Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Anuśāsanaparva

Kapitel 98: chatropānahotpattiḥ śūdraśuśrūṣādharmaś ca Ursprung von Schirm und Schuhen; Parāśaras Lehre vom Dienst der Śūdras

Das Kapitel erzählt, wie Sūrya dem zürnenden Jamadagni Schirm und Schuhe schenkt und damit die Gabe von Schirm und Schuhen begründet. Die Zusatzpassage (V. 25 bis 27) bringt Parāśaras ausführliche Unterweisung über den Dienst der Śūdras an den Bettelmönchen, samt Reinigungsregeln, Todeszeichen und Jenseitswegen.

yudhiṣṭhira uvāca; evaṃ tadā prayācantaṃ bhāskaraṃ munisattamaḥ; jamadagnir mahātejāḥ kiṃ kāryaṃ pratyapadyata

Yudhiṣṭhira sprach: „Als Bhāskara [der Sonnengott] ihn damals so anflehte, was für eine Handlung ergriff da Jamadagni, der hochstrahlende Beste der Weisen?“

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.)
evaṃ tadā prayācantaṃ bhāskaram
so damals den flehenden Bhāskara (Akk.Sg., Part.Präs.)
munisattamaḥ jamadagnir mahātejāḥ
der Beste der Munis Jamadagni, der Hochstrahlende (Nom.Sg.)
kiṃ kāryaṃ pratyapadyata
welche Handlung ergriff er (3.Sg.Impf.Med.)

bhīṣma uvāca; tathā prayācamānasya munir agnisamaprabhaḥ; jamadagniḥ śamaṃ naiva jagāma kurunandana

Bhīṣma sprach: „Obwohl er so flehte, fand der feuergleich strahlende Muni Jamadagni keineswegs zur Ruhe, Wonne der Kurus.“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Perf.)
tathā prayācamānasya
so, während er [Sūrya] flehte (Gen.abs., Part.Präs.Med.)
munir agnisamaprabhaḥ jamadagniḥ
der Muni, feuergleich strahlend, Jamadagni (Nom.Sg.)
śamaṃ naiva jagāma
keineswegs zur Ruhe (Perf. von gam)
kurunandana
Wonne der Kurus (Vok.)

tataḥ sūryo madhurayā vācā tam idam abravīt; kṛtāñjalir viprarūpī praṇamyedaṃ viśāṃ pate

Da sprach Sūrya mit sanfter Stimme dies zu ihm, die Hände gefaltet, in Brahmanengestalt und sich verneigend, Herr der Menschen.

Wort für Wort
tataḥ sūryo madhurayā vācā
da Sūrya mit süßer Rede (Nom.Sg./Instr.Sg.f.)
tam idam abravīt
zu ihm dies sprach er (Impf.)
kṛtāñjalir viprarūpī
die Hände gefaltet, Brahmanengestalt annehmend (Nom.Sg.)
praṇamya idaṃ viśāṃ pate
sich verneigt habend, dies, Herr der Menschen (Abs./Vok.)

calaṃ nimittaṃ viprarṣe sadā sūryasya gacchataḥ; kathaṃ calaṃ vetsyasi tvaṃ sadā yāntaṃ divākaram

„Beweglich ist das Ziel, Brahmanen-Seher, da die Sonne stets dahinzieht; wie willst du den ständig wandernden Tagesschaffer als beweglichen erkennen [erfassen]?“

Wort für Wort
calaṃ nimittaṃ viprarṣe
das Ziel ist beweglich, Brahmanen-Seher (Nom.n./Vok.)
sadā sūryasya gacchataḥ
da die Sonne stets geht (Gen.Sg., Part.Präs.)
kathaṃ calaṃ vetsyasi tvam
wie wirst du [es] als beweglich erkennen (2.Sg.Fut. von vid)
sadā yāntaṃ divākaram
den stets gehenden Tagesschaffer (Akk.Sg., Part.Präs.)

jamadagnir uvāca; sthiraṃ vāpi calaṃ vāpi jāne tvāṃ jñānacakṣuṣā; avaśyaṃ vinayādhānaṃ kāryam adya mayā tava

Jamadagni sprach: „Ob fest oder beweglich, ich erkenne dich mit dem Auge der Erkenntnis; unbedingt muss ich dir heute Zucht beibringen [dich zur Räson bringen].“

Wort für Wort
jamadagnir uvāca
Jamadagni sprach
sthiraṃ vāpi calaṃ vāpi
ob fest oder beweglich (Akk.Sg.m.)
jāne tvāṃ jñānacakṣuṣā
ich erkenne dich mit dem Erkenntnisauge (1.Sg.Präs./Instr.)
avaśyaṃ vinayādhānaṃ kāryam
unbedingt ist Zucht-Beibringung zu tun (Gerundiv)
adya mayā tava
heute von mir an dir (Instr./Gen.)

aparāhṇe nimeṣārdhaṃ tiṣṭhasi tvaṃ divākara; tatra vetsyāmi sūrya tvāṃ na me 'trāsti vicāraṇā

„Am Nachmittag stehst du, Tagesschaffer, einen halben Augenblick still; dort werde ich dich erkennen, Sūrya; darüber habe ich keine Überlegung [keinen Zweifel].“

Wort für Wort
aparāhṇe nimeṣārdham
am Nachmittag einen halben Wimpernschlag (Lok./Akk.)
tiṣṭhasi tvaṃ divākara
du stehst, Tagesschaffer (2.Sg.Präs./Vok.)
tatra vetsyāmi sūrya tvām
dort werde ich dich erkennen, Sūrya (1.Sg.Fut.)
na me 'trāsti vicāraṇā
mir gibt es hier keine Überlegung (Präs.)

sūrya uvāca; asaṃśayaṃ māṃ viprarṣe vetsyase dhanvināṃ vara; apakāriṇaṃ tu māṃ viddhi bhagavañ śaraṇāgatam

Sūrya sprach: „Ohne Zweifel wirst du mich erkennen, Brahmanen-Seher, Bester der Bogenschützen; doch wisse mich, Erhabener, als einen, der dir Unrecht getan hat, [nun aber] als Schutzsuchenden.“

Wort für Wort
sūrya uvāca
Sūrya sprach
asaṃśayaṃ māṃ viprarṣe vetsyase
zweifellos wirst du mich erkennen (2.Sg.Fut.Med.)
dhanvināṃ vara
Bester der Bogenschützen (Vok.)
apakāriṇaṃ tu māṃ viddhi
doch wisse mich als Schädiger (Imp.)
bhagavañ śaraṇāgatam
Erhabener, als Schutzsuchenden (Vok./Akk.)

bhīṣma uvāca; tataḥ prahasya bhagavāñ jamadagnir uvāca tam; na bhīḥ sūrya tvayā kāryā praṇipātagato hy asi

Bhīṣma sprach: Da lachte der Erhabene Jamadagni und sprach zu ihm: „Du brauchst keine Furcht zu haben, Sūrya, denn du bist zu [meinen] Füßen niedergefallen.“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
tataḥ prahasya bhagavān
da lachte der Erhabene (Abs.)
jamadagnir uvāca tam
Jamadagni sprach zu ihm
na bhīḥ sūrya tvayā kāryā
keine Furcht ist von dir zu haben, Sūrya (Gerundiv)
praṇipātagato hy asi
denn du bist in Niederwerfung gelangt (2.Sg.Präs.)

brāhmaṇeṣv ārjavaṃ yac ca sthairyaṃ ca dharaṇītale; saumyatāṃ caiva somasya gāmbhīryaṃ varuṇasya ca

„Die Geradheit bei den Brahmanen und die Festigkeit auf der Erde, die Milde des Mondes und die Tiefe des Varuṇa,

Wort für Wort
brāhmaṇeṣv ārjavaṃ yac ca
und was Geradheit bei Brahmanen (Lok.Pl./Akk.)
sthairyaṃ ca dharaṇītale
und Festigkeit auf der Erdfläche (Akk./Lok.)
saumyatāṃ caiva somasya
und Milde des Soma (Akk./Gen.)
gāmbhīryaṃ varuṇasya ca
und Tiefe des Varuṇa (Akk./Gen.)

Satz läuft über V. 9 bis 11 weiter.

dīptim agneḥ prabhāṃ meroḥ pratāpaṃ tapanasya ca; etāny atikramed yo vai sa hanyāc charaṇāgatam

den Glanz des Feuers, das Leuchten des Meru, die Glut der Sonne: wer dies überschreitet, der würde einen Schutzsuchenden töten.

Wort für Wort
dīptim agneḥ prabhāṃ meroḥ
Glanz des Feuers, Leuchten des Meru (Akk./Gen.)
pratāpaṃ tapanasya ca
und Glut der Sonne (Akk./Gen.)
etāny atikramed yo vai
wer diese überschreitet (Opt.)
sa hanyāc charaṇāgatam
der würde einen Schutzsuchenden töten (Opt./Akk.)

bhavet sa gurutalpī ca brahmahā ca tathā bhavet; surāpānaṃ ca kuryāt sa yo hanyāc charaṇāgatam

Der würde zum Schänder des Lehrerbetts und zum Brahmanenmörder, und er würde Branntwein trinken [d. h. diese Sünden begehen], wer einen Schutzsuchenden tötet.“

Wort für Wort
bhavet sa gurutalpī ca
er würde Schänder des Lehrerbetts (Opt.)
brahmahā ca tathā bhavet
und ebenso Brahmanenmörder
surāpānaṃ ca kuryāt sa
und Branntwein-Trinken würde er begehen (Opt.)
yo hanyāc charaṇāgatam
wer einen Schutzsuchenden tötet (Opt.)

etasya tv apanītasya samādhiṃ tāta cintaya; yathā sukhagamaḥ panthā bhavet tvadraśmitāpitaḥ

„Denke, Lieber, über eine Abhilfe für dieses zu Beseitigende nach, damit der von deinen Strahlen erhitzte Weg leicht gangbar werde.“

Wort für Wort
etasya tv apanītasya
doch für dieses zu Beseitigende [?] (Gen.Sg.)
samādhiṃ tāta cintaya
Abhilfe, Lieber, sinne aus (Akk./Vok./Imp.)
yathā sukhagamaḥ panthā bhavet
damit der Weg leicht zu gehen sei (Opt.)
tvadraśmitāpitaḥ
von deinen Strahlen erhitzt (Nom.Sg.)

apanītasya knapp; sinngemäß: das, was (die Hitze) abzustellen ist.

bhīṣma uvāca; etāvad uktvā sa tadā tūṣṇīm āsīd bhṛgūdvahaḥ; atha sūryo dadau tasmai chatropānaham āśu vai

Bhīṣma sprach: Nachdem er so viel gesprochen hatte, schwieg damals der Bhṛgu-Stier; da gab ihm Sūrya rasch einen Schirm und Schuhe.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
etāvad uktvā sa tadā
so viel gesagt habend, er damals (Abs.)
tūṣṇīm āsīd bhṛgūdvahaḥ
schwieg, der Bhṛgu-Stier (Impf.)
atha sūryo dadau tasmai
da gab Sūrya ihm (Perf.)
chatropānaham āśu vai
Schirm und Schuhe rasch (Akk.)

sūrya uvāca; maharṣe śirasas trāṇaṃ chatraṃ madraśmivāraṇam; pratigṛhṇīṣva padbhyāṃ ca trāṇārthaṃ carmapāduke

Sūrya sprach: „Großer Seher, [hier ist] ein Schirm als Schutz für das Haupt, der meine Strahlen abhält; und nimm für die Füße Lederschuhe zum Schutz an.

Wort für Wort
sūrya uvāca
Sūrya sprach
maharṣe śirasas trāṇaṃ
großer Seher, Schutz des Hauptes (Vok./Akk.)
chatraṃ madraśmivāraṇam
[ein] Schirm, meine Strahlen abwehrend (Akk.)
pratigṛhṇīṣva padbhyāṃ ca
nimm an, und für die Füße (Imp.Med./Dat.)
trāṇārthaṃ carmapāduke
zum Schutz Lederschuhe (Akk.Du.)

adyaprabhṛti caivaital loke saṃpracariṣyati; puṇyadāneṣu sarveṣu param akṣayyam eva ca

Von heute an wird dies in der Welt in Gebrauch kommen, unter allen heiligen Gaben als höchste und unvergängliche.“

Wort für Wort
adyaprabhṛti ca etat
von heute an und dies
loke saṃpracariṣyati
wird in der Welt in Umlauf kommen (Fut.)
puṇyadāneṣu sarveṣu
unter allen verdienstvollen Gaben (Lok.Pl.)
param akṣayyam eva ca
als höchste, unvergängliche (Nom.n.)

bhīṣma uvāca; upānacchatram etad vai sūryeṇeha pravartitam; puṇyam etad abhikhyātaṃ triṣu lokeṣu bhārata

Bhīṣma sprach: „Schirm und Schuhe sind hier von Sūrya eingeführt worden; dies gilt als verdienstlich in den drei Welten, Bhārata.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
upānacchatram etad vai
Schuhe und Schirm, dies (Nom.n.)
sūryeṇeha pravartitam
von Sūrya hier in Gang gesetzt (Instr., Part.Pass.)
puṇyam etad abhikhyātam
dies ist als verdienstlich verkündet (Part.Pass.)
triṣu lokeṣu bhārata
in den drei Welten, Bhārata (Lok./Vok.)

tasmāt prayaccha viprebhyaś chatropānaham uttamam; dharmas te sumahān bhāvī na me 'trāsti vicāraṇā

Darum gib den Brahmanen Schirm und Schuhe, das Vortreffliche; dir wird sehr große Pflichterfüllung [Verdienst] zuteil werden; darüber habe ich keinen Zweifel.“

Wort für Wort
tasmāt prayaccha viprebhyaḥ
darum gib den Brahmanen (Imp./Dat.Pl.)
chatropānaham uttamam
Schirm und Schuhe, die vortrefflichen (Akk.)
dharmas te sumahān bhāvī
Verdienst wird dir sehr groß sein (Nom./Fut.-Adj.)
na me 'trāsti vicāraṇā
für mich gibt es hier keinen Zweifel (Präs.)

chatraṃ hi bharataśreṣṭha yaḥ pradadyād dvijātaye; śubhraṃ śataśalākaṃ vai sa pretya sukham edhate

„Wer nämlich einem Zweimalgeborenen einen Schirm gibt, glänzend, mit hundert Stäben, der gedeiht nach dem Tode in Glück, Bester der Bharatas.

