg./Vok.)
putrakāmena sa kratuḥ
in Sohneswunsch [war] dieses Opfer (Instr./Nom.)
iṣṭas tridaśaśārdūla
dargebracht, Tiger der Dreißig (Part. Pass./Vok.)
tatra me kṣantum arhasi
dafür mir verzeihen darfst du (Adv./Dat./Inf./Präs. 2.Sg.)
Die Anrede an Indra wechselt zwischen 2. und 3. Person; die Rede gehört dem zur Frau gewordenen Königsseher.
indraḥ surapatiś caiva vajrahasto mahābalaḥ; airāvatagajārūḍhaḥ sahasrākṣa namo 'stu te
„Indra, Herr der Götter, keulen- [vajra-]händiger, Mächtiger, auf dem Elefanten Airāvata reitend, Tausendäugiger: Verehrung sei dir!“
Wort für Wort
indraḥ surapatiś caiva
Indra und der Herr der Götter (Nom.)
vajrahasto mahābalaḥ
den Donnerkeil in der Hand, der Starke (Nom.)
airāvatagajārūḍhaḥ
auf den Elefanten Airāvata gestiegen (Nom.)
sahasrākṣa namo 'stu te
Tausendäugiger, Verehrung sei dir (Vok./Nom./Imp./Dat.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage (nur in einem Teil der Handschriften). „Keulen-“ steht für vajra: Donnerkeil.
praṇipātena tasyendraḥ parituṣṭo varaṃ dadau; putrā vai katame rājañ jīvantu tava śaṃsa me; strībhūtasya hi ye jātāḥ puruṣasyātha ye 'bhavan
Durch die Niederwerfung [des Königs] wurde Indra zufrieden und gewährte eine Gunst: „König, welche Söhne sollen leben? Sag es mir: die, die dir als Frau geboren wurden, oder die, die du als Mann hattest?“
Wort für Wort
praṇipātena tasyendraḥ
durch die Niederwerfung dessen, Indra (Instr./Gen./Nom.)
parituṣṭo varaṃ dadau
zufrieden, gewährte eine Gunst (Part. Nom./Akk./Perf. 3.Sg.)
putrā vai katame rājañ
welche Söhne fürwahr, König (Nom. Pl./Vok.)
jīvantu tava śaṃsa me
sollen leben, dir [gehörig]; sag mir (Imp. 3.Pl./Gen./Imp. 2.Sg./Dat.)
strībhūtasya hi ye jātāḥ
die dem zur Frau Gewordenen geboren wurden (Gen./Nom. Pl./Part.)
puruṣasyātha ye 'bhavan
oder die dem Mann [entstammten] (Gen./Nom. Pl./Impf. 3.Pl.)
stry uvāca; striyās tv abhyadhikaḥ sneho na tathā puruṣasya vai; tasmāt te śakra jīvantu ye jātāḥ strīkṛtasya vai
Die Frau sprach: „Die Zuneigung einer Frau ist größer, nicht so [groß] die eines Mannes. Darum, Śakra, sollen die leben, die mir geboren wurden, als ich zur Frau gemacht war.“
Wort für Wort
stry uvāca
die Frau sprach (Nom. f./Perf. 3.Sg.)
striyās tv abhyadhikaḥ sneho
die Zuneigung einer Frau aber [ist] größer (Gen. f./Nom.)
na tathā puruṣasya vai
nicht so die eines Mannes, fürwahr (Gen.)
tasmāt te śakra jīvantu
darum sollen sie, Śakra, leben (Abl./Nom. Pl./Vok./Imp. 3.Pl.)
ye jātāḥ strīkṛtasya vai
die geboren wurden dem zur Frau Gemachten (Nom. Pl./Part./Gen.)
evam uktaḥ pratyuvāca strībhūto rājasattamaḥ; striyāḥ puruṣasaṃyoge prītir abhyadhikā sadā; etasmāt kāraṇāc chakra strītvam eva vṛṇomy aham
So angesprochen, erwiderte der zur Frau Gewordene, der beste der Könige: „Der Frau ist die Freude bei der Vereinigung mit dem Mann stets größer. Aus diesem Grund, Śakra, wähle ich gerade das Frausein.
Wort für Wort
evam uktaḥ pratyuvāca
so angesprochen erwiderte (Part. Nom./Perf. 3.Sg.)
strībhūto rājasattamaḥ
der zur Frau Gewordene, bester der Könige (Nom.)
striyāḥ puruṣasaṃyoge
der Frau bei der Vereinigung mit dem Mann (Gen./Lok.)
prītir abhyadhikā sadā
Freude größer immer (Nom. f./Adv.)
etasmāt kāraṇāc chakra
aus diesem Grund, Śakra (Abl./Vok.)
strītvam eva vṛṇomy aham
das Frausein gerade wähle ich (Akk./Präs. 1.Sg./Nom.)