Kapitel 135: viṣṇusahasranāmastotra
Yudhiṣṭhiras Frage und Bhīṣmas Lehre: der tausendfache Name Viṣṇus
Eröffnung des Viṣṇusahasranāma: Yudhiṣṭhira fragt nach der einen höchsten Gottheit und dem besten Dharma; Bhīṣma antwortet mit dem Lobpreis Viṣṇus in tausend Namen, wobei das Kapitel die Namenreihe in Halbversen entfaltet (mit einem langen Zusatzeinschub zur Sāvitrī).
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem Yudhiṣṭhira die Pflichtenlehren (dharma) vollständig und in jeder Hinsicht reinigend vernommen hatte, sprach er den Śāṃtanava [Bhīṣma] abermals an.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Nom.Sg.; 3.Sg.Perf.)
śrutvā dharmān aśeṣeṇa
nachdem er die Pflichten vollständig gehört hatte (Abs.; Akk.Pl.; Instr.Sg.)
pāvanāni ca sarvaśaḥ
und [zwar] reinigende, in jeder Hinsicht (Akk.Pl.n.; Adv.)
yudhiṣṭhiraḥ
Yudhiṣṭhira (Nom.Sg.)
śāṃtanavaṃ punar eva abhyabhāṣata
den Śāṃtanava abermals ansprach (Akk.Sg.; Adv.; 3.Sg.Impf.Med.)
ko dharmaḥ sarvadharmāṇāṃ bhavataḥ paramo mataḥ; kiṃ japan mucyate jantur janmasaṃsārabandhanāt
„Welches gilt dir als die höchste Pflicht unter allen Pflichten? Was murmelnd wird ein Wesen aus der Fessel von Geburt und Kreislauf [saṃsāra] befreit?“
Wort für Wort
ko dharmaḥ sarvadharmāṇām
welche Pflicht unter allen Pflichten (Nom.Sg.; Gen.Pl.)
bhavataḥ paramo mataḥ
gilt dir [Herr] als die höchste (Gen.Sg. ‚dir‘; Nom.Sg.; PPP)
kiṃ japan mucyate jantuḥ
was murmelnd wird das Wesen befreit (Part.Präs.; 3.Sg.Pass.; Nom.Sg.)
janmasaṃsārabandhanāt
aus der Fessel von Geburt und Kreislauf (Abl.Sg.; Kompositum)
Bhīṣma sprach: „Den Herrn der Welt, den Gott der Götter, den Unendlichen, den Höchsten Puruṣa – [ihn] mit tausend Namen preisend, [möge] der Mensch, beständig aufrecht [und eifrig] …“
Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Nom.Sg.; 3.Sg.Perf.)
jagatprabhuṃ devadevam
den Herrn der Welt, den Gott der Götter (Akk.Sg.)
anantaṃ puruṣottamam
den Unendlichen, den Höchsten Puruṣa (Akk.Sg.)
stuvan nāmasahasreṇa
preisend mit tausend Namen (Part.Präs.Nom.Sg.; Instr.Sg.)
puruṣaḥ satatotthitaḥ
der Mensch, beständig aufgerichtet/eifrig (Nom.Sg.; PPP)
Der Satz läuft über die Verse 4-6 und endet in 6 mit „bhavet“.
tam eva cārcayan nityaṃ bhaktyā puruṣam avyayam; dhyāyan stuvan namasyaṃś ca yajamānas tam eva ca
… und eben ihn stets in Hingabe verehrend, den unvergänglichen Puruṣa, [über ihn] meditierend, [ihn] preisend, [sich vor ihm] verneigend und [ihm] opfernd, eben ihm …
Wort für Wort
tam eva ca arcayan nityam
und eben ihn verehrend, stets (Akk.Sg.; Part.Präs.; Adv.)
bhaktyā puruṣam avyayam
in Hingabe den Puruṣa, den Unvergänglichen (Instr.Sg.; Akk.Sg.)
dhyāyan stuvan namasyan ca
meditierend, preisend und sich verneigend (Part.Präs.Nom.Sg.)
yajamānaḥ tam eva ca
und opfernd eben ihm (Part.Präs.Med.; Akk.Sg.)
Fortsetzung des Satzes von Vers 4; das Prädikat folgt in Vers 6.
[Ihn,] den den Brahmanen Zugewandten, den alle Pflichten Kennenden, den Mehrer des Ruhms der Welten, den Herrn der Welten, das große Wesen, den Ursprung und Hervorgang alles Seienden.
Wort für Wort
brahmaṇyaṃ sarvadharmajñam
den den Brahmanen Zugewandten, den alle Pflichten Kennenden (Akk.Sg.)
lokānāṃ kīrtivardhanam
den Mehrer des Ruhms der Welten (Gen.Pl.; Akk.Sg.)
lokanātham
den Herrn der Welten (Akk.Sg.)
mahad bhūtam
das große Wesen (Akk.Sg.n.)
sarvabhūtabhavodbhavam
den Ursprung und Hervorgang alles Seienden (Akk.Sg.; Kompositum)
Fortsetzung der Reihe der Akkusative von Vers 4-6.
Dieses tausendfachen Namens des Viṣṇu ist Vedavyāsa der große Seher [ṛṣi], das Metrum [chandas] ist Anuṣṭubh, und die Gottheit ist der Herr [Bhagavān], der die Allgestalt trägt.
Wort für Wort
viṣṇor nāmasahasrasya
des tausendfachen Namens des Viṣṇu (Gen.Sg.)
vedavyāso mahān ṛṣiḥ
Vedavyāsa [ist] der große Seher (Nom.Sg.)
chando 'nuṣṭup tathā
das Metrum [ist] Anuṣṭubh, ebenso (Nom.Sg.)
devo bhagavān viśvarūpadhṛk
die Gottheit [ist] der Herr, der die Allgestalt trägt (Nom.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzverse (*): Weiheformel (ṛṣi-chandas-devatā) vor dem Nāmasahasra. Sie stehen nur in einem Teil der Handschriften.
Der Seher der tausend Namen ist Vedavyāsa, der große Weise; das Metrum ist Anuṣṭubh, und die Gottheit der Herr, Devakīs Sohn; der Same [bīja] ist der aus dem Nektar-Strahlenden [Mond] Entsprossene [?], die Kraft [śakti] der Devakī-Erfreuer; das Trisāman ist sein Herz; zur Besänftigung wird er angewandt.
Wort für Wort
ṛṣir nāmnāṃ sahasrasya
Seher der tausend Namen (Nom.Sg.; Gen.Pl.; Gen.Sg.)
vedavyāso mahāmuniḥ
ist Vedavyāsa, der große Weise (Nom.Sg.)
chando 'nuṣṭup tathā devo
Metrum Anuṣṭubh, ebenso die Gottheit (Nom.Sg.)
bhagavān devakīsutaḥ
der Herr, Devakīs Sohn (Nom.Sg.)
amṛtāṃśūdbhavo bījam
der Nektar-Strahlen-Entsprossene [?] ist der Same (Nom.Sg.; Nom.Sg.n.)
śaktir devakīnandanaḥ
die Kraft ist der Devakī-Erfreuer (Nom.Sg.f.; Nom.Sg.)
trisāmā hṛdayaṃ tasya
das Trisāman [ist] sein Herz (Nom.Sg.; Nom.Sg.n.; Gen.Sg.)
śāntyarthe viniyujyate
zum Zweck der Besänftigung wird er angewandt (Lok.Sg.; 3.Sg.Pass.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers (*), zweite Fassung der Weiheformel. „amṛtāṃśūdbhava“ (Same) ist unsicher gedeutet (Bezug auf Mond/Amṛtāṃśu). „trisāmā“ = dreifaches Sāman.
Viṣṇu, den Siegreichen, den Großen Viṣṇu, den Erstarkenden, den Großherrn, den in vielen Gestalten die Daityas Beendenden – [vor ihm] verneige ich mich, dem Höchsten Puruṣa.
Wort für Wort
viṣṇuṃ jiṣṇuṃ mahāviṣṇum
Viṣṇu, den Siegreichen, den Großen Viṣṇu (Akk.Sg.)
prabhaviṣṇuṃ maheśvaram
den Erstarkenden, den Großherrn (Akk.Sg.)
anekarūpadaityāntam
den in vielen Gestalten die Daityas Beendenden (Akk.Sg.; Kompositum)
namāmi puruṣottamam
ich verneige mich vor dem Höchsten Puruṣa (1.Sg.Präs.; Akk.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert).
Das All, Viṣṇu [der Durchdringende], der Vaṣaṭ-Ruf, der Herr des Gewesenen, Künftigen und Gegenwärtigen; der Schöpfer der Wesen, der Erhalter der Wesen, das Sein, das Selbst der Wesen, der Hervorbringer der Wesen.
Wort für Wort
viśvaṃ viṣṇur vaṣaṭkāraḥ
das All, Viṣṇu, der Vaṣaṭ-Ruf (Nom.Sg.)
bhūtabhavyabhavatprabhuḥ
Herr des Gewesenen, Künftigen und Gegenwärtigen (Nom.Sg.)
bhūtakṛd bhūtabhṛd
Schöpfer der Wesen, Erhalter der Wesen (Nom.Sg.)
bhāvo bhūtātmā
das Sein, das Selbst der Wesen (Nom.Sg.)
bhūtabhāvanaḥ
Hervorbringer der Wesen (Nom.Sg.)
Beginn der Namenreihe (Nominative). Die Deutungen der einzelnen Namen folgen dem Wortsinn.
pūtātmā paramātmā ca muktānāṃ paramā gatiḥ; avyayaḥ puruṣaḥ sākṣī kṣetrajño 'kṣara eva ca
Der im Selbst Geläuterte, das Höchste Selbst und das höchste Ziel der Erlösten; der Unvergängliche, der Puruṣa, der Zeuge, der Kenner des Feldes und eben der Unzerstörbare.
Wort für Wort
pūtātmā paramātmā ca
der im Selbst Geläuterte und das Höchste Selbst (Nom.Sg.)
muktānāṃ paramā gatiḥ
das höchste Ziel der Erlösten (Gen.Pl.; Nom.Sg.f.)
avyayaḥ puruṣaḥ sākṣī
der Unvergängliche, Puruṣa, der Zeuge (Nom.Sg.)
kṣetrajño 'kṣara eva ca
der Kenner des Feldes und eben der Unzerstörbare (Nom.Sg.)
Der Yoga, der Anführer der Yoga-Kundigen, der Herr über Pradhāna [Urnatur] und Puruṣa; der die Gestalt des Menschenlöwen hat, der Glanzvolle, Keśava, der Höchste Puruṣa.
Wort für Wort
yogo yogavidāṃ netā
Yoga, Anführer der Yoga-Kundigen (Nom.Sg.; Gen.Pl.)
pradhānapuruṣeśvaraḥ
Herr über Pradhāna und Puruṣa (Nom.Sg.)
nārasiṃhavapuḥ
der die Gestalt des Menschenlöwen hat (Nom.Sg.)
śrīmān keśavaḥ puruṣottamaḥ
der Glanzvolle, Keśava, der Höchste Puruṣa (Nom.Sg.)
Das Alles, Śarva [der Zerstörer], der Heilvolle, der Feststehende, der Ursprung der Wesen, der unvergängliche Schatz; der Ursprung, der Hervorbringer, der Erhalter, der Ursprung, der Herr, der Gebieter.
Wort für Wort
sarvaḥ śarvaḥ śivaḥ sthāṇuḥ
das Alles, Śarva, der Heilvolle, der Feststehende (Nom.Sg.)
bhūtādir nidhir avyayaḥ
der Ursprung der Wesen, der unvergängliche Schatz (Nom.Sg.)
saṃbhavo bhāvano bhartā
der Ursprung, der Hervorbringer, der Erhalter (Nom.Sg.)
Der Selbstentstandene, der Heilbringer [Śaṃbhu], der Āditya, der Lotosäugige, der Großtönende; der ohne Anfang und Ende, der Stifter, der Ordner, der Höchste über den Stiftern.
Wort für Wort
svayaṃbhūḥ śaṃbhur ādityaḥ
der Selbstentstandene, der Heilbringer, der Āditya (Nom.Sg.)
puṣkarākṣo mahāsvanaḥ
der Lotosäugige, der Großtönende (Nom.Sg.)
anādinidhano dhātā
der ohne Anfang und Ende, der Stifter (Nom.Sg.)
vidhātā dhātur uttamaḥ
der Ordner, der Höchste über dem Stifter (Nom.Sg.; Abl./Gen.Sg.)
Der Unermessliche, der Herr der Sinne [Hṛṣīkeśa], der Lotosnabel-Träger, der Herr der Unsterblichen; der Allschöpfer, Manu, der Gestalter, der Massigste, der Uralte, der Feste.
Wort für Wort
aprameyo hṛṣīkeśaḥ
der Unermessliche, der Herr der Sinne (Nom.Sg.)
padmanābho 'maraprabhuḥ
der Lotosnabel-Träger, der Herr der Unsterblichen (Nom.Sg.)
viśvakarmā manus tvaṣṭā
der Allschöpfer, Manu, der Gestalter (Nom.Sg.)
sthaviṣṭhaḥ sthaviro dhruvaḥ
der Massigste, der Uralte, der Feste (Nom.Sg.)
„manuḥ“ hier als Name/Eigenschaft (Denker) aufgefasst.
Der Unfassbare, der Ewige, Kṛṣṇa, der Rotäugige, der Zerschmetterer; der Überströmende, die Wohnstatt der drei Höhen [?], das Reinigende, das höchste Heil.
Wort für Wort
agrāhyaḥ śāśvataḥ kṛṣṇaḥ
der Unfassbare, der Ewige, Kṛṣṇa (Nom.Sg.)
lohitākṣaḥ pratardanaḥ
der Rotäugige, der Zerschmetterer (Nom.Sg.)
prabhūtas trikakubdhāma
der Überströmende, die Wohnstatt der drei Höhen [?] (Nom.Sg.)
pavitraṃ maṅgalaṃ param
das Reinigende, das höchste Heil (Nom.Sg.n.)
„trikakubdhāma“ (trikakud-dhāma) unsicher: ‚Wohnsitz der drei Höhen/Weltgegenden‘.
Der Lenker, der Lebenshauch-Geber, der Lebenshauch, der Älteste, der Beste, der Herr der Geschöpfe; der Goldkeim, der Erdschoß, Mādhava, der Madhu-Vernichter.
Wort für Wort
īśānaḥ prāṇadaḥ prāṇaḥ
der Lenker, der Lebenshauch-Geber, der Lebenshauch (Nom.Sg.)
jyeṣṭhaḥ śreṣṭhaḥ prajāpatiḥ
der Älteste, der Beste, der Herr der Geschöpfe (Nom.Sg.)
Der Gebieter, der Schreitende, der Bogenträger, der Kluge, der Schritt, die Ordnung [des Schreitens]; der Unübertroffene, der Unbezwingbare, der Dankbare [oder: der das Getane Kennende], das Tun, der Selbstbesitzende.
Wort für Wort
īśvaro vikramī dhanvī
der Gebieter, der Schreitende, der Bogenträger (Nom.Sg.)
medhāvī vikramaḥ kramaḥ
der Kluge, der Schritt, die Ordnung (Nom.Sg.)
anuttamo durādharṣaḥ
der Unübertroffene, der Unbezwingbare (Nom.Sg.)
kṛtajñaḥ kṛtir ātmavān
der Dankbare, das Tun, der Selbstbesitzende (Nom.Sg.)
„kṛtajñaḥ“ kann ‚dankbar‘ oder ‚das Getane wissend‘ bedeuten; „kramaḥ“ hier als ‚Schrittfolge/Ordnung‘.
Der Herr der Götter, die Zuflucht, die Geborgenheit, der Same des Alls, der Ursprung der Geschöpfe; der Tag, das Jahr, der Raubtierhafte [?], das Vertrauen, der Allsehende.
Wort für Wort
sureśaḥ śaraṇaṃ śarma
der Herr der Götter, die Zuflucht, die Geborgenheit (Nom.Sg.)
viśvaretāḥ prajābhavaḥ
der Same des Alls, der Ursprung der Geschöpfe (Nom.Sg.)
ahaḥ saṃvatsaro vyālaḥ
der Tag, das Jahr, der Raubtierhafte [?] (Nom.Sg.)
pratyayaḥ sarvadarśanaḥ
das Vertrauen, der Allsehende (Nom.Sg.)
„vyālaḥ“ (Schlange/Raubtier) im Namenzusammenhang unsicher.
Der Ungeborene, der Herr von allem, der Vollendete, die Vollendung, der Anfang von allem, der Unerschütterliche; Vṛṣākapi, der unermessliche Selbst, der aus jeder Verbindung [Yoga] Hervorgegangene [?].
Wort für Wort
ajaḥ sarveśvaraḥ siddhaḥ
der Ungeborene, der Herr von allem, der Vollendete (Nom.Sg.)
siddhiḥ sarvādir acyutaḥ
die Vollendung, der Anfang von allem, der Unerschütterliche (Nom.Sg.)
vṛṣākapir ameyātmā
Vṛṣākapi, der unermessliche Selbst (Nom.Sg.)
sarvayogaviniḥsṛtaḥ
aus jeder Verbindung/allem Yoga Hervorgegangene [?] (Nom.Sg.; PPP)
„sarvayogaviniḥsṛtaḥ“ unsicher: ‚aus allen Verbindungen/Yogas herausgetreten‘.
Der Reiche [Vasu], der reichen Sinnes, der Wahre, der im Selbst Gleichmütige, der Ermessene, der Gleiche; der nie Vergebliche, der Lotosäugige, der dessen Tun der Dharma ist, der dessen Gestalt der Dharma ist.
Wort für Wort
vasur vasumanāḥ satyaḥ
der Reiche, der reichen Sinnes, der Wahre (Nom.Sg.)
samātmā saṃmitaḥ samaḥ
der im Selbst Gleiche, der Ermessene, der Gleiche (Nom.Sg.)
amoghaḥ puṇḍarīkākṣaḥ
der nie Vergebliche, der Lotosäugige (Nom.Sg.)
vṛṣakarmā vṛṣākṛtiḥ
dessen Tun Dharma ist, dessen Gestalt Dharma ist (Nom.Sg.)