Wort für Wort
chatraṃ hi bharataśreṣṭha
einen Schirm nämlich, Bester der Bharatas (Akk./Vok.)
yaḥ pradadyād dvijātaye
wer geben würde einem Zweimalgeborenen (Opt./Dat.)
śubhraṃ śataśalākaṃ vai
glänzend, hundertstabig (Akk.)
sa pretya sukham edhate
der gedeiht nach dem Tode in Glück (3.Sg.Präs.Med.)

sa śakraloke vasati pūjyamāno dvijātibhiḥ; apsarobhiś ca satataṃ devaiś ca bharatarṣabha

Er weilt in Śakras Welt, von den Zweimalgeborenen geehrt, und stets von Apsaras und Göttern, Stier der Bharatas.

Wort für Wort
sa śakraloke vasati
er weilt in der Welt Śakras (Lok.)
pūjyamāno dvijātibhiḥ
geehrt von Zweimalgeborenen (Part.Pass./Instr.)
apsarobhiś ca satataṃ
und von Apsaras stets (Instr.Pl.)
devaiś ca bharatarṣabha
und von Göttern, Stier der Bharatas (Instr./Vok.)

dahyamānāya viprāya yaḥ prayacchaty upānahau

Wer einem von Hitze versengten Brahmanen Schuhe gibt,

Wort für Wort
dahyamānāya viprāya
einem brennenden [versengten] Brahmanen (Dat.Sg., Part.Pass.)
yaḥ prayacchaty
wer gibt (3.Sg.Präs.)
upānahau
Schuhe (Akk.Du.)

Satz läuft über V. 20 bis 23 weiter.

upānahau ca yo dadyāc ślakṣṇau snehasamanvitau

und wer Schuhe gibt, glatte, mit Zuneigung [oder: mit Öl] versehene,

Wort für Wort
upānahau ca yo dadyāt
und wer Schuhe gäbe (Opt.)
ślakṣṇau
glatte (Akk.Du.)
snehasamanvitau
mit Zuneigung/Öl versehen (Akk.Du.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage (nur in einem Teil der Handschriften).

snātakāya mahābāho saṃśitāya dvijātaye

einem Snātaka, Starkarmiger, einem gelobestrengen Zweimalgeborenen,

Wort für Wort
snātakāya mahābāho
einem Snātaka, Starkarmiger (Dat./Vok.)
saṃśitāya dvijātaye
einem streng Gelobenden, Zweimalgeborenen (Dat.)

so 'pi lokān avāpnoti daivatair abhipūjitān; goloke sa mudā yukto vasati pretya bhārata

auch der gewinnt Welten, die von den Göttern verehrt werden; in der Kuhwelt weilt er freudig nach dem Tode, Bhārata.

Wort für Wort
so 'pi lokān avāpnoti
auch er erlangt Welten (3.Sg.Präs./Akk.Pl.)
daivatair abhipūjitān
von Göttern verehrte (Instr./Part.Pass.)
goloke sa mudā yuktaḥ
in der Kuhwelt er, freudig (Lok./Nom.)
vasati pretya bhārata
weilt nach dem Tode, Bhārata

etat te bharataśreṣṭha mayā kārtsnyena kīrtitam; chatropānahadānasya phalaṃ bharatasattama

„Dies habe ich dir, Bester der Bharatas, vollständig dargelegt: die Frucht der Gabe von Schirm und Schuhen, Bester der Bharatas.“

Wort für Wort
etat te bharataśreṣṭha
dies dir, Bester der Bharatas
mayā kārtsnyena kīrtitam
von mir vollständig verkündet (Instr./Part.Pass.)
chatropānahadānasya phalam
Frucht der Gabe von Schirm und Schuhen (Gen.Tatp./Akk.)
bharatasattama
Bester der Bharatas (Vok.)