Rudra, der Vielköpfige, der Braune [?], der Schoß des Alls, der reinen Ruhms; der Unsterbliche, der Ewige, der Feststehende, der herrlich Aufsteigende, der von großer Askese.
Wort für Wort
rudro bahuśirā babhruḥ
Rudra, der Vielköpfige, der Braune [?] (Nom.Sg.)
viśvayoniḥ śuciśravāḥ
der Schoß des Alls, der reinen Ruhms (Nom.Sg.)
amṛtaḥ śāśvataḥ sthāṇuḥ
der Unsterbliche, der Ewige, der Feststehende (Nom.Sg.)
varāroho mahātapāḥ
der herrlich Aufsteigende, der von großer Askese (Nom.Sg.)
yudhiṣṭhiraḥ; pitāmaha mahāprājña sarvaśāstraviśārada; kiṃ japyaṃ japato nityaṃ bhaved dharmaphalaṃ mahat; prasthāne vā praveśe vā pravṛtte vāpi karmaṇi; daive vā śrāddhakāle vā kiṃ japyaṃ karmasādhanam; śāntikaṃ pauṣṭikaṃ rakṣā śatrughnaṃ bhayanāśanam; bhīṣmaḥ; japyaṃ yad brahmasamitaṃ tad bhavān vaktum arhati; vyāsaproktam imaṃ mantraṃ śṛṇuṣvaikamanā nṛpa; sāvitryā vihitaṃ divyaṃ sadyaḥ pāpavimocanam; śṛṇu mantravidhiṃ kṛtsnaṃ procyamānaṃ mayānagha; yaṃ śrutvā pāṇḍavaśreṣṭha sarvapāpaiḥ pramucyate; rātrāv ahani dharmajña yena pāpair na lipyate; tat te 'haṃ saṃpravakṣyāmi śṛṇuṣvaikamanā nṛpa; āyuṣmān bhavate caiva yaṃ śrutvā pārthivātmaja; puruṣas tu susiddhārthaḥ pretya ceha ca modate; sevitaṃ satataṃ rājan purā rājarṣisattamaiḥ; kṣatradharmaparair nityaṃ satyavrataparāyaṇaiḥ; idam āhnikam avyagraṃ kurvadbhir niyataiḥ sadā; nṛpair bharataśārdūla prāpyate śrīr anuttamā; namo vasiṣṭhāya mahāvratāya; parāśaraṃ vedanidhiṃ praṇamya; namo 'stv anantāya mahoragāya; namo 'stu siddhebhya ihākṣayebhyaḥ; namo 'stv ṛṣibhyaḥ paramaṃ pareṣāṃ; deveṣu devaṃ varadaṃ varāṇām; sahasraśīrṣāya namaḥ śivāya; sahasranāmāya janārdanāya; ajaikapād ahirbudhnyaḥ pinākī cāparājitaḥ; ṛtaś ca pitṛrūpaś ca tryambakaś ca maheśvaraḥ; vṛṣākapiś ca śaṃbhuś ca havano 'theśvaras tathā; ekādaśaite prathitā rudrās tribhuvaneśvarāḥ; śatam etat samākhyātaṃ śatarudre mahātmanām; aṃśo bhagaś ca mitraś ca varuṇaś ca jaleśvaraḥ; tathā dhātāryamā caiva jayanto bhāskaras tathā; tvaṣṭā pūṣā tathaivendro dvādaśo viṣṇur ucyate; ity ete dvādaśādityāḥ kāśyapeyā iti śrutiḥ; dharo dhruvaś ca somaś ca sāvitro 'thānilo 'nalaḥ; pratyūṣaś ca prabhāsaś ca vasavo 'ṣṭau prakīrtitāḥ; nāsatyaś cāpi dasraś ca smṛtau dvāv aśvināv api; mārtaṇḍasyātmajāv etau saṃjñānāsāvinirgatau; ataḥ paraṃ pravakṣyāmi lokānāṃ karmasākṣiṇaḥ; api yajñasya vettāro dattasya sukṛtasya ca; adṛśyāḥ sarvabhūteṣu paśyanti tridaśeśvarāḥ; śubhāśubhāni karmāṇi mṛtyuḥ kālaś ca sarvaśaḥ; viśvedevāḥ pitṛgaṇā mūrtimantas tapodhanāḥ; munayaś caiva siddhāś ca tapomokṣaparāyaṇāḥ; śucismitāḥ kīrtayatāṃ prayacchanti śubhaṃ nṛṇām; prajāpatikṛtān etāṃl lokān divyena tejasā; vasanti sarvalokeṣu prayatāḥ sarvakarmasu; prāṇānām īśvarān etān kīrtayan prayato naraḥ; dharmārthakāmair vipulair yujyate sa hi nityaśaḥ; lokāṃś ca labhate puṇyān viśveśvarakṛtāñ śubhān; ete devās trayastriṃśat sarvabhūtagaṇeśvarāḥ; nandīśvaro mahākāyo grāmaṇīr vṛṣabhadhvajaḥ; īśvarāḥ sarvalokānāṃ gaṇeśvaravināyakāḥ; saumyā raudragaṇāś caiva yogabhūtagaṇās tathā; jyotīṃṣi sarito vyoma suparṇaḥ patageśvaraḥ; pṛthivyāṃ tapasā siddhāḥ sthāvarāś ca carāś ca ha; himavān girayaś caiva catvāraś ca mahārṇavāḥ; bhavasyānucarāḥ sarve haratulyaparākramāḥ; viṣṇur devo 'tha jiṣṇuś ca skandaś cāmbikayā saha; kīrtayan prayataḥ sarvān sarvapāpaiḥ pramucyate; ata ūrdhvaṃ pravakṣyāmi mānavān ṛṣisattamān; yavakrītaś ca raibhyaś ca arvāvasuparāvasū; auśijaś caiva kakṣīvān balaś cāṅgirasaḥ sutaḥ; ṛṣir medhātitheḥ putraḥ kaṇvo barhiṣadas tathā; brahmatejomayāḥ sarve kīrtitā lokabhāvanāḥ; labhante hi śubhaṃ sarve rudrānalavasuprabhāḥ; bhuvi kṛtvā śubhaṃ karma modante divi daivataiḥ; mahendraguravaḥ sapta prācīṃ vai diśam āśritāḥ; prayataḥ kīrtayann etāñ śakraloke mahīyate; unmucuḥ pramucuś caiva svastyātreyaś ca vīryavān; dṛḍhavyaś cordhvabāhuś ca tṛṇasomāṅgirās tathā; mitrāvaruṇayoḥ putras tathāgastyaḥ pratāpavān; dharmarājartvijaḥ sapta dakṣiṇāṃ diśam āśritāḥ; dṛḍheyuś ca ṛteyuś ca parivyādhaś ca kīrtimān; ekataś ca dvitaś caiva tritaś cādityasaṃnibhāḥ; atreḥ putraś ca dharmātmā ṛṣiḥ sārasvatas tathā; varuṇasyartvijaḥ sapta paścimāṃ diśam āśritāḥ; atrir vasiṣṭho bhagavān kaśyapaś ca mahān ṛṣiḥ; gautamaś ca bharadvājo viśvāmitro 'tha kauśikaḥ; ṛcīkatanayaś cogro jamadagniḥ pratāpavān; dhaneśvarasya guravaḥ saptaite uttarāṃ śritāḥ; apare munayaḥ sapta dikṣu sarvāsu dhiṣṭhitāḥ; kīrtisvastikarā nṝṇāṃ kīrtitā lokabhāvanāḥ; dharmaḥ kāmaś ca kālaś ca vasur vāsukir eva ca; anantaḥ kapilaś caiva saptaite dharaṇīdharāḥ; rāmo vyāsas tathā drauṇir aśvatthāmā ca lomaśaḥ; ity ete munayo divyā ekaikaḥ saptasaptadhā; śāntisvastikarā loke diśāṃ pālāḥ prakīrtitāḥ; yasyāṃ yasyāṃ diśi hy ete tanmukhaḥ śaraṇaṃ vrajet; sraṣṭāraḥ sarvabhūtānāṃ kīrtitā lokapāvanāḥ; saṃvarto merusāvarṇo mārkaṇḍeyaś ca dhārmikaḥ; sāṃkhyayogau nāradaś ca durvāsāś ca mahān ṛṣiḥ; atyantatapaso dāntās triṣu lokeṣu viśrutāḥ; apare rudrasaṃkāśāḥ kīrtitā brahmalaukikāḥ; aputro labhate putraṃ daridro labhate dhanam; tathā dharmārthakāmeṣu siddhiṃ ca labhate naraḥ; pṛthuṃ vainyaṃ nṛpavaraṃ pṛthvī yasyābhavat sutā; prajāpatiṃ sārvabhaumaṃ kīrtayed vasudhādhipam; ādityavaṃśaprabhavaṃ mahendrasamavikramam; purūravasamailaṃ ca triṣu lokeṣu viśrutam; budhasya dayitaṃ putraṃ kīrtayed vasudhādhipam; trilokaviśrutaṃ vīraṃ bharataṃ ca prakīrtayet; gavāmayena yajñena yeneṣṭaṃ vai kṛte yuge; rantidevaṃ mahādevaṃ kīrtayet paramadyutim; viśvajit tapasopetaṃ lakṣaṇyaṃ kāmalakṣaṇam; tathā śvetaṃ ca rājarṣiṃ kīrtayet paramadyutim; sthāṇuḥ prasādito yena yasyārthe hy andhako hataḥ; mahādevaprasādena yena gaṅgāvatāritā; bhagīrathaṃ durādharṣaṃ kīrtayet paramadyutim; sagarasyātmajā yena plāvitās tāritās tathā; hutāśanasamān etān mahārūpān mahaujasaḥ; ugrakopān mahāsattvān kīrtayet kīrtivardhanān; devān ṛṣigaṇāṃś caiva nṛpāṃś ca jagatīśvarān; sāṃkhyaṃ yogaṃ ca paramaṃ havyaṃ kavyaṃ tathaiva ca; kīrtitaṃ paramaṃ brahma sarvaśrutiparāyaṇam; maṅgalyaṃ sarvabhūtānāṃ pavitraṃ bahukīrtitam; vyādhipraśamanaṃ śreṣṭhaṃ pauṣṭikaṃ sarvakarmaṇām; prayataḥ kīrtayec caitān kalyaṃ sāyaṃ ca bhārata; ete vai yānti varṣanti bhānti vānti sṛjanti ca; ete vināyakāḥ śreṣṭhā dakṣāḥ kṣāntā jitendriyāḥ; narāṇām aśubhaṃ sarve vyapohanti prakīrtitāḥ; sākṣibhūtā mahātmānaḥ pāpasya sukṛtasya ca; etān vai kalyam utthāya kīrtayañ śubham aśnute; nāgnicorabhayaṃ tatra na mārgapratirodhanam; etān kīrtayatāṃ nityaṃ duḥsvapno naśyate nṛṇām; mucyate sarvapāpebhyaḥ svastimāṃś ca gṛhān vrajet; dīkṣākāleṣu sarveṣu yaḥ paṭhen niyato dvijaḥ; nyāyavān ātmanirataḥ kṣānto dānto 'nasūyakaḥ; rogārto vābhiyukto vā paṭhan pāpāt pramucyate; vāstumadhye tu paṭhataḥ kulasvastyayanaṃ bhavet; kṣetramadhye tu paṭhataḥ sarvaṃ sasyaṃ prarohati; gacchataḥ kṣemam adhvānaṃ grāmāntaragataḥ paṭhan; ātmanaś ca sutānāṃ ca dārāṇāṃ ca dhanasya ca; bījānām oṣadhīnāṃ ca rakṣām etāṃ prayojayet; etān saṃgrāmakāle tu paṭhataḥ kṣatriyasya tu; vrajanti ripavo nāśaṃ kṣemaṃ ca vinivartate; etān daive ca pitrye ca paṭhataḥ puruṣasya hi; bhuñjate pitaro havyaṃ kavyaṃ ca tridivaukasaḥ; na vyādhiśvāpadabhayaṃ na dvipān na hi taskarāt; kaśmalaṃ laghutāṃ yāti pāpmanā ca pramucyate; yānapātre ca yāne ca pravāse rājaveśmani; parāṃ siddhim avāpnoti sāvitrīṃ hy uttamāṃ paṭhan; na ca rājabhayaṃ teṣāṃ na piśācān na rākṣasāt; nāgnyambupavanavyālād bhayaṃ tasyopajāyate; caturṇām api varṇānām āśramasya viśeṣataḥ; karoti satataṃ śāntiṃ sāvitrīm uttamāṃ paṭhan; nāgnir dahati kāṣṭhāni sāvitrī yatra paṭhyate; na tatra bālo mriyate na ca tiṣṭhanti pannagāḥ; na teṣāṃ vidyate duḥkhaṃ gacchanti paramāṃ gatim; ye śṛṇvanti mahad brahma sāvitrīguṇakīrtanam; gavāṃ madhye tu paṭhato gāvo 'sya bahuvatsalāḥ; prasthāne vā praveśe vā sarvāvasthāgataḥ paṭhet; japatāṃ juhvatāṃ caiva nityaṃ ca prayatātmanām; ṛṣīṇāṃ paramaṃ japyaṃ guhyam etan narādhipa; yāthātathyena saṃgamya itihāsaṃ purātanam; parāśaramataṃ divyaṃ śakrāya kathitaṃ purā; tad etat te samākhyātaṃ tathyaṃ brahma sanātanam; hṛdayaṃ sarvabhūtānāṃ śrutir eṣā purātanī; somādityānvayāḥ sarve rāghavāḥ kuravas tathā; paṭhanti śucayo nityaṃ sāvitrīṃ prāṇināṃ gatim; abhyāśe nityaṃ devānāṃ saptarṣīṇāṃ dhruvasya ca; mokṣaṇaṃ sarvakṛcchrāṇāṃ mocayaty aśubhāt sadā; vṛddhaiḥ kāśyapagautamaprabhṛtibhir bhṛgvaṅgirotryādibhiḥ; śukrāgastyabṛhaspatiprabhṛtibhir brahmarṣibhiḥ sevitam; bhāradvājamataṃ ṛcīkatanayaiḥ prāptaṃ vasiṣṭhāt punaḥ; sāvitrīm adhigamya śakravasubhiḥ kṛtsnā jitā dānavāḥ; yo gośataṃ kanakaśṛṅgamayaṃ dadāti; viprāya vedaviduṣe ca bahuśrutāya; divyāṃ ca bhāratakathāṃ kathayec ca nityaṃ; tulyaṃ phalaṃ bhavati tasya ca tasya caiva; dharmo vivardhati bhṛgoḥ parikīrtanena; vīryaṃ vivardhati vasiṣṭhanamonatena; saṃgrāmajid bhavati caiva raghuṃ namasyan; syād aśvinau ca parikīrtayato na rogaḥ; eṣā te kathitā rājan sāvitrī brahma śāśvatī; vivakṣur asi yac cānyat tat te vakṣyāmi bhārata
Yudhiṣṭhira [sprach]: „Großahn, hochweiser, in allen Lehrwerken Bewanderter! Welches Murmelgebet [japya], beständig gemurmelt, brächte die große Frucht des Dharma? Bei Aufbruch oder Einzug oder wenn ein Werk begonnen wird, beim Götteropfer oder zur Zeit des Ahnenopfers – welches Murmelgebet ist das Mittel zum Gelingen des Tuns, friedenstiftend, gedeihenbringend, schützend, feindetötend, furchtvernichtend? Bhīṣma [sprach]: Das Murmelgebet, das dem Brahman gleichkommt – das solltest du, Herr, verkünden können. Diesen von Vyāsa verkündeten Mantra höre einmütig, o König, den göttlichen, von der Sāvitrī verfügten, der sogleich von Sünden befreit. Höre die ganze Mantra-Vorschrift, die ich verkünde, Sündloser, nach deren Hören, Bester der Pāṇḍavas, man von allen Sünden befreit wird; durch den man bei Nacht und bei Tag, Dharma-Kenner, von Sünden nicht befleckt wird: das werde ich dir verkünden, höre einmütig, o König. Langlebig wird man, und – Sohn des Erdherrn – wer es hört, ein Mensch, dessen Ziel wohlerreicht ist, freut sich hier und nach dem Tod. Beständig geübt wurde es einst von den besten Königsseher, die stets dem Kṣatriya-Dharma ergeben und den Wahrheitsgelübden zugewandt waren; indem sie diese tägliche Übung ungestört und stets gebändigt ausführen, erlangen Könige, o Bharata-Stier, unübertreffliches Glück [śrī]. Verehrung dem Vasiṣṭha von großem Gelübde; nachdem ich Parāśara, den Schatz des Veda, grüßend verneigt habe; Verehrung sei dem Ananta, der großen Schlange; Verehrung den hier unvergänglichen Siddhas; Verehrung den Sehern, dem Höchsten der Höchsten [?], dem Gott unter den Göttern, dem Gabenspender unter den Gabenspendern; dem Tausendköpfigen Verehrung, dem Heilvollen, dem Tausendnamigen, Janārdana. Ajaikapād, Ahirbudhnya, Pinākin und Aparājita, Ṛta und Pitṛrūpa, Tryambaka und Maheśvara, Vṛṣākapi und Śambhu, Havana und ebenso Īśvara: diese elf sind als Rudras berühmt, die Herren der drei Welten; hundert sind es, im Śatarudra der Hochgemuten aufgezählt. Aṃśa und Bhaga und Mitra und Varuṇa, der Herr der Wasser; ebenso Dhātṛ, Aryaman, Jayanta, Bhāskara; Tvaṣṭṛ, Pūṣan und ebenso Indra; als zwölfter wird Viṣṇu genannt: diese zwölf sind die Ādityas, Kaśyapas Söhne, so die Überlieferung [śruti]. Dhara und Dhruva und Soma, Sāvitra, Anila, Anala, Pratyūṣa und Prabhāsa – die acht Vasus sind so aufgezählt. Nāsatya und Dasra sind es, die man als die beiden Aśvins überliefert; Söhne des Mārtaṇḍa sind diese beiden, aus Saṃjñās Nase hervorgegangen [?]