yudhiṣṭhiraḥ; śūdrāṇām iha śuśrūṣā nityam evānuvarṇitā; kaiḥ kāraṇaiḥ katividhā śuśrūṣā samudāhṛtā; ke ca śuśrūṣayā lokā vihitā bharatarṣabha; śūdrāṇāṃ bharataśreṣṭha brūhi me dharmalakṣaṇam; bhīṣmaḥ; atrāpy udāharantīmam itihāsaṃ purātanam; śūdrāṇām anukampārthaṃ yad uktaṃ brahmavādinā; vṛddhaḥ parāśaraḥ prāha dharmaṃ śubhram anāmayam; anugrahārthaṃ varṇānāṃ śaucācārasamanvitam; dharmopadeśam akhilaṃ yathāvad anupūrvaśaḥ; śiṣyān adhyāpayām āsa śāstram arthavad arthavit; kṣāntendriyeṇa mānena śucinācāpalena vai; adurbalena dhīreṇa nottarottaravādinā; alubdhenānṛśaṃsena ṛjunā brahmavādinā; cāritratatpareṇaiva sarvabhūtahitātmanā; arayaḥ ṣaḍ vijetavyā nityaṃ svaṃ deham āśritāḥ; kāmakrodhau ca lobhaś ca mānamohau madas tathā; vidhinā dhṛtim āsthāya śuśrūṣur anahaṃkṛtaḥ; varṇatrayasyānumato yathāśakti yathābalam; karmaṇā manasā vācā cakṣuṣā ca caturvidham; āsthāya niyamaṃ dhīmāñ śānto dānto jitendriyaḥ; rakṣoyakṣajanadveṣī śeṣānnakṛtabhojanaḥ; varṇatrayān madhu yathā bhramaro dharmam ācaret; yadi śūdras tapaḥ kuryād vedadṛṣṭena karmaṇā; iha cāsya parikleśaḥ pretya cāsyāśubhā gatiḥ; adharmyam ayaśasyaṃ ca tapaḥ śūdre pratiṣṭhitam; amārgeṇa tapas taptvā mleccheṣu phalam aśnute; anyathā vartamāno hi na śūdro dharmam arhati; amārgeṇa prayātānāṃ pratyakṣād upalabhyate; cāturvarṇyavyapetānāṃ jātimūrtiparigrahaḥ; tathā te hi śakāś cīnāḥ kāmbhojāḥ pāradās tathā; śabarāḥ paplavāś caiva tuṣārayavanās tathā; dārvāś ca daradāś caiva ujjihānās tathetarāḥ; veṇāś ca kaṅkaṇāś caiva siṃhalā madrakās tathā; kiṣkindhakāḥ pulindāś ca kahvāś cāndhrāḥ sanīragāḥ; gandhikā dramiḍāś caiva barbarāś cūcukās tathā; kirātāḥ pārvateyāś ca kolāś colāḥ sakhāṣakāḥ; ārukāś caiva dohāś ca yāś cānyā mlecchajātayaḥ; vikṛtā vikṛtācārā dṛśyante krūrabuddhayaḥ; amārgeṇāśritā dharmaṃ tato jātyantaraṃ gatāḥ; amārgopārjitasyaitat tapaso viditaṃ phalam; na naśyati kṛtaṃ karma śubhaṃ vā yadi vāśubham; atrāpy ete vasu prāpya vikarmatapasārjitam; pāṣaṇḍān arcayiṣyanti dharmakāmā vṛthāśramāḥ; evaṃ caturṇāṃ varṇānām āśramāṇāṃ ca pārthiva; viparītaṃ vartamānā mlecchā jāyanty abuddhayaḥ; adhyāyadhanino viprāḥ kṣatriyāṇāṃ balaṃ dhanam; vaṇik kṛṣiś ca vaiśyānāṃ śūdrāṇāṃ paricārikā; vyucchedāt tasya dharmasya nirayāyopapadyate; tato mlecchā bhavanty ete nirghṛṇā dharmavarjitāḥ; punaś ca nirayas teṣāṃ tiryagyoniś ca śāśvatī; ye tu satpatham āsthāya varṇāśramakṛtaṃ purā; sarvān vimārgān utsṛjya svadharmapatham āśritāḥ; sarvabhūtadayāvanto daivatadvijapūjakāḥ; śāstradṛṣṭena vidhinā śraddhayā jitamanyavaḥ; teṣāṃ vidhiṃ pravakṣyāmi yathāvad anupūrvaśaḥ; upādānavidhiṃ kṛtsnaṃ śuśrūṣādhigamaṃ tathā; śiṣṭopanayanaṃ caiva mantrāṇi vividhāni ca; tathā śiṣyaparīkṣāṃ ca śāstraprāmāṇyadarśanāt; pravakṣyāmi yathātattvaṃ yathāvad anupūrvaśaḥ; śaucakṛtyasya śaucārthān sarvān eva viśeṣataḥ; mahāśaucaprabhṛtayo dṛṣṭās tattvārthadarśibhiḥ; tatrāpi śūdro bhikṣūṇām idaṃ śeṣaṃ ca kalpayet; bhikṣubhiḥ sukṛtaprajñaiḥ kevalaṃ dharmam āśritaiḥ; samyagdarśanasaṃpannair gatādhvani hitārthibhiḥ; avakāśam imaṃ medhyaṃ nirmitaṃ kāmavīrudham; nirjanaṃ saṃvṛtaṃ buddhvā niyatātmā jitendriyaḥ; sajalaṃ bhājanaṃ sthāpya mṛttikāṃ ca parīkṣitām; parīkṣya bhūmiṃ mūtrārthī tata āsīta vāgyataḥ; udaṅmukho divā kuryād rātrau ced dakṣiṇāmukhaḥ; antarhitāyāṃ bhūmau tu antarhitaśirās tathā; asamāpte tathā śauce na vācaṃ kiṃ cid īrayet; kṛtakṛtyas tathācamya gacchan nodīrayed vacaḥ; śaucārtham upaviṣṭas tu mṛdbhājanapuraskṛtaḥ; sthāpyaṃ kamaṇḍaluṃ gṛhya pārśvorubhyām athāntare; śaucaṃ kuryāc chanair vīro buddhipūrvam asaṃkaram; pāṇinā śuddham udakaṃ saṃgṛhya vidhipūrvakam; vipruṣaś ca yathā na syur yathā corū na saṃspṛśet; apāne mṛttikās tisraḥ pradeyās tv anupūrvaśaḥ; hastābhyāṃ ca tathā vipro hastaṃ hastena saṃspṛśet; apāne nava deyāḥ syur iti vṛddhānuśāsanam; mṛttikā dīyamānā hi śodhayed deśam añjasā; tasmāt pāṇitale deyā mṛttikās tu punaḥ punaḥ; buddhipūrvaṃ prayatnena yathā naiva spṛśet sphijau; yathā ghāto hi na bhaved kledajaḥ paridhānake; tathā gudaṃ pramārjeta śaucārthaṃ tu punaḥ punaḥ; pratipādaṃ tatas tyaktvā śaucam utthāya kārayet; savye dvādaśa deyāḥ syus tisras tisraḥ punaḥ punaḥ; deyāḥ kūrparake haste pṛṣṭhabandhe punaḥ punaḥ; tathaivādarśake dadyāc catasras tūbhayor api; ubhayor hastayor ekaṃ sapta sapta pradāpayet; tato 'nyāṃ mṛttikāṃ gṛhya kāryaṃ śaucaṃ punas tayoḥ; hastayor evam etad dhi mahāśaucaṃ vidhīyate; tato 'nyathā na kurvīta vidhir eṣa sanātanaḥ; upasthe mūtraśaucasya ata ūrdhvaṃ vidhīyate; ato 'nyathā tu yaḥ kuryāt prāyaścittīyate tu saḥ; malopahatacelasya dviguṇaṃ tu vidhīyate; sahapādam athorubhyāṃ hastaśaucam asaṃśayam; avadhīrayamāṇasya saṃdeha upajāyate; yathā yathā viśudhyeta tat tathā tad upakrame; sakardamaṃ tu varṣāsu gṛham āviśya saṃkaṭam; hastayor mṛttikās tisraḥ pādayoḥ ṣaṭ pradāpayet; kāmaṃ dattvā gude dadyāt tisraḥ padbhyāṃ tathaiva ca; hastaśaucaṃ prakartavyaṃ mūtraśaucavidhes tathā; mūtraśauce tathā hastau pādābhyāṃ cānupūrvaśaḥ; naiṣṭhike sthānaśauce tu mahāśaucaṃ vidhīyate; kṣārauṣarābhyāṃ vastrasya kuryāc chaucaṃ mṛdā saha; lepagandhāpanayanam amedhyasya vidhīyate; snānaśāṭyāṃ mṛdas tisro hastābhyāṃ cānupūrvaśaḥ; śaucaṃ prayatnataḥ kṛtvā kampayānaḥ samuddharet; deyāś catasras tisro vā dvir vāpy ekā tathāpadi; kālam āsādya deśaṃ ca śaucasya gurulāghavam; vidhinānena śaucaṃ tu nityaṃ kuryād atandritaḥ; aviprekṣann asaṃbhrāntaḥ pādau prakṣālya tatparaḥ; aprakṣālitapādas tu pāṇim ā maṇibandhanāt; adhastād upariṣṭāc ca tataḥ pāṇim upaspṛśet; manogatās tu niḥśabdā niḥśabdaṃ trir apaḥ pibet; dvir mukhaṃ parimṛjyāc ca khāni copaspṛśed budhaḥ; ṛgvedaṃ tena prīṇāti prathamaṃ yaḥ pibed apaḥ; dvitīyaṃ tu yajurvedaṃ tṛtīyaṃ sāma eva ca; mṛjyate prathamaṃ tena atharvā prītim āpnuyāt; dvitīyenetihāsaṃ ca purāṇasmṛtidevatāḥ; yac cakṣuṣi samādhatte tenādityaṃ tu prīṇayet; prīṇāti vāyuṃ ghrāṇaṃ ca diśaś cāpy atha śrotrayoḥ; brahmāṇaṃ tena prīṇāti yan mūrdhani samāpayet; samutkṣipati cāpordhvam ākāśaṃ tena prīṇayet; prīṇāti viṣṇuṃ padbhyāṃ tu salilaṃ vai samādadhat; prāṅmukhodaṅmukho vāpi antarjānur upaspṛśet; sarvatra vidhir ity eṣa bhojanādiṣu nityaśaḥ; anneṣu dantalagneṣu ucchiṣṭaḥ punar ācamet; vidhir eṣa samuddiṣṭaḥ śauce cābhyukṣaṇaṃ smṛtam; śūdrasyaiṣa vidhir dṛṣṭo gṛhān niṣkramataḥ sataḥ; nityaṃ tv aluptaśaucena vartitavyaṃ kṛtātmanā; yaśaskāmena bhikṣubhyaḥ śūdreṇātmahitārthinā; parāśaraḥ; kṣatrā ārambhayajñās tu vīryayajñā viśaḥ smṛtāḥ; śūdrāḥ paricarāyajñā japayajñās tu brāhmaṇāḥ; śuśrūṣājīvinaḥ śūdrā vaiśyā vipaṇijīvinaḥ; aniṣṭanigrahāḥ kṣatrā viprāḥ svādhyāyajīvinaḥ; tapasā śobhate vipro rājanyaḥ pālanādibhiḥ; ātithyena tathā vaiśyaḥ śūdro dāsyena śobhate; yatātmanā tu śūdreṇa śuśrūṣā nityam eva ca; kartavyā triṣu varṇeṣu prāyeṇāśramavāsiṣu; aśaktena trivargasya sevyā hy āśramavāsinaḥ; yathāśakyaṃ yathāprajñaṃ yathādharmaṃ yathāśrutam; viśeṣeṇaiva kartavyā śuśrūṣā bhikṣukāśrame; āśramāṇāṃ tu sarveṣāṃ caturṇāṃ bhikṣukāśramam; pradhānam iti varṇyante śiṣṭāḥ śāstraviniścaye; yac copadiśyate śiṣṭaiḥ śrutismṛtividhānataḥ; tathā stheyam aśaktena sa dharma iti niścitaḥ; ato 'nyathā tu kurvāṇaḥ śreyo nāpnoti mānavaḥ; tasmād bhikṣuṣu śūdreṇa kāryam ātmahitaṃ sadā; iha yat kurute śreyas tat pretya samupāśnute; tac cānasūyatā kāryaṃ kartavyaṃ yad dhi manyate; asūyatā kṛtasyeha phalaṃ duḥkhād avāpyate; priyavādī jitakrodho vītatandrir amatsaraḥ; kṣamāvāñ śīlasaṃpannaḥ satyadharmaparāyaṇaḥ; āpadbhāvena kuryād dhi śuśrūṣāṃ bhikṣukāśrame; ayaṃ me paramo dharmas tv anenemaṃ suduṣkaram; saṃsārasāgaraṃ ghoraṃ tariṣyāmi na saṃśayaḥ; vibhayo deham utsṛjya yāsyāmi paramāṃ gatim; nātaḥ paraṃ mamāpy anya eṣa dharmaḥ sanātanaḥ; evaṃ saṃcintya manasā śūdro buddhisamādhinā; kuryād avimanā nityaṃ śuśrūṣādharmam uttamam; śuśrūṣāniyameneha bhāvyaṃ śiṣṭāśinā sadā; śamānvitena dāntena kāryākāryavidā sadā; sarvakāryeṣu kṛtyāni kṛtāny eva tu darśayet; yathā priyo bhaved bhikṣus tathā kāryaṃ prasādhayet; yad akalpaṃ bhaved bhikṣor na tat kāryaṃ samācaret; yadāśramasyāviruddhaṃ dharmamātrābhisaṃhitam; tat kāryam avicāreṇa nityam eva śubhārthinā; manasā karmaṇā vācā nityam eva prasādayet; sthātavyaṃ tiṣṭhamāneṣu gacchamānān anuvrajet; āsīneṣv āsitavyaṃ ca nityam evānuvartatā; dharmalabdhena snehena pādau saṃpīḍayet sadā; udvartanādīṃś ca tathā kuryād apraticoditaḥ; naiśakāryāṇi kṛtvā tu nityaṃ caivānucoditaḥ; yathāvidhir upaspṛśya saṃnyasya jalabhājanam; bhikṣūṇāṃ nilayaṃ gatvā praṇamya vidhipūrvakam; brahmapūrvān gurūṃs tatra praṇamya niyatendriyaḥ; tathācāryapurogāṇām anukuryān namaskriyām; svadharmacāriṇāṃ cāpi sukhaṃ pṛṣṭvābhivādya ca; yo bhavet pūrvasaṃsiddhas tulyadharmā bhavet sadā; tasmai praṇāmaḥ kartavyo netareṣu kadā cana; anuktvā teṣu cotthāya nityam eva yatavrataḥ; saṃmārjanam atho kṛtvā kṛtvā cāpy upalepanam; tataḥ puṣpabaliṃ dadyāt puṣpāṇy ādāya dharmataḥ; niṣkramyāvasathāt tūrṇam anyat karma samācaret; yathopaghāto na bhavet svādhyāye ''śramiṇāṃ tathā; upaghātaṃ tu kurvāṇa enasā saṃprayujyate; tathātmā praṇidhātavyo yathā te prītim āpnuyuḥ; paricārako 'haṃ varṇānāṃ trayāṇāṃ dharmataḥ smṛtaḥ; kim utāśramavṛddhānāṃ yathālabdhopajīvinām; bhikṣūṇāṃ gatarāgāṇāṃ kevalaṃ jñānadarśinām; viśeṣeṇa mayā kāryā śuśrūṣā niyatātmanā; teṣāṃ prasādāt tapasā prāpsyāmīṣṭāṃ śubhāṃ gatim; evam etad viniścitya yadi seveta bhikṣukān; vidhinā svopadiṣṭena prāpnoti paramāṃ gatim; parāśaraḥ; na tathā saṃpradānena nopavāsādibhis tathā; iṣṭāṃ gatim avāpnoti yathā śuśrūṣakarmaṇā; yādṛśena tu toyena śuddhiṃ prakurute naraḥ; tādṛg bhavati tad dhautam udakasya svabhāvataḥ; śūdro 'py etena mārgeṇa yādṛśaṃ sevate janam; tādṛg bhavati saṃsargād acireṇa na saṃśayaḥ; tasmāt prayatnataḥ sevyā bhikṣavo niyatātmanā; udakagrahaṇādyena snapanodvartanais tathā; adhvanā karśitānāṃ ca vyādhitānāṃ tathaiva ca; śuśrūṣāṃ niyataṃ kuryāt teṣām āpadi yatnataḥ; darbhājināny avekṣeta bhaikṣabhājanam eva ca; yathākāmaṃ ca kāryāṇi sarvāṇy evopasādhayet; prāyaścittaṃ yathā na syāt tathā sarvaṃ samācaret; vyādhitānāṃ tu prayataś cailaprakṣālanādibhiḥ; pratikarmakriyā kāryā bheṣajānayanais tathā; piṃṣaṇālepanaṃ cūrṇaṃ kaṣāyam atha sādhanam; nānyasya praticāreṣu sukhārtham upapādayet; bhikṣāṭano 'bhigaccheta bhiṣajaś ca vipaścitaḥ; tato viniṣkrayārthāni dravyāṇi samupārjayet; yaś ca prītamanā dadyād ādadyād bheṣajaṃ naraḥ; aśraddhayā hi dattāni tāny abhojyāni bhikṣubhiḥ; śraddhayā yad upādattaṃ śraddhayā copapāditam; tasyopabhogād dharmaḥ syād vyādhibhiś ca nivartyate; ā dehapatanād evaṃ śuśrūṣārtham atandritaiḥ; na tv eva dharmam utsṛjya kuryāt teṣāṃ pratikriyām; svabhāvato hi dvaṃdvāni viprayānty upayānti ca; svabhāvataḥ sarvabhāvā bhavanti na bhavanti ca; sāgarasyormisadṛśā vijñātavyā guṇātmakāḥ; vidyād evaṃ hi yo dhīmāṃs tattvavit tattvadarśanaḥ; parāśaraḥ; na sa lipyeta pāpena padmapatram ivāmbhasā; evaṃ prayatitavyaṃ hi śuśrūṣārtham atandritaiḥ; sarvābhir upasevābhis tuṣyanti yatayo yathā; nāparādhyeta bhikṣos tu na cainam avadhīrayet; uttaraṃ ca na saṃdadyāt kruddhaṃ caiva prasādayet; śreya evābhidhātavyaṃ kartavyaṃ ca prahṛṣṭavat; tūṣṇīṃbhāvena vai tatra na kruddham abhisaṃvadet; nādadīta parasvāni na gṛhṇīyād ayācitam; labdhālabdhena jīveta tathaiva paritoṣayet; kopinaṃ tu na yāceta jñānavidveṣakāritaḥ; sthāvareṣu dayāṃ kuryāj jaṃgameṣu ca prāṇiṣu; yathātmani tathānyeṣu samāṃ dṛṣṭiṃ nipātayet; sarvabhūteṣu cātmānaṃ sarvabhūtāni cātmani; saṃpaśyamāno vicaran brahmabhūyāya kalpate; hiṃsāṃ vā yadi vāhiṃsāṃ na kuryād ātmakāraṇāt; yatretaro bhaven nityaṃ doṣaṃ tatra na kārayet; evaṃ sa mucyate doṣāt parān āśritya vartayan; ātmāśrayeṇa doṣeṇa lipyate hy alpabuddhimān; jarāyujāṇḍajāś caiva udbhijjāḥ svedajāś ca ye; avadhyāḥ sarva evaite budhaiḥ samanuvarṇitāḥ; niścayārthaṃ vibuddhānāṃ prāyaścittaṃ vidhīyate; hiṃsā yathānyā vihitā tathā doṣaṃ prayojayet; yathopadiṣṭaṃ guruṇā śiṣyasya carato vidhim; na hi lobhaḥ prabhavati hiṃsā vāpi tadātmikā; śāstradarśanam etad dhi vihitaṃ viśvayoninā; yady etad evaṃ manyeta śūdro hy api ca buddhimān; kṛtaṃ kṛtavatāṃ gacchet kiṃ punar yo niṣevate; na śūdraḥ patate kaś cin na ca saṃskāram arhati; nāsyādhikāro dharme 'sti na dharmāt pratiṣedhanam; anugrahārthaṃ manunā sarvavarṇeṣu varṇitam; yadāpavādas tu bhavet strīkṛtaḥ paricārake; abhrāvakāśaśayanaṃ tasya saṃvatsaraṃ smṛtam; tena tasya bhavec chāntis tato bhūyo 'py upāvrajet; savarṇāyā bhaved etad dhīnāyās tv ardham arhati; varṣatrayaṃ tu vaiśyāyāḥ kṣatriyāyās tu ṣaṭ samāḥ; brāhmaṇyā tu sametasya samā dvādaśa kīrtitāḥ; kaṭāgninā vā dagdhavyas tasminn eva kṣaṇe bhavet; śiśnāvapātanād vāpi viśuddhiṃ samavāpnuyāt; anasthibandham ekaṃ tu yadi prāṇair viyojayet; upoṣyaikāham ādadyāt prāṇāyāmāṃs tu dvādaśa; triḥ snānam udake kṛtvā tasmāt pāpāt pramucyate; asthibandheṣu dviguṇaṃ prāyaścittaṃ vidhīyate; anena vidhinā vāpi sthāvareṣu na saṃśayaḥ; kāyena padbhyāṃ hastābhyām aparādhāt tu mucyate; aduṣṭaṃ kṣapayed yas tu sarvavarṇeṣu vācayet; tasyāpy aṣṭaguṇaṃ vidyāt prāyaścittaṃ tad eva tu; caturguṇaṃ karmakṛte dviguṇaṃ vākpradūṣite; kṛtvā tu mānasaṃ pāpaṃ tathaivaikaguṇaṃ smṛtam; tasmād etāni sarvāṇi viditvā na samācaret; sarvabhūtahitārthaṃ hi kuśalāni samācaret; evaṃ samāhitamanāḥ sevate yadi sattamān; tadgatis tatsamācāras tanmanās tatparāyaṇaḥ; nābhinandeta maraṇaṃ nābhinandeta jīvitam; kālam eva pratīkṣeta nirveśaṃ bhṛtako yathā; evaṃ pravartamānas tu vinītaḥ prayatātmavān; parāśaraḥ; nirṇayaṃ puṇyapāpābhyām acireṇopagacchati; śuśrūṣānirato nityam ariṣṭāny upalakṣayet; traivārṣikaṃ dvivārṣikaṃ vā vārṣikaṃ vā samutthitam; ṣāṇmāsikaṃ māsikaṃ vā saptarātrikam eva vā; sarvāṃs tadarthān vā vidyāt teṣāṃ cihnāni lakṣayet; puruṣaṃ hiraṇmayaṃ yas tu tiṣṭhantaṃ dakṣiṇāmukham; lakṣayed uttareṇaiva mṛtyus traivārṣiko bhavet; śuddhamaṇḍalam ādityam araśmiṃ saṃprapaśyataḥ; saṃvatsaradvayenaiva tasya mṛtyuṃ samādiśet; jyotsnāyām ātmanaś chāyāṃ sacchidrāṃ yaḥ prapaśyati; mṛtyuṃ saṃvatsareṇaiva jānīyāt sa vicakṣaṇaḥ; viśiraskāṃ yadā chāyāṃ paśyet puruṣa ātmanaḥ; jānīyād ātmano mṛtyuṃ ṣaṇmāseneha buddhimān; karṇau pidhāya hastābhyāṃ śabdaṃ na śṛṇute yadi; jānīyād ātmano mṛtyuṃ māsenaiva vicakṣaṇaḥ; śavagandham upāghrāti anyad vā surabhiṃ naraḥ; devatāyatanastho vai saptarātreṇa mṛtyubhāk; karṇanāsāpanayanaṃ dantadṛṣṭivirāgatā; luptasaṃjñaṃ hi karaṇaṃ sadyo mṛtyuṃ samādiśet; evam eṣām ariṣṭānāṃ paśyed anyatamaṃ yadi; na taṃ kālaṃ parīkṣeta yathāriṣṭaṃ prakalpitam; abhyāśena tu kālasya gaccheta pulinaṃ śuci; tatra prāṇān pramuñceta tam īśānam anusmaran; tato 'nyaṃ deham āsādya gāndharvaṃ sthānam āpnuyāt; tatrastho vasate viṃśatpadmāni sa mahādyutiḥ; gandharvaiś citrasenādyaiḥ sahitaḥ satkṛtas tathā; nīlavaiḍūryavarṇena vimānenāvabhāsayan; nabhaḥsthalam adīnātmā sārdham apsarasāṃ gaṇaiḥ; chandakāmānusārī ca tatra tatra mahīyate; modate 'maratulyātmā sadāmaragaṇaiḥ saha; patitaś ca kṣaye kāle kṣaṇena vimaladyutiḥ; vaiśyasya bahuvittasya kule 'grye bahugodhane; avāpya tatra vai janma sa pūto devakarmaṇā; chandasā jāgatenaiva prāptopanayanaṃ tataḥ; kṣaumavastropakaraṇaṃ dvijatvaṃ samavāpya tu; adhīyamāno vedārthān guruśuśrūṣaṇe rataḥ; brahmacārī jitakrodhas tapasvī jāyate tataḥ; adhītya dakṣiṇāṃ dattvā gurave vidhipūrvakam; kṛtadāraḥ samupaiti gṛhasthavratam uttamam; dadāti yajate caiva yajñair vipuladakṣiṇaiḥ; agnihotram upāsan vai juhvac caiva yathāvidhi; dharmaṃ saṃcinute nityaṃ mṛdugāmī jitendriyaḥ; sa kālapariṇāmāt tu mṛtyunā saṃprayujyate; saṃskṛtaś cāgnihotreṇa kṛtapātropadhānavān; saṃskṛto deham utsṛjya marudbhir upapadyate; marudbhiḥ sahitaś cāpi tulyatejā mahādyutiḥ; bālārkasamavarṇena vimānena virājatā; sukhaṃ carati tatrastho gandharvāpsarasāṃ gaṇaiḥ; virajombarasaṃvītas taptakāñcanabhūṣaṇaḥ; chandakāmānusārī ca dviguṇaṃ kālam āvaset; saṃnivarteta kālena sthānāt tasmāt paricyutaḥ; avitṛptavihārārtho divyabhogān vihāya tu; sa jāyate nṛpakule gajāśvarathasaṃkule; pārthivīṃ śriyam āpannaḥ śrīmān dharmapatir yathā; janmaprabhṛti saṃskāraṃ caulopanayanāni ca; prāpya rājakule tatra yathāvad vidhipūrvakam; chandasā traiṣṭubheneha dvijatvam upanīyate; adhītya vedam akhilaṃ dhanurvedaṃ ca mukhyaśaḥ; samāvṛttas tataḥ pitrā yauvarājye 'bhiṣicyate; kṛtadārakriyaḥ śrīmān rājyaṃ saṃprāpya dharmataḥ; prajāḥ pālayate samyak ṣaḍbhāgakṛtasaṃvidhiḥ; yajñair bahubhir ījānaḥ samyag āptārthadakṣiṇaiḥ; praśāsati mahīṃ śrīmān rājyam indrasamadyutiḥ; svadharmanirato nityaṃ putrapautrasahāyavān; kālasya vaśam āpannaḥ prāṇāṃs tyajati saṃyuge; devarājasya bhavanam indralokam avāpnute; saṃpūjyamānas tridaśair vicacāra yathāsukham; rājarṣibhiḥ puṇyakṛdbhir yathā devapatis tathā; taiḥ stūyate bandibhis tu nānāvādyaiḥ prabodhyate; divyajāmbūnadamayaṃ bhrājamānaṃ samantataḥ; varāpsarobhiḥ saṃpūrṇaṃ devagandharvasevitam; yānam āruhya vicared yathā śakraḥ śacīpatiḥ; sa tatra vasate ṣaṣṭiṃ padmānīha mudānvitaḥ; sarvāṃl lokān anucaran maharddhir avabhāsayan; atha puṇyakṣayāt tasmāt sthāpyate bhuvi bhārata; parāśaraḥ; jāyate ca dvijakule vedavedāṅgapārage; tataḥ śrutisamāpannaḥ saṃskṛtaś ca yathāvidhi; caulopanayanaṃ tasya yathāvat kriyate dvijaiḥ; tato 'ṣṭame sa varṣe tu vratopanayanādibhiḥ; kriyābhir vidhidṛṣṭābhir brahmatvam upanīyate; gāyatreṇa cchandasā tu saṃskṛtaś caritavrataḥ; adhīyamāno medhāvī śuddhātmā niyatavrataḥ; acireṇaiva kālena sāṅgān vedān avāpnute; samāvṛttaḥ sa dharmātmā samāvṛttakriyas tathā; yājanādhyāpanarataḥ kuśale karmaṇi sthitaḥ; agnihotraparo nityaṃ devatātithipūjakaḥ; yajate vividhair yajñair japayajñais tathaiva ca; nyāyāgatadhanānveṣī nyāyavṛttas tapodhanaḥ; sarvabhūtahitaś caiva sarvaśāstraviśāradaḥ; svadāraparituṣṭātmā ṛtugāmī jitendriyaḥ; parāpavādavirataḥ satyavrataparaḥ sadā; sa kālapariṇāmāt tu saṃyuktaḥ kāladharmaṇā; saṃskṛtaś cāgnihotreṇa yathāvad vidhipūrvakam; somalokam avāpnoti dehanyāsān na saṃśayaḥ; tatra somaprabhair devair agniṣv āttaiś ca bhāsvaraiḥ; tathā barhiṣadaiś caiva devair āṅgirasair api; viśvebhiś caiva devaiś ca tathā brahmarṣibhiḥ punaḥ; devarṣibhiś cāpratimais tathaivāpsarasāṃ gaṇaiḥ; sādhyaiḥ siddhaiś ca satataṃ satkṛtas tatra modate; jātarūpamayaṃ divyam arkatulyaṃ manojavam; devagandharvasaṃkīrṇaṃ vimānam adhirohati; saumyarūpā manaḥkāntās taptakāñcanabhūṣaṇāḥ; somakanyā vimānasthaṃ ramayanti mudānvitāḥ; sa tatra ramate prītaḥ saha devaiḥ saharṣibhiḥ; lokān sarvān anucaran dīptatejā manojavaḥ; sabhāṃ kāmajavīṃ cāpi nityam evābhigacchati; sarvalokeśvaram ṛṣiṃ namaskṛtya pitāmaham; parameṣṭhir anantaśrīr lokānāṃ prabhavāpyayaḥ; yataḥ sarvāḥ pravartante sargapralayavikriyāḥ; sa tatra vartate śrīmān dviśataṃ dvijasattamaḥ; atha kālakṣayāt tasmāt sthānād āvartate punaḥ; jātidharmāṃs tathā sarvān sargād āvartanāni ca; aśāśvatam idaṃ sarvam iti cintyopalabhya ca; śāśvataṃ divyam acalam adīnam apunarbhavam; āsthāsyaty abhayaṃ nityaṃ yatrāvṛttir na vidyate; yatra gatvā na mriyate janma cāpi na vidyate; garbhakleśā mayā prāptā jāyatā ca punaḥ punaḥ; kāyakleśāś ca vividhā dvaṃdvāni vividhāni ca; śītoṣṇasukhaduḥkhāni īrṣyādveṣakṛtāni ca; tatratatropabhuktāni na kva cic chāśvatī sthitiḥ; evaṃ sa niścayaṃ kṛtvā nirmucya grahabandhanāt; chittvā bhāryāmayaṃ pāśaṃ tathaivāpatyasaṃbhavam; yatidharmam upāśritya guruśuśrūṣaṇe rataḥ; acireṇaiva kālena śreyaḥ samadhigacchati; yogaśāstraṃ ca sāṃkhyaṃ ca viditvā so 'rthatattvataḥ; anujñātaś ca guruṇā yathāśāstram avasthitaḥ; puṇyatīrthānusevī ca nadīnāṃ pulināśrayaḥ; śūnyāgāraniketaś ca vanavṛkṣaguhāśayaḥ; araṇyānucaro nityaṃ devāraṇyaniketanaḥ; ekarātraṃ dvirātraṃ vā na kva cit sajjate dvijaḥ; śīrṇaparṇapuṭe cāpi vyahne carati bhikṣukaḥ; na bhogārtham anupretya yātrāmātraṃ samaśnute; dharmalabdhaṃ samaśnāti na kāmāt kiṃ cid aśnute; yugamātradṛg adhvānaṃ krośād ūrdhvaṃ na gacchati; samo mānāvamānābhyāṃ samaloṣṭāśmakāñcanaḥ; sarvabhūtābhayakaras tathaivābhayadakṣiṇaḥ; nirdvaṃdvo nirnamaskāro nirānandaparigrahaḥ; nirmamo nirahaṃkāraḥ sarvabhūtanirāśrayaḥ; parisaṃkhyānatattvajñas tadā satyarataḥ sadā; ūrdhvaṃ nādho na tiryak ca na kiṃ cid abhikāmayet; evaṃ hi ramamāṇas tu yatidharmaṃ yathāvidhi; kālasya parimāṇāt tu yathā pakvaphalaṃ tathā; sa visṛjya svakaṃ dehaṃ praviśed brahma śāśvatam; nirāmayam anādyantaṃ guṇasaumyam acetanam; nirakṣaram abījaṃ ca nirindriyam ajaṃ tathā; ajayyam akṣayaṃ yat tad abhedyaṃ sūkṣmam eva ca; nirguṇaṃ ca prakṛtiman nirvikāraṃ ca sarvaśaḥ; bhūtabhavyabhaviṣyasya kālasya parameśvaram; parāśaraḥ; avyaktaṃ puruṣaṃ kṣetram ānantyāya prapadyate; evaṃ sa bhikṣur nirvāṇaṃ prāpnuyād dagdhakilbiṣaḥ; ihastho deham utsṛjya nīḍaṃ śakunivad yathā; satpathālambanād eva śūdraḥ prāpnoti sadgatim; brahmaṇaḥ sthānam acalaṃ sthānāt sthānam avāpnuyāt; yathā khanan khanitreṇa jāṅgale vāri vindati; anirvedāt tataḥ sthānam īpsitaṃ pratipadyate; saiṣā gatir anādyantā sarvair apy upadhāritā; tasmāc chūdrair anirvedāc chraddadhānais tu nityadā; vartitavyaṃ yathāśaktyā yathā proktaṃ manīṣibhiḥ; yat karoti tad aśnāti śubhaṃ vā yadi vāśubham; nākṛtaṃ bhujyate karma na kṛtaṃ naśyate phalam; tathā śubhasamācāraḥ śubham evāpnute phalam; tathāśubhasamācāro hy aśubhaṃ samavāpnute; tathā śubhasamācāro hy aśubhāni vivarjayet; śubhāny eva samādadyād ya icched bhūtim ātmanaḥ; bhūtiś ca nānyataḥ śakyā śūdrāṇām iti niścayaḥ; ṛte yatīnāṃ śuśrūṣām iti santo vyavasthitāḥ; tasmād āgamasaṃpanno bhavet suniyatendriyaḥ; śakyate hy āgamād eva gatiṃ prāptum anāmayām; parā caiṣāṃ gatir dṛṣṭā yām anveṣanti sādhavaḥ; yatrāmṛtatvaṃ labhate tyaktvā duḥkham anantakam; imaṃ hi dharmam āsthāya ye 'pi syuḥ pāpayonayaḥ; striyo vaiśyāś ca śūdrāś ca prāpnuyuḥ paramāṃ gatim; kiṃ punar brāhmaṇo vidvān kṣatriyo vā bahuśrutaḥ; na cāpy akṣīṇapāpasya jñānaṃ bhavati dehinaḥ; jñānopalabdhir bhavati kṛtakṛtyo yadā bhavet; upalabhya tu vijñānaṃ jñānaṃ vāpy anasūyakaḥ; tathaiva varted guruṣu bhūyāṃsaṃ vā samāhitaḥ; athāvamanyeta guruṃ tathā teṣu pravartate; vyartham asya śrutaṃ bhavati jñānam ajñānatāṃ vrajet; gatiṃ cāpy aśubhāṃ gacchen nirayāya na saṃśayaḥ; prakṣīyate tasya puṇyaṃ jñānam asya virudhyate; adṛṣṭapūrvakalyāṇo yathā dṛṣṭvā vidhiṃ naraḥ; utsekān moham āpadya tattvajñānam avāptavān; evam eva hi notsekaḥ kartavyo jñānasaṃbhavaḥ; phalaṃ jñānasya hi śamaḥ praśamāya yatet sadā; upaśāntena dāntena kṣamāyuktena sarvadā; śuśrūṣā pratipattavyā nityam evānasūyatā; dhṛtyā śiśnodaraṃ rakṣet pāṇipādaṃ ca cakṣuṣā; indriyārthāṃś ca manasā mano buddhau samādadhet; dhṛtyāsīta tato gatvā śuddhadeśaṃ susaṃvṛtam; labdhvāsanaṃ yathādṛṣṭaṃ vidhipūrvaṃ samācaret; jñānayuktas tathā devaṃ hṛdistham upalakṣayet; ādīpyamānaṃ vapuṣā vidhūmam analaṃ yathā; raśmimantam ivādityaṃ vaidyutāgnim ivāmbare; saṃsthitaṃ hṛdaye paśyed īśaṃ śāśvatam avyayam; na cāyuktena śakyeta draṣṭuṃ dehe maheśvaraḥ; yuktas tu paśyate buddhyā saṃniveśya mano hṛdi; atha tv evaṃ na śaknoti kartuṃ hṛdayadhāraṇam; yathāsāṃkhyam upāsīta yathāvad yogam āsthitaḥ; pañca buddhīndriyāṇīha pañca karmendriyāṇy api; pañcabhūtaviśeṣāś ca manaś caiva tu ṣoḍaśa; tanmātrāṇy api pañcaiva mano 'haṃkāra eva ca; aṣṭamaṃ cāpy athāvyaktam etāḥ prakṛtisaṃjñitāḥ; etāḥ prakṛtayaś cāṣṭau vikārāś cāpi ṣoḍaśa; evam etad ihasthena vijñeyaṃ tattvabuddhinā; evaṃ varṣaṃ samuttīrya tīrṇo bhavati nānyathā; parisaṃkhyānam evaitan mantavyaṃ jñānabuddhinā; ahany ahani śāntātmā pāvanāya hitāya ca; evam eva prasaṃkhyāya tattvabuddhir vimucyate; niṣkalaṃ kevalaṃ bhavati śuddhatattvārthatattvavit; bhikṣukāśramam āsthāya śuśrūṣānirato budhaḥ; śūdro nirmucyate sattvasaṃsargād eva nānyathā; satsaṃnikarṣe parivartitavyaṃ; vidyādhikāś cāpi niṣevitavyāḥ; savarṇatāṃ gacchati saṃnikarṣān; nīlaḥ khago merum ivāśrayan vai; bhīṣmaḥ; ity evam ākhyāya mahāmunis tadā; caturthavarṇeṣu vidhānam arthavit; śuśrūṣayā vṛttagatiṃ samādhinā; samādhiyuktaḥ prayayau svam āśramam