. Danach werde ich die Zeugen der Taten der Welten verkünden, die Kenner des Opfers, des Gegebenen und des Wohlgetanen; unsichtbar für alle Wesen sehen die Herren der Dreißig [Götter] das Gute und das Schlechte der Taten, [ebenso] der Tod und die Zeit, überall; die Viśvedevas, die Ahnenscharen, verkörpert, reich an Askese, die Weisen und die Siddhas, dem Erlöschen durch Askese zugewandt; rein lächelnd geben sie denen, die [sie] rühmen, den Menschen Glück. Diese von Prajāpati geschaffenen Welten mit göttlichem Glanz – sie weilen in allen Welten, gesammelt bei allen Werken; wer diese Herren der Lebenshauche rühmt, ein gesammelter Mensch, wird stets mit reichlichem Dharma, Artha und Kāma verbunden; und er erlangt heilige, glückvolle Welten, die vom Herrn des Alls geschaffen sind. Diese dreiunddreißig Götter sind die Herren der Scharen aller Wesen; Nandīśvara, der Großleibige, der Anführer, der Stierbannerträger; die Herren aller Welten, die Gaṇeśvaras und Vināyakas; die sanften und die wilden Rudra-Scharen, ebenso die Scharen der Yoga-Wesen; Gestirne, Ströme, Luftraum, Suparṇa, der Herr der Vögel; die auf Erden durch Askese Vollendeten, Unbewegliche und Bewegliche; der Himavat und die Berge, und die vier großen Meere; alle Gefolgsleute des Bhava [Śiva], dem Hara an Tapferkeit gleich; der Gott Viṣṇu, Jiṣṇu, und Skanda mit Ambikā: wer sie alle rühmt, ein Gesammelter, wird von allen Sünden befreit. Danach werde ich die menschlichen besten Seher nennen: Yavakrīta und Raibhya, Arvāvasu und Parāvasu; Auśija und Kakṣīvān, und Bala, der Sohn des Aṅgiras; der Seher Kaṇva, Sohn des Medhātithi, und Barhiṣad; alle brahmaglanzerfüllt, als Förderer der Welt gerühmt; alle erlangen sie Heil, den Rudras, Anala und Vasus an Glanz gleich; nachdem sie auf Erden gutes Werk getan, freuen sie sich im Himmel mit den Göttern. Die sieben Lehrer des Mahendra haben die östliche Himmelsrichtung bezogen; wer sie rühmt, ein Gesammelter, wird in Śakras Welt verehrt. Unmuc und Pramuc, und Svastyātreya, der Tapfere; Dṛḍhavya und Ūrdhvabāhu, und Tṛṇasoma, der Aṅgiras; und Agastya, der glänzende Sohn von Mitra und Varuṇa: die sieben Priester des Dharmarāja [Yama] haben die südliche Himmelsrichtung bezogen. Dṛḍheyu und Ṛteyu, und der ruhmreiche Parivyādha; Ekata und Dvita und Trita, der Sonne gleich; und der rechtschaffene Sohn des Atri und der Seher Sārasvata: die sieben Priester des Varuṇa haben die westliche Himmelsrichtung bezogen. Atri, der erhabene Vasiṣṭha und Kaśyapa, der große Seher; Gautama, Bharadvāja, Viśvāmitra, der Kauśika; und Ṛcīkas furchtbarer Sohn, der tapfere Jamadagni: die Lehrer des Herrn des Reichtums [Kubera] sind diese sieben, die sich im Norden aufhalten. Andere sieben Weise stehen in allen Himmelsrichtungen, Ruhm und Heil für die Menschen bewirkend, als Förderer der Welt gerühmt: Dharma, Kāma und Kāla, Vasu und Vāsuki; Ananta und Kapila – diese sieben sind Erdträger; Rāma, Vyāsa, Drauṇi Aśvatthāman und Lomaśa: diese göttlichen Weisen sind je siebenfach; Friedens- und Segensbringer in der Welt, als Hüter der Himmelsrichtungen gerühmt; in welcher Himmelsrichtung diese jeweils sind, dorthin gewandt möge man Zuflucht suchen. Als Schöpfer aller Wesen und Reiniger der Welt sind sie gerühmt: Saṃvarta, Merusāvarṇa und der rechtschaffene Mārkaṇḍeya; Sāṃkhya und Yoga [beide personifiziert?], Nārada und der große Seher Durvāsas; von äußerster Askese, gebändigt, in den drei Welten berühmt; andere, dem Rudra gleich, sind als Bewohner der Brahma-Welt gerühmt; ein Kinderloser erlangt einen Sohn, ein Armer Reichtum; und in Dharma, Artha und Kāma erlangt der Mensch Vollendung. Pṛthu, den Sohn des Vena, den besten der Könige, dessen Tochter die Erde wurde, den Prajāpati, Allherrscher, Herrn der Erde, möge man rühmen; den aus der Sonnendynastie Entsprossenen, dem Mahendra an Tapferkeit gleich, Purūravas, den Sohn der Ilā, in den drei Welten berühmt; Budhas geliebten Sohn, den Herrn der Erde, möge man rühmen; den in den drei Welten berühmten Helden Bharata möge man rühmen; den, der mit dem Gavāmaya-Opfer im Kṛta-Zeitalter geopfert hat, Rantideva, den großen Herrn, den höchst Strahlenden, möge man rühmen; Viśvajit, der Askese besaß, glückverheißend, Kāma verkörpernd [?]; und ebenso den Königsseher Śveta, den höchst Strahlenden, möge man rühmen; durch den Sthāṇu [Śiva] gnädig gestimmt wurde, um dessentwillen Andhaka erschlagen wurde; durch den mit Mahādevas Gnade die Gaṅgā herabgeführt wurde: Bhagīratha, den Unbezwingbaren, den höchst Strahlenden, möge man rühmen; durch den Sagaras Söhne überflutet und gerettet wurden. Diese Feuer gleichen, großgestaltigen, großmächtigen, von grimmigem Zorn, von großer Kraft, ruhmmehrenden möge man rühmen; [ebenso] Götter und Seherscharen und Könige, Herren der Welt; Sāṃkhya und das höchste Yoga, Havya und Kavya; das höchste Brahman ist gerühmt, die Zuflucht aller Śruti, heilvoll für alle Wesen, reinigend, vielgerühmt, krankheitsstillend, das Beste, gedeihenbringend für alle Werke: gesammelt möge man diese rühmen morgens und abends, o Bhārata. Diese ziehen, regnen, leuchten, wehen und erschaffen; diese sind die besten Vināyakas, tüchtig, geduldig, sinnesbezwungen; der Menschen Unheil vertreiben sie alle, wenn sie gerühmt werden, die Zeugen, die Hochgemuten, der Sünde und des Guten. Wer sie am Morgen aufgestanden rühmt, erlangt Glück; da gibt es keine Furcht vor Feuer oder Dieben, keine Sperrung des Weges; denen, die sie beständig rühmen, vergeht der schlechte Traum; er wird von allen Sünden befreit und kehrt wohlbehalten nach Hause. Zu allen Weihezeiten [dīkṣā], wer sie da gebändigt rezitiert, ein Zweimalgeborener, gerecht, im Selbst ruhend, geduldig, gebändigt, nicht missgünstig; ob krank oder bedrängt, rezitierend wird er von der Sünde befreit; mitten im Bauplatz rezitiert, entsteht Glücksegen für das Geschlecht; mitten im Feld rezitiert, gedeiht alle Saat; wer auf dem Weg ist, [findet] Sicherheit [für] die Reise, wenn er in einem anderen Dorf rezitiert; für sich selbst, für Söhne, Frauen und Besitz, für Saatgut und Kräuter möge man diesen Schutz anwenden. Diese beim Rezitieren zur Zeit der Schlacht, für den Kṣatriya: die Feinde gehen zugrunde, und Sicherheit stellt sich ein [?]. Diese beim Götter- und beim Ahnenopfer von einem Mann rezitiert: die Ahnen genießen die Havya-Gabe und die Himmelsbewohner die Kavya-Gabe; keine Furcht vor Krankheit, Raubtier, Elefanten oder Dieb; die Trübung wird gering, und er wird von der Sünde befreit. Auf einem Schiff, in einem Fahrzeug, auf der Reise, im Königspalast: höchste Vollendung erlangt, wer die höchste Sāvitrī rezitiert; und keine Königsfurcht für sie, nicht vor Piśācas, nicht vor Rākṣasas; keine Furcht vor Feuer, Wasser, Wind oder Raubtier entsteht ihm; für die vier Stände und besonders für die [jeweilige] Lebensstufe bewirkt beständig Frieden, wer die höchste Sāvitrī rezitiert; kein Feuer verbrennt Holz, wo die Sāvitrī rezitiert wird; da stirbt kein Kind, und da bleiben keine Schlangen; für sie gibt es kein Leid, sie gehen zum höchsten Ziel, die das große Brahman hören, den Preis der Sāvitrī-Eigenschaften; unter Kühen rezitiert, sind seine Kühe reich an Kälbern und liebevoll; beim Aufbruch oder Einzug, in jedem Zustand befindlich, möge man sie rezitieren. Für die, die murmeln und opfern und stets gesammelt sind: das höchste Japya der Seher ist dies, das Geheimnis, o Herr der Menschen; einen uralten Itihāsa, in wahrer Weise [dir] zugetragen; die göttliche Lehre des Parāśara, einst dem Śakra erzählt; dies ist dir als das wahre, ewige Brahman erklärt, das Herz aller Wesen, diese uralte Śruti; alle aus dem Sonnen- und Mondgeschlecht, die Rāghavas und ebenso die Kurus, rezitieren rein stets die Sāvitrī, das Ziel der Lebewesen; in der Nähe der Götter, der Sieben Seher und des Dhruva; sie ist die Lösung aus allen Nöten und löst stets vom Unheil. Von den Alten, Kāśyapa, Gautama und anderen, Bhṛgu, Aṅgiras, Atri und anderen; von Śukra, Agastya, Bṛhaspati und anderen, den Brahmanenehern, wurde sie gepflegt; die Lehre des Bharadvāja, von den Ṛcīka-Söhnen erlangt, dann wieder von Vasiṣṭha; nachdem sie die Sāvitrī erlangt hatten, wurden von Śakra und den Vasus die Dānavas vollständig besiegt. Wer hundert Kühe mit goldenen Hörnern einem Brahmanen gibt, der den Veda kennt und vielgelehrt ist, und wer die göttliche Erzählung vom Bhārata beständig erzählt: gleiche Frucht hat dieser wie jener. Der Dharma wächst durch das Rühmen des Bhṛgu; Heldenkraft wächst durch die Verneigung vor Vasiṣṭha; ein Sieger im Kampf wird, wer Raghu verehrt; keine Krankheit hat, wer die beiden Aśvins rühmt. Dies ist dir, König, die Sāvitrī verkündet, das ewige Brahman; wenn du noch etwas anderes sagen willst, das werde ich dir sagen, o Bhārata.“
Yudhiṣṭhira [sprach]: Großahn, Hochweiser, in allen Lehrwerken Bewanderter (Nom.Sg.; Vok.Sg.); welches Murmelgebet für den beständig Murmelnden brächte große Dharma-Frucht (Akk./Nom.Sg.n.; Gen.Sg.Part.; 3.Sg.Opt.); bei Aufbruch, Einzug oder begonnenem Werk (Lok.Sg.)
daive vā śrāddhakāle vā kiṃ japyaṃ karmasādhanam śāntikaṃ pauṣṭikaṃ rakṣā śatrughnaṃ bhayanāśanam bhīṣmaḥ japyaṃ yad brahmasamitaṃ tad bhavān vaktum arhati
beim Götter- oder Ahnenopfer: welches Japya ist das Mittel zum Gelingen des Tuns (Lok.Sg.; Nom.Sg.n.); friedenstiftend, gedeihenbringend, Schutz, feindetötend, furchtvernichtend (Nom.Sg.n.); Bhīṣma [sprach]: das Japya, das dem Brahman gleicht, das darfst du verkünden (Nom.Sg.; Inf.; 3.Sg.Präs.)
diesen von Vyāsa verkündeten Mantra höre einmütig, o König (Akk.Sg.; Imp.Med.; Vok.Sg.); von der Sāvitrī verfügt, göttlich, sogleich von Sünden befreiend (Instr.Sg.; PPP; Nom./Akk.Sg.n.); höre die ganze Mantra-Vorschrift, die von mir verkündet wird, Sündloser (Imp.; Akk.Sg.; Part.Pass.; Instr.; Vok.)
yaṃ śrutvā pāṇḍavaśreṣṭha sarvapāpaiḥ pramucyate rātrāv ahani dharmajña yena pāpair na lipyate tat te 'haṃ saṃpravakṣyāmi śṛṇuṣvaikamanā nṛpa
nach deren Hören, Bester der Pāṇḍavas, man von allen Sünden befreit wird (Abs.; Vok.; Instr.Pl.; 3.Sg.Pass.); bei Nacht und Tag, Dharma-Kenner, durch den man von Sünden nicht befleckt wird (Lok.Sg.; Vok.; Instr.; 3.Sg.Pass.); das werde ich dir verkünden, höre einmütig, o König (1.Sg.Fut.; Imp.; Vok.)
āyuṣmān bhavate caiva yaṃ śrutvā pārthivātmaja puruṣas tu susiddhārthaḥ pretya ceha ca modate sevitaṃ satataṃ rājan purā rājarṣisattamaiḥ
langlebig wird [er], nach deren Hören, Sohn des Erdherrn (Nom.Sg.; 3.Sg.Präs.; Abs.; Vok.); ein Mensch, dessen Ziel wohlerreicht ist, freut sich nach dem Tod und hier (Nom.Sg.; Abs.; 3.Sg.Präs.Med.); beständig geübt, o König, einst von den besten Königsseher (PPP; Vok.; Instr.Pl.)
den stets dem Kṣatriya-Dharma Ergebenen, den Wahrheitsgelübden Zugewandten (Instr.Pl.); diese tägliche Übung ungestört, stets gebändigt Ausführenden (Akk.Sg.n.; Instr.Pl.Part.); von Königen, o Bharata-Tiger, wird unübertreffliches Glück erlangt (Instr.Pl.; Vok.; 3.Sg.Pass.)
namo vasiṣṭhāya mahāvratāya parāśaraṃ vedanidhiṃ praṇamya namo 'stv anantāya mahoragāya namo 'stu siddhebhya ihākṣayebhyaḥ namo 'stv ṛṣibhyaḥ paramaṃ pareṣāṃ deveṣu devaṃ varadaṃ varāṇām
Verehrung dem Vasiṣṭha von großem Gelübde; Parāśara, den Veda-Schatz, grüßend (Dat.Sg.; Abs.); Verehrung dem Ananta, der großen Schlange; den hier unvergänglichen Siddhas (Dat.; Imp.3.Sg.); Verehrung den Sehern, dem Höchsten der Höchsten [?], dem Gott unter Göttern, dem Gabenspender der Gaben (Dat.Pl.; Lok.Pl.; Gen.Pl.)
sahasraśīrṣāya namaḥ śivāya sahasranāmāya janārdanāya ajaikapād ahirbudhnyaḥ pinākī cāparājitaḥ ṛtaś ca pitṛrūpaś ca tryambakaś ca maheśvaraḥ vṛṣākapiś ca śaṃbhuś ca havano 'theśvaras tathā ekādaśaite prathitā rudrās tribhuvaneśvarāḥ
dem Tausendköpfigen Verehrung, dem Heilvollen, dem Tausendnamigen, Janārdana (Dat.Sg.); Ajaikapād, Ahirbudhnya, Pinākin, Aparājita, Ṛta, Pitṛrūpa, Tryambaka, Maheśvara (Nom.Sg.); Vṛṣākapi, Śaṃbhu, Havana, Īśvara: diese elf sind als Rudras bekannt, Herren der drei Welten (Nom.Pl.; PPP)
hundert [Rudras] sind im Śatarudra der Hochgemuten aufgezählt (Nom.Sg.n.; PPP; Lok.Sg.; Gen.Pl.); Aṃśa, Bhaga, Mitra, Varuṇa der Herr der Wasser, Dhātṛ, Aryaman, Jayanta, Bhāskara (Nom.Sg.); Tvaṣṭṛ, Pūṣan, Indra, als zwölfter Viṣṇu; diese zwölf Ādityas, Kaśyapas Söhne, so die Śruti (3.Sg.Pass.; Nom.Pl.)
dharo dhruvaś ca somaś ca sāvitro 'thānilo 'nalaḥ pratyūṣaś ca prabhāsaś ca vasavo 'ṣṭau prakīrtitāḥ nāsatyaś cāpi dasraś ca smṛtau dvāv aśvināv api mārtaṇḍasyātmajāv etau saṃjñānāsāvinirgatau ataḥ paraṃ pravakṣyāmi lokānāṃ karmasākṣiṇaḥ api yajñasya vettāro dattasya sukṛtasya ca
Dhara, Dhruva, Soma, Sāvitra, Anila, Anala, Pratyūṣa, Prabhāsa: die acht Vasus sind so genannt (Nom.Pl.; PPP); Nāsatya und Dasra werden als die beiden Aśvins überliefert, Söhne des Mārtaṇḍa, aus Saṃjñās Nase hervorgegangen [?] (Nom.Du.; PPP Du.); danach werde ich die Zeugen der Taten der Welten verkünden, auch die Kenner des Opfers, des Gegebenen und des Wohlgetanen (1.Sg.Fut.; Akk.Pl.; Gen.Sg.)
unsichtbar für alle Wesen sehen die Götterherren das Gute und Schlechte der Taten, ebenso Tod und Zeit überall (Nom.Pl.; 3.Pl.Präs.; Akk.Pl.n.); Viśvedevas, Ahnenscharen, verkörperte Askesereiche, Weise und Siddhas, dem Erlöschen durch Askese zugewandt; rein lächelnd geben sie den Rühmenden, den Menschen Glück (Nom.Pl.; Gen.Pl.Part.; 3.Pl.Präs.; Gen.Pl.); diese von Prajāpati geschaffenen Welten mit göttlichem Glanz: sie weilen in allen Welten, gesammelt bei allen Werken (Akk.Pl.; Instr.Sg.; 3.Pl.Präs.; Lok.Pl.)