Yudhiṣṭhira sprach: „Der Dienst der Śūdras ist hier stets [als Pflicht] dargelegt worden; aus welchen Gründen und in wie vielen Arten wird der Dienst genannt? Und welche Welten sind durch den Dienst bestimmt, Stier der Bharatas? Nenne mir, Bester der Bharatas, das Wesensmerkmal der Pflicht der Śūdras.“ Bhīṣma sprach: „Auch hierzu führt man diese alte Geschichte an, die ein Brahma-Kundiger den Śūdras zu Gefallen gesagt hat: Der greise Parāśara verkündete die glänzende, makellose Pflicht, den Ständen zur Gnade, mit Reinheit und rechtem Wandel verbunden, die gesamte Pflichtunterweisung, wie es sich gehört, der Reihe nach; er unterrichtete seine Schüler in der Lehre, der Sinnkundige in der sinnreichen [Lehre]:“ „[Von einem, der] mit Nachsicht der Sinne, mit Selbstachtung [?], rein, nicht wankelmütig, nicht schwach, standhaft, nicht auf Überbieten im Reden aus, nicht gierig, nicht grausam, gerade, ein Brahma-Redender, auf rechten Wandel bedacht, dem Wohl aller Wesen zugewandt: von [einem solchen] sind die sechs Feinde zu besiegen, die stets im eigenen Leib wohnen: Begierde und Zorn und Gier, Stolz und Verblendung sowie Rausch. [Er sei] nach Vorschrift Festigkeit übend, dienstbereit, ohne Ichbezogenheit, von den drei Ständen gebilligt, nach Vermögen und Kraft, in Tat, Gedanken, Wort und Blick, [also] vierfach, ein Gebot auf sich genommen habend, der Verständige, ruhig, gezähmt, sinnbezwingend, ein Hasser von Rakṣas, Yakṣas und [feindlichen] Leuten [?], sein Mahl von Speiseresten haltend: Wie die Biene den Honig, so soll er von den drei Ständen die Pflicht [auf]nehmen und ausüben. Wenn ein Śūdra Askese übt durch ein im Veda gesehenes Werk, so hat er hier Mühsal, und nach dem Tod ist sein Ziel unheilvoll. Pflichtwidrig und ruhmlos ist die Askese, die bei einem Śūdra begründet ist; wer auf unrechtem Weg Askese geübt hat, genießt die Frucht unter den Mlecchas. Denn ein Śūdra, der sich anders verhält, verdient [den Anspruch auf] Pflicht nicht. Bei denen, die auf unrechtem Weg gegangen sind, ist es offen wahrnehmbar: bei den von der Vierstände-Ordnung Abgewichenen [geschieht] die Annahme einer [anderen] Geburtsgestalt. So [sind] jene: Śakas, Cīnas, Kāmbhojas und Pāradas, Śabaras, Paplavas, Tuṣāras und Yavanas, Dārvas, Daradas, Ujjihānas und die übrigen, Veṇas, Kaṅkaṇas, Siṃhalas und Madrakas, Kiṣkindhakas, Pulindas, Kahvas, Āndhras, Sanīragas, Gandhikas, Draviḍas, Barbaras und Cūcukas, Kirātas, Bergstämme, Kolas, Colas, Sakhāṣakas, Ārukas und Dohas und welche anderen Mleccha-Stämme es sonst gibt: verunstaltet und von verunstaltetem Wandel, von grausamer Gesinnung sind sie zu sehen; auf unrechtem Weg [der] Pflicht nachgehend, sind sie dadurch in eine andere Geburt gelangt. Dies ist als Frucht einer auf unrechtem Weg erworbenen Askese bekannt. Nicht geht ein getanes Werk verloren, sei es gut oder schlecht. Auch hier werden diese, nachdem sie Reichtum erlangt haben, der durch Askese verkehrter Werke erworben ist, Pāṣaṇḍas [Häretiker] verehren, nach Pflicht begehrend, doch mit nichtigen Einsiedeleien. So, König, werden die, die sich gegenüber den vier Ständen und Lebensstufen verkehrt verhalten, als verständnislose Mlecchas geboren. Der Reichtum der Brahmanen ist das Studium, der Kṣatriyas Kraft und Besitz, Handel und Ackerbau der Vaiśyas, der Śūdras der Dienst. Durch das Abreißen dieser Pflicht gerät man in die Hölle; dann werden diese erbarmungslosen, pflichtlosen zu Mlecchas, und wieder ist für sie Hölle und dauernd tierische Geburt. Die aber, die den guten Pfad beschritten haben, den einst [die Ordnung von] Ständen und Lebensstufen geschaffen hat, alle Irrwege verwerfend, sich auf den Weg der eigenen Pflicht stützend, mitleidig gegen alle Wesen, Verehrer der Götter und Brahmanen, nach der in der Lehre gesehenen Regel, mit Glauben, den Zorn besiegt: für sie werde ich die Regel verkünden, wie es sich gehört, der Reihe nach: die ganze Regel der Aufnahme [in den Dienst], ebenso das Erlangen des Dienstes, die Einführung durch die Guten [?] und die mannigfachen Sprüche, und ebenso die Prüfung des Schülers, im Blick auf die Verbindlichkeit der Lehre, werde ich der Wahrheit gemäß darlegen, wie es sich gehört, der Reihe nach. Alle Zwecke der Reinigungshandlung im Einzelnen, mit der Großen Reinigung an der Spitze, sind von den Wahrheitsschauern gesehen worden. Auch dabei soll der Śūdra für die Bettelmönche dies und das Übrige bereiten [?], für Bettelmönche, die Gutes bedacht haben, allein auf die Pflicht gestützt, im Besitz der rechten Einsicht, den Weg [schon] zurückgelegt habend, Heilsuchende. Diesen reinen, [dafür] geschaffenen Platz, [bewachsen mit] Gewächsen nach Wunsch [?], einsam und abgeschirmt erkannt habend, selbstbeherrscht, sinnbezwungen, ein Gefäß mit Wasser hingestellt und geprüfte Erde: nach Prüfung des Bodens setze sich, wer Harn lassen will, dann schweigend nieder, nach Norden gewandt am Tage, nachts nach Süden gewandt; bei bedecktem Boden aber, ebenso mit bedecktem Haupt. Solange die Reinigung nicht vollendet ist, äußere er kein Wort; wenn er das Nötige getan hat und sich mit Wasser gespült hat, äußere er beim Gehen kein Wort. Zur Reinigung niedergesetzt, das Erdgefäß vor sich, das Kamaṇḍalu ergriffen und in die Mitte zwischen Seite und Schenkel gestellt, verrichte der Tüchtige langsam die Reinigung, mit Bedacht, ohne Vermischung; mit der Hand reines Wasser nach Vorschrift gefasst, [so], dass keine Spritzer entstehen und er die Schenkel nicht berühre. Am After sind der Reihe nach drei Erdklöße zu geben, und mit beiden Händen soll der Brahmane die Hand mit der Hand berühren; am After sollen neun gegeben werden, so lautet die Weisung der Alten. Denn die gegebene Erde reinigt die Stelle rasch; darum sind auf der Handfläche wieder und wieder Erdklöße zu geben, mit Bedacht, mit Sorgfalt, so dass er die Gesäßbacken keineswegs berühre und keine Wunde durch Nässe am Untergewand entstehe; so soll er den After abwischen, zur Reinigung immer wieder. Danach, nach Aufgabe des [bisherigen] Standes [?], stehe er auf und vollziehe die Reinigung: Links sollen zwölf gegeben werden, je drei um drei, wieder und wieder; am Ellbogen, an der Hand, am Rückenband [?] wieder und wieder. Ebenso gebe er beim Spiegel [?] vier, doch bei beiden auch; an beiden Händen lasse er eine [und] je sieben geben. Dann nehme er andere Erde und vollziehe die Reinigung beider Hände erneut. So wird an den Händen die Große Reinigung angeordnet. Nicht anders soll er verfahren; diese Regel ist ewig. Für die Harnreinigung am Geschlechtsteil wird von nun an angeordnet: Wer anders verfährt, der wird sühnepflichtig. Bei kotbefleckter Kleidung wird das Doppelte angeordnet; samt Füßen und Schenkeln ist die Handreinigung zweifellos [zu vollziehen]. Wer sie missachtet, bei dem entsteht Zweifel [an seiner Reinheit]. Wie er auch rein werde, so [verfahre er] beim Vorgehen. Bei Regen aber, bei Schlamm, in ein enges Haus eingetreten, lasse er an den Händen drei Erdklöße geben, an den Füßen sechs; nach Belieben gebe er [sie] am After, und drei ebenso an den Füßen. Die Handreinigung ist auszuführen, ebenso nach der Regel der Harnreinigung. Bei der Harnreinigung [reinige er] so die Hände und der Reihe nach die Füße. Bei der endgültigen Reinigung des Standortes [?] aber wird die Große Reinigung angeordnet. Mit Pottasche und Salzerde soll er die Kleidung zusammen mit Erde reinigen; die Entfernung von Schmiere und Geruch des Unreinen wird angeordnet. Im Badetuch [sind] drei Erdklöße [zu geben], mit beiden Händen der Reihe nach; nachdem er die Reinigung sorgfältig ausgeführt hat, hebe er [das Tuch] schüttelnd ab. Vier, drei oder zwei, oder in der Not auch eine sind zu geben, je nachdem, wie Zeit und Ort und Schwere oder Leichtigkeit der Reinigung es erfordern. Nach dieser Regel soll er die Reinigung stets unermüdlich vollziehen, ohne umherzublicken, unbeirrt, die Füße gewaschen, darauf bedacht; wer die Füße nicht gewaschen hat, [reinige] die Hand bis zum Handgelenk, unten und oben; dann berühre er die Hand [mit Wasser]. Innerlich [?] trinke er lautlos dreimal Wasser; zweimal wische der Weise den Mund ab und berühre die [Körper-]Öffnungen. Wer zuerst das Wasser trinkt, erfreut damit den Ṛgveda; mit dem zweiten den Yajurveda, mit dem dritten den Sāmaveda; beim ersten Abwischen wird der Atharvaveda erfreut; mit dem zweiten Itihāsa, Purāṇa, Smṛti und die Gottheiten. Was er an das Auge bringt, damit erfreue er Āditya; er erfreut Vāyu und die Nase und die Himmelsrichtungen und der beiden Ohren [Götter]. Damit erfreut er Brahmā, was er am Scheitel vollendet; und wenn er es nach oben wirft, erfreue er damit den Äther; er erfreut Viṣṇu an den Füßen, wenn er Wasser [dabei] aufnimmt. Nach Osten oder Norden gewandt, mit [Händen] innerhalb der Knie, berühre er das Wasser. Überall gilt diese Regel, bei Mahlzeiten usw. stets. Wenn Speisen an den Zähnen haften, spüle er als Unreiner erneut den Mund. Diese Regel ist dargelegt; bei der Reinigung ist auch das Besprengen überliefert. Diese Regel ist für den Śūdra gesehen, der das Haus verlässt. Stets soll sich einer mit ungebrochener Reinheit verhalten, der Selbstbeherrschte, der Śūdra, der Ruhm wünscht, für die Bettelmönche und zum eigenen Heil.“ Parāśara sprach: „Die Kṣatriyas [haben] Unternehmungsopfer, die Vaiśyas gelten als Kraftopfer; die Śūdras [haben] Dienstopfer, die Brahmanen Murmelopfer. Die Śūdras leben vom Dienen, die Vaiśyas vom Handel, die Kṣatriyas [haben] Bestrafung des Unerwünschten, die Brahmanen leben vom Selbststudium. Durch Askese glänzt der Brahmane, der Rājanya durch Schutz usw., durch Gastfreundschaft der Vaiśya, der Śūdra durch Dienstbarkeit. Von einem selbstbeherrschten Śūdra ist Dienst stets zu leisten, unter den drei Ständen zumeist bei den in Einsiedeleien Weilenden. Wer das Dreiheits-[Ziel] nicht zu erreichen vermag, soll den Bewohnern der Lebensstufen dienen: nach Vermögen, nach Einsicht, nach Pflicht, nach dem Gehörten; besonders aber ist Dienst im Bettelmönchs-Stand zu leisten. Von allen vier Lebensstufen gilt die Bettelmönchsstufe als die vornehmste, so beschreiben es die Gelehrten in der Entscheidung der Lehre. Und was die Guten nach Vorschrift von Śruti und Smṛti lehren, dabei soll der Unvermögende bleiben; das ist als Pflicht gewiss. Wer anders handelt, erlangt kein Heil, der Mensch. Darum soll der Śūdra bei den Bettelmönchen stets das eigene Wohl bedenken. Was er hier an Gutem tut, das genießt er nach dem Tod; und man soll ohne Missgunst tun, was man für zu tun hält. Bei Missgunst wird die Frucht des hier Getanen nur mit Leid erlangt. Freundlich redend, zornbesiegt, ohne Trägheit, ohne Neid, nachsichtig, tugendhaft, der Wahrheit und Pflicht ergeben, leiste er in [der Haltung] der Bedrängnis [?] Dienst im Bettelmönchs-Stand [und denke]: ‚Dies ist meine höchste Pflicht; hierdurch werde ich diesen sehr schwer zu durchquerenden, schrecklichen Ozean des Kreislaufs überqueren, kein Zweifel. Furchtlos werde ich den Leib verlassen und zum höchsten Ziel gehen; nichts Höheres als dies gibt es für mich; dies ist die ewige Pflicht.‘ So im Geist erwägend, mit gesammelter Einsicht, verrichte der Śūdra unverdrossen stets die höchste Dienstpflicht. Mit dem Gelübde des Dienens soll er hier stets sein, von den Resten der Guten essend, friedvoll, gezähmt, wissend, was zu tun und zu lassen ist. Bei allen Verrichtungen zeige er die Aufgaben als schon getan. Wie der Bettelmönch zufrieden wird, so vollende er das Werk; was für den Bettelmönch unpassend ist, das tue er nicht. Was mit dem Lebensstand nicht im Widerspruch steht und allein auf die Pflicht gerichtet ist, das ist ohne Überlegung stets vom Heilsuchenden zu tun; mit Sinn, Tat und Wort soll er stets gefällig sein. Bei Stehenden bleibe er stehen, den Gehenden folge er nach, bei Sitzenden sitze er stets, folgsam. Mit auf rechtmäßigem Weg erlangter Zuneigung [oder: Öl] massiere er stets die Füße, und ebenso tue er Abreibungen usw. ungeheißen. Nachdem er die nächtlichen Verrichtungen getan hat, stets auch ohne Aufforderung, nach Vorschrift Wasser berührt [sich gespült] und das Wassergefäß abgestellt, zum Haus der Bettelmönche gegangen und nach Vorschrift verneigt, verneige er sich dort, sinnenbeherrscht, vor den Lehrern, den Brahma-Kundigen voran; ebenso ahme er die Verneigung vor den Lehrern an der Spitze nach; und auch nach dem Wohlbefinden derer, die ihre eigene Pflicht üben, gefragt und sie begrüßt, wer früher vollendet und gleichen Dharmas ist, dem ist stets die Verneigung zu erweisen, nie den anderen. Ohne es ihnen zu sagen aufgestanden, stets fest im Gelübde, soll er, nachdem er gefegt und auch [den Boden] bestrichen hat, danach nach Vorschrift Blumenspende darbringen, Blumen genommen; aus der Wohnung getreten, verrichte er rasch ein anderes Werk, so dass den Bewohnern der Lebensstufen beim Selbststudium keine Störung entsteht; wer stört, wird mit Schuld verbunden. So ist die eigene Seele zu richten, dass sie Freude gewinnen. [Er denke:] ‚Diener der drei Stände bin ich, gilt als Pflicht; um wie viel mehr [gilt es] für Lebensstufen-Älteste, die von dem leben, was sie erlangen, für Bettelmönche, frei von Leidenschaft, allein Erkenntnis schauend: Besonders von mir, dem Selbstbeherrschten, ist Dienst zu leisten. Durch ihre Gnade werde ich durch Askese das ersehnte, glückliche Ziel erlangen.‘ Wenn er den Bettelmönchen so entschlossen dient, erlangt er durch die selbst gelehrte Regel das höchste Ziel.“ Parāśara sprach: „Weder durch Schenkung noch durch Fasten usw. erlangt er das ersehnte Ziel so wie durch das Werk des Dienstes. Von welchem Wasser der Mensch Reinheit bewirkt, von derselben Art wird das damit Gewaschene, gemäß der Natur des Wassers; auch der Śūdra: auf diesem Weg, welchem Menschen er dient, wie dieser wird er durch den Umgang bald, kein Zweifel. Darum sind die Bettelmönche vom Selbstbeherrschten mit Bemühung zu bedienen: durch Wasserholen usw., Baden und Abreibungen, und bei Wegemüden und ebenso bei Kranken. Den Dienst soll er ihnen in Not beständig, mit Mühe leisten. Er achte auf Kuśa-Gras und Antilopenfelle und auf die Bettelschale; nach Wunsch führe er alle Aufgaben aus; er verfahre in allem so, dass keine Sühne nötig wird. Bei Kranken aber besorge er achtsam durch Waschen der Kleider usw. die Pflege-Handlung und durch Beschaffung von Arznei: Zerreiben, Salbe, Pulver, Absud, Zubereitung; nicht bereite er zu eigenem Vergnügen [etwas] bei der Pflege eines anderen [?]. Der Bettelnde gehe zum kundigen Arzt; dann beschaffe er Sachen zum Tausch. Und wer froh gestimmt gibt, von dem nehme man Arznei; was ohne Glauben gegeben wurde, ist für Bettelmönche nicht essbar. Was mit Glauben empfangen und mit Glauben bereitet wurde, aus dessen Genuss entsteht Pflichterfüllung, und Krankheiten werden dadurch vertrieben. Bis zum Fall des Leibes [sei er] so unermüdlich im Dienst; niemals aber soll er, die Pflicht preisgebend, ihnen eine Gegenmaßnahme [?] tun. Von Natur aus gehen die Gegensatzpaare fort und kommen; von Natur aus entstehen und vergehen alle Zustände; den Wellen des Meeres gleich sind sie als aus Guṇas bestehend zu erkennen. Wer als Verständiger dies so erkennt, der Wahrheitskundige, Wahrheitsschauer –“ Parāśara sprach: „der wird von Sünde nicht befleckt wie das Lotusblatt vom Wasser. So ist für den Dienst unermüdlich zu streben. Durch alle Aufwartungen werden die Asketen zufrieden. Er soll sich am Bettelmönch nicht vergehen, ihn nicht geringschätzen, keine Widerrede geben, und den Zornigen besänftigen; nur Heilsames sage er und tue es freudig; durch Schweigen [begegne er] dort dem Zornigen und rede ihn nicht an. Er nehme nicht fremdes Gut, nehme nichts Ungebetenes; vom Erlangten oder Nichterlangten lebe er und stelle ebenso zufrieden. Von einem Zornigen erbitte er nichts, [der] aus Hass auf Erkenntnis [handelt] [?]. Bei Unbeweglichem und bei beweglichen Wesen übe er Mitleid; wie bei sich selbst, so richte er auf andere einen gleichen Blick; wer sich in allen Wesen und alle Wesen in sich erblickend umherzieht, wird tauglich für das Brahman-Werden. Gewalt oder Gewaltlosigkeit soll er nicht um seiner selbst willen üben; wo der andere stets [betroffen] wäre, dort veranlasse er keine Schuld [?]