prāṇānām īśvarān etān kīrtayan prayato naraḥ dharmārthakāmair vipulair yujyate sa hi nityaśaḥ lokāṃś ca labhate puṇyān viśveśvarakṛtāñ śubhān ete devās trayastriṃśat sarvabhūtagaṇeśvarāḥ nandīśvaro mahākāyo grāmaṇīr vṛṣabhadhvajaḥ īśvarāḥ sarvalokānāṃ gaṇeśvaravināyakāḥ saumyā raudragaṇāś caiva yogabhūtagaṇās tathā
wer diese Herren der Lebenshauche rühmt, ein gesammelter Mensch, wird stets mit reichlichem Dharma, Artha, Kāma verbunden und erlangt heilige, glückvolle, vom Herrn des Alls geschaffene Welten (Gen.Pl.; Part.Präs.; 3.Sg.Pass.; 3.Sg.Präs.Med.); diese dreiunddreißig Götter, Herren der Wesensscharen; Nandīśvara, der Großleibige, Anführer, Stierbannerträger (Nom.Pl.; Nom.Sg.); Herren aller Welten, Gaṇeśvaras und Vināyakas; sanfte und wilde Scharen, ebenso Yoga-Wesen-Scharen (Nom.Pl.)
jyotīṃṣi sarito vyoma suparṇaḥ patageśvaraḥ pṛthivyāṃ tapasā siddhāḥ sthāvarāś ca carāś ca ha himavān girayaś caiva catvāraś ca mahārṇavāḥ bhavasyānucarāḥ sarve haratulyaparākramāḥ viṣṇur devo 'tha jiṣṇuś ca skandaś cāmbikayā saha kīrtayan prayataḥ sarvān sarvapāpaiḥ pramucyate
Gestirne, Ströme, Luftraum, Suparṇa, Herr der Vögel; auf Erden durch Askese Vollendete, Unbewegliche und Bewegliche (Nom.Pl.; Lok.Sg.; Instr.Sg.); Himavat, die Berge, die vier großen Meere; alle Gefolgsleute des Bhava, dem Hara an Tapferkeit gleich (Nom.Pl.; Gen.Sg.); Gott Viṣṇu, Jiṣṇu, Skanda mit Ambikā: wer alle rühmt, gesammelt, wird von allen Sünden befreit (Nom.Sg.; Instr.Sg.; Part.Präs.; 3.Sg.Pass.)
ata ūrdhvaṃ pravakṣyāmi mānavān ṛṣisattamān yavakrītaś ca raibhyaś ca arvāvasuparāvasū auśijaś caiva kakṣīvān balaś cāṅgirasaḥ sutaḥ ṛṣir medhātitheḥ putraḥ kaṇvo barhiṣadas tathā brahmatejomayāḥ sarve kīrtitā lokabhāvanāḥ labhante hi śubhaṃ sarve rudrānalavasuprabhāḥ
danach werde ich menschliche beste Seher nennen: Yavakrīta, Raibhya, Arvāvasu und Parāvasu (1.Sg.Fut.; Akk.Pl.; Nom.Sg./Du.); Auśija, Kakṣīvān, Bala, Aṅgiras' Sohn; der Seher Kaṇva, Medhātithis Sohn, und Barhiṣad (Nom.Sg.; Gen.Sg.); alle brahmaglanzerfüllt, als Förderer der Welt gerühmt; alle erlangen Heil, den Rudras, Anala und Vasus an Glanz gleich (Nom.Pl.; PPP; 3.Pl.Präs.Med.)
bhuvi kṛtvā śubhaṃ karma modante divi daivataiḥ mahendraguravaḥ sapta prācīṃ vai diśam āśritāḥ prayataḥ kīrtayann etāñ śakraloke mahīyate unmucuḥ pramucuś caiva svastyātreyaś ca vīryavān dṛḍhavyaś cordhvabāhuś ca tṛṇasomāṅgirās tathā
nachdem sie auf Erden gutes Werk getan, freuen sie sich im Himmel mit den Göttern (Lok.Sg.; Abs.; 3.Pl.Präs.Med.; Instr.Pl.); die sieben Lehrer des Mahendra haben die östliche Himmelsrichtung bezogen; wer sie gesammelt rühmt, wird in Śakras Welt verehrt (Nom.Pl.; Akk.Sg.f.; PPP; 3.Sg.Pass.); Unmuc, Pramuc, der tapfere Svastyātreya, Dṛḍhavya, Ūrdhvabāhu, Tṛṇasoma Aṅgiras (Nom.Sg.)
mitrāvaruṇayoḥ putras tathāgastyaḥ pratāpavān dharmarājartvijaḥ sapta dakṣiṇāṃ diśam āśritāḥ dṛḍheyuś ca ṛteyuś ca parivyādhaś ca kīrtimān ekataś ca dvitaś caiva tritaś cādityasaṃnibhāḥ atreḥ putraś ca dharmātmā ṛṣiḥ sārasvatas tathā varuṇasyartvijaḥ sapta paścimāṃ diśam āśritāḥ
Agastya, der glänzende Sohn von Mitra und Varuṇa; die sieben Priester des Dharmarāja haben die südliche Richtung bezogen (Gen.Du.; Nom.Pl.; PPP); Dṛḍheyu, Ṛteyu, der ruhmreiche Parivyādha; Ekata, Dvita und Trita, der Sonne gleich (Nom.Sg./Pl.); Atris rechtschaffener Sohn, der Seher Sārasvata; Varuṇas sieben Priester haben die westliche Richtung bezogen (Gen.Sg.; Nom.Pl.; PPP)
Atri, der erhabene Vasiṣṭha, Kaśyapa der große Seher, Gautama, Bharadvāja, Viśvāmitra der Kauśika (Nom.Sg.); Ṛcīkas furchtbarer Sohn, der tapfere Jamadagni; des Herrn des Reichtums Lehrer sind diese sieben, die im Norden weilen (Nom.Sg.; Gen.Sg.; PPP); andere sieben Weise, in allen Richtungen stehend, Ruhm und Heil den Menschen bringend, als Förderer der Welt gerühmt (Nom.Pl.; Lok.Pl.; Gen.Pl.)
dharmaḥ kāmaś ca kālaś ca vasur vāsukir eva ca anantaḥ kapilaś caiva saptaite dharaṇīdharāḥ rāmo vyāsas tathā drauṇir aśvatthāmā ca lomaśaḥ ity ete munayo divyā ekaikaḥ saptasaptadhā śāntisvastikarā loke diśāṃ pālāḥ prakīrtitāḥ yasyāṃ yasyāṃ diśi hy ete tanmukhaḥ śaraṇaṃ vrajet
Dharma, Kāma, Kāla, Vasu, Vāsuki, Ananta, Kapila: diese sieben Erdträger (Nom.Sg./Pl.); Rāma, Vyāsa, Drauṇi Aśvatthāman, Lomaśa: diese göttlichen Weisen, je siebenfach (Nom.Sg./Pl.; Adv.); Friedens- und Segensbringer, Hüter der Himmelsrichtungen; in welcher Richtung sie sind, dorthin gewandt suche man Zuflucht (Nom.Pl.; Lok.Sg.; 3.Sg.Opt.)
sraṣṭāraḥ sarvabhūtānāṃ kīrtitā lokapāvanāḥ saṃvarto merusāvarṇo mārkaṇḍeyaś ca dhārmikaḥ sāṃkhyayogau nāradaś ca durvāsāś ca mahān ṛṣiḥ atyantatapaso dāntās triṣu lokeṣu viśrutāḥ apare rudrasaṃkāśāḥ kīrtitā brahmalaukikāḥ aputro labhate putraṃ daridro labhate dhanam
Schöpfer aller Wesen, Weltenreiniger; Saṃvarta, Merusāvarṇa, der rechtschaffene Mārkaṇḍeya (Nom.Pl.; Gen.Pl.); Sāṃkhya und Yoga [personifiziert? ], Nārada, der große Seher Durvāsas; von äußerster Askese, gebändigt, in den drei Welten berühmt (Nom.Du./Pl.; Lok.Pl.); andere, dem Rudra gleich, gerühmt als Bewohner der Brahma-Welt; ein Kinderloser erlangt einen Sohn, ein Armer Reichtum (Nom.Pl.; 3.Sg.Präs.Med.)
ebenso erlangt der Mensch Vollendung in Dharma, Artha, Kāma (Lok.Pl.; Akk.Sg.); Pṛthu, den Sohn des Vena, den besten König, dessen Tochter die Erde wurde, den Prajāpati, Allherrscher, Herrn der Erde, möge man rühmen (Akk.Sg.; 3.Sg.Opt.); den aus der Sonnendynastie Entsprossenen, dem Mahendra an Tapferkeit gleich, Purūravas Aila, in den drei Welten berühmt (Akk.Sg.)
budhasya dayitaṃ putraṃ kīrtayed vasudhādhipam trilokaviśrutaṃ vīraṃ bharataṃ ca prakīrtayet gavāmayena yajñena yeneṣṭaṃ vai kṛte yuge rantidevaṃ mahādevaṃ kīrtayet paramadyutim viśvajit tapasopetaṃ lakṣaṇyaṃ kāmalakṣaṇam tathā śvetaṃ ca rājarṣiṃ kīrtayet paramadyutim
Budhas geliebten Sohn, den Herrn der Erde, möge man rühmen; den in den drei Welten berühmten Helden Bharata (Gen.Sg.; Akk.Sg.; 3.Sg.Opt.); der mit dem Gavāmaya-Opfer im Kṛta-Zeitalter geopfert hat: Rantideva, den großen Herrn, den höchst Strahlenden, möge man rühmen (Instr.Sg.; PPP; Akk.Sg.); Viśvajit, mit Askese begabt, glückverheißend, Kāma-Merkmale tragend [?]; ebenso den Königsseher Śveta, den höchst Strahlenden, möge man rühmen (Nom./Akk.Sg.; Akk.Sg.)
durch den Sthāṇu gnädig gestimmt wurde, dessentwegen Andhaka erschlagen wurde; durch den mit Mahādevas Gnade die Gaṅgā herabgeführt wurde (Instr.Sg.; PPP; Lok.Sg.); Bhagīratha, den Unbezwingbaren, den höchst Strahlenden, möge man rühmen; durch den Sagaras Söhne überflutet und gerettet wurden (Akk.Sg.; Nom.Pl.; PPP); diese feuergleichen, großgestaltigen, großmächtigen, grimmig zornigen, großkräftigen, ruhmmehrenden möge man rühmen (Akk.Pl.)
devān ṛṣigaṇāṃś caiva nṛpāṃś ca jagatīśvarān sāṃkhyaṃ yogaṃ ca paramaṃ havyaṃ kavyaṃ tathaiva ca kīrtitaṃ paramaṃ brahma sarvaśrutiparāyaṇam maṅgalyaṃ sarvabhūtānāṃ pavitraṃ bahukīrtitam vyādhipraśamanaṃ śreṣṭhaṃ pauṣṭikaṃ sarvakarmaṇām prayataḥ kīrtayec caitān kalyaṃ sāyaṃ ca bhārata
Götter, Seherscharen, Könige, Herren der Welt; Sāṃkhya und höchstes Yoga, Havya und Kavya (Akk.Pl.; Akk.Sg.n.); das höchste Brahman ist gerühmt, die Zuflucht aller Śruti, heilvoll für alle Wesen, reinigend, vielgerühmt (PPP; Nom.Sg.n.; Gen.Pl.); krankheitsstillend, das Beste, gedeihenbringend für alle Werke; gesammelt möge man diese rühmen morgens und abends, o Bhārata (Nom.Sg.n.; Gen.Pl.; 3.Sg.Opt.; Vok.)
ete vai yānti varṣanti bhānti vānti sṛjanti ca ete vināyakāḥ śreṣṭhā dakṣāḥ kṣāntā jitendriyāḥ narāṇām aśubhaṃ sarve vyapohanti prakīrtitāḥ sākṣibhūtā mahātmānaḥ pāpasya sukṛtasya ca etān vai kalyam utthāya kīrtayañ śubham aśnute nāgnicorabhayaṃ tatra na mārgapratirodhanam
diese ziehen, regnen, leuchten, wehen, erschaffen; diese sind die besten Vināyakas, tüchtig, geduldig, sinnesbezwungen (3.Pl.Präs.; Nom.Pl.); der Menschen Unheil vertreiben alle, wenn gerühmt; die Zeugen, Hochgemuten, der Sünde und des Guten (Gen.Pl.; 3.Pl.Präs.; PPP; Gen.Sg.); wer diese am Morgen aufgestanden rühmt, erlangt Glück; da keine Furcht vor Feuer und Dieben, keine Wegsperre (Abs.; Part.Präs.; 3.Sg.Präs.Med.)
denen, die diese beständig rühmen, vergeht der schlechte Traum; er wird von allen Sünden befreit und gehe wohlbehalten nach Hause (Gen.Pl.Part.; 3.Sg.Pass.; 3.Sg.Opt.); wer zu allen Weihezeiten gebändigt rezitiert, ein Zweimalgeborener, gerecht, im Selbst ruhend, geduldig, gebändigt, nicht missgünstig (Lok.Pl.; 3.Sg.Opt.; Nom.Sg.); ob krank oder bedrängt, rezitierend wird er von Sünde befreit; mitten im Bauplatz Rezitierendem entsteht Glücksegen für das Geschlecht (Nom.Sg.; Abl.Sg.; Gen.Sg.Part.; 3.Sg.Opt.)
kṣetramadhye tu paṭhataḥ sarvaṃ sasyaṃ prarohati gacchataḥ kṣemam adhvānaṃ grāmāntaragataḥ paṭhan ātmanaś ca sutānāṃ ca dārāṇāṃ ca dhanasya ca bījānām oṣadhīnāṃ ca rakṣām etāṃ prayojayet etān saṃgrāmakāle tu paṭhataḥ kṣatriyasya tu vrajanti ripavo nāśaṃ kṣemaṃ ca vinivartate
mitten im Feld Rezitierendem wächst alle Saat; dem Gehenden [wird] der Weg sicher, wenn er in einem anderen Dorf rezitiert (Gen.Sg.Part.; 3.Sg.Präs.; Akk.Sg.; Nom.Sg.); für sich, Söhne, Frauen, Besitz, Saatgut, Kräuter möge man diesen Schutz anwenden (Gen.; Akk.Sg.f.; 3.Sg.Opt.); diese zur Schlachtzeit Rezitierendem, dem Kṣatriya: die Feinde gehen zugrunde, und Sicherheit stellt sich ein [?] (Gen.Sg.; 3.Pl.Präs.; Akk.Sg.)
etān daive ca pitrye ca paṭhataḥ puruṣasya hi bhuñjate pitaro havyaṃ kavyaṃ ca tridivaukasaḥ na vyādhiśvāpadabhayaṃ na dvipān na hi taskarāt kaśmalaṃ laghutāṃ yāti pāpmanā ca pramucyate yānapātre ca yāne ca pravāse rājaveśmani parāṃ siddhim avāpnoti sāvitrīṃ hy uttamāṃ paṭhan
diese beim Götter- und Ahnenopfer vom Mann Rezitiert: die Ahnen genießen das Havya, die Himmelsbewohner das Kavya (Lok.Sg.; 3.Pl.Präs.Med.); keine Furcht vor Krankheit, Raubtier, Elefanten, Dieb; die Trübung wird gering, er wird von der Sünde befreit (Abl.Sg.; 3.Sg.Präs.; Instr.Sg.); auf Schiff, Fahrzeug, Reise, im Königspalast erlangt höchste Vollendung, wer die höchste Sāvitrī rezitiert (Lok.Sg.; 3.Sg.Präs.; Part.Präs.)
na ca rājabhayaṃ teṣāṃ na piśācān na rākṣasāt nāgnyambupavanavyālād bhayaṃ tasyopajāyate caturṇām api varṇānām āśramasya viśeṣataḥ karoti satataṃ śāntiṃ sāvitrīm uttamāṃ paṭhan nāgnir dahati kāṣṭhāni sāvitrī yatra paṭhyate na tatra bālo mriyate na ca tiṣṭhanti pannagāḥ
keine Königsfurcht für sie, nicht vor Piśācas, nicht vor Rākṣasas; Furcht vor Feuer, Wasser, Wind, Raubtier entsteht ihm nicht (Gen.Pl.; Abl.; 3.Sg.Präs.Med.); für die vier Stände, besonders für die Lebensstufe, bewirkt beständig Frieden, wer die höchste Sāvitrī rezitiert (Gen.Pl.; 3.Sg.Präs.; Akk.Sg.); kein Feuer verbrennt Holz, wo die Sāvitrī rezitiert wird; da stirbt kein Kind, und Schlangen bleiben nicht (3.Sg.Präs.; 3.Sg.Pass.; Nom.Pl.)
na teṣāṃ vidyate duḥkhaṃ gacchanti paramāṃ gatim ye śṛṇvanti mahad brahma sāvitrīguṇakīrtanam gavāṃ madhye tu paṭhato gāvo 'sya bahuvatsalāḥ prasthāne vā praveśe vā sarvāvasthāgataḥ paṭhet japatāṃ juhvatāṃ caiva nityaṃ ca prayatātmanām ṛṣīṇāṃ paramaṃ japyaṃ guhyam etan narādhipa
für sie gibt es kein Leid, sie gehen zum höchsten Ziel, die das große Brahman, den Preis der Sāvitrī-Eigenschaften, hören (3.Sg.Pass.; 3.Pl.Präs.; Akk.Sg.n.); unter Kühen Rezitierendem sind die Kühe kälberreich und liebevoll; beim Aufbruch oder Einzug, in jedem Zustand rezitiere man (Gen.Pl.; Gen.Sg.Part.; 3.Sg.Opt.); für die Murmelnden, Opfernden, stets Gesammelten: der Seher höchstes Japya ist dies, das Geheimnis, o Herr der Menschen (Gen.Pl.Part.; Gen.Pl.; Vok.)
in wahrer Weise, nachdem man den uralten Itihāsa aufgenommen hat, die göttliche Lehre des Parāśara, einst dem Śakra erzählt (Instr.Sg.; Abs.; Akk.Sg.; Dat.Sg.; PPP); dies ist dir erklärt, das wahre ewige Brahman, das Herz aller Wesen, diese uralte Śruti (PPP; Nom.Sg.f.); alle aus Mond- und Sonnengeschlecht, Rāghavas und Kurus, rezitieren rein stets die Sāvitrī, das Ziel der Lebewesen (Nom.Pl.; 3.Pl.Präs.; Gen.Pl.)