. So wird er von Schuld befreit, indem er sich auf andere stützt; von Schuld, die auf sich selbst gestützt ist, wird der Kurzsichtige befleckt. Lebendgebärende, Eigeborene, Sprossgeborene und Schweißgeborene: alle diese sind von den Weisen als nicht zu töten beschrieben. Zur Gewissheit der Erwachten wird Sühne angeordnet [?]; wie sonst Gewalt vorgeschrieben ist, so soll er die Schuld zuweisen [?] – wie der Lehrer dem Schüler, der die Regel übt, [es] gelehrt hat. Denn Gier hat hier keine Macht, oder Gewalt, die dies zum Wesen hat; dies ist die vom Weltenschöpfer angeordnete Lehransicht. Wenn ein Śūdra, auch ein einsichtiger, dies so meinte, würde er zu [dem Ziel] der Vollbringer gelangen; um wie viel mehr der, der es [wirklich] ausübt [?]. Kein Śūdra fällt [ab], und er verdient auch keine Weihe [?]. Ihm kommt im [Veda-]Dharma keine Berechtigung zu, doch auch kein Ausschluss von der Pflicht [?]. Zum Wohl ist es von Manu unter allen Ständen dargelegt worden. Wenn aber eine Anschuldigung, durch eine Frau verursacht, gegen den Diener entsteht, so gilt für ihn Schlafen unter freiem Himmel für ein Jahr; dadurch wird ihm Beruhigung, dann darf er wieder herantreten. Dies gilt bei einer Standesgleichen; bei einer Niedrigeren gebührt die Hälfte. Drei Jahre bei einer Vaiśyā, aber sechs Jahre bei einer Kṣatriyā; bei einer Brāhmaṇī, mit der er verkehrt hat, sind zwölf Jahre genannt. Oder er ist im Strohmattenfeuer zu verbrennen, im selben Augenblick [?]; oder durch Abtrennen des Gliedes könnte er Reinheit erlangen. Wenn er ein Wesen ohne Knochengerüst des Lebens beraubt, soll er einen Tag fasten und zwölf Atemübungen vornehmen und dreimal im Wasser baden; dann wird er von diesem Übel befreit. Bei Wesen mit Knochengerüst wird doppelte Sühne angeordnet; oder nach dieser Regel bei Unbeweglichem zweifellos; mit Leib, Füßen und Händen [begangen], wird er vom Vergehen befreit. Wer aber einen Unschuldigen schädigt [?] oder [dies] unter allen Ständen verkünden lässt [?], dafür kenne man achtfache Sühne, eben diese; vierfach beim Täter, doppelt bei durch Wort Verletztem; nach einer Sünde im Geist gilt sie als einfach. Darum soll man, dies alles wissend, nicht so handeln; zum Wohl aller Wesen tue man Heilsames. Wenn er so gesammelten Sinnes den Besten dient, ihr Ziel, ihr Wandel, ihr Denken, sie zur Zuflucht habend, wünsche er weder den Tod noch das Leben; er erwarte nur die Zeit, wie ein Lohnarbeiter die Bezahlung. So wandelnd, bescheiden, selbstbeherrscht,“ Parāśara sprach: „gelangt er bald zur Entscheidung über Verdienst und Sünde. Dem Dienst stets ergeben, achte er auf die Todeszeichen: die dreijährigen, zweijährigen oder einjährigen, die aufgetretenen, halbjährigen, monatlichen oder siebentägigen; alle deren Bedeutungen möge er kennen und ihre Merkmale beachten. Wer eine goldene Gestalt mit Blick nach Süden stehen sieht [und] nach Norden [sich] wahrnimmt [?], dem wird der Tod in drei Jahren kommen. Wer die Sonne mit reiner Scheibe, ohne Strahlen erblickt, dem sage man den Tod in zwei Jahren voraus. Wer im Mondschein seinen Schatten mit Löchern sieht, der Scharfsichtige soll den Tod in einem Jahr erkennen. Wenn ein Mensch seinen Schatten kopflos sieht, erkenne der Verständige seinen Tod hier in sechs Monaten. Wenn er, die Ohren mit den Händen verschlossen, keinen Laut hört, erkenne der Scharfsichtige den eigenen Tod in einem Monat. Wenn ein Mensch Leichengeruch oder sonst einen Duft wahrnimmt, [obwohl] im Götterheiligtum weilend, ist er in sieben Nächten dem Tod verfallen. Schwund von Ohren und Nase, Abkehr der Zähne und Augen [?], ein Organ mit erloschener Wahrnehmung: das weise auf plötzlichen Tod hin. Wenn er so eines dieser Todeszeichen sieht, warte er jene Frist nicht ab, wie sie durch das Zeichen bestimmt ist. Bei Nahen der Zeit gehe er zu einer reinen Sandbank; dort gebe er den Atem auf, jenen Herrscher gedenkend. Dann, einen anderen Leib erlangend, gelangt er zum Ort der Gandharvas. Dort weilt er zwanzig Padmas, der Hochglänzende, mit Gandharvas wie Citrasena an der Spitze, geehrt, mit einem Flugwagen von dunkelblauer Vaiḍūrya-Farbe den Luftraum erleuchtend, unverzagten Herzens, zusammen mit Scharen von Apsaras; nach Wunsch folgend wird er dort und dort verehrt; er freut sich, den Unsterblichen gleich, stets mit den Scharen der Unsterblichen. Und herabgefallen beim Ende der Frist, in einem Augenblick von reinem Glanz, erlangt er dort Geburt in der vornehmen, kuhreichen Familie eines sehr vermögenden Vaiśya, gereinigt durch das Götterwerk. Mit dem Jagatī-Metrum wird ihm dann die Einführung zuteil, und mit Leinengewand und Zubehör erlangt er die Zweimalgeborenheit. Die Vedabedeutungen studierend, dem Dienst am Lehrer ergeben, wird er dann Brahmacārin, zornbesiegt, Asket. Nach dem Studium, dem Lehrer nach Vorschrift das Lehrgeld gegeben, mit Gattin [verbunden] tritt er in das höchste Hausvater-Gelübde; er gibt und opfert mit Opfern reichen Lohns, den Agnihotra pflegend und nach Regel darbringend; er sammelt stets Pflichtverdienst, sanft im Gang, sinnbezwungen. Im Wandel der Zeit wird er mit dem Tod verbunden; mit dem Agnihotra geweiht, mit bereitgestellten Gefäßen und Zubehör, gelangt er, den geweihten Leib verlassend, zu den Maruts. Mit den Maruts vereint, gleich an Glanz, hochglänzend, auf einem Flugwagen von der Farbe der jungen Sonne strahlend, wandelt er dort weilend glücklich unter den Scharen der Gandharvas und Apsaras, in staubloses Gewand gehüllt, mit Schmuck aus geglühtem Gold; nach Wunsch folgend, wohnt er die doppelte Zeit. Nach der Zeit kehrt er zurück, von jenem Ort herabgefallen; nach unbefriedigtem Vergnügen, die himmlischen Genüsse verlassend, wird er geboren in einem Königsgeschlecht, voller Elefanten, Rosse und Wagen; königliches Glück erlangend, glückvoll, wie ein Herr der Pflicht. Von Geburt an die Weihen, Haarschur und Einführung erlangt er dort im Königshaus, wie es sich gehört, nach Vorschrift; mit dem Triṣṭubh-Metrum wird ihm hier die Zweimalgeborenheit vermittelt. Den ganzen Veda studiert und vor allem die Bogenkunde, kehrt er dann heim; vom Vater wird er zum Kronprinzen geweiht; nach der Vermählung, reich an Glück, das Königtum rechtmäßig erlangend, beschützt er die Untertanen recht, mit Regelung des Sechstels [als Abgabe]. Mit vielen Opfern opfernd, mit gut zugemessenem Opferlohn, herrscht der Glückvolle über die Erde, dem Indra gleich an Glanz, stets der eigenen Pflicht ergeben, mit Söhnen und Enkeln als Stütze; unter die Macht der Zeit gekommen, gibt er im Kampf den Atem auf. Er erlangt die Wohnstatt des Götterkönigs, die Welt Indras; von den Dreißig [Göttern] hochgeehrt, wandelt er nach Belieben umher, wie der Götterherr unter den verdienstvollen Königsweisen; von diesen wird er gepriesen, von Barden, und mit mancherlei Musik geweckt. Auf einem Wagen aus göttlichem Jāmbūnada-Gold, ringsum strahlend, voll von schönsten Apsaras, von Göttern und Gandharvas bedient, fährt er umher wie Śakra, der Gemahl der Śacī; er weilt dort sechzig Padmas, freudig, alle Welten durchziehend, hochmächtig, strahlend. Dann, nach Erschöpfung des Verdienstes, wird er von dort auf der Erde eingesetzt, Bhārata.“ Parāśara sprach: „Er wird geboren in einer Brahmanenfamilie, kundig in Veda und Vedāṅgas; dann, mit der Śruti begabt, nach Vorschrift geweiht; die Haarschur und Einführung wird von den Zweimalgeborenen ordnungsgemäß vollzogen; dann im achten Jahr wird er durch Gelübde, Upanayana usw. und die in der Vorschrift gesehenen Riten ins Brahmanentum eingeführt. Mit dem Gāyatrī-Metrum geweiht, das Gelübde übend, lernend, geistig rege, reinen Selbstes, fest im Gelübde, erlangt er in kurzer Zeit die Veden samt Gliedern. Heimgekehrt, der Pflichtgeist, mit vollzogenen Heimkehr-Riten, dem Opferleiten und Lehren ergeben, im guten Werk stehend, dem Agnihotra zugetan, Verehrer der Götter und Gäste; er opfert mit mannigfachen Opfern und mit Murmelopfern; auf rechtmäßig erworbenen Besitz bedacht, rechtmäßig lebend, Askese als Reichtum; allen Wesen heilsam, in allen Lehren bewandert, mit der eigenen Frau zufrieden, nur zur [rechten] Zeit beiwohnend, sinnbezwungen, dem Tadel anderer abgeneigt, stets dem Wahrheitsgelübde ergeben. Im Wandel der Zeit mit dem Zeitgesetz [dem Tod] verbunden, mit dem Agnihotra geweiht, wie es Regel ist, nach Vorschrift, erlangt er durch Ablegen des Leibes zweifellos die Mondwelt. Dort freut er sich, von den Somaprabha-Göttern, den strahlenden Agniṣvātta, den Barhiṣads, den Āṅgirasa-Göttern, den Viśvedevas, den Brahmanenseheren, den unvergleichlichen Götterweisen, den Scharen der Apsaras, den Sādhyas und Siddhas stets geehrt. Er besteigt einen göttlichen Flugwagen aus Gold, der Sonne gleich, gedankenschnell, von Göttern und Gandharvas erfüllt. Sanftgestaltige, herzgewinnende Mondtöchter, mit Schmuck aus geglühtem Gold, unterhalten den auf dem Wagen Weilenden freudig. Dort vergnügt er sich froh mit Göttern und Sehern, alle Welten durchziehend, glanzstrahlend, gedankenschnell, und geht stets zur wunschschnellen Versammlung. Dem Herrn aller Welten, dem Seher, dem Ahnherrn [Brahmā] huldigend, dem Parameṣṭhin, unendlich an Glanz, dem Ursprung und Vergehen der Welten, aus dem alle Vorgänge von Schöpfung, Auflösung und Wandel hervorgehen: dort weilt der Glückvolle, der beste der Zweimalgeborenen, zweihundert [Padmas?]. Dann kehrt er nach Ablauf der Zeit von diesem Ort wieder zurück. Alle Standespflichten und die Rückkehren aus der Schöpfung erkennt er und bedenkt: ‚Dies alles ist unbeständig.‘ Dann wird er das ewige, göttliche, unerschütterliche, unverzagte, keine Wiedergeburt kennende [Ziel] ergreifen, furchtlos, stets, wo es keine Rückkehr gibt, wo man nach dem Hingelangen nicht stirbt und auch keine Geburt besteht. [Er denkt:] ‚Mühen im Mutterleib habe ich erfahren, ich, der immer wieder Geborene; mannigfache Leibesmühen und vielerlei Gegensatzpaare, Kälte und Hitze, Glück und Leid, durch Neid und Hass verursacht, habe ich hier und dort erfahren; nirgends ist ein dauernder Zustand.‘ So den Entschluss gefasst, von der Fessel der Fixierung befreit, die aus der Gattin bestehende Schlinge zerschnitten und ebenso das Entstehen von Nachkommen, sich auf die Asketenpflicht stützend, dem Dienst am Lehrer ergeben, erlangt er in kurzer Zeit das Heil. Yoga-Lehre und Sāṃkhya dem Sinn und Wesen nach erkannt, vom Lehrer entlassen, der Lehre gemäß feststehend, besucht er heilige Furten, hat an den Sandbänken der Flüsse seinen Halt, in leeren Häusern seine Unterkunft, ruht im Wald, unter Bäumen, in Höhlen; ein stets im Wald Umherziehender, in Götterhainen wohnend. Nur eine Nacht oder zwei haftet der Zweimalgeborene nirgends; der Bettelmönch geht mit einem Napf aus welken Blättern, am Tagesende; nicht des Genusses wegen nimmt er, nur zur Lebensfristung nimmt er zu sich; er isst, was er pflichtgemäß erlangt, nichts aus Begierde; nur ein Joch weit blickend, geht er auf dem Weg nicht mehr als eine Krosa. Gleich bei Ehre und Unehre, gleich bei Erdklumpen, Stein und Gold, allen Wesen Furchtlosigkeit gebend, dessen Gabe [dakṣiṇā] die Furchtlosigkeit ist; frei von Gegensatzpaaren, ohne Verneigung, ohne Annahme von Freuden, ohne Mein, ohne Ichbezogenheit, ohne Stütze in [anderen] Wesen, die Wahrheit der Aufzählung kennend, stets der Wahrheit zugetan; nach oben, unten oder seitwärts wünsche er nichts. So, wer sich nach Vorschrift an der Asketenpflicht erfreut, verlässt mit Ablauf der Zeit, wie eine reife Frucht, seinen Leib und geht ein in das ewige Brahman: das gesund [makellos], ohne Anfang und Ende, in den Guṇas mild, nicht bewusst, ohne Unvergänglichkeit [nirakṣara: ohne Silbe/wandellos], ohne Samen, ohne Sinne, ungeboren, unbesiegbar, unvergänglich, unzerspaltbar und fein, ohne Eigenschaften und doch Prakṛti-haltig und in jeder Hinsicht unwandelbar; den höchsten Herrn der Zeit des Gewesenen, Seienden und Kommenden,“ Parāśara sprach: „den Unmanifesten, den Puruṣa, das Feld: [in diesen] geht er ein zur Unendlichkeit. So erlangt der Bettelmönch, dessen Makel verbrannt sind, das Nirvāṇa, hier weilend, den Leib verlassend wie ein Vogel das Nest. Durch die Stütze auf den guten Pfad erlangt auch der Śūdra ein gutes Ziel; den unerschütterlichen Ort des Brahman möge er von Stufe zu Stufe erreichen. Wie einer, der mit der Hacke gräbt, in trockenem Gelände Wasser findet, so erreicht er durch Nicht-Verdrossenheit den ersehnten Ort. Dies ist das Ziel ohne Anfang und Ende, von allen erfasst. Darum sollen Śūdras unverdrossen und stets glaubend nach Vermögen leben, wie die Weisen es gesagt haben. Was einer tut, das genießt er, ob Gutes oder Schlechtes; ungetanes Werk wird nicht genossen; getanes Frucht geht nicht verloren. So erlangt einer, der Gutes tut, nur Gutes als Frucht; wer Schlechtes tut, Schlechtes. Darum meide, wer Gutes tut, das Schlechte; nur Gutes ergreife er, wer sein eigenes Gedeihen wünscht. Gedeihen ist für Śūdras auf keinem anderen Weg möglich, das ist die Gewissheit, außer durch den Dienst an Asketen: so haben es die Guten festgelegt. Darum sei er in der Überlieferung bewandert und wohlbeherrscht in den Sinnen; denn allein durch die Überlieferung ist ein makelloses Ziel zu erreichen. Das höchste Ziel dieser ist gesehen, das die Guten suchen, wo man Unsterblichkeit erlangt, endloses Leid verlassend. Wer sich auf diese Pflicht stützt, selbst wenn sie von sündiger Geburt sind, Frauen, Vaiśyas und Śūdras, erlangen das höchste Ziel; um wie viel mehr ein gelehrter Brahmane oder ein vielgelehrter Kṣatriya. Nicht entsteht Erkenntnis bei einem Verkörperten, dessen Sünde nicht erschöpft ist; die Erlangung von Erkenntnis geschieht, wenn er das Zu-Tuende vollbracht hat. Wer aber Unterscheidungserkenntnis oder Erkenntnis erlangt hat, ohne Missgunst, verhalte sich ebenso gesammelt gegen die Lehrer, oder noch mehr. Wenn er aber den Lehrer geringschätzt und sich so gegen sie verhält: vergeblich wird sein Gehörtes; die Erkenntnis geht in Unwissenheit über; und ein unheilvolles Ziel erlangt er, zur Hölle, kein Zweifel; sein Verdienst schwindet, seine Erkenntnis wird zunichte. Wie ein Mensch, der zuvor kein Heil gesehen hat, [wenn er] die Regel gesehen hat, aus Hochmut in Verblendung gerät, [obwohl] er Wahrheitserkenntnis erlangt hat [?], so darf aus der Erkenntnis kein Hochmut entstehen. Denn die Frucht der Erkenntnis ist Ruhe; er strebe stets nach Beruhigung. Vom Beruhigten, Gezähmten, mit Nachsicht Begabten ist stets der Dienst zu leisten, immer ohne Missgunst. Mit Festigkeit hüte er Geschlecht und Bauch, Hände und Füße mit dem Auge, die Sinnesobjekte mit dem Geist; den Geist lege er in die Einsicht. Mit Festigkeit setze er sich dann, an einen reinen, gut abgeschirmten Ort gegangen; einen Sitz, wie [vor]geschrieben, gewonnen, verfahre er nach Vorschrift. Mit Erkenntnis verbunden, nehme er den im Herzen weilenden Gott wahr: am Leib strahlend, wie ein rauchloses Feuer, wie die Sonne mit Strahlen, wie ein Blitzfeuer am Himmel; im Herzen weilend erblicke er den ewigen, unvergänglichen Herrn. Doch nicht vom Ungesammelten kann der große Herr im Leib gesehen werden; der Gesammelte aber sieht ihn mit der Einsicht, den Geist ins Herz gesetzt. Wenn er aber die Herzens-Sammlung so nicht zu leisten vermag, so verehre er gemäß Sāṃkhya, im Yoga wie vorgeschrieben verharrend: Fünf Erkenntnissinne hier und fünf Tatsinne, die fünf Sonderelemente und der Geist: sechzehn. Auch die fünf Grundstoffe, Geist und Ichbewusstsein, und als achtes das Unmanifeste: diese heißen Prakṛtis. Diese acht Prakṛtis und die sechzehn Umwandlungen: so ist dies hier vom Weilenden mit Wahrheitseinsicht zu erkennen. So durchquert er das Jahr [?] und ist hinübergelangt, nicht anders. Diese Aufzählung ist mit Erkenntnis-Einsicht zu bedenken, Tag für Tag, friedvollen Selbstes, zur Läuterung und zum Heil. So, durch die Aufzählung Wahrheitseinsicht gewinnend, wird er befreit; er wird ungeteilt, allein, der die Wahrheit der reinen Grundwahrheiten kennt. Der Weise, sich auf die Bettelmönchsstufe stützend, dem Dienst ergeben, der Śūdra wird befreit durch Umgang mit den Guten [oder: mit dem Sattva] allein, nicht anders. Im Umgang mit den Guten soll er sich bewegen; und die an Wissen Überlegenen sind zu bedienen; er gelangt durch Nähe zu Gleichartigkeit, wie ein dunkler Vogel, der sich an den Meru lehnt.“ Bhīṣma sprach: „So belehrte damals der große Muni, der Sinnkundige, über die Vorschrift für die vierten Stände [Śūdras]; über Lebensführung und Ziel durch Dienst und Sammlung; gesammelt zog er dann in seine eigene Einsiedelei.“