in der Nähe der Götter, der Sieben Seher und des Dhruva; Lösung aus allen Nöten, sie löst stets vom Unheil (Lok.Sg.; Gen.Pl.; Nom.Sg.n.; 3.Sg.Kaus.); von Alten, Kāśyapa, Gautama usw., Bhṛgu, Aṅgiras, Atri usw., Śukra, Agastya, Bṛhaspati usw., Brahmarṣis gepflegt (Instr.Pl.; PPP); die Lehre des Bharadvāja, von Ṛcīkas Söhnen erlangt, dann von Vasiṣṭha; nachdem sie die Sāvitrī erlangt, wurden von Śakra und den Vasus alle Dānavas besiegt (PPP; Abl.; Abs.; Instr.Pl.; PPP Nom.Pl.)
yo gośataṃ kanakaśṛṅgamayaṃ dadāti viprāya vedaviduṣe ca bahuśrutāya divyāṃ ca bhāratakathāṃ kathayec ca nityaṃ tulyaṃ phalaṃ bhavati tasya ca tasya caiva dharmo vivardhati bhṛgoḥ parikīrtanena vīryaṃ vivardhati vasiṣṭhanamonatena
wer hundert Kühe mit goldenen Hörnern einem Brahmanen gibt, der den Veda kennt und vielgelehrt ist (3.Sg.Präs.; Dat.Sg.); und wer die göttliche Bhārata-Erzählung stets erzählt: gleiche Frucht hat dieser wie jener (3.Sg.Opt.; Nom.Sg.n.; Gen.Sg.); der Dharma wächst durch das Rühmen des Bhṛgu; Heldenkraft wächst durch die Verneigung vor Vasiṣṭha (3.Sg.Präs.; Instr.Sg.)
saṃgrāmajid bhavati caiva raghuṃ namasyan syād aśvinau ca parikīrtayato na rogaḥ eṣā te kathitā rājan sāvitrī brahma śāśvatī vivakṣur asi yac cānyat tat te vakṣyāmi bhārata
ein Kampfsieger wird, wer Raghu verehrt; keine Krankheit möge den haben, der die beiden Aśvins rühmt (3.Sg.Präs.; Part.Präs.; 3.Sg.Opt.; Gen.Sg.Part.); dies ist dir, König, die Sāvitrī verkündet, das ewige Brahman; wenn du noch anderes sagen willst, das werde ich dir sagen, Bhārata (PPP; Vok.; 2.Sg.Präs.; 1.Sg.Fut.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage (*) der kritischen Ausgabe, nur in einem Teil der Handschriften: ein Sāvitrī-/Japya-Einschub mit Aufzählungen von Rudras, Ādityas, Vasus, Sehern und Königen. Der Text ist stellenweise unklar oder ungeordnet; der Sprecherwechsel ‚bhīṣmaḥ; japyaṃ yad brahmasamitaṃ …‘ passt inhaltlich eher zur Bitte Yudhiṣṭhiras. Deutungen mit [?] unsicher: ‚saṃjñānāsāvinirgatau‘, ‚kāmalakṣaṇam‘, ‚sāṃkhyayogau‘, ‚niyatātmānaḥ‘ u. a.
Der Allgegenwärtige, der Allwissende, der Lichtglanz, der dessen Heer nach allen Seiten [wirkt], Janārdana; der Veda, der Veda-Kundige, der Makellose, der Veda-Glied, der Veda-Kenner, der Dichter-Seher.
Wort für Wort
sarvagaḥ sarvavid bhānuḥ
der Allgegenwärtige, der Allwissende, der Lichtglanz (Nom.Sg.)
viṣvakseno janārdanaḥ
dessen Heer nach allen Seiten [reicht], Janārdana (Nom.Sg.)
vedo vedavid avyaṅgaḥ
der Veda, der Veda-Kundige, der Makellose (Nom.Sg.)
vedāṅgo vedavit kaviḥ
das Veda-Glied, der Veda-Kenner, der Seher-Dichter (Nom.Sg.)
„janārdanaḥ“ gedeutet als ‚Menschenbewegender/-peiniger‘ (Bedeutungsbereich weit).
Der Aufseher der Welt, der Aufseher der Götter, der Aufseher des Dharma, der das Getane und Ungetane [ist]; der vierfachen Wesens, der vierfach sich Entfaltende, der Vierzahnige, der Vierarmige.
Wort für Wort
lokādhyakṣaḥ surādhyakṣaḥ
der Aufseher der Welt, der Aufseher der Götter (Nom.Sg.)
dharmādhyakṣaḥ kṛtākṛtaḥ
der Aufseher des Dharma, [der] das Getane und Ungetane (Nom.Sg.)
caturātmā caturvyūhaḥ
der vierfachen Wesens, der vierfach Entfaltete (Nom.Sg.)
Der Strahlende, die Speise, der Genießer, der Duldende, der vor der Welt Geborene; der Makellose, der Sieg, der Sieger, der Schoß des Alls, der Wiedererstandene [Punarvasu].
Wort für Wort
bhrājiṣṇur bhojanaṃ bhoktā
der Strahlende, die Speise, der Genießer (Nom.Sg.)
sahiṣṇur jagadādijaḥ
der Duldende, der am Anfang der Welt Geborene (Nom.Sg.)
Upendra, der Zwerg [Vāmana], der Hochgewachsene, der nie Vergebliche, der Reine, der Kraftvolle; der über Indra Hinausgehende, die Zusammenfassung, die Schöpfung, der das Selbst Festhaltende, die Regel, die Zügelung.
Wort für Wort
upendro vāmanaḥ prāṃśuḥ
Upendra, der Zwerg, der Hochgewachsene (Nom.Sg.)
amoghaḥ śuciḥ ūrjitaḥ
der nie Vergebliche, der Reine, der Kraftvolle (Nom.Sg.)
atīndraḥ saṃgrahaḥ sargaḥ
der über Indra Hinausgehende, die Zusammenfassung, die Schöpfung (Nom.Sg.)
dhṛtātmā niyamo yamaḥ
der das Selbst Festhaltende, die Regel, die Zügelung (Nom.Sg.)
Der zu Erkennende, der Arzt [Wissende], der stets im Yoga Ruhende, der Heldentöter, Mādhava, der Süße [Madhu]; der jenseits der Sinne, der großer Māyā, der großen Tatkraft, der großen Stärke.
Wort für Wort
vedyo vaidyaḥ sadāyogī
der zu Erkennende, der Wissende/Arzt, der stets im Yoga (Nom.Sg.)
Der großen Einsicht, der großen Heldenkraft, der großen Macht, des großen Glanzes; der unbeschreiblicher Gestalt, der Glanzvolle, der unermessliche Selbst, der den großen Berg Trägt.
Wort für Wort
mahābuddhir mahāvīryo
der großen Einsicht, der großen Heldenkraft (Nom.Sg.)
mahāśaktir mahādyutiḥ
der großen Macht, des großen Glanzes (Nom.Sg.)
anirdeśyavapuḥ śrīmān
der unbeschreiblicher Gestalt, der Glanzvolle (Nom.Sg.)
ameyātmā mahādridhṛk
der unermessliche Selbst, der den großen Berg Trägt (Nom.Sg.)
„mahādridhṛk“: Träger des großen Berges (Bezug Govardhana/Mandara).
Der große Bogenschütze, der Erdträger, die Wohnstatt der Śrī, das Ziel der Guten; der Ungehinderte, die Wonne der Götter, Govinda, der Herr der Rinder-/Wort-Kundigen.
Wort für Wort
maheṣvāso mahībhartā
der große Bogenschütze, der Erdträger (Nom.Sg.)
śrīnivāsaḥ satāṃ gatiḥ
die Wohnstatt der Śrī, das Ziel der Guten (Nom.Sg.; Gen.Pl.)
aniruddhaḥ surānandaḥ
der Ungehinderte, die Wonne der Götter (Nom.Sg.)
govindo govidāṃ patiḥ
Govinda, der Herr der Go-Kundigen [?] (Nom.Sg.; Gen.Pl.)
„govindaḥ, govidāṃ patiḥ“: go- kann ‚Rind/Erde/Wort‘ bedeuten; Deutung [?].
Der Lichtstrahl [Marīci], der Bezwinger, der Schwan, der Schönbeflügelte, der Beste der Schlangen; der Goldnabel, der gut Asketische, der Lotosnabel, der Herr der Geschöpfe.
Wort für Wort
marīcir damano haṃsaḥ
der Lichtstrahl, der Bezwinger, der Schwan (Nom.Sg.)
suparṇo bhujagottamaḥ
der Schönbeflügelte, der Beste der Schlangen (Nom.Sg.)
Der Todlose, der Alles Sehende, der Löwe, der Zusammenfügende, der Fügungsreiche, der Feste; der Ungeborene, der Unerträgliche [für Feinde], der Lenker, der weithin berühmten Selbst, der Götterfeind-Töter.
Wort für Wort
amṛtyuḥ sarvadṛk siṃhaḥ
der Todlose, der Alles Sehende, der Löwe (Nom.Sg.)
saṃdhātā saṃdhimān sthiraḥ
der Zusammenfügende, der Fügungsreiche, der Feste (Nom.Sg.)
ajo durmarṣaṇaḥ śāstā
der Ungeborene, der Unerträgliche, der Lenker (Nom.Sg.)
viśrutātmā surārihā
der weithin berühmten Selbst, der Götterfeinde Tötende (Nom.Sg.)
Der Lehrer, der höchste Lehrer, die Stätte, der Wahrhaftige, dessen Tapferkeit wahrhaft ist; der Blinzelnde, der Nicht-Blinzelnde, der Kranzträger, der Herr der Rede, der Hochsinnige.
Wort für Wort
gurur gurutamo dhāma
der Lehrer, der höchste Lehrer, die Stätte/das Licht (Nom.Sg.m./n.)
satyaḥ satyaparākramaḥ
der Wahre, der von wahrer Tapferkeit (Nom.Sg.m.; Bahuvrīhi)
nimiṣo 'nimiṣaḥ
der Blinzelnde, der Nicht-Blinzelnde (Nom.Sg.m.)
sragvī
der Kranzträger (Nom.Sg.m.)
vācaspatir udāradhīḥ
Herr der Rede, der Hochgesinnte (Nom.Sg.m.; Bahuvrīhi)
Der Anführer, der Dorfvorsteher, der Glückselige, das Recht, der Leiter, der Wehende; der Tausendköpfige, das Selbst des Alls, der Tausendäugige, der Tausendfüßige.
Wort für Wort
agraṇīr grāmaṇīḥ
der Vorangehende, der Anführer der Schar (Nom.Sg.m.)
Der gut Gnädige, dessen Selbst heiter ist, der das All Tragende, der das All Genießende, der Allmächtige; der Gutes Tuende, der Geehrte, der Gute, Jahnu, Nārāyaṇa, der Mann [Nara].
Wort für Wort
suprasādaḥ prasannātmā
der sehr Gnädige, der heiteren Gemüts (Nom.Sg.m.)
viśvadhṛg viśvabhug
der das All trägt, der das All genießt (Nom.Sg.m.)
Der Unzählbare, dessen Selbst unermesslich ist, der Vortreffliche, der die Guten Schaffende, der Reine; der Zielerreichte, dessen Vorsatz sich erfüllt, der Vollendung Gebende, das Mittel der Vollendung.
Wort für Wort
asaṃkhyeyo 'prameyātmā
der Unzählbare, dessen Selbst unermesslich ist (Nom.Sg.m.)
viśiṣṭaḥ śiṣṭakṛc chuciḥ
der Auserlesene, der die Gebildeten/Guten schafft, der Reine (Nom.Sg.m.)
siddhārthaḥ siddhasaṃkalpaḥ
der sein Ziel Erreichte, dessen Vorsatz gelingt (Nom.Sg.m.; Bahuvrīhi)
siddhidaḥ siddhisādhanaḥ
der Vollendung Gebende, Mittel zur Vollendung (Nom.Sg.m.)
vṛṣāhī vṛṣabho viṣṇur vṛṣaparvā vṛṣodaraḥ; vardhano vardhamānaś ca viviktaḥ śrutisāgaraḥ
Der Stier-Vernichter [?], der Stier, Viṣṇu, der mit Stier-Gliedern [?], der Stier-Bäuchige [?]; der Mehrende und der Wachsende, der Abgesonderte, das Meer der Offenbarung [Śruti].
Wort für Wort
vṛṣāhī vṛṣabho viṣṇur
vṛṣāhī [?], der Stier, Viṣṇu (Nom.Sg.m.)
vṛṣaparvā vṛṣodaraḥ
vṛṣaparvan, der Stier-Bäuchige (Nom.Sg.m.; Bahuvrīhi)
vardhano vardhamānaś ca
der Mehrende und der Wachsende (Nom.Sg.m.; Part.Präs.Med.)
viviktaḥ
der Abgesonderte (Nom.Sg.m.; Part.Perf.Pass.)
śrutisāgaraḥ
Meer der Überlieferung (Nom.Sg.m.; Tatpuruṣa)
vṛṣāhī, vṛṣaparvā: Deutung unsicher (vṛṣa- als Stier oder Dharma).
Der mit schönen Armen, der Schwerbezwingbare, der Redegewandte, der große Indra, der Reichtum Gebende, der Reichtum; der Vielgestaltige, der Großgestaltige, Śipiviṣṭa, der Erleuchtende.
Wort für Wort
subhujo durdharo vāgmī
der Schönarmige, der Unbezwingbare, der Redner (Nom.Sg.m.)
mahendro
der große Indra (Nom.Sg.m.)
vasudo vasuḥ
Reichtum-Geber, Reichtum/Guter (Nom.Sg.m.)
naikarūpo bṛhadrūpaḥ
der Vielgestaltige, der Großgestaltige (Nom.Sg.m.)
Kraft, Glanz, Träger des Leuchtens, dessen Selbst Licht ist, der Erhitzende; der Gedeihende, der deutlich Silbige, der Spruch [Mantra], der Mondstrahlige, der mit sonnengleichem Glanz.
Wort für Wort
ojas tejo
Kraft, Glanz (Nom.Sg.n.)
dyutidharaḥ prakāśātmā
Träger des Leuchtens, Selbst des Lichts (Nom.Sg.m.)
pratāpanaḥ
der Erhitzende/Sengende (Nom.Sg.m.)
ṛddhaḥ spaṣṭākṣaro
der Gediehene, der deutliche Silben hat (Nom.Sg.m.)
mantraś candrāṃśur
der Mantra, der Mondstrahl(ige) (Nom.Sg.m.)
bhāskaradyutiḥ
dessen Glanz dem der Sonne gleicht (Nom.Sg.m.; Bahuvrīhi)
Der aus dem Nektarstrahligen [Mond] Hervorgegangene, das Licht, der Hasenfleckige [Mond], der Herr der Götter; die Arznei der Welt, die Brücke, der in Wahrheit, Recht und Tapferkeit Gegründete.
Wort für Wort
amṛtāṃśūdbhavo bhānuḥ
der aus dem Nektarstrahler Entstandene, die Sonne/das Licht (Nom.Sg.m.)
śaśabinduḥ sureśvaraḥ
der Hasenfleckige, Herr der Götter (Nom.Sg.m.)
auṣadhaṃ jagataḥ setuḥ
Heilmittel, der Welt Brücke/Damm (Nom.Sg.; Gen.Sg.)
satyadharmaparākramaḥ
dessen Tapferkeit Wahrheit und Recht ist (Nom.Sg.m.; Bahuvrīhi)
Zweite Vershälfte: satyadharmaparākramaḥ ist Dvandva-Kompositum, Deutung wortnah.
Herr über Gewesenes, Künftiges und Gegenwärtiges, der Läuternde, der Reine, der Wind; der Wünsche Vernichtende, der Wünsche Erfüllende, der Liebliche, die Liebe, der Wünsche Schenkende, der Herr.
Wort für Wort
bhūtabhavyabhavannāthaḥ
Herr des Gewesenen, Künftigen und Seienden (Nom.Sg.m.; Tatpuruṣa)
pavanaḥ pāvano 'nilaḥ
der Reinigende, der Läuterer, der Wind (Nom.Sg.m.)
kāmahā kāmakṛt
der Begierde Tötende, der Wünsche Erfüllende (Nom.Sg.m.)
yugādikṛd yugāvarto naikamāyo mahāśanaḥ; adṛśyo vyaktarūpaś ca sahasrajid anantajit
Der die Zeitalter Beginnende, der Zeitalter-Kreislauf, der Vielfach-Zauberkräftige, der Große Verschlinger; der Unsichtbare, der Sichtbargestaltige, der Tausendfach-Besieger, der Unendlich-Besieger.
Wort für Wort
yugādikṛd yugāvarto
Beginner der Zeitalter, Wende der Zeitalter (Nom.Sg.m.)
naikamāyo mahāśanaḥ
der Vielfach-Zauberreiche, der große Esser (Nom.Sg.m.)
adṛśyo vyaktarūpaś ca
der Unsichtbare und der von offenbarer Gestalt (Nom.Sg.m.)
sahasrajid anantajit
Besieger von Tausenden, Besieger des Unendlichen (Nom.Sg.m.)
Der Erwünschte, der Ausgezeichnete, der von den Guten Ersehnte, Śikhaṇḍin, Nahuṣa, der Stier [Dharma]; der Zorn Tötende, der Zorn Erzeugende, der Täter, der Allarmige, der Erdträger.
Wort für Wort
iṣṭo viśiṣṭaḥ
der Erwünschte, der Ausgezeichnete (Nom.Sg.m.)
śiṣṭeṣṭaḥ
der von den Gebildeten Verehrte (Nom.Sg.m.; Tatpuruṣa)
Der Unfehlbare, der Berühmte, der Lebensatem, der Atem Schenkende, der Jüngere Bruder Indras; der Schatz der Wasser, die Grundlage, der Unachtsame-nicht [d. h. der Wachsame], der Feststehende.