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ … śūdrāṇāṃ bharataśreṣṭha brūhi me dharmalakṣaṇam
Frage Yudhiṣṭhiras nach Art, Gründen und Lohn des Śūdra-Dienstes
bhīṣmaḥ … śiṣyān adhyāpayām āsa śāstram arthavad arthavit
Bhīṣma leitet die alte Geschichte von Parāśaras Unterweisung ein
kṣāntendriyeṇa mānena śucinācāpalena vai … varṇatrayān madhu yathā bhramaro dharmam ācaret
Eigenschaften des Dienenden, die sechs Feinde, Pflicht nach dem Vorbild der Biene
yadi śūdras tapaḥ kuryād vedadṛṣṭena karmaṇā … cāturvarṇyavyapetānāṃ jātimūrtiparigrahaḥ
Vedische Askese des Śūdra führt in die Irre; Abweichler werden zu Mlecchas
tathā te hi śakāś cīnāḥ kāmbhojāḥ pāradās tathā … amārgeṇāśritā dharmaṃ tato jātyantaraṃ gatāḥ
Aufzählung der Mleccha-Völker als Folge unrechter Askese
amārgopārjitasyaitat tapaso viditaṃ phalam … punaś ca nirayas teṣāṃ tiryagyoniś ca śāśvatī
Folgen der Pflichtverletzung: Hölle, Mleccha-Geburt, Tierschoß
ye tu satpatham āsthāya varṇāśramakṛtaṃ purā … pravakṣyāmi yathātattvaṃ yathāvad anupūrvaśaḥ
Ankündigung der Regeln für die dem guten Pfad Folgenden
śaucakṛtyasya śaucārthān sarvān eva viśeṣataḥ … parīkṣya bhūmiṃ mūtrārthī tata āsīta vāgyataḥ
Reinigungsregeln: Wahl des Platzes, Gefäß, Erde
udaṅmukho divā kuryād rātrau ced dakṣiṇāmukhaḥ … vipruṣaś ca yathā na syur yathā corū na saṃspṛśet
Haltung, Schweigen und Wasserhandhabung bei der Reinigung
apāne mṛttikās tisraḥ pradeyās tv anupūrvaśaḥ … tato 'nyathā na kurvīta vidhir eṣa sanātanaḥ
Die Große Reinigung: Zahl der Erdklöße, Hände, Füße
upasthe mūtraśaucasya ata ūrdhvaṃ vidhīyate … naiṣṭhike sthānaśauce tu mahāśaucaṃ vidhīyate
Harnreinigung, Reinigung bei Regen und Schlamm
kṣārauṣarābhyāṃ vastrasya kuryāc chaucaṃ mṛdā saha … adhastād upariṣṭāc ca tataḥ pāṇim upaspṛśet
Reinigung der Kleidung; Fußwaschung; Handreinigung
manogatās tu niḥśabdā niḥśabdaṃ trir apaḥ pibet … yaśaskāmena bhikṣubhyaḥ śūdreṇātmahitārthinā
Wasserschlürfen (ācamana) und seine Gottheiten; Schlussregel für den Śūdra
parāśaraḥ … viśeṣeṇaiva kartavyā śuśrūṣā bhikṣukāśrame
Parāśara: Opfer und Lebensunterhalt der Stände; Dienst als Pflicht des Śūdra
āśramāṇāṃ tu sarveṣāṃ caturṇāṃ bhikṣukāśramam … kuryād avimanā nityaṃ śuśrūṣādharmam uttamam
Vorrang der Bettelmönchsstufe; Haltung und Gedanke des Dienenden
śuśrūṣāniyameneha bhāvyaṃ śiṣṭāśinā sadā … svadharmacāriṇāṃ cāpi sukhaṃ pṛṣṭvābhivādya ca
Verhalten des Dieners im Haus der Bettelmönche
yo bhavet pūrvasaṃsiddhas tulyadharmā bhavet sadā … teṣāṃ prasādāt tapasā prāpsyāmīṣṭāṃ śubhāṃ gatim
Ehrerbietung, Fegen, Blumenspende; Gedanke des Dieners
evam etad viniścitya yadi seveta bhikṣukān … śuśrūṣāṃ niyataṃ kuryāt teṣām āpadi yatnataḥ
Dienst wirkt mehr als Gabe und Fasten; Gleichnis vom Wasser
darbhājināny avekṣeta bhaikṣabhājanam eva ca … na tv eva dharmam utsṛjya kuryāt teṣāṃ pratikriyām
Krankenpflege und Arznei für die Bettelmönche
svabhāvato hi dvaṃdvāni viprayānty upayānti ca … evaṃ prayatitavyaṃ hi śuśrūṣārtham atandritaiḥ
Gleichmut: Gegensatzpaare wie Meereswellen; Lotusblatt
sarvābhir upasevābhis tuṣyanti yatayo yathā … ātmāśrayeṇa doṣeṇa lipyate hy alpabuddhimān
Verhalten gegenüber Zornigen; gleicher Blick auf alle Wesen; Gewalt und Schuld
jarāyujāṇḍajāś caiva udbhijjāḥ svedajāś ca ye … anugrahārthaṃ manunā sarvavarṇeṣu varṇitam
Wesensarten der Lebewesen; Stellung des Śūdra im Dharma
yadāpavādas tu bhavet strīkṛtaḥ paricārake … kāyena padbhyāṃ hastābhyām aparādhāt tu mucyate
Sühne bei Vorwürfen um Frauen und bei der Tötung von Wesen
aduṣṭaṃ kṣapayed yas tu sarvavarṇeṣu vācayet … nirṇayaṃ puṇyapāpābhyām acireṇopagacchati
Abgestufte Sühne; Gelassenheit des Dieners gegenüber Leben und Tod
śuśrūṣānirato nityam ariṣṭāny upalakṣayet … na taṃ kālaṃ parīkṣeta yathāriṣṭaṃ prakalpitam
Todeszeichen und ihre Fristen
abhyāśena tu kālasya gaccheta pulinaṃ śuci … modate 'maratulyātmā sadāmaragaṇaiḥ saha
Tod am Flussufer; Gandharva-Welt
patitaś ca kṣaye kāle kṣaṇena vimaladyutiḥ … brahmacārī jitakrodhas tapasvī jāyate tataḥ
Wiedergeburt als Vaiśya, Einführung, Schülerzeit
adhītya dakṣiṇāṃ dattvā gurave vidhipūrvakam … chandakāmānusārī ca dviguṇaṃ kālam āvaset
Hausvater, Tod, Marut-Welt
saṃnivarteta kālena sthānāt tasmāt paricyutaḥ … kālasya vaśam āpannaḥ prāṇāṃs tyajati saṃyuge
Wiedergeburt als König, Herrschaft, Tod im Kampf
devarājasya bhavanam indralokam avāpnute … parāśaraḥ
Indras Welt; Erschöpfung des Verdienstes
jāyate ca dvijakule vedavedāṅgapārage … parāpavādavirataḥ satyavrataparaḥ sadā
Wiedergeburt als Brahmane, Studium, Hausvaterleben
sa kālapariṇāmāt tu saṃyuktaḥ kāladharmaṇā … sabhāṃ kāmajavīṃ cāpi nityam evābhigacchati
Mondwelt und ihre Bewohner
sarvalokeśvaram ṛṣiṃ namaskṛtya pitāmaham … tatratatropabhuktāni na kva cic chāśvatī sthitiḥ
Brahmās Welt, Rückkehr, Einsicht in die Unbeständigkeit
evaṃ sa niścayaṃ kṛtvā nirmucya grahabandhanāt … ūrdhvaṃ nādho na tiryak ca na kiṃ cid abhikāmayet
Der Weg des Asketen (yatidharma) in der letzten Geburt
evaṃ hi ramamāṇas tu yatidharmaṃ yathāvidhi … evaṃ sa bhikṣur nirvāṇaṃ prāpnuyād dagdhakilbiṣaḥ
Eingang ins Brahman; Nirvāṇa des Bettelmönchs
ihastho deham utsṛjya nīḍaṃ śakunivad yathā … ṛte yatīnāṃ śuśrūṣām iti santo vyavasthitāḥ
Der Śūdra erreicht das gute Ziel; Tat und Frucht
tasmād āgamasaṃpanno bhavet suniyatendriyaḥ … prakṣīyate tasya puṇyaṃ jñānam asya virudhyate
Wert der Überlieferung; Ehrfurcht vor den Lehrern
adṛṣṭapūrvakalyāṇo yathā dṛṣṭvā vidhiṃ naraḥ … yathāsāṃkhyam upāsīta yathāvad yogam āsthitaḥ
Erkenntnis ohne Hochmut; Schau des Herrn im Herzen
pañca buddhīndriyāṇīha pañca karmendriyāṇy api … śūdro nirmucyate sattvasaṃsargād eva nānyathā
Sāṃkhya-Aufzählung (8 Prakṛtis, 16 Vikāras); Befreiung durch Umgang mit den Guten
satsaṃnikarṣe parivartitavyaṃ … samādhiyuktaḥ prayayau svam āśramam
Schlussvers: Gleichnis vom Vogel am Meru; Parāśara kehrt heim