Wort für Wort
acyutaḥ prathitaḥ
der Unerschütterliche, der Berühmte (Nom.Sg.m.)
prāṇaḥ prāṇado
Lebenshauch, Lebensspender (Nom.Sg.m.)
vāsavānujaḥ
der jüngere Bruder Vāsavas [Indras] (Nom.Sg.m.)
apāṃ nidhir
der Schatz der Wasser (Gen.Pl.f.; Nom.Sg.m.)
adhiṣṭhānam
Grundlage/Sitz (Nom.Sg.n.)
apramattaḥ pratiṣṭhitaḥ
der Nichtnachlässige, der Feststehende (Nom.Sg.m.)
Der Kummerlose, der Hinüberführende, der Retter, der Held, Śauri, der Herr der Menschen; der Günstige, der Hundertfach-Kreisende, der Lotusträger, der mit lotusgleichen Augen.
Wort für Wort
aśokas tāraṇas tāraḥ
der Kummerlose, der Hinüberbringer, der Retter (Nom.Sg.m.)
śūraḥ śaurir
der Held, Śauri (Nom.Sg.m.)
janeśvaraḥ
Herr der Menschen (Nom.Sg.m.)
anukūlaḥ śatāvartaḥ
der Zuträgliche, der Hundertfach-Wendige (Nom.Sg.m.)
padmī padmanibhekṣaṇaḥ
der Lotusträger, der lotusähnliche Augen hat (Nom.Sg.m.)
Der Lotusnabelige, der Lotusäugige, der Lotus-Schoßige, der Körper-Träger; der Großgediehene, der Gediehene, der Gealterte im Selbst, der Großäugige, der mit dem Garuḍa-Banner.
Wort für Wort
padmanābho 'ravindākṣaḥ
der Lotusnabelige, der Lotusäugige (Nom.Sg.m.)
padmagarbhaḥ śarīrabhṛt
der Lotusschoß, Träger der Körper (Nom.Sg.m.)
maharddhir ṛddho
der Großgedeihende, der Gediehene (Nom.Sg.m.)
vṛddhātmā mahākṣo
dessen Selbst gereift ist, der Großäugige (Nom.Sg.m.)
Der Unvergleichliche, Śarabha, der Furchtbare, der die Regeln Kennende, die Opfergabe, Hari; der mit allen Merkmalen Ausgezeichnete, der Glücksbegabte, der Kampfbesieger.
Wort für Wort
atulaḥ śarabho bhīmaḥ
der Unvergleichliche, Śarabha, der Furchtbare (Nom.Sg.m.)
samayajño
der die Satzung/Zeit kennt (Nom.Sg.m.)
havir hariḥ
die Opfergabe, Hari (Nom.Sg.)
sarvalakṣaṇalakṣaṇyo
durch alle Merkmale gekennzeichnet (Nom.Sg.m.)
lakṣmīvān samitiṃjayaḥ
der Lakṣmī-Besitzer, der Versammlungen/Schlachten Besiegende (Nom.Sg.m.)
Der Unvergängliche, der Rote, der Weg, der Grund, Dāmodara, der Ertragende; der Erdträger, der Hochbegnadete, der Schnelle, der unermesslich Verzehrende.
Wort für Wort
vikṣaro rohito
der Nichtvergehende [?], der Rötliche (Nom.Sg.m.)
mārgo hetur
Weg, Ursache (Nom.Sg.m.)
dāmodaraḥ sahaḥ
Dāmodara, der Standhaltende (Nom.Sg.m.)
mahīdharo mahābhāgo
Erdträger, der Hochbegnadete (Nom.Sg.m.)
vegavān amitāśanaḥ
der Schnelle, der unermesslich Essende (Nom.Sg.m.)
vikṣaraḥ: Lesart/Deutung unsicher (sonst 'vikṣaro' als 'nicht vergehend').
Der Ursprung, der Erschütternde, der Gott, der Glücksschoß, der höchste Herr; das Werkzeug, die Ursache, der Täter, der Umgestalter, der Tiefe, der Verborgene.
Wort für Wort
udbhavaḥ kṣobhaṇo devaḥ
der Ursprung, der Aufrüttelnde, der Gott (Nom.Sg.m.)
Der Entschluss, der Bestand, der Zustand, der Standort Gebende, der Feste; das höchste Gedeihen, der Höchste, der Klare, der Zufriedene, der Genährte, der mit glückverheißendem Blick.
Wort für Wort
vyavasāyo vyavasthānaḥ
Entschlossenheit, Ordnung/Bestehen (Nom.Sg.m.)
saṃsthānaḥ sthānado dhruvaḥ
Ganzheit/Form, Platzgeber, der Feste (Nom.Sg.m.)
pararddhiḥ paramaḥ
höchstes Gedeihen, der Höchste (Nom.Sg.)
spaṣṭas tuṣṭaḥ puṣṭaḥ
der Deutliche, der Zufriedene, der Genährte (Nom.Sg.m.)
Rāma, das Ruhen, der Abgewandte [von Begierde], der Weg, der zu Führende, die Führung, die Nicht-Führung; der Held, der Beste unter den Kraftbegabten, das Recht, der Beste unter den Rechtskundigen.
Wort für Wort
rāmo virāmo virato
Rāma, das Ruhen, der Ruhende (Nom.Sg.m.)
mārgo neyo nayo 'nayaḥ
Weg, der Geführte, Führung, Nicht-Führung (Nom.Sg.m.)
vīraḥ śaktimatāṃ śreṣṭho
Held, der Beste der Kraftbegabten (Nom.Sg.m.; Gen.Pl.)
Vaikuṇṭha, der Mensch [Puruṣa], der Lebensatem, der Atemgeber, die Silbe Om, der Weite; der Goldschoß, der Feindetöter, der Durchdringende, der Wind, der die Sinne Beherrschende [Adhokṣaja].
Wort für Wort
vaikuṇṭhaḥ puruṣaḥ
Vaikuṇṭha, der Mensch/Urgeist (Nom.Sg.m.)
prāṇaḥ prāṇadaḥ
Atem, Atemspender (Nom.Sg.m.)
praṇavaḥ pṛthuḥ
Om, der Breite (Nom.Sg.m.)
hiraṇyagarbhaḥ śatrughno
Goldkeim, Feindtöter (Nom.Sg.m.)
vyāpto vāyur adhokṣajaḥ
der Durchdringende, der Wind, Adhokṣaja (Nom.Sg.m.)
Die Jahreszeit, der Schönblickende [Sudarśana], die Zeit, der im Höchsten Stehende, der Umfassende; der Gewaltige, das Jahr, der Geschickte, die Ruhe, der Allgabenreiche.
Wort für Wort
ṛtuḥ sudarśanaḥ kālaḥ
Jahreszeit, Sudarśana, Zeit (Nom.Sg.m.)
parameṣṭhī parigrahaḥ
der im Höchsten Weilende, der Umfasser/Empfänger (Nom.Sg.m.)
ugraḥ saṃvatsaro
der Gewaltige, das Jahr (Nom.Sg.m.)
dakṣo viśrāmo
der Tüchtige, die Rast (Nom.Sg.m.)
viśvadakṣiṇaḥ
der Gabenspender für alle/der allen Geschickte (Nom.Sg.m.)
Die Ausdehnung, das Bewegungslose, der Pfahl, das Maß, der unvergängliche Same; der Zweck, der Nicht-Zweck, der große Schatz, der große Genuss, der große Reichtum.
Wort für Wort
vistāraḥ sthāvaraḥ sthāṇuḥ
Ausdehnung, das Unbewegliche, der feste Pfeiler (Nom.Sg.m.)
Der nicht Verdrossene, der Gewaltigste, die Erde, der Opferpfahl des Dharma, das große Opfer; der Mittelpunkt der Sterne, der Sternbesitzer, der Geduldige, der Erschöpfte [?], der Wünschende.
Wort für Wort
anirviṇṇaḥ sthaviṣṭho
der Unverzagte, der Mächtigste (Nom.Sg.m.)
bhūr dharmayūpo
Erde, Opferpfosten des Dharma (Nom.Sg.)
mahāmakhaḥ
das große Opfer (Nom.Sg.m.)
nakṣatranemir nakṣatrī
Nabe der Sterne, Sternenherr (Nom.Sg.m.)
kṣamaḥ kṣāmaḥ samīhanaḥ
der Duldsame, der Abgemagerte [?], der Strebende (Nom.Sg.m.)
Das Opfer, der zu Verehrende, der große zu Verehrende, das Ritual, die Opfersitzung, der Weg der Guten; der Allsehende, dessen Selbst befreit ist, der Allwissende, das höchste Wissen.
Wort für Wort
yajña ijyo mahejyaś ca
Opfer, der Anbetungswürdige, der hoch Anbetungswürdige (Nom.Sg.m.)
kratuḥ satraṃ
Kratu-Opfer, Opfersitzung (Nom.Sg.)
satāṃ gatiḥ
Zuflucht der Guten (Gen.Pl.; Nom.Sg.f.)
sarvadarśī vimuktātmā
Allsehender, dessen Selbst befreit ist (Nom.Sg.m.)
Der Gutes Gelobende, der Schönmündige, der Feine, der Wohlklingende, der Glück Schenkende, der Freund; der Herzensentführende, der den Zorn Besiegt Habende, der Heldenarmige, der Zerreißende.
Der Einschläfernde, der selbst Bestimmende, der Durchdringende, der vielfach Wesende, der vielfach Wirkende; das Jahr, der Zärtliche, der mit Kälbern [Geschöpfen] Versehene, der Juwelenschoß, der Herr der Reichtümer.
Wort für Wort
svāpanaḥ svavaśo vyāpī
der Einschläfernde, der sich selbst Gehörende, Durchdringende (Nom.Sg.m.)
naikātmā naikakarmakṛt
der Vielwesige, der viele Werke Wirkende (Nom.Sg.m.)
vatsaro vatsalo vatsī
Jahr/Wohnstätte, der Liebevolle, der Kälberreiche (Nom.Sg.m.)
Der Hüter des Dharma, der Dharma-Wirker, der Dharma-Besitzer, das Seiende, das Nichtseiende, das Vergängliche, das Unvergängliche; der Unerkannte, der Tausendstrahlige, der Ordner, der mit vollendeten Merkmalen.
Der mit strahlenden Radspeichen [Nemi], im Sattva Weilende, der Löwe, der große Herr der Wesen; der Urgott, der große Gott, der Herr der Götter, der Götterträger, der Lehrer.
Der Höhere, der Herr der Kühe, der Hüter, der durch Erkenntnis Erreichbare, der Uralte; der Träger der Körper und Wesen, der Genießer, der Herr der Affen, der reich an Opfergaben.
Wort für Wort
uttaro gopatir goptā
der Höhere/Nördliche, Kuhherr, Beschützer (Nom.Sg.m.)
jñānagamyaḥ purātanaḥ
durch Wissen zu erreichen, der Uralte (Nom.Sg.m.)
śarīrabhūtabhṛd bhoktā
Träger der Körper und Wesen, Genießer (Nom.Sg.m.)
kapīndro bhūridakṣiṇaḥ
Fürst der Affen, der reiche Gaben Gebende (Nom.Sg.m.)
Der Soma-Trinker, der Nektartrinker, Soma, der Vielbesieger, der Beste unter vielen Männern; die Führung, der Sieg, der die Wahrheit Haltende, der Dāśārha, der Herr der Sātvatas.
Das Lebewesen, der Erzieher, der Zeuge, Mukunda, von unermesslicher Tapferkeit; der Ozean, dessen Selbst unendlich ist, der auf dem großen Meer Ruhende, der Beender.
Wort für Wort
jīvo vinayitā sākṣī
Lebewesen, Erzieher, Zeuge (Nom.Sg.m.)
mukundo 'mitavikramaḥ
Mukunda, dessen Schritt/Tapferkeit unermesslich ist (Nom.Sg.m.)
ambhonidhir anantātmā
Wassermeer, dessen Selbst unendlich ist (Nom.Sg.m.)
mahodadhiśayo 'ntakaḥ
der auf dem großen Meer Liegende, der Ender (Nom.Sg.m.)
ajo mahārhaḥ svābhāvyo jitāmitraḥ pramodanaḥ; ānando nandano nandaḥ satyadharmā trivikramaḥ
Der Ungeborene, der hoch Verehrungswürdige, von Natur aus [selbst-seiend], der Feindbesieger, der Erfreuende; die Wonne, der Erfreuende, Nanda, der im Recht Wahre, der Dreischrittige [Trivikrama].
Wort für Wort
ajo mahārhaḥ
der Ungeborene, sehr Würdige (Nom.Sg.m.)
svābhāvyo jitāmitraḥ
der aus eigenem Wesen Seiende, der Feinde besiegte (Nom.Sg.m.)
pramodanaḥ
der Erfreuende (Nom.Sg.m.)
ānando nandano nandaḥ
Wonne, Erfreuer, Nanda (Nom.Sg.m.)
satyadharmā trivikramaḥ
der Wahrhaftig-Rechtschaffene, der Dreischritt-Tuende (Nom.Sg.m.)
Der große Seher, Kapila der Lehrer, der Dankbare, der Herr der Erde; der Dreifüßige, der Herr der Dreißig [Götter], der große Gehörnte, der das Ende Bewirkende [Vernichter des Endes].
Wort für Wort
maharṣiḥ kapilācāryaḥ
großer Ṛṣi, Lehrer Kapila (Nom.Sg.m.)
kṛtajño medinīpatiḥ
der das Getane Anerkennende, Herr der Erde (Nom.Sg.m.)
tripadas tridaśādhyakṣo
Dreifüßiger, Gebieter der Götter (Nom.Sg.m.)
mahāśṛṅgaḥ kṛtāntakṛt
der große Gehörnte, der das Ende Herbeiführende (Nom.Sg.m.)
kṛtāntakṛt: auch 'Vollender/Ender des Kṛta' möglich.
Der große Eber, Govinda, Suṣeṇa, der mit goldenen Armreifen; der Geheime, der Tiefe, der Undurchdringliche, der Behütete, der Träger von Diskus und Keule.
Der Schöpfer, der mit schönen Gliedern, der Unbesiegte, Kṛṣṇa, der Feste, Saṃkarṣaṇa, der Unerschütterliche; Varuṇa, der Sohn Varuṇas, der Baum, der Lotusäugige, der Großgesinnte.
Wort für Wort
vedhāḥ svāṅgo 'jitaḥ
Schöpfer, Schönleibiger, Unbesiegter (Nom.Sg.m.)
kṛṣṇo dṛḍhaḥ
Kṛṣṇa, der Feste (Nom.Sg.m.)
saṃkarṣaṇo 'cyutaḥ
Saṃkarṣaṇa, der Unfehlbare (Nom.Sg.m.)
varuṇo vāruṇo vṛkṣaḥ
Varuṇa, der Varuṇa-Verbundene/Sohn, Baum (Nom.Sg.m.)
Der Erhabene, der Glück Vernichtende [Bhaga-Vernichter], der Erfreuende, der Waldkranzträger, der die Pflugschar als Waffe Führende; Āditya, das Licht, Āditya, der Ertragende, der beste Zufluchtsort.
Wort für Wort
bhagavān bhagahā
der Erhabene, der Bhaga-Töter (Nom.Sg.m.)
nandī vanamālī
der Freudige, der Waldkranzträger (Nom.Sg.m.)
halāyudhaḥ
der die Pflugschar zur Waffe hat (Nom.Sg.m.)
ādityo jyotir ādityaḥ
Āditya, Licht, Āditya (Nom.Sg.m.)
sahiṣṇur gatisattamaḥ
der Duldsame, der beste Zufluchtsort (Nom.Sg.m.)
jyotir ādityaḥ: als Epitheton 'Licht [und] Āditya' gedeutet.
Der mit schönem Bogen, der mit der Axt [Parashu] Bewaffnete, der Furchtbare, der Reichtum Schenkende; der den Himmel Berührende, der Allsehende, Vyāsa, der Herr der Rede, der nicht aus dem Schoß Geborene.
Wort für Wort
sudhanvā khaṇḍaparaśur
Schönbogen, der mit der spaltenden Axt (Nom.Sg.m.)
Der mit den drei Sāman [Besungene] [?], der Sāman-Sänger, das Sāman, das Verlöschen, die Arznei, der Arzt; der Entsagung Übende, der Gleichmut, der Friedvolle, die Grundlage, der Friede, die höchste Zuflucht.
Wort für Wort
trisāmā sāmagaḥ sāma
der mit drei Sāman [?], Sāman-Sänger, Sāman (Nom.Sg.m./n.)
Der mit schönen Gliedern, der Frieden Spendende, der Schöpfer, die Kumuda-Lotosblume, der im Kuvala-Teich Ruhende; der Rinderfreund, der Herr der Rinder, der Rinderhüter, der mit Stieraugen, der den Stier Liebende.
Wort für Wort
śubhāṅgaḥ śāntidaḥ sraṣṭā
der schöngliedrige, Frieden gebende, Schöpfer (Nom.Sg.m.)
kumudaḥ kuvaleśayaḥ
Kumuda, im Kuvala [Lotos/Teich] liegend (Nom.Sg.m.)
Der nicht Zurückkehrende, der in sich Zurückgezogene, der Zusammenfasser, der Heil Bewirkende, der Glückverheißende; der das Śrīvatsa-Mal auf der Brust Tragende, der Wohnstatt der Śrī, der Gatte der Śrī, der Beste unter den Glücklichen.
Wort für Wort
anivartī nivṛttātmā
nicht umkehrend, dessen Selbst zurückgezogen ist (Nom.Sg.m.)
Der Glück Gebende, der Herr der Śrī, der Śrī zur Wohnstatt Habende, der Schatz der Śrī, der Śrī Ausbreitende; der Śrī Tragende, der Śrī Schaffende, das Heil, der Glanzvolle, die Zuflucht der drei Welten.
Wort für Wort
śrīdaḥ śrīśaḥ śrīnivāsaḥ
Glück gebend, Herr der Śrī, Wohnsitz der Śrī (Nom.Sg.m.)
Der Schönäugige, der Schönglieder, der mit hundertfacher Wonne, die Freude, das Licht, der Herr der Scharen; der dessen Selbst besiegt hat, der dessen Selbst gehorsam ist, der von gutem Ruhm, der dessen Zweifel zerschnitten sind.
Der Erhabene, der allseits Augen Habende, der keinen Herrn über sich Habende, der Ewige, der Beständige; der auf der Erde Ruhende, der Schmuck der Erde, das Gedeihen, der Sorgenfreie, der die Sorge Vernichtende.
Wort für Wort
udīrṇaḥ sarvataścakṣuḥ
erhaben, allseits Augen habend (Nom.Sg.m.)
anīśaḥ śāśvataḥ sthiraḥ
ohne Oberherrn, ewig, fest (Nom.Sg.m.)
bhūśayaḥ bhūṣaṇaḥ bhūtiḥ
auf der Erde ruhend, Schmuck, Gedeihen (Nom.Sg.)
viśokaḥ śokanāśanaḥ
sorgenfrei, Sorge vernichtend (Nom.Sg.m.)
udīrṇa: „erhaben, emporgestiegen“; bhūśaya auch „in der Erde liegend“.
Der Strahlende, der Verehrte, der Krug [?], der dessen Selbst völlig rein ist, der Läuternde; Aniruddha, der Unvergleichliche [wörtlich: Wagenlose, ohne Gegenwagen], Pradyumna, der von unermesslicher Tapferkeit.
Wort für Wort
arciṣmān arcitaḥ
strahlend, verehrt (Nom.Sg.m.)
kumbhaḥ
Krug [?] (Nom.Sg.m.)
viśuddhātmā viśodhanaḥ
völlig reinen Selbst, Läuterer (Nom.Sg.m.)
aniruddhaḥ apratirathaḥ
Aniruddha, ohne Gegner [Gegenwagen] (Nom.Sg.m.)
pradyumnaḥ amitavikramaḥ
Pradyumna, von unermesslichem Schritt/Mut (Nom.Sg.m.)
Der Kālanemi-Töter, der Held, der Tapfere, Śauri, der Herr der Menschen; das Selbst der drei Welten, der Herr der drei Welten, Keśava, der Keśin-Töter, Hari.
Wort für Wort
kālaneminihā vīraḥ
Kālanemi-Töter, Held (Nom.Sg.m.)
śūraḥ śauriḥ janeśvaraḥ
Tapferer, Śauri, Herr der Menschen (Nom.Sg.m.)
trilokātmā trilokeśaḥ
Selbst der drei Welten, Herr der drei Welten (Nom.Sg.m.)
Der Gott der Liebe, der Hüter der Wünsche, der Liebende, der Liebenswerte, der das Überlieferte Schaffende [?]; der mit unbeschreiblicher Gestalt, Viṣṇu, der Held, der Unendliche, der Schätze-Erobernde (Dhanaṃjaya).
Der den Brahmanen Zugewandte, der das Brahman Schaffende, Brahmā, das Brahman, der das Brahman Mehrende; der Brahman-Kenner, der Brahmane, der Brahman-Besitzer, der das Brahman Erkennende, der den Brahmanen Liebende.
Der mit großem Schritt, der mit großen Taten, der mit großer Glut, die große Schlange; der große Opfer, der große Opferer, das große Opfer, die große Opfergabe.
Wort für Wort
mahākramaḥ mahākarmā
großen Schrittes, großer Taten (Nom.Sg.m.)
mahātejāḥ mahoragaḥ
von großer Glut, große Schlange (Nom.Sg.m.)
mahākratuḥ mahāyajvā
großes Opfer, großer Opferer (Nom.Sg.m.)
mahāyajñaḥ mahāhaviḥ
großes Opfer, große Opfergabe (Nom.Sg.m.)
mahākrama: „großer Schritt“ (auch Bezug auf die drei Schritte).
Der Preisenswerte, der den Preis Liebende, das Loblied, der Lobpreis, der Lobsänger, der den Kampf Liebende; der Volle, der Erfüller, der Reine, der von reinem Ruhm, der Leidlose.
Der gedankenschnelle, der Furtenschaffer, der Schatzsamen Habende, der Schätze Verleihende; der Schätze Gebende, Vāsudeva, der Schatz, der Schatzgesinnte, die Opfergabe.
Wort für Wort
manojavaḥ tīrthakaraḥ
gedankenschnell, Furtenbereiter (Nom.Sg.m.)
vasuretāḥ vasupradaḥ
dessen Same Gold/Schatz ist, Schätze gebend (Nom.Sg.m.)
vasupradaḥ vāsudevaḥ
Schätze gebend, Vāsudeva (Nom.Sg.m.)
vasuḥ vasumanāḥ haviḥ
Schatz, schatzgesinnt, Opfergabe (Nom.Sg.)
Der Text wiederholt vasuprada (91 und 92 a-b); vasupradaḥ hier doppelt überliefert.
Das gute Ziel, das gute Werk, das Sein, das gute Dasein, der dessen Zuflucht die Guten sind; Śūrasena [Sohn/Abkömmling], der Beste der Yadus, die gute Wohnstatt, der von der schönen Yamunā.
Wort für Wort
sadgatiḥ satkṛtiḥ sattā
gutes Ziel, gutes Werk, Sein (Nom.Sg.f.)
sadbhūtiḥ satparāyaṇaḥ
gutes Gedeihen, Zuflucht der Guten (Nom.Sg.)
śūrasenaḥ yaduśreṣṭhaḥ
Śūrasena, Bester der Yadus (Nom.Sg.m.)
sannivāsaḥ suyāmunaḥ
gute Wohnstatt, an der schönen Yamunā [wohnend] (Nom.Sg.m.)
Der Wohnstatt der Wesen, Vāsudeva, der Wohnsitz von allem Lebenshauch, das Feuer; der Hochmut Vernichtende, der Hochmut Gebende, der Stolze, der Unbezwingbare, und der Unbesiegte.
Der die Gestalt des Alls, der mit großer Gestalt, der mit strahlender Gestalt, der Gestaltlose [und doch] Gestalt Habende; der mit vielen Gestalten, der Unoffenbare, der mit hundert Gestalten, der Hundertgesichtige.
Wort für Wort
viśvamūrtiḥ mahāmūrtiḥ
Allgestalt, Großgestalt (Nom.Sg.m.)
dīptamūrtiḥ amūrtimān
leuchtgestaltig, gestaltlos-gestaltig (Nom.Sg.m.)
anekamūrtiḥ avyaktaḥ
vielgestaltig, unoffenbar (Nom.Sg.m.)
śatamūrtiḥ śatānanaḥ
hundertgestaltig, hundertgesichtig (Nom.Sg.m.)
amūrtimān: gestaltlos und doch Gestalt besitzend (Paradox).
Der Eine, der Nicht-Eine [Viele], das Somaopfer [?], Ka [„Wer?“], „Was?“, „Welches“, „Jenes“, die unübertreffliche Stätte; der Verwandte der Welt, der Herr der Welt, Mādhava, der den Verehrern Zugetane.
Wort für Wort
ekaḥ naikaḥ
einer, nicht einer [vielfach] (Nom.Sg.m.)
savaḥ kaḥ kiṃ yat tat
Somapressung [?], wer, was, welches, jenes (Nom./Pron.)
padam anuttamam
unübertreffliche Stätte (Nom.Sg.n.)
lokabandhuḥ lokanāthaḥ
Verwandter der Welt, Herr der Welt (Nom.Sg.m.)
mādhavaḥ bhaktavatsalaḥ
Mādhava, den Verehrern zugetan (Nom.Sg.m.)
Der Vers spielt mit den Pronomina ka, kim, yat, tat; sava ist unsicher.
Der goldfarbene, der mit goldenen Gliedern, der mit herrlichen Gliedern, der mit Sandel-Armreifen; der Heldentöter, der Ungleiche, der Leere, der Ghee-Verzehrende [?], der Unbewegte und Bewegte.
Wort für Wort
suvarṇavarṇaḥ hemāṅgaḥ
goldfarbig, goldgliedrig (Nom.Sg.m.)
varāṅgaḥ candanāṅgadī
mit herrlichem Körper, Sandelarmreif-Träger (Nom.Sg.m.)
Der Stolzlose, der Ehre Verleihende, der Ehrwürdige, der Herr der Welt, der die drei Welten Tragende; der Kluge, der aus Weisheit Geborene, der Glückliche, der wahre Weisheit Habende, der die Erde Tragende.
Wort für Wort
amānī mānadaḥ mānyaḥ
stolzlos, Ehre gebend, ehrwürdig (Nom.Sg.m.)
lokasvāmī trilokadhṛk
Herr der Welt, Träger der drei Welten (Nom.Sg.m.)
sumedhāḥ medhajaḥ dhanyaḥ
sehr klug, aus Weisheit geboren, glücklich (Nom.Sg.m.)
Die Glut, der Stier, der Glanzträger, der Beste unter allen Waffenträgern; der Zügel [Ergreifer], der Bändiger, der Unverwirrte, der Vielhörnige, der Älteste der Gada [Bruder des Gada].
Der Vierfach-Gestaltige, der Vierarmige, der Vierfach-Entfaltete, der Vierfach-Gehende; der Vierfach-Wesenhafte, der Vierfach-Seiende, der Kenner der vier Veden, der Einfüßige.
Der Kreislauf, der dessen Selbst zurückgezogen ist, der schwer zu Besiegende, der schwer zu Überschreitende; der schwer zu Erlangende, der schwer zu Erreichende, die Festung, der schwer zu Bewohnende, der Vernichter schwieriger Feinde.
Wort für Wort
samāvartaḥ nivṛttātmā
Wende, Zurückgezogener (Nom.Sg.m.)
durjayaḥ duratikramaḥ
schwer zu besiegen, schwer zu überschreiten (Nom.Sg.m.)
Der mit schönen Gliedern, die Antilope der Welt [?], der Schönfaden, der die Fäden Mehrende; der Indras Taten Vollbringende, der große Taten Vollbringende, der dessen Werk getan ist, der das Überlieferte Schaffende [?].
Wort für Wort
śubhāṅgaḥ lokasāraṅgaḥ
schöngliedrig, Welt-Sāraṅga [?] (Nom.Sg.m.)
sutantuḥ tantuvardhanaḥ
gutes Gewebe/Faden, Fäden mehrend (Nom.Sg.m.)
indrakarmā mahākarmā
Indras Werke tuend, großer Taten (Nom.Sg.m.)
kṛtakarmā kṛtāgamaḥ
dessen Werk vollbracht ist, Überlieferung schaffend [?] (Nom.Sg.m.)
Der Ursprung, der Schöne, Sunda [?], der mit Juwelen-Nabel, der Schönäugige; die Sonne, der Nahrung Verleihende [?], der Gehörnte, der Siegreiche [Jayanta], der Allwissende, der Siegende.
Wort für Wort
udbhavaḥ sundaraḥ sundaḥ
Ursprung, schön, Sunda [?] (Nom.Sg.m.)
ratnanābhaḥ sulocanaḥ
Juwelennabel, schönäugig (Nom.Sg.m.)
arkaḥ vājasanaḥ
Sonne, Nahrung gewinnend/gebend [?] (Nom.Sg.m.)
śṛṅgī jayantaḥ
gehörnt, siegreich (Nom.Sg.m.)
sarvavit jayī
alles wissend, siegend (Nom.Sg.m.)
sundo: wohl Sunda [?]; vājasana: „Nahrungsgewinner“, unsicher.
Der mit goldenen Tropfen, der Unerschütterliche, der Herr aller Rede, der Herr der Herren; der große See, die große Grube, das große Wesen, der große Schatz.
Kumuda, Kundara, Kunda, der Regengott, der Wind, der Luftzug; der Nektar-Strahlige, der mit Nektar-Körper, der Allwissende, der nach allen Seiten Gesichtige.
Der leicht Erreichbare, der mit guten Gelübden, der Vollendete, der Feindebezwinger, der Feindequäler; der Feigenbaum [Nyagrodha, Udumbara, Aśvattha], der Cāṇūra und Andhra Vernichtende.
Der mit tausend Strahlen, der mit sieben Zungen, der mit sieben Brennstoffen, der mit sieben Zugtieren; der Gestaltlose, der Makellose, der Undenkbare, der Furcht Bewirkende, der Furcht Vernichtende.
Der Winzige, der Große, der Zarte, der Massige, der die Eigenschaften Tragende, der Eigenschaftslose, der Mächtige; der Ungetragene, der Selbst-Getragene, der schön Mündige, der Ostwärts-Geschlechtige [?], der das Geschlecht Mehrende.
Der die Last Tragende, der Gepriesene, der Yogin, der Herr der Yogins, der alle Wünsche Gewährende; die Einsiedelei, der Asket, der Erschöpfte, der Suparṇa [Garuḍa], der den Wind zum Träger Habende.
Wort für Wort
bhārabhṛt kathitaḥ
Lastträger, Gepriesener (Nom.Sg.m.)
yogī yogīśaḥ sarvakāmadaḥ
Yogin, Herr der Yogins, alle Wünsche gebend (Nom.Sg.m.)
Der Sattvavolle, der Sattva-Bestimmte, der Wahre, der auf Wahrheit und Dharma als höchste Zuflucht Gerichtete; die Absicht, der Liebenswerte und Würdige, der Würdige, der Liebes Tuende, der die Zuneigung Mehrende.
Der Himmelsgänger, das Licht, der Schöngestrahlte, der Opferverzehrer [Feuer], der Allmächtige; die Sonne, der Erleuchtende, Sūrya, Savitṛ, der Sonnenäugige.
Wort für Wort
vihāyasagatiḥ jyotiḥ
Himmelsgänger, Licht (Nom.Sg.)
surucir hutabhuk vibhuḥ
strahlend, Opferverzehrer, allmächtig (Nom.Sg.m.)
raviḥ virocanaḥ
Sonne, Erleuchter (Nom.Sg.m.)
sūryaḥ savitā ravilocanaḥ
Sūrya, Savitṛ, sonnenäugig (Nom.Sg.m.)
hutabhuj: „Opferverzehrer“ = Agni; virocana: der Erleuchtende.
Der Unendliche, der Opferverzehrer, der Genießer, der Glück Gebende, der Nicht-Einzige Gebende, der Erstgeborene; der Unverdrossene, der stets Geduldige, die wunderbare Grundlage der Welt.
Der Uranfängliche, der Allerälteste, Kapila, der Affe [Kapi], der Unvergängliche; der Heil Gebende, der Heil Schaffende, das Heil, der Heil Genießende, der Heil-Gabenreiche.
Der Nicht-Schreckliche, der Ohrringträger, der Diskusträger, der Schreitende, der mit gewaltiger Herrschaft; der über den Laut Hinausgehende, der den Laut Ertragende, der Kühle, der die Nacht Erschaffende.
Wort für Wort
araudraḥ kuṇḍalī cakrī
nicht wild, Ohrringträger, Diskusträger (Nom.Sg.m.)
vikramī ūrjitaśāsanaḥ
Schreitender, dessen Gebot mächtig ist (Nom.Sg.m.)
Der Nicht-Grausame, der Anmutige, der Geschickte, der Rechte, der Beste der Geduldigen; der Allerweiseste, der Furchtlose, dessen Hören und Preisen verdienstvoll ist.
Wort für Wort
akrūraḥ peśalaḥ dakṣaḥ
nicht grausam, anmutig, geschickt (Nom.Sg.m.)
dakṣiṇaḥ kṣamiṇāṃ varaḥ
rechtschaffen, Bester der Duldsamen (Nom.Sg.m./Gen.Pl.)
vidvattamaḥ vītabhayaḥ
weisester, furchtfrei (Nom.Sg.m.)
puṇyaśravaṇakīrtanaḥ
dessen Hören und Preisen heilbringend ist (Nom.Sg.m.)
Der Hinüberführende, der die Übeltaten Vernichtende, der Heilige, der die bösen Träume Vernichtende; der Heldentöter, der Beschützer, der Gute, der Belebende, der Umfassend-Gegenwärtige.
Der mit unendlicher Gestalt, der mit unendlichem Glanz, der den Zorn Besiegt Habende, der die Furcht Vertreibende; der Vierseitige, der Tiefgründige, die Zwischenrichtungen, die Ausweisung, die Himmelsrichtungen.
Der Anfanglose, die Erde, das Glück der Erde, der gute Held, der mit prächtigen Armreifen; der Erzeuger, der Ursprung der Geburt der Menschen, der Furchtbare, der von furchtbarer Tapferkeit.
Wort für Wort
anādiḥ bhūḥ bhuvaḥ lakṣmīḥ
der Anfanglose, die Erde, der Erde Glück (Nom.Sg.; bhuvaḥ Gen.Sg.)
suvīraḥ rucirāṅgadaḥ
der gute Held, der mit prächtigen Armreifen (Nom.Sg.)
jananaḥ janajanmādiḥ
der Erzeuger, der Ursprung der Geburt der Menschen (Nom.Sg.; Kompositum)
bhīmaḥ bhīmaparākramaḥ
der Furchtbare, der von furchtbarer Tapferkeit (Nom.Sg.)
Der Stütze und Wohnstatt [aller], der Erhalter, der mit blühendem Lächeln, der Wachende; der Aufwärtsgehende, der den Pfad der Guten Wandelnde, der Lebensatem Gebende, die Silbe Oṃ, der Preis [oder: der Einsatz].
Wort für Wort
ādhāranilayaḥ dhātā
Stütze und Wohnstatt, Erhalter (Nom.Sg.)
puṣpahāsaḥ prajāgaraḥ
der mit blühendem Lächeln, der Wachende (Nom.Sg.)
ūrdhvagaḥ satpathācāraḥ
der Aufwärtsgehende, der den Pfad der Guten Wandelnde (Nom.Sg.)
prāṇadaḥ praṇavaḥ paṇaḥ
Lebensatem-Geber, die Silbe Oṃ, der Preis [?] (Nom.Sg.)
paṇaḥ: „Einsatz, Preis, Handel“; Sinn hier unsicher.
Das Maß [der Erkenntnis], die Wohnstatt des Lebenshauchs, der Lebenshauch Schaffende, der vom Lebenshauch Lebende; die Wahrheit [das Wesen], der Kenner der Wahrheit, das eine Selbst, der Geburt, Tod und Alter Überschreitende.
Wort für Wort
pramāṇam prāṇanilayaḥ
das Maß, Wohnstatt des Lebenshauchs (Nom.Sg.)
prāṇakṛt prāṇajīvanaḥ
Lebenshauch-Schaffer, vom Lebenshauch Lebender (Nom.Sg.)
tattvam tattvavid
die Wahrheit, Kenner der Wahrheit (Nom.Sg.)
ekātmā janmamṛtyujarātigaḥ
das eine Selbst, der über Geburt, Tod und Alter Hinausgehende (Nom.Sg.)