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Sehr langer Abschnitt (Zusatzpassage, 509 Halbverse): Parāśaras Unterweisung über den Dienst der Śūdras. Das wfw ist wegen der Länge abschnittsweise gegeben (Anfangs- und Endhalbvers je Abschnitt, Inhaltsangabe). Zahlreiche Stellen sind sprachlich dunkel und mit [?] markiert (u. a. Reinigungs-Fachausdrücke, Sühnevorschriften). Die Sprecherangaben stehen im Text teils an unerwarteter Stelle.

yudhiṣṭhiraḥ; keṣāṃ devā mahābhāgāḥ saṃnamante mahātmanām; bhīṣmaḥ; loke 'smiṃs tān ṛṣīn sarvāñ śrotum icchāmi sattama; itihāsam imaṃ viprāḥ kīrtayanti purāvidaḥ; asminn arthe mahāprājñās taṃ nibodha yudhiṣṭhira; vṛtraṃ hatvāpy upāvṛttaṃ tridaśānāṃ puraskṛtam; mahendram anusaṃprāptaṃ stūyamānaṃ maharṣibhiḥ; śriyā paramayā yuktaṃ rathasthaṃ harivāhanam; mātaliḥ prāñjalir bhūtvā devam indram uvāca ha; namaskṛtānāṃ sarveṣāṃ bhagavaṃs tvaṃ puraskṛtaḥ; bhīṣmaḥ; yeṣāṃ loke namaskuryāt tān bravītu bhavān mama; tasya tad vacanaṃ śrutvā devarājaḥ śacīpatiḥ; yantāraṃ paripṛcchantaṃ tam indraḥ pratyuvāca saḥ; dharmaṃ cārthaṃ ca kāmaṃ ca yeṣāṃ cintayatāṃ matiḥ; nādharme vartate nityaṃ tān namasyāmi mātale; ye rūpaguṇasaṃpannāḥ pramadāhṛdayaṃgamāḥ; nivṛttāḥ kāmabhogeṣu tān namasyāmi mātale; sveṣu bhogeṣu saṃtuṣṭāḥ suvāco vacanakṣamāḥ; amānakāmāś cārghyārhās tān namasyāmi mātale; dhanaṃ vidyās tathaiśvaryaṃ yeṣāṃ na calayen matim; calitāṃ ye nigṛhṇanti tān nityaṃ pūjayāmy aham; iṣṭair dārair upetānāṃ śucīnām agnihotriṇām; catuṣpādakuṭumbānāṃ mātale praṇamāmy aham; mahatas tapasā prāptau dhanasya vipulasya ca; tyāgas tasya na vai kāryo yo ''tmānaṃ nāvabudhyate; yeṣām arthas tathā kāmo dharmamūlavivardhitaḥ; dharmārthau yasya niyatau tān namasyāmi mātale; dharmamūlārthakāmānāṃ brāhmaṇānāṃ gavām api; pativratānāṃ nārīṇāṃ praṇāmaṃ prakaromy aham; ye bhuktvā mānuṣān bhogān pūrve vayasi mātale; tapasā svargam āyānti śaśvat tān pūjayāmy aham; asaṃbhogān na cāsaktān dharmanityāñ jitendriyān; saṃnyastān acalaprakhyān manasā pūjayāmi tān; jñānaprasannavidyānāṃ nirūḍhaṃ dharmam icchatām; paraiḥ kīrtitaśaucānāṃ mātale tān namāmy aham

Yudhiṣṭhira sprach: „Vor welchen hochgesinnten [Wesen] neigen sich die hocherhabenen Götter?“ Bhīṣma sprach: „In dieser Welt möchte ich all jene Seher hören, Bester.“ [Anm.: Der Satz passt inhaltlich eher zu Yudhiṣṭhira; Sprecherangabe wie überliefert.] „Diese alte Geschichte berichten die Brahmanen, die Kenner der Vorzeit; in dieser Sache, Hochweiser, vernimm sie, Yudhiṣṭhira: Nachdem [Indra] Vṛtra erschlagen hatte, war er zurückgekehrt, von den Dreißig [Göttern] vorangestellt; zu Mahendra hin war er gelangt, von den großen Sehern gepriesen, mit höchster Pracht begabt, auf dem Wagen stehend, dessen Zugtiere Falben sind. Mātali sprach mit gefalteten Händen zum Gott Indra: „Vor allen, denen man sich verneigt, bist du, Erhabener, der Vornehmste.“ Bhīṣma sprach: „Nenne du mir diejenigen, vor denen man sich in der Welt verneigen soll.“ [Anm.: Sprecherangabe wie überliefert; inhaltlich eher Mātalis Bitte.] Als der Götterkönig, der Gemahl der Śacī, diese Rede des fragenden Wagenlenkers gehört hatte, antwortete ihm Indra:

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraḥ keṣāṃ devā mahābhāgāḥ saṃnamante mahātmanām
Yudhiṣṭhira: Vor welchen Hochgesinnten neigen sich die Götter (Präs.Med.)
bhīṣmaḥ loke 'smiṃs tān ṛṣīn sarvāñ śrotum icchāmi sattama
Bhīṣma: in dieser Welt jene Seher alle zu hören wünsche ich, Bester (Inf./1.Sg.Präs.)
itihāsam imaṃ viprāḥ kīrtayanti purāvidaḥ … taṃ nibodha yudhiṣṭhira
diese Geschichte berichten die Kenner der Vorzeit; vernimm sie (3.Pl.Präs./Imp.)
vṛtraṃ hatvāpy upāvṛttaṃ … harivāhanam
nach Erschlagen des Vṛtra zurückgekehrt, gepriesen, auf dem Wagen mit Falben (Abs./Part.)
mātaliḥ prāñjalir bhūtvā devam indram uvāca ha … namaskṛtānāṃ sarveṣāṃ bhagavaṃs tvaṃ puraskṛtaḥ
Mātali sprach mit gefalteten Händen zu Indra; unter allen Verehrten bist du der Vornehmste (Perf./Part.Pass.)
bhīṣmaḥ yeṣāṃ loke namaskuryāt tān bravītu bhavān mama
Bhīṣma [sic]: vor wem man sich verneigt, diese nenne mir (Opt./Imp.)
tasya tad vacanaṃ śrutvā devarājaḥ śacīpatiḥ … tam indraḥ pratyuvāca
als der Götterkönig diese Rede gehört hatte, antwortete ihm Indra (Abs./Perf.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; Sprecherangaben scheinen verschoben. Die Passage bricht mit Indras Antwort ab (Fortsetzung in V. 27).

mayā bhārataśārdūla kiṃ bhūyaḥ śrotum icchasi

„Von mir [ist dies gesagt], Tiger unter den Bhāratas; was möchtest du noch weiter hören?“

Wort für Wort
mayā bhārataśārdūla
von mir, Tiger unter den Bhāratas (Instr./Vok.)
kiṃ bhūyaḥ śrotum icchasi
was mehr zu hören wünschst du (2.Sg.Präs./Inf.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; wohl Schlusswort Bhīṣmas oder Indras, als Anschluss an die Vorpassage.

Dieses Kapitel in der Leseansicht