Bhūḥ, Bhuvaḥ, Svar [Erde, Luftraum, Himmel], der Baum, der Retter [oder: der Strahlende], Savitṛ, der Urgroßvater; das Opfer, der Herr des Opfers, der Opfernde, dessen Glieder das Opfer sind, der Träger des Opfers.
Wort für Wort
bhūḥ bhuvaḥ svaḥ
Erde, Luftraum, Himmel (Nom./Indeklinabel)
taruḥ tāraḥ
der Baum, der Retter [?] (Nom.Sg.)
savitā prapitāmahaḥ
Savitṛ, der Urgroßvater (Nom.Sg.)
yajñaḥ yajñapatiḥ yajvā
das Opfer, Herr des Opfers, der Opfernde (Nom.Sg.)
yajñāṅgaḥ yajñavāhanaḥ
dessen Glieder das Opfer sind, Träger des Opfers (Nom.Sg.)
tāraḥ: „Retter, Überführer“ oder „strahlend“; unsicher.
yajñabhṛd yajñakṛd yajñī yajñabhug yajñasādhanaḥ; yajñāntakṛd yajñaguhyam annam annāda eva ca
Der das Opfer Tragende, der das Opfer Vollziehende, der Opferer, der das Opfer Genießende, das Mittel des Opfers; der das Opfer zum Ende Bringende, das Geheimnis des Opfers, die Speise und ebenso der Speiseesser.
Wort für Wort
yajñabhṛt yajñakṛt yajñī
Opferträger, Opfervollzieher, Opferer (Nom.Sg.)
yajñabhuk yajñasādhanaḥ
Opfergenießer, Mittel des Opfers (Nom.Sg.)
yajñāntakṛt yajñaguhyam
der das Opfer zum Ende Bringende, Geheimnis des Opfers (Nom.Sg.)
Der aus sich selbst Entstandene, der von selbst Geborene, Vaikhāna, der Sāman-Sänger; der Sohn der Devakī, der Schöpfer, der Herr der Erde, der Sünden Vernichtende.
Wort für Wort
ātmayoniḥ svayaṃjātaḥ
der aus sich selbst Entstandene, von selbst Geborene (Nom.Sg.)
Der Muschelträger, der das Schwert Nandaka Führende, der Diskusträger, der Bogen-Śārṅga-Träger, der Keulenträger; der den Wagenrad [Diskus] in der Hand Haltende, der Unerschütterliche, der alle Waffen als Angriffsmittel Führende.
Wer das Recht sucht, erlangt das Recht, wer Wohlstand sucht, erlangt Wohlstand; wer Begierden hat, erlangt seine Wünsche, wer Nachkommen sucht, erlangt Nachkommen.
Wort für Wort
dharmārthī prāpnuyāt dharmam
der Rechtsuchende erlangt das Recht (Nom.Sg., Opt.3.Sg./Akk.Sg.)
arthārthī ca artham āpnuyāt
und der Wohlstandsuchende erlangt Wohlstand (Opt.3.Sg.)
kāmān avāpnuyāt kāmī
Wünsche erlangt der Wünschende (Akk.Pl./Nom.Sg.)
prajārthī ca āpnuyāt prajāḥ
und der Nachkommensuchende erlangt Nachkommen (Akk.Pl.)
der erlangt weiten Ruhm und den Vorrang unter den Verwandten; er erlangt unerschütterliches Glück und erlangt das höchste Heil, das nicht zu übertreffen ist.
Wort für Wort
yaśaḥ prāpnoti vipulam
er erlangt Ruhm, weiten (Präs.3.Sg./Akk.Sg.n.)
jñātiprādhānyam eva ca
und den Vorrang unter den Verwandten (Akk.Sg.n.)
acalām śriyam āpnoti
er erlangt unwandelbares Glück (Akk.Sg.f., Präs.3.Sg.)
śreyaḥ ca āpnoti anuttamam
und erlangt das Heil, das unübertroffene (Akk.Sg.n.)
Der Krankheitsleidende wird von der Krankheit befreit, der Gefesselte würde von der Fessel befreit; der Furchtsame würde von der Furcht befreit, der in Not Geratene von der Not.
Wort für Wort
rogārtaḥ mucyate rogāt
der Krankheitsgeplagte wird befreit von der Krankheit (Pass.Präs./Abl.Sg.)
baddhaḥ mucyeta bandhanāt
der Gefesselte würde befreit von der Fessel (Pass.Opt./Abl.Sg.)
bhayāt mucyeta bhītaḥ ca
von der Furcht würde befreit der Furchtsame (Abl./Nom.Sg.)
mucyeta āpannaḥ āpadaḥ
würde befreit der in Not Geratene von der Not (Nom.Sg./Abl.Sg.)
Der Sterbliche, der bei Vāsudeva Zuflucht nimmt und Vāsudeva zum höchsten Ziel hat, mit von allen Sünden gereinigtem Selbst, geht ein zum ewigen Brahman.
Wort für Wort
vāsudevāśrayaḥ martyaḥ
bei Vāsudeva Zuflucht nehmend, der Sterbliche (Nom.Sg.)
vāsudevaparāyaṇaḥ
Vāsudeva zum höchsten Ziel habend (Nom.Sg.)
sarvapāpaviśuddhātmā
mit von allen Sünden gereinigtem Selbst (Nom.Sg.)
yāti brahma sanātanam
er geht zum Brahman, dem ewigen (Präs.3.Sg./Akk.Sg.n.)
Wer dieses Loblied studiert, mit Vertrauen und Hingabe versehen, der würde verbunden mit Selbstglück, Geduld, Glück, Standhaftigkeit, Erinnerung und Ruhm.
Wort für Wort
imam stavam adhīyānaḥ
dieses Loblied studierend (Akk.Sg./Part.Med.Nom.Sg.)
śraddhābhaktisamanvitaḥ
mit Vertrauen und Hingabe versehen (Nom.Sg.)
yujyeta
er würde verbunden (Pass.Opt.3.Sg.)
ātmasukhakṣāntiśrīdhṛtismṛtikīrtibhiḥ
mit Selbstglück, Geduld, Glück, Standhaftigkeit, Erinnerung, Ruhm (Instr.Pl.)
na krodho na ca mātsaryaṃ na lobho nāśubhā matiḥ; bhavanti kṛtapuṇyānāṃ bhaktānāṃ puruṣottame
Nicht Zorn, nicht Missgunst, nicht Gier und kein unheilvoller Sinn stellen sich ein bei den Verehrern des Höchsten der Männer, die Verdienst erworben haben.
Wort für Wort
na krodhaḥ na ca mātsaryam
nicht Zorn, und nicht Missgunst (Nom.Sg.)
na lobhaḥ na aśubhā matiḥ
nicht Gier, nicht unheilvoller Sinn (Nom.Sg.)
bhavanti kṛtapuṇyānām
sie entstehen bei denen, die Verdienst erworben haben (Präs.3.Pl./Gen.Pl.)
bhaktānām puruṣottame
bei den Verehrern des Höchsten der Männer (Gen.Pl./Lok.Sg.)
Von allen Überlieferungen wird zuerst der Wandel [das rechte Verhalten] erwogen; aus dem Wandel entsteht das Recht, und der Herr des Rechts ist Acyuta.
Wort für Wort
sarvāgamānām ācāraḥ
unter allen Überlieferungen der Wandel (Gen.Pl./Nom.Sg.)
Einer ist Viṣṇu, das große Wesen; die Wesen sind getrennt, vielfach und zahlreich. Nachdem er die drei Welten durchdrungen hat, genießt der Selbst der Wesen, der Unvergängliche, der Alles-Genießer.
Wort für Wort
ekaḥ viṣṇuḥ mahat bhūtam
einer, Viṣṇu, das große Wesen (Nom.Sg.)
pṛthak bhūtāni anekaśaḥ
getrennt die Wesen, vielfach (Adv./Nom.Pl.n./Adv.)
trīn lokān vyāpya
die drei Welten durchdrungen habend (Akk.Pl./Abs.)
bhūtātmā bhuṅkte viśvabhuk avyayaḥ
das Selbst der Wesen genießt, der Alles-Genießer, Unvergängliche (Nom.Sg./Präs.3.Sg.Med.)
Dieses vom Erhabenen Vyāsa verkündete Loblied: wer es liest oder auch hört, erlangt das höchste Heil.
Wort für Wort
etat stotram bhagavatā
dieses Loblied, vom Erhabenen (Nom.Sg.n./Instr.Sg.)
vyāsena parikīrtitam
von Vyāsa verkündet (Instr.Sg./PPP)
yaḥ paṭhet śṛṇuyāt vā api
wer liest oder auch hört (Opt.3.Sg.)
śreyaḥ prāpnoti anuttamam
erlangt Heil, das unübertroffene (Präs.3.Sg./Akk.Sg.n.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften).
viśveśvaram ajaṃ devaṃ jagataḥ prabhavāpyayam; bhajanti ye puṣkarākṣaṃ na te yānti parābhavam
Den Herrn des Alls, den Ungeborenen, den Gott, Ursprung und Ende der Welt: die ihn, den Lotosäugigen, verehren, die gehen nicht dem Untergang entgegen.
Wort für Wort
viśveśvaram ajam devam
den Herrn des Alls, den Ungeborenen, den Gott (Akk.Sg.)
jagataḥ prabhavāpyayam
der Welt Ursprung und Ende (Gen.Sg./Akk.Sg.)
bhajanti ye puṣkarākṣam
die verehren, die ihn, den Lotosäugigen (Präs.3.Pl./Akk.Sg.)
na te yānti parābhavam
nicht gehen sie zum Untergang (Präs.3.Pl./Akk.Sg.)
arjuna uvāca; padmapatraviśālākṣa padmanābha surottama; śrībhagavān uvāca; bhaktānām anuraktānāṃ trātā bhava janārdana; yo māṃ nāmasahasreṇa stotum icchati pāṇḍava; so 'ham ekena ślokena stuta eva na saṃśayaḥ; namo 'stv anantāya sahasramūrtaye; sahasrapādākṣiśirorubāhave; sahasranāmne puruṣāya śāśvate; sahasrakoṭīyugadhāriṇe namaḥ
Arjuna sprach: „Du mit den weiten Lotosblatt-Augen, Padmanābha, Bester der Götter!“ Der Erhabene sprach: „Sei der Retter der [dir] Ergebenen und Liebenden, Janārdana. Wer mich, Pāṇḍava, mit dem Tausend der Namen preisen will: Ich bin durch einen einzigen Vers gepriesen, daran ist kein Zweifel. Verneigung dem Unendlichen mit tausend Gestalten, mit tausend Füßen, Augen, Häuptern, Schenkeln und Armen, dem Puruṣa mit tausend Namen, dem Ewigen, dem, der tausend Koṭi Zeitalter trägt: Verneigung!“
der Erhabene sprach: der Ergebenen, Liebenden Retter sei, Janārdana (Gen.Pl./Nom./Imp./Vok.)
yaḥ mām nāmasahasreṇa stotum icchati pāṇḍava
wer mich mit dem Tausend der Namen preisen will, Pāṇḍava (Inf./Präs.3.Sg.)
saḥ aham ekena ślokena stutaḥ eva na saṃśayaḥ
ich bin durch einen Vers gepriesen, kein Zweifel (Instr.Sg./PPP)
namaḥ astu anantāya sahasramūrtaye
Verneigung dem Unendlichen, dem Tausendgestaltigen (Dat.Sg.)
sahasrapādākṣiśirorubāhave
dem mit tausend Füßen, Augen, Häuptern, Schenkeln, Armen (Dat.Sg.)
sahasranāmne puruṣāya śāśvate
dem Tausendnamigen, dem Puruṣa, dem Ewigen (Dat.Sg.)
sahasrakoṭīyugadhāriṇe namaḥ
dem Träger von tausend Koṭi Zeitaltern, Verneigung (Dat.Sg./Nom.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Der Text enthält Sprecherwechsel innerhalb der Einheit; die Zuweisung der Zeile „namo 'stv anantāya…“ an Arjuna ist im Text nicht markiert.
arjuna uvāca; vāsanād vāsudevasya vāsitaṃ te jagattrayam; sarvabhūtanivāso 'si vāsudeva namo 'stu te
Arjuna sprach: „Durch die Durchdringung [Duftung] Vāsudevas ist deine Dreiwelt durchdrungen; du bist der Wohnort aller Wesen, Vāsudeva, Verneigung dir!“
Wort für Wort
arjunaḥ uvāca
Arjuna sprach (Perf.3.Sg.)
vāsanāt vāsudevasya
durch die Durchdringung Vāsudevas (Abl.Sg./Gen.Sg.)
vāsitam te jagattrayam
durchdrungen ist deine Dreiwelt (PPP Nom.Sg.n./Gen.Sg./Nom.Sg.n.)
sarvabhūtanivāsaḥ asi vāsudeva namaḥ astu te
du bist Wohnort aller Wesen, Vāsudeva, Verneigung dir (Nom.Sg./Vok./Dat.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Wortspiel vāsanā / vāsudeva / vāsita / nivāsa.
Verneigung dir, Vyāsa, Weitverständiger, mit Augen groß wie Blätter voll erblühter Lotosse, der du die mit dem Öl des Bhārata gefüllte Leuchte voll Erkenntnis angezündet hast! Dies ist der dornenlose Pfad, wo Hari recht verehrt wird; als Irrweg soll man jene Überlieferung erkennen, die ohne Govinda ist. Rudra sprach: „Rāma, Rāma, so: Rāma! Ich freue mich in Rāma, der herzerfreuenden, du Schönantlitzige. Dem Namen des Tausends Śrī-Namen gleich ist der Name Rāma.“
Wort für Wort
namaḥ astu te vyāsa viśālabuddhe
Verneigung dir, Vyāsa, Weitverständiger (Vok.Sg.)
phullāravindāyatapatranetra
mit Augen wie große Blätter erblühter Lotosse (Vok.Sg.)
durch den, durch dich, angezündet die mit Bhārata-Öl gefüllte Wissensleuchte (Instr./Nom.Sg.)
eṣaḥ niṣkaṇṭakaḥ panthāḥ yatra saṃpūjyate hariḥ
dies ist der dornenlose Pfad, wo Hari verehrt wird (Nom.Sg./Pass.Präs.3.Sg.)
kupatham tam vijānīyāt govindarahitāgamam
als Irrweg soll man jenen erkennen, die Lehre ohne Govinda (Akk.Sg./Opt.3.Sg.)
rudraḥ uvāca
Rudra sprach
rāma rāma iti rāma iti rame rāme manorame
Rāma, Rāma, so, Rāma; ich freue mich an Rāma, dem herzerfreuenden (Vok./Präs.1.Sg.Med./Lok.Sg.)
śrīsahasranāmatattulyam rāmanāma varānane
dem Tausend Namen der Śrī gleich ist der Name Rāma, Schönantlitzige (Nom.Sg.n./Vok.Sg.f.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; die Rāma-Strophe gehört zur Rudra-Rede (vgl. die bekannte Śiva-Pārvatī-Strophe). [Anm.: Text zusammengesetzt aus mehreren Zusatzversen.] rame rāme manorame: eine Lesart.
namo brahmaṇyadevāya gobrāhmaṇahitāya ca; jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ; ākāśāt patitaṃ toyaṃ yathā gacchati sāgaram; sarvadevanamaskāraḥ keśavaṃ prati gacchati; sarvavedeṣu yat puṇyaṃ sarvavedeṣu yat phalam; tat phalaṃ puruṣa āpnoti stutvā devaṃ janārdanam
Verneigung dem Gott der Brahmanenfreundlichkeit, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, dem Wohltäter der Welt, Kṛṣṇa, Govinda: Verneigung, Verneigung! Wie vom Himmel gefallenes Wasser zum Meer geht, so geht die Verneigung vor allen Göttern zu Keśava. Das Verdienst in allen Veden, die Frucht in allen Veden: diese Frucht erlangt der Mann, der den Gott Janārdana preist.
Wort für Wort
namaḥ brahmaṇyadevāya gobrāhmaṇahitāya ca
Verneigung dem brahmanenfreundlichen Gott, dem Wohltäter von Kühen und Brahmanen (Dat.Sg.)
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namaḥ namaḥ
dem Weltenwohltäter, Kṛṣṇa, Govinda, Verneigung, Verneigung (Dat.Sg.)
ākāśāt patitam toyam yathā gacchati sāgaram
vom Himmel gefallenes Wasser, wie es zum Meer geht (Abl./PPP/Präs.3.Sg./Akk.)
sarvadevanamaskāraḥ keśavam prati gacchati
die Verneigung vor allen Göttern geht zu Keśava (Nom.Sg./Akk./Präs.3.Sg.)
sarvavedeṣu yat puṇyam sarvavedeṣu yat phalam
was an Verdienst in allen Veden, was an Frucht in allen Veden (Lok.Pl./Nom.Sg.n.)
tat phalam puruṣaḥ āpnoti stutvā devam janārdanam
diese Frucht erlangt der Mann, der Gott Janārdana gepriesen habend (Präs.3.Sg./Abs.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert).
jitaṃ te puṇḍarīkākṣa namas te viśvabhāvana; namas te 'stu hṛṣīkeśa mahāpuruṣapūrvaja
Gesiegt hat [er] für dich, Lotosäugiger; Verneigung dir, Schöpfer des Alls; Verneigung dir, Hṛṣīkeśa, älterer Bruder des großen Puruṣa.
Wort für Wort
jitam te puṇḍarīkākṣa
gesiegt für dich, Lotosäugiger (PPP Nom.Sg.n./Gen./Dat.Sg./Vok.)
namaḥ te viśvabhāvana
Verneigung dir, Schöpfer des Alls (Vok.Sg.)
namaḥ te astu hṛṣīkeśa
Verneigung dir, Hṛṣīkeśa (Imp.3.Sg./Vok.)
mahāpuruṣapūrvaja
Vorgeborener des großen Puruṣa [?] (Vok.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). jitaṃ te: Bedeutung („dir ist gesiegt“) und mahāpuruṣapūrvaja (Vok., „Vorgeborener des großen Puruṣa“) unsicher